Werden Hunde nach Kastration ruhiger?


Einfach weiter oben lesen, da hatte ich schon was zu geschrieben... danke fürs Mitlesen, compensare! :wub:

Der - vermutlich recht spät kastrierte - Hund, den ich zuletzt hatte (ein sehr großer Labradorrüde von 4,5 Jahren) war von der Kastration an und später durch so ziemlich alles an konservativen Methoden gegangen, was es in der Hundeerziehung so gibt (offiziell und inoffiziell), als ich ihn übernahm.
Er funktionierte wie ein Roboter: genau ein Vierteljahr lang. Dann brach sich sein eigentliches Ich wieder Bahn... er durfte ja wieder ein wenig Hund und weniger "Maschine" sein. Und dabei trat auch zutage, daß er trotz "lupenreiner" Papiere noch ein wenig "aufgefrischtes Blut", wie man das in der Zucht so nennt, in sich trug.
Es kam zum Desaster, und ich mußte ihn wegen wirklich akuter Dominanzprobleme (trotz Kastration) zurückgeben, um die Spritze zu vermeiden. Dabei mußte er sich sowohl zu Hause bei uns als auch draußen nach sehr strengen Regeln schicken, aber wer vermutet schon (wenn es einem nicht vorher gesagt wird), daß man ebendiesen Labrador doch besser wie einen scharfen, unkastrierten Rottweiler führen sollte???

Nun ist ein Hund von gut 63 cm Schultermaß und gut trainierten knapp 34 kg Gewicht sicher ein anderes Kaliber als ein Dackel, will ich mal sagen.
Wenn der Kleine jedoch anfängt, der Familie seine Regeln aufzudrücken, zum Hackenbeißer mutiert und seinen Kopf überall durchsetzt, ist bereits in der Erziehung einiges falsch gelaufen, würde ich meinen.
(Ich gehe davon aus, daß er als Welpe in die Familie kam).
Ist der Hund jung genug, gibt es immer noch wirklich gute Trainer, mit denen man dem aufsässigen Mini-Macho Manieren beibringen kann. Allerdings absolut konsequent, das Lernen ist ganzheitlich für Besitzer und Tier zusammen.

Wirksam ist die Kastration eigentlich nur gleich mit Eintreten der Geschlechtsreife, später macht sie (zumindest verhaltenstechnisch gesehen) wenig Sinn.
Macken, die sich der Hund vorher einmal angewöhnt hat, werden nicht durch die Kastration einfach so behoben. Die kommen irgendwann wieder durch.
Ob klein oder groß.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 20.04.2009 02:07:20


Hallo Zusammen!

Also ich hatte das Problem das mein Hund ziemlich dominat ist/war. Da meine Mutter ab und an auf ihn aufpassen musste und damit nicht zurecht kam.
Also stellte sie mir das Ultimatum: Entweder Schnipp-Schnapp oder ich passe nicht mehr auf.
Ich bin allerdings nicht so der Fan von Kastrationen. Nach Rücksprache mit meinem Tierarzt habe ich Ani Hormonell Kastrieren lassen.
Das hält in etwa 5 Monate und man kann sich anschauen ob es was bringt oder nicht. Wirken tut es nach etwa einer Woche, da die Hormonproduktion eingestellt wird und die im Körper vorhandenen Hormone neutralisiert werden. (Ist auch bei Weibchen möglich!)

Ich habe festgestellt das es sehr wohl was bringt und werde den kleinen - da ich nicht vorhabe zu züchten - Kastrieren lassen.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden! Es ist aber sicher nicht umsonst das Tierschutzorganisationen eine Kastration bzw. Sterilisation vorschreiben!

Allerdings muss ich Biene rechtgeben: Macken die er hat wird er nicht mehr los!
Also ist der Hund daran gewohnt beim Anblick einer läufigen Hündin durchzudrehen wird er es auch weiterhin machen!
Und hat er schon gedeckt wird er auch das weiterhin machen! (Wir hatten schon sterilisierte Hündinnen die versucht haben sich mit kastrierten Rüden fortzupflanzen)


Ich habe meinen Rüden damals mit einem Jahr legen lassen müssen da er nur noch rumgeheult hat ,danach war er sehr friedlich.


Nein sie muss NICHT erst Junge bekommen , und das mit dem ruhiger werden kann ich nicht betsätigen . Meine Hündin ist mit 16 Monaten Kastriert worden ( Kastration bei Hündinnen = total Op ) Es ist wohl eher so das der Hund in dem Alter so langsam vernünftiger wird und aus dem Grunde auch ruhiger. ( oder auch nicht :( )


Mir war klar, dass ich keine Labradore züchten möchte und habe mit meiner Tierärztin über die Kastration von meiner Hündin gesprochen. Sie empfahl das Kastrieren vor der ersten Hitze/ Läufigkeit denn es verringert das Brustkrebs - und Harnröhrenkrebs-Risiko auf alle Fälle um einiges. Also wurde Ebby mit 6 Monaten kastriert und ich bereue es keinen Tag. Wir können jederzeit problemlos laufen, ohne dass sich Rüden auf sie stürzen.
Meine erste Hündin hatte 1 x ihre Hitze und überall waren Blutflecken wenn sie sich gesetzt hatte. Den Boden kann man ja Putzen, aber die Teppiche ...


p.s.: Die eigentliche Frage war ja ob sie ruhiger werden. In dem Falle (bei früher Kastration) sollen die Hündinnen länger kindlich bleiben. Das stimmt auch im Fall von Ebby. Sie ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und immer noch sehr verspielt - aber damit habe ich überhaupt keine Probleme.


Hallo!

Ich finde man sollte immer das einzelne Tier sehen, z.B. wenn man männlein und weiblein hat und die 2 eben immer trennt wenns kritisch wird kann das für beide ok sein oder auch nicht. Also bei mir käme das mit dem trennen nicht in Frage da es für mich quälerei ist.

Was das verhalten nach der Kastra angeht kann ich 2 Beispiele nennen, der Chihuahuarüde meiner Schwester musste kastriert werden da er nur 1 Hoden draußen hatte und der andere schon verändert war, er war vor der Kastra eine Schlaftablette und danach genauso, er hat leider zugenommen und hat jetzt zwar ein akzeptabeles Gewicht aber Perfekt ist es nicht (es wird weiter dran gearbeitet!).

Mein Wolfsspitzrüde musste letztes Jahr Ende Juli mit 3 Jahren kastriert werden da er mehrmals Vorhautentzündungen hatte und dadurch auch Blasenentzündungen (seit der Kastra ist ruhe). Er ist ruhiger und gelassener geworden, außerdem schmusiger und verträglicher! Er war untergewichtig (3kg zu wenig) und nun hat er sein Idealgewicht, was auch stabil bleibt, erreicht. Außerdem kam nach der kastra zum vorschein das er eine Schilddrüsenunterfunktion hat, die durch den veränderten Hormonhaushalt erkannt werden konnte, ohne Kastra wäre sie wohl unentdeckt geblieben. Er ist super auf Tabletten eingestellt und fühlt sich einfach super, er ist so fit wie nie und hat totale Lebensfreude.


Zitat (yuki @ 29.07.2009 21:46:06)
(bei früher Kastration) sollen die Hündinnen länger kindlich bleiben. Das stimmt auch im Fall von Ebby. Sie ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und immer noch sehr verspielt.

So kann ich das auch bei meinem "Tageskind", einer auch frühkastrierten inzwischen 6-jährigen Deutschen Schäferhündin, bestätigen.
Selbst jetzt - nun wirklich jahremäßig im Hundeerwachsenenalter angekommen - ist auch sie mitunter noch richtig welpenhaft, wie ich finde, sehr verspielt und auch unkonzentriert. Sie bringt es glatt fertig, über ihre eigenen Pfoten zu stolpern ^_^ ,Tatsache.
Aber störend oder hinderlich ist das nicht, eher doch belustigend. Ansonsten ist sie überaus intelligent und sehr gehorsam, mit anderen Worten: Ein großes Mustervorschulkind.

Hat sie es jedoch ihrerseits mit Welpen zu tun, erzieht sie ganz gern ein bißchen mit: Vorschulkind aus gutem Hause hilft in der Krabbelgruppe mit beim Aufpassen. :lol:

Laut unserer Tieräztin ist es sogar besser die Hündin kurz vor ihrer ersten Hitze kastieren zu lassen.

Das verhindert Mamatumore ,Prozentual um ein vielfaches.


Also ich habe keine großartige Veränderung bei unserer Hündin damals festgesellt.

Verfressen war sie schon immer, und das toben hat sie auch hinterher geliebt


Würde unsere jetzige Hündin auch gerne operien lassen,aber habe bisher keinen Tierarzt gefunden ,bei dem es unter 200 Euro kostet.

Da es in unseren Dorf zumeist sowieso nur Hündinen gibt ,passe ich die 3 Wochen dann lieber auf.


Danke fürs hochholen, ist ja bei uns jetzt auch aktuell...die vom Tierschutz meinten unbedingt Hündin kastrieren so schnell wie möglich wg dem Krebs und so....war mir aber ehrlich gesagt sehr unsicher....auch wg dem welpenhaft bleiben...na ja hat sich seit gestern erledigt, die Gute läuft nun mit Windel durch die Gegend rofl
Trotzdem werden wir sie kastrieren lassen, nur dies so frühe vor der ersten Hitze war mir suspekt. :ph34r:


Hier hab ich auch noch was Interessantes zum Lesen dazu gefunden. :)


Danke Bi(e)ne,
irgendwie meint jeder was anderes....ich frag mal demnächst bei uns in der Tierklinik nach, das mit dem Harnproblemen ab 20kg hat mich jetzt doch noch mehr verunsichert, sie ist zwar ein Mischling wo keiner genau weiß was drin ist aber von der Statur her etwa wie ein Labrador (sieht aber eher einem belgischen kurzhaar Schäferhund ähnlich...) also sie kommt definitiv über die 20kg....und ein Leben lang Medikamente geben (womöglich Hormone) ne, da entzieht sich mir der Sinn von ner Kastration....nur wegen der "sauerei" zweimal im Jahr kastrieren will ich ja nicht, es ging ja um das Krebsrisiko etc....


Geh nicht unbedingt nach der kg-Zahl, BMW-Girl :) , jedes Lebewesen ist individuell verschieden. Der eine wird eben durch diesen Eingriff inkontinent im Alter, der andere aber nicht. der 3. pieselt sich so oder so im Alter ein...
Meiner "Tageshündin" brauche ich bis jetzt nie extra Hormonpräparate zu geben, sie reagiert und funktioniert wie eine gutgeölte Maschine - bis jetzt, aber putzt sich dann und wann sehr häufig hinten, das mekrt man schon.

Das potentielle Krebsbefallsrisiko wird mit der Kastration etwas gesenkt - dafür nimmt man eben mögliche Harninkontinenz im Alter der Hündin in Kauf, so funktioniert es. Zudem kann man seinen Hund wann immer, egal mit wem spielen lassen, braucht nie aufzupassen und Rüdenbelagerung des Hauses bleibt auch aus.
Man muß halt wissen, was man will.

Ehrlich: Wenn ich auf meinem Hund nicht züchten will, erspare ich mir doch das ganze Läufigkeitsdrama sowohl beim Rüden als auch bei der Hündin durch Kastration und falle noch dazu anderen mit meinem Hund nicht auf den . Nur hat auch das eben seinen Preis, wie alles im Leben. ;)

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 27.01.2011 01:13:56



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