Vegane Ernährung

Antworten
hallo ihr lieben! flowers_2.gif

ich hätte schon nach threads gesucht, die das thema behandeln, war aber leider erfolglos.

in erster linie hätte mich interessiert, ob unter euch auch veganer sind wink.gif

ich selbst ernähre mich seit einigen jahren großteils vegetarisch. wenn ich mal fleisch esse, stammt es zu 95% vom bauern meines vertrauens, dort kenne ich die tiere und vor allem deren lebensumstände. die restlichen 5% fallen auf fleisch, das mir bei einladungen serviert wird (da fang ich nicht an, nachzufragen, woher denn das steak stammt, das ich am teller habe). generell kaufe ich so gut wie immer bio, regional und saisonal, defakto sehr bewusst (so würde ich zumindest über mein konsumverhalten urteilen wink.gif)

ich hab vor, im oktober mal komplett auf tierische produkte zu verzichten, mich also vegan zu ernähren: aus neugier, aus der motivation eine für mich ethisch korrekte ernährung zu definieren (ich glaub nämlich bis dato nicht, dass vegane ernährung auch eine ethisch korrekte ist...) und nicht zuletzt einfach als herausvorderung wink.gif

was sagt ihr dazu? und wenn der eine oder andere veganer unter euch ist: vielleicht habt ihr ja tips für mich, wie ich das ganze am besten angehen kann. auch eure persönliche einstellung zum fleischkonsum generell würd mich auch interessieren. freu mich auf interessante inputs =)

flowers_2.gif
Antworten
Den Ansatz, auf Fleisch und Nahrungsmittel zu verzichten, die Tiere ausbeuten, finde ich schon gut.

Ich habe aber bislang leider keinen vernünftig denkenden Veganer kennen gelernt. Alle, die ich bislang kenne, sind davon völlig besessen und erscheinen mir total bekloppt, weil ich das irgend wann nicht mehr nach vollziehen kann. Sie sehen keine Ernährung mehr, sondern haben eine Religion daraus gemacht. Die werfen lieber das Essen in die Tonne, wenn sie erfahren, dass im Kartoffelsalat Fleischbrühe ist. Wem soll das dann bitte helfen?

Vom weg geworfenen Kartoffelsalat wird kein Tier mehr lebendig und abgesehen davon, musste auch niemals eines dafür sterben..

Die meisten mir bekannten Veganer sind völlig untergewichtig, weil man von 5 Paprikaschoten und etwas Tofu nun einfach nicht wirklich dauerhaft (über)leben kann. Mein Essenskonzept ist, ich esse alles, was mir schmeckt. Fleischkonsum minimiere ich sehr gerne mit guten Beilagen, Soßen und Salaten. Aber ganz Null, muß nicht sein. Ich mache daraus keine Religion. whistling.gif

Würde ich heute sterben, wäre die Welt auch nicht wirklich besser. dry.gif



Bearbeitet von Miller am 05.09.2011 01:43:39
Antworten
ich seh das ganz ähnlich wie du, miller.

für mich stellt sich auch oft die frage, ob es sinnvoll ist, nahrungsmittel wegen irgendwelcher inhaltsstoffe wegzuwerfen. der für mich bisher "richtigste" weg ist der gezielte einsatz meiner KAUFkraft. ich wohne in einer wg, und wenn meine mitbewohner über die ferien nach hause fahreun und es bleibt eine packung wurst im kühlschrank, ess ich diese auch auf. hätt ja keinen sinn, sie wegzuwerfen; dann wär das ohnehin tote tier umsonst gestorben (klingt vielleicht blöd, is aber so, oder?)
kaufen würd ich mir solch einen industrieschinken niemals...
Antworten
Ich lebe seit längerem ansterengungslos vegetarisch. Man braucht einen moment, bis man weiß, was man bedenkenlos kaufen kann, aber dann 'fluppt es'.
Veganismus wäre mir zu anstrengend, da man fast kein industriell verarbeitetes produkt kaufen kann. Das muss ich aber, da ich entweder keine zeit oder keine lust habe, täglich frisch zu kochen.
Und für die tk-produkte aus dem biomarkt fehlt mir das geld.

Man darf sich aber keine illusionen machen, dass man durch fleischverzicht automatisch ethisch besser leben würde.
Fas das gesamte obst und gemüse wird in großen monokulturen angebaut, muss deshalb mit tonnenweise pestiziden und funghiziden fitgespritzt werden und wird dann per flugzeug hier her gekarrt.
Wer seinen fleischkonsum durch sojaprodukte ersetzt, macht auch nicht die welt zu einem besseren platz.
Soja kommt zu 90% aus monokulturen aus brasilien für die regenwald brandgerodet wurde und wird. Auch nicht grade toll.

Trotzalledem ist fleischverzicht aber ne gute idee smile.gif 1 kg soja ist 1kg nahrung - für 1kg fleisch müssen mehrere tausend liter trinkwasser und mind. 7kg soka verwendet werden.
Antworten
Ich lese aus Interesse viel bei Veganer/Vegetarierforen mit.
Ich selbst bin zu 99% Vegetarierin (ich achte bei Medis z.B. nicht auf die Kapselhülle, Tieversuche... trinke Saft, der mit Gelatine geklärt sein kann....) Also die Diskussionen sind wirklich sehr interessant und es wird schnell klar, dass man als Vegetarier immer noch eine Menge schaden anrichten. Ich möchte selbst aber keine Veganerin werden...
Antworten
Habe als Teenie auch mal eine fleischlose Phase gehabt, aber dann einfach gemerkt, dass ich zu gerne Fleisch esse. Das muss nicht das dicke Steak sein, alleine schon Wurst auf nehm Brötchen oder ne Salamipizza. Ich esse gerne Fleisch und habe keine Lust mich deswegen zu verteidigen. Jeder lebt so wie er möchte, niemand wird gezwungen auf Fleisch zu verzichten oder es zu essen, wenn man nicht möchte. Jeder kann da für sich selber entscheiden.
Antworten
Ich hatte schonmal vor langer Zeit hier meine Meinung nieder geschrieben.
Antworten
Meine Schwester ist seit einiger Zeit Veganerin. Sie hatte mir mal mir mal einige wirklich sehr schlimme Videos gezeigt. Ich sagte ihr, dass ich gerne mal ein Stück Fleisch esse. Als ich die Videos sah, bin auch ich ins Grübeln gekommen. Ich frage mich, ob es besser ist, lieber mehr mit Gemüse zu kochen, und dafür mir vielleicht einmal die Woche ein richtig "gutes" Stück Fleisch zu leisten, welches eben nicht aus Massentierhaltung stammt, aber dafür eben auch teurer ist.

Meine Schwester ist eigentlich "noch" ganz vernünftig. Sie sagte, sie möchte niemanden bekehren, sondern einfach nur aufklären.





Tante Edith hat zwei Wörter eingefügt...

Bearbeitet von Letrina am 05.09.2011 10:16:32
Antworten
QUOTE (Letrina @ 05.09.2011 10:13:43)
Ich frage mich, ob es besser ist, lieber mehr mit Gemüse zu kochen, und dafür mir vielleicht einmal die Woche ein richtig "gutes" Stück Fleisch zu leisten, welches eben nicht aus Massentierhaltung stammt, aber dafür eben auch teurer ist.







Das finde ich persönlich einen sehr guten Ansatz. In den Veganerforen stört mich, ein verstärkt hervortretendes Schwarz weiß denken nach dem Motto: "entweder man verzichtet auf alle tierischen Produkte oder man kann gleich jeden Tag bei Mc Doof und co essen..." Jeder, der versucht sich mit den Konsequenzen seines Handelns (und das beziehe ich jetzt auf sämtliche Lebensbereiche) auseinanderzusetzen leistet einen wertvollen Beitrag für Mensch und Tier und sollte darin unterstützt werden!
Antworten
Eine gute Freundin von mir ernährt sich seit 3 Jahren vegan, vorher war sie 1 Jahr lang Vegetarierin.
Sie meint, dass der Anfang schwer wäre, aber man sich schnell dran gewöhnt. Allerdings wohnt sie auch in'nem sehr alternativen Viertel, da gibt's vegane Restaurants und Bio-Supermärkte.
Übrigens hat sie durch die vegane Ernährung zugenommen, weil sie viel Süßkram isst happy.gif (schlank ist sie trotzdem).

Ich selbst könnte nicht vegan leben, dazu bin ich zu unbedacht. Aber ich ziehe den Hut vor jedem, der das konsequent macht (ohne andere bekehren zu wollen).

Angeblich soll's auch ganz einfach sein, sich Tofu auf dem Balkon zu räuchern smile.gif (erzählte mir einer, der nach 10 Jahren veganer Ernährung wieder zum Fleischesser mutiert ist)
Antworten
QUOTE (Tetris @ 05.09.2011 12:56:22)
Eine gute Freundin von mir ernährt sich seit 3 Jahren vegan, vorher war sie 1 Jahr lang Vegetarierin.
Sie meint, dass der Anfang schwer wäre, aber man sich schnell dran gewöhnt. Allerdings wohnt sie auch in'nem sehr alternativen Viertel, da gibt's vegane Restaurants und Bio-Supermärkte.
Übrigens hat sie durch die vegane Ernährung zugenommen, weil sie viel Süßkram isst happy.gif (schlank ist sie trotzdem).

Ich selbst könnte nicht vegan leben, dazu bin ich zu unbedacht. Aber ich ziehe den Hut vor jedem, der das konsequent macht (ohne andere bekehren zu wollen).

Angeblich soll's auch ganz einfach sein, sich Tofu auf dem Balkon zu räuchern smile.gif (erzählte mir einer, der nach 10 Jahren veganer Ernährung wieder zum Fleischesser mutiert ist)

Ich hab mich auch mal dem Thema gewidmet und kann allgemein nur sagen, das eine vegane Ernährung einer Übersäuerung des Organismus entgegenwirkt. Die Süssigkeiten sollten eigentlich nicht sein.wink.gif
Antworten
danke für eure zahlreichen antworten! =) ich seh schon, die meisten hier sehen die situation ganz genauso wie ich.
danke cambria für die zahlen, solche sollten einem schon zu denken geben. genauso filme wie darwin's nightmare oder we feed the world sollte jeder mal gesehen haben.
ich will auch niemanden bekehren, aber leider wissen viele nicht, woher unser kühlschrank eigentlich wirklich kommt und ich denke, dass etwas aufklärung in vielen haushalten nicht schaden könnte...

auch folgende aussage halte ich für diskussionswürdig: "jeder, der fleisch isst, sollte auch in der lage sein, es selbst mit gutem gewissen zu töten"

was meint ihr? wink.gif
Antworten
ui, danke mwh für den link! ich hab nicht gesehen, dass diesbezüglich schon mal diskutiert wurde...
Antworten
QUOTE (mizzi @ 05.09.2011 14:28:48)


auch folgende aussage halte ich für diskussionswürdig: "jeder, der fleisch isst, sollte auch in der lage sein, es selbst mit gutem gewissen zu töten"

was meint ihr? wink.gif

O, o, da wird´s schwierig und ich bin schon froh, daß es Metzger gibt, die das machen, denn so ganz ohne Fleisch geht es bei mir nicht.
Antworten
Hallo :-)

Ich bin zwar keine Vollzeit - Vegetarierin, aber dadurch das ich mich im mom viel mit der Ayurvedischen Küche befasse, schleichen sich immer mehr vegetarische bzw vegane Gerichte in meinen Speisezettel. Dazu kommt das ich für meinen übergewichtigen Schwiepa koche und deshalb auch oft Käse, Sahne, Schmand und co weg lasse. Wir sind jetzt sogar so weit, das es nur alle 3 Tage Fleisch zur Hauptmahlzeit gibt. Das Fleisch wird auch nur noch bei einem bestimmten Fleischer gekauft bzw Bauern. Im Supermarkt lassen wir die Kühltheken mit dem Frischfleisch mittlerweile links liegen.

Was meine Meinung angeht zu "jeder, der fleisch isst, sollte auch in der lage sein, es selbst mit gutem gewissen zu töten": Auch in der Steinzeit hat nicht jeder sein Fleisch selber erlegt, da hat jeder das getan was er am besten kann ! Der eine hat auf die Kinder auf gepasst, andere haben Kräuter und Beeren gesammelt und andere haben gejagt und das Fleisch verteilt.
Antworten
Manchmal merkt man gar nicht das man vegan isst wink.gif eine Linsensuppe ohne Speck und Würstchen,genauso Erbsen oder Gemüsesuppe.

Als Brotzeit einen Humus mit Fladenbrot und ein paar Oliven tongue.gif

Es gibt auch Rezepte wo man nicht extra in den Reformtempel muß laugh.gif

Schau mal zB. Hier,und VEGETARISCH geht mehr whistling.gif
Antworten

Bier ist übrigens auch hundertprozentig vegan prost.gif
Antworten
QUOTE (Agnetha @ 05.09.2011 16:26:03)
Bier ist übrigens auch hundertprozentig vegan prost.gif

juhu dann habe ich mich letztes WE flüssig-vegan oder vegan-flüssig ernährt.
Antworten
Ich freue mich für Dich über Deinen Entschluss das Tierleid zu senken.Vegetarisch ist gesund vor allem Urkost.
Google mal nach Brigitte Rondholz oder Franz Konz da kannst Du wertvolle Tipps holen.
Ich selbst habe es noch nicht ganz geschafft aber das Fleisch schmeckt eh nicht mehr durch die Hormone welche die Tiere bekommen und durch das Genfutter werden die krank und das essen wir alles mit.
Die Chemie im Essen macht die Leute krank .
Antworten
QUOTE (mizzi @ 05.09.2011 14:28:48)


auch folgende aussage halte ich für diskussionswürdig: "jeder, der fleisch isst, sollte auch in der lage sein, es selbst mit gutem gewissen zu töten"


Ich finde da ist schon was Wahres dran. Beispielsweise verstehe ich nicht, warum gerade Jäger in diversen Foren so stark angegriffen werden. Denn manche Menschen sind da schon sehr heuchlerisch und belügen sich selbst.
Wie gesagt ich Vegetarierin, verurteile aber niemanden, der Fleisch ist. Allerdings finde ich, man sollte dich einfach über die Konsequenzen des eigenen Lebensstiles im Klaren sein. Wenn jemand also in den Supermarkt geht und sich da irgendwelches Billigfleisch kauft und dann allen Ernstes erstaunt über diverse Filme ist, muss ich mich schon sehr wundern.
Allerdings kritisiere ich eben auch das verhalten mancher "missionierender" Veganer. Für mich gibt es einen Unterschied zwischen Menschen und Tieren, was nicht heißt, dass man Tiere ausbeuten sollte! Einen Verzicht auf Wolle oder Honig ist in meinen Augen nicht erstrebenswert. Dagegen habe ich bei meinem (nicht sehr niedrigen) Milchkonsum (allerdings esse ich eigentlich nie Käse...) schon ein schlechtes Gewissen, nachdem ich mich ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Ich kann mir auch gut vorstellen, diesen noch einzuschränken. Allerdings habe ich leider bereits eine Essstörung hinter mir bzw. habe immer noch diverse Probleme mit diesem Thema und möchte einfach nicht, dass das all zu zwanghaft wird. Soziale Aktivitäten würden sich auf diese Weise noch schwieriger gestalten.
Thema wird von 0 Benutzer(n) gelesen (0 Gäste und 0 Anonyme Benutzer)
0 Mitglieder:

Seiten: (11) [1] 2 3 ... Letzte »