Seitan Filet richtig zubereiten?


Hallo allerseits!
Ich versuche schon seit einiger Zeit Seitan Filets selbst zu machen. Nachdem ich jetzt endlich gemerkt habe, wie man es richtig würzt, ist jetzt nur noch die Frage der Konsistenz da: es ist leider einfach zu gummig. Und wenn ich mich an die Anleitung bei dem Seitan fertigmix halte, wird es auch nie ganz durch. Sprich ich muss es meistens statt den angegebenen 20 Minuten über 1 Stunde kochen lassen. Und leider wird es dann trotzdem ziemlich zäh :(

Kann mir da jemand helfen?


Ist das was Vegetarisches?

Nö, das muß ich nicht wissen, wie man sowas herstellt, damit man es auch essen kann. Außerdem frage ich mich immer, warum denn unbedingt etwas nach Fleisch schmecken muß, wenn selbiges doch eigentlich gar nicht gegessen wird?


Zitat (Brandy @ 07.02.2017 22:07:57)
Ist das was Vegetarisches?

Nö, das muß ich nicht wissen, wie man sowas herstellt, damit man es auch essen kann. Außerdem frage ich mich immer, warum denn unbedingt etwas nach Fleisch schmecken muß, wenn selbiges doch eigentlich gar nicht gegessen wird?

Es ist sogar etwas Veganes.

Menschen sind Gewohnheitstiere und wenn man 30 Jahre lang an Fleisch, seine Konsistenz und seine Anwendungen gewöhnt ist, mag man darauf vielleicht nicht mehr verzichten. Meiner Meinung nach geht es meist weniger genau um den Geschmack, sondern einfach ein Stück "etwas" zu haben, das man sich auf ein Brötchen als Burger, zu den Pommes, in einer Reispfanne oder wie auch immer verwenden kann.

Wenn man aber die Entscheidung fasst, nicht mehr an milliardenfacher Grausamkeit und Mord beteiligt zu sein wollen, dann hört man eben auf, Fleisch zu essen.

Manchen Leuten fällt es dann aber schwer, ihre Gewohnheiten zu ändern, gerade am Anfang. Wieso sollten sie denn dann auf ihre Lebensweise verzichten, wenn es "ähnliche" Produkte herstellen kann?

Wenn ein Mensch von Klein auf ohne Fleisch aufwächst und nicht darauf konditioniert ist, wäre das eine andere Sache. Das gibt es aber bei uns leider noch viel zu wenig.

Zitat (porcini @ 10.02.2017 07:50:17)
Es ist sogar etwas Veganes.



Wenn man aber die Entscheidung fasst, nicht mehr an milliardenfacher Grausamkeit und Mord beteiligt zu sein wollen, dann hört man eben auf, Fleisch zu essen.

Wenn ein Mensch von Klein auf ohne Fleisch aufwächst und nicht darauf konditioniert ist, wäre das eine andere Sache. Das gibt es aber bei uns leider noch viel zu wenig.

......und das ist auch gut so, denn mittlerweile dürfte es wohl jedem bekannt sein, daß eine absolut fleischlose Ernährung alles andere als gesund ist. Auch und erst recht, wenn manche Menschen auch noch anfangen, ihre Kinder nur noch mit Körnerfutter ernähren. Diese Art und Weise, sich an Kindern ernährungsmäßig zu versündigen, kann im schlimmsten Fall zum Tod des Kindes führen.

Das und vieles andere sollten sich die ach so ernährungsbewußten Körner-Vertilger in einem lichten Moment mal vor Augen halten.

Zitat (Brandy @ 10.02.2017 08:59:21)
......und das ist auch gut so, denn mittlerweile dürfte es wohl jedem bekannt sein, daß eine absolut fleischlose Ernährung alles andere als gesund ist. Auch und erst recht, wenn manche Menschen auch noch anfangen, ihre Kinder nur noch mit Körnerfutter ernähren. Diese Art und Weise, sich an Kindern ernährungsmäßig zu versündigen, kann im schlimmsten Fall zum Tod des Kindes führen.

Und hat sogar schon dazu geführt.

Es gibt inzwischen sogar Fälle wo Eltern das Sorgerecht entzogen wurde.

Hier ein veganer "Auswuchs" der skurrilen Art aus der heutigen Zeitung: In Limburg hat eine Veganerin den Pfarrer darum ersucht, das im kirchlichen Glockenspiel enthaltene Kinderlied Fuchs du hast die Gans gestohlen, nicht mehr abzuspielen. Zum einen, weil der Fuchs nicht vegan ist und zum anderen, weil am Ende des Liedes der Jäger den Fuchs mit dem Schießgewehr totschießt.

Ich dachte, ich hätte einn Sehfehler, als ich diesen Schwachsinn gelesen habe!


:labern: rofl na toll... wer putzt jetzt meinen Bildschirm???? Nu hat der Kaffeeflecken (nur vegetarische, keine vegangen... ist Milchkaffee gewesen :hihi: )


Zitat (Brandy @ 10.02.2017 10:30:06)
Hier ein veganer "Auswuchs" der skurrilen Art aus der heutigen Zeitung: In Limburg hat eine Veganerin den Pfarrer darum ersucht, das im kirchlichen Glockenspiel enthaltene Kinderlied Fuchs du hast die Gans gestohlen, nicht mehr abzuspielen.

Hier einer der zahlreichen Presseartikel zum Thema. :lol:

Stimmt, es war das Glockenspiel am Rathaus, nicht an der Kirche.

Aber dieser Irrtum meinerseits macht diese unsinnige und haarsträubende Posse nicht ernsthafter!

Bearbeitet von Brandy am 10.02.2017 12:54:20


Zitat (Brandy @ 10.02.2017 12:53:59)
Stimmt, es war das Glockenspiel am Rathaus, nicht an der Kirche.

Aber dieser Irrtum meinerseits macht diese unsinnige und haarsträubende Posse nicht ernsthafter!

Ich habe auch nicht über dich gelacht, sondern über diesen vorgezogenen Karnevalsscherz. :freunde:

Alles gut, Jeannie, ich hab mich auch keinesfalls ausgelacht gefühlt. :blumen: :blumen:

Mir ist heut früh fast das Frühstück aus'm Gesicht gefallen, als ich diesen haarsträubenden Blödsinn gelesen hab. rofl


Der Veganer an sich ist schon, sagen wir, merkwürdig. Das heißt aber noch lange nicht, dass auf jeden Pups von ihnen eingegangen werden muss.:nene:
Nun fehlt nur noch eine Limburger Bürgerbewegung "zur Wiederherstellung des originären Glockenspiels". rofl


Eigentlich ist die Beschwerde wider den Sinn von Veganern: Sie sollten doch froh sein, dass der Fuchs die Gans gestohlen hat, denn der hat ja noch eine Chance, dem Jäger mit seinem Schießgewehr zu entkommen - sogar mitsamt Gans. :P
Dann ist die Gefahr, dass Menschen die Gans bekommen und sogar essen doch gebannnt. :pfeifen:


Zitat (Brandy @ 10.02.2017 08:59:21)
......und das ist auch gut so, denn mittlerweile dürfte es wohl jedem bekannt sein, daß eine absolut fleischlose Ernährung alles andere als gesund ist. Auch und erst recht, wenn manche Menschen auch noch anfangen, ihre Kinder nur noch mit Körnerfutter ernähren. Diese Art und Weise, sich an Kindern ernährungsmäßig zu versündigen, kann im schlimmsten Fall zum Tod des Kindes führen.

Das und vieles andere sollten sich die ach so ernährungsbewußten Körner-Vertilger in einem lichten Moment mal vor Augen halten.

Dann bin ich ja froh, dass noch kein fleischessendes Kind aufgrund seiner Ernährung gestorben ist ;)

Mir konnte zumindest noch niemand erklären, was jemandem bei einer fleischlosen Ernährung fehlen sollte. Und wenn einer mit Eiweiß anfängt, werde ich den Rest der Diskussion ignorieren :)

Mal ehrlich, ich will hier keine Grundsatzdiskussion anstoßen, aber anhand der wissenschaftlichen Ernährungsstudien zeichnet sich ab, dass vegetarische und vegane Menschen gesünder sind als fleischessende und ich bin davon überzeugt, dass es in den nächsten Jahren auch immer mehr Menschen verstehen. Warten wir einfach ab.

Zitat (porcini @ 10.02.2017 19:29:34)
Mir konnte zumindest noch niemand erklären, was jemandem bei einer fleischlosen Ernährung fehlen sollte.

Spontan fällt mir Vitamin B12 ein.

Aber du hast Recht: Diskussionen mit reinen Pflanzenessern führen zu keinem Ergebnis.

Zitat
aber anhand der wissenschaftlichen Ernährungsstudien zeichnet sich ab, dass vegetarische und vegane Menschen gesünder sind als fleischessende


Ich bin sicher, daß es genauso viele Studien dagegen gibt. :D

Zitat (Jeannie @ 10.02.2017 19:54:09)
Spontan fällt mir *** Link wurde entfernt *** ein.

Aber du hast Recht: Diskussionen mit reinen Pflanzenessern führen zu keinem Ergebnis.

Es ging an dieser Stelle um fleischlos, nicht rein pflanzlich.

Es hat bereits mehrere Todesfälle bei Kindern durch vegane Ernährung gegeben.

Und richtig, auch Kinder, deren Nahrung Fleisch enthält, können sterben, aber sicher nicht bedingt durch den Fleischkonsum.

Aber ich möchte ebenfalls nicht darüber diskutieren, denn es bringt nichts ein, mit Veganern darüber zu reden.

Bearbeitet von Brandy am 10.02.2017 20:26:10


Zitat (viertelvorsieben @ 10.02.2017 20:09:41)
Ich bin sicher, daß es genauso viele Studien dagegen gibt. :D

Ja, gibt es, da gebe ich dir Recht :) (gibt es bei Ernährungsstudien immer, egal, was man testet)

Bei der Ernährung kann man nie genau antworten.

Dennoch: sind die meisten vegetarischen/veganen Menschen gesund? Ja
Gibt es vegetarische/vegane Menschen, die sich falsch ernähren? Na klar

Gibt es beides bei Menschen, die Fleisch/Tierprodukte essen? Absolut

Ist vegetarisch/vegan gesünder als Fleischkonsum? Fraglich, aber was die Mehrheit an Studien zeigt, tendentiell ja

Okay okay, lasst uns diese Diskussion lieber beenden.

Es ist okay, wie sich jeder entscheiden, ich mag niemanden von euch bekehren und wir kommen so nicht weiter :)
Ich stehe dazu, was ich sage, aber jeder darf es so machen, wie er möchte.

Um der ganzen Diskussion den Zündstoff zu nehmen, bevor es zu einem Streit ausartet, ist das mein letzter Beitrag zu diesem Thema.

Sorry an den Themensteller, dass das so ausgeartet ist. Ich hätte es mir schon denken können, shame on me :unsure:


Zitat (porcini @ 10.02.2017 20:32:45)
ist das mein letzter Beitrag zu diesem Thema.

wunderbar. :pfeifen:

Natürlich kann jeder essen was er mag, aber Babys oder Kinder, die das noch nicht für sich entscheiden können, sollten doch in etwa so ernährt werden, wie es von Kinderärtzten empfohlen wird.

Natürlich gibt es auch das anderen Extrem: adipöse Kinder die von ihren Eltern mit ungesunden Lebensmitteln vollgestopft werden. Auch da wurde schon das Sorgerecht entzogen.

Eine Frage stellt sich mir noch "Stillen vegane Mütter ihre Babys eigentlich?"
Muttermilch ist ja nicht vegan. Und wenn nicht, womit werden sie dann ernährt?


Mit Seitan kann ich dir auch nicht weiterhelfen, schmeckt mir nicht. Schau doch mal in ein Vegetarierforum. Hier wirst du mit Sicherheit nicht fündig.

Zitat (VIVAESPAÑA @ 11.02.2017 10:17:55)

Eine Frage stellt sich mir noch "Stillen vegane Mütter ihre Babys eigentlich?"
Muttermilch ist ja nicht vegan. Und wenn nicht, womit werden sie dann ernährt?

Ich habe eine (entfernte) Freundin, die vegan lebt, ihr Mann ist Vegetarier. Hab sie länger nicht gesehen, weiß aber, dass sie ihr Kind stillt. Wieso sollte Muttermilch ein tierisches Erzeugnis sein?

Bearbeitet von HörAufDeinHerz am 11.02.2017 13:32:46

Zitat (HörAufDeinHerz @ 11.02.2017 13:26:43)
Wieso sollte Muttermilch ein tierisches Erzeugnis sein?

Weil der Mensch biologisch gesehen zu den Säugetieren gehört. :pfeifen:

Eine Menschen-Mutter ist für mich genau so eine Mutter für ihr Kind, wie auch eine Tier-Muttter eine Mutter für ihr Kleines ist und auch schon deshalb bin ich der Ansicht, daß sich diese Körner..esser ab und an mal auch ganz schön selbst was vormachen.
Warum z. B. muß das, was bei denen in die und aufs Brot kommt, nach Wurst und Fleisch schmecken, wenn sie es doch ablehnen, so etwas zu essen?

Entweder, ich entsage diesen Gelüsten und Genüssen gänzlich und mache mir auch nicht vor, was fleischiges zu essen, oder ich esse weiter wie bisher und laß mir halt dann und wann ein Schnitzel, Steak, Braten oder auch mal ein Stück vom Geflügel genüßlich auf der Zunge zergehen. Das ist wenigstens ehrlich!


Zitat (Brandy @ 11.02.2017 13:52:23)
Entweder, ich entsage diesen Gelüsten und Genüssen gänzlich und mache mir auch nicht vor, was fleischiges zu essen, oder ich esse weiter wie bisher und laß mir halt dann und wann ein Schnitzel, Steak, Braten oder auch mal ein Stück vom Geflügel genüßlich auf der Zunge zergehen. Das ist wenigstens ehrlich!

Ich ersetze "ehrlich" durch "konsequent", schließe mich dann deinen Ausführungen an. :)

Zitat (Jeannie @ 11.02.2017 13:50:07)
Weil der Mensch biologisch gesehen zu den Säugetieren gehört. :pfeifen:

Darum gehts doch nicht. Muttermilch ist nun mal kein tierisches Erzeugnis.

Und dass man den Geschmack von Fleisch nach wie vor gut findet, weil man so aufgewachsen und konditioniert ist, ist für mich auch nachvollziehbar und stört mich vor allem auch nicht. Was ist denn so schlimm daran, was nimmt euch das weg? Es gibt eine dreistellige Millionen-Anzahl von Vegetariern weltweit (irgendwas zwischen 400 und 800 Millionen, genaue Zahl hab ich vergessen), da zu behaupten, die wären alle krank ist doch lachhaft.

Was habt Ihr eigentlich immer gegen Vegetarier? So krass wie hier bei FM erlebe ich das echt nirgends.

Zitat (HörAufDeinHerz @ 11.02.2017 14:08:37)
Was habt Ihr eigentlich immer gegen Vegetarier?

Gar nicht immer - nur gegen militante und missionarische.

Soll ruhig jeder nach seiner Fasson glücklich werden.
Dieses Recht nehme ich aber auch für mich in Anspruch, ohne mich ständig belehren zu lassen.

Ich sehe am Eingangsposting gar nichts Militantes und auch nichts Missionarisches, aber dann kommt gleich die Frage, warum etwas nach Fleisch schmecken soll, obwohl es keins ist - dabei war das gar nicht Thema, sondern wie man Seitan zubereitet (das übrigens auch mMn nicht nach Fleisch schmeckt, sondern nach - nichts. Nur in japanischen Restaurants habe ich das mal in lecker gegessen.) Auch Porcini sagt meiner Einschätzung nach nur ihre Meinung und ist nicht militant. Die Meinung muss man ja nicht teilen, aber gleich wird ein abstruses Beispiel angeführt, um zu zeigen, wes Geistes Kind die ganze Gruppe der fleischlosen Esser doch ist.

Nochmal zum Fleischgeschmack: wenn jemand Süßstoff anstatt Zucker benutzt, wird er ja auch nicht gefragt, was das soll und wenn er den Geschmack nach Süßem haben will, solle er gefälligst Zucker und kein Kunstprodukt zu sich nehmen, alles andere wäre inkonsequent. Mich würde das wirklich mal interessieren, was daran in euren Augen so verwerflich ist. Ich frage übrigens höflich, nicht, dass mich jemand falsch versteht.


Zitat (Jeannie @ 11.02.2017 14:12:03)
Gar nicht immer - nur gegen militante und missionarische.

Soll ruhig jeder nach seiner Fasson glücklich werden.
Dieses Recht nehme ich aber auch für mich in Anspruch, ohne mich ständig belehren zu lassen.

Stimme Dir voll und ganz zu, Jeannie :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch:

Wenn die Vegetarier und Veganer für sich in Anspruch nehmen, ihre Art zu essen und zu leben teilweise lautstark und sehr oft auch auf missionarische Weise verteidigen zu müssen, nehmen wir "Allesesser" unsere Art zu essen und zu leben ebenfalls zum Anlaß, diese genau so zu verteidigen!

Es hat übrigens niemand behauptet, die Vegetarier und/oder Veganer seien krank. :nene:

Ich habe selbiges jedenfalls hier nicht gelesen. :keineahnung:

Der Vergleich "Süßstoff -> Zucker" hinkt ein klein wenig, das möchte ich als Diabetikerin sagen.

Ich wurde in einem Hotel beim Frühstück schon mal übel angegangen, weil ich ein gekochtes Ei aß und man ja schließlich nicht den Embryo eines Huhns isst :wacko: Manche Vegetarier und Veganer sind mir suspekt, ich halte da eher Abstand. Mögen sie ihre Überzeugung leben, ich die meine.


rein vegane ernährung halte ich für heranwachsende ebenfalls nicht für empfehlenswert. da ist zu viel, was den kindern fehlen würde. und es kann nicht sinn der sache sein, bereits babys zusatzstoffe in form von pulvern und andere darreichungsformen zu verabreichen.

die meisten veganer wollen sich so wenig wie möglich an tierischem leid beteiligen. daran ist nichts schlechtes, das finde ich höchst ehrenwert. was daran verkehrt oder sogar schlecht sein soll, vegane oder vegetarische produkte zu verspeisen, die an die herkömmlichen produkte erinnern, leuchtet mir nicht ein. oft ist es das gefühl beim kauen oder der einsatz der typischen gewürze, die ein gericht erst zum genuss machen. ich empfinde keine andere küche als so spannend wie die vegane, weil dort sehr viel auf gewürze und frische geachtet wird. viele der alternativprodukte wie hafermilch oder reismilch mag ich nicht. ich ziehe meinen hut vor jedem, der abwechslungsreiche köstlichkeiten rein vegan zustande bringt, und das auch noch aus überwiegend regionalen produkten. da bin ich noch lange nicht, obwohl ich schrecklich gern koche und es auch ganz gut kann.

missionierung von veganer seite habe ich hier keine gelesen. es ist wirklich keine seltenheit, dass veganer allein aufgrund ihrer ernährung von fleischessern verbal angegriffen oder sogar verhöhnt werden, sobald ihre ernährungsweise bekannt wird. und zwar ohne dass sie sich in irgendeiner form zum konsum von tierischen produkten äußern. das ist lächerlich. das wird mir immer wieder bestätigt, und ich erlebe es auch, wenn ich mit veganern einkaufe. es ist für mich immer wieder absurd, wie wildfremde menschen sich aufregen können, sobald sie bei einem anderen kunden beispielsweise vegetarische schnitzel oder eine mischung für getreidebratlinge im einkaufwagen entdecken. was die schei..e soll, blöde weltverbesserer, die glauben wohl, was besseres zu sein und vieles mehr.

schlimmeres erlebe ich nur, wenn ich mit orthodoxen männlichen juden einkaufen gehe, die auf koschere produkte wert legen und treife vermeiden wollen oder müssen. was ich dabei oft an blicken, kommentaren und gesten anderer kunden mitbekomme, macht mich jedesmal fassungslos und wütend. da geht es nicht nur um die ernährungsweise an sich, sondern auch um religion und politik.

seltsamerweise wird niemand dafür angegriffen, wenn er koffeinfreien kaffee trinkt oder auf den bereits erwähnten süßstoff zurückgreift, und seit einigen jahren ist das gelächter auch nicht mehr so groß, wenn jemand alkoholfreies bier oder wein ohne alkohol trinken will. :pfeifen:

es kann niemand behaupten, dass für ihn niemals ein tier leiden musste oder muss. irgendwo in der kette der nahrungsmittel, die veganer zu sich nehmen, leidet jemand, und seien es auch "nur" die regenwürmer und andere kleintiere, die vom traktor auf dem gemüsefeld totgewalzt werden. aber die bestrebungen von veganern, auch von fleischessern, leid von mensch und tier zu mindern, betrachte ich mit wohlwollen und hochachtung, nicht mit gelächter, aggression und hohn.

an die themenerstellerin: manchmal zahlt man viel lehrgeld, um ein produkt richtig zubereiten zu können. ich verwende seitan nicht, aber ich habe es schon öfter gekostet, und richtig zubereitet und gewürzt war es köstlich. manchmal soll einfrieren helfen, wie bei tofu. in den geschäften, wo du es kaufst, gibt es gewiss auch tipps, wie man seitan richtig zubereitet. oder auf foren. viel erfolg! :blumen:


Zitat (Drachima @ 11.02.2017 17:05:05)
Der Vergleich "Süßstoff -> Zucker" hinkt ein klein wenig, das möchte ich als Diabetikerin sagen.

nur dann, wenn man diabetiker ist. aber es geht bei der wahl der alternativen nicht um notwendige bevorzugung, sondern um freiwillige entscheidungen, die medizinisch nicht notwendig wären.

Guten Tag,

was doch diese Frage wieder für ein wunderbares Beispiel ist, wenn etwas zur veganen Ernährung, in dem Fall ja nur zur Zubereitung eines Lebensmittels(!) erfragt wird, wieviele Menschen sich genötigt fühlen, ihren nicht direkt zur Frage gehörenden Senf abzugeben....

Umgekehrt habe ich solches noch nie beobachten können...., also dass sich Veganer oder Vegetarier mit etlichen Kommentaren ( zuviel Fleisch ist ebenso ungesund, Masttierhaltung, Antibiotikaeinsatz, Ressourcenverbrauch usw.) zu einer Frage zur Fleischzubereitung auslassen... !

Ganz abgesehen davon, dass mir - allerdings nicht nur hier -, schon oftmals aufgefallen ist, dass sich aufgrund einer teilweise unqualifizierten Kommentarflut der Fragesteller - meist eingeschüchtert oder genervt - dann gar nicht mehr zur Wort melden...

Soweit zur Toleranz, wenn sich Menschen entgegen dem Mainstream ernähren. :kotz:

Gruß eloy

Bearbeitet von eloy am 13.02.2017 02:22:30


Ich esse Seitan wirklich gerne, weil ich es lecker finde, wenn man weiß, wie man es richtig zubereitet. Und ich es auch ziemlich cool finde, dass man dem ganzen den Geschmack geben kann, den man will und das aus einer einzigen Grundbasis.

Solch eine Art von Diskussion wollte ich definitiv nicht als Antwort und war in keinster Weise meine Intention.

Auch wenn ich nicht vegan lebe (und ja ich esse trotzdem gerne Seitan !!), finde ich es ziemlich gemein, dass ich Veganer so runter macht! Keiner sagt was, wenn jemand eine gewisse Diät macht, aber Veganer werden gleich bis auf kleinste Stück fertiggemacht und haben gleich Vitamindefizite und Proteinmangel etc.. Das ist nicht nett und ihr solltet mehr Verständnis für die Ernährungsweisen von anderen aufbringen. Kann euch selbst ja egal sein.


dein beitrag gefällt mir sehr gut. :blumen:



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