Rauchverbot: nun ist es amtlich

Zitat (Jinx Augusta @ 05.07.2010 09:20:47)
Naja, hier darf in kleinen Kneipen noch geraucht werden und auch in abgetrennten Raucherräumen. Die sind in Bayern jetzt dann auch nicht mehr erlaubt.

Und es gibt ausgewiesene "Raucherkneipen".

Richtig, als Nichtraucher kann man da aber nicht reingehen, man geht rückwärts gleich wieder hinaus.
Es war vor dieser Gesetz-Rangelei möglich, dass auch Nichtraucher mal in eine Kneipe gehen konnten.
Klar wurde da auch mal geraucht.
Heute ist es als Nichtraucher unerträglich, eine solche Kneipe zu betreten. Man sieht ja kaum etwas.

Fazit: heute werden die Nichtraucher ausgegrenzt. :lol:

@ Wyvern,
ich glaube, es ist besser, wenn die Raucher ihre Nichtraucherfreunde begleiten. Die Raucher können vor die Türe gehen, wenn es sie überkommt. Die Nichtraucher werden eingenebelt.

Ich habe einmal den Versuch mit einer Raucherkneipe unternommen und habe fluchtartig das Lokal wieder verlassen.
Und ich bin keine militante Nichtraucherin, ich rauche seit 2002 nicht mehr. Im Freien kann ich neben einem Raucher stehen und schnuppere noch am Rauch. Aber in geschlossenen Räumen? Nein, absolutes nein.
Das halte ich nicht mehr aus.

Edit: Solange es aber im Bundestag noch Raucherecken gibt, müssen wir uns wohl keine Sorgen machen, oder? rofl

Bearbeitet von Hilla am 05.07.2010 13:20:30
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Hilla, ich wünschte mir, dass viele andere Nichtraucher so denken würden wie Du. Ich lese aus deinen Beiträgen heraus dass Du selbst nicht rauchst aber die Raucher nicht verurteilst. Leben und leben lassen. Das finde ich gut.

Ich kann es verstehen und nachvollziehen dass ein Nichtraucher sich in einer vollgequalmten Kneipe absolut unwohl fühlt. Das stört selbst mich als Raucher. In meiner Wohnung herrscht absolutes Rauchverbot. Doch wer will, kann jederzeit gerne und ohne Vorbehalte auf meine Terasse. Ich habe Bekannte die Nichtraucher sind und mich nicht mal auf ihren Balkon lassen zum Rauchen. Wenn ich dort rauchen möchte muss ich erst 5 Stockwerke runter auf die Strasse und dann wieder 5 Stockwerke hoch. Ich kam mir richtig doof vor als sie mir den Zutritt zum Balkon verwehrt haben um eine zu rauchen. Diese habe ich 1x besucht und dann nie wieder. Ich nehme auf Nichtraucher wirklich viel Rücksicht, und im Gegenzug erwarte ich auch von den Nichtrauchern ein wenig Toleranz.
Ach, und ganz nebenbei... Genau diese Leute die so strikt gegen das Rauchen sind, wollten mir unbedingt ein Gläschen Sekt aufschwatzen. Und das obwohl ich mit dem

Bearbeitet von MissChaos am 05.07.2010 14:29:30
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Zitat (Sunday @ 05.07.2010 13:01:37)
Gerade erst gesehn : 37 % Wahlbeteiligung.

Ist schon witzig, was so ein paar Leute durchsetzen können.

Ja die Raucher hätten ja abstimmen können, wenn es Ihnen so wichtig ist.
Waren wohl in der Kneipe und haben sich eine angesteckt. :D

Bearbeitet von Rumburak am 05.07.2010 14:38:01
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Na ja, die Bayern sind die Bayern und der Rest des Landes ist der Rest des Landes.

Und ich bin mir sicher, dass genauso, wie Bayern das einzige Bundesland ist, das noch am alten Ladenschluss festhält, es auch das einzige Bundesland sein wird, dass den Tabakkonsum derart radikal verbietet.

Wohlgemerkt, ich bin auch für rauchfreie Lokale. Aber ich bin absolut gegen eine solche Bevormundung der Bürger durch Gesetze. Was sprach denn gegen die bisherige Regelung, die zumindest noch ausgewiesene "Raucherclubs" ermöglicht hat? Und was soll bitte das Rauchverbot in so freiluftigen Orten wie Festzelten? Erinnert mich irgendwie an die rauchfreien Freiluft-Bahnsteige der Deutschen Bahn mit eingezeichnetem Raucherviereck :)

Aber wenn es die Bayern so wollen und das bisschen Entscheidungsfreiheit auch noch freiwillig per Volksentscheid abgeben, bitte sehr. Ich muss mein Geld ja nicht dort ausgeben. Und Urlaub lässt sich auch in anderen Regionen machen.

Was die Belastung der Atemluft mit gefährlichen Schadstoffen angeht, sollte man vor dem rauchfreien Bayern vielleicht erst ein auto- und industriefreiens Bayern einführen, das würde der Luftqualität sicher stärker nützen...
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Zitat (tigermuecke @ 05.07.2010 20:03:11)
Was sprach denn gegen die bisherige Regelung, die zumindest noch ausgewiesene "Raucherclubs" ermöglicht hat? Und was soll bitte das Rauchverbot in so freiluftigen Orten wie Festzelten?

Ohne mich jetzt auf eine Seite schlagen zu wollen:

a) "freiluftiges Festzelt"? Du warst noch nie 8 Stunden in einem Oktoberfestzelt, oder? Dann sagst du sowas nie wieder :D

b)gegen die bisherige Regelung spricht, dass sich kein Schwein dran hält, de facto existiert ein Rauch"verbot" so wie bisher gesetzlich festgehalten einfach nicht. Zumindest bei uns in Köln ist das Wirten wie Rauchern absolut Schnuppe. Da qualmt jeder wie er will, selbst diese scheinheiligen Raucherclub-Fassade hält kein Wirt mehr aufrecht, da es niemanden interessiert. Der Zustand ist im Endeffekt exakt genauso wie vor Inkrafttreten des "Rauchverbots mit Ausnahmen". Deswegen bin ich auch für eine einheitliche Regelung, so oder so, diese Kleinstaaterei ist Murks, an dieser Stelle ist Föderalismus (wie so oft mittlerweile) einfach deplatziert. Ebenso wie in der Bildungspolitik, aber das ist eine andere Sache. In Zeiten von immer mehr (sinnvoller) Vereinheitlichung in der EU, braucht man nicht noch 16 Länderparlamente, in denen jeder Freizeitpolitiker seine persönliche Dorfpolitik in bundesweiten Themen durchdrücken will ;)

Bearbeitet von Bierle am 05.07.2010 20:21:02
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na da wird der "Schmalzerfranzl Brasil" Umsatz aber im Blau-Weißem Bundesland wieder steigen....
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Zitat (Bierle @ 05.07.2010 20:20:01)
... diese Kleinstaaterei ist Murks, an dieser Stelle ist Föderalismus (wie so oft mittlerweile) einfach deplatziert ... In Zeiten von immer mehr (sinnvoller) Vereinheitlichung in der EU, braucht man nicht noch 16 Länderparlamente, in denen jeder Freizeitpolitiker seine persönliche Dorfpolitik in bundesweiten Themen durchdrücken will ;)

@Bierle: das unterschreib ich :blumen:

zum Thema Rauchverbot: ich konnte auch vor dem 4. Juli 2010 als NR in Bayern sehr gut leben, aber ich finds schon gut, wenn auch hier gehen könnte, was andere Länder uns schon ewig sehr erfolgreich vormachen :rolleyes:

Bearbeitet von compensare am 05.07.2010 20:40:08
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@ MissChaos,
ich habe vorher lange Jahre geraucht und immer gesagt, ich schaffe es nicht, Nichtraucherin zu werden.
Man schafft es, habe ich ja dann gesehen.

Ich mag es generell nicht, wenn der Staat in private Dinge eingreifen will. Und ob man raucht oder nicht, das gehört für mich zu den privaten Dingen. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Schlimm ist allerdings, dass es keine bundeseinheitliche Regelung gibt, wenn unsere Volksverdreher sich so etwas einfallen lassen.
Da kommt jemand aus einem anderen Land und man macht eine Deutschland-Rundreise mit ihm:
hier darfst du rauchen, hier nicht, hier auch nicht - hier darfst du wieder. Das ist einfach lachhaft, aber so geht es ja in vielen Angelegenheiten. Jedes Bundesland muss unbedingt eine andere Regelung haben.
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Zitat (Nachi @ 05.07.2010 20:22:22)
na da wird der "Schmalzerfranzl Brasil" Umsatz aber im Blau-Weißem Bundesland wieder steigen....

:yes: Nachi: Hand drauf ;)
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Zitat (Nachi @ 05.07.2010 20:22:22)
na da wird der "Schmalzerfranzl Brasil" Umsatz aber im Blau-Weißem Bundesland wieder steigen....

Falls dann einer der schmachtende Zwangsnichtraucher Hilfestellung braucht, hilfts euch der Maiers Sepp gerne weiter:

Schnupfen mit dem Maiers Sepp

rofl

Bearbeitet von Bierle am 05.07.2010 21:16:38
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Wo spielte sich denn das Kneipenleben ab?

Als das Gesetz mal anfing? Meine generell in Deutschland
Auf der Strasse! niemand war in der Kneipe weil sich die Raucher draussen treffen und so kommt einer zum anderen, ein bisschen quatschen Thresen leer draussen voll. Warum?
Bin Raucher aber Nichtrauchern gegenüber nehme absolute Rücksicht ist für mich ok wenn jemand sagt in meiner Bude bitte nicht oder muss das denn jetzt sein?
Auch in Restaurants völlig ok ( obwohl nach dem essen ne ziggi...gut)

Jeder Betreiber einer Kneipe oder Restaurant sollte doch selbst entscheiden können ob er ein Raucherbereich abteilt

klar Arbeitsschutzgesetz, alle Arbeitnehmer müssen geschützt werden aber da sag ich auch Berufsrisiko, muss ich nicht machen den Job ( ich weiss manchmal bleibt einem keine Alternative )
ich mache auch einen Job den ich nicht ewig machen kann da ich im Ar.. bin! Knochen, Rücken usw wusste ich auch

oder der Dachdecker der vom Dach fallen kann
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Und die Tabakindustrie, die hier in Deutschland ist, muss auch dicht machen, und wieder sind Tausende arbeitslos!!!
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Aber, was weit aus gefährlicher ist, Alkohol bekommt einen Freifahrtschein! :labern:
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Zitat (wollmaus @ 05.07.2010 21:28:48)
Aber, was weit aus gefährlicher ist, Alkohol bekommt einen Freifahrtschein! :labern:

Kannst du das bitte etwas näher erläutern?
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Zitat (wollmaus @ 05.07.2010 21:28:48)
Aber, was weit aus gefährlicher ist, Alkohol bekommt einen Freifahrtschein! :labern:

Das hatten wir ein oder zwei Seiten vorher schon und da wurde dann geschrieben "das ist aber nicht das Thema".

Da sieht man mal wieder, wie hier gelesen wird - kaum. Aber einfach losschreiben, das muss man.
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Zitat (wollmaus @ 05.07.2010 21:24:08)
Und die Tabakindustrie, die hier in Deutschland ist, muss auch dicht machen, und wieder sind Tausende arbeitslos!!!

Oh ja, die arme Tabakindustrie :rolleyes: :pfeifen: :wallbash:

Die nachgewiesener Weise seit Mitte der Siebziger Jahre in Deutschland Ärzte, Sachverständige und Wissenschaftler geschmiert hat, um die entdeckte Gefährlichkeit des Passivrauchens gegenüber Öffentlichkeit und Regierung klein zu halten, was ja auch bis weit in die Neunziger herein funktioniert hat. Vorher haben sie Jahrzehnte lang das Rauchen an sich verharmlost und Folgen wie Krebs, Raucherbeine etc heruntergespielt, um ihren Profit zu maximieren. Von der Verführung von Kindern in der Zigarettenwerbung ganz zu schweigen.

Ja, um die tut es mir wirklich leid. ;)

Abgesehen davon, dass ja niemand das Rauchen komplett verbieten will. es geht lediglich um das Rauchen in öffentlichen Gaststätten. Da wird der Zigarettenkonsum nicht wesentlich zurückgehen, da ist die Abhängigkeit stärker. Der menschliche Körper holt sich die Erfüllung der Sucht dann einfach zu einer anderen Zeit, wo man dann mehr raucht als früher. Ich glaube nicht, dass der einzelne Raucher dann am Ende des Monats weniger für seine Ziggis ausgegeben hat
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Für den absoluten Notfall gibt's für Nikotinabhängige auch noch Kaugummis und Pflaster- und wer das Gefühl braucht, etwas in der Hand haben zu müssen an dem er nuckeln kann, der kann sich mal über E-Zigaretten informieren.
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Ein Bekannter von uns hat eine Gaststätte, die gut besucht ist.
Dann kam das Gesetz, das Raucher vor die Tür müssen. Er war heilfroh, das die Gaststättenräume endlich nicht mehr nach Nikotin stanken. Er hat sehr darunter gelitten.

Zu mir sagte er, er müsse so tun, als ob er gegen das Nichtrauchergesetz ist, wegen der Gäste.
Aber im Innersten wäre er für sich und seinem Personal froh, wenn die Luft nicht mehr zum Schneiden ist. Dann hat sich rausgestellt, das die Raucher sich daran gewöhnt hatten, ihre Fluppe draußen zu rauchen und die saubere Luft in der Gaststätte auch toll fanden.

Das hat mich daran erinnert, das mein Mann, als er noch rauchte, trotzdem gern im Zug im Nichtraucherabteil saß. Zum Rauchen ging er dann auf den Gang.
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Ich denke, es bringt gar nichts, einer ganzen Nation einfach so - von oben ein Rauchverbot aufzuoktruieren und alle halten es ein. Oh weh, die Tabaksteuer fällt weg - wo streichen wir da nochmal zusammen?! Das muß doch irgendwo aufgefangen werden...

Komisch, daß es bis jetzt noch keiner in diesem seltsamen Staat fertiggebracht hat, gerade vor dem Hintergrund des Komasaufens vieler Kinder und Jugendlicher das Alkoholtrinken generell verbieten lassen zu wollen. Wär doch auch ein Ansatz, oder nicht? ;) Oder muß man sich diesen ganzen Mist hier erst schöntrinken?

Wir sind ganz sicher das innovativste und gesündeste Volk Europas, wenn das alles so blanko durchgesetzt werden kann. Schöne neue Welt: Alle sind glücklich, keiner raucht und trinkt mehr, alle arbeiten im mittleren Management und wohnen in der Vorstadt ---- das ist ja glatt die Stern-Reklame in Tüten, und zwar Hochglanz...

... geht es eigentlich noch VIEL weiter, sich selber was vorzumachen?

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 06.07.2010 03:55:20
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Zitat (Die Bi(e)ne @ 06.07.2010 03:41:48)
Ich denke, es bringt gar nichts, einer ganzen Nation einfach so - von oben ein Rauchverbot aufzuoktruieren und alle halten es ein. Oh weh, die Tabaksteuer fällt weg - wo streichen wir da nochmal zusammen?! Das muß doch irgendwo aufgefangen werden...

Das Gesetz ist doch nicht "aufkktroyiert" worden, es hat zumindest hier in Bayern eine Abstimmung direkt vom Volk gegeben, und die Mehrheit war offensichtlich sogar für eine Verschärfung. Man verbietet den Rauchern auch nicht das Rauchen generell- was sie daheim, auf der Straße, im Park etc. machen überlässt man nach wie vor ihnen (so lang sie ihre Kippen wenigstens im Mülleimer entsorgen und nicht "elegant" in die nächste Wiese schnipsen).

Zitat
Komisch, daß es bis jetzt noch keiner in diesem seltsamen Staat  fertiggebracht hat, gerade vor dem Hintergrund des Komasaufens vieler Kinder und Jugendlicher das Alkoholtrinken generell verbieten lassen zu wollen. Wär doch auch ein Ansatz, oder nicht? ;) Oder muß man sich diesen ganzen Mist hier erst schöntrinken?


Rauchen ist nicht generell verboten sondern nur da, wo es andere stört. In Restaurants, am Arbeitsplatz, in der U-Bahn... halt da, wo sich viele Menschen, häufig auch Kinder, aufhalten. Und es ist generell verboten für Minderjährige (wobei dieses Verbot von Minderjährigen gerne umgangen wird... wie schon erwähnt, gibt es genügend Kinder, die bereits nikotinsüchtig sind- ich hab mich da mal mit unserem Kinderarzt unterhalten, der mir erzählte dass bereits so mancher fünf-, sechsjährige der Mami Zigaretten oder Geld klaut und raucht...
Genauso ist Alkohol für Minderjährige verboten, trotzdem finden manche Kinder und Jugendliche immer wieder eine Möglichkeit, an Alkohol zu kommen und das Verbot zu umgehen. Sei es dass Getränkehändler verkaufen egal an wen, sei es dass sie Pappas Hausbar plündern...

Bearbeitet von Valentine am 06.07.2010 06:42:58
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Zwischen Alkohol und Zigaretten gibt es aber auch noch riesen Unterschiede, so daß die beiden eigentlich fast nicht vergleichbar sind:

1. Zigaretten gaukeln eine Konzentrationssteigernde Wirkung vor. Das Gegenteil ist der Fall. Sinkt der Nikotinpegel im Blut lässt die Konzentration nach, und man denkt nur noch über die nächste Kippe nach. Hat man diese, so ist man so konzentriert wie vorher - aber eben nicht gesteigert.
Der Alkohol hat in geringen Dosen eine Gesundheitsfördernde Wirkung. zB 1 kleines Glas Rotwein am Tag hilft schon freie Radikale zu binden, sowie die Durchblutung zu erleichtern indem es das Blut flüssig hält. Darüber hinaus gibts noch weitere Vorteile geringen (!) Alkoholkonsums.

2. Der Genuss einer Zigarette beeinträchtigt die Umwelt unmittelbar durch den Rauch. Der Genuss eines Bieres beeinträchtigt die Umwelt NICHT unmittelbar.

3. Nur bei Überdosierung kann Alkohol negativere Folgen als Nikotin haben, wenn sich manche Mitmenschen eben gewalttätig daneben benehmen. Das passiert bei Nikotin nicht. Ich erwähne hier absichtlich nicht das Teilnehmen unter Alkoholeinfluss am Straßenverkehr, da dieser schon gesetzlich verboten ist.
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Bei einer Beteiligung von 37% ist schon vom Ansatz her keine Mehrheit zu erkennen. Und wenn von dieser Minderheit nochmals 1/3 gegen das verschärfte Rauchverbot stimmt, erst recht nicht. Hier haben militante Nichtraucher ihren Willen durchgesetzt. Die Entscheidung ist getroffen, gut. Aber bitte verkauft das Ganze nicht unter der Fahne "Die Mehrheit will..."

Bearbeitet von SCHNAUF am 06.07.2010 07:58:45
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Zitat (SCHNAUF @ 06.07.2010 07:57:52)
Aber bitte verkauft das Ganze nicht unter der Fahne "Die Mehrheit will..."

"Der Mehrheit" ist es offensichtlich schietegal gewesen, sonst wäre sie auch zur Abstimmung gegangen... ich hab da so 'ne Vermutung, dass die bei dem schönen Wetter lieber am Baggersee, in den Bergen oder sonstwo gewesen sind. (abstimmen hätten sie trotzdem können, es gab auch sowas wie Briefwahl). Also hat die Mehrheit derer, die sich dafür interessierten, so abgestimmt- und diejenigen, die nicht mit abgestimmt haben, müssen nun eben mit dem Ergebnis leben.

P.S.: in der Gemeinde, in der ich wohne, war die Wahlbeteiligung übrigens bei knapp 63 %, und davon haben ein paar hundert Wähler mehr mit JA gestimmt als mit NEIN... ich kann nix dafür, hab mein Kreuzerl bei Nein gemacht.

Bearbeitet von Valentine am 06.07.2010 08:08:13
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Zitat (Valentine @ 06.07.2010 08:04:47)
"Der Mehrheit" ist es offensichtlich schietegal gewesen, sonst wäre sie auch zur Abstimmung gegangen...

Danke schön. Das sehe ich genauso. Der Hinweis auf die geringe Wahlbeteiligung als fehlende Legitimation verbittet sich vollständig. Der Tag der Abstimmung war lange bekannt, man musste nur etwas Zeit für die Fahrt zum Wahllokal einplanen. Oder eben Briefwahl machen.

Es ist doch dasselbe wie bei Bundestagswahlen etc. So viel höher ist da die Wahlbeteiligung auch nicht. Dort wählt auch quasi immer eine Minderheit die neue Regierung, und niemand der Wähler bescwert sich. Hier aber schon, weil man die Folgen unmittelbar sieht. Ein gelebtes Beispiel, wie wichtig es ist, auch zur Wahl zu gehen, wenn man eine Meinung hat.

Wenn es die Abstimmung gab, und 61% der Wähler waren dafür, dann IST das die Mehrheit, SCHNAUF. Auch wenn das nur 34% der Wahlberechtigten sind. Die anderen 66% sind schlicht nicht existent. Es hat sie im Endeffekt gar nicht gegeben.
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Zitat
Also hat die Mehrheit derer, die sich dafür interessierten, so abgestimmt- und diejenigen, die nicht mit abgestimmt haben, müssen nun eben mit dem Ergebnis leben.


Wer in der Demokratie pennt, wacht in der Diktatur auf!

Wieder ein totales, kompromissloses Verbot mehr. Gehen wir über zum nächsten. Wie wäre es, das Motorradfahren komplett zu verbieten (weil z. B. verkehrsgefährdend, laut, umweltschädlich).

Happy Hippo
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Zitat (Hipposhit @ 06.07.2010 08:35:10)
Wer in der Demokratie pennt, wacht in der Diktatur auf!

So krass möchte ich es nicht ausdrücken... aber wer sich an einer Demokratie nicht beteiligt, muss eben damit rechnen, dass diejenigen, die sich beteiligen, entscheiden.

Bei Bundestags-, Landtags- und sonstigen Wahlen krieg ich es übrigens öfter mal mit dass ohne Ende gemeckert wird über die Politiker und ihre Politik. Und wenn ich dann frage, wo diese Leute ihr Kreuzchen gemacht haben, heißts's dann meist "bringt ja eh nix, die machen doch eh was sie wollen, völlig am Volk vorbei" etc. Tja, wer nicht zur Wahl geht... siehe oben. Ich finde, wer nicht zu Wahlen und Abstimmungen geht, sollte besser nicht am Ergebnis herummäkeln.
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Zitat
So krass möchte ich es nicht ausdrücken... aber wer sich an einer Demokratie nicht beteiligt, muss eben damit rechnen, dass diejenigen, die sich beteiligen, entscheiden.


Genau so habe ich das ja auch gemeint. Es ist sicher auch ein Teil der Demokratie, sich eben nicht zu beteiligen. Aber dann braucht man sich hinterher nicht zu beschweren. Der Mehrheit der Bevölkerung war dieser Volksentscheid schlichtweg "wurscht". Jetzt zählt die Entscheidung einer Minderheit. Auch das ist für mich Demokratie. Da braucht man jetzt nicht rumdiskutieren oder zu lamentieren.

Übrigens werden wir auch von Parteien regiert, die immer weniger Bürger gewählt haben.

Happy Hippo
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Ich denke da wo gegessen wird da muss das wirklich nicht sein, ich selber rauche zwar nach dem Essen gerne eine aber wenns andere stört kann ich auch warten... Allerdings fand ich Diskotheken und Kneipen die Regelung mit den Nebenräumen doch ganz annehmbar man konnte sich entscheiden wo man hinwollte. Wenn ich das richtig verstanden habe und das auch nicht mehr geht finde ich dann doch etwas schade, einmal weil ich die Erfahrung gemacht haben das viele gute Diskos bei mir in der Umgebung Probleme hatten dann ihren Laden voll zu kriegen (viele Partygägnger sind anscheinend Raucher^^) und zum anderen weil was ist jetzt mit den Betrieben die (zum teil viel Geld) in Raucher und Nichtraucherbereiche investiert haben und nun gear**** sind....
Aber nunja kann man nicht ändern vielleicht kippt es nochmal^^
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Jetzt haben sämtliche Gastronomen ihre Gaststätten mit Raucherräumen teuer umbauen lassen. Für viele war es ein Muss denn der Umsatz ging zurück und viele Wirte waren am Existenzminimum. Das mag nicht ALLE betroffen haben, aber zumindest den Mehrteil der Gastronomen. Und jetzt wird das Rauchen doch wieder komplett verboten? Wer erstattet den Gastwirten die zuvor ausgegebenen Kosten für den Umbau? Die Nichtraucher?

Den Polizisten möchte ich sehen, der einen im Lokal wegen Rauchen verhaftet. RAUCHERRAZZIA...!!! rofl

Was ist mit den Wasserpfeifenlokalen? Die können dann auch schließen. Ist es das was ihr militanten Nichtraucher wollt? Existenzen zerstören? Das mit den Raucherräumen war doch eine gute Lösung für alle.

Und ich muss hier wieder mal meinen Senf zum Alkohol abgeben. Im Angesicht dessen was unter Alkoholeinfluss geschieht, sollte genauso ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit eingeführt werden. Randalierer, besoffene Autofahrer und Omas die besoffen einschlafen und ihre Enkelkinder ertrinken lassen. Die Liste ließe sich unendlich verlängern. Ist das besser?
Diese ganze Diskussion über mittelbar und unmittelbar, geht mir so was gegen den Strich. Glaubt irgendjemand, dass die Mutter der ertrunkenen Zwillinge sich fragt ob der Tod ihrer Kinder eine mittelbare oder unmittelbare Folge des Alkohols war??

Ich finde es eine Volksverdummung, wenn die Initiatoren des Entscheids davon sprechen, dass die Mehrheit in Bayern dem Entscheid zugestimmt hätte. Wenn sich nur 38 % an der Abstimmung beteiligen und davon nur 62 % zustimmen, liegt die tatsächliche Zustimmung bei ca. 24 % aller abstimmungsberechtigten Bayern. Eine Minderheit kann also hier solche Dinge durchsetzen. Eigentlich dürfte ein Volksentscheid nur noch gültig sein, wenn die Wahlbeteiligung mindestens 60 % erreicht. Alles andere ist eine Farce.

Aber ihr habt Recht! Stimmt, wir Raucher erlauben uns alles. Sobald wir einen Nichtraucher sehen, rennen wir hin und blasen ihm den Qualm ins Gesicht. So sind wir eben. Brutale Schwerstverbrecher. :wallbash:

So manche hier, lassen Phrasen raus, da kommt einem der Qualm wieder hoch :pfeifen:

Jetzt habe ich bestimmten Leuten hier Futter gegeben. Nach dem was ich jetzt geschrieben habe, könnt ihr mich zerreissen. :stuhlklopfen:

Bearbeitet von MissChaos am 06.07.2010 10:55:06
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Warum sollten wir Dich zerreißen? Machen wir doch nicht. Ich möchte nur paar Kleinigkeiten richtig stellen:

Es interessiert die Eltern der Zwillinge tatsächlich nicht, ob der Alkohol mittelbar oder unmittelbar Schuld ist. ABER es wird so getan, daß jeder der Alkohol konsumiert sofort zum rücksichtslos um sich prügelnden und alle Verkehrsregeln außer Acht lassenden A***loch mutiert. Das stimmt eben nicht. Es ist sogar nur eine Minderheit der Alkoholkonsumenten, die so wird - und das auch nur bei übermäßigen Konsum. Ich zB werd sehr ruhig,und kuschlig, wenn ich Alkohol getrunken hab. :pfeifen:
Bei Rauchern ist das anders. Nein, die werden auch nicht zu Schlägern, aber jede Zigarette im Beisein von Nichtrauchern ist ein Angriff auf die Gesundheit. Ich bekomme regelmäßig Hustenattacken wenn ich am Bahnhof an diesen Raucherbereichen vorbei muß. Nein, die Attacken sind echt!

Zum Anderen war es keine Minderheit, die jetzt über ne Mehrheit abgestimmt hat. Man kann durchaus davon ausgehen, daß diese 3,4 Millionen Menschen, die ihre Stimme in Bayern abgegeben haben eine repräsentative Stichprobe der Bayrischen Bevölkerung darstellt. Denn die Auswahlkriterien dieser Stichprobe war für alle gleich: Jeder hatte die Möglichkeit sich über den Volksentscheid zu informieren, jeder wurde angeschrieben, für jede Seite wurde Werbung gemacht. Wobei ich hier eher noch eine Verschiebung zugunsten der Raucher sehe, die von der Tabaklobby massiv finanziell unterstützt wurden. 3/4 der Gelder des Bündnisses "Bayern sagt Nein" stammt aus den Töpfen der Tabaklobby. Und die gesamte Finanzkraft dieses Bündnisses war etwa 5x so hoch wie das der Volksentscheid-initiatoren.
Daher ist anzunehmen, daß auch bei theoretischen 100% Wahlbeteiligung das Ergebnis das gleiche geblieben wäre.

qed

Bearbeitet von Wyvern am 06.07.2010 11:56:06
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Zitat (SCHNAUF @ 06.07.2010 07:57:52)
Bei einer Beteiligung von 37% ist schon vom Ansatz her keine Mehrheit zu erkennen. Und wenn von dieser Minderheit nochmals 1/3 gegen das verschärfte Rauchverbot stimmt, erst recht nicht. Hier haben militante Nichtraucher ihren Willen durchgesetzt. Die Entscheidung ist getroffen, gut. Aber bitte verkauft das Ganze nicht unter der Fahne "Die Mehrheit will..."


Schnauf, da kann ich Dir nicht zustimmen.
Die Debatte war vor der Abstimmung sehr intensiv. Und jeder dort wußte, das er beim Volksentscheid abstimmen kann.

Der, der nicht wählt, ist damit einverstanden, wie seine Mitbürger wählen.

Vielleicht hofften auch viele Raucher, das alle Gaststätten rauchfrei werden.
Ein Nachbar meinte, seitdem er draußen geraucht hat, hat er viel weniger geraucht. Er hofft endlich davon loszukommen.
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Für Bayern ist die unsinnige Diskussion beendet. Ich, als Raucher in Bayern (der auch am Volksentscheid teilgenommen hat), habe mich bereits und werde mich noch weiterführend darauf einstellen. Wie? Das ist meine pers. Angelegenheit.

Für den Rest Deutschlands geht die Diskussion weiter. Viel Spass dabei!

Happy Hippo
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Zum Thema Zwillinge - Gartenteich - Alkohol.... da muss ich doch manchmal den Kopf schütteln.

Der Teich war nicht abgedeckt. Deswegen konnten Kinder reinfallen.

Und wenn die Oma stocknüchtern gewesen wäre, hätten die Kinder trotzdem reinfallen können. Sie dreht sich mal um und gräbt im Gemüsebeet. Sie geht aufs Klo. Sie holt den Kindern was zu trinken.

Zack, passiert.

Die Eltern und die Oma und der Onkel haben gewusst, dass da ein offener Teich ist, wo ihre Kinder sind.
Jetzt müssen sie mit den grausamen Folgen leben.

MissChaos, und ich glaube nicht, dass militante Nichtraucher Existenzen zerstören wollen. Diese Unterstellungen möchte ich mir doch verbitten.

Dafür möchte ich aber gern unbehelligt vor mich hin leben, ohne dass mir überall die Augen tränen und der Hals zuschwillt, weil andere Leute nach Nikotin süchtig sind. Da kann ich doch nix dafür?
:rolleyes:
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Zitat (MissChaos @ 06.07.2010 10:46:40)
Ich finde es eine Volksverdummung, wenn die Initiatoren des Entscheids davon sprechen, dass die Mehrheit in Bayern dem Entscheid zugestimmt hätte. Wenn sich nur 38 % an der Abstimmung beteiligen und davon nur 62 % zustimmen, liegt die tatsächliche Zustimmung bei ca. 24 % aller abstimmungsberechtigten Bayern. Eine Minderheit kann also hier solche Dinge durchsetzen.

Stimmt- 23,5 % aller Stimmberechtigten hat zugestimmt- aber nur 14,4 % waren dagegen, der Rest hat sich der Stimme enthalten. Also war die relative Mehrheit für JA, und damit gilt's. Wer sich der Stimme enthält, hat anschließend nichts zu Meckern- er hätte rechtzeitig den Mund aufmachen können und sollen.

Zitat
Eigentlich dürfte ein Volksentscheid nur noch gültig sein, wenn die Wahlbeteiligung  mindestens 60 % erreicht. Alles andere ist eine Farce.


Es haben alle Stimmberechtigten die Möglichkeit gehabt, ihre Stimme abzugeben. Es war die freie Entscheidung von 62 % aller Stimmberechtigten, sich der Stimme zu enthalten. Warum kannst du das nicht akzeptieren?
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Ribit,
hast Du gelesen was ich geschrieben habe? Vor allem den letzten Satz von diesem Absatz? Warum kann man es nicht bei der Lösung für Extraräume belassen? Außerdem habe ich nicht „unterstellt“ sondern eine Frage in den Raum geworfen. Eine Frage die sich mir persönlich aufdrängt. Was gibt es bei einer Frage zu „verbitten?“

Hier die exakte Wiedergabe des Absatzes:
Was ist mit den Wasserpfeifenlokalen? Die können dann auch schließen. Ist es das was ihr militanten Nichtraucher wollt? Existenzen zerstören? Das mit den Raucherräumen war doch eine gute Lösung für alle.

Zum Thema Zwillinge. Du hast Recht. Es HÄTTE so passieren können wie Du es schilderst. Ist es aber nicht. Die Oma war betrunken. Von Alkohol. Nicht vom Rauch.

Du kannst auch weiter unbehelligt weiterleben. Das gönne ich Dir von ganzem Herzen. Die Extra Raucherräume wären auch nicht für Dich und andere Nichtraucher gedacht. Da würden sich die Menschen treffen, die dort ungestört von bösen Blicken und Bemerkungen der Nichtraucher, in Ruhe eine qualmen können.

Ich habe auch schon in anderen Beiträgen in diesem Thread mehrfach erwähnt dass ich absolut gewillt bin, Nichtraucher von meinem Qualm zu verschonen. Ich nehme wirklich Rücksicht auf andere. Aber warum soll man mir (und anderen Rauchern) nicht wenigstens mit einem Extra-Raum in Gaststätten/Kneipen entgegenkommen? Ich fühle mich von manchen Kommentaren hier richtiggehend angegriffen, nur weil ich Raucher bin. Bin ich ein minderwertiger Mensch, nur weil ich rauche? Verlange ich da wirklich zuviel Verständnis?

Valentine,
ich habe das Gefühl, Du möchtest einfach nicht verstehen wie ich dieses Ergebnis sehe. Aber ist auch nicht so wichtig für mich. Ich wohne nicht in Bayern. Sollte in BW solch eine Abstimmung stattfinden, werde ich mit Sicherheit abstimmen gehen.

Bearbeitet von MissChaos am 06.07.2010 15:11:39
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Was ich mich grade frage, ist, warum ständig Zigaretten und Alkohol miteinander verglichen werden?!
Weil es die einzigen legalen Drogen sind?
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Warum das mit den extra Raucherräumen nicht funktionieren kann? Weils hier zu einer unfairen Wettbewerbsverzerrung kommt. Es kann eben aus baulichen Gründen nicht jeder Wirt einen Nebenraum haben, in dem man rauchen darf. Diese Lokale hätten einen Vorteil. Das darf eben nicht sein.
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Zitat (MissChaos @ 06.07.2010 15:07:54)
Valentine,
ich habe das Gefühl, Du möchtest einfach nicht verstehen wie ich dieses Ergebnis sehe. Aber ist auch nicht so wichtig für mich. Ich wohne nicht in Bayern. Sollte in BW solch eine Abstimmung stattfinden, werde ich mit Sicherheit abstimmen gehen.

Es mag dich erstaunen, aber mir geht's genauso- ich habe das Gefühl, dass du mich einfach nicht verstehen willst.

Wenn es in Baden-Württemberg zu einer derartigen Volksabstimmung käme, du gingest hin und die Wahlbeteiligung bliebe trotz deiner Beteiligung bei ca. 1/3 aller Stimmberechtigten- würdest du das Ergebnis dann akzeptieren und respektieren, auch wenn es nicht deinem Wunsch entspräche?
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Oder noch schlimmer: Würdest Du das Ergebnis auch anzweifeln, WENN es Deinem Wunsch entspricht, aber nur 37% Wahlbeteiligung hatte?
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Der Ansatz ist noch besser, Wyvern...
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Zitat (Jinx Augusta @ 06.07.2010 15:14:23)
Was ich mich grade frage, ist, warum ständig Zigaretten und Alkohol miteinander verglichen werden?!
Weil es die einzigen legalen Drogen sind?

Es gibt noch mehr Sachen, die Suchtpotential haben und ebenfalls nicht verboten sind: Medikamente, Glücksspiel usw.
Aber Alkohol und Nikotin sind halt die bekanntesten, wobei der Alkohol schon seit ewigen Zeiten gesellschaftlich akzeptiert ist.
Deshalb gibt es auch keine Anti-Alkohol-Kampagne, allenfalls warnende Hinweise. Obwohl durch den Alkohol weit mehr Verkehrstote zu beklagen sind als durch Nikotin, und obwohl Alkohol einen weit höheren wirtschaftlichen Schaden verursacht als Nikotin (21 zu 16 Milliarden Euro jährlich).

Bearbeitet von Herr Jeh am 06.07.2010 17:27:02
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MissChaos, ja ich habe dein ganzes Post gelesen. Der letzte Satz hebt meiner Meinung nach die Unterstellung nicht auf. Aber vielleicht bin ich da zu empfindlich. Vielleicht, weil ich lange nicht essen gehen konnte, oder einen heben, ohne hinterher zu stinken wie ein Aschenbecher. Mit Kind ging das leider auch nicht. Naja. Aber vielleicht haben militante Nichtraucher so was verdient.

Separate Raucherräume sind eine prima Idee. Auf dem Papier. Ein Bäcker-incl.-Café bei uns praktiziert das so. Die haben einen Glaskasten, wo rauchende Kaffeetrinker drinsitzen. Direkt daneben kaufe ich meine Brötchen. Leider war die Tür des Glaskastens noch nie geschlossen. So macht das richtig Sinn.
In manchen Restaurants läuft das ähnlich. Das nervt.

Es tut mir auch so leid wie möglich, wenn sich in der Vergangenheit die armen Raucher von meinen bösen Blicken diskriminiert gefühlt haben.

Weißt du, ich hab mich auch immer gefragt, ob ich minderwertig bin, weil ich nicht rauche?
Wieso darf ein Raucher mich in der Kneipe zugiften, nur weil das für ihn zu nem gelungenen Abend dazugehört? Wieso darf der das bestimmen und ich nicht?

Naja, diese Frage hat sich ja nun erledigt, zumindest bei uns in den Restaurants. Wenn das vernünftig durchgeführt wird, hab ich auch überhaupt nix gegen Raucherräume. Und es ehrt dich, dass du Nichtraucher mit deinem Qualm verschonst.
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Zitat (Valentine @ 06.07.2010 08:04:47)
"Der Mehrheit" ist es offensichtlich schietegal gewesen, sonst wäre sie auch zur Abstimmung gegangen...

Ich vermute, der Mehrheit ist es wirklich "schietegal" welches Gesetz da kommt.
Das sind Leute, die eher in Speiselokale gehen als in die Eckkneipe. Und der Lieblinsitaliener ist schon seit zwei Jahren rauchfrei.
Oder Raucher, die kein Problem damit haben, mal für eine Zigarette vor die Tür zu gehen.
Oder Nichtraucher, die sich am Rauch nicht wirklich stören.

Die gehen halt einfach nicht wählen.
Ich würde nur gerne wissen, wie viele Ja-Stimmer im nächsten Jahr wirklich eine Kneipe betreten, die jetzt zwangsweise zur Nichtraucherkneipe wurde.
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Zitat (Valentine @ 06.07.2010 16:34:54)
Wenn es in Baden-Württemberg zu einer derartigen Volksabstimmung käme, du gingest hin und die Wahlbeteiligung bliebe trotz deiner Beteiligung bei ca. 1/3 aller Stimmberechtigten- würdest du das Ergebnis dann akzeptieren und respektieren, auch wenn es nicht deinem Wunsch entspräche?

Ich könnte sagen daß ich nach meinem Wunsch gestimmt habe. Ich würde es auch akzeptieren und respektieren. Ich konnte es trotz meiner Wählerstimme nicht ändern. Aber ich hätte es versucht.

Mal abgesehen davon daß ich kein Problem habe vor die Türe zu gehen, um zu rauchen. Ich rauche auch bei mir zuhause nur draußen. Bei jedem Wetter. Im Auto mag ich es auch nicht, weil es stinkt. Von daher verstehe ich die Nichtraucher absolut. Bei den Nichtrauchern kommt dann noch die zusätzliche Sorge um die Gesundheit. Akzeptiere ich und verstehe ich. Punkt.
Ich möchte aber nicht von Nichtraucher verbal angegriffen werden, eben weil ich rauche. Das macht mich, meiner Ansicht nach, nicht zu einem Mensch zweiter Klasse. Ich wehre mich wenn ich merke daß hämische oder gar diskriminierende Kommentare gegenüber Raucher kommen.

Zu der Frage von Wyvern:
Ich würde mich über das Ergebnis genauso freuen wie sich nun die Nichtraucher über das aktuelle Ergebnis in Bayern freuen.

Ribit,
wenn dieses Bäckercafe die Türe zum Verkaufsraum offen hat kannst Du den Bäcker/Betreiber darauf ansprechen. Ich schätze Dich so ein, dass Du imstande bist ihm zu argumentieren, warum diese Türe geschlossen gehalten werden sollte.
Ich persönlich habe so etwas nocht nie erlebt.
Und dass Du in der Vergangenheit nicht Essen oder Trinken gehen konntest ohne danach zu stinken, hat sich ja sowieso ergeben. In Restaurants ist das Rauchen nicht erlaubt und das ist auch gut so. Mir geht es hier einzig allein darum, dass uns Raucher nicht einmal mehr der separate Raum zur Verfügung steht. Daß dies "vernünftig" gehandhabt werden sollte, versteht sich von selbst.
ICH habe noch nie jemanden als minderwertig erachtet oder auch nur verbal in irgendeiner Weise angegriffen weil er Nichtraucher ist. Im Gegenteil: Ich freue mich für jeden der nicht raucht. Aber bitte lasst mich auch leben. Auch wenn ich rauche.

Bearbeitet von MissChaos am 06.07.2010 22:01:35
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Das lassen wir, und von uns greift Dich keiner an, weil Du scheinbar zu der seltenen aussterbenden Art der rücksichtsvollen Raucher gehörst. Ich hätte nicht gedacht, daß es sowas tatsächlich noch gibt.
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Na, also,
ich bin Raucherin, gehe klaglos 2 x während der Arbeitszeit vor's haus und die Zeit wird berücksichtigt als "Raucher-Pause". Andere quatschen ewig, und das ist Arbeitszeit.
Ich gehe im Restaurant vor die Tür.
Ich rauche nicht, wenn mich Nichtraucher besuchen - oder nur auf dem Balkon - erst recht, wenn Kinder dabei sind
Bin ich irgendwo zu Besuch, gehe ich auf den Balkon, oder verkneife mir die "Fluppe" gleich
Ich rauche zugegebenermaßen immer weniger...
ABER, wenn ich wirklich mal rauchen will, dann möchte ich nicht so mitleidig-abfällig angesehen werden, als hätte ich Aussatz
Sicherlich wird 2 Generationen weiter kaum noch jemand rauchen - das ist sicher auch gut so, aber ich glaube auf jeden Fall, dass die meisten Raucher heute so denken wie ich und Rücksicht nehmen, aber wir wollen halt nicht als "Asoziale" betrachtet oder behandelt werden.
Leben und leben lassen, denke ich ;)
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Zitat (123stpo456 @ 06.07.2010 23:30:55)
ABER, wenn ich wirklich mal rauchen will, dann möchte ich nicht so mitleidig-abfällig angesehen werden, als hätte ich Aussatz

Najaa, immerhin gehst du während der Arbeit extra vor's Haus, im Restaurant extra vor die Tür, wenn du irgendwo zu Besuch bist auf den Balkon, nur um Rauch in dich reinzuziehen und wieder rauszublasen... da kann man dich doch wenigstens ein klein bisschen mitleidig ansehen :P

Is ja nicht bös gemeint, auf Nichtraucher wirken Leute, die "erstmal dringend eine rauchen müssen" halt manchmal so.

Edit-Nachtrag: Ich weiß natürlich, dass das eine Sucht ist und es auch sehr zu schätzen, wenn Raucher Rücksicht nehmen.

Bearbeitet von BurgerQueen am 07.07.2010 00:03:00
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Ich versteh das nicht. In Italien ist es üblich dass in Lokals, Resturants und Bars drinnen nicht geraucht wird. Da meckert keiner. Ein Verwandter (nicht enger) ist vor Jahren an Lungenkrebs gestorben , als Nichtraucher. ICh habe auch starke Probleme mit dem Atmen. Musste mit 3 Rauchern zusammen leben.
Ihr Raucher habt doch eure Wohnungen und die Strasse. oder Biergärten.
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Ich versteh vor allem das Gejammer langsam nicht mehr. Die Bayern haben jetzt im Grunde nur verabschiedet, was die meisten Raucher hier nach eigenen Angaben sowieso schon befolgen: Vor die Tür gehen, bzw. andere nicht mit Rauch belästigen. M.W. steht in dem Gesetz nichts davon, dass Raucher minderwertig sind und die Beleidigung und Diskriminierung von Rauchern wird da auch nirgends geregelt. Es steht also nach wie vor jedem Raucher frei, auf evtl. Anfeindungen so zu reagieren, wie er/sie es auch vor dem Gesetz getan hat.
Vielleicht ist Nikotin doch nicht so gut fürs Nervenkostüm... :pfeifen:

Übrigens: Die arme Tabakindustrie hat noch die geringsten Sorgen mit solchen Gesetzen. Die meisten dieser Unternehmen sind längst so tief mit anderen Branchen (vor allem Lebensmittel) verflochten, dass sie von heute auf morgen aus der Tabakwarenproduktion aussteigen könnten. Abgesehen davon, dass Branchen nun mal aussterben, wenn sie nicht mehr zeitgemäß sind. Sklaverei und Leibeigenschaft sind ja heute auch nur noch bedingt als Geschäftsmodelle tauglich.
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Hallo Koenich,
ich glaube nicht, dass sich die Raucher vom Gesetz angefeindet fühlen. Gegängelt und bevormundet vielleicht... Je nach Einstellung des einzelnen Rauchers. Der Gesetzgeber versucht neutral zu regeln. Zum Wohle aller. Sollte man zumindest annehmen.
Es sind vielmehr die Anfeindungen vieler Nichtraucher. Dagegen versuche ich mich zu wehren. Und daß der Genuss der Zigaretten die Nerven angreift, ist glaube ich, auch jedem klar.

Dein Vergleich mit der Tabakindustrie und den Leibeigenen und der Sklaverei hinkt wohl auch ein wenig, oder? Das eine hat mit dem anderen absolut nichts gemeinsam.

Bearbeitet von MissChaos am 07.07.2010 15:05:33
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