bewerbungsfoto einscannen: wie genau funktioniert das?


hallo und guten morgen

ich würde gern ein bewerbungsfoto von mir einscannen und direkt auf die bewerbung setzen, damit ich nich jedesmal neue fotos machen muß.
wie genau funktioniert das? leg ich es einfach nur in das multi-gerät und drücke auf "scan" (natürlich, wenn der laptop angeschlossen ist, soviel ist selbst mir klar ;) )? und wo leg ich es hin - mittig, links oben oder is das egal?

danke für eure antworten.


Eigentlich egal, aber Du musst das Bild wohl nachbearbeiten: vielleicht hast Du beim Scanner eine Software dabei, mit der Du die Position und Ränder einstellen kannst; sonst musst Du das Bild in einem Grafikprogramm laden (im einfachsten Fall Paint unter Windows / Zubehör) und zuschneiden.
Aber Aufpassen: mit dem Bild alleine hast Du vielleicht die nötigen Rechte zum Kopieren / Veröffentlichen gar nicht; die sind seltsamerweise erstmal beim Fotografen. Wenn Du die Rechte mit erwerben willst, solltest Du das Bild direkt auf CD gebrannt bekommen.

Bearbeitet von chris35 am 05.05.2012 08:57:45


Zitat (chris35 @ 05.05.2012 08:57:19)
Aber Aufpassen: mit dem Bild alleine hast Du vielleicht die nötigen Rechte zum Kopieren . . ...

Der Porträtkunde, der ein Foto von sich bestellt, schließt mit dem Fotografen einen sog. Werkvertrag. Dabei erwirbt er regelmäßig nur das Eigentum am fertigen Papierbild und nicht, wie einige Kunden meinen, auch am Negativ. Bei einem Porträtfoto wird es sich in der Regel um ein urheberrechtlich geschütztes sog. Lichtbildwerk handeln, so daß dem Fotografen als Urheber das volle Urheberrecht und nicht lediglich ein Leistungsschutzrecht an dem Foto zusteht. Daraus folgt weiter, daß die Verwertungsrechte an dem Foto ausschließlich beim Fotografen liegen. Dieser kann dem Kunden Nutzungsrechte einräumen (sog. Lizenzvertrag).

Da im Normalfall jedoch keine Absprachen über die zulässige Art der Nutzung der Fotos getroffen werden, bestimmt sich die zulässige Nutzung des Porträtfotos durch den Kunden nach § 60 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG). Danach darf der „Besteller eines Bildnisses“ (Abbildung einer Person), wenn es sich um ein Lichtbildwerk handelt, auch auf andere Weise als durch ein Lichtbild (Foto) vervielfältigen. Damit ist zunächst das Einscannen des Fotos durch den Kunden zulässig. Der Kunde darf sein Porträt jedoch nicht nur vervielfältigen, sondern auch unentgeltlich in körperlicher Form (§ 15 Abs. 1 Nr. 2 UrhG) als Papierbild verbreiten, etwa an Familiennmitglieder, Freunde, Wähler oder Fans verschenken.

Mh, kann hier von einem Scan eigentlich nur abraten.
Lass dir am besten neue Fotos machen und lass sie dir auch als Datei (z.B. auf einer CD-ROM) mitgeben. Dann hast du bei jeder Online-Bewerbung ein Foto in guter Qualität.

Anders sieht es natürlich aus, wenn du noch klassische Papier-Bewerbungen verschickst. Dann finde ich aber sollte man den Euro in die Hand nehmen und richtige Fotos (und keinen Scan) verwenden. Und idR bekommen Personaler so viele Bewerbungen zugeschickt, dass sie da einfach irgendwie sortieren müssen. Und da kann dann ein eingescanntes Foto den Ausschlag geben.


ja, ich bewerbe mich noch auf die klassische art, mit bewerbungsmappe.

dass ich neue fotos mache, is selbstverständlich, nur wollte ich von denen dann halt eins einscannen. hab schon bewerbungen gesehen mit nem ausgedruckten foto drauf und das sah gut aus.

also müßte ich den fotographen bitten, mir das bild auch auf cd zu brennen?

@ figurenwerk-berlin

:blink: ähm, ja... gut zu wissen. :)


Ich meine, man kann selbstverständlich ein Passfoto einscannen und als Grafik in eine Bewerbung "einbauen", das sieht nicht schlechter aus als ein aufgeklebtes Passfoto, wirkt aber, finde ich, professioneller und ist vor allem billiger und praktischer als mit Bastel- und Klebearbeiten anzufangen.

Gutes Gelingen!


Und zum Thema Urheberrecht: Erzähl zur Not, das Bild kommt aus einem Passbildautomaten...

Bearbeitet von baertel am 05.05.2012 14:26:22


Zitat (baertel @ 05.05.2012 14:25:00)
Erzähl zur Not, das Bild kommt aus einem Passbildautomaten...

Nee, macht ne schlechte Aura, so würde ich einen neuen Job nicht beginnen :blumen:
Ich würde die paar Euro zusätzlich für die CD zahlen; vielleicht soll das Bild ja auch mal irgendwo anders verwendet werden (Versicherungskarte oder so, Internet...) - so ist es wirklich "Deins" und Du kannst mit einem guten Fotodrucker auch jederzeit weitere Kopien machen (lassen).

ich frag am montag auf jeden fall ma beim fotographen nach. und dann meld ich mich nochmal. ^_^


ich rate immer dazu, das foto auf eine eigene seite zu setzen. somit nimmt es keinen platz weg und andere seiten wirken nicht zu vollgestopft. dazu erwähnst du, dass du dich um eine stelle als xxxx bewirbst und fügst noch deine adresse samt telefonnummer hinzu.

das kannst du als deckblatt für eine bewerbung in einer mappe mit durchsichtigem deckel nehmen. eingescannte fotos sind heutzutage genauso gängig wie aufgeklebte.


Wenn du einscannst, speicher als TIFF mit 16 oder 24bit, dann hast du es unkomprimiert und kannst es dann auf die richtige Größe runterskalieren bei Bedarf ohne große Qualitätseinbußen wie bei JPEG.


Zitat (DerDieDas @ 05.05.2012 16:49:49)
Wenn du einscannst, speicher als TIFF mit 16 oder 24bit, dann hast du es unkomprimiert und kannst es dann auf die richtige Größe runterskalieren bei Bedarf ohne große Qualitätseinbußen wie bei JPEG.

Na das war jetzt ein echt nerdiger Tip für eine Frau, die gefragt hat, in welche Ecke des Scanners sie ihr Foto legen muss.

Zitat (figurenwerk-berlin @ 05.05.2012 23:02:03)
Na das war jetzt ein echt nerdiger Tip für eine Frau, die gefragt hat, in welche Ecke des Scanners sie ihr Foto legen muss.

:pfeifen: muß gestehen, mir standen schon fragezeichen auf der stirn.

Zitat (DerDieDas @ 05.05.2012 16:49:49)
Wenn du einscannst, speicher als TIFF mit 16 oder 24bit, dann hast du es unkomprimiert und kannst es dann auf die richtige Größe runterskalieren bei Bedarf ohne große Qualitätseinbußen wie bei JPEG.

:punktpunktpunkt:

Wenn sie ihren Scanner bedienen kann bin ich davon ausgegangen dass sie auch weiss als was man speichern kann. Wenn sie es nicht weiss kann sie entweder selbst testen, googlen oder hier fragen. Ganz einfach


@ DerDieDas

ich hab ja gefragt, wie´s funktioniert. ich nutz zum ersten mal den scanner. da bin ich halt planlos, da ich von so dingen nich die ahnung hab.


Hab ich wohl überlesen, tipp grade mit dem Handy :).
Das Bildformat wird normalerweise in der Scannersoftware eingestellt, kommt also auf deinen Scanner an.
Dort müsste dann eine Option für das Format sein, mit dem die Bilder gespeichert werden - Jpeg, BMP, PNG etc, falls du das dort findest bist du richtig - dann entweder als BMP oder als Tiffany speichern für die beste Qualität.


Zitat (DerDieDas @ 06.05.2012 14:50:10)
dann entweder als BMP oder als Tiffany speichern für die beste Qualität.

Tiffany speichern rofl Autokorrektur <> leider geil :D

Zitat (figurenwerk-berlin @ 05.05.2012 11:15:56)
Der Porträtkunde, der ein Foto von sich bestellt, schließt mit dem Fotografen einen sog. Werkvertrag. Dabei erwirbt er regelmäßig nur das Eigentum am fertigen Papierbild und nicht, wie einige Kunden meinen, auch am Negativ. Bei einem Porträtfoto wird es sich in der Regel um ein urheberrechtlich geschütztes sog. Lichtbildwerk handeln, so daß dem Fotografen als Urheber das volle Urheberrecht und nicht lediglich ein Leistungsschutzrecht an dem Foto zusteht. Daraus folgt weiter, daß die Verwertungsrechte an dem Foto ausschließlich beim Fotografen liegen. Dieser kann dem Kunden Nutzungsrechte einräumen (sog. Lizenzvertrag).


Das stimmt nicht.

Bearbeitet von labens am 06.05.2012 18:14:14

Heutzutage gehört es eigentlich schon mit zum Service, Bewerbungsfotos auch auf CD mitzugeben, zumindest war es bei mir so. Ich würde davon abraten, ein Foto einzuscannen, da es nie so klar und scharf sein wird, wie ein Digitalfoto. Es ist so, als würdest du ein ausgedrucktes Dokument einscannen und ausdrucken, anstatt nochmal auszudrucken: die Qualität leidet darunter.


Zitat (labens @ 06.05.2012 18:13:18)
Das stimmt nicht.

Dein Link und der von dir zitierte Text widersprechen sich überhaupt nicht. Wo siehst du da ein Problem?

Der Fotograf hat nicht das Recht am Bild, sondern das Urheberrecht. Das heißt noch nicht, dass er machen kann, was er will, und das Bild ungefragt verkaufen / Veröffentlichen kann. Dazu muss der Kunde (auf dem Bild zu sehende) sein Einverstädnis geben.

hallo, da bin ich wieder.

also, ich war beim fotographen und der hat mir ebenfalls gesagt, dass ich mit dem foto selbst das urheberrecht nich habe. das bekomm ich dann, wenn ich die fotos auf cd habe. steht sogar extra auf der quittung mit drauf. :)

ich denk auch ma, mit ner cd is es doch für mich etwas einfacher, das foto auf die seite zu bringen. :D
oder artet das auch in komplikationen aus?


Mit CD ist es sehr einfach, achte nur darauf dass er dir die Fotos in einer vernünftigen Größe / Qualität gibt, ich hab für teures Geld Bewerbungsfotos, wo ich mir dachte "da gehst du nie wieder hin, die sollte den Beruf wechseln".

Für eine vernünftige CD wollte sie dann nochmals 100€, weil ich ja damit dann die ganzen Rechte hätte (das waren aber nichtmals die Originalen, sondern nur das, was standardmäßig hätte sein sollen).


so, jetzt muß ich doch ma ganz dumm fragen:

wie bekomm ich jetzt das foto von der cd auf die bewerbung? will nix falsch machen.
also, das foto is einmal als jpeg und einmal als tiff auf der cd.
und auf der bewerbung is auch extra ein feld frei für das foto.

danke nochmal für eure hilfe.


ich korrigier mich. hab es hinbekommen. druck es jetzt ma aus, um zu sehen, wie´s aussieht. ^_^


edit: hab´s ausgedruckt. an sich siehts nich schlecht aus, aber ich hab auf dem foto querstreifen. wie bekomm ich das weg?

Bearbeitet von stinkstieffelchen am 08.05.2012 15:09:06


Die Querstreifen liegen wohl an deinem Drucker, normale 0815-Haushaltsdrucker sind jetzt nicht unbedingt zum Fotodruck prädestiniert ..... eher gesagt, sie sind Müll für sowas :pfeifen:.

Bewerbungsunterlagen würde ich immer professionell ausdrucken lassen, das normale Druckerpapier (80gr) ist jetzt nicht so super und die Qualität ist deutlich besser in solchen Läden.
Pass aber auf, einige Läden nehmen 2€ allein für das öffnen der PDF-Datei, wie ich schmerzlich merken musste.


hallöchen

schade, hatte mich schon so gefreut.
in welchen läden bekomm ich das? hab sowas noch nich bei uns hier gesehen. :unsure:


Ich kenn sowas immer von den Copyläden, hingehen, nach Preis & Qualität fragen und 1-2 Testdrucke machen lassen.


danke. dann werd ich ma tante gockel fragen und mich auf die suche machen.


Du musst die Dokumente, die du drucken lassen willst aber als PDF mitbringen, sonst kann nicht für dein Layout garantiert werden.
Je nach Erstellungsart (Microsoft Office, LibreOffice, LaTeX) geht das aber mit 2-3 Mausklicks.

Randlos drucken kann auch nicht jeder Laden, wenn du also irgendwelche Grafiken/Balken eingebaut hast, um was schönes zu präsentieren ist dann da vielleicht 1-2mm weisser Rand.


jep, hab es als pdf gespeichert. (ging leichter als gedacht ;) )

dann gehts morgen auf in den copyshop.



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