Fahrschule: praktische Ausbildung


Hat jemand eine Ahnung, wie viele Stunden für die praktische Ausbildung bei der PKW-Fahrschule "normal" sind? Ich weiß, ein "normal" gibt es nicht, weil sich jeder Fahrschüler unterschiedlich blöd anstellt. Aber trotzdem so als Erfahrungswert - kennt da jemand sich aus?
Der Fahrlehrer unseres Sohnes hat mir da etwas von 35 - 45 Stunden für einen normal talentierten Fahrschüler erzählt. Das erschien mir doch etwas sehr hoch gegriffen - oder nicht? Ich hatte so mit 15 - 20 Stunden gerechnet.


Ich hatte damals 13 Fahrstunden.


Moin.

Das Minimum an Stunden sind die gesetzlich vorgeschriebenen Stunden. Die kannst du Google.
Nach oben gibt's kaum Grenzen.

Gruß

Highlander


Da 12 Fahrstunden Pflicht sind, halte ich die drei- bis vierfache Menge für sehr übertrieben. Nicht, weil ja jeder Fahrschüler unterschiedliche Fahrstunden leistet (leisten muss), sondern weil der Fahrlehrer von vornherein diese Vielzahl an Stunden angibt. Er kann ja den Fahrschüler noch gar nicht einschätzen. Ich empfinde das nicht als besonders seriös.


12 Theoriestunden und 2 Theoriestunden für Zusatzstoff, dazu die Pflichtfahrstunden. 4 Stunden Autobahn, 5 Stunden Überland und 3 Stunden Nachtfahrt. Alles was darüber ist, ist meines Wissens nach vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben.

Die Anzahl der Stunden könnten also gering gehalten werden, je nachdem, wie fit der Fahrschüler in allem ist und somit prüfungsfähig wäre. Das beurteilt wiederum der Fahrlehrer, ob der Fahrschüler zur Prüfung angemeldet werden kann. Wenn der Fahrlehrer meint, dass die Erfolgsaussichten zum Bestehen der Prüfung nicht gegeben sind, muss der Schüler weiterhin Fahrstunden nehmen.

35 - 45 Stunden empfinde als Angabe des Fahrlehrers unseriös und sehr hochgegriffen, zumal es sich nicht verallgemeinern lässt. Eine unserer Praktikantinnen hatte 16 Fahrstunden (also zusätzlich 2 Doppelstunden) und hat die Prüfung bestanden. Sie konnte anfangs gar nicht fahren (im Gegensatz zu anderen, die vorher schon mal heimlich mit einem Elternteil gefahren sind).


Bei mir waren damals 12 Fahrstunden Pflicht + 12 Stunden Theorie, wenn ich mich richtig erinnere...
Ich habe 1983 den Führerschein gemacht...
In den 12 Stunden waren schon 1 Doppelstunde Autobahn, 1 Doppelstunde Überlandfahrt und eine oder zwei Stunden Nachtfahrt enthalten...
35-45 Stunden, halte ich für Abzocke...(Kommt natürlich auch auf das "Talent" des jeweiligen Fahrschülers an)...


Moin SieErPaar,

es ist richtig, dass es nur zwölf plus zwei Pflichtfahrstunden sind. Siehe bitte hier: http://www.bussgeldkatalog-mpu.de/bussgeld...fahrstunden.php

Der Argumentation, dass auch Stadtfahrten und Einparkübungen gemacht werden sollten, kann ich folgen. Allerdings halte auch ich die Angabe von circa vierzig Fahrstunden für etwas übertrieben. Die Hälfte könnte auch ausreichen, wenn man mal noch drei bis vier Stadtfahrten und eine Stunde Einparken üben dazuzählt

Ich brauchte damals für den Auto- und Motorradführerschein zusammen ziemlich viele Fahrstunden. Es waren runde zwanzig. Für die 1980er Jahre war das fast schon Abzocke. Der Fahrlehrer liebte es, seine Fahrschüler besonders hart ranzunehmen. Damit konnte nicht jeder umgehen. Ich auch nicht. Deshalb wurde es so teuer. Soifz.

Frage doch einfach mal nach, wie sich die hohe Anzahl an Fahrstunden im Einzelnen zusammensetzt.

Grüßle,

Egeria


Ich kann aktuell von 2 Enkeln berichten.
Beide haben so etwa 20 Stunden verbraucht.


Als ich den Führerschein machte, gab es noch keinerlei Pflichtstunden und der theoretische Unterricht wurde parallel zu den Fahrstunden abgehalten. Ich selbst hatte inklusive der praktischen Prüfungs-Viertelstunde insgesamt 9 Fahrstunden.

Aber so wie Wecker es geschrieben hat, kenne ich es auch aus der Fahrschulzeit meiner beiden älteren Enkel. Sie hatten insgesamt jeder so etwa 20 - 22 praktische Stunden bis zur Fahrprüfung.

Wenn der Fahrlehrer also so einfach mal von 35 bis 45 Stunden spricht, ist er in meinen Augen äußerst unseriös!

Bearbeitet von Brandy am 22.02.2017 11:15:35


Der Fahrlehrer sprach von einer "auf Erfahrungen basierenden Formel, mit der man die notwendigen Fahrstunden" überschlägig errechnen kann:

Alter des Fahrschülers (hier: 17 Jahre) + Pflichtstunden (12 an der Zahl) + 10 Übungsstunden macht zusammen 39 Stunden.

Ich überlege die ganze Zeit, wie ich mich wehren könnte. Erstens kann ich ja nicht einschätzen, wie begabt mein Junge tatsächlich ist und zweitens wäre es ja ein Leichtes, ihn durch die Prüfung fallen zu lassen, wenn ich da nach 20 Stunden auflaufe und den Lauten mache.


Seltsame Formel. Wenn also jemand 20/21/22 Jahre alt ist, kommen noch mehr Stunden zusammen? Die Pflichtstunden sind doch zum Üben, weshalb dann noch zusätzlich Übungsstunden? Ich würde mir eine andere Fahrschule suchen.


Kommt denn nur diese eine Fahrschule in Betracht?


Dann würde ich mir einfach eine andere Fahrschule suchen und wenn es bei der auch solche unseriösen Vorabberechnungen gibt, ist es dann die übernächste Fahrschule, das würde ich so lange machen, bis ich die meiner Meinung nach passende und vor allem seriöse Fahrschule gefunden habe.
Was ist daran so problematisch?


Diese Formel empfinde ich als fragwürdig und ehrlich gesagt würde ich darauf nicht vertrauen. Nehmen wir an, dein Sohn ist nach 16 Gesamtstunden fit im Fahren und somit fit für die Prüfung. Das müsste der Fahrlehrer sehen und demnach auch beurteilen können, um ihn zur Prüfung anzumelden. Dann zöge er womöglich seine "Formel" in Betracht und stellt fest, dass da seines Erachtens noch Stunden fehlen, obwohl es vielleicht gar nicht notwendig ist.

Ich überlege gerade, ob du bei einer anderen Fahrschule um Rat bittest und ob dein Sohn vielleicht dort Probefahren kann. Die andere Fahrschule würde evtl. sagen, dass er sich dort anmelden soll; immerhin geht es ja auch um Kunden und Geld, keine Frage. Aber was soll groß passieren - mehr als eine Absage kannst du nicht bekommen und fragen kostet nix. Vielleicht besteht die Möglichkeit des Ummeldens für eine andere Fahrschule.

Wie viele Fahrstunden hat dein Sohn bisher genommen und wie schätzt er sich selbst ein?


Zitat (SieErPaar @ 22.02.2017 16:07:32)
Der Fahrlehrer sprach von einer "auf Erfahrungen basierenden Formel, mit der man die notwendigen Fahrstunden" überschlägig errechnen kann:

Alter des Fahrschülers (hier: 17 Jahre) + Pflichtstunden (12 an der Zahl) + 10 Übungsstunden macht zusammen 39 Stunden.

Ich überlege die ganze Zeit, wie ich mich wehren könnte. Erstens kann ich ja nicht einschätzen, wie begabt mein Junge tatsächlich ist und zweitens wäre es ja ein Leichtes, ihn durch die Prüfung fallen zu lassen, wenn ich da nach 20 Stunden auflaufe und den Lauten mache.

Eine Bekannte von mir hat erst mit 42 Jahren ihren Führerschein gemacht und hatte 18 Fahrstunden.

Wie passt das denn zu dieser zweifelhaften Formel?

Ich würde mich nach einer anderen Fahrschule umsehen.

Also die Formel ist ja mal der größte Witz, soll also jemand mit 30 Jahren 50 Stunden brauchen? Hört sich echt unseriös an. Normal ist 12-24 würde ich sagen.


Mir sind zu dem Thema ein paar Gedanken gekommen:
Trotz der in den letzten Jahrzehnten gestiegenen Verkehrsteilnehmer-Zahlen und der damit verbundenen erhöhten Konzentration auf das Verkehrsgeschehen erscheint mir die von der Fahrschule angegebene Fahrstundenzahl doch reichlich erhöht!

Eine Fahrschule/Fahrlehrer meldet einen Fahrschüler zwar zur Führerscheinprüfung an, über Bestehen oder Nichtbestehen dieser Prüfung entscheidet aber ein unabhängiger Prüfer, nicht der Fahrlehrer!

Wichtig ist doch, dass man als Fahrschüler nicht mit möglichst wenigen Übungsstunden prahlen kann, sondern, dass man lernt, im heutigen Verkehr sich ohne Gefährdung der eigenen oder anderer Personen zu bewegen.

Falls es nicht möglich sein sollte, die Fahrschule auszusuchen bzw. zu wechseln, kann man als Fahrschüler darauf bestehen (auch gegen den Willen des Fahrlehrers), zur Fahrprüfung angemeldet zu werden. Voraussetzung, man hat die praktischen Pflichtstunden absolviert und fühlt sich im praktischen und theoretischen Teil fit. Letzteren Prüfungsteil kann man privat gut trainieren, die Prüfungsfragen sind im Handel/Internet erhältlich. Auch den praktischen Teil kann man trainieren, entweder auf öffentlichen Verkehrsübungsplätzen oder auf genügend großem Privatgelände, sofern man einen Elternteil hat mit geeignetem Auto und (ganz wichtig!) stabilem Nervenkostüm.

Ich hatte einen wirklich kritischen Fahrlehrer, habe viel von ihm gelernt, er hat auf gute, ausreichende Ausbildung Wert gelegt.
18 Fahrstunden brauchte ich, plus 2 Prüfungsstunden (wurde damals so gerechnet), meinen Führerschein habe ich 1968 mit knapp 20 Jahren gemacht. Bis heute fahre ich noch gerne Auto, auch lange Strecken, und man sagt, ich fahre gut, sicher und flott.

Ich wünsche dem Junior viel Erfolg beim Erwerb des Führerscheins und eine verantwortungsvolle Ausbildung auf dem Weg dorthin!


Ich denke auch, dass so bis 15 Stunden im normalen Bereich sind.



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