Online Friedhof


Hm, ich bin mir sicher das dieser Link eine Diskussion auslösen wird,
aber über Sinn und Unsinn lässt sich ja bekanntlich genauso gut
streiten wie über Geschmäcker.

Hier der Link

Hab ich beim durchstöbern von Web2.0 Links entdeckt.


:o ...nicht mein Ding... :unsure: :no:

...aber wem es hilft... :wacko:

...hoffe es ist nicht die Zukunft... :o :unsure:

Bearbeitet von seni am 24.03.2008 19:20:54


Also irgentwie find ich das nicht mal schlecht.

"auch wenn sie nicht mehr unter uns sind, so werden sie doch für immer in unseren Herzen bleiben."

Zitat aus obigem Link und für mich der einzig wahre Platz, der Bestand hat. Das schnellebige und unbeständige Internet als Gedenkstätte finde ich schon fast ein wenig geschmacklos.


Ehrlich gesagt habe ich ein wenig feige gewarte was die anderen dazu
sagen.Denn meine Gefühle sind etwas zwiegespalten.
Sicher,daß Internet ist eine große Plattform für viele Dinge,Liebe,
Spaß,Ratschläge,Einkaufen - alles Sachen die zum Leben gehören
und dazu zählt halt auch der Tod.
Wem es helfen mag - bitte. Ob ich diesen Weg gänge ? Ich glaube
nicht. Man weiß es aber wohl erst wenn es einen direkt betrifft.


Da sieht man mal, das man sehr schnell was überliest,
hab ich doch grade beim rumklicken festegestellt, das
Frag-Mutti sowas ähnliches auch schon hat.

https://forum.frag-mutti.de/index.php?showforum=38


Wenn so etwas hilft, Menschen zu trösten...aus welchen Gründen auch immer...dann ist es okay.
Um mich an jemand liebevoll zu erinnern, brauche ich persönlich keine virtuellen oder natürliche Plätze oder Kerzen.
Wenn derjenige nicht im Leben in deinem Herz gewesen ist, warum sollte er es dann sein, wenn er nicht mehr da ist ?
Ich finde es schön, wenn man aus Respekt, Freundschaft oder Liebe einen Platz hat, um zu kondolieren.
Alles andere ist meiner Meinung nach übertrieben.....


Ich finde es fast etwas makaber :ph34r:

Gleich auf der Startseite findet man eine Art Hitparade der am häufigst besuchten
Gedenkstätten -_-

Ist das Sensationslust was die Menschen veranlasst fremde Gedenkstätten
zu besuchen und im Kondolenzbuch zu lesen?


Ich finde das geil. :daumenhoch:

Wenn ich mal nicht mehr bin, will ich auch so´n virtuellen Grabstein. Ist doch cool, im Internet surft man doch eigentlich auch viel öfter, als die wirklichen Gräber der Verwandschaft zu besuchen.

Ich mag Friedhöfe sowieso nicht und versuche auch stehts zu Vermeiden dort hin zu gehen.


:unsure: ...wer mag schon Friedhöfe.... :unsure: :trösten:

...virtuell...beerdigen :wacko: ...was wird mit den "Gebeinen" oder der Asche....? :unsure:

:ichversteckmich: :ohgrosserbernhard:


Was ist an nem virtuellen Friedhof schlimm? Da wird Menschen gedacht, die gestorben sind und denen man n Denkmal oder sowas setzen will. Ob ich Todesanzeigen in Zeitungen les oder aufm Friedhof fremde Gräber studier, ist doch latte.
Wer dabei echtes Interesse und Mitgefühl hat oder wer bloß neugierig ist, kann man auch nicht bei denen wissen, die vor echten Gräbern stehen.

Bearbeitet von Kalle mit der Kelle am 26.03.2008 10:03:40


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 26.03.2008 10:02:32)

Wer dabei echtes Interesse und Mitgefühl hat oder wer bloß neugierig ist, kann man auch nicht bei denen wissen, die vor echten Gräbern stehen.

Aber vor echten Gräbern werden die Besuchszahlen nicht
gezählt :lol:

Mir ist das eh egal, jeder wie er/sie möchte. Nur für mich wäre das nichts.

Ist ja schon etwas abgefahren, aber soooooo schlimm finde ich es auch nicht.Im I.Net gibt es weit aus schlimmeres....oder?!!!


Joa warum nicht - für die Menschen, denen das hilft, ist es sichher was schönes.

Für mich persönlich ist es schon etwas markaber, aber im Prinzip ist es nichts anderes, wie viele andere Gedenkseiten auch sind. Nur ist diese hier eben als Friedhof gestaltet...was mich, naja, nicht so unbedingt anspricht. Und auch sehr anonym gestaltet ist irgendwie....aber okay.
Mein Papa ist 2006 verstorben, und ich würde mich ihm (zum Beispiel) nicht näher fühlen oder innehalten, nur wenn ich das Grad im www sehe...

Da finde ich "echte" Gedenkseiten besser, und ich bewurdere auch die Menschen die sowas auf die Beine stellen, trotz ihrem Schmerz - oder gerade deswegen.


Lg Dinely :blumen:


aber eins muss man den jungs lassen, ein netter domainname :) erinnert mich an alte zeiten ... "strasse der besten" :)

aber nebenbei finde ich die idee gar nicht so schlecht .. in zeiten von grabsteinen mit integriertem flachbildschirm

http://www.stern.de/computer-technik/techn...hof/614724.html


Zitat (Dinely @ 03.04.2008 14:57:49)
Joa warum nicht - für die Menschen, denen das hilft, ist es sichher was schönes.

Für mich persönlich ist es schon etwas markaber, aber im Prinzip ist es nichts anderes, wie viele andere Gedenkseiten auch sind. Nur ist diese hier eben als Friedhof gestaltet...was mich, naja, nicht so unbedingt anspricht. Und auch sehr anonym gestaltet ist irgendwie....aber okay.
Mein Papa ist 2006 verstorben, und ich würde mich ihm (zum Beispiel) nicht näher fühlen oder innehalten, nur wenn ich das Grad im www sehe...

Da finde ich "echte" Gedenkseiten besser, und ich bewurdere auch die Menschen die sowas auf die Beine stellen, trotz ihrem Schmerz - oder gerade deswegen.


Lg Dinely :blumen:

Dem stimme ich zu. Ich bin kein unbedingter Freund von solchen Online-Friedhöfen, lieber besuche ich richtige und gehe dort sehr gern spazieren... aber in unserem medialen Zeitalter sind solche Seiten wohl wirklich noch mit die freundlichsten, die man im web finden kann.
So haben der Trauernde selbst und all die Freunde des Verstorbenen trotz vieler Kilometer und wenig Zeit immer noch Gelegenheit, sich über diese Basis auszutauschen, zu trauern und sich zu erinnern.

Mein Dad ist in 2006 gestorben und weder ich (als die Computerhexe der Familie) noch irgendwer von uns würden die ganze Geschichte mit Grab und Bildern online stellen und somit auf die weltweite Tränendrüse drücken wollen... das wäre ihm definitiv nicht recht gewesen und wir würden es als eine Art Bloßlegung empfinden, nach dem Motto"das gehört sich nicht". Ist eine persönliche Sache.

Trotzdem kann ich auch die Leute verstehen, die "ihren Stern" online am Weiterleuchten halten wollen und sich zeitgemäßer Möglichkeiten bedienen, statt lehmige Friedhofswege im Regen abzugehen. Vielleicht erfordert auch das Mut. Auf jeden Fall setzen auch sie sich mit dem Thema Trauer aktiv auseinander- auf ihre Weise.

der angegebene Link wurde sogar vor 2 Wochen in der FAZ abgedruckt, glaube der Artikel hieß in etwa Trauerkultur im Internet ...



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