Sternenkinder: Hospiz


Vom WDR kommt ein Bericht über Kinder die in einem Hospitz sind, da sie sehr krank sind. Die Eltern können sich erholen, da die Kinder betreut werden rund um die Uhr. Meist sind es Kinder wo man weiß das es Sternenkinder werden. Ich sehe gar nichts mehr vor Tränen und weiß auch gar nicht wie ich mich ausdrücken soll. Ich bin jeden Tag dankbar gesunde Kinder zu haben und weiß es auch zu schätzen. Ich ziehe den Hut vor den Eltern die die Kraft haben das durchzustehen. Wenn ich höre das die Krankenkassen sich weigern die gesammten Kosten zu übernehmen könnte ich sch**** brüllen. Und ich bewundere auch den Mut von einigen Kindern die ihren Eltern noch Kraft geben können. Ich weiß es ist ein Dummer Satz, aber warum können wir zum Mond fliegen und Kinder müssen so leiden? Jetzt muß erst mal Eis auf die Augen das die Rötung zurück geht :heul: :heul:


Zitat (Bollrich @ 28.03.2007 23:23:15)
Ich weiß es ist ein Dummer Satz, aber warum können wir zum Mond fliegen und Kinder müssen so leiden? Jetzt muß erst mal Eis auf die Augen das die Rötung zurück geht :heul: :heul:

:trösten: :trösten: Das ist kein dummer Satz. Das hat meine Tante schon vor über zwanzig Jahren gesagt.

Vor vielen Jahren unterhielt ich mich mit einer anderen Mutter darüber, wie man Kindern den Tod erklärt, insbesondere den Tod von Kindern. Sie sagte mir, daß sie zu ihren Kindern gesagt hatte, als eine Mitschülerin eines ihrer Kinder tödlich verunglückte: " Gott ( oder wer auch immer) möchte doch nicht nur alte oder kranke Menschen um sich haben, sondern auch fröhliche Kinder."

Jaaaaaaaaaa, ich weiß, das ist nicht wirklich ein Trost, und schon gar nicht für betroffene Eltern, Angehörige, Freunde etc.; dennoch fand ich diesen Satz seltsam tröstlich irgendwie.

Und ehe jetzt jemand meint, ich hätte keine Ahnung davon, wie es ist, ein Kind zu verlieren......doch, hab ich leider, wenn auch nur mittelbar und nicht unmittelbar. Aber das sehr intensiv, und nicht nur einmal.

Bearbeitet von Bücherwurm am 29.03.2007 00:29:01


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Bearbeitet von Bollrich am 14.06.2007 07:56:08


Was mich beeindruckt ist die Fröhlichkeit die in einem solchen Hospiz herrscht ...... auch die Art wie die Kinder damit umgehen wenn eins von ihnen stirbt


Zitat (Bollrich @ 29.03.2007 00:34:03)
Zitat (Bücherwurm @ 29.03.2007 00:28:13)
" Gott ( oder wer auch immer) möchte doch nicht nur alte oder kranke Menschen um sich haben, sondern auch fröhliche Kinder."

Es ist eine schöne Erklärung. Aber die Kinder zu Lebzeiten so leiden zu sehen, so hilflos und man kann als Eltern nichts tun als Kraft zu geben die man selber gar nicht mehr hat. Es ist ein sehr Emotionales Thema finde ich. Die Kinder hätten bestimmt auch noch viel vor gehabt im Leben, was Ältere Menschen schon hinter sich haben. Oh man, da kann man endlos drüber reden und doch ist jeder froh, der abends in ein Kinderzimmer schaut und leise zu seinen Kindern gute nacht sagen kann und sie sind gesund.

Daß das SCHEISSungerecht ist, wenn Kinder sterben, ist völlig klar. Man könnte schreien vor Schmerz und Ohnmacht. Man ist hilflos, völlig; man würde alles, aber auch wirklich alles tun, um die Situation zu ändern; man würde seine rechte Hand dafür geben, um es zu verhindern, man wütet gegen die Welt und das Universum, man wird fast wahnsinnig darüber.......aber es passiert. Und man kann nichts tun, außer dazusein, auch wenns einem das Herz bricht.

Bearbeitet von Bücherwurm am 29.03.2007 00:44:59

Zitat (grizzabella @ 29.03.2007 00:34:23)
Was mich beeindruckt ist die Fröhlichkeit die in einem solchen Hospiz herrscht ...... auch die Art wie die Kinder damit umgehen wenn eins von ihnen stirbt

die kannst Du z.B. auch auf Kinderkrebsstationen finden, und die Kinder spüren und wissen ganz genau, wenn eines gestorben ist, man braucht es ihnen gar nicht zu sagen.

Bearbeitet von Bücherwurm am 29.03.2007 00:41:01

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Bearbeitet von Bollrich am 14.06.2007 07:55:30


Solche Einrichtungen, wie die von Dir Beschriebenen finde ich sehr schön. Obwohl das Ganze ein sehr schweres Thema beinhaltet, den Tod von Kindern, so ist es doch eine sehr angenehme Atmosphäre mit viel Verständnis für die kleinen Patienten und deren Angehörige.
Ich finde es auch schade, wenn solche Projekte nicht von den KK unterstützt werden, jede Mutter und jeder Vater hat doch ein Recht darauf, sich würdevoll und mit Begleitung professioneller Kräfte von dem eigenen Kind zu verabschieden.
Kinder sind auch in schier ausweglosen Situationen kleine Wunder, die die Ängste und die Trauer der Eltern und Verwandten spüren und ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.
Und auch Eltern und Verwandte leisten in solchen Situationen Großartiges, sie gehen bis ans Ende Ihrer Kräfte und noch meilenweit darüber hinaus.
Dies scheint dem Menschen eine angeborene Gabe zu sein, egal ob Jung oder Alt.

Natürlich ist es sehr beruhigend, wenn die eigenen Kinder gesund sind und auch bleiben.
Den Satz, wie Bücherwurm schrieb, finde ich sehr schön, für Kinder leicht verständlich und auch Erwachsenen gegenüber gar nicht verkehrt.
Es ist sehr schlimm, dass eigene Kind zu Grabe tragen zu müssen, ich möchte an solch eine Situation nicht in meinen kühnsten Träumen denken.


Zitat
Kinder sind auch in schier ausweglosen Situationen kleine Wunder, die die Ängste und die Trauer der Eltern und Verwandten spüren und ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.


Todkranke Kinder sind sogar oft noch in der Lage, ihre eigenen Eltern und andere geliebte Menschen zu trösten. Das war u.a. ein Aspekt, der mich immer hat nur hilflos weinen lassen.

Bearbeitet von Bücherwurm am 29.03.2007 00:52:29

Ich finde solche Einrichtungen sehr schön. Unter dem Begriff Sternenkinder habe ich im Internet gestöbert. Da gibt es Seiten, wie Eltern ihre letzte Zeit mit ihrem Kind beschreiben, in Form eines Tagebuches.
Es ist erschütterlich, wenn ein Kind gehen muß, ehe es richtig angefangen hat zu leben. Niemand mag an so etwas denken und es zerreißt einem das Herz, wenn man es sich vorstellt.
Aber hier wird der Tod nicht, als etwas sehr schlimmes dargestellt, Eltern und Kinder nehmen in Ruhe von einander Abschied. Sie erleben tief und sehr bewußt die letzten gemeinsamen Stunden, und das Kind fühlt sich immer geborgen.


Ich kann mich mit so einem Thema nicht auseinander setzen, und hoffe inständig, dass ich es auch nie muss, weder direkt, noch indirekt. Allein der Gedanke zerreißt mir das Herz. Ich glaube, müsste ich mein Kind zu Grabe tragen, man könnte mich daneben legen.



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