Umgangsformen und gutes Benehmen: Wie falle ich nicht negativ auf?


Ich denke mir so, dass es nicht schaden kann, so einen Thread aufzumachen. Auch unterwegs merke ich immer wieder, dass es oft aus Unwissenheit bei den Menschen mit den Manieren hapert. Das muss ja nicht sein.
Ich werde versuchen, jeden Tag einen Tipp einzustellen.
Ihr müßt es ja nicht tun, was da steht und wenn ihr den einzelnen Tipp für Unsinn haltet - auch gut. Aber das gehört nun mal zum Benehmen.
Fragen erwünscht - wenn ihr euch nicht traut per PN.

Manieren sind Konventionen, die entwickelt wurden um das Zusammenleben mit den Mitmenschen zu erleichtern.

Tipp 1.

Dazwischen reden.

Niemals dazwischen reden, wenn sich zwei Personen untehalten. Ihr könnt euch dazu stellen und abwarten. Entweder es tritt eine Gesprächspause ein - dann könnt ihr auch einen Kommentar einwerfen - oder ihr wartet ab, bis ihr zur Kenntnis genommen wird.
Das gleiche gilt an der Kasse oder bei Verkäuferinnen oder, oder, oder.

Entschuldigung, darf ich mal.......
Ich wollte nur kurz........
Ich habe nur ein kurze Frage......

etc. sind unangebracht und sehr unhöflich. Auch wenn man "nur eine kurze Frage" hat, wird gewartet, bis man dran ist. Dies gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.

Bearbeitet von Jaren am 15.11.2005 14:22:18


super sache!

also, ich mach mal weiter....


wenn man mal in gegenwart anderer aufs stille örtchen muss, dann sagt man nicht: " ich muss mal", " ich muss mal aufs klo", "ich muss mal pippi" etc., sondern " ich gehe mir mal eben die hände waschen". ( sollte eigentlich jedem bekannt sein.....) ;)


wenn man bei tisch aufsteht, um sich mal " die hände zu waschen", dann legt man die stoffserviette nicht auf den tisch, sondern auf den stuhl. somit weiss auch jeder, dass man gleich wiederkommt. rofl


Dann hefte ich auch mal was aus meinen Stil- und Etikette Seminaren an.


Zitat (Jaren @ 15.11.2005 - 14:20:24)
..... gebracht und sehr unhöflich. Auch wenn man "nur eine kurze Frage" hat, wird gewartet, bis man dran ist. .....


Aehm , ich lebe nicht in einer Warteschlange .... :no:
Wieso sollte ich das tun?

Wenn alle Menschen das machen, dann lebsdu (wir) in einem Kollegtive.
"Willkommen in Unimatrix I. Wir sind Borg!" ;)
Willst du das?

>> Manieren sind Konventionen, die entwickelt wurden um das Zusammenleben mit den >> Mitmenschen zu erleichtern.

Wer hat das entwickelt?

Bearbeitet von TheGuyNextDoor am 15.11.2005 14:57:55

Na dann werfe ich mal ne Frage in die Runde. Wie verhalte ich mich wenn ich mit Bekannten, Freunden oder Geschaeftspartner zusammenbin, und mir faellt auf, dass bei jemandem Das toerchen auf ist. Bei ner Frau koennte ich sie ja noch mal mit nehmen wohin um es ihr zu sagen das es nicht jeder mitbekommt. ..... Aber wie verhalte ich mich bei einem Mann? ? ?
Fledi :rolleyes:


" Das werde ich mir merken, Sunny" Nicht schlecht :)

"Ohohoh. Dann habe ich wohl noch zu lernen, Jaren" :)

Bearbeitet von fledermaus am 15.11.2005 15:10:07


Zitat (proteus @ 15.11.2005 - 14:51:31)
Dann hefte ich auch mal was aus meinen Stil- und Etikette Seminaren an.

Und was machsdu wenn eine der frauen mehr botox drin hat als die andere je gedacht hätte rofl rofl rofl rofl

Zitat (fledermaus @ 15.11.2005 - 15:02:56)
Na dann werfe ich mal ne Frage in die Runde. Wie verhalte ich mich wenn ich mit Bekannten, Freunden oder Geschaeftspartner zusammenbin, und mir faellt auf, dass bei jemandem Das toerchen auf ist. Bei ner Frau koennte ich sie ja noch mal mit nehmen wohin um es ihr zu sagen das es nicht jeder mitbekommt. ..... Aber wie verhalte ich mich bei einem Mann? ? ?
Fledi :rolleyes:

Vielleicht einem anderen Mann sagen, der den Betreffenden darauf anspricht.

Zitat (fledermaus @ 15.11.2005 - 15:02:56)
Na dann werfe ich mal ne Frage in die Runde. Wie verhalte ich mich wenn ich mit Bekannten, Freunden oder Geschaeftspartner zusammenbin, und mir faellt auf, dass bei jemandem Das toerchen auf ist. Bei ner Frau koennte ich sie ja noch mal mit nehmen wohin um es ihr zu sagen das es nicht jeder mitbekommt. ..... Aber wie verhalte ich mich bei einem Mann? ? ?
Fledi :rolleyes:

Gar nicht. das übersieht man höflicherweise. Denn es sind auch schlechte Manieren einem Mann auf seinen Schritt zus tarren.

^_^

Zitat (TheGuyNextDoor @ 15.11.2005 - 14:56:31)
Zitat (Jaren @ 15.11.2005 - 14:20:24)
..... gebracht und sehr unhöflich. Auch wenn man "nur eine kurze Frage" hat, wird gewartet, bis man dran ist. .....


Aehm , ich lebe nicht in einer Warteschlange .... :no:
Wieso sollte ich das tun?

Wenn alle Menschen das machen, dann lebsdu (wir) in einem Kollegtive.
"Willkommen in Unimatrix I. Wir sind Borg!" ;)
Willst du das?

>> Manieren sind Konventionen, die entwickelt wurden um das Zusammenleben mit den >> Mitmenschen zu erleichtern.

Wer hat das entwickelt?

Genau das ist unhöflich TheGuyNextDoor. Wenn Du kommst hat nicht alles auseinander zu stoben, nur weil Du etwas möchtest. Das tut man nicht.

:hihi: Das tut man nicht. :hihi:


Gute Essmarnieren sind manchmal etwas anders hier in US. Gute Marnieren fuer einen Mann hier sind: Ob zu Hause oder Restaurante..... Erst das Futter kleinrupfen (schneiden), dann die linke Hand auf'm Schoss und mit der rechten reinschaufeln.
Fledi :rolleyes:

Die ersten Jahre dachte ich immer war sind das fuer schlechte Sitten .... Hand beim Essen auf'm Schoss...... Aber dann wurde ich eines Besseren belehrt.

Bearbeitet von fledermaus am 15.11.2005 15:25:31


Zitat

Genau das ist unhöflich TheGuyNextDoor. Wenn Du kommst hat nicht alles auseinander zu stoben, nur weil Du etwas möchtest. Das tut man nicht.

ok, Bin schon still (IMG:http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/d050.gif)

Bearbeitet von TheGuyNextDoor am 15.11.2005 15:27:45

Anstandsregeln und Manieren empfinde ich auch als wirklich wichtig für ein einfacheres und angenehmeres Zusammenleben. Ich persönlich unterscheide allerdings in 2 Kategorien:

1. Anstandsregeln, die respektvollen Umgang miteinander ermöglichen
- z. B. dass man anderen nicht ins Wort fällt, grüssen wenn man sich begegnet, wer bietet wem zuerst das Du an (obwohl ich diese Regel auch als unsinnig empfinde je nach Situation) usw......

2. Manieren und Höflichkeiten, die von der Oberschicht "erfunden" wurden (und meines Erachtens z.T. sehr sinnlos sind und/oder nicht mehr in die heutige Zeit passen)
- z. B. das mit der Serviette auf den Stuhl legen, wenn man nur kurz vom Tisch weggeht usw.....

Es spielt m. E. auch eine Rolle mit wem man zusammen ist. Wenn ich mit Freunden eins trinken geh, käme ich nicht auf die Idee meinen Toilettengang schönzureden.
Bei einem Geschäftsessen mache ich es schon diskreter, aber ich empfinde es überhaupt nicht als unhöflich wenn ich mitbekomme, dass jemand auf die Toilette geht, aber nicht bloss um sich die Hände zu waschen :P

Wie gesagt, ich finde unsere Gesellschaft könnte mal wieder einen Grundkurs in respektvollem Umgang miteinander besuchen, ich bin aber nicht dafür, dass wir unsinnige Benimmregeln lernen müssen, da beschäftigen wir uns doch lieber mit den wichtigen und interessanten Dingen im Leben, was das individuell auch immer sein mag......


Ich habe so einen Benimmkurs mal mitgemacht. Aber da ging es mir darum, geschäftlich nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Die IHK hatte den Kurs angeboten. Es war sehr informativ und teilweise auch witzig. :D Ich kann das nur empfehlen. :)


Hallo Cleopatra,

dann könnte ich aber genauso gut fragen, warum ich einen Bekannten weniger respektvoll behandeln sollte, als mir fremde Personen.
Ehrlich gesagt, interessiert es mich überhaupt nicht, wenn jemand Pippi muss und ich bin überhaupt nicht amüsiert, wenn mir das mitgeteilt wird.
Und richtig ekelig finde ich es, wenn dieser Jemand dann wieder kommt und sich mit einem "wieder ein Kilo leichter" an seinen Platz zurück setzt. :angry:

Das mit der Serviette auf den Stuhl legen, hat einen einfachen Grund: Stell Dir vor, Du gehst in den Waschraum und hast Dein Glas noch stehen aus dem Du noch trinken willst. Jetzt kommst Du wieder und der Ober hat abgeräumt. Da wirst Du bestimmt böse.

Stell Dir vor, Du gehst nach draußen, weil es Dir nicht gut geht und Du wirst nichts mehr essen. Dann bist Du froh, wenn der Ober Deinen Platz abgeräumt hat.

Stell Dir vor, Du bist auf einem Kongreß und sitzt an einem Tisch mit mehreren Leuten, von denen Du niemanden kennst und die beachten Dich nicht. Jetzt möchtest Du Dir noch einen Nachschlag holen. Du kommst wieder und da hat sich ganz frech jemand auf Deinen Platz gesetzt und im ganzen Raum ist kein weiterer Platz mehr frei. Wenn Du die Serviette auf den Stuhl legst, weiß jeder mit Manieren, dass da jemand sitzt. Der Ober weiß es auf jeden Fall. ;)


Zitat (HSommerwind @ 15.11.2005 - 15:36:41)
Ich habe so einen Benimmkurs mal mitgemacht. Aber da ging es mir darum, geschäftlich nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Die IHK hatte den Kurs angeboten. Es war sehr informativ und teilweise auch witzig. :D Ich kann das nur empfehlen. :)

Vom Knigge gibt es eine Light-Version im Bücherladen.
Sollte man sich mal zulegen.

Zitat (Jaren @ 15.11.2005 - 15:45:55)
..... Du kommst wieder und da hat sich ganz frech jemand auf Deinen Platz gesetzt und im ganzen Raum ist kein weiterer Platz mehr frei. Wenn Du die Serviette auf den Stuhl legst, weiß jeder mit Manieren, dass da jemand sitzt. Der Ober weiß es auf jeden Fall.  ;)

"Herr Ober! bringen sie bitte mir einen Stuhl"
Wo ist jetzt das Problem? Ach was erzähle ich da ... ich kann mir auch selber einen Stuhl nehmen.

Bearbeitet von TheGuyNextDoor am 15.11.2005 16:03:13

Gutes Benehmen heisst heute in erster Linie, seinen Mitmenschen den Respekt entgegen zu bringen, den man selber von anderen erwartet.
Leider wird schlechtes Benehmen häufig als persönliche Note interpretiert ( Das sind die Erbschaften der 68er)
Gutes Benehmen ist ja auch kein starres Korsett in dem man sich nicht bewegen kann, sondern eine Hilfe, sich in allen Situationen zurecht zu finden und gut zu fühlen. Ich kann aber nur mit Situationen umgehen, die ich auch kenne.
Man muss nicht jeden Tag mit der Hummergabel essen, es ist aber gut, wenn man weiß wie es geht.

Speziell für Unternehmen, die ins Ausland expandieren ist es sinnvoll, sich mit den örtlichen Benimmregeln auseinander zu setzen.
Auch bei Bewerbungen ist der Auftritt sicherlich wichtig. Und das schlechte Benehmen auf der Weihnachtsfeier gerät wahrscheinlich auch nicht so schnell in Vergessenheit wie man es gerne hätte.
und letztlich drücke ich mit meinem guten Benehmen auch den respekt für mein Gegenüber aus.
Und das ist etwas, was in unserer gesellschaft leider immer seltener wird.

Noch eine Kleinigkeit im Anhang


Ich finde es extrem unhöflich, was so teilweise in amerikanischen Filmen ganz normal ist. Z.B. beim telefonieren einfach auflegen wenn man die gewünschte Information hat und dieses oberflächliche "wie gehts?" ohne wirklich am Zustand des Gegenübers interessiert zu sein.
Ich würde niemals sagen, daß ich mir die Hände waschen gehe, wenn ich zur Toilette muß, sondern ich würde sagen "ich komme gleich wieder". Das empfinde ich als ehrlicher und wenn jemand "Hände waschen" geht, kann ich mir auch denken, daß das nicht alles ist, was er auf der Toilette zu erledigen hat, ob es mich interessiert oder nicht.
Das mit der Serviette auf dem Stuhl finde ich ehrlich gesagt eklig. Wer weiß wer da schon auf dem Stuhl gesessen (und gepupst) hat und ich soll mir dann mit der Serviette noch geziert den Mundwinkel abtupfen??? Bäh.
Dann würde ich lieber den Nachbarn bitten, etwaige Interessenten an meinem Platz darüber in Kenntnis zu setzen, daß ich wiederzukommen gedenke.
Unterbrechen und nicht richtig zuhören, also Nicht-Interesse signalisieren finde ich sehr unhöflich ebenso das "Stehenlassen" wenn man sich unterhält und jemand kommt hinzu oder geht vorbei oder so.
Und ich würde es nicht unhöflich finden, wenn mich ein Mann diskret auf meine offenstehende Hose aufmerksam macht. Das bewahrt mich vielleicht vor weiteren Peinlichkeiten.
Unhöflich finde ich auch, über andere zu reden wenn sie es evtl. mitbekommen. Ebenso wie lästern und tratschen. Keiner ist perfekt und ein wenig Diskretion ist auch Bestandteil von guten Manieren.

Gutemine


Zitat (Jaren @ 15.11.2005 - 14:20:24)

Dazwischen reden.

Niemals dazwischen reden, wenn sich zwei Personen untehalten. Ihr könnt euch dazu stellen und abwarten.

:D hahaha... dann dürft ihr nicht nach spanien kommen. die spanier reden gern viel, schnell und laut.
es ist überhaupt nicht unhöflich seinen senf dazuzugeben.
wenn es z.b. eine gruppe von 6 oder 8 leuten ist,da kann doch nicht nur immer einer reden, da ist der tag ja rum bis man mal dran ist.

ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass es hier eher unhöflich wäre, sich zu einer gruppe zu stellen und zu schweigen, würde hier echt total komisch rüberkommen... :lol:

naja... andere länder andere sitten!

Bearbeitet von VIVAESPAÑA am 15.11.2005 16:20:05

Zitat (proteus @ 15.11.2005 - 16:04:30)
Gutes Benehmen heisst heute in erster Linie, seinen Mitmenschen den Respekt entgegen zu bringen, den man selber von anderen erwartet.
Leider wird schlechtes Benehmen häufig als persönliche Note interpretiert ( Das sind die Erbschaften der 68er)
Gutes Benehmen ist ja auch kein starres Korsett in dem man sich nicht bewegen kann, sondern eine Hilfe, sich in allen Situationen zurecht zu finden und gut zu fühlen. Ich kann aber nur mit Situationen umgehen, die ich auch kenne.
Man muss nicht jeden Tag mit der Hummergabel essen, es ist aber gut, wenn man weiß wie es geht.

Speziell für Unternehmen, die ins Ausland expandieren ist es sinnvoll, sich mit den örtlichen Benimmregeln auseinander zu setzen.
Auch bei Bewerbungen ist der Auftritt sicherlich wichtig. Und das schlechte Benehmen auf der Weihnachtsfeier gerät wahrscheinlich auch nicht so schnell in Vergessenheit wie man es gerne hätte.
und letztlich drücke ich mit meinem guten Benehmen auch den respekt für mein Gegenüber aus.
Und das ist etwas, was in unserer gesellschaft leider immer seltener wird.

Noch eine Kleinigkeit im Anhang

Also grundsätzlich stimme ich deine worte zu, aber :
Ich lasse mich nicht in irgendwelche Regeln und Verhaltensarten rein drücken , nur weil man das so macht oder weil das so üblich ist. Ich bin ich. Und ich denke nicht darüber nach, ob ich eine Tür zu ein Gaststätte aufmache für ein Frau oder Mann zuerst. Mache ich Tür auf und sage: Hinein! Fertig. punkt.

Ich kann ja auch sagen : "Liebe gnädige Frau ... ich freue mich das ich sie hier in dieses edle Restaurant entführen darf". AARRRGGGHHHHHH.

@Jaren
das ist es eben. Ich für mein Empfinden behandle jemanden nicht respektlos, wenn ich ihm sage, dass ich kurz auf die Toilette gehe und umgekehrt habe ich natürlich auch kein Problem damit. Es tut mir leid, dass du das so empfinden würdest. Aber ich komme dann ja auch nicht zurück und erzähle "mein Erlebnis" ins Detail. Es ist auch nicht so, dass ich Freunde schlechter behandle als Leute, die ich nicht so gut kenne. Es ist halt einfach so, dass man sich an einem Geschäftsessen vermutlich nicht ganz so wohl fühlt wie mit Freunden, da es bestimmt Leute dabei hat, mit denen man privat nicht unbedingt an einem Tisch sitzen würde (ist bei mir so). Da ist man halt etwas zurückhaltender und auch nicht unbedingt 100% sich selber.

Im Freundeskreis hat das etwas mit Wohlfühlen zu tun und meine Leute würden sich wegschmeissen, wenn ich plötzlich sagen würde, dass ich mir die Hände waschen gehe nach 2 Bierchen.... :P Ich finde es auch schön, dass man sich da nicht verstellen muss, hat aber mit Respekt und Unhöflichkeit nix zu tun ^_^

Ich empfinde es sowieso in unserer Gesellschaft als merkwürdig, dass man nicht zu seinen "körperlichen Unpässlichkeiten" stehen kann, da die ja jeder von uns hat und das nicht abartig ist. Dass man andere vor Details verschont ist selbstverständlich, aber den Gang auf die Toilette, der an einem gemeinsamen Abend jeder mindestens einmal macht als "Händewaschen" oder "Nase pudern" zu tarnen, obwohl jeder am Tisch weiss, dass es bloss ein Vorwand ist um pinkeln zu gehen ist mir unverständlich und schleierhaft. :blink:


Zitat (VIVAESPAÑA @ 15.11.2005 - 16:17:50)
..... sogar soweit gehen zu behaupten, dass es hier eher unhöflich wäre, sich zu einer gruppe zu stellen und zu schweigen, würde hier echt total komisch rüberkommen... :lol:

naja... andere länder andere sitten!


:yes:
Man muss andere Umgangsform immer respektieren. Ob dem ich dann selber auch so mache ... das ist andere Thema.

Warum soll man eigentlich bei einem Messe-Besuch einem Gast den Teller mit Kekse hoch heben und fragen : Möchste sie ein Keks? Der Teller steht auf Tisch also warum muss man das "anbieten" ?
Wahrscheinlich der Besucher ist in der "Warteschlange" ... "Kurze Frage ... könnte ich ein Keks haben ... rofl

Bearbeitet von TheGuyNextDoor am 15.11.2005 16:30:56

Ich erlaube mir auch nur, die Umgangsformen für Deutschland vorzustellen, Viva. In anderen Ländern wäre ich Ausländerin und würde versuchen, mich anzupassen. Auch das sind Manieren, die man akzeptieren muss. Und wenn man Manieren hat, dann akzeptiert man auch, dass es in anderen Kulturkreisen anders zugeht.
Wobei sicherlich auch ein gewisses Maß an zurückhaltung nicht schaden kann.
:D


@ the Guy next door

Das ist doch schön das du du bist.
Aber es gib Situationen im Leben, da kann man nachher sagen : Ich bin ich - und ist arbeitslos, hat den Job nicht gekriegt, das Geschäft macht ein anderer usw.

Korrekte Umgangsformen dienen dazu, das Leben miteinander zu erleichtern und die eigene Linie hört da auf, wo Sie anderen zur Last fällt.
Was ist daran auszusetzen, einer Dame in den Mantel zu helfen? Ist das altmodisch? Vielleicht. Ist es deshalb schlecht Sicher nicht.

Wenn man in der Eckkneipe hockt mag das nicht so ins Gewicht fallen. Im Vier Jahreszeiten dürfte man unangenehm auffallen.

Ich habe bei meinen Seminaren die Erfahrung gemacht, das viele Teilnehmer dankbar für eine neue Sichtweise waren und nicht wenige haben , sowohl im Privat- als auch Berufsleben, Vorteile daraus gezogen.

Die Serviette legt man übrigens seitlich unter den Teller, wobei man generell nicht aufstehen sollte, wenn noch gegessen wird.

Und noch was zur erbauung :


Zitat (proteus @ 15.11.2005 - 16:04:30)
Leider wird schlechtes Benehmen häufig als persönliche Note interpretiert ( Das sind die Erbschaften der 68er)

Sorry,
die Erbschaften der 68er sehe ich etwas anders:
die 68er haben maßgeblich dazu beigetragen, daß Benimmregeln auf ihren Sinn hinterfragt werden, und das finde ich auch gut so.

Es gibt nämlich durchaus noch ne Menge veralteter Überbleibsel aus vergangenen Zeiten, die heute ihren Sinn verloren haben.

Allein schon der Anspruch, etwas tun zu müssen, nur aus dem einen Grund, weil 'man' es eben so tut, ist mit den 68ern Gott-sei-Dank sehr ins Wanken geraten! :rolleyes:

Lieben Gruß
chris

Bearbeitet von chris am 15.11.2005 16:35:14

Ich hoffe, du denkst daran, wenn dir irgendwelche antiautoritär erzogene Blagen im Restaurant Salat ins Haar schiessen.

Sicherlich muss man "den richtigen Stil, das richtige Benehmen" immer wieder auf den Prüfstand stellen und den Gegebenheiten anpassen.
Dennoch gibt es ein Grundgerüst an Verhaltensweisen, die man einfach beherschen sollte und deren Anwendung sicherlich nicht von Nachteil ist.


Zitat (TheGuyNextDoor @ 15.11.2005 - 16:18:42)
Also grundsätzlich stimme ich deine worte zu, aber :
Ich lasse mich nicht in irgendwelche Regeln und Verhaltensarten rein drücken , nur weil man das so macht oder weil das so üblich ist. Ich bin ich.

Kumpel, du bist jeden Tag und zu jeder Stunde Regeln unterworfen, an die du dich anpasst.
N paar treffen bestimmt auch auf dich zu, such dir was raus: Du zahlst Miete, machst nicht zu jeder Tageszeit Lärm, pinkelst nicht vor allen Augen mitten auf die Straße, bezahlst beim Einkaufen, grüßt vielleicht auch mal jemanden oder verabschiedest dich, sagst danke und bitte, gehst nicht nackt auf die Straße, haust nicht jedem gleich die Visage blau der dir nen schrägen Blick zuwirft, gehst ab und an mal unter die Dusche, wäschst dir die Haare, putzt dir die Zähne, hast ne Krankenversicherung, zahlst Rechnungen, hast nen Ausweis, bist irgendwo Mitglied, schmeißt deinen Müll nicht säckeweise auf die Straße.

All das sind Regeln und Gesetze, manche ungeschrieben, und erzähl mir nicht dass du keine einzige davon anerkennst oder dich keiner von denen unterwirfst. :P rofl

Zitat (Jaren @ 15.11.2005 - 16:23:48)
Ich erlaube mir auch nur, die Umgangsformen für Deutschland vorzustellen, Viva. In anderen Ländern wäre ich Ausländerin und würde versuchen, mich anzupassen. Auch das sind Manieren, die man akzeptieren muss. Und wenn man Manieren hat, dann akzeptiert man auch, dass es in anderen Kulturkreisen anders zugeht.
Wobei sicherlich auch ein gewisses Maß an zurückhaltung nicht schaden kann.
:D

wo hasdu das alles gelernt?

Zitat (TheGuyNextDoor @ 15.11.2005 - 16:36:54)
wo hasdu das alles gelernt?

Kinderstube. Außerdem sind meine Eltern sehr viel älter gewesen, als die anderer Kinder und hatten deshalb auch noch diese Erziehung.
Dazu kommt, dass ich sehr viel Kontakt zu Personen habe, die diese Kinderstube selbst hatten und dann macht man das nach, was man gut findet und von dem man merkt, dass es einen weiter bringt.

Ich mache mich jetzt z. B. schon das zweite Mal selbständig und diese Umgangsformen öffnen mir Tür und Tor. Und das wiederum bringt mir finanzielle Vorteile und ermöglicht es mir auch weitere wichtige Kontakte zu knüpfen.

So war ich letztens z. B. zum Essen eingeladen. Wenn ich nicht wüßte, wie ich mich da verhalten sollte, hätte ich mich dort nie hingetraut, denn das war offiziel, mit Schlips und Kragen. Dieses Essen hat mir aber wiederum einen wichtigen Kontakt eingebracht. Ob der sich nun finanziell auswirken wird, weiß ich natürlich noch nicht.......

Aber wie gesagt. Benimmbücher und noch besser -kurse gibt es wie Sand am Meer. Und auch ich weiß nicht alles. Dann warte ich eben, bis jemand das macht, was ich eigentlich möchte, von dem ich aber nicht wußte wie es geht. Und dann mach ich es nach.

Ich habe die beiträge teils amüsiert, aber auch mit grossem ernst verfolgt.
danke jaren, deine idee finde ich super.

und mal ganz ehrlich, wenn ich die entscheidung hätte ob ich mit proteus oder theguynextdoor eine verabredung zum essen hätte, ich würde mich ganz klar für ersteren entscheiden.
nimms nicht übel theguynextdoor - aber anstand, zuvorkommenheit und gutes benehmen sind für mich ganz wichtige tugenden.


Na danke sehr. Wann hast du denn mal Zeit? zwinker zwinker


Zitat (Jaren @ 15.11.2005 - 16:23:48)
Ich erlaube mir auch nur, die Umgangsformen für Deutschland vorzustellen, Viva. 

:D ja, das war mir schon klar.

wobei ich aber doch denke, dass wir von manch "anderen "sitten was lernen könnten.
z.b: die aufgeschlossenheit und kontaktfreude ist das, was ich bei südländern am meisten bewundere und diese eigenschaften habe ich mir auch angeeignet.

auf jeden fall denke ich: das wichtigste ist, nach seinem gefühl zu gehen und die anderen genauso zu behandeln wie ich selbst behandelt werden möchte

Zitat (proteus @ 15.11.2005 - 17:02:20)
Na danke sehr. Wann hast du denn mal Zeit? zwinker zwinker

Ich auch!!!

Zitat (Kalle mit der Kelle @ 15.11.2005 - 16:36:27)
Zitat (TheGuyNextDoor @ 15.11.2005 - 16:18:42)
Also grundsätzlich stimme ich deine worte zu, aber :
Ich lasse mich nicht in irgendwelche Regeln und Verhaltensarten rein drücken ,  nur weil man das so macht oder weil das so üblich ist. Ich bin ich.

Kumpel, du bist jeden Tag und zu jeder Stunde Regeln unterworfen, an die du dich anpasst.
N paar treffen bestimmt auch auf dich zu, such dir was raus: Du zahlst Miete, machst nicht zu jeder Tageszeit Lärm, pinkelst nicht vor allen Augen mitten auf die Straße, bezahlst beim Einkaufen, grüßt vielleicht auch mal jemanden oder verabschiedest dich, sagst danke und bitte, gehst nicht nackt auf die Straße, haust nicht jedem gleich die Visage blau der dir nen schrägen Blick zuwirft, gehst ab und an mal unter die Dusche, wäschst dir die Haare, putzt dir die Zähne, hast ne Krankenversicherung, zahlst Rechnungen, hast nen Ausweis, bist irgendwo Mitglied, schmeißt deinen Müll nicht säckeweise auf die Straße.

All das sind Regeln und Gesetze, manche ungeschrieben, und erzähl mir nicht dass du keine einzige davon anerkennst oder dich keiner von denen unterwirfst. :P rofl

hey bruda ... ich stimme dir zu , ja .

die eröffung-mutti meinte aber was anderes in ihrem kopf .

Zitat (TheGuyNextDoor @ 15.11.2005 - 17:08:21)
Du zahlst Miete, machst nicht zu jeder Tageszeit Lärm, pinkelst nicht vor allen Augen mitten auf die Straße, bezahlst beim Einkaufen, grüßt vielleicht auch mal jemanden oder verabschiedest dich, sagst danke und bitte, gehst nicht nackt auf die Straße, haust nicht jedem gleich die Visage blau der dir nen schrägen Blick zuwirft, gehst ab und an mal unter die Dusche, wäschst dir die Haare, putzt dir die Zähne, hast ne Krankenversicherung, zahlst Rechnungen, hast nen Ausweis, bist irgendwo Mitglied, schmeißt deinen Müll nicht säckeweise auf die Straße.


die eröffung-mutti meinte aber was anderes in ihrem kopf .

Ich denke nicht. Kalle sieht das schon richtig. Es ist kein Unterschied, ob ich mitten auf die Straße Rotze, weil es ja schick ist und zeigt, dass ich machen kann, was ich will, oder ob ich gleich meinen draußen leere. Was im übrigen auch viele tun, indem sie Umverpackungen einfach herunter fallen lassen, anstatt zum nächsten Mülleimer zu gehen.
Und leider ist es ja soweit, das mitten auf die Straße uriniert wird, dass sofort zugeschlagen wird - weil man ja im Recht ist, etc.

Kalle hat das schon sehr richtig erkannt. Und es passt durchaus zu dem Thema Benimm und Manieren.

Ich finde es auch sehr gut mich mit Menschen zu umgeben die gewisse Höflichkeiten und gute Manieren besitzen. :)


Mir kommt es in erster Linie auf die Menschen an, wie sie sind, welche "Herzensbildung" sie haben. Ich habe in meinem Leben schon Leute erlebt , die mit 100iger Sicherheit auf dem Benimmparkett dahingeglitten sind. Menschlich gesehen allerdings haben sie sich als Schweine herausgestellt.

Was jetzt nicht heißen soll, daß ich mit Vorliebe an Straßenrändern stehende Pinkler mir angucke :nene:


Menschliche Schweine gehören auch nicht zu meinem Bekanntenkreis . Wird wohl auch nie passieren .


Zitat (Bücherwurm @ 15.11.2005 - 17:43:45)
Mir kommt es in erster Linie auf die Menschen an, wie sie sind, welche "Herzensbildung" sie haben. Ich habe in meinem Leben schon Leute erlebt , die mit 100iger Sicherheit auf dem Benimmparkett dahingeglitten sind. Menschlich gesehen allerdings haben sie sich als Schweine herausgestellt.

Was jetzt nicht heißen soll, daß ich mit Vorliebe an Straßenrändern stehende Pinkler mir angucke :nene:


:top: gut geschrieben .... auch die strassen-rand-pinkler sind menschen .

Egal ob man vorher dezent kaviar und sekt bei der after-work-party zu sich genommen hat dem (sorry ... prosecco heist das um diese urzeit, ab 20 uhr nimmt man sekt zu sich) . hach das ist ja so nett ... dezent und mit gutem benehmen ....
nicht wirklich, oda? Alles nur schöne Schein nach draussen ....
Soll heissen : Ich bin Ich. Und so bleibe ich dem
Gruss von Cetin

Bearbeitet von TheGuyNextDoor am 15.11.2005 18:04:21

Zitat (Ela @ 15.11.2005 - 17:48:28)
Menschliche Schweine gehören auch nicht zu meinem Bekanntenkreis .  Wird wohl auch nie passieren  .

:blumen:

Und für Proteus: Vielen Dank :blumen: :blumen: :blumen:

Bearbeitet von Jaren am 15.11.2005 17:56:26

Zu meinem Freundes- und Bekanntenkreis gehören menschliche Schweine auch nicht, aber man kann sich im Leben (Arbeitsstelle, Nachbarschaft) nicht alle Menschen, die man trifft, aussuchen.


Zitat (Bücherwurm @ 15.11.2005 - 18:13:03)
Zu meinem Freundes- und Bekanntenkreis gehören menschliche Schweine auch nicht, aber man kann sich im Leben (Arbeitsstelle, Nachbarschaft) nicht alle Menschen, die man trifft, aussuchen.

Da gebe ich Dir recht. Aber man kann durch vormachen viel neutralisieren. Wenn sich eine Reihe von Leuten in einer Gesellschaft gut benehmen, wird es demjenigen, der sich daneben benimmt - so er es den merkt - nach einer gewissen Zeit ziemlich peinlich.
Außerdem habe ich schon erlebt, dass jemand vom Kellner höflich aufgefordert wurde, den Raum zu verlassen.

In der Hoffnung, dass mir so etwas niemals passiert.

Auf der anderen Seite habe ich persönlich nie Skrupel gehabt, Arbeitskollegen auszuweichen, die sich nicht benehmen konnten. So etwas kann man durchaus diskret tun, ohne davon viel Aufhebens zu machen. Und wenn sie dann z. B. doch an den Tisch kommen, dann sieht man über das schlechte Benehmen hinweg. Denn das wäre genauso ein schlechtes Benehmen, jetzt dort laut zu lamentieren.

aehm ... ich geh mal raus hier aus dem thema ... sons werd ich richtig böse stimmung und wenn ich bin böse dann gibt virtuell Tote. Muss nicht sein .

Also legt eure messer und gabel schön passende abstand auf tisch und nicht vergessen: beim pinkeln man sagt: hände waschen :lol:

Gruss, Cetin


Es ist aber interessant, wie gefragt dieses Thema ist. Innerhalb von 4 Stunden fast 600 Klicks.
Meine Herren und Damen. :blumen:

Bearbeitet von Jaren am 15.11.2005 18:35:03


Zitat (Jaren @ 15.11.2005 - 18:19:02)
Zitat (Bücherwurm @ 15.11.2005 - 18:13:03)
Zu meinem Freundes- und Bekanntenkreis gehören menschliche Schweine auch nicht, aber man kann sich im Leben (Arbeitsstelle, Nachbarschaft) nicht alle Menschen, die man trifft, aussuchen.

Da gebe ich Dir recht. Aber man kann durch vormachen viel neutralisieren. Wenn sich eine Reihe von Leuten in einer Gesellschaft gut benehmen, wird es demjenigen, der sich daneben benimmt - so er es den merkt - nach einer gewissen Zeit ziemlich peinlich.

Ich möchte mir nicht anmaßen, Bücherwurm zu interpretieren, aber ich glaube, Jaren, du hast sie da etwas mißverstanden.

Ich habe es so verstanden, daß es in unserer Gesellschaft durchaus Leute gibt, die zwar die Höflichkeitsregeln und Tischsitten meisterlich beherrschen, charakterlich aber Schweine sind.

Nehmen wir als Beispiel den Vermieter, der in Gesellschaft alle Höflichkeitsregeln einhält, richtig Hummer essen kann usw., aber die 80jährige Oma gnadenlos aus der Wohnung auf die Straße setzt.

Und spätestens hier frage ich mich dann auch, ob mir nicht derjenige, der beim Rausgehn sagt 'Ich geh mal pinkeln', aber 'n anständiger Kerl ist, hundertmal lieber ist als besagtes Charakterschwein, das alle Benimmregeln beherrscht.

Lieben Gruß
chris

@ chris, ja, das sollte die Botschaft sein, Du hast mich schon richtig interpretiert.


Zitat (chris @ 15.11.2005 - 18:40:34)
Nehmen wir als Beispiel den Vermieter, der in Gesellschaft alle Höflichkeitsregeln einhält, richtig Hummer essen kann usw., aber die 80jährige Oma gnadenlos aus der Wohnung auf die Straße setzt.

Lieben Gruß
chris

Mag sein. Aber das ist nicht Thema des Threads.

Da müßte man einen Thread über Charakterstärke eröffnen. Natürlich weist Du niemals ob Du nicht einer Jessica-Mutter die Hand schüttelst.

Und ich glaube nicht, dass es hier an dieser Stelle sinnvoll ist, Menschen, die schlechte Manieren haben, zu unterstellen, dass sie goldige Typen sind, während alle Menschen mit guten Manieren angeblich andere Personen ausbooten.

Es geht hier nicht darum, die tollsten Totschlagargumente zu finden, sondern um die Fragen des normalen menschlichen Miteinanders, wenn man im normalen Alltag aufeinander trifft.

Zitat (Jaren @ 15.11.2005 - 18:50:33)
Und ich glaube nicht, dass es hier an dieser Stelle sinnvoll ist, Menschen, die schlechte Manieren haben, zu unterstellen, dass sie goldige Typen sind, während alle Menschen mit guten Manieren angeblich andere Personen ausbooten.

Sorry, Jaren,
bleib mal bitte auf dem Boden!
Was du hier anführst, habe ich so niemals gesagt! :angry:
Bitte genau nachlesen!

Lieben Gruß
chris

Genauso sehe ich das auch.
Ich kann weder den Charakter noch das Benehmen meines Gegenübers ändern.
Ich kann aber, für mich persönlich, die Entscheidung treffen, ob ich mit dieser Person umgehen möchte.
Es sei denn, ich bin aus (beruflichen, gesellschaftlichen etc. ) Gründen gewzungen, mit der Person umzugehen.

Ich erwarte von meinem Gegenüber aber ein Mindestmaß an Umgangsformen. Und ehrlich gesagt, ob er Omas aus der Wohnung wirft, ist mir erstens egal und zweitens werde ich ihn nicht bekehren können. Ich achte darauf, wie er mit mir umgeht.
Aber es gibt auch hierfür so etwas wie eine "Streitkultur"

Leute wie Guynextdoor werden sicher in der Eckneipe der Star sein, weil Sie alle anderen niederbrüllen. Aber gesellschaftlich kann dieses Ausleben der eigenen Persönlichkeit den Tod bedeuten ( um in seiner Terminologie zu bleiben) Da ich einfach mal vermute, das er eh nicht in die Oper geht oder zum Bundespresseball spielt das unter Umständen auch keine Rolle.
Richtig ist aber auch, das ihm mit diesem Verhalten und dieser Einstellung immer der Zugang zu "gewissen Kreisen" verwehrt bleiben wird.
Und, ob das nun richtig ist oder nicht, diese Kreise sind es immer noch, die über Karriere oder Weiterkommen entscheiden. Keine Firma wird es riskiren, sich mit seinen Angestellten an exponierter Stelle zu blamieren.
Schön, wenn man darauf nichtangeiwesen ist. Besser, wenn man es für den Fall der Fälle beherrscht.
Wenn ich mir zum teil die Leutchen ansehe, die meine Bewerberseminare besuchen und sich dann allen Ernstes wundern, warum Sie keinen Job bekommen... gute Nacht.
Da ist die Baseballkappe oder die lässige Zigarette im Mundwinkel noch das harmloseste.



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