Stricken und nähen für Sternenkinder


Hallöchen

Gestern habe ich im Fernsehen eine Sendung gesehen, die mich so betroffen gemacht hat. Es ging um Sternenkinder. Nicht, dass diese kleinen Wesen so schnell und früh von uns gehen und eine Riesenlücke hinterlassen, hat mich so erschüttert. Es gibt keine Kleidung für diese Würmchen. Evtl. Puppenkleidung.
Wenn die Eltern nix passendes finden, werden die Kleinen nackt beigesetzt. Das ist es, was mich jetzt wieder zum heulen bringt.
Inzwischen gibt es aber fleißige Bienchen, die für diese kleinen zarten Wesen Kleidung anfertigen.
Solche . Im Internet gibt es sicher noch mehr. Das könnt ihr selbst rausfinden.
Ich habe hier schon mehrfach gelesen, dass manche Leute nicht wissen für wen sie stricken oder nähen sollen, sie haben keine Kinder.
Wie wäre es, wenn wir alle ein wenig mithelfen. So ein Mützchen, ja das auf dem Foto sind Mützchen, ist doch schnell fertig. Und ein Kleidchen verlangt auch nicht viel Stoff.
Schaut doch mal im Internet oder fragt in eurem Krankenhaus.
Es ist furchtbar ein Kindchen zu verlieren, helfen wir doch mit wenigstens das Unvermeidliche zu vermeiden.


Ach ja, diese Anleitung habe ich noch gefunden.


Ja, Captain, das ist eine schöne Idee.

Aber auch Krankenhäuser mit Frühgeborenenstationen freuen sich über Sachen für die Winzlinge, so stand es mal vor Jahren in einem Artikel in meiner Tageszeitung. Es wurde aber darauf hingewiesen, jetzt nicht sofort drauf loszustricken, was die Restekiste hergibt, sondern sich vorher beim Krankenhaus nachzufragen, was gerade dringend benötigt wird. Die brauchen vielleicht gerade nicht das 200ste Mützchen, sondern vielleicht Fäustlinge oder kleine Schühchen. Es eignet sich auch nicht jede Wolle.

Also, es ist richtig so, wie Du geschrieben hast: fragt in eurem Krankenhaus.


Irgendwann habe ich das schon mal erwähnt (ist allerdings wohl schon fast 2 JAhre her, macht auch nix); Frau Haas von der Frühchenkleidung wies mich darauf hin, als ich mich über die schlechte Lidl-Wolle beklagte, die man nur im Spezialprogramm waschen konnte. Denn ich wollte eigentlich solche Sachen stricken, und da müssen sie normale Wäsche aushalten und nicht verfilzen dabei. Bei alle anderen Sockenwollsorten klappte das.

Aber am besten erkundigt man sich zuerst - im Internet gut angegeben -, was für Farben da richtig sind. Allgemein: helle Pastellfarben, auch weiß. Ich habe damals für die Station meiner Hebammen-Tochter einige Sachen zur Probe abgegeben. Meine Tochter war spontan sehr davon angetan, weil man auch schon nicht so recht wisse, wie man das Körperchen den Eltern darbieten solle; sie nähmen meistens ein Handtuch dafür. Auch meinte sie, die dort empfohlenen Farben seien wichtig, weil diese Kindchen oft wg. der dünnen Haut krebsrot aussehen würden. Die Mützchen fand sie nicht so besonders, aber die verschiedenen Einschlagtücher. Und: die mittleren Größen seien gut, denn bei schon weiter fortgeschrittener Schwangerschaft würden die Mütter oft eigene Babysachen mitbringen. Denn gerade dann wüssten sie schon, dass das Kindchen tot ist, wenn sie ins KH kämen.

Aber das sind meine persönlichen Erfahrungen auf dem Gebiet; die Organisatoren der Aktion haben auch Texte für die Eltern, und sie suchen - damals jedenfalls - für verschiedene Gegenden noch Kontaktpersonen, die die KHs aufsuchen könnten.
Wie gesagt: Informiert Euch im Internet; Captain hat schon die richtige Adresse angegeben.

Noch was Persönliches: Ich hatte anfangs emotionale Schwierigkeiten, diese Sächelchen zu stricken. Aber als meine Tochter dann sehr nüchtern ihre Kommentare abgab, ging es.
Und ich bin wohl auch zu nüchtern, denn die Texte die angeboten werden, sind nicht so ganz meine Wellenlänge, aber vllt. brauchen Eltern in der Situation so etwas. Ich kann das (zum Glück) nicht nachempfinden.

Bearbeitet von dahlie am 04.04.2011 11:43:39



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