Wohneigentum: ...suche wertvolle Tipps


hallo @all,

da wir in naher zukunft umziehen müssen, überlegen wir, ob wir uns ein häuschen oder eine eigentumswohnung zulegen sollen.

natürlich haben wir null erfahrung.

könnt ihr von euren erfahrungen berichten, worauf sollte man achten?
sollte man vorher zur bank gehen und abchecken was überhaupt finanziell so drin ist?


schon mal lieben dank vorab!
-saubär-


also, ich denke der erste Schritt zur Bank ist schonmal nicht schlecht...

Kann nicht viel dazu sagen, aber mein Freund hat ne Eigentumswohnung...

Eins mußt du immer bedenken, auch in einer Eigentumswohnung hast du nicht so viel Handlungsfreiraum als im Haus, wo du ja dann wirklich dein eigener Hausherr bist...

Bei einer Eigentumswohnung mußt dich auch bei einigen Entscheidungen immer mit der Hausgemeinschaft rumärgern...Gerade wenn es um Entscheidungen wie Fassade, Treppenhaus, also das Gemeinschaftseigentum geht...

Und du zahlst monatlich auch imm in die Gemeinschaftskasse ein....


frag am besten mal chilli-lilli, ist ne Fachfrau


Hallo,
der Weg zur Bank ist antürlich sehr wichtig, um zu wissen, welche Möglichkeiten ihr habt. Zur Zeit sind die Zinsen recht günstig. Viele Bauunternehmen bieten aber auch schon ein Finanzierungskonzept an.


@saubär:
prinzipiell solltet ihr schon so 20-30% eigenkapital mitbringen. wenn ihr das habt, ist das schonmal eine solide grundvoraussetzung.
wenn ihr das nicht an "flüßigem" geld habt, gehen auch sog. ersatzsicherheiten (z.b. bestehende lebensversicherungen, die ja auch einen gewissen wert haben.)

zudem ist es schwierig, per ferndiagnose euch tipps zu geben.
am besten ihr laßt euch 2-3 termine bei banken geben und informiert euch dort über die möglichkeiten.

wenn ihr dann infos habt, kann man euch weiterer ratschläge geben.

sprecht die jeweiligen berater auf jeden fall auf staatliche fördermittel an (z.b. kfw-darlehen).
fragt auch mal eure arbeitgeber nach einem sog. "arbeitgeberdarlehen". diese sind oft sehr zinsgünstig auch wenn sie vom volumen her beschränkt sind.

solltet ihr konkretere fragen haben, kannst du mir die auch gerne per pm stellen.

zum schluss: da ihr noch kein genaues objekt im auge habt, ist der hinweis zwar simpel, aber wichtig: ausschlaggebend für die entscheidung für eine immobilie muss die lage, lage und die lage sein! ;)

Bearbeitet von chilli-lilli am 30.05.2006 18:18:29


CHILLI hat recht - die LAGE ist SEHR WICHTIG!!!

Liebe NAchbarn sind Gold wert.


Äh, gibts die Eigenheimzulage noch? :huh:

die wurde doch abgeschafft?


Eigentumswohnung = Ärger mit Mitbesitzern.

HAUS = Rente :blumen:

Bearbeitet von Ingeborg am 30.05.2006 17:54:48


wow vielen lieben dank schon mal für die tollen tipps!!! :wub: :wub: :wub:

leider haben wir nicht sehr viel eigenkapital :heul:
aber wir verdienen beide recht gut und würden ein arbeitgeberdarlehn bekommen.

muss die lage für uns gut sein oder was ist mit guter lage gemeint? ist das nicht relativ? :pfeifen: (ernsthafte frage)

leider muss ich schluss machen für heute aber ich lese mir morgen alle tipps durch!!!

danke noch bzw schonmal!!

-saubär-

p.s.: bevor ich in ein mehrfamilienhaus ziehen würde würde ich mir die nachbarn ansehen aber alle wenn und abers kann man eh nicht ausschliessen, oder? :wacko:


Zitat
p.s.: bevor ich in ein mehrfamilienhaus ziehen würde würde ich mir die nachbarn ansehen aber alle wenn und abers kann man eh nicht ausschliessen, oder?

und was bringt dir das ganze? auch nachbarn wechseln ihre wohnungen
und es kommen wieder neue :lol:

[/QUOTE]

Zitat
Äh, gibts die Eigenheimzulage noch? 

die wurde doch abgeschafft?


ja, die wurde abgeschafft,.... ;)

Zitat
muss die lage für uns gut sein oder was ist mit guter lage gemeint? ist das nicht relativ?  :pfeifen: (ernsthafte frage)



mit lage meine ich nicht nur ausschließlich die nachbarn, sondern auch z.b. ob eine große, laute straße in der nähe ist, wie die infrastruktur ist,...
in erster linie-auch wenn es sich doof anhört- müßt ihr euch überlegen, was sein wird, wenn ihr die immobilie mal wieder verkaufen möchtet.
da kann man das schönste häuschen haben, wenn man in der nähe der feuerwehr wohnt mindert das drastisch den wert, obwohl das haus ansich top wäre.
(war jetzt natürlich ein extrembeispiel!)

zum thema eigenkapital:
wenn ihr nicht genug habt und auch eventuelle ersatzsicherheiten nicht ausreichen, kann man auch noch "eigenleistung" als eigenkapital ansetzen. wenn ihr z.b. in einer neu zu bauenden wohnung sagt, ihr verlegt die fliesen selber, dann steigen die chancen, dass ihr einen kredit bewilligt bekommt bzw. zu günstigeren konditionen.

Bearbeitet von chilli-lilli am 30.05.2006 18:35:35

So haben wir das auch gemacht. Da kann man einiges sparen.


HI!

Zitat
Bei einer Eigentumswohnung mußt dich auch bei einigen Entscheidungen immer mit der Hausgemeinschaft rumärgern...Gerade wenn es um Entscheidungen wie Fassade, Treppenhaus, also das Gemeinschaftseigentum geht...


So ganz richtig ist das nicht, denn es gibt einmal im Jahr eine Eigentümerversammlung, wo man sich nicht "rumärgern" muss, sondern alles genau besprochen und erläutert -sofern man einen guten Verwalter hat- wird und dann wird abgestimmt.

Ansonsten kommt man momentan günstig an Häuser & Wohnungen, wenn man sie ersteigert. Das kann billiger sein, als wie von privat gekauft oder über nen Makler. Wobei die Makler wiederum auf einen eingehen -wenns ein guter ist- und individuellen Service bieten. Dieser Service umfasst dann z.B. auch die Weiterleitung an jemanden, der Finanzierungen macht. Manche Makler machen das auch selber.

Denn bei Banken ist das so ne Sache. Die versuchen doch immer, ihre eigenen Immobilien an den Mann zu bringen. Aber wie oben erwähnt, Zwangsversteigerungen sind eigentlich ein guter Weg an günstige Objekte zu kommen. Klar, wenn Mitbieter da sind, kann der Preis steigen - muß aber nicht. Habs jetzt oft genug erlebt, dass Objekte auch unter dem Wert weggingen und das waren nicht immer Bruchbuden.

:D weiß, wovon ich rede...

LG
MINI77

Zitat (MINI77 @ 30.05.2006 - 23:06:37)

So ganz richtig ist das nicht, denn es gibt einmal im Jahr eine Eigentümerversammlung, wo man sich nicht "rumärgern" muss, sondern alles genau besprochen und erläutert -sofern man einen guten Verwalter hat- wird und dann wird abgestimmt.


Klar, kommt immer drauf an...man kann natürlich auch mal Pech haben und ein Eigentümer stellt sich, warum auch immer, quer....

Mein Freund hat aber noch nie Probleme gehabt...Naja, bin mal gespannt, wenn er den Dachboden noch kaufen will um die Wohnung zu erweitern, müssen alle Eigentümer zustimmen und zwar nicht nur die aus dem Aufgang, sondern alle aus dem Block...

Zitat (Mellly @ 31.05.2006 - 00:02:39)
Naja, bin mal gespannt, wenn er den Dachboden noch kaufen will um die Wohnung zu erweitern, müssen alle Eigentümer zustimmen und zwar nicht nur die aus dem Aufgang, sondern alle aus dem Block...

Das ist aber auch so wenn man sein eigenes Haus umbauen will, sobald sich an den Außenwänden etwas ändert, und sei es nur ein Fenster.

Ich musste damals zig Kilometer fahren um eine Unterschrift von einer alten Dame zu bekommen die hier nur eine Wiese auf dem Nachbargrundstück hatte, nur wegen einem Dachfenster :wacko:

Zitat (Lion @ 31.05.2006 - 00:10:52)
Zitat (Mellly @ 31.05.2006 - 00:02:39)
Naja, bin mal gespannt, wenn er den Dachboden noch kaufen will um die Wohnung zu erweitern, müssen alle Eigentümer zustimmen und zwar nicht nur die aus dem Aufgang, sondern alle aus dem Block...

Das ist aber auch so wenn man sein eigenes Haus umbauen will, sobald sich an den Außenwänden etwas ändert, und sei es nur ein Fenster.

Ich musste damals zig Kilometer fahren um eine Unterschrift von einer alten Dame zu bekommen die hier nur eine Wiese auf dem Nachbargrundstück hatte, nur wegen einem Dachfenster :wacko:

Wat echt???

Ich dachte solche Auflagen gelten nur, wenn das Haus unter Denkmalschutz steht...

Ist ja krass...

Zitat (Mellly @ 31.05.2006 - 00:12:33)
Zitat (Lion @ 31.05.2006 - 00:10:52)
Zitat (Mellly @ 31.05.2006 - 00:02:39)
Naja, bin mal gespannt, wenn er den Dachboden noch kaufen will um die Wohnung zu erweitern, müssen alle Eigentümer zustimmen und zwar nicht nur die aus dem Aufgang, sondern alle aus dem Block...

Das ist aber auch so wenn man sein eigenes Haus umbauen will, sobald sich an den Außenwänden etwas ändert, und sei es nur ein Fenster.

Ich musste damals zig Kilometer fahren um eine Unterschrift von einer alten Dame zu bekommen die hier nur eine Wiese auf dem Nachbargrundstück hatte, nur wegen einem Dachfenster :wacko:

Wat echt???

Ich dachte solche Auflagen gelten nur, wenn das Haus unter Denkmalschutz steht...

Ist ja krass...

Ja, ich fand und finde das auch krass. Der guten Frau war es so piepegal ob da jetzt ein Fenster mehr drin ist, sie hat es ja eh nie gesehen. Aber die Genehmigung von ihr hat man halt trotzdem gebraucht.

Meine persönlichen Tipps:

nehmt einen Gutachter. Auch wenn es etwas teurer ist, hilft er Euch, dass keine verdeckten Schäden vertuscht werden!! Kann ich aus eigener leidvoller Erfahrung sagen :(

Grüße
iris


AUSGEZEICHNETEER TIPP!!!

Als LAIE übersieht man leicht was bei gebrauchten Häusern.

Und bei neuen auch. :P

VERSTEIGERUNGEN

passieren dann, wenn der Vorbesitzer pleite ist.

ALso wenn ihm das Haus schon Pech gebracht hat.

Schlechtes FENG SHUI.


Guten Morgen!

Also wir haben uns vor einem Jahr eine Eigentumswohnung gekauft. Haben das Glück das die Nachbarn alle sehr nett sind und bei der Eigentümerversammlung auch alles sehr freundlich und in allen einvernehmen geklärt werden konnte.

Was wichtig ist, finde ich, das man sich im Klaren sein muss das Notarkosten noch dazu kommen und das auch nicht unbedingt wenig ist, auch wenn nicht alles auf einem Haufen kommt. Die Eigenheimzulage haben wir Gott sei Dank noch miterwischt =)

Ach ja und Steuern werden alle drei Monate abgebucht. Bei unserer Wohnung sind das so 40 € (wir haben 43 m²).
Mir wurde mal gesagt das wäre zuviel für unsere kleine Wohnung, stimmt das?? Kann man da irgendwo Einspruch erheben??Weiß das wer?

Ansonsten gab man uns den Tipp das wenn wir nun irgendwann ein Haus haben wollen (wir träumen von einem Endreihenhaus) die Wohnung nicht weiter zu vermieten sondern zu verkaufen und das Geld dann für´s Haus zu nutzen. Unsere Vorbesitzerin hatte nämlich schlechte Erfahrungen mit Mietern gemacht.

Naja soviel von mir =)


@Milli

Mieter lernt man erst beim Auszug wirklich kennen...

LG
MINI77


Hi,
also ich hab erstmal im Vorwege ungefähr 10-15 Banken und Kreditinstitute abgeklappert und mich vorher schlau gemacht, worauf's da so ankommt, mir die ganzen Fachbegriffe reingepaukt etc., dann gehen die da nämlich gleich ganz anders mit einem um. Die meisten wollten dann schon wissen, um welches Objekt es geht und da ihren eigenen Gutachter rein schicken. Hab dann aber, als ich mein Traumhaus gefunden habe, einen eigenen unabhängigen Gutachter hin geschickt, kostete mich zwar mein komplettes Weihnachtsgeld, aber bei einem 500 Jahre alten Haus mochte ich mich da nicht auf mein eigenes Urteil verlassen. Ausserdem müsstet ihr im Vorwege eine Aufstellung Eurer Gesamtkosten machen, so eine Art Bilanz, was verdient ihr, was gebt ihr pro Monat aus, damit ihr sehen könnt wie hoch ihr mit den Kreditraten gehen könnt. Habt ihr Bauspargutachten oder ähnliches, irgendwelches Spargeld, irgendwas was ihr mit reinschmeissen könnt? Gute, sichere Jobs machen allerdings auch schon ne Menge aus. Momentan sind die Zinsen so geil, da wundert es mich dass nicht alle sich Eigentum kaufen. Ich hatte leider noch n Zinssatz von 6,25 % nominal :heul: :heul: , und auf den war ich vor 6 Jahren noch total stolz. Naja, dafür hab ich die Eigenheimzulage zum Glück noch mitgenommen. :D Wenn ihr Kinder habt, erkundigt Euch nach staatlichen Förderungen. Die könnt ihr auch bekommen, wenn ihr z. B. Solarenergie einbaut oder sowas. Bei mir klappte das mit der Förderung vom Land leider nicht, war zu der Zeit unverheiratet, kinderlos und hatte nen Job, solche Leute kriegen nix <_<

Ansonsten gibt's leider auch nicht mehr viel an Förderung für Renovierungen, Sanierungen von Altbauten und so, vor noch 10 Jahren kriegte man vom Finanzamt eine ganze Menge Geld zurück, das ist jetzt alles gestrichen :wallbash: , es sei denn, ihr wohnt nicht selber in der Bude. Wer selber wohnt, ist anscheinend selber schuld....

Das mit der Lage ist wirklich wichtig, nennt sich dann "Verkehrslage" und danach wird auch der "Verkehrswert" des Objektes ermittelt, der aber nicht immer mit dem tatsächlichen Wert übereinstimmt, meistens ist der Verkaufswert höher. Um Nachbarn würde ich mich nicht so arg kümmern wie z. B. um Infrastruktur, Nachbarn können wechseln, wie Bonny sagte. Meine Schwester z. B. hat sich eine ziemlich teuer Wohnung in einem neuen, schicken Mietshaus gekauft. Nach ca. einem Jahr standen aufgrund des Preises die Hälfte der Wohnungen immer noch leer und von der Stadt wurden dann Aussiedler und Sozialhilfeempfänger in die Wohnungen gesetzt. Kannst Dir vorstellen wie da die Preise in den Keller gegangen sind. Sowas kann sich also jeden Tag ändern. Ne Wohnung wär insofern nichts für mich, zumal die teilweise mehr kosten als ein kleines Haus, aber das ist wirklich Geschmacksache. Mir erzählt jedenfalls keiner bis auf das Denkmalamt, wie ich meine Fassade anzupinseln habe, ich würd mich auch bedanken.

Viel Spaß mit der Suche! Es kommt eine anstrengende, aufregende Zeit auf Euch zu! :blumen:

Schnegge


das sind ja schon mal super tipps!! vielen, vielen lieben dank!!

ja das mit diesen grundstücksteuern hab ich gestern auch schon gehört...alle drei monate muss man was zahlen, find ich auch heftig.

da wir kein eigenkapital haben sind wir schon etwas eingeschrenkt was die auswahl angeht...aber entweder in paar jahre "hart" arbeiten und kein urlaub dafür was eigenes? und dadurch können wir auch nicht an zwangsversteigerungen teilnehmen da man dazu einen teil des kaufpreises BAR (?) hinterlegen muss. bin mir aber nicht sicher.

eine wohnung haben wir schon gesehen die uns SEHR gut gefällt allerdings 196T€ ist ein stolzer preis.

denke ich werde erstmal zur bank gehen um mich beraten zu lassen OB wir überhaupt eine entsprechende finanzierung bekommen würden ohne am hungertuch nachen zu müssen.

wenn wir uns das nicht leisten können erstmal in eine günstige mietwohung und sparen :pfeifen:

danke noch mal!


Vor ein paar Jahren hatte sich für uns das gleiche Problem gestellt.

ETW kam für uns sowieso nicht in Frage, weil du da weniger Rechte hast als in einer Mietwohnung. Wir haben uns dann für einen Atriumbungalow entschieden:
bis auf den Keller alles in einer Ebene. Terrasse/Garten im Sommer nur aus dem Flieger einsehbar.

Wir haben damals mit 50% EK finanziert. Das war auch gut so (Heute sind wir schuldenfrei). Trotz Einschaltung von Gutachtern und ähnlichen Experten müßt ihr immer mit ins Geld gehenden Überraschungen rechnen. Wenn ihr da bis zur Oberkante fremdfinanziert habt, kann euch schnell die Luft ausgehen.

Von Sicherheitsleistungen, z.B. Lebensversicherungen - wie u.a. vorgeschlagen - halte ich überhaupt nichts.

Schließlich: Als Frau solltest du darauf achten, dass deine Miteigentümerrechte juristisch abgesichert sind.

gert



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