Nanga Parbat


Gerade mal wieder in den Nachrichten gelesen:
Die beiden Italiener müssen ihren Abstieg wieder mal verschieben, da es wohl zu viel Nebel gibt.
Erstaunlich, dass es irgendwo in der Welt zwei Menschen gibt, die wirklich alleine auf sich gestellt sind und nicht gerettet werden können. Und das unter der Bedingung, dass ja einer von ihnen in den Tod gestürzt ist.
Ich möchte da ungern sein!
Hoffentlich kommen sie da heile wieder runter.





PS: Ich würde ungerne wollen, dass das hier in pro/contra Bergsteigen ausartet. Wenn dem so sein sollte, dann bitte schließen.


Ich hab das auch verfolgt und die tun mir echt leid. Allerdings muß ich aber auch mit sowas rechnen, wenn ich auf so einen Berg steige.


Ich stelle es mir schrecklich vor, tagelang zum Nichtstun verdammt zu sein und auf Rettung warten/hoffen zu müssen. Und dabei immer wieder die Gedanken an den toten Kameraden und daran, eventuell selbst nicht heil aus der Sache raus zu kommen. :(

Ich drücke den beiden fest die Daumen, daß alles gut ausgeht!!!


Ich hoffe auch das die beiden da heil rauskommen.
Auch für ihre Familien.
Bei all dem technischen Fortschritt,die Natur ist nunmal
unberechenbar.


Ich hoffe natürlich auch, dass die Überlebenden heil da runter und wieder nach Hause kommen.

allerdings hätte ich auch nichts dagegen, wenn ihnen anschließend die ganzen Kosten für die diversen Rettungsversuche in Rechnung gestellt würden...


Na also. Alles wieder in Ordnung. Die zwei sind wieder in Sicherheit. :D


Zitat (Valentine @ 22.07.2008 22:14:01)
Ich hoffe natürlich auch, dass die Überlebenden heil da runter und wieder nach Hause kommen.

allerdings hätte ich auch nichts dagegen, wenn ihnen anschließend die ganzen Kosten für die diversen Rettungsversuche in Rechnung gestellt würden...


Die Kosten für die ganze Rettungsaktion trägt ihre extra für die Expedition abgeschlossene Versicherung....

Ich bin auch froh, daß die beiden heil wieder unten sind! So wie es scheint, wird ihr Kamerad wohl nicht geborgen, da diese Aktion zu gefährlich sei. Zur Zeit sitzt aber wohl immer noch ein iranischer Bergsteiger am Nanga Parbat fest, der noch nicht gerettet werden konnte...

Der Nanga Parbat ist nicht umsonst derjenige unter den Achttausendern, der die meisten Opfer forderte. Schon beim Kampf um die Erstbesteigung kamen unglaublich viele Menschen ums Leben, selbst der Mount Everest als höchster Berg der Erde ist nicht so kompliziert zu besteigen. Vor allem das Wetter und die unberechenbaren Eisverhältnisse machen den Nanga Parbat zum König unter den Bergen.


In unserer Tageszeitung wurde heute geschrieben, das zuvor einer der Truppe in eine Gletscherspalte fiel und trotz stundenlanger Bemühungen der beiden anderen nicht gerettet werden konnte.

Sie mussten ihn wohl (lebend?) zurücklassen, um ihr eigenes Leben zu retten. Das wird ihr Leben lang für sie ein Trauma bleiben.

Erst jetzt habe ich mich über das Thema richtig informiert. Vorher hörte ich nur mit halbem Ohr zu - und ich muss gestehen, auch wenn tom-kuehn es nicht gerne hört, meine Gedanken waren, dass sie diese Risiken bewusst in Kauf nahmen und mit diesem rechnen mussten.

Ich hatte dadurch heute eine faszinierende Lesestunde bei Wiki - über Bergsteigen, Kletterwände, natürlich die berüchtigte Eiger-Nordwand und vieles mehr. Besonders berührt hat mich die Geschichte eines Sherpas, der bei einem bereits toten Bergsteiger (seinem Sahib) verblieb und zu Tode kam, obwohl er die Möglichkeit zum Rückweg gehabt hätte.

Grüßle, Daddel :blumen:

Bearbeitet von Daddel am 25.07.2008 16:00:24


Wer sich in solche Gefahr begibt, sollte allerdings dabei auch bedenken, dass er bei seiner notwendig werdenden Rettung auch das Leben anderer in Gefahr bringt.

Elisabeth


Hallo Elisabeth, das macht wohl alle die vor die Türe gehen.
Es sind viele Polizisten bei Hilfe Aktionen auf der Autobahn ums Leben gekommen. Nur weil andere nicht langsamer fahren wollten, weil da ein Unfall war.


Der Faszination der großen Berge kann ich mich auch nicht entziehen, obwohl ich niemals einen erklimmen könnte.

Diese Dramen, wenn man sie in Wiki mal nachliest, gehen an's Herz.

Der zu Tode gekommene Bergsteiger hatte wohl Vorahnungen. In dem Zeitungsartikel wurde ein Tagebucheintrag von ihm erwähnt, in dem er der Expedition mit Angst entgegen sah. Und trotzdem ging er mit.

Tom, lediglich Betroffenheitsbekundungen willst Du auch nicht haben oder? So ein Thema ist vielschichtig. Die Männer haben ihr Leben riskiert für eine Sache, die es ihnen wert war - wenn sie "Manns" genug sind dürfen sie nicht klagen.

Derzeit stecken viele Menschen unverschuldet in Situationen, die ihr Leben bedrohen. In der Öffentlichkeit mal erwähnt, und oft nicht.

Jetzt habe ich wohl genau die Richtung eingeschlagen, die Du nicht wolltest. Aber: wenn ich mich mit einem Thema befasse, dann richtig und mit eigenen Gedanken.

Trotzdem: schön, dass die Buberl's mit ihren teuren Ausrüstungen gerettet werden konnten. Bis auf einen, der wohl 3 Kinder hatte.

Dad



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