Umzugsunternehmen beauftragen? ...lohnt es sich, was beachten


Hallo zusammen :)

zum 1.5. strebe ich einen Jobwechsel an, der mit einem Umzug verbunden ist. Aufgrund der Gegebenheiten werde ich wohl erst zum 1.4. erfahren ob es klappt oder nicht. Damit nicht noch mehr unnötige Zeit verloren geht, versuche ich schon mal den Umzug etwas vorzubereiten.

Fest steht, dass mein neuer Wohnort 190km entfernt ist (2 Stunden mit dem Auto), ich nach Möglichkeiten meinen Haushalt mitnehmen möchte und diesen Umzug nicht in Eigenregie durchführen möchte.

Momentan habe ich eine etwa 75m² große 3-Zimmerwohnung die recht spartanisch eingerichtet. Die wichtigsten Möbel, wenig bis gar keine Deko außer Teppichen. Ich bin auch kein Sammler so dass ich meinen Haushalt eher einer 60m² Wohnung zuordnen würde. Meine neu Wohnung soll auch nur noch 2 Zimmer haben und maximal 65m².
Zu den Möbel lässt sich sagen dass das Schlafzimmer und Arbeitszimmer "billige" Spannplatten Komplettsets sind. Das Schlafzimmer (180x200 Bett + 4-türiger Schrank mit 2 Spiegeln) hatte bspw. um die 400€ gekostet. Das Wohnzimmer bzw. die Schränke sind teilmassiv. Eigene Küchengeräte oder eine Waschmaschine besitze ich nicht. Die Möbel sind soweit noch gut und sollten daher mit.

Am liebsten wäre es mir, wenn ein Umzugsunternehmen den Umzug macht. Ich würde gerne meine Klamotten und meinen privat Kram selbst verpacken und das Umzugsunternehmen würde die Möbel auseinander und in der neuen Wohnung wieder aufbauen sowie alles transportieren. Ich würde auch die Möbel auseinander bauen aber ich denke da wird kein Umzugsunternehmen mitspielen nur weil ich sparen möchte.

Familie und Freunde fallen flach. Meine Familie wohnt weit entfernt sowie mittlerweile fast alle meine Freunde. Die hier übrig gebliebenen sind dafür nicht zu gebrauchen oder können dann eh nicht. :rolleyes: Ein richtiges Unternehmen würde ich bevorzugen aufgrund der Versicherung, so denke ich es mir zumindest.

Ich habe keinerlei Vorstellung was solch ein Umzug kosten würde und welche Möglichkeiten ich habe bzw. wie das Ganze überhaupt abläuft. Bei Immoscout gibt es eine Art Angebot für das ich meine alte Wohnungsgröße und die Entfernung zur neuen Wohnung eingebe und dann wird mir ein willkürlicher Wert angezeigt. Erfahrungswerte konnte ich in meinem Familien- und Bekanntenkreis nicht in Erfahrung bringen.

Könnt ihr mir vielleicht etwas dazu sagen? Ich hoffe meine Frage/n sind präzise genug.


hmm.. Also billig wirds nicht, dafür schleppt Dir das Umzugsunternehmen halt alles und ist "im Prinzip" versichert.
Kleinere Schäden sind fast unvermeidlich; da wäre ich nicht zu pingelig.
Du kannst ja einfach mal bei einem Unternehmen nachfragen - damit nicht gleich einer vorbeikommt und Du dich dann verpflichtet fühlst, evtl. per EMail mit Fotos und ein paar Angaben wie Maße der Möbel, Stockwerk der beiden Wohnungen usw.
Nachteil neben dem Preis: diese Spanplatten sind nicht so gut beim Ab- und Aufbau; die Mitarbeiter arbeiten auf Zeit und sind dabei sicher nicht besonders gründlich und vorsichtig.
Vielleicht alternativ: selbst zerlegen und aufbauen und "nur" nach Umzugshelfern für die Fahrt und zum Schleppen suchen. Das kannst Du ja (neben Kleinanzeigen / Internet) auch beim Umzugsunternehmen fragen, vielleicht ist denen das ja auch ganz lieb, wenn ihnen die lästigste Arbeit erspart bleibt und sie so einen kleineren Job irgendwo reinquetschen können - evtl. sogar auf mehrere Termine aufgeteilt.
Grundsätzlich: Wertsachen und z.B. wichtige Dokumente selbst transportieren - und genau diesen Karton dann nicht irgendwo verlegen oder unbeaufsichtig stehenlassen.
Auch schon eine Not-Ausrüstung mitnehmen, wenn Du die dann nicht schon vom Renovieren hast: Mülltüten, Küchentücher, Klopapier, Seife, Getränke (besonders für die Helfer), Lampen, Stühle, Staubsauger usw. Auch Türgarderoben sind ganz praktisch, um irgendwas aus dem Weg zu räumen.
Ein Monat zum Wohnung-suchen, ggfs. alte und neue renovieren und umziehen ist natürlich sehr knapp. Lass Dir lieber mehr Zeit, nimm Dir notfalls für den Übergang ein möbliertes Zimmer, Ferienwohnung oder so und suche in Ruhe.

Bearbeitet von chris35 am 13.01.2017 19:55:41


Zitat (chris35 @ 13.01.2017 19:44:01)
Lass Dir lieber mehr Zeit, nimm Dir notfalls für den Übergang ein möbliertes Zimmer, Ferienwohnung oder so und suche in Ruhe.

Würde ich Dir auch raten. Du weißt doch garnicht, ob Du bei der Firma bleibst.

Gefühlt wären aus jetziger Sicht 700€ sehr günstig 1500€ vertretbar und 2000€ sehr teuer.
Nach Anbietern hatte ich bereits im Internet gesucht aber niemand bietet Transparenz hinsichtlich der Preisgestaltung.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht mal ob sich das überhaupt lohnt oder ob ich nicht lieber selbst 3-4 mal meine Klamotten + privaten Sachen mit meinem Auto oder einmal mit einem Transporter fahre und die Möbel innerhalb weniger Tage für wenig Geld verkaufe und mich mit billig Möbeln eindecke bis ich dann wieder umziehe oder die Notwendigkeit sehe in hochwertigere Möbel zu investieren. Von meinen teilmassiv Möbeln bin ich bspw. sehr enttäuscht.

Wie sieht es denn mit diesen Spannplattenmöbeln aus? Es heißt ja, dass die meisten keinen Umzug überstehen. Wenn etwas nicht mehr passen sollte oder so beschädigt wird dass zb. das Bett nicht mehr aufgebaut werden kann, bekomme ich das Möbelstück ersetzt? Das gestaltet sich wohl sehr schwierig aufgrund der schnelllebigen Modellpalette der Möbelanbieter. Ich würde jetzt vermuten, dass sich Umzugsunternehmen weigern solche billig Möbel zu demontieren.

Selbst auseinander bauen wäre kein Problem aber zusammen, das schaff ich nicht. Eine Taktik hinsichtlich der Teilezuordnung besitze ich aber der Großteil lässt sich nur mit min. 2 Leuten zusammenbauen wie der Schlafzimmerschrank der aus einem Stück besteht oder das Bett.

Möblierte Wohnungen sind schwierig. Ich hatte bereits geguckt, gerade falls es dann doch keine Wohnungen gibt aber möbliert gibt es nichts in dem Ort. Weg kann ich da dann erst einmal nicht. Wenn ich zusage und das werde ich in jedem Fall, gibt es kein zurück mehr außer ich möchte obdachlos werden.


Das es keine möblierten Wohnungen gibt, kann ich mir nicht vorstellen. Bin in den letzten mehrfach in D umgezogen und habe immer was möbliertes gefunden.


Hallo Adrian,
warum lässt Du nicht einfach mal ein paar Umzugsunternehmen antanzen? Die sehen sich das ganze Mobiliar an und erstellen ein kostenloses Angebot. Dann sucht man sich das preiswerteste raus. Wichtig: Nicht das billigste nehmen und Festpreis vereinbaren. Sollten Möbel kaputt gehen oder beschädigt werden, bekommst Du Ersatz bzw. Reparaturkosten erstattet. :bigboss:
Sollte das billigste Angebot Dir immernoch zu teuer sein, dann heißt es halt: Selbst ist der Mann. :bodybuilder:


Zitat (Adrian290 @ 13.01.2017 19:07:57)
Am liebsten wäre es mir, wenn ein Umzugsunternehmen den Umzug macht. Ich würde gerne meine Klamotten und meinen privat Kram selbst verpacken und das Umzugsunternehmen würde die Möbel auseinander und in der neuen Wohnung wieder aufbauen sowie alles transportieren. Ich würde auch die Möbel auseinander bauen aber ich denke da wird kein Umzugsunternehmen mitspielen nur weil ich sparen möchte.

Genauso kannst Du das mit dem Umzugsunternehmen vereinbaren. Du bist der Kunde und Du machst die Vorgaben. :blumen:

Wenn du quasi nur einen Schrank und ein Bett hast, keine Waschmaschine und andere schwere Dinge - was willst du dann mit einem Umzugsunternehmen? Du brauchst eigentlich nur einen Transporter zu mieten.
Abgesehen davon finde ich 1000 oder sogar 2000 Euro weit überzogen. Im Bekanntenkreis ist eine ältere Dame umgezogen. Die hatte auch eine Zweiraumwohnung und jede Menge Tüneff. Das Unternehmen hat sämtliche Schränke ausgeräumt, die Bilder und Regale abgenommen. In der neuen Wohnung alles wieder aufgebaut und die Schränke eingeräumt, Löcher für die Bilder etc. gebohrt. Also das volle Programm. Das hat um die 600 Euro gekostet.


Beim besten Willen, ich kann über Immoscout momentan keine möblierte Wohnung in der Stadt finden. Vermutlich sind die Wohnungen momentan alle belegt? Die Studenten und Azubis sollten erst im Sommer ihre Wohnungen freigeben. Ich werde nochmal andere Plattformen durchsuchen.

@zumselchen: Ach die kommen wirklich vorbei und erstellen mir ein Angebot? ich ging davon aus, dass in der Regel alles am Telefon oder per Email geklärt wird, so dass immer andere Angebote zu stande kommen. Das ist schon mal gut. Mir war oder ist der Ablauf nicht bekannt, daher die Frage. :)

@SieErPaar: Schrank und Bett bekomme ich nicht alleine aufgebaut. Der Rest, gerade die teilmassiv Möbel aus dem Wohnzimmer müssen ja trotzdem demontiert, geschleppt und wieder aufgebaut werden was ich alleine nicht nochmal machen möchte.
Teuer wären 1000€ doch nicht für bspw. 3 Leute die den ganzen Tag beschäftigt sind. Allein die 180km zur neuen Wohnung und der Ab- und Aufbau sind ja sehr teuer.
Erfahrungswerte sind natürlich super hinsichtlich der Wohnungsgröße und dem verlangten Preis seitens des Umzugsunternehmens. :)


Zitat (Adrian290 @ 14.01.2017 09:31:19)
@zumselchen: Ach die kommen wirklich vorbei und erstellen mir ein Angebot? ich ging davon aus, dass in der Regel alles am Telefon oder per Email geklärt wird, so dass immer andere Angebote zu stande kommen. Das ist schon mal gut. Mir war oder ist der Ablauf nicht bekannt, daher die Frage. :)

Aber ja! Die müssen sich schon deshalb einen Überblick verschaffen, um die Größe des Fahrzeugs und die Anzahl der Arbeiter zu bestimmen. Das geht ja alles ins Angebot ein. Die wollen auch den Dachboden und den Keller sehen. Nicht jeder Umzügler beurteilt seine Habe stets auch objektiv. ;)
Bzgl. Montage wird genau festgelegt, wer was macht bzw. was montiert werden muss und was nicht. Auch das geht ins Angebot ein. Außerdem können die Dir sagen, wie viele Umzugskisten Du brauchst. Die werden auf Wunsch vorher zur Verfügung gestellt und nach dem Umzug wieder abgeholt. :yes:
Daher bereits jetzt einfach mal 5 Unternehmen bestellen und abwarten, was sie bieten. Auch wenn Du denkst, es ist ja noch Zeit - gerade bei solchen Projekten wird die dann relativ schnell sehr knapp. Viel Erfolg! :blumen:

Bearbeitet von zumselchen am 14.01.2017 10:27:04

Perfekt danke. ^_^

Falls ihr Erfahrungswerte habt, lasst es mich bitte wissen. Eine Kollegin berichtete von einem Bekannten der von einer Nordseeinsel auf's Festland (250km entfernt) gezogen ist mit seinem etwa 100m² Haushalt und der Umzug soll etwa 7000€ gekostet haben. :o Was genau gemacht wurde, konnte meine Kollegin aber nicht sagen. Aber selbst für einen kompletten Umzug ist das viel zu viel.


Manchmal bezahlt's auch der Arbeitgeber... ggf. ist dann auch das Komfort-Paket drin: Ein- und Auspacken, Lampen ab- und an montieren... :pfeifen:


Zitat (Adrian290 @ 14.01.2017 10:50:30)
Falls ihr Erfahrungswerte habt, lasst es mich bitte wissen.

Jeder Umzug ist ganz individuell. Der eine hat ein Klavier, der andere keine Waschmaschine usw... Müßig, da Vergleiche anzustellen. Bedenke, dass immerhin 4 Std. Fahrzeit für 2-3 Arbeiter mitberechnet werden müssen. B)

Bei meinem letzten Umzug, der gute 15 Jahre her ist, wollte ich mir das Selbst-Schleppen ersparen, das ich noch aus seliger Studentenzeit kannte. So habe ich ein vor Ort angesehenes Umzugsunternehmen beauftragt. Das ließ sich mein Umzugsgut am Telefon von mir aufzählen, daraufhin bekam ich einen schriftlichen Vertrag zugeschickt mit Angabe der entstehenden Kosten. Mir erschien das Angebot fair, also habe ich unterschrieben. Telefonisch gab man mir noch Anweisungen, was ich wie zu verpacken hätte, darunter die durchaus sinnvollen Hinweise, Bücherkisten nicht zu voll zu packen, noch bestehende Leerräume in den Kisten mit Kissen etc. zu füllen.
Auch, dass ich z.B. meine Schubladenschränke der Küche oder des Arbeitszimmers nicht auszuräumen bräuchte, sondern nur fest zukleben sollte. Letzteres stellte sich dann als Falschinformation heraus, ich musste in Anwesenheit der Möbelpacker alle Schubladen ausräumen und die Inhalte in Umzugskartons verpacken, was deren Zeitplan durcheinander brachte.
Am Ende bedeutete dies für mich, dass ich wesentlich mehr für den Umzug bezahlen musste, dass die Möbelpacker den Fehlbetrag auf die Hand haben wollten und ohne diese Leistung meinerseits nicht bereit waren, meine schweren Bücherschränke in die Wohnung zu tragen. Zähneknirschend habe ich bezahlt, ein später um Rat ersuchter Rechtsanwalt wies mich auf eine sehr klein und dünn gedruckte Klausel hin, dass infolge falschen Packens entstehende Verzögerungen zu Lasten des Kunden gingen, sprich: ich konnte nichts gegen den Aufpreis unternehmen.
Fazit:
1. auf jeden Fall nur ein Angebot akzeptieren, das nach Besichtigung durch ein Umzugsunternehmen erstellt wurde,
2. sich nicht auf telefonische Zusatzinformationen verlassen, die von Büromenschen des Umzugsunternehmens erteilt wurden,
3. den Kostenvoranschlag/Vertrag sehr genau auf feine Formulierungen überprüfen, in denen eventuelle Unwägbarkeiten während des Umzuges zu finanziellen Nachteilen des Auftraggebers führen. Ein gutes Umzugsunternehmen plant so vor, dass solche Unwägbarkeiten nicht auftreten.


Zitat (whirlwind @ 15.01.2017 10:57:51)
Auch, dass ich z.B. meine Schubladenschränke der Küche oder des Arbeitszimmers nicht auszuräumen bräuchte, sondern nur fest zukleben sollte. Letzteres stellte sich dann als Falschinformation heraus, ich musste in Anwesenheit der Möbelpacker alle Schubladen ausräumen und die Inhalte in Umzugskartons verpacken, was deren Zeitplan durcheinander brachte.
Am Ende bedeutete dies für mich, dass ich wesentlich mehr für den Umzug bezahlen musste, dass die Möbelpacker den Fehlbetrag auf die Hand haben wollten und ohne diese Leistung meinerseits nicht bereit waren, meine schweren Bücherschränke in die Wohnung zu tragen.

Deswegen unbedingt einen Festpreis vereinbaren! :schlaumeier:

Mein erster Rat würde lauten: Such dir ortsansässige Umzugsunternehmen und gucke mal nach Bewertungen im net (die aber bei kleineren nicht oft zu finden sind).
Die ortsansässigen mit einigermaßen guten Bewertungen (so denn welche vorhanden sind) antanzen lassen für ein Angebot. Entfernung gut schätzen!
Nach 2 Umzügen in Eigenregie hatten wir uns beim letzten Mal für ein Unternehmen entschieden und waren rundum zufrieden! Sie haben unseren Umzug von einer gut 90 qm-Wohnung in ein ca. 20 km entferntes EFH innerhalb von ca. 5 Std. erledigt - und wir hatten nicht nur 1 Waschmaschine, sondern auch noch einen Trockner. ;)
Alles incl. Abbau (u. a. Schwebetürenkleiderschrank, Bett mit Bettkästen) sämtlicher Möbel und Aufbau im neuen Heim (Schlafzimmer 2. Etage). Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie teuer es war und ob wir einen Fixpreis vereinbart hatten, aber wir waren jedenfalls rundum zufrieden damit! Wir wären da locker 3-4mal mit einem Transporter unterwegs gewesen und das wäre mit Säugling kein Vergnügen geworden.
Allerdings hatten wir natürlich alles vorher in Kartons verpackt und auch immer wieder mal 1 oder 2 mitgenommen, wenn wir zum Haus fuhren, weil dort vorher umgebaut und renoviert wurde. Also Inhalt von allem vorher aussortieren und verpacken in Kartons, damit die nur noch in den Laster müssen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die ganzen kleineren Unternehmen auf solchen Vergleichsportalen zu finden sind. Aber die kleineren sind längst nicht immer teurer. Und den größeren traue ich persönlich auch eher Unkorrektheiten zu - die sind da findiger, denke ich.


Bitte nicht von vornherein Schlechtes vermuten! Ich bin 2x mit dem gleichen Unternehmen umgezogen. Wie oben schon vorgeschlagen, habe ich nach Besichtigung Festpreis ausgemacht und vor der Unterschrift das Kleingedruckte gelesen.

Ich besitze mehrere Massivholzschränke, an denen die Träger sich ordentlich anstrengen mussten. Auch große Elektrogeräte. Ich habe jeweils die Montagekosten von 75€ in den Vertrag mit aufnehmen lassen. Da ich eine alleinstehende Frau bin, wäre mit das Lampen und Schränke ab- und wieder aufbauen sehr schwer gefallen.

Es war sehr bequem für mich, ich hatte vorher alles moderat verpackt in nicht zu schwere Kisten. Auch die stabilen Kunststoffbeutel mit großem Fassungsvermögen, die die meisten Supermärkte an den Kassen liegen haben, sind mir eine wertvolle Hlfe gewesen. Die konnte ich selbst auch in vollem Zustand innerhalb der Wohnungen bewegen, wenn Platz geschaffen werden musste für den Transport der großen Teile. Nicht alles kann man als Laie richtig übersehen. Möbeltüren gut zukleben mit stabilem Paketband. Griffe möglichst abschrauben. Da sind die Möbelträger dankbar.

Ich hatte während der Umzugstage fast ausschließlich die Aufgabe, noch verbliebenen Staub, der sich hinter den großen Teilen angesammelt hatte, zu entfernen und Kaffee zu kochen. Jawohl, ich habe die fleißigen, starken Männer verköstigt, auch wenn es nicht vereinbart war. Diese Schwerarbeiter sind immer sooo fleißig gewesen, dass ich es einfach als Selbstverständlichkeit betrachtet habe, sie mit Kaffee und sehr vielen belegten, gut belegten, d. h., kalorienreichen Brötchen zu verwöhnen. Die waren dann zugänglich, eifrig, gewissenhaft, hilfsbereit und ich hatte den Eindruck, sehr vorsichtig mit meinen Möbeln. Alkohol wurde weder von mir angeboten noch irgendwie heimlich konsumiert.

Es waren Umzüge innerhalb des Wohnortes, ich habe sehr viele Möbel und jeweils ca. 60 Kisten und diverse andere sperrigeTeile, und habe jedes Mal insgesamt nichtmal 850€ bezahlt.

Man könnte den neuen Arbeitgeber mit ins Boot holen. Steuerlich kann man wohl so 20% absetzen unter "Haushaltsnahe Dienstleistungen".

Viel Erfolg!


Vielen Dank für eure Berichte whirlwind, CracklinRosie und hungerhaken. Da waren einige sehr gute Hinweise dabei.

Drei Fragen haben sich während des Lesens eurer Berichte ergeben:

1. Hattet ihr auch "billige" Pressspan Möbel mitgenommen? Wenn ja, gab es damit Probleme hinsichtlich des Ab- und Aufbaus? Wenn ich an den Aufbau meines Schlafzimmerschranks denke, mussten meine Helfer Improvisieren damit die Teile überhaupt halten. Ich denke das wird für den Umzug nicht förderlich sein.

2. Ich dachte eher, alles was nicht eine einzelne Person tragen kann, wird auseinander gebaut. Gibt es zufällig eine Faustregel? Ich frage so blöd da mein Treppenaufgang und die Türen verhältnismäßig groß und breit sind. Meine Kommode ist bspw. gar nicht so schwer für zwei Leute aber recht lang. Meine Wohnzimmerschränke dagegen sind relativ kompakt, besitzen dafür aber Glastüren und sind etwas schwer aber ich denke für 2 starke Männer ist das machbar. Klar, das wird sicherlich während einer vor Ort Besichtigung geklärt aber vielleicht lässt sich das vorab einschätzen. Außer dem Schlaf- und dem Arbeitszimmer besitze ich keine großen Möbel die nicht zusammengebaut durch das Haus passen würden und für die mehr als 2 starke Männer notwendig sind.

3. Auf das Ende der zweiten Frage beziehend. Gerade hinsichtlich der großen Möbel im Arbeitszimmer überlege ich diese Möbel zu verkaufen so dass ich das Arbeitszimmer entweder ganz weg lass oder neue, kleinere Möbel kaufe. Gibt es dafür überhaupt Abnehmer? Ich habe noch nie nach gebrauchten Möbeln geguckt und kann mir nicht vorstellen dass sich jemand den Ab- und Aufbau von gebrauchten Möbeln antut. Das Set hatte insgesamt etwa 500€ gekostet und besteht aus einem großen Schreibstisch, einem billigen Bürostuhl und 3 hohen Büroschränken sowie einer Art Kommodo (Buchenfurnier)


Nur so ein Gedanke:
Verkaufe deine alten Möbel und spare dir damit den Umzugsunternehmer.
Investiere den (wahrscheinlich geringen) Erlös und das gesparte Geld in den Möbelkauf am neuen Wohnort.
Die eingesparten Nerven sind unbezahlbar. ;)

Bearbeitet von Jeannie am 16.01.2017 20:21:07


Also bei uns wurde nur der Schlafzimmerschrank und das Bett auseinander genommen. Der Rest wurde en bloc tranportiert. Küche war allerdings keine dabei, weil wir uns da eine neue haben einbauen lassen und die alte wirklich uralt war.
Wir haben auch Billy-Regale, was ja eher in die Spanmöbelecke passt. Die haben die auch am Stück transportiert. Die Überlegung sich bei der Gelegenheit von einigen Stücken zu trennen und für die neue Wohnung neu anzuschaffen ist nie verkehrt! Man muss den Kram nicht mehr mitschleppen und hat auch gleich was passendes in der Wohnung. Würde ich an deiner Stelle drüber nachdenken.
Natürlich macht man einigen Verlust dabei, denn gebrauchte Möbel werfen leider nicht viel ab. Aber wenn du die Teile ohnehin nicht wirklich magst, dann ist es definitiv besser vor dem Umzug als 3 Monate nach dem Umzug. Die Kosten kannst du dir wirklich sparen!
Möbelpacker sollte man nicht unterschätzen. Wo du normalerweise mit 3 Männern schleppen musst und noch hantieren, das schaffen die locker zu zweit in der halben Zeit. Auch den Wiederaufbau vom Kleiderschrank. Unserer war vorher schon 2mal mit umgezogen und der lief noch nie so gut wie nach dem letzten Aufbau durch das Umzugsteam. Die machen ja nichts anderes und das merkt man auch! ;)
Wenn dein Schrank aber ohnehin fast auseinander fällt, dann leiste dir doch da vll. einen neuen, der genau ins Schlafzimmer passt und verscherbel den alten vorher oder spende ihn dem SKM oder so.


Für sperrige und sehr schwere Möbel gibt es Hebebühnen. Meist haben die sowieso eine solche dabei. Ein Fenster zur Straße müsste allerdings groß genug sein. Bei mir wurde dann immer ALLES über diese Bühne transportiert. Da passt viel drauf und es entfällt die schwere Schlepperei durchs Treppenhaus komplett. Viel bequemer und schneller.

Alte Spanplattenmöbel, die mir nicht mehr gefallen, würde auch ich entsorgen!

Alles Gute!


Alles verkaufen sehe ich eher als Kontraproduktiv. Das gesparte Geld investiere ich wieder in neue aber dafür billigere Möbel auf die ich min. 8 Wochen warten muss und auch die muss irgendjemand entgegen nehmen und aufbauen. Aber vom Arbeitszimmer werde ich wohl trennen außer die nächste Wohnung ist auch wieder so groß.

Hört sich gut an, wenn die Möbelpacker schneller und effizienter arbeiten als ein privat organisierter Möbeltrupp. :)

Nochmals vielen Dank für eure Hilfe. Wenn es dazu kommt und es soweit ist kann ich gerne mal einen Bericht schreiben für andere singles die das erste Mal andere schleppen lassen wollen.


Hmmmm,
ich würde Dir raten,warte noch mit dem Umziehen.Du hast geschrieben,dass es sich erst am 01.04. entscheidet,ob Du die Stelle bekommst. Und wenn nicht ? Dann sitzt Du auf gepackten Kartons und kannst wieder auspacken oder im schlimmsten Fall ist Deine Wohnung weg.....
Vielleicht hat ja auch dein zukünftiger Arbeitgeber ein Angebot wegen umziehen...

Was Du machen kannst ist , Sachen einzupacken,die Du erst mal nicht brauchst.
LG


Bearbeitet von Schnuff am 17.01.2017 01:14:06

Die Wohnung ist noch nicht gekündigt und mit dem Verpacken wollte ich auch noch nicht beginnen. Da ich momentan aber Zeit habe dahingehend schon mal zu planen, versuche ich es. Umso einfacher und schneller geht es, wenn es dann soweit ist. :)

Mein letzter Umzug lief ähnlich ab. Ich bekam erst recht spät die Zusage so dass sich alles überschnitten hatte und recht stressig wurde. Das soll nach Möglichkeit nicht nochmal passieren.


Und - wie war der Umzug? :malpieksen:


Falls ich umziehen sollte, würde ich lieber ein Umzugsunternehmen bezahlen statt Freunde und Bekannten anzubetteln die dann mal doch nicht oder spontan dann doch noch kommen und mitanpacken können.
Bin neu eingezoge und es hat Wochen gedauert.

Bearbeitet von m.richter am 11.05.2017 09:56:41



Kostenloser Newsletter