Bewerbung Anschreiben formulieren: Bewerbungsanschreiben Tipps

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Liebe BewerberInnen,

seit ungefähr zwei Monaten bin ich wieder au der Suche nach einer Beschäftigung. Nun habe ich mich mit unterstehendem Text bei einigen Firmen beworben, aber bisher immer nur absagen bzw. überhaupt keine Antworten erhalten.

Hat jemand von Euch eventuell eine Idee, wie ich meinen Text noch verbessern kann, damit meine Bewerbung für die Chefin / den Chef interessanter klingt?

Wie müsste ich den Text gestalten, um andere Bewerber "auszustechen"?

Vielen Dank im Voraus sagt Ricardo!

Und nun der Bewerbungstext:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich heiße *hier stand mal ein Klarname*, bin gelernte Bürokraft, 32 Jahre jung und möchte mich hiermit um eine Festanstellung in meinem erlernten Beruf bewerben. Da meine bisherige MAE-Maßnahme seit dem 16.09.2011 beendet ist, bin ich nun auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung.

In der Zeit vom 18.04. bis zum 16.09.2011 nahm ich beim Bildungsträger DIDACTICA am Englisch-Lehrgang "Business Communications" teil.
Der Lehrgang beinhaltete die Schwerpunkte Wirtschaftsenglisch, englische Handelskorrespondenz, Kommunikations- und Telefontraining, Übersetzen, Präsentationen mit PowerPoint, Internetnutzung.

Im Rahmen dieses Lehrgangs absolvierte ich vom 20.06. bis 16.09.2011 ein Praktikum im Kinder-Kunst-Museum e.V. Berlin - International. Das entsprechende Praktikumszeugnis ist in den beigefügten Bewerbungsunterlagen enthalten.

Anbei übersende ich Ihnen meine wichtigsten Bewerbungsunterlagen im PDF-Format. Auf Wunsch sende ich Ihnen gerne meine vollständigen Unterlagen in gewünschter Form zu (Bewerbungsmappe bzw.Mail-Anhang im PDF-Format).

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Mühe und verbleibe

mit freundlichem Gruß
*hier stand mal ein Klarname*

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QUOTE (Riki1979 @ 12.11.2011 18:04:26)

ich heiße Ricardo XY

Also Proaktiv, richtig?

Man fängt keinen Satz mit "ich" an.

Besser: mein Name ist xy...

Ihr Unternehmen wowie die Produktion / Portfolio interessiert mich sehr, darum möchte ich mich heute bei ... um die Position der Bürokraft bewerben....
Nach meiner xy Maßnahme bin ich auf der Suche nach einer Beschäftigung, in der ich mein Wissen einbringen....

Im Rahmen dieses Lehrgangs absolvierte ich vom 20.06. bis 16.09.2011 ein Praktikum im Kinder-Kunst-Museum e.V. ...und hier schreibst du ein wenig was über dein Wisssen und wie du das ganze in der Firma einbringen möchtestet...

Anbei übersende ich Ihnen meine wichtigsten....nett aber auch brauchbar

In der Anlage übersende ich Ihnen meine aussagekräfigen Unterlagen, von der Sie sich über meine Fähigkeiten überzeugen können






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Du schreibst, dass du gelernte Bürokraft bist. Hast du nach deiner Ausbildung auch eine Zeitlang gearbeitet?
Was hast du dort gemacht?
Du solltest deine Praxiserfahrung heraustellen und deine positiven Eigenschaften beschreiben. Das fehlt so ein bisschen mMn.

Das genau Anfangs- und Enddatum deins Englisch-Lehrgangs und deines Praktikums streichen. Das gehört in den Lebenslauf.

Wie alt du bist und wie du heißt würde ich nicht in ein Anschreiben schreiben.

Deinen Satz "Anbei übersende ich Ihnen meine wichtigsten Bewerbungsunterlagen im PDF-Format. Auf Wunsch sende ich Ihnen gerne meine vollständigen Unterlagen in gewünschter Form zu (Bewerbungsmappe bzw.Mail-Anhang im PDF-Format)." finde ich ungewöhnlich. Schicke doch gleich deine komplette Mappe als eine PDF-Datei raus!

Evlt gibt es bei den Muttis ja ein paar "Bürofachkräfte", die dir noch mehr schreiben können.

Viel Erfolg!

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QUOTE
Schicke doch gleich deine komplette Mappe als eine PDF-Datei raus!


Das habe ich auch eine Zeit lang so gemacht, aber mein Berufsvermittler meinte, dass es aufgrund des Dateivolumens besser sei das Wichtigste in Kurzform zu schicken!

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ich finde auch, dass du zu wenig Praxiserfahrung mit rein nimmt. Du schreibst nicht, weswegen dich diese Firma interessiert, Name und Alter lasse getrost weg.

Der Satz "Da meine bisherige MAE-Maßnahme seit dem 16.09.2011 beendet ist, bin ich nun auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung." hört sich an, als sei dir nach der Maßnahme langweilig und du "Beschäftigung"=Unterhaltung brauchst. Ein Vorschlag zur Verbesserung dieses Satzes ist dir ja schon unterbreitet worden.

Schreibe doch noch etwas über deine Positiven Eigenschaften und wie du wie bereits in der Praxis beweisen konntest.

Zum Schluss "Ich freue mich (NICHt ich WÜRDE mich freuen!!) zu einem persönliche Gespräch eingeladen zu werden und sie von meiner Kompetenz überzeugen zu können" oder so etwas in der Art.

Du musst selbstsicherer auftreten. Dein Brief hört sich ehrlich gesagt, einfach nur heruntergeleiert an. Ein paar Daten und Fakten hintereinandergereiht ohne Leben ins Anschreiben zu bringen. Sowas liest sich nicht ansprechend.

Ich meine das alles nicht böse, sondern möchte dir einfach nur helfen. Nimm die Kritik nicht persönlich, sondern versuche deinen Nutzen daraus zu ziehen.

Viel Erfolg.

PS: Ich empfehle auch immer, sich initiativ zu bewerben. Kenne einige, die dadurch eine Stelle bekommen haben.

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Mein Senf zu dieser Bewerbung:

Die klingt ja richtig nach der Tonne.

Warum schreibst du nicht, was für einen Büroberuf du erlernt hast?

Hast du überhaupt schon in deinem erlernten Beruf gearbeitet? Wo, in welcher Postione, von wann bis wann.

Erfahrung und besondere Fähigkeiten.

Warum dieses Wirtschaftsenglisch als Maßnahme hervorheben?

Bei Bewerbungen IMMER daran denken: DEINE Bewerbung muss die Firma neugierig auf dich machen. Die Berufsberater wisssen da zum Teil auch nur recht beschränkt Bescheid.

Wenn mein Mann damals nur solche Bewerbungen losgelassen hätte, säßen wir immer noch auf Hartz IV.

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Ich hab den Text jetzt mal etwas überarbeitet:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist ***, ich bin gelernte Bürokraft, 32 Jahre jung und bewerbe mich hiermit um eine Festanstellung, um mein Wissen und meine Fähigkeiten in Ihrem Unternehmen einbringen zu können.

In der Zeit vom 18.04. bis zum 16.09.2011 nahm ich beim Bildungsträger DIDACTICA am Englisch-Lehrgang "Business Communications" teil.
Hierbei konnte ich mein Wissen erweitern und die folgenden Schwerpunkte erlernen: Wirtschaftsenglisch, englische Handelskorrespondenz, Kommunikations- und Telefontraining, Übersetzen, Präsentationen mit PowerPoint, Internetnutzung.

Im Rahmen dieses Lehrgangs absolvierte ich ein Praktikum im
Kinder-Kunst-Museum e.V. Berlin - International.
Mein Tätigkeitsfeld umfasste Telefondienst, E-Mail-Korrespondenz, Schreiben von Texten nach Vorlagen bzw. Diktat und die Recherche vorgegebener Themen im Internet. Sehr gerne würde ich Ihr Team auf diese Weise unterstützen.

Anbei übersende ich Ihnen meine wichtigsten Bewerbungsunterlagen im PDF-Format. Auf Wunsch sende ich Ihnen gerne meine vollständigen Unterlagen in gewünschter Form zu (Bewerbungsmappe bzw. Mail-Anhang im PDF-Format).

In einem persönlichen Bewerbungsgespräch möchte ich Sie sehr gerne von meiner Kompetenz und meinen Fähigkeiten überzeugen.

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Mühe und verbleibe

mit freundlichem Gruß



*hier stand mal ein Klarname*



Weitere Änderungs-Vorschläge sind immer wilkommen!

Bearbeitet von Cambria am 12.11.2011 19:30:06

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Hallo Rikki
den Anfang

"ich heiße***, bin gelernte Bürokraft, 32 Jahre jung und möchte mich hiermit um eine Festanstellung in meinem erlernten Beruf bewerben."

solltest Du komplett umwerfen, z.B. in:

Ich bewerbe mich in Ihrem Unternehmen als "hier den erlernten Beruf einsetzen"

jetzt etwas zum Unternehmen sagen und begründen (mit stichfesten Argumenten) warum ausgerechnet Du die ideale Besetzung für diese Stelle bist. Ist es eine Antwort auf ein Stellengesuch auf die gewünschten Profile des Stellengesuchs eingehen und mit der eigenen Erfahrung in den jeweiligen Tätigkeiten Eigenwerbung machen.
Den beruflichen Werdegang seperat im Lebenslauf aufführen.

Gruss Charly

Bearbeitet von Cambria am 12.11.2011 19:30:26

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Hm, @Ricki: Dein Anschreiben hört sich wie ein Bittsteller-Gesuch an. Nimms bitte nicht persönlich, das ist MEIN Eindruck.

Also gehen wir mal sachlich dran: Sicher, Dein Anliegen hast Du klar und deutlich formuliert, aber für meinen Geschmack mit zuwenig Selbstbewusstsein. Ein bisschen klappern gehört zum Handwerk, Du solltest aber nicht übertreiben und versprechen, was Du nicht halten kannst.

Dein Name geht ja schon aus dem Briefkopf hervor, den musst Du nicht wiederholen.

Wie hört sich das in Deinen Ohren an: Ich würde gerne, ich möchte gerne usw. Alles Kappes. Was Du möchtest, ist Nebensache. Was Du willst, ist maßgebend. Das musst Du rüberbringen. Dabei ist die Meinung Deiner Beraterin ziemlich nebensächlich. Sie hat ja bereits einen Job, den sie gut oder auch nicht so gut absolviert.

Versuche einfach, Dich in die Rolle des Personalchefs zu versetzen. Würdest Du einen Bewerber einladen, der sich im Konjunktiv verliert und ansonsten eher bittelnd und bettelnd vor Dir stünde? Nein, würdest Du nicht, wenn Du ehrlich bist.

Bedenke dieses und schicke mir auch gerne Deine überarbeitete Version per PM. Ich nehme dann die große Feile raus und versuche, Dir weiterzuhelfen.

Grüßle,

Egeria

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QUOTE
Was Du willst, ist maßgebend.

Ist schon richtig! Aber "Ich will" zu schreiben, klingt für meine Begriffe doch eher unhöflich! Oder?

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Hallo Riki, hallo alle,
bitte seit so nett und verzichtet auf die Nennung von Klarnamen... das Internet ist ein Elefant - es vergisst nix smile.gif Ich hab mal alles rausgefummelt,w as nach Name aussah.

Antworten
Yepp, @Ricki, zu schreiben "ich will" ist überheblich. Zu Schreiben "ich kann" ist überzeugender. Also schick mir schon Deine überarbeitete Version per PM. Ich behandele sie vertraulich. Und lösche Deine persönlichen Daten auch direkt. Wärst nicht der Erste, dem ich uneigennützig weiter geholfen habe. Ich habe davon keinen Vorteil und verlange auch keine Gebühr. Ich will einfach nur helfen.

Grüßle,

Egeria

P.S.: Bitte in Word-Datei, damit ich darin rumfuhrwerken kann.

Bearbeitet von Egeria am 12.11.2011 19:49:31

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Hallo Egeria,

ich weiß leider nicht, wie man hier an eine PN eine Datei anhängen soll!
Könntest Du meine überarbeitete Fassung auch von hier aus nach Word kopieren und dann "Deine große Feile rausholen" und dann Deine Version hier posten?

Dafür wäre ich Dir sehr dankbar!

L.G. Ricardo!

Bearbeitet von Riki1979 am 12.11.2011 20:03:48

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"ich verbleibe" ist eine typische bürophrase, die als relikt überlebt hat. so etwas lese ich recht oft in schreiben von anwälten und notaren. ginge es nach mir, würde ich sie ein für allemal ausradieren. das ist mir sofort aufgefallen.

dein ganzes anschreiben liest sich, als hättest du es aus einer vorlage für bewerbungsschreiben kopiert. es ist eine ansammlung von fakten und belanglosen satzbauteilen, die jeder personalchef stapelweise bekommt. dieses "hiermit bewerbe ich mich" ist einer der schlimmsten fehler überhaupt und zeigt, dass selbst das noch nicht zu dir durchgedrungen ist.

soll das eine initiativbewerbung sein? dann fehlt darin, woher du von dem unternehmen weißt. und weswegen du dort arbeiten möchtest. auch fehlt das erwähnen von berufserfahrung. hierbei könnten entsprechende zeugnisse über deine vorherigen tätigkeiten dieses überflüssig machen.

fehlen diese, würde ich mich als personalchef fragen, was du seit etwa zwölf jahren gemacht hast. warst du soldat, neudeutscher familienmanager, im gefängnis, krank, im ausland?

solltest du dich auf eine anzeige beziehen, fehlt diese angabe. und auch das ist ein häufig gemachter fehler. viele firmen bieten immer wieder stellen an, auch gleichzeitig. woher soll der personalchef wissen, auf was du dich beziehst? ist es die anzeige von vor drei monaten, in der ein mechaniker gesucht wurde? oder bewirbst du dich auf die stelle als koch in der firmeneigenen kantine?

du könntest jetzt sagen, das liest man auch aus dem anschreiben. so weit kommt es jedoch oft erst gar nicht, da die bewerbungen nicht selten sortiert werden. was unklarheiten beinhaltet, wird erbarmungslos aussortiert. das falsche format, gelochte blätter, unregelmäßiges schriftbild? das ist gerade für gelernte bürokräfte überaus wichtig, denn über diese hände soll schriftverkehr laufen, der das erste aushängeschild beim kunden ist.

das "32 jahre jung" magst du witzig finden. in einem seriösen anschreiben ist es nur peinlich und wirkt unreif. kompetenz und fähigkeiten werden sich noch herausstellen. von interesse, zuverlässigkeit und flexibilität ist dagegen nichts zu lesen.

alles in allem ist es ein standardanschreiben, das auf beinahe jeden arbeitgeber zutreffen kann, der mehr als zwei angestellte und einen computer im büro stehen hat. mich hat es so nicht neugierig gemacht.

Antworten
QUOTE
fehlen diese, würde ich mich als personalchef fragen, was du seit etwa zwölf jahren gemacht hast. warst du soldat, neudeutscher familienmanager, im gefängnis, krank, im ausland?


Nun ja, wie Du wahrscheinlich gelesen hast, sende ich ja meine wichtigsten Bewerbungsunterlagen in Kurzform mit. Da ist der Lebenslauf dabei und dort steht mein ganzer Werdegang drin!

Bearbeitet von Riki1979 am 12.11.2011 22:59:20

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Nun habe ich noch einmal den Text überarbeitet und dabei ist folgende Version herausgekommen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie suchen also eine flexible und zuverlässige Bürokraft? Dann bin ich genau der Richtige!

mein Name ist ***, ich bin gelernte Bürokraft, 32 Jahre alt und bewerbe mich um eine Festanstellung, um mein Wissen und meine Stärken in Ihrem Unternehmen einbringen zu können.

Bei der Stellensuche im Internet stieß ich auf das Stellenangebot als Bürokraft in Ihrer Firma. Die Anzeige sprach mich direkt an. Gern würde ich die angebotene Bürotätigkeit in Ihrem Hause ausüben, da ich in den letzten Jahren einige Erfahrungen in diesem Bereich sammeln und mir PC-Kenntnisse aneignen konnte.

Auf der Webseite Ihres Unternehmens habe ich mich informiert, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Hierbei wurde mein Interesse an einer Tätigkeit in Ihrem Hause verstärkt.

In der Zeit vom 18.04. bis zum 16.09.2011 nahm ich beim Bildungsträger DIDACTICA am Englisch-Lehrgang "Business Communications" teil.
Hierbei konnte ich mein Wissen erweitern und die folgenden Schwerpunkte erlernen: Wirtschaftsenglisch, englische Handelskorrespondenz, Kommunikations- und Telefontraining, Übersetzen, Präsentationen mit PowerPoint, Internetnutzung.

Im Rahmen dieses Lehrgangs absolvierte ich ein Praktikum im
Kinder-Kunst-Museum e.V. Berlin - International.
Mein Tätigkeitsfeld umfasste Telefondienst, E-Mail-Korrespondenz, Schreiben von Texten nach Vorlagen bzw. Diktat und die Recherche vorgegebener Themen im Internet. Mit diesen Fähigkeiten kann ich Ihr Team unterstützen.

Anbei übersende ich Ihnen meine wichtigsten Bewerbungsunterlagen im PDF-Format. Auf Wunsch sende ich Ihnen gerne meine vollständigen Unterlagen in gewünschter Form zu (Bewerbungsmappe bzw. Mail-Anhang im PDF-Format) oder bringe diese zum Bewerbungstermin mit.

In einem persönlichen Gespräch möchte ich Sie sehr gerne von meinen Stärken überzeugen.

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Mühe.

Mit freundlichem Gruß



(KLARNAME)


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@Riki: Hast ne PM von mir.

Grüßle,

Egeria

Antworten

ich wünsche dir viel Erfolg, Ricardo flowers_2.gif und lass dich nicht entmutigen

ich habe fast ein Jahr und knapp 200 (in Worten zweihundert) Bewerbungen gebraucht, um einen guten und passenden Job zu finden ... am 1. fang ich an smile.gif

Antworten
Hallo Ricky,

wenn Du einen Ansprechpartner hast im jeweiligen Unternehmen, dann schreibe unbedingt "Sehr geehrter Herr XXXX (bzw. geehrte Frau YYYY).

Wenn Du Dich blind bewirbst, dann rufe doch vorher dort mal an. Dann haben die Deinen Namen schon mal gehört und Du weisst, ob die evtl. jemanden suchen.
Bewirbst Du Dich auf eine Anzeige, so MUSST Du Dich darauf beziehen.

Gruß

Highlander

Antworten
QUOTE
wenn Du einen Ansprechpartner hast im jeweiligen Unternehmen, dann schreibe unbedingt "Sehr geehrter Herr XXXX (bzw. geehrte Frau YYYY).

Genau so mache ich es auch immer! Das mit dem "Sehr geehrte damen und Herren" ist nur ein Muster.

QUOTE
Bewirbst Du Dich auf eine Anzeige, so MUSST Du Dich darauf beziehen.

Das kommt bei mir stets in die Betreffzeile!

Nun habe ich meinen Text noch einmal überarbeitet:

QUOTE
Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie suchen eine flexible, teamfähige und zuverlässige Bürokraft? Da bin ich mir ziemlich sicher, Ihre Anforderungen erfüllen zu können!

Von 1997 bis 2000 absolvierte ich beim Internationalen Bund eine Berufsausbildung zur Bürokraft.  Hieraus resultierte ein IHK-Abshluss.

Da ich gern bei Ihnen tätig sein möchte, bewerbe ich mich um eine Festanstellung, um mein Wissen und meine Stärken in Ihrem Unternehmen einbringen und Ihr Team unterstützen zu können.

Die Arbeit in Ihrem Unternehmen stelle ich mir sehr interessant und abwechslungsreich vor.

Bei der Suche nach einer neuen Herausforderung stieß ich im Internet auf das Stellenangebot als Bürokraft in Ihrer Firma. Die Anzeige sprach mich direkt an.
Gern würde ich die angebotene Bürotätigkeit in Ihrem Hause ausüben, da ich in den letzten Jahren einige Erfahrungen in diesem Bereich sammeln konnte.

Auf der Webseite Ihres Unternehmens habe ich mich informiert, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Hierbei wurde mein Interesse an einer Tätigkeit in Ihrem Hause verstärkt.

Als ausgebildete Bürokraft war ich bisher in befristeten Maßnahmen tätig, während derer ich meine Kenntnisse und Fertigkeiten ausüben und erweitern konnte.
Weitere Details hierzu können Sie aus dem beigefügten Lebenslauf entnehmen.

In der Zeit vom 18.04. bis zum 16.09.2011 nahm ich beim Bildungsträger DIDACTICA am Englisch-Lehrgang "Business Communications" teil.
Hierbei konnte ich mein Wissen erweitern und die folgenden Schwerpunkte erlernen: Wirtschaftsenglisch, englische Handelskorrespondenz, Kommunikations- und Telefontraining, Übersetzen, Präsentationen mit PowerPoint, Internetnutzung.

Im Rahmen dieses Lehrgangs absolvierte ich ein Praktikum im
Kinder-Kunst-Museum e.V. Berlin - International.
Mein Tätigkeitsfeld umfasste Telefondienst, E-Mail-Korrespondenz, Schreiben von Texten nach Vorlagen bzw. Diktat und die Recherche vorgegebener Themen im Internet. Mit diesen Fähigkeiten kann ich Ihr Team unterstützen.

Anbei übersende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen im PDF-Format.
In einem persönlichen Gespräch möchte ich Sie sehr gerne von meinen Stärken überzeugen.

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Mühe.

Mit freundlichem Gruß



(KLARNAME)


Bearbeitet von Riki1979 am 13.11.2011 12:29:59

Antworten
Ricky,

gleich der erste Satz:

Du bist Dir SICHER (!), nicht ziemlich Sicher, dass.... "Ziemlich" zeugt von Unsicherheit.

Ausserdem lass den ersten Satz ruhig ganz weg!

Dann interssiert es niemanden, von wann bis wann GENAU der Englischkurs ging. Wichtig ist, dass Du ihn ERFOLGREICH beendet hast!

Ich würde schreiben:

Betreff: Bewerbung als Blödel

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Blödzeitung vom 30.02.2511 suchten Sie nach einem Blödel.
Auf Grund meiner Ausbildung und meiner Berufserfahrung bewerbe ich mich um o.g. Stelle.
Da ich bereits einiges an Berufserfahrung in diesem Bereich sammeln konnte, werde ich mit meinen Kenntnissen eine Bereicherung und Stütze Ihre Unternehmens sein.

Während meiner bisherigen Laufbahn habe ich gelernt, mich flexibel an die Bedürfnisse der jeweiligen Tätigeit anzupassen.

Usw. Usw.

In der Art müsstest Du anfangen.

Denn wenn Du Dich auf eine Anzeige bewirbst, dann ist doch klar, dass ort der Wunsch nach der eierlegenden Wollmilchsau formuliert wurde. Dass must Du denen nicht nochmals auf die Nase binden.

Wichtig ist, dass Du denen darlegst, warum gerade Du der Richtige bist. Dabei sind exakte Daten zunächst unwichtig im Anschreiben. Steht alles im Lebenslauf!
Du musst im Anschreiben kurz und knackig auf die wichtigsten (wenn es zu viele sind) sonst auf alle Anforderungspunkte einzugehen. Wenn da die Forderungt nach genau diesem Englischzertifikat steht, erwähnst Du es. Ansonsten steht im Anschreiben drin, dass Dir Korrespondenz auf Englisch keinerlei Probleme bereitet, da dies einmal sowieso zu Deinen Tätigkeiten gehörte und Du Dich zusätzlich (möglicherweise privat -> zeugt von Eigeninitiative!) fortgebildet hast.

Gruß

Highlander

Antworten
QUOTE (Riki1979 @ 13.11.2011 12:18:38)
Sehr geehrte Damen und Herren,

Da bin ich mir ziemlich sicher, Ihre Anforderungen erfüllen zu können!

Da ich gern bei Ihnen tätig sein möchte, bewerbe ich mich um eine Festanstellung, um mein Wissen und meine Stärken in Ihrem Unternehmen einbringen und Ihr Team unterstützen zu können.

Die Arbeit in Ihrem Unternehmen stelle ich mir sehr interessant und abwechslungsreich vor.

Gern würde ich die angebotene Bürotätigkeit in Ihrem Hause ausüben,

Weitere Details hierzu können Sie aus dem beigefügten Lebenslauf entnehmen.

In einem persönlichen Gespräch möchte ich Sie sehr gerne von meinen Stärken überzeugen.

Hallo Riki,

es klang schon einmal in einem früheren Post an, aber Konjunktive etc haben in einem Bewerbungsanschreiben ab-so-lut NICHTS zu suchen wink.gif

Achte bitte peinlich genau darauf, so Formulierungen wie: könnte, möchte, würde, will, ... keinesfalls zu benutzen, und formuliere die Abschnitte entsprechend um.

Diese Formulierungen lassen dich immer unsicher wirken, als ob du nicht genau weißt, was du willst. Du willst dich ja in einem guten Licht präsentieren bei der Firma, selbstbewusst und zielsicher.

Dieses "Da bin ich mir ziemlich sicher, .. können" heißt auf personaldeutsch soviel wie "ich hab keine Ahnung, was ich kann, im Zweifel kann ich nix, oder glaube es zumindest", und lässt deine Bewerbung in der Mehrzahl der Fälle ohne Weiterlesen in die Tonne wandern. wink.gif Klingt hart, ist aber in der Realität so.

Änderungsvorschläge

-"Da ich sehr von ihrem Unternehmen/der Branche xy/ begeistert bin, bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle xyz / bewerbe ich mich auf eine Stelle als xyz in Ihrem Unternehmen, um mein Wissen/Stärke bei Ihnen einzubringen."
- Aus "Gern würde ich .. ausüben " wird "Ich freue mich, ... auszuüben"
- "Weitere Details entnehmen Sie bitte"
- "Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich, um Sie von meinen persönlichen Stärken zu überzeugen."

Bearbeitet von Bierle am 13.11.2011 12:55:10

Antworten
QUOTE
Sie suchen eine flexible, teamfähige und zuverlässige Bürokraft? Da bin ich mir ziemlich sicher, Ihre Anforderungen erfüllen zu können!


Das fett markierte finde ich etwas zu flapsig formuliert - das Ausrufezeichen ist ebenfalls zu unformell. Außerdem - immer alles begründen. Warum bist du dir sicher?

QUOTE
Von 1997 bis 2000 absolvierte ich beim Internationalen Bund eine Berufsausbildung zur Bürokraft.  Hieraus resultierte ein IHK-Abshluss.


Das erfährt der Personaler aus deinem Lebenslauf und interessiert im Anschreiben nur dann, wenn du es als Beweis deiner Fähigkeiten angibst. So in der Art: In meiner Berufsausbildung zur Bürokraft erwarb ich die für diese Stelle wichtigen Fachkenntnisse, nämlich XYZ

QUOTE

Da ich gern bei Ihnen tätig sein möchte, bewerbe ich mich um eine Festanstellung, um mein Wissen und meine Stärken in Ihrem Unternehmen einbringen und Ihr Team unterstützen zu können.


Na klar willst du bei denen tätig sein. Sonst würdest du dich nicht bewerben. Alles andere sind Standardfloskeln. Schreib lieber, was dein Wissen und was deine Stärken sind und wie du dich einbringen und das Team unterstützen kannst. Z. B. "durch meine langjährige Anstellung im Betrieb X war ich für Bereich Z verantwortlich und kann diese Erfahrungen in Ihrem Unternehmen für [in Stellenanzeige aufgelistete Eigenschaft] einbringen""

QUOTE
Die Arbeit in Ihrem Unternehmen stelle ich mir sehr interessant und abwechslungsreich vor.


Auch hier: Warum?

QUOTE



Bei der Suche nach einer neuen Herausforderung stieß ich im Internet auf das Stellenangebot als Bürokraft in Ihrer Firma. Die Anzeige sprach mich direkt an.
Gern würde ich die angebotene Bürotätigkeit in Ihrem Hause ausüben, da ich in den letzten Jahren einige Erfahrungen in diesem Bereich sammeln konnte. Auf der Webseite Ihres Unternehmens habe ich mich informiert, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Hierbei wurde mein Interesse an einer Tätigkeit in Ihrem Hause verstärkt.


Das steht alles sehr zusammenhanglos im Raum. Du musst dir überlegen, wie viele Bewerbungen dieser Mensch jeden Tag auf dem Schreibtisch hat. Da zählt jede Zeile und jeder Satz muss ihm etwas Neues über Dich sagen. Wo und wie du die Anzeige gefunden hast, gehört in den Betreff (Stelleanzeige auf www.beispiel.de vom 13. 11. 2011). Wie du da eine schönen Tages hingesurft und dich gefreut hast, interessiert nicht. Und das sie dich anspricht, ist auch klar - denn du hast dich ja beworben. Was Personalern hier - wieder - wichtig ist, warum? Auch wo der Mensch mehr Details aus deinem Lebenslauf findet, musst du nicht schreiben. Wenn er wirklich wissen will, in welchem Jahr du in dieser oder jenen Stelle gearbeitet hast, weiß er wo er nachzusehen hat.

Generell: weniger auflisten, mehr Zusammenhang, weniger gegebene Dinge anführen sondern beschreiben warum ausgerechnet du auf die gesuchte Stelle passt und das mit Skills begründen, die du in deiner bisherigen Tätigkeit erworben hast. Und hier brauchst du wiederum keine Details wie Arbeitszeitraum anzugeben, weil man das im Lebenslauf nachschauen kann.

Bearbeitet von witch_abroad am 14.11.2011 01:49:37

Antworten
Witch: thumbup.gif

Gruß

Highlander

Antworten
Hallo,
ich habe diesen älteren Thread gefunden und da meine Bitte dazu passt, möchte ich ihn gern weiterführen.

Ich möchte mich nämlich gerne initiativ bewerben und bin auf der Suche nach schönen Beispielsätzen. Hier habe ich ja schon einge Hinweise und Verbesserungsvorschläge gefunden, aber hat noch jemand zündende Ideen?

Was habt Ihr denn z. B. schon mal als "Einstiegssatz" bei Initiativbewerbungen geschrieben?

Ich hätte jetzt ggf. angefangen mit: "Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung bin ich auf Ihrer Internetseite auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden". unsure.gif

Hintergrund noch kurz: Ich suche vorwiegend erstmal was in größeren und möglichst internationalen Firmen in der Gegend und gehe tatsächlich explizit auf deren Internetseiten. Meistens ist leider natürlich gerade keine für mich passende Stelle zu besetzen... Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt und darum wollte ich es halt bei einigen Firmen initiativ versuchen.

Danke für Beispielsätze im Voraus! wink.gif

Edit: Schreibfehler korrigiert.

Bearbeitet von Krötilla am 05.11.2013 18:27:43

Antworten
Krötilla,

was hältst Du von Firmenhopping? Einfach mal persönlich dort vorbeischauen bzw. telefonisch sich dort melden.
Dann haben die Dich erstens schonmal gesehen bzw. Deinen Namen gehört und zweitens hättest Du als Einstieg den Hinweis auf das Telefonat bzw. das kurze Gespräch.

Und Klug wie Du bist hast Du natürlich eine perfekte Mappe in Papierform / CD dabei.

So 100%ig würde ich mich nicht initiativ bewerben, wenn es keine annähernde Stellenprofile bei den Firmen gibt.

Gruß

Highlander

Bearbeitet von Highlander am 05.11.2013 20:14:15

Antworten
QUOTE (Highlander @ 05.11.2013 20:14:00)
(...)Einfach mal persönlich dort vorbeischauen bzw. telefonisch sich dort melden.

Danke!

Och, wie es der Zufall so will, sucht gerade diese Firma vielleicht in nächster Zeit. Vermutlich könnte ich sowieso nicht vor dem 01.04.2014, weil ich ja noch eine Kündigungsfrist einhalten muss. whistling.gif

Ich glaube "persönlich vorbeischauen" beim Personalchef ist eher schwieriger in grossen Konzernen... Da kommt man, denke ich, höchstens bis zum Pförtner. unsure.gif Aber an´s Vorher-anrufen hab ich auch schon gedacht... :-). Das könnte vielleicht ein Trumpf sein, wenn die Stimme schon sympathisch ist (auf beiden Seiten).

Aber ich bin auch auf der Suche nach Euren Satzbau-Ideen. flowers_2.gif

Antworten
Krötilla,

Satzbauideen sind schwierig, wenn die Art der Stelle unbekannt ist einschliesslich Firma und Deine persönliche Erfahrung.

Das ist ein bisschen wie Stochern im Nebel. Ausser allgemeinen Sätzen wird nur wenig brauchbares dabei sein. Leider.

Zum Besuch: manchmal reicht es, die Vorzimmerdame zu erreichen. Den Chef vons Janze wirst Du nur schwer ereichen, aber gerade große Unternehmen teilen das Ganze in verschiedene Bereiche auf. Dann reicht es, den "Bereichsleiter" kurz zu sehen.
Und wenn Du noch ein Anschreiben dabei hast, hättest Du auch eine gute Begründung für einen Besuch. Und solche Leute arbeiten meist auch noch etwas später.

Gruß

Highlander

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