Nachbarschaftsstreit: Rufschädigung


hallo ihr lieben,wir haben hier eine mitte 60-jährige Frau im Hause die nicht ganz normal ist.Sie geht regelmäßig Sperrmüll sammeln,zieht die Säcke aus den Kleidercontainern und dreht die Sachen dann anderen Leuten an,in der Hoffnung da nn wohl etwas umsonst von den Menschen zurückzubekommen(wenn wir Familienfeiern hatten,haben 3 Parteien ihr immer etwas umsonst gegeben).War für uns auch kein Thema,aber plötzlich wird sie provozierend und frech. Sie ist jeden Tag betrunken,der Hund pinkelt und kackt in die Wohnung.Sie fängt an uns massiv zu beleidigen,und im Nebenhaus wohnt der Sohn des Vermieters und die größte Klatschtante im Ort ,die immer gespannt sind auf etwas neues.Sie saß wohl vor zig-jahren mal in der Psychatrie,aber das weiß das Nebenhaus ja nicht,weil es alles relativ junge Leute sind.Wir sind mit den Nerven am Ende,was können wir tun?Es gäbe noch soviel zu erzählen, aber das wäre zu lange.

Viele liebe Grüße


vermietung anrufen. kann ja nicht sein dass der arme hund sone schweinerei machen muss....
tut euch doch alle zusammen (dies nervt natürlich :rolleyes: ) und schreibt gemeinsam der vermietung oder ruft an. alles muss man sich nicht gefallen lassen...


Hätte ich auch vorgeschlagen....die Vermieter informieren.


Hallo Maike,

ich stecke natürlich nicht in Deiner Haut und kann die Lage kaum beurteilen. Da Du aber öffentlich einen Rat suchst, erlaube ich mir, meinen Senf dazu zu geben, ohne auch nur ansatzweise eine Ahnung davon zu haben, wie die Lage ist (wie alle anderen hier auch).

Die Schilderung lässt Fragen offen... was hat der Sohn des Vermieters mit dieser Frau zu tun? Woher weißt Du, dass der Hund in die Wohnung käckert? Was haben junge Leute aus dem Nebenhaus damit zu tun?

Ganz allgemeine Überlegung: dieser Frau geht es offenbar sehr schlecht. Sie ist offenbar arm und einsam. Evtl. steht sie auch vor der Gefahr, alkoholabhängig zu werden. Ihr Hund seilt seinen Adolf wohl in der Wohnung ab, weil er nicht ausgeführt wird?

Dass sie gerüchteweise mal in der Psychatrie saß, ist nicht verboten. Psychische Probleme sind heute die Regel, nicht die Ausnahme. Viele Menschen landen darüber u.a. in der Psychatrie, weil sie in einer Umwelt leben, die sie nicht akzeptiert, weil sie einsam sind oder weil sie an einem Problem zerbrechen, das sie alleine nicht lösen können. Alt und alleine zu sein, ist für viele Menschen ein großes Problem. Möglicherweise hat sie deswegen einen Hund, weil sie alleine ist?

Sich an den Vermieter zu wenden und damit evtl. zu erreichen, dass sie ihre Wohnung verliert, ist als Lösungsversuch unmenschlich. Wende Dich an eine Beratungsstelle, z.B. beim Sozialamt oder beim Sozialdienst, die helfen kann, an sie heran zu kommen. Die Situation also so zu lösen, dass es Dir gut geht, der Frau gut geht, dem Hund gut geht. Wobei die optimale Lösung möglicherweise utopisch ist: in einer Warenwelt, in der Einsamkeit, Krankheit und Verzweiflung nicht vorgesehen sind, kann es u.U. eine solche nicht geben.

Hoffe, Du kannst mit dieser Ansicht etwas anfangen.


Schließe mich meinem Vorredner an, so ganz klug bin ich aus der Beschreibung der Umstände auch nicht geworden.
Ebenfalls, hätte ich gern gewußt, wie Du in die Wohnung der Frau gekommen bist, dass Du das so genau weißt?
Da ich auch schon mal was vom Sperrmüll geholt habe , weil es eben nicht immer nur Müll ist, muß ich wohl nun auch mit nachbarlichem Geflüster rechnen ?
Wenn es im Treppenhaus stinkt, weil der Hund (vielleicht) in der Wohnung sein Geschäft machen muß, den Vermieter informieren, wir können hier aus der Ferne wohl keine Lösung bringen.
Wenn es so ist, sollte man der Frau helfen vom Sozialdienst aus. Ich denke, dass der Vermieter sicher etwas unternehmen wird, wenn es wirklich so ist.



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