Mischbeplankung bei Trockenbauwand, OSB/Gipspl.


Hallo Vatis,

ich möchte bei mir eine Trockenbauwand zwischen Bad und Schlafzimmer einziehen, die alte Wand habe ich abgerissen, um das Bad zu vergrößern. Nun wird allgemein geraten, für spätere Verfliesung eine doppelte Beplankung, also 2x12,5mm Gipsplatte (natürlich feuchtraumtauglich) zu nehmen. Meine Frage: Ist es möglich (und macht es Sinn) statt der ersten Lage Gipsplatten z.B. OSB-Platten zu verwenden. Hintergedanke ist, dass später einfache Befestigung an der Wand möglich wäre und nicht spezielle Dübel bzw. treffen der Ständer im Untergrund notwendig ist. Außerdem will ich die Wand so dünn als möglich halten.

Danke+Gruß


Hallo schlseb!

Willkommen bei den Vatis!

Du bist ganz richtig mit Deinen Gedanken. Zwei mal 12,5 Gipskarton ist sehr gut. OSB Platte würde ich nicht nehmen. Wenn Du weißt, wo später mal etwas angehängt werden soll baust Du zwischen die Ständer Mehrschichtplatten mindestens 13 mm besser 20 mm stark ein. Es sollte Mehrschichtplatte (Seekieferplatten) sein denn da halten die Schrauben gut. OSB Platten reißen die Schrauben gerne aus und Bretter platzen gerne.


Nur kleine Ergänzung: auf der Bad-Seite würde ich mich mal nach Hartschaum-Platten statt Gipskarton erkundigen: die sind genauso leicht zu verarbeiten, aber noch besser schimmelresistent, wärmedämmend und durch eine Mörtelschicht mit Glasfasergewebe ein sehr guter Untergrund für Fliesen.


@farbenpeter: Äh, verstehe ich das richtig, du würdest 2x12,5 Gipsplatte und darunter noch Mehrschichtplatte 13-20 nehmen? Das passt jetzt nicht ganz zu meiner Vorstellung von einer möglichst dünnen Wand! Insgesamt würde ich gerne versuchen auf eine Stärke von 8 bzw. max. 10cm zu kommen und die Aluprofile im Untergrund sind ja glaub schon min. 5cm dick.
OSB reißen die Schrauben gerne aus? Das sind doch die mit den langen Spänen, ist das dort trotzdem noch ein Problem?
*) entfernt! urheberrechtlich geschützte Seite! <- Zitat: "OSB-Platten sind Mehrschichtplatten[...]". Wenn du trotzdem was anderes meinst, kannst du das nochmal genauer erklären oder einen Produktlink posten. Danke.

@chris35: Meinst du so was: *unerwünschte Werbung entfernt* bitte die Forumsregeln durchlesen!? Reicht da dann 1 Lage und in welcher Stärke? Brauche ich trotzdem noch eine Lage ... als Unterbau zum reinschrauben? Kannst du mir vll noch weitere Hersteller nennen? Der qm-Preis ist mit ~35€ im Bsp halt deutlich teurer gegenüber ~11€ für imprägnierte Gipsplatten (selbst bei doppelter Beplankung gegenüber einfacher). Lohnt sich daher meines Erachtens nur, wenn ich wirklich Wanddicke dadurch einsparen könnte.

Bearbeitet von kati am 21.09.2011 20:46:33


Zitat (schlseb @ 21.09.2011 - 20:32:21)
@chris35: Meinst du so was: *unerwünschte Werbung entfernt*

Gibts von verschiedenen Firmen, einfach mal im Baumarkt gucken oder nach "Bauplatte Hartschaum" oder so suchen; gerade für ca. 22 Euro /qm (130*60*2) gesehen: irgendein bunter Hartschaum, auf beiden Seiten eine dünne Zementschicht, in die ein Glasfasernetz eingebettet ist. Gibts von ganz dünnen Platten aufwärts in verschiedenen Dicken und z.B. auch vorgeformt für Ecken oder Rundungen. Für mich war entscheidend, daß das Zeug sehr unempfindlich gegen Wasser und Schimmel sein dürfte, auch z.B. bei Bohrungen. Ich habe es teilweise platt auf die (unebene) Wand gedübelt, teils auf Ständerwand (5cm-Profile). Durch den Schaumstoff sollte es auch etwas wärmeisolierend wirken.
Tipp nach kräftig Herumquälen: die Schrauben werden mit speziellen Plastik-Scheiben (teuer) oder einfach normalen Unterlegscheibe (ca. Eurogröße) verschraubt, damit sie nicht durchrutschen. Damit sie nicht überstehen und beim Fliesen stören, mußt Du mit dem Hammer richtig kräftig draufdonnern, damit der Schaumstoff an der Stelle zusammengedrückt wird (möglichst schon vorbereiten, wenn die Platte flach am Boden liegt); die Zugkraft der Schraube reicht nicht aus!
Eine 2 cm-Platte sollte reichen, wenn die Ständer max. 60 cm auseinander liegen (gerade in einem Datenblatt gefunden) - bei mir sind es ca. 40 cm, durch Vernieten der Bleche wohl erdbebensicher

Farbenpeter habe ich so verstanden, daß Du ZWISCHEN die Ständer (also innerhalb der 5cm) die Holzplatten einbauen sollst. Dann wird natürlich die Dämmung dünner, wenn Du das Juckzeug überhaupt einbauen willst.

Bearbeitet von chris35 am 21.09.2011 22:21:14

Das Juckzeug bräuchte ich bei den Hartschaumplatten wohl nicht, die wirken ja schon dämmend (also auch schall-), oder? Und einfache Beplankung (20mm) direkt auf Aluständer reicht aus? Muss man die speziell verspachteln? Kann man da später einfach reinschrauben, wenn man z.B. Haken an der Wand befestigen will, oder braucht man (spezielle) Dübel? Danke schonmal für den Tipp!


Etwas Wärmedämmung ja, Schalldämmung keine Erfahrung (bei mir ist es nur ein Sockel vor der richtigen Wand) - vom Gefühl her sage ich, zusammen mit den recht schweren Fliesen reicht es.
Einfache Beplankung reicht; dafür gibt es ja unterschiedliche Dicken - ich würde ca. 2cm dicke Platten nehmen und die Stützen nicht zu weit (50 cm) auseinander. Eigentlich gibts da ja Standardmaße für die Bauplatten; lieber mal ins Datenblatt gucken.. Die Stöße sollten natürlich durch die Metallstreben möglichst weit gestützt werden; schien mir durch die etwas flexiblen, dicken Platten harmloser wie bei Gipskarton. Verspachtelt habe ich nicht: das macht der Fliesenkleber automatisch Allerdings Flexkleber, nicht zu dünn (grober Zahnspachtel), weil der Hartschaum doch etwas flexibel ist.
Kleinere Lasten hält das; da sind ja auch noch die Fliesen davor; ich würde wie bei Gipskarton Hohlraumdübel nehmen. Für kleine Haken normale Universaldübel, die halten schon vorne durch die Fliesen. Bei mir kein Problem, da ich auf der Höhe vom Spiegelschrank bis in die Wand bohren konnte... WC und Waschbecken sind natürlich nicht an dieser Wand, sondern auf extra Stahlständern. Bei schwereren Teilen würde ich einfach zwischen die Ständer Holzplatten setzen und mit den Ständern verschrauben, wie von Farbenpeter vorgeschlagen. Wenn die Holzplatten nicht am Boden aufstehen sollen, kannst Du ja noch Dachlatten als zusätzliche Stützen nehmen und alles erdbebensicher verschrauben...


Hallo,
doch nochmal eine Frage hinterher:
Da die Hartschaumplatten ja wärmedämmend wirken, muss ich mir Gedanken machen, dass die Außenwand als Wärmebrücke zum Schlafzimmer wirken könnte? Das Gebäude an sich ist außenisoliert und in der oberen linken Badecke ist die Dusche geplant. Jetzt wäre es halt nicht so günstig, wenn sich da ständig Kondenswasser bilden würde, da es in dem Eck so gut wie keine Luftzirkulation geben dürfte.

kleine Behelfsskizze:

Außenisolierung
--------------+--------+ Fenster + --
.Schlafen. | .Bad.
.................. ^ neue Trennwand

Ist da eigentlich auch eine Dampfbremse in der neuen Wand erforderlich?
Danke für eure Hilfe!


Hallo!
Ich war die ganze Zeit nicht daheim, darum konnte ich leider noch nicht antworten.
Ich werde heute Abend oder im Laufe des Tages Dir eine Antwort geben, gedulde Dich bitte.
:hmm:


Ja, ich hatte nach dem Umbau etwas Schimmelprobleme an der Decke über der Dusche - da also aufpassen! Ich habe dort den Gipsputz durch Zement ersetzt und mit Tiefengrund plus Latex gestrichen, seitdem ist Ruhe.
An der Wand denke ich mal, Hartschaum mit Fliesen bilden schon eine Dampfbremse; an der Dusche selbst würde ich die gesamte Fläche vor dem Fliesen mit Dichtband und Flüssigkunststoff streichen, am Rest der Wand evtl. noch die Fugen zwischen den Platten etwas anstreichen. Wenn Du auch den Boden machst, streiche mit dem Zeug eine wasserdichte "Wanne": die Fliesen (bzw. die Fugen) sind nicht völlig dicht.
An der Schlafzimmer-Seite weiss ich nicht - ich vermute mal, durch die Außenisolierung wirst Du keine Probleme mit Kondenswasser haben, solange Du das Bad nicht eiskalt werden läßt. Dort beplankst Du ja wohl mit Gipskarton? Einen Schrank würde ich nicht direkt in die Ecke schieben, damit etwas Belüftung bleibt; vielleicht kannst Du den ersten Meter der Zwischenwand auch noch etwas isolieren oder zur "Entkopplung" etwas Styropor einsetzen, wo die neue Wand auf die alte trifft.
Hallo Farbenpeter: hab ichs richtig erklärt??

Bearbeitet von chris35 am 27.09.2011 08:39:37


Also wegen der Ecke, ich hatte eher sorgen, weil beim Duschen die Raumluft in der Regel eher warm ist, aber die Wand vielleicht kalt sein könnte, weil das Schlafzimmer ja wenig bis nicht beheizt wird und dann könnte es da ja in der Dusche kondensieren...

Decke ist ein gutes Stichwort: Im Moment ist da so ne Decke mit Schilfrohrmatte +Zement & oben drüber Tapete und ich weiß nicht, ob ich die wegmachen soll. Geplant ist als Obermaterial Kunststoffpaneele, die ich aber eh etwas tiefer hängen würde (Lattengerüst mit imprägnierten Dachlatten) zwecks Hinterlüftung. Da würde die alte Decke im Prinzip nicht stören...

Boden will ich auch machen, denn der wird ja größer, wenn ich die Wand versetze, bleibt also gar nichts anderes übrig. Eigentlich hatte ich dadurch aber vor im bestehenden Teil des Bades über die alten Fliesen drüber zu Fliesen (ebene Fläche - wer weiß wies drunter aussieht) und im neuenTeil irgendwie auszugleichen. Eine geschlossene Wanne erscheint mir da schwierig.

Gruß schlseb

PS: Ist es eigentlich ok, wenn ich hier einfach weiterschreibe oder müsste ich mal nen neuen Thread aufmachen, wegen der Erweiterung? ;-)


Metallständerwand

Hallo, so nun hab ich Zeit.
Baue einfach eine Metalständerwand W112 wie in der Anleitung. Je nach Wandstärke kannst Du entsprechende Profile verwenden. Für die Badseite nimm bitte GKBI - Platten (grüne Platten). Wenn Du die Wand dämmen möchtest, musst Du entsprechend der Profilstärke Dämmplatten mit 40 oder 60 mm Durchmesser wählen.
Zwischen die Ständer kannst Du dann Mehrschichtplatten als Befestigungsgrundlage einbauen.
(IMG:http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/mehrschichtplatr7pxm4h5kv.jpg)

Foto: © by farbenpeter


Danach werden die Ständer beplankt. Bei den Innenwänden gibt es keine Probleme mit Kondenswasserbildung, außer, Ihr habt Minusgrade in Eurem Schlafzimmer.
Eigentlich ganz einfach.

Bearbeitet von kati am 27.09.2011 21:19:13

Zitat (schlseb @ 27.09.2011 - 19:46:09)
Also wegen der Ecke, ich hatte eher sorgen, weil beim Duschen die Raumluft in der Regel eher warm ist, aber die Wand vielleicht kalt sein könnte, weil das Schlafzimmer ja wenig bis nicht beheizt wird und dann könnte es da ja in der Dusche kondensieren...

Naja, etwas kondensieren wird ja immer im Bad, wenn Du richtig heißes Wasser nimmst :) )
Zitat
Eigentlich hatte ich dadurch aber vor im bestehenden Teil des Bades über die alten Fliesen drüber zu Fliesen (ebene Fläche - wer weiß wies drunter aussieht) und im neuenTeil irgendwie auszugleichen. Eine geschlossene Wanne erscheint mir da schwierig.

"Wanne" ist IMHO kein Problem: das ist nur ein ganz dünner Anstrich, auf dem Du direkt fliesen kannst. Müsste auf den alten Fliesen halten und auf Fließestrich im "neuen" Bereich. Dann einfach den Anstrich ein Handbreit an den Wänden hochziehen und die Dusche komplett damit streichen. Bei mir hat der Fliesenleger seinen Azubi das machen lassen: der hat großzügig die Wände mitgemacht; an der Dusche musste ich alles noch mal überstreichen
Zitat
PS: Ist es eigentlich ok, wenn ich hier einfach weiterschreibe oder müsste ich mal nen neuen Thread aufmachen, wegen der Erweiterung? ;-)

Da wird sich Mod Kati schon melden - aber ich denke, wir hatten da noch ganz andere Themendrifts

Bearbeitet von chris35 am 27.09.2011 21:03:02

Zitat (schlseb @ 27.09.2011 - 19:46:09)


Decke ist ein gutes Stichwort: Im Moment ist da so ne Decke mit Schilfrohrmatte +Zement & oben drüber Tapete und ich weiß nicht, ob ich die wegmachen soll. Geplant ist als Obermaterial Kunststoffpaneele, die ich aber eh etwas tiefer hängen würde (Lattengerüst mit imprägnierten Dachlatten) zwecks Hinterlüftung. Da würde die alte Decke im Prinzip nicht stören...

abgehängte Decke

Du kannst auch eine Gipskartondecke einbauen. Mit einer solchen Decke trägst Du zum besseren Wohnklima bei. Gipskarton kann Feuchtigkeit aufnehmen und später langsam wieder abgeben. Versiegelte Decken bzw. Wände nehmen keine Feuchtigkeit auf.
Chris hat Dir sehr gute Ratschläge zum Isolieren der Anschlussfugen gegeben.

Zitat (farbenpeter @ 27.09.2011 - 21:14:50)
Du kannst auch eine Gipskartondecke einbauen. Mit einer solchen Decke trägst Du zum besseren Wohnklima bei. Gipskarton kann Feuchtigkeit aufnehmen und später langsam wieder abgeben. Versiegelte Decken bzw. Wände nehmen keine Feuchtigkeit auf.

Gute Idee: da wird kaum Dampf durchkriechen können und unsichtbar an der alten Decke schimmeln - und sollte so einer Platte mal was passieren, kannst Du sie leicht austauschen - aber die Luftschicht im abgehängten Bereich isoliert ja auch noch etwas, so daß die Platten nicht so kalt werden. Über der Dusche sicher "grüne" Platten, oder?

Bearbeitet von chris35 am 27.09.2011 21:26:22

Zitat (chris35 @ 27.09.2011 - 21:26:07)
Gute Idee: da wird kaum Dampf durchkriechen können und unsichtbar an der alten Decke schimmeln - und sollte so einer Platte mal was passieren, kannst Du sie leicht austauschen - aber die Luftschicht im abgehängten Bereich isoliert ja auch noch etwas, so daß die Platten nicht so kalt werden. Über der Dusche sicher "grüne" Platten, oder?

Hi Chris!
Im Bad nur grüne Platten verwenden.

*schäm*


Zitat (chris35 @ 27.09.2011 - 21:57:00)
*schäm*

Neeee neeeeeeeeeeeee

Also alte Decke lassen, darunter abgehängt grüne Gipsplatte, dann auf die Platte Kunststoffpaneele? Oder muss da nochmal Platz zwischen rein?


Wenn Dir die Plastik-Optik besser gefällt: ich denk mal, die Dinger können direkt rauf. Ich würde die Gipskartonplatten einfach an den Stößen verputzen und weiß streichen
Lässt Du eigentlich auch Strom und Wasser neu verlegen? War mir sicherer, als bei einem Schaden mal die neuen Fliesen rausreißen zu lassen - und gar nicht so teuer: konnte ja alles "auf Putz" gemacht und hinter den Platten versteckt werden.


Zitat (schlseb @ 27.09.2011 - 23:18:52)
Also alte Decke lassen, darunter abgehängt grüne Gipsplatte, dann auf die Platte Kunststoffpaneele? Oder muss da nochmal Platz zwischen rein?

Guten Morgen!
Gipskartonplatten an den Stößen verspachteln, schleifen, mit Anstrichvlies tapezieren und streichen. Wenn Du nicht nur streichen möchtest, kannst Du auch alles andere mit anstellen, z. B. Spachteltechnik oder Streichputz. Du solltest Deine Flächen nicht unbedingt, mit den Kunststoffpaneelen, versiegeln. Die Anschlußfuge zwischen Wand und Decke wird mit Acryl Fugendicht ausgespritzt.

Bearbeitet von farbenpeter am 28.09.2011 07:47:50

@chris35: Hab ich vor ja - und ein neues Fenster und ne neue Türe einsetzen.

@farbenpeter: Was spricht gegen Kunststoffpaneele? Dachte mir die sind robust, sehen nicht schlecht aus, können bei Bedarf Halogenspots fassen (hab mich noch nicht entschieden, was die Beleuchtung angeht) und sind auch einfach zu montieren. Allerdings hatte ich ja eigentlich auch keinen Gipskarton drunter vorgesehen, was dann vielleicht nicht so viel Sinn macht?
Was ist Anstrichvlies?

Bearbeitet von schlseb am 28.09.2011 18:03:47


Zitat (schlseb @ 28.09.2011 - 17:58:37)
@chris35: Hab ich vor ja - und ein neues Fenster und ne neue Türe einsetzen.

@farbenpeter: Was spricht gegen Kunststoffpaneele? Dachte mir die sind robust, sehen nicht schlecht aus, können bei Bedarf Halogenspots fassen (hab mich noch nicht entschieden, was die Beleuchtung angeht) und sind auch einfach zu montieren. Allerdings hatte ich ja eigentlich auch keinen Gipskarton drunter vorgesehen, was dann vielleicht nicht so viel Sinn macht?
Was ist Anstrichvlies?

Hi!
Auch in die Gk Decke kannst Du Lampen einbauen.
Ich finde es nicht gut, wenn so viele Flächen im Bad versiegelt sind! Boden und Wände mit Fliesen, die Decke aus Kunststoffpaneelen, wo soll da die Feuchtigkeit hin??? Es sollten immer Flächen geben die Feuchtigkeit aufnehmen und später wieder abgeben.

Hallo,
da der renovierende Mensch ab und zu auch was arbeiten muss, melde ich mich erst jetzt wieder. Also Paneele fände ich auch von der Optik her halt nicht schlecht, ne Platte ist mir irgendwie zu langweilig. Was haltet ihr denn von Holz statt Kunststoff, das immerhin könnte auch atmen, allerdings weiß ich jetzt nicht, wie das sinnvollerweise behandelt sein müsste. Farblich wäre halt weiß bzw. so ein abgeschliffenes weiß, wo man die Maserung durch sieht nicht schlecht.


Holz bringt IMHO nicht viel für den Wasserdampf - warnen muss ich vor den Pseudo-Holz-Paneelen, die ich mal im Keller verbaut habe: billigstes Pappzeug mit dünner, bedruckter Papierfolie, die schnell schimmelt, wo z.B. ein feuchtes Handtuch hängt.
Für normale Räume gebe ich Farbenpeter Recht: ordentlicher Putz oder Gipskarton sorgt da für ein besseres Raumklima, wenn Wasserdampf aufgenommen und langsam abgegeben wird. Im Bad hab ich so meine Zweifel: da fallen auf einen Schlag solche Mengen Wasserdampf an, daß ich sie lieber an der Oberfläche hätte, wo sie schnell wieder wegtrocknen. Die "grüne" Gipskartonplatte ist ja extra so imprägniert, daß wenig Wasser eindringt: die "atmet" dann wohl auch ziemlich flach..
Ich lüfte lieber gründlich nach dem Duschen und lasse die Zimmertür auf. Ventilator hilft auch: der sollte aber schon kräftig sein und hin und wieder gereinigt werden.
Bedenken hätte ich bei Stellen, wo der Wasserdampf leicht hinkriechen (ist ja ein Gas) und kondensieren kann: das flüssige Wasser bleibt dann länger da und kann über die Jahre unbemerkt vor sich hin schimmeln - gerade bei abgehängten Decken, die nach unten nicht dampfdicht sind. Also Paneele nicht einfach abhängen: Folienkonstruktion oder eben grünen Gipskarton als Sperre nach oben.


Noch ne Frage: Da meine Wand Bad und Schlafzimmer trennt und direkt an der Wand Dusche und Badewanne stehen und somit im Badinnern Installationszone 0 bzw. 1 vorliegt, inwiefern sind davon Leitungen/Verteilerdosen/Schalter/Steckdosen auf der Seite im Schlafzimmer betroffen? Laut wikipedia dürfen in den Schutzbereichen 0, 1 und 2 nur Kabel und Leitungen verlegt werden, die zur Versorgung der dort liegenden Betriebsmittel dienen. Wird eine mineralische Restwanddicke von min. 6 cm eingehalten, so entfallen die Schutzbereich-Einteilungen für diese Kabel und Leitungen. Nur der letzte Punkt trifft ja für eine Trockenbauwand in der Form wie ich sie Plane nicht zu, oder? Allerdings gab es 2008 wohl ein paar Änderungen in der DIN VDE 0100-701, deswegen weiß ich nicht wie aktuell wikipedia hier wirklich ist und welche Möglichkeiten es in dem Fall gibt. Kann doch wohl nicht sein, dass man auf der Rückseite der Wand nichts installieren darf, oder?


Du kommst ja mit Fragen, ich hätte da so meine Zweifel, ob jeder Elektriker das so korrekt machen würde
Vielleicht mal eine PM an Gutdrauf...
Ein FI für das Bad sollte ja eh sein; wenn ich die VDE richtig verstehe, kannst Du die Leitung vom Nachbarraum einfach mit reinnehmen; wäre ja fürs Schlafzimmer auch nicht schlecht. Zu den Änderungen 2008 habe ich hier noch was gefunden: scheint eher einfacher geworden zu sein.

Bearbeitet von chris35 am 04.10.2011 21:56:18


Das hab ich auch gefunden, eher einfacher - ja, aber gerade diese Ausnahmen bei der Verlegung haben mich eher verwirrt und deswegen wollte ich mal nachfragen, wie ich das für meine konkrete Situation anwenden muss. PM ist raus, mal sehen ob er sich meldet.


O.K. ich antworte mal hier.

Da mein Arbeitsgebiet nicht die Hausinstallation war und ich schon lange Zeit nicht mehr in dem Bereich tätig bin, kenne ich auch nicht die neuesten Vorschriften.
Die 6cm machen schon Sinn, auch in deiner Trennwand, es soll verhindert werden, das z.B, beim Bohren für eine Duschstange eine Leitung angebohrt wird und die Stange dann unter Strom steht. Ich weiß auch nicht, was du da installieren willst.

Solche Installationen sollte der Fachmann ausführen, ansonsten bist du bist verantwortlich für dein Tun.



Übrigens ein FI-Schutzschalter (besser mehrere) macht immer Sinn und schützt Gebäude und Leben.

Bearbeitet von gutdrauf5 am 05.10.2011 08:37:28


Fi ist klar und auch bereits vorhanden. 6cm hätte ich näherungsweise auch, aber halt nicht mit entsprechender mineralischer Restwanddicke, da die Wand ja innen hohl ist (oder zählt Dämmung mit Mineralwolle dazu? )
Ich hab auch schon überlegt, dass dann doch von nem Elektriker machen zu lassen, aber ich wollte es jetzt halt wegen der Wand wissen, denn die würde ich bald einbauen und es wär recht ungeschickt, wenn ich dann im Nachhinein feststellen müsste, dass mein Schlafzimmer leider ohne Lichtschalter auskommen muss...


Es ist schwierig aus der Entfernung zu beurteilen.
Wenn es nur für die Lichtschalter geht, gibt es noch Möglichkeiten.
-Schalter und Leitungen auf Putz.
-Entweder die Schalter über Niederspannung oder Funkschalter(mit Batterie).

Bearbeitet von gutdrauf5 am 05.10.2011 20:15:47


Also, ich werde an der Seite mit dem Schalter jetzt noch ne zusätzliche Platte drauf schrauben (hat grad noch so Platz) und den Schalter mit UP-Dose in einen Porenbetonstein einsetzen, den ich dann in die Wand einlasse. Damit habe ich dann 2*1,25+2+5-4=5,5 cm Restwanddicke zusammen mit den Fliesen + Kleber, was noch on top kommt sollte es dann gerade reichen. Material für die Wand habe ich heute besorgt. Hoffe ich kann dann hier bald noch ein paar Bilder vom Aufbau einstellen. Danke mal an alle Beteiligten für die Hilfe.


Frag doch erstmal den Elektriker, der das dann sowieso machen soll: wie ich es verstehe, reicht für Schutzbereich soundsoviel, die Leitung in ein Rohr zu setzen - beim Schalter vielleicht eine Metallplatte dahinter (Hohlraumdose aus Metall). Aber ob der Schalter überhaupt noch in dem Bereich liegt?

Bearbeitet von chris35 am 07.10.2011 06:23:32


Ergänzung (nach nochmal Gucken im Wiki): für die Leitungen müsstest Du in der Installationszone an der Decke Platz haben; versuch einfach, mit Schaltern und Steckdosen auch auf der Rückseite ausserhalb der Zone 2 zu bleiben (60 cm von der Dusche) - notfalls Schalter über Niederspannung oder Funk. Mach es dem Elektriker nicht so schwer mit Interpretation der neuesten VDE

Bearbeitet von chris35 am 07.10.2011 06:51:08


Zitat
Frag doch erstmal den Elektriker, der das dann sowieso machen soll:

Der findet bestimmt eine gute Lösung, vor Ort ist das besser zu lösen.

Zitat
für die Leitungen müsstest Du in der Installationszone an der Decke Platz haben;

Ja, über 2,25m

Zitat
Mach es dem Elektriker nicht so schwer mit Interpretation der neuesten VDE

Gibt es denn eine Neue
Der Meister bekommt in der Regel die neuesten Vorschriften im Abo.
Ob er die aber immer genau liest und seinen Gesellen mitteilt steht auf einem anderen Blatt.
Es soll mit dieser Vorschrift eben sichergestellt werden das keine Spannung in den Schutzbereich gelangen kann.

Wow, Profis! Top Tipps... Warum sind das alles ehemalige Mitglieder?!


Guck doch mal nach dem Datum des letzten Beitrags..... :pfeifen:


Möglicherweise stammt dieses Thema auch von Frag-Vati und wurde hier rübergezogen. Dann stehen auch alle Vati-Mitglieder als ehemalig hier drin...


So wird es sein. :daumenhoch:



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