Jugendgewalt


Das wird ja immer krasser,das was in Hamburg basiert ist,setzt den ganzen die Krone auf.:unsure:
Da werden mehrere Polizisten bei Auseinandersetzungen mit Jugendlichen Krakenhausreif geprügelt,
und das scheinbar grundlos.
Und als der Landespolizeivorsitzende die Angreifer Abschaum nennt,werden ihm menschenverachtende Äußerungen vorgeworfen. :labern:

Hier Mehr als in der Zeitung steht :pfeifen:


Da hat der liebe Mann nicht ganz Unrecht. Einfach wahllos andere Menschen , sei es Polizsiten oder Passanten anzu greifen ist nicht normal und für mich gehören die auch in die Kategorie Abschaum. Boah ich versteh die Menschen nicht mehr. Nicht nur das allgemeine Werte nicht mehr zählen, vermöbeln die Jugendliche von heute wahllos menschen. Wo soll das denn nur hinführen??? Ich bin selbst erst 24 aber ich kann die nicht verstehen. :wallbash: Ich bin froh dass ich in so einem Millieu nicht aufwachsen musste. Die Jugend von heute hat den Respekt vor anderen verloren. Stattdessen wollen sie selbst Respekt bekommen, und das am besten mit Schlägerein. Je doller desto besser.

Dem Landespolizeivorsitzende jetzt sowas vorzu werfen ist typisch Deutsch. Schnell die anderen " bestrafen " bevor es die Täter trifft. Die könnten ja Ausländer sein und dann steht man als Rassistisch da.

Boah irgentwie hab ich voll den Hals. Ich könnt :kotz: .


:labern: :labern: :labern: :labern: :labern: :labern:


Da ich die Quelle nicht näher kenne und auf die Schnelle auch nichts dazu sagen kann:

Wenn es so passiert sein sollte wie beschrieben, sind wir d'accord. Ein Gewaltexzess wie dort beschrieben sollte mMn auf jeden Fall Haftstrafen, wenn es gesetzlich möglich ist Ausweisungen nach sich ziehen.

Aber: @Wurst: Da steht nichts von Vorwürfen wg. menschenverachtender Äußerungen. Abgesehen davon ist "Abschaum" in der Tat ein menschenverachtender Begriff. Auch wenn er vielen von uns schnell auf der Zunge liegt und ich es unter den geschilderten Umständen vollauf verstehen könnte, wenn dieses Wort so gefallen ist.

Grundsätzlich hab ich aber mit dem Artikel meine Probleme. Berufskrankheit, sorry!
Wenn der Artikel so recherchiert wurde wie er geschrieben ist, hab ich starke Zweifel an der ganzen Geschichte. Auch wenn es zT nur stilistische Einzelheiten sind, hab ich insgesamt eher das Gefühl, ein Pamphlet zu lesen als eine Nachricht. Und dann stelle ich mir automatisch die Frage, wem das nützen könnte.

@Wurst: Kennst Du die Quelle genauer und kannst was dazu sagen?


Zitat (la-dolcezza @ 28.06.2010 00:23:14)
Die Jugend von heute hat den Respekt vor anderen verloren.

Zum Glück nicht... "Die Jugend von heute" über einen Kamm zu scheren wäre zu einfach. Ich kenne durch meinen Sohn einige Jugendliche, und von denen ist kein einziger so.

Zitat (Koenich @ 28.06.2010 01:00:44)


Aber: @Wurst: Da steht nichts von Vorwürfen wg. menschenverachtender Äußerungen. Abgesehen davon ist "Abschaum" in der Tat ein menschenverachtender Begriff. Auch wenn er vielen von uns schnell auf der Zunge liegt und ich es unter den geschilderten Umständen vollauf verstehen könnte, wenn dieses Wort so gefallen ist.


@Wurst: Kennst Du die Quelle genauer und kannst was dazu sagen?

Ich lese immer mehrere Berichte. ;)
Dieser Bericht beinhaltet die meisten Infos,aber bitte such dir einen anderen aus mehr Infos aber schönlesen kann man sowas nicht :unsure:

Wenn die "mehreren" Berichte aber fast nur Abdrucke der dpa sind, reicht es an sich einen zu lesen. Die von dir/Google verlinkten Artikel stammen 2 mal von Sascha Balasko und die restlichen sind eben dpa.

Zum Thema Jugendgewalt:
Was mich an der Geschichte mal wieder stört, ist das sofort nach härteren Strafen für Angriffe auf Polizisten geschrien wird. Dabei reichen die Gesetze zum Thema Körperverletzung meiner Meinung nach aus, wenn sie konsequent angewendet werden. Polizisten sind nur Menschen und sollten nicht besser als andere behandelt werden. Denn wenn auf einer Demo einige Polizisten Demonstranten krankenhausreif prügeln, schreit ja auch keiner nach härterer Bestrafung der Polizisten, im Gegenteil, die kommen aufgrund von falscher Kameradschaft und "Ermittlungen" aus den eigenen Reihen meist vollkommen ungeschoren davon.
Darunter leidet natürlich der Respekt vor der Polizei.


Ich will mir nicht ausmahlen, was für nen Geschrei es gegeben hätte, wenn die Polizisten sich verteidigt hätten und das nicht nur mit Worten und ihren Fäusten.
Dabei waren diese doch in Lebensgefahr?!?

Ich hab mal einen Vorfall selbst erlebt, der mich heute noch schockiert. An einer Bushaltestelle hatten fünf Mädchen ein einziges abgefangen und wollten es grade zusammenschlagen. Die Kids waren zwischen 14 und 16 Jahren.
Alles stand drum rum, jede Menge Personen die es sich ansahen. Da das Mädchen mir leid tat (mir gings doch auch so als ich noch ein Kind war), bin ich dazwischen auch mit ein wenig Mut gefasst auf grund meiner Körperfülle stärker sein zu können wie die fünf.
Die wollten nicht mal annähernd aufhören. Dann griff ich zum Handy und rief die Polizei. Die wurden daraufhin erst recht richtig wild und schlugen auf die kleine weiter ein.
Ich mich dann dazwischen geworfen und selbst ne Menge abbekommen. Aber das wars mir wert. Ich hab auch irgendwann der "Anführerin" gesagt, entweder lässt sie das Mädel jetzt in Ruhe, oder aber ich sammel noch mal all meine Kraft zusammen und werfe sie vor das nächste Auto, egal mit welcher Konsequenz. Ich meinte das ich nicht alle fünf schaffen würde, aber sie die erste sei die alles abbekommen wird, alles!
Nun denn, sie lies nach und daraufhin auch der Rest.
Die Polizei traf ein, das Mädchen wurde von der Schule geworfen und einige können jetzt ein bisschen weniger Angst dort haben.
Ich weiß nicht.........es sind doch die Eltern allein und einzig, die das zulassen das es soweit kommt. Falscher Umgang mit anderen? Muss rechtzeitig verboten werden (meiner Meinung nach).
Ich werde meiner Tochter das selbe beibringen was mir meine Mutter beibrachte, schlagen ist vollkommen ok, wenn Worte nicht mehr weiterführen und man sich aber körperlich bedroht fühlt und verteidigen muss. Aber führe nie den ersten Schlag, verteidige dich nur.

Ich finde aber auch das ein sehr starkes Selbstbewusstsein kaum noch zu finden ist und wer sowas in Gruppen ausführt in der Regel starke psyschische Probleme hat (damit meine ich die Schläger aus dem Bericht).
Auch ein starkes Selbstbewusstsein kann man früh fördern und somit allerlei Probleme evtl. vorab schon vermeiden.
Ich weiß wovon ich spreche, ich wurde 13 Jahre lang von vieren auf der Schule verprügelt, fast täglich, und traute mich nur nie mich zu wehren.
Mit stärkeren Selbstbewusstsein hätte ich es erst gar nicht dazu kommen lassen.

Die Schläger gehören hinter Gitter und auch in Gruppen verprügelt. Ganz ehrlich....so lernen dies vielleicht. Anders eher nicht, denke ich.


Boah! Brinarina, ganz schön mutig!

Das nennt man Zivilcourage. Und die ist recht selten geworden.
Oder warum sind Dir nicht andere Erwachsene zu Hilfe gekommen?

La dolcezza hat insofern recht, dass einige Jugendliche weder Respekt noch Grenzen kennen.
Woher denn auch?
Wo kommt die Menschenverachtung her?

Wie kann einem jungen Menschen jegliches Mitgefühl für andere abhanden kommen?

Es gab einmal eine Zeit, da waren Fairness und Ehre echte Werte und erstrebenswert.

Was geht ab in Schulen und auf der Strasse? Liegt es an der Feigheit des Normalbürgers, der sich besser nicht einmischt, wenn er Situationen wie Brinarina antrifft?


Auge um Auge und Zahn um Zahn - so steht es ja auch schon in der Bibel. Aber ist das ein Grund, das heute noch so zu praktizieren?

Dafür gibt es in unserem Land Gesetze. Wie diese von den einzelnen Richtern dann ausgelegt werden, ist eine andere Sache.
Wenn man irgendwo mit einer Verbesserung anfangen will, dann m.E. bei Gesetzesänderungen.

Gewalt mit Gewalt zu vergelten ist absolut keine Lösung.


@ Valentine

ich will gar nicht alle Jugendliche über einen Kamm scheren. Ich kenne auch viele Jugendliche die nicht so sind, aber denen wurden auch Werte, Höflichkeitsformen ect beigebracht.
Aber leider ist ein Großteil mittlerweile so. Ich lauf bei uns durch die Stadt und überall trifft man auf pöpelnde und unmögliche Jugendliche. Und einen sozialen Brennpunkt haben wir nicht. Jedenfalls nicht dass ich wüsste. Also kann man das , hier in Darmstadt, nicht darauf schieben.


Woher sollen die Jugendlichen es denn gelernt haben, la-dolcezza?
Das muss ihnen doch vorgelebt werden.

Die Erwachsenen leben es ihnen vor, ist doch so. Auch unter diesen gibt es viele Menschen, denen jeglicher Respekt vor anderen Menschen fehlt.
Auch Erwachsene pöbeln herum oder laufen mit erhobenem Zeigefinger durch die Gegend.
Verallgemeinern sollte man das nicht.


ICh hab doch gesagt dass ich das nicht verallgemeinere. Aber etwas an Höflichkeit muss doch auch ohne Vorleben drin sein. Ich habs auch nicht vorgelebt bekommen aber trotzdem weiß ich, dass man Bitte und Danke und sowas sagt. Und ich habe ein Unrechtsempfinden oder wie sich so etwas nennt. Sowas sollte jeder eigentlich haben. Dass man zB keine Fremden schlägt.Aber naja egal.


Kein Kind kommt böse auf die Welt,ein Kind entwickelt sich, lernt in seinem sozialen Umfeld
was Gut und Böse ist durch Eltern,Kita und später Schule.....wenn das alles in richtigen Bahnen
verläuft sollte so etwas eigentlich nicht geschehen.

Alle Jugendliche über einen Kamm zu scheren fände ich nicht richtig,ich kenne
viele Jugendliche die Strebsam sind ein Ziel vor den Augen haben und an der Umsetzung ihrer Pläne

arbeiten.

So lange man ihnen diese Möglichkeiten gibt aus ihrem Leben etwas zu machen,durch bessere
Bildung einen Beruf zu erlangen der Spass macht und natürlich auch Geld einbringt
dann sollte sich das Gewaltpotenzial wohl auch in Grenzen halten.


Ausnahmen wird es immer geben!

Bearbeitet von knollekater am 28.06.2010 13:20:01


Ja Knollekater, solange ein Mensch die Möglichkeit hat etwas aus seinem Leben zu machen, durch bessere Bildung einen Beruf zu erlernen..........
Was aber, wenn tausende von Jugendliche sich genau um diese Chance betrogen fühlen? Dann hat man nichts zu verlieren.
Ich denke viele gewalttätige Jugendliche, die, aus welchen Gründen auch immer, als Kind nicht gefördert werden, die kein geregeltes Leben kennen, holen sich all die Aufmerksamkeit durch rohe Gewalt und ohne Mitgefühl für ihre Opfer.


Zitat (Brinarina @ 28.06.2010 08:25:04)

Ich weiß wovon ich spreche, ich wurde 13 Jahre lang von vieren auf der Schule verprügelt, fast täglich, und traute mich nur nie mich zu wehren.
Mit stärkeren Selbstbewusstsein hätte ich es erst gar nicht dazu kommen lassen.

Die Schläger gehören hinter Gitter und auch in Gruppen verprügelt. Ganz ehrlich....so lernen dies vielleicht. Anders eher nicht, denke ich.

Zunächst Brinarina findes ich es sehr mutig von Dir,dass Du Dich da eingemischt hast und dem Mädchen geholfen hast.

Nun zu dem was Du über Dich selbst geschrieben hast, Du wurdest also 13 Jahre lang in der Schule
verprügelt und konntest Dich nicht wehren ,da ist hart . Haben Deine Eltern nichts gemerkt oder
die Lehrer in er Schule ? Und immer von den selben Kindern bzw.Jugendlichen ?
Wie bist Du in diese Opferrolle geraten ? Da fehlen mir die Worte .


zit.:
Die Schläger gehören hinter Gitter und auch in Gruppen verprügelt. Ganz ehrlich....so lernen dies vielleicht. Anders eher nicht, denke ich. zit .Ende

Was bedeutet dass ,Du willst das jemand der wegen Schlägereien aufgefallen ist ,soll ins Gefängnis und dort auch verprügelt werden ?
Von anderen Insassen oder von wem ?

Zitat (Valentine @ 28.06.2010 06:27:14)
Zum Glück nicht... "Die Jugend von heute" über einen Kamm zu scheren wäre zu einfach. Ich kenne durch meinen Sohn einige Jugendliche, und von denen ist kein einziger so.

@ Valentine

dito. - diese Erfahrung habe ich auch gemacht - Zum Glück ist die überwiegende Zahl OK und ich glaube an die Jugend - Ausnahmen gibt und gab es immer schon auch in meiner Jugendzeit vor 40 Jahren.

Tut mir leid...Deutschland lässt zu viel durchgehen,
mehr schreibe ich nicht dazu...eins noch wäre ich heute 20 würde ich mir 3 mal überlegen ob ich Kinder in die Welt setze...es wird nich besser werden...im Gegenteil.


Ooch fenjala, einfach so still und leise aussterben, ist doch auch keine Lösung. B)


Zitat (la-dolcezza @ 28.06.2010 12:39:01)
@ Valentine

ich will gar nicht alle Jugendliche über einen Kamm scheren. Ich kenne auch viele Jugendliche die nicht so sind, aber denen wurden auch Werte, Höflichkeitsformen ect beigebracht.

Na ja, wenn du schreibst "Die Jugend von heute hat den Respekt vor anderen verloren." ist das schon etwas verallgemeinernd- alle Jugendlichen gehören zu der "Jugend von heute", sowohl die Schläger als auch die vielen, die nicht so sind, denen "Werte, Höflichkeitsformen ect. [sic!]" beigebracht wurden.

(nebenbei- warum schreiben so viele "ect"? Das heißt doch "et cetera" und wird "etc." abgekürzt, dachte ich...)

Ganz korrekt, was Du schreibst, Valentine.
Siehe hier: http://faql.de/abkuerzung.html

Aber es schreiben halt viele alles, wie sie wollen oder denken. Ja, es gibt reichlich Baustellen überall! rofl


hallo leute, was mir dazu einfällt:
ich finde, die diskussion (im allgemeinen, nicht hier) sollte sich weniger mit der frage beschäftigen wie es dazu gekommen ist (böse, schlägernde jugend), sondern viel mehr, wie man das wieder ändern könnte.
wer vermittelt bitte in unserer heutigen gesellschaft noch werte? klar, in erster linie das elternhaus, die Verwandtschaft und (je nach alter früher oder später direkt nach familie) die peer-groups. aber wer soll das kontrollieren? wie soll man sämtliche eltern dieses landes einzeln dazu bringen, ihrem nachwus anstand und manieren beizubringen? eben, geht natürlich nicht. also müsste man auf allgemeinere erziehungs-maßnahmen greifen - da fällt mir nur die schule, speziell der reliunterricht, ein. da werden wenigstens noch werte vermitteln, mal ganz abgesehen von der katholischen lehre!! DA werden noch echt ethische grundsätze vermittelt, da wird über verhalten und soziales benehmen geredet usw. aber wen interessierts? keine alte ***. blöd is das :-(


Simi, ich gebe dir Recht, dass die Schule stärker in die Pflicht genommen werden sollte. Außerdem sollte es so vielen Kindern und Jugendlichen wie möglich ermöglicht werden, in Sport- und Kulturvereine zu gehen (sprich: Für Präkarisierte und H4-Empfänger sollten die Beiträge gesenkt oder gar abgeschafft werden). Das trägt auch maßgeblich zum Erlenen von Werten und Gemeinschaftssinn bei.

Allerdings finde ich nicht, dass Werte speziell im Religionsunterricht vermittelt werden müssten. Erstens finde ich, dass Religion strikte Privatsache ist, zweitens leben wir nicht mehr in einem rein christlich geprägten Land und muslimische Schülerinnen und Schüler würden von diesem Angebot gar nicht erreicht werden und drittens stehe ich den Kirchen so skeptisch gegenüber, dass ich sogar Angst vor einer Gesellschaft hätte, in der die maßgebliche Sozialisation der Jugend durch die Kirche geleistet wird, bzw. durch den krichlichreligiös geprägten Reliunterricht. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung :)


Zitat (Cambria @ 28.06.2010 19:28:28)
Erstens finde ich, dass Religion strikte Privatsache ist,

wohl wahr.

Zitat
zweitens leben wir nicht mehr in einem rein christlich geprägten Land und muslimische Schülerinnen und Schüler würden von diesem Angebot gar nicht erreicht werden


Warum nicht? Es werden doch auch jetzt schon nicht alle Schüler zusammen unterrichtet- Religionsunterricht findet "nach Religionen sortiert" statt. Will heißen dass meist zwei Parallelklassen gleichzeitig Reli haben- die katholische Hälfte von der einen Klasse geht ins Klassenzimmer von der anderen, und die Evangelen von der anderen Klasse geht zu denen der einen Klasse. Genauso funktioniert's auch an Schulen mit jüdischen oder muslimischen Schülern, zumindest hier in München.

Abgesehen davon gibt's hier in Bayern auch die Möglichkeit, dass Kinder/Jugendliche nicht am Religionsunterricht teilnehmen- die haben dann in den Relistunden "frei" bzw. müssen in anderen Klassen sitzen zwecks Aufsichtspflicht, und dann haben sie am Nachmittag ersatzweise Ethikunterricht. Da werden auch Werte vermittelt.

Thema Religion schliesse ich mich voll und ganz Cambria an. Sie hat alles dazu gesagt.

Die Schule kann vielleicht helfen, gewisse Werte zu vermitteln.
Aber das Prägende scheint doch das zu sein, was ungefiltert und ohne Ende auf viele Kinder einprasselt.
Kinder und besonders Jugendliche werden zu Zielgruppen von ganzen Industriezweigen.
Schon von klein auf werden sie auf Konsum gezüchtet ohne Grenzen.

Simi, es ist schwierig eine Entwicklung zu ändern. Noch schwieriger ist dieses Ansinnen, ohne über die Gründe, die dazu führen nachzudenken.
Aber Du hast schon recht.


Zitat
Warum nicht? Es werden doch auch jetzt schon nicht alle Schüler zusammen unterrichtet- Religionsunterricht findet "nach Religionen sortiert" statt. Will heißen dass meist zwei Parallelklassen gleichzeitig Reli haben- die katholische Hälfte von der einen Klasse geht ins Klassenzimmer von der anderen, und die Evangelen von der anderen Klasse geht zu denen der einen Klasse. Genauso funktioniert's auch an Schulen mit jüdischen oder muslimischen Schülern, zumindest hier in München.


So liefs dort, wo ich zur Schule gegangen bin auch.
Aber wenn doch alle das selbe Werte- und Normengerüst vermittelt bekommen sollen, wär es dann nicht sinnvoller, das in den Stunden zu tun, in denen alle gemeinsam unterrichtet werden?
Meinetwegen sollen die Religionsunterrichtsstunden weiterhin getrennt stattfinden und sich dort mit theologischen Fragen auseinandersetzen, Normen und Werte, abseits der Religion, sollten in coedukativen Stunden gelehrt werden - damit alle von einem ähnlichen Standpunkt aus starten.

@Pinguin
Ich war schon immer dick, viell. etwas klüger und aber auch ein wenig mehr Außenseiter als alle anderen. Ja, ich wurde so gut wie täglich 13 Jahre lang verprügelt, wobei ich Ohrfeigen und Tritte und Spucke auf den Ranzen etc. mit rechne....bzw. man könnte viell. eher Mobbing sagen.
Ich kam in die Opferrolle, weil ich mich nicht wehrte, daheim auch geschlagen wurde (nie blau) und mir eh nie einer glaubte. Für alle anderen war ich immer diejenige, die anfing.

Ganz ehrlich, ich vertrete wirklich die Meinung wer soooo feige ist und in Gruppen Gewalt ausübt oder generell, wer nachweislich wirklich ernsthaft eine schlimme Straftat begangen hat, da würde ich ein Rechtssystem das Gleiches mit Gleichem bestraft wirklich vorziehen. Die Last daran ist das man wirklich immer nur Täter, nie Opfer dabei erwischt.
Das ist natürlich schwierig.

Bei so einer Gang oder Massenschlägerei........warum nicht einen einzelnen nacheinander rauspicken und von den geschlagenen Polizisten noch einmal eins drauf geben lassen (ohne das es lebensbedrohlich wird)...ich weiß nicht wie ich es besser erklären könnte, ich finde halt nur das die anscheinend nicht wussten was sie wirklich taten und ich glaube kaum das es hinter Gittern sitzend oder redend ändern würde.

Warum es erst soweit kommt, da teile ich auch die Meinung von Cambria und anderen, das leider einfach ein ganzes Stück an Werten, Erziehung, gutes Benehmen etc. fehlt.
Ich verallgemeinere auch nicht, aber der Trend geht leider wirklich immer mehr in die roten Zahlen.


Zitat (Cambria @ 28.06.2010 20:24:41)
Normen und Werte, abseits der Religion, sollten in coedukativen Stunden gelehrt werden - damit alle von einem ähnlichen Standpunkt aus starten.

Ich denke, dass "Normen und Werte" bei den verschiedenen Religionen sehr nahe beieinander sind. Die christlichen Religionen haben die zehn Gebote, in denen Werte drinstehen (Respekt vor Gott, den Eltern, anderen Menschen, dem Leben, anderer Menschen Eigentum...) und exakt die gleichen Werte haben auch der Islam und das Judentum.

Warscheinlich haben die Polizisten doch etwas überreagiert,als sie den Verdächtigen kontrollierten,aber er hat sich geweigert seinen Ausweis zu zeigen,und vieleicht auch Widerstand geleistet.Video
Aber die Provokation der anderen ist offensichtlich :unsure:
Ist aber immer noch kein Grund für die Ausschreitungen.


Ja Valentine, jegliches, funktionierendes Zusammenleben kommt ohne die meisten der 10 Gebote nicht aus.
Trotzdem, denke ich nicht, dass der Religionunterricht das einzige Instrument sein kann.

Eher, wie ein User geschrieben hat. Ethik, Moral, Respekt usw. gehören in jede Schulstunde.
Nützt aber alles nichts, wenn`s zu Hause nicht gilt und nicht gepflegt wird.


Zitat (Brinarina @ 28.06.2010 20:29:26)
@Pinguin
Ich war schon immer dick, viell. etwas klüger und aber auch ein wenig mehr Außenseiter als alle anderen. Ja, ich wurde so gut wie täglich 13 Jahre lang verprügelt, wobei ich Ohrfeigen und Tritte und Spucke auf den Ranzen etc. mit rechne....bzw. man könnte viell. eher Mobbing sagen.
Ich kam in die Opferrolle, weil ich mich nicht wehrte, daheim auch geschlagen wurde (nie blau) und mir eh nie einer glaubte. Für alle anderen war ich immer diejenige, die anfing.

Ganz ehrlich, ich vertrete wirklich die Meinung wer soooo feige ist und in Gruppen Gewalt ausübt oder generell, wer nachweislich wirklich ernsthaft eine schlimme Straftat begangen hat, da würde ich ein Rechtssystem das Gleiches mit Gleichem bestraft wirklich vorziehen. Die Last daran ist das man wirklich immer nur Täter, nie Opfer dabei erwischt.
Das ist natürlich schwierig.

Bei so einer Gang oder Massenschlägerei........warum nicht einen einzelnen nacheinander rauspicken und von den geschlagenen Polizisten noch einmal eins drauf geben lassen (ohne das es lebensbedrohlich wird)...ich weiß nicht wie ich es besser erklären könnte, ich finde halt nur das die anscheinend nicht wussten was sie wirklich taten und ich glaube kaum das es hinter Gittern sitzend oder redend ändern würde.

Warum es erst soweit kommt, da teile ich auch die Meinung von Cambria und anderen, das leider einfach ein ganzes Stück an Werten, Erziehung, gutes Benehmen etc. fehlt.
Ich verallgemeinere auch nicht, aber der Trend geht leider wirklich immer mehr in die roten Zahlen.

"Ich kam in die Opferrolle, weil ich mich nicht wehrte, daheim auch geschlagen wurde (nie blau) und mir eh nie einer glaubte. Für alle anderen war ich immer diejenige, die anfing"



Es tut mir entsetzlich Leid was die wiederfahren ist 13 Jahre lang Schläge zu bekommen da fehlen mir
echt die Worte.
Kein Kind auf unserer großen weiten Welt hat es verdient geschlagen zu werden.

Unabhängig von dieser Diskussion wollt ich das loswerden.

klar habt ihr alle recht, dass der katholische religionsunterricht nicht die haupt-vermittlung von werten etc. darstellen darf. aber - wie gesagt - mal abgesehen von den rein katholischen inhalten werden eben auch werte vermittelt, die einfach mal auch außerhalb der kirche oder einer bestimmten glaubensgemeinschaft geltung finden. ich nehme mal an, bei wirklich grundlegenden werten liegen ethik- islam- und reliunterricht nicht so unglaublich weit auseinander..
schade einfach, dass es keine möglichkeit gibt (noch nicht?), wie / wo / wann man werte einer breiten öffentlichkeit vermitteln kann. wobei dann sicher der streit entstehen würde, WAS überhaupt die wirklich elementaren "werte" sind. mal abgesehen davon, dass man wildfremde leute nicht einfach so zusammenschlägt - hab schon lange keinen mann mehr getroffen, der mir ne autotür aufgehalten hätte oder mit roten rosen vor meiner tür gestanden wäre. das sind die wirklich wichtigen verhaltensnormen, meine damen und herren. ;-)
aber ich versteh, wenn man bei dauernder beschallung mit diversen gewaltexzessen jugendlicher in den medien den eindruck bekommt, dass die breite masse der jugend "so" ist. schade, aber verständlich.


@ Simmi

Rosen hab ich auch nicht bekommen aber Tür aufhalten und so schon.Vor allem in der Stadt gehört sowas dazu dass man anderen die Tür aufhält. Was mich richtig überrascht hat war eine Situation im Supermarkt. Ein Kunde vor mir hatte zu wenig Geld mit. Ihm haben 18 cent gefehlt und er musste eigentlich was zurück geben. Ich gab ihm dann das fehlende Geld und er schaute mich an als würde ich vom Mond kommen.


Zitat (knollekater @ 28.06.2010 20:55:26)




Es tut mir entsetzlich Leid was die wiederfahren ist 13 Jahre lang Schläge zu bekommen da fehlen mir
echt die Worte.
Kein Kind auf unserer großen weiten Welt hat es verdient geschlagen zu werden.

Unabhängig von dieser Diskussion wollt ich das loswerden.

Ich find das auch schlimm :trösten: und ich gebe dir Recht...auch ich finde das Gleiches mit Gleichem bestraft werden sollte...wenn die Staftat nachzuweisen ist.

Zum Glück hatte ich mit meinen Jungs nie größere Probleme hätte aber einer von ihnen ohne Grund einem anderen Menschen die Zähne ausgeschlagen (ist nur ein Beispiel) würde ich ganz sicher nicht aufmucken wenn man ihm das selbe angetan hätte....so weiß man wie sich der andere fühlt :angry:

Gleiches mit gleichem vergelten, also so richtig alttestamentarisch... Auge um Auge, Zahn um Zahn... und wer soll die Bestrafung durchführen?


Zitat (Valentine @ 29.06.2010 06:57:54)
Gleiches mit gleichem vergelten, also so richtig alttestamentarisch... Auge um Auge, Zahn um Zahn... und wer soll die Bestrafung durchführen?

Hab ich mich auch schon gefragt.

Wie sieht das dann bei Mord oder Totschlag aus? :verwirrt:

Todesstrafe ist nun mal bei uns abgeschafft. ;)

Zitat (tante ju @ 29.06.2010 08:05:54)
Hab ich mich auch schon gefragt.

Wie sieht das dann bei Mord oder Totschlag aus? :verwirrt:

Todesstrafe ist nun mal bei uns abgeschafft. ;)

Das ist ja genau die Schwierigkeit bei jeder Strafe.

Jugendgewalt ist ein allgemeiner Begriff ,aber es sind immer einzeln Personen und nicht die Gruppe der Jugendlichen .

Zitat (Pinguin21 @ 29.06.2010 08:32:30)


Jugendgewalt ist ein allgemeiner Begriff ,aber es sind immer einzeln Personen und nicht die Gruppe der Jugendlichen .

Das ist jetzt wohl falsch rübergekommen. :o
Es sind sicher immer nur einzelne Jugendliche, die gewaltbereit sind und bis jetzt (auf Holz klopf) habe ich so etwas auch noch nicht erlebt. Im Gegenteil, ich bin oft erstaunt wie mir häufig beim Einkaufen mal die Tür aufgehalten wird oder mir beim Einladen der Getränkekisten geholfen wird. :)

Ich bin eine absolute Gegnerin dieses Auge um Auge, Zahn um Zahn-Prinzips.

Auch strikte Umgangsverbote der Eltern können umgangen werden (Danke an die Mütter meiner Schulfreundinnen, die meine Mutter immer angelogen haben :blumen: )
@Brinarina: ich wurde zwar in der Schule nicht gemobbt, aber nachdem mein Vater gestorben war auch schlimm bestraft, zwar nicht geschlagen, sondern stundenlang im dunklen Keller eingesperrt :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:

Unseren Kindern brauchte ich nichts zu verbieten, die wussten selbst was für sie gut war.

Um die Gewaltbereitschaft einiger Jugendlicher weitestgehend zu unterbinden, kann man weder allein das Elternhaus noch die Schule verantwortlich machen. Es liegt einfach häufig daran, dass diese jungen Leute keine Zukunftsperspektive und damit nichts zu verlieren haben.

Zitat (wurst @ 28.06.2010 20:44:49)
Warscheinlich haben die Polizisten doch etwas überreagiert,als sie den Verdächtigen kontrollierten,aber er hat sich geweigert seinen Ausweis zu zeigen,und vieleicht auch Widerstand geleistet.Video
Aber die Provokation der anderen ist offensichtlich :unsure:
Ist aber immer noch kein Grund für die Ausschreitungen.

Die Polizei benimmt sich auch mehr als amateurhaft. Derjenige der auf den am bodenliegenden "Mann" einschlägt gehört auch vom Polizeidienst entfernt. Man kann nur konsequent gegen Gewalttäter vorgehen, wenn die Polizei selbst korrekt vorgeht. Und das war hier wohl nicht der Fall.
Und von irgendwelchen Straftaten (also abgesehn von der Polizeigewalt) sehe ich im Video nichts, gar nichts...

Zitat (ohne_name @ 29.06.2010 10:07:54)

Und von irgendwelchen Straftaten (also abgesehn von der Polizeigewalt) sehe ich im Video nichts, gar nichts...

Ja,das vor und nachher fehlt,die wollen sich doch nicht selbst belasten. :P

Zitat (tante ju @ 29.06.2010 09:34:22)
Um die Gewaltbereitschaft einiger Jugendlicher weitestgehend zu unterbinden, kann man weder allein das Elternhaus noch die Schule verantwortlich machen.

Ich finde es überhaupt schon schlimm genug, das es Gewalt gibt. Und ja, ich hab gesagt das ich für das Auge um Auge Prinzip bin, weil ich solche Straftaten, wie die der Jugendlichen als wirklich richtig schlimm betrachte.
Ganz ehrlich, ich bin auch dafür das ein Mann vergewaltigt wird, wenn er eine Frau angefasst hat und ein, ich sag lieber mal Mensch damit ich es nicht auf eine Gruppe beziehe, der ein Kind angefasst hat gehört sowieso alles sexuelle rausgenommen.....generell finde ich das die Jugendlichen aus dem Beitrag wirklich mal erfahren müssten, so das sie es begreifen, wie man sich als Opfer fühlt.
Was dir wiederfahren ist Tante Ju finde ich auch ganz schlimm und danke Knollekater für das Mitleid. Brauche das aber nicht mehr.
Ich mache seit einem Jahr, genauso wie meine Schwester, eine Therapie. Verstehe mich heute super mit meinen Eltern. Ich hab viel dazu gelernt und ich hab zum Beispiel aber auch gelernt das es nur zwei Wege gibt wenn man selbst geschlagen wird:
Entweder man zieht sich zurück und ist verängstigt ggf. trotzdem wütend, oder man fängt selbst an zu schlagen.
Als 6 jährige hab ich andere Kinder verprügelt ein Jahr lang, dann wurde ich zu einer Kinderpsyschologin geschickt (Ruhe in Frieden) die leider nie begriff das ich daheim schon geschlagen wurde.
Wisst ihr, ich meine ich kann......vorsichtig ausgedrückt.......es ein wenig nachvollziehen aus eigener Erfahrung heraus das man schnell aggressiv wird, obwohl man gute Manieren und Anstand beigebracht bekommen hat, weil man eben Aggressivitäten auch leider gelernt hat (meist ist es eben zu Hause).
Aber man kommt nur dann aus dem Kreislauf raus wenn man anfängt zu verstehen.......nachzuvollziehen und manchmal muss es eine radikale Wende sein.
Desshalb z.B. die "ich lehre dich was du getan hast- Methode - indem ich dir das gleiche antue".
weiß nicht wie ich es jetzt noch besser ausdrücken könnte.

Man kann auch aus der eigenen Erfahrung lernen. Auch ich kam nicht ungeprügelt durch die Kinder- und Jugendzeit.
Und habe mir deshalb vorgenommen "wenn ich einmal Kinder haben sollte, werden die nicht geschlagen".
Wurden sie auch nicht.

Man wird nicht automatisch zum Schläger, weil man selbst geschlagen wurde. Das kann mir niemand erzählen.
Ich weiß heute noch, wie es sich anfühlte und das wollte ich meinen Kindern nicht antun.

Langsam entwickelt sich das hier aber total vom Thema weg - hin zur Therapiestunde.
Ich weiß nicht, ob wurst das erreichen wollte. :pfeifen:


Zitat (Brinarina @ 29.06.2010 12:05:00)
generell finde ich das die Jugendlichen aus dem Beitrag wirklich mal erfahren müssten, so das sie es begreifen, wie man sich als Opfer fühlt.

Da sollte man tatsächlich an eine wiedereinführung der Prügelstrafe denken,wie früher auf Segelschiffen und so.
Das würden sich die Täter mehr merken,als das bisschen Jugenthaft oder Sozialstunden,und dem Staat noch Geld sparen.
Auserdem lernen sie die Schmerzen kennen,die sie auch ihren Opfern zufügen.

Zitat (Brinarina @ 29.06.2010 12:05:00)
ich hab zum Beispiel aber auch gelernt das es nur zwei Wege gibt wenn man selbst geschlagen wird:
Entweder man zieht sich zurück und ist verängstigt ggf. trotzdem wütend, oder man fängt selbst an zu schlagen.
Als 6 jährige hab ich andere Kinder verprügelt ein Jahr lang, dann wurde ich zu einer Kinderpsyschologin geschickt (Ruhe in Frieden) die leider nie begriff das ich daheim schon geschlage

Diese zwei Möglichkeiten hat man Dir in der Therapie aufgezeigt?

Entweder zurückziehen oder selber schlagen.Verstehe ich das richtig?

Das kann ich garnicht glauben.

Und Mitleid wollte ich Dir nicht zollen denn davon hättest Du auch nichts!
Ich bin generell gegen Gewalt bei Kindern und natürlich bei allem anderen auch.

Zitat (Hilla @ 29.06.2010 12:22:19)
Man kann auch aus der eigenen Erfahrung lernen.

Langsam entwickelt sich das hier aber total vom Thema weg - hin zur Therapiestunde.
Ich weiß nicht, ob wurst das erreichen wollte.  :pfeifen:

Genau so sehe ich das auch und habe es bei meinen Kindern entsprechend gemacht.

Einen Therapeuten braucht man dazu nicht. ;)

Ich weiß jetzt nicht von wem der Vorschlag kam, dass ein Vergewaltiger selbst vergewaltigt gehört. Also das kann ich mir in der Praxis beim besten Willen nicht vorstellen. :(

Vielleicht wäre es abschreckender, wenn bei der Rechtsprechung mal Delikte an Menschen härter und vorbehaltlos ohne Bewährung geandet würden. Auch das deutliche Nord-Südgefälle bei der Urteilsfindung sollte mal genauer untersucht und hinterfragt werden.

Zitat (tante ju @ 29.06.2010 09:34:22)




Auch strikte Umgangsverbote der Eltern können umgangen werden (Danke an die Mütter meiner Schulfreundinnen, die meine Mutter immer angelogen haben :blumen: )

@Brinarina: ich wurde zwar in der Schule nicht gemobbt, aber nachdem mein Vater gestorben war auch schlimm bestraft, zwar nicht geschlagen, sondern stundenlang im dunklen Keller eingesperrt :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:


^_^ das sind treue Freunde...nee Spass bei Seite stundenlang im dunklen eingesperrt werden find ich auch sehr schlimm,

und genau das selbe sollte man mit der Person machen die dir das angetan hat ....auch wenn du sicher anderer Meinung bist.

Wie's bei Mord und Totschlag aussieht?

Ich erinnere nur an Marianne Bachmeier,die hat den Mörder ihrer Tochter im Gerichtssaal erschossen...ob das richtig war oder nicht könnte man hier Stundenlang diskutieren...für mich wars richtig....vor allem "gerecht".




Mein Beitrag richtete sich auf Gewalt in der Jugend und dem Ausmaß, bzw. dem Handeln dann auch später als Erwachsener.
Jemand der jahrelang in der Jugend von den Eltern und der Schule geprügelt und gemobbt wird, kann normalerweise von natur aus das eben nicht "einfach so" wegstecken und somit bleiben nur zwei Auswahlmöglichkeiten die der Logik des natürlichen Menschenhandelns entsprechen.
Wir sprechen hier von einer ungesunden Entwicklung.
Ein normaler Erwachsener, der auch emotional erwachsen werden konnte, der kennt den Mittelweg, weil er ihm gezeigt wurde.
Wird hoffentlich jetzt besser klar, wie ich es darstellen wollte?


Zitat (fenjala @ 29.06.2010 14:31:08)


Ich erinnere nur an Marianne Bachmeier,die hat den Mörder ihrer Tochter im Gerichtssaal erschossen...

fenjala es muss korrekt heißen "mutmaßlicher" Mörder. Er war noch nicht verurteilt also bitte immer "in dubio pro reo".

Frau Bachmeier war eine erwachsene Frau und in diesem Thread geht es um Jugendgewalt.

Man erfährt ja auch nicht aus welchem Milieu die Täter stammen. Sie können sowohl aus einem perspektivlosen armen Umfeld wie auch aus einem gebildeten wohlhabenden Umfeld kommen.

@ Brinarina: ich kann das immer noch nicht nachvollziehen, dass es nur diese beiden Möglichkeiten geben soll. Ich bin weder gewalttätig geworden noch bin ich ein ängstlicher Duckmäusertyp.
Warum soll es nicht ganz einfach so gehen, wie Hilla geschrieben hat?

Anscheinend hat es bei Hilla und mir geklappt. ;)

Bearbeitet von tante ju am 29.06.2010 16:50:05

Zitat (tante ju @ 29.06.2010 16:44:20)

Anscheinend hat es bei Hilla und mir geklappt. ;)


Bei Euch greift ebend die Resilienz. Bei mir kam sie auch zum Tragen. :blumen:

Zitat (tante ju @ 29.06.2010 16:44:20)


Man erfährt ja auch nicht aus welchem Milieu die Täter stammen. Sie können sowohl aus einem perspektivlosen armen Umfeld wie auch aus einem gebildeten wohlhabenden Umfeld kommen.


Macht das einen Unterschied?
Hättest Du denn Verständnis für die erste Variante, wenn es Dich oder eines Deiner Kinder erwischen würde?
Ich denke, es ist immer leicht, verständnisvoll zu sein, wenn es einen selbst nicht (be)trifft.

Ich kann diese " er hatte ein schlimmes Elternhaus, also bitte habt alle Verständnis "- Ausrede nicht ertragen.

Zitat (Tamora @ 29.06.2010 21:47:54)
Macht das einen Unterschied

Ich kann diese " er hatte ein schlimmes Elternhaus, also bitte habt alle Verständnis "- Ausrede nicht ertragen.

Nein Tamora das macht für mich überhaupt keinen Unterschied.

Ja ja das "schlimme Elternhaus", bitte habt doch Verständnis........... kann ich auch nicht mehr hören.

Was ist überhaupt ein "schlimmes Elternhaus"? Für Kinder ist es selbstverständlich ganz schlimm und sollte auch nie passieren, dass sie geschlagen oder sonstwie misshandelt werden. Für mich ist es aber für ein Kind genau so "schlimm", wenn das Kind nur noch von Musikunterricht, zum Tennis, zur Nachhilfe oder was weiß ich noch einen mehr als Fulltimejob hat und keine Zeit zum Spielen oder für Freunde hat.

Bearbeitet von tante ju am 29.06.2010 22:12:17


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