Hausarztsuche


Ich muß mich auf die Suche nach einem neuen Hausarzt machen!
Das ist gar nicht so einfach als Kassenpatient :angry:
Ich hab bei einem angerufen und gefragt, ob er noch Patienten nimmt - Frage von der Sprechstundenhilfe:
Privat oder Kasse???? :o :angry:
- Kasse!
- nein, wir sind leider voll!

Sollte ich lieber einfach hingehen? Aber man braucht da ja einen Termin?
Dürfen die das überhaupt?


Bei einem Hausarzt wurde mir die Frage noch nie gestellt. :huh:

Bei einem facharzt schon.
:angry:
Denn Arzt den du angerufen hast kannst du wohl voll vergessen.
Versuch lieber einen anderen zu finden.


Viele "Praktische Ärzte" nehmen nun keine neuen Patienten mehr als Hausarzt an!- Wenn man dort als "Notfall" ankommt, dürfen die MTA's Einen grundsätzlich nicht abweisen.- Eine Pflicht, Dich als 'Hausarzt' weiterzubetreuen, erwächst jedoch nicht daraus.- Nur: inzwischen entwickeln sich die abenteuerlichsten Praktiken, Patienten abzuweisen.
Und, wenn Du dann bei einem Arzt evtl. den Aufstand geprobt hast, geht u.U. ein Rundruf los!- Wird zwar Niemand zugeben, ist aber an dem.- Es GIBT eine Negativ-Liste.
Du wirst wohl weitersuchen müssen.

Ich schicke Dir eine PM!- Schau dort mal rein.

Gruß...Isi


danke schonmal für eure Antworten und die Links :blumen:

ich finde es eine Frechheit, jemanden so zu behandeln?

Ist das nur in Deutschland so?


Wenn man's mal von der anderen Seite aus betrachtet... es ist vom Zeitaufwand ungefähr gleich, ob man einen Kassen- oder einen Privatpatienten behandelt. Allerdings kann sich eine Praxis nur halten, wenn mindestens ein gewisser Prozentsatz Privatpatienten dabei ist... denn einen Kassenpatienten zu untersuchen und zu behandeln, ist alles andere als kostendeckend. Budgetierung, Deckelung,... und wenn ein Arzt mehr als das, was die Krankenkassen erlauben, verschreibt, dann zahlt der Arzt am Ende womöglich noch drauf... eine gut laufende Arztpraxis braucht die Privatpatienten, damit sie sich auch halten kann, sonst ist sie bald dicht und es ist gar kein Arzt mehr in der Nähe. Daher ist es rein vom wirtschaftlichen Aspekt vielleicht auch verständlich, dass Privatpatienten "hofiert" werden und möglichst schnell Termine bekommen, damit sie nicht zu einem anderen Arzt "abwandern"... und ein Arzt kann auch nur eine bestimmte Zahl Patienten vernünftig versorgen. Ab und zu muss sogar ein Hausarzt mal was anderes tun als arbeiten. Schlafen und sich erholen zum Beispiel, damit er für die nächste Sprechstunde wieder fit ist. (und ein Hausarzt arbeitet länger als das Sprechstunden-Schild an der Tür verkündet - das sind nur die "offenen" Sprechstunden. Daneben macht er oft noch zusätzliche Termine, Hausbesuche, versorgt das nächste Altenheim mit oder so)


@ Alte Eule

das ist nicht NUR in D.land so....du kannst froh sein, das du in D.land versichert bist und dort lebst.
Ich könnte dir die unmöglichsten Sachen zu diesen Thema berichten, was bei uns so in Artztpraxen
abgeht...das deutsche Gesundheitswesen ist vom Ausland aus gesehen gut organisiert und struktiert.
Schwarze Schafe gibt es überall :ph34r:


Kann - als Kassenpatientin - Valentine nur zustimmen: Die Privaten finanzieren auf diese Weise irgendwie auch die Kassenpatienten mit.
Trotzdem ist es kein gutes Bild, wenn zuerst nach der Kasse gefragt wird. Ich kenne jemand, der in so einem Fall beim neuen Arzt am Telefon einfach gesagt hat, er sei Privatpatient - und hat beim Termin dann einfach seine Karte vorgelegt, in der Hoffnung, dass das nicht vermerkt worden sei. Kam aber nicht immer damit durch....



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