Overlockmaschine vs Overlockstich


Hallo!

Wie sind eure Erfahrungen?

Ich würde gerne mehr Jersey nähen, bzw. es überhaupt mal tun. Leider ist meine (altersschwache) Haushaltsnähmaschine nicht mit einem Overlockstich ausgestattet. Sie kann nur diesen Dreifach-Geradstich, der ja auch elastisch ist, oder eben Zickzack. Deswegen habe ich mich noch nie an Jersey herangetraut, bwz hatten Versuche an alten Shirts keinen guten Erfolg. Das Ergebnis wurde immer wellig, sah nicht schön aus.

Wenn es nun um eine Neuanaschaffung geht, muss es für Jersey unbedingt eine Overlock sein oder funktioniert der Overlockstich mit entsprechendem Füßchen, die bei modernen Standard-Maschinen meist schon zur Grundausstattung gehören, auch aus? Dann hätte man nicht zwei Maschinen herumstehen.

Oder liegt es an mir und es müsste eigentlich auch mit dem Dreifach-Stich funktionieren?

Viele Grüße
Schelmin


Zusätzlich zu meiner Nähmaschine die auch Overlockstiche machen kann ,habe ich eine Overlock Singer und mit 4 Fäden , bei Aldi gekauft. War nur 190 €
Die Overlock näht und schneidet die Kanten und das sehr schnell, schneller als man mit normaler Nähmaschine arbeiten kann . Die Nähte sehen sehr sauber aus, so wie bei gekauften Shirts. Trotzdem meine ich, man braucht nicht unbedingt so eine Maschine. Die Overlock, also meine, kann nicht die Säume wie man es von T-Shirts kennt, dazu brauche ich wieder die Nähmaschine.

Bearbeitet von Schnalle am 10.10.2016 10:24:06


Meine Nähmaschine ist auch schon mehr als 15 Jahre, hat kein spezielles Füsschen für Overlockstiche. Hast du Super Stretchnadeln ? Das wäre wichtig.


Ich habe eine alte Privileg, schätzungsweise aus den späten 80ern. Eigentlich funktioniert sie auch noch reibungslos, nur das Nähen mit Jersey ist ein Mysterium für mich und ich frage mich, ob es an mir liegt und ich einfach mehr Übung brauche, oder ob ich es mit dieser Maschine niemals schaffen werde.

Ich habe ganz normale Jersey-Nadeln. Ist Super-Stretch nochmal was anderes?

Ehrlich gesagt macht mir diese Funktion der Overlock, dass gleichzeitig genäht und geschnitten wird, eher Angst. Ich bin jemand, der hinterher gerne noch nachjustiert und vorher lieber etwas mehr Nahtzugabe lässt. Auftrennen ist immer nervig, aber dann wenigstens noch möglich.

Schnelligkeit ist eher zweitrangig, wichtiger ist es, dass die Nähe nicht wellig aussehen und die Naht an den entscheidenden Stellen dehnbar bzw. stabil bleibt, damit sie nicht reißt.


Stretchnadeln sind noch etwas anderes, glaube ich zumindest. Normale Maschinennadeln machen beim nähen den Stoff kaputt, es gibt Löcher mit der Zeit.
Naja, man kann ja zuerst das Teil etwas weiter lassen und später nochmal neu nähen wenn es zu weit ist. Aber stimmt, was weg ist ist weg. Diese Stiche lassen sich auch nur schwer wieder trennen.
Generell mag ich nicht gerne T-Shirt Stoffe, meistens nähe ich Kleider, dann ganz gerne mit Stretchanteil. Im Frühjahr hatte ich einen seehr elastischen Stoff, den hätte ich ohne Overlock nicht verarbeiten können. Der Stoff dehnt sich in alle Richtungen.
Früher mit meiner ganz alten Maschine von Neckermann , nur Geradstich und Zickzack , da nähte ich T-Shirts nur in Kombination mit Webstoffen. Das ging nicht anders.
Hast du schon versucht Stecknadeln quer zu stecken ? Oder die Nähte vor dem nähen mit Vlies bebügeln das sie nicht ausleiern . Ob das hilft kann ich nicht sagen.


Bisher habe ich nur versucht, Seidenpapier mitzunähen, das hat mäßig geholfen, war aber immer noch nicht perfekt.

Ich habe auch schon gehört, dass es ein auswaschbares Spray geben soll, das kurzfristig den Stoff steif macht, aber im Stoffladen hatten die noch nie was davon gehört. Da gab es nur dieses Loch-Pulver, das aber im Stoff drin bleibt,
bzw Textilkleber.

Ich nähe meistens mit Baumwoll- oder Jeansstoffen, die einen kleinen Anteil Elasthan haben. Der liegt ja meist nur bei 5%. Das geht auch mit der normalen Maschine noch gut.
Aber richtig Jersey wäre schon auch mal nett.

Nach den Stretchnadeln habe ich mal gegoogelt. Manche im Netz sagen, das sei dasselbe, wie Jerseynadeln, andere sagen, das sein ein großer Unterschied. Muss ich mal ausprobieren, so teuer sind die ja nicht. Hinterher weiß ich, was stimmt. :)


Also, ich kenne und benutze sog. Jerseynadeln für alles Gewirkte. Also p.raktisch für alles was nicht gewebt ist.
Grund: Die Spitze ist stumpf, so dass die Nadel automatisch zwischen Fäden durchsticht, und nicht wahllos in und neben die Fäden. Denn durch das in-den-Faden-stechen mit normalen, spitzen Nadeln entstehen die Löcher, weil sich wegen der verletzten/durchtrennten Fäden winzige Laufmaschen bilden.

Bearbeitet von dahlie am 10.10.2016 17:24:10


Ich nähe auch viel mit Jersey, vor allem für meine Enkelkinder.

Ich habe eine Overlockmaschine und möchte nicht mehr darauf verzichten.

Man kann viele Nähte, gerade bei Shirts oder Leggings nur mit der Overlockmaschine nähen, das gibt saubere und professionell ausschauende Nähte. Es wird genäht und ein sauberer Rand abgeschnitten, schaut gut aus und geht flott.

Allerdings braucht man auch unbedingt eine Nähmaschine, eine Overlockmaschine ist ein nettes Zubringsel zur Nähmaschine.

Es geht aber natürlich auch ohne Overlockmaschine. Ich denke, es kommt darauf an, wieviel du mt Jersey nähen willst und vor allem, was du so alles nähen willst.

Ich nähe auch einiges an anderen, festeren Stoffen, mit der Overlock. Man spart sich dann halt einiges an Arbeitsschritten im Vergleich zum Nähen mit der Nähmaschine.

Dort musst du bei einer Naht erst die Naht nähen, dann die zwei Kanten mit Zickzack endeln, mit der Overlock machst du das in einem Arbeitsgang. Es geht damit wirklich um einiges schneller.

Wie gesagt, es lohnt sich, wenn man ein wenig öfters näht, für ein Stück alle drei Monate würde ich sagen, rentiert
sich eine Overlockmaschine nicht wirklich.

Der Overlockstich ist natürlich auch eine Lösung, allerdings fehlt da dann der sauber abgeschnittene Rand, und ich finde, ein gut eingestellter Zickzackstich täte es statt des Overlockstiches auch. Mache ich jedenfalls immer, wenn ich die Overlockmaschine gerade mal nicht anwerfen möchte für eine kurze Naht.


Hm, das hört sich so an, als wäre ich mit einem Overlockstich besser bedient. Wenn der genauso gut funktioniert und nur aufwändiger ist, wäre mir damit fürs Erste vermutlich am besten geholfen. Aufrüsten kann man ja immer noch.

Zickzackstiche sind bei mir auch immer wellig geworden, wenn ich in die dehnbare Richtung genäht habe. Wenn das bei dir funktioniert, liegt die Vermutung nahe, dass mir das auch mit dem Overlockstich passieren würde und es ggf eher an den Einstellungen liegt.

Bearbeitet von Schelmin am 11.10.2016 09:22:26


ist wohl schon etwas her aber vielleicht lesen es doch noch Einige.
Also ich besitze seit längerer Zeit eine Ovi.
Aber das Problem bei den Saumabschlüssen bleibt.Sie näht nur die Kanten und versäubert diese.Ist aber bei Jersey garnicht notwendig.
Behelfsmäßig versuchte ich es mit einer Doppelnadel und normale Nähmaschine.
Die Nähte bei dehnbare Stoffe knacken spätestens wenn man sie über die Schulter zieht.

Ich benutze ich die Overlock relativ selten ,bei ganz dünnen Stoffen mit Bauschgarn.

Heute würde ich mir anstatt eine Ovi lieber gleich eine Coverlock zulegen.
Nur sie näht diese haltbaren Säume für T-shirtstoffe und andere dehnbare Stoffe perfekt.
Sie werden schon relativ günstig angeboten ,um die 400 euro ,klar gibts da auch Modelle die weit über 1000 euro liegen.Aber da müßte man sich schon seine komplette Kleidung selbst nähen.Sonst lohnt sich die Anschaffung nicht.
lieber für eine hochwertigere Nutzstichmaschine das Geld investieren und eine günstigen Coverlock dazu,so ist man für viele Jahre ausgerüstet.


Ich habe mir neulich einen "Walking Foot" / Gehfuß / Obertransportfuß zugelegt. In Sachen Kleidungsstücken habe ich mich immer noch nicht an Jersey herangetraut, habe aber an alten T-Shirts ein bisschen herumprobiert und probegenäht. Das scheint ganz gut zu klappen, ist auf jeden Fall etwas weniger wellig.


hallo Schelmin :wub:
ich habe eine Ovi, ich gebe sie auch nicht mehr her!
jedoch meine Nähmaschine- welche ich 82 gekauft habe hatte schon 24 Näh und Stick Programme.
sie ist die erste von den Freiarmmaschinen :P
und sie ist einfach die beste! :wub:

aber gut, wenn deine Maschine Zwillingsnadeln benutzen kann, dann mach eine rein.
stelle sie auf einen zickzackstich --- der etwa 3 Stiche hoch und 3 Stiche in die andere Richtung geht.
das ist ein Elastikstich.
und wenn der stoff sich rollt..... nicht schieben und nicht ziehen, besser den Andruck etwas lockern.
so das, daß Füßchen nicht so hart auf den Stoff drückt dann wellt er auch nicht :wub:



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