Vaterschaftstests... Aktuelle Rechtsprechung zum Thema


Hallo,

heute findet die Verhandlung statt, bei der es um das Thema geht, ob ein Vaterschaftstest, der ohne Wissen der Mutter gemacht wurde, weiterhin vor Gericht nicht zulässig ist.

Das ist mein Aufreger-Thema des Tages:
Warum ist es relevant ob die Mutter von dem Test wusste oder nicht ? Wenn ein Mann nicht der Vater des Kindes ist und das nicht wusste, ist es meiner Meinung nach sein gutes Recht, das zu erfahren. Jede Mutter weiss, ob sie die Mutter eines Kindes ist, warum braucht also der "Vater" die Erlaubnis der Mutter, um die Wahrheit zu erfahren ?

Hier werden Männer klar benachteiligt, denn wenn sie dann erfahren, dass sie nicht der Vater sind, bleiben sie trotzdem rechtlich der (zahlende) Vater und können nichts dagegen tun. Das finde ich zum :kotz:

Ich finde nicht dass Frauen einen besonderen Schutz verdient haben, wenn sie einem Mann wissentlich ein fremdes Kind unterjubeln und ihn dafür zahlen lassen, weil er glaubt, der Vater zu sein.

Wie ist Eure Meinung dazu ?

Murphy


@murphy

Ich sehe es genau so. Mütter müßten verpflichtet werden, solche Tests zuzulassen bzw bei berechtigten Zweifeln müßte ein unabhängiger Test angeordnet werden, um Betrugsversuchen vorzubeugen.


Du sprichst mir aus der Seele. Ich kann das auch nicht verstehen, bezahlen dürfen die Männer (was normalerweise auch richtig ist) aber wenn Sie Zweifel haben und die Mutter sich stur stellt, hat der Mann schlechte Karten. Das kann doch wohl nicht sein. Dieser Test ist so einfach und schadet dem Kind nicht, hilft aber Klarheit über die Vaterscht zu bekommen.


Wenn sie berechtigen oder zustimmen müssen, kann der Mechanismus komplett wegfallen und man kann direkt festlegen: egal, wer den Test hat vornehmen lassen, er ist gültig solange er von einer entsprechenden Stelle gemacht wurde.

Ich wüsste allerdings nicht, wer einen Gen-Test schwarz in der Garage machen kann, daher ist es ziemlich sicher dass sowas bei einer Stelle gemacht wird, die sowohl die Ausstattung, als auch die Seriösität besitzt.

Murphy

Bearbeitet von murphy am 21.11.2006 07:45:15


murphy :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch:

warum das nicht so gehen soll, ist mir schon klar - ist ne reine politik-entscheidung... wenn nun jeder "vater" einen gen-test machen lassen kann und dann feststellt, dass er nicht der vater des kindes ist - dann kommt auf die gerichte und ämter viel arbeit zu wegen scheidungen und unterhaltsverhandlungen... dafür hat der staat kein geld - und deshalb will er es verhindern :unsure:


Aber die Väter haben das Geld über dass sie ungerechtfertigt zahlen ?

Die Kosten fallen doch vorallem bei den Leuten an, die or Gericht ziehen, das zahlt doch nicht der Staat, oder ?


Vielleicht sollte einfach bei Geburt so ein Test standard werden, dann gibts kein hin und her oder Verheimlichungen.


Zitat (murphy @ 21.11.2006 07:33:32)
Hallo,

heute findet die Verhandlung statt, bei der es um das Thema geht, ob ein Vaterschaftstest, der ohne Wissen der Mutter gemacht wurde, weiterhin vor Gericht nicht zulässig ist.

Das ist mein Aufreger-Thema des Tages:
Warum ist es relevant ob die Mutter von dem Test wusste oder nicht ? Wenn ein Mann nicht der Vater des Kindes ist und das nicht wusste, ist es meiner Meinung nach sein gutes Recht, das zu erfahren. Jede Mutter weiss, ob sie die Mutter eines Kindes ist, warum braucht also der "Vater" die Erlaubnis der Mutter, um die Wahrheit zu erfahren ?

Hier werden Männer klar benachteiligt, denn wenn sie dann erfahren, dass sie nicht der Vater sind, bleiben sie trotzdem rechtlich der (zahlende) Vater und können nichts dagegen tun. Das finde ich zum :kotz:

Ich finde nicht dass Frauen einen besonderen Schutz verdient haben, wenn sie einem Mann wissentlich ein fremdes Kind unterjubeln und ihn dafür zahlen lassen, weil er glaubt, der Vater zu sein.

Wie ist Eure Meinung dazu ?

Murphy

Ein Vater, der (berechtigt oder nicht) Zweifel an der Vaterschaft hat, kann jederzeit die Vaterschaft anfechten, dann wird so ein Test eben "von oben angeordnet". Und ich denke mal, dann hat die Mutter schlechte Karten, wenn sie sich weigert.

Was ich fies finde sind diese "hintenrum" gemachten Tests- klar, ein (mutmaßlicher) Vater kann seine Zweifel haben. Aber warum kann er nicht erst mal zur Mutter gehen und mit ihr sprechen? Warum müssen dann heimlich Schnuller, Zahnbürsten oder was auch immer in irgendwelche teils dubiosen Labors geschickt werden?

Meiner Meinung nach sollten Ergebnisse von irgendwelchen Hinterhoflabors vor Gericht nie zugelassen werden. Wenn ein Vater Zweifel hat und so einen Test hat durchführen lassen, so sollte unbedingt noch einmal ein "offizieller" Test gemacht werden. Es soll auch Väter geben, die einfach Proben von Fremden als Probe vom Kind deklarieren, nur um sich vor Zahlungen zu drücken. Es gibt nicht nur Frauen, die Männern Kinder unterschieben um Geld abzuzocken, es gibt auch ausreichend Männer, denen kein Trick zu blöde ist um nicht zahlen zu müssen.

Wobei die Männer es wesentlich schwerer haben, sich zu drücken. Wenn es ihr Kind ist weiss die Mutter das ebenfalls und wenn er einen test einschickt, der nicht von seinem Kind stammt, ist die Widerlegeung extrem einfach...neuer Test mit richtigen Kind, fertig.


Zitat (murphy @ 21.11.2006 08:33:58)
Wobei die Männer es wesentlich schwerer haben, sich zu drücken.

Erzähl das mal dem Kind meiner Freundin... der Vater hat sich einfach abgesetzt. Abgehauen als die Lütte grad mal ein paar Monate alt war, keinen neuen Wohnsitz angegeben, keine feste steuerpflichtige Arbeit angenommen (nur Aushilfs- und Botentätigkeiten ohne Steuerkarte)... der Mann wird seit über 11 Jahren gesucht und nicht gefunden.

Oder erzähl das meiner Kollegin. Der Vater ihres Kindes hat nach der Trennung von ihr lässig-locker gemeint, er zahle einfach nicht was der Scheidungsrichter angeordnet hat. Und wenn sie klagen würde, dann würde er sich einfach arbeitslos melden, dann bekäme sie auch nix. Er hat ein relativ niedriges "offizielles" Einkommen und hat einiges schwarz gemacht, damals. Und was er "schwarz" verdient hat, wusste niemand so ganz genau, und beweisen konnte man nichts. Nicht mal das Gespräch, denn wer lässt schon daheim im Wohnzimmer ein Tonband mitlaufen...

Aber das hat doch mit dem oben genannten Thema nichts zu tun.

Klar ist der Typ ein Schwein aber was hat das mit dem Recht der Männer zu tun, zu erfahren, ob sie der Vater sind ?

Dein Thema ist eine andere Baustelle. Du kannst nicht mit dem Unrecht das Deiner Freundin widerfahren ist begründen, dass Männer kein recht auf dieses Wissen haben.


Zitat (murphy @ 21.11.2006 08:33:58)
und wenn er einen test einschickt, der nicht von seinem Kind stammt, ist die Widerlegeung extrem einfach...neuer Test mit richtigen Kind, fertig.

Genau und dann wäre er dran wegen Betrug


Wie schon gesagt, am besten wäre es wenn standardmäßig bei der Geburt so ein Test gemacht wird, dann gibts kein Mißtrauen sondern klare Verhältnisse.

Bearbeitet von Sparfuchs am 21.11.2006 08:48:58

Ich will keinem Mann das Recht absprechen zu erfahren, ob er der wahre Vater ist oder nicht. Hab ich weiter oben glaub ich auch schon gesagt. Aber ich finde diese Heimlichtests nicht OK- man kann doch gleich den offiziellen Weg gehen? Vaterschaft anfechten, gerichtlich anerkannten Test durchführen lassen, so spart man sich auch einiges an Ärger.

Hätte mein Mann damals einen heimlichen Vaterschaftstest gemacht und ich hätte später davon erfahren dass er mir misstraut (völlig unbegründet übrigens, ich weiß definitiv dass er der Vater ist), dann wäre mein Vertrauen in ihn auch ziemlich gestört worden, und ich glaube nicht dass ich dann heute noch mit ihm verheiratet wäre.


Ich bin gegen standardmässige Tests, damit würde man der grossen Mehrheit, die diese Tests nicht braucht, unnötig belasten.

Es geht doch um Einzelfälle, wo ein Mann Zweifel hat. Klar kann man immer sagen, wenn er es heimlich tut, ist die Beziehung nciht ok aber das finde ich zu pauschal. Es gibt doch soviele verschiedene Paare mit unterschiedlichen Beziehungen, da ist in meinen Augen die beste Möglichkeit, es den Leuten selbst zu überlassen.
Niemand kann von aussen richten, ob die Heimlichkeit ein Zeichen von Misstrauen oder Paranoia oder sonstigen Gründen ist.

(Beispiel: die Fraue hatte eine Affäre und kommt ein paar Jahre später drauf, dass vielleicht doch nicht der richtige vater mit ihr lebt...und sie will es genau wissen, vielleicht will sie sich trennen und wäre froh, wenn er nicht der Vater wäre...also würde sie den test auch heimlich machen lassen, ob er der Vater ist)

Deswegen kann der Ansatz nicht sein, es so wie im Moment zu lassen oder es als Zwang für alle einzuführen (es gibt Frauen die bekommen bewusst ein Kind ohne passenden Mann dazu).

Das Gesetz muss dahingehend verändert werden, dass beide jederzeit das Recht haben, solche Tests ohne Wissen des anderen machen zu lassen, schliesslich sind sie beide erziehungsberechtigt. Es gibt also keinen Grund, dem Vater dieses Recht abzusprechen.


Zitat (Valentine @ 21.11.2006 08:53:55)
Hätte mein Mann damals einen heimlichen Vaterschaftstest gemacht und ich hätte später davon erfahren dass er mir misstraut (völlig unbegründet übrigens, ich weiß definitiv dass er der Vater ist), dann wäre mein Vertrauen in ihn auch ziemlich gestört worden, und ich glaube nicht dass ich dann heute noch mit ihm verheiratet wäre.

wie hättest du denn reagiert, wenn er offiziell von dir einen test verlangen würde? das wertest du dann als vertrauensbeweis?

Auch für die betroffenen Kids ist es wichtig zu wissen, wer der richtige Vater ist.
Romy


Das Vertrauen wird ja wohl nicht durch den heimlichen Test zerstört. Das ist schon früher passiert. Ich hoffe sehr, dass Väter zukünftig das Recht haben zu überprüfen, ob ihr Kind auch ihr leibliches Kind ist.

Und als ob jetzt alle Väter Deutschlands mit Schnullern zum Testlabor rennen würden. :rolleyes: Wie schon gesagt, es geht doch wirklich um Einzelfälle.

Von Vätern wird erwartet, dass sie Verantwortung und Pflichtgefühl zeigen. Aber ihre Rechte will man beschneiden? Unglaubliche Zustände.


Zitat (Valentine @ 21.11.2006 08:26:29)

Ein Vater, der (berechtigt oder nicht) Zweifel an der Vaterschaft hat, kann jederzeit die Vaterschaft anfechten, dann wird so ein Test eben "von oben angeordnet". Und ich denke mal, dann hat die Mutter schlechte Karten, wenn sie sich weigert.

Was ich fies finde sind diese "hintenrum" gemachten Tests- klar, ein (mutmaßlicher) Vater kann seine Zweifel haben. Aber warum kann er nicht erst mal zur Mutter gehen und mit ihr sprechen? Warum müssen dann heimlich Schnuller, Zahnbürsten oder was auch immer in irgendwelche teils dubiosen Labors geschickt werden?

Meiner Meinung nach sollten Ergebnisse von irgendwelchen Hinterhoflabors vor Gericht nie zugelassen werden. Wenn ein Vater Zweifel hat und so einen Test hat durchführen lassen, so sollte unbedingt noch einmal ein "offizieller" Test gemacht werden. Es soll auch Väter geben, die einfach Proben von Fremden als Probe vom Kind deklarieren, nur um sich vor Zahlungen zu drücken. Es gibt nicht nur Frauen, die Männern Kinder unterschieben um Geld abzuzocken, es gibt auch ausreichend Männer, denen kein Trick zu blöde ist um nicht zahlen zu müssen.

@Valentine

Recht so, weniger Emotionen, mehr Pragmatismus und erst einmal miteinander reden. Alles weitere wird sich ergeben.

Dante2

Zitat (HSommerwind @ 21.11.2006 09:50:47)
Das Vertrauen wird ja wohl nicht durch den heimlichen Test zerstört. Das ist schon früher passiert. Ich hoffe sehr, dass Väter zukünftig das Recht haben zu überprüfen, ob ihr Kind auch ihr leibliches Kind ist.

Und als ob jetzt alle Väter Deutschlands mit Schnullern zum Testlabor rennen würden. :rolleyes: Wie schon gesagt, es geht doch wirklich um Einzelfälle.

Von Vätern wird erwartet, dass sie Verantwortung und Pflichtgefühl zeigen. Aber ihre Rechte will man beschneiden? Unglaubliche Zustände.

Das ist auch voll und ganz meine Meinung. Wer weiss, wie viele Frauen es gibt, die "heimlich" ihrem Mann oder Partner oder wem auch immer ein Kind "unterschieben".

Warum soll da der Mann nicht "heimlich" einen Vaterschaftstest machen lassen. Finde ich ganz o.k.

Also standardmäßige Test so als Vorkehrung finde ich auch sinnlos aber jeder Vater der berechtigte Zweifel hat sollte auch das Recht haben diesen Test durchführen zulassen. Heimliche Test werden doch sowieso nur dann durchgeführt wenn die Mutter ihn verweigert und dann hat sie scheinbar auch etwas zu verbergen, oder?
Es gibt einfach schon zu viele Väter die jahrelang zahlen durften für ein Kind das ihnen untergejubelt wurde.
Natürlich kann man einen heimlich durchgeführten Test nicht direkt vor Gricht verwerten denn es könnnte ja auch falsches DNS material eingeschickt wurden sein aber sofern halt der Test eine Vaterschaft ausschliesst sollte er die Möglichkeit haben nochmal einen offiziellen Test durchführen zu können ohne erforderliche Zustimmung der Mutter.


Natürlich darf nicht das Testergebnis ungeprüft vor Gericht verwendet werden. Das Problem ist aber doch, dass ein Test immer ungültig ist, egal, ob er korrekt ist oder nicht und egal, wo er gemcht wurde.


Ich finde auch das ein Vater das Recht darauf hat, zu wissen ob das Kind sein Eigen ist oder nicht. Und wie schon geschrieben wurde, wenn eine Mutter den Test verweigert hat sie defenitiv Geheimisse, wenn nicht dürfte solch ein Vaterschaftstest auch kein Problem sein.

@ Murphy: Starte doch mal eine richige Umfrage


Ich mag Umfragen nicht so sehr weil sie die Leute auf meine vorgegebenen Antworten einschränken. Es kommt oft vor dass man nicht eine klare Position hat, weil viele Faktoren zusammenkommen :D

Ich lese lieber die Meinungen, da ist von schwarz bis weiss alles an Grautönen vertreten, was möglich ist :)


sehe es wie murphy, finde es auch ein starkes stück wenn ein vater hintergangen wird. sollte es zweifel geben kann der mann sich meiner meinung nach gewissheit durch einen solchen test verschaffen, verstehe auch die ganze diskusion nicht. ist doch natürlich das man wissen will woran man ist...


Zitat (gewitterhexe @ 21.11.2006 09:27:34)
Zitat (Valentine @ 21.11.2006 08:53:55)
Hätte mein Mann damals einen heimlichen Vaterschaftstest gemacht und ich hätte später davon erfahren dass er mir misstraut (völlig unbegründet übrigens, ich weiß definitiv dass er der Vater ist), dann wäre mein Vertrauen in ihn auch ziemlich gestört worden, und ich glaube nicht dass ich dann heute noch mit ihm verheiratet wäre.

wie hättest du denn reagiert, wenn er offiziell von dir einen test verlangen würde? das wertest du dann als vertrauensbeweis?

Wenn er offiziell einen Test verlangt hätte, dann hätte ich wenigstens gleich gewusst, dass er mir nicht traut. Wenn ich irgendwann später mal zufällig beim Aufräumen einen Bescheid gefunden hätte oder eine Rechnung- dann wäre ich wesentlich enttäuschter gewesen, denke ich.

Klar hätte ich mich darauf eingelassen und diesen Test gemacht- ich weiß, mit wem ich zur fraglichen Zeit zusammen war, ich hätte vorher gewusst wie das Ergebnis lautet. Allerdings könnte ich nicht garantieren dass unsere Beziehung dieses Misstrauen übersteht- denn ein Vaterschaftstest bedeutet ja immer, dass der Mann der Frau Untreue unterstellt.

Moin..jeder Vater sollte das verbriefte Recht haben mit allen heute zur Verfügung stehenden Mitteln, herauszufinden ob er der Vater des Kindes ist oder nicht. Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht im Artikel 6 (Ehe und Familie..) Absatz 4.. Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft..warum steht da nicht..Jede Mutter und jeder Vater ???..sind wir laut Gesetz nur Samenspender..also könnte jede X-beliebige Frau behaupten,das Kind ist von dem oder dem..und der betroffene Mann darf dann zahlen..Es ist doch das normalste von der Welt, das ein Vater wissen möchte,ob es sein eigen Fleisch und Blut ist,das ist doch sein gutes Recht ! so wie die Mutter sich sicher sein kann ,das es ihr eigenes Kind ist..so muß sich auch der Vater zu 100% sicher sein können. Die Realität sieht aber leider anderst aus..wenn manche Väter denn Verdacht äußern,das es sich um ein Kuckuckskind handelt müssen sie regelrecht einen Spießrudenlauf durchmachen und sind auf die Gnade irgenteines Richters angewiesen, das kann doch wohl nicht sein. Ich verstehe manche Frauen nicht,wie sie das tagtäglich mit ihrem Gewissen vereinbaren können ihrem Partner oder Ehemann zu verschweigen,das das Kind nicht von ihm ist..Der Vater investiert doch auch seine ganze Liebe in das Kind in dem festen glauben,das es sich um sein eigenes handelt.. aber irgentwann platzt die Bombe und es kommt heraus,sei es bei einem Bluttest oder einem Krankenhausaufenthalt,wo das Kind vielleicht ein Spenderorgan braucht..was sich dann für Dramen abspielen,das mag man sich garnicht vorstellen, für die Kinder nicht und für die Väter auch nicht..das sollten sich die Mütter mal überlegen,die soetwas tun..


Jeder sollte das Recht auf Gewissheit haben!


Wenn ich Zweifel oder nen Verdacht hab, dass n Kind das angeblich biologisch meins ist auch echt meins ist, will ich auch Klarheit. Und wie soll das in den meisten Fällen aussehen?
Ich geh zur Mutter und sag Baby, ist ok wenn ich nen Test machen lass ob der Kurze von mir ist? Klaro mach mal kommt dann bestimmt nicht so schnell als Antwort, ne Frau mit nem reinen Gewissen würd mir dann wohl am liebsten nen Arschtritt geben und derbe entsetzt sein, dass ich ihr zutrau fremdgegangen zu sein und schon gibts ne Krise.
Wenn die weiß da gibts mehr als einen der in Frage kommt wird die wohl blass werden und entweder sagen ne erlaub ich nicht (wobei ich dann erst recht alles versuchen würd, nen Test machen zu lassen) oder ihre Einwilligung geben und hoffen, dass da nix Schlimmes bei rauskommt.
Ich hab nix dagegen n Kind von ner Frau mit der ich zusammen bin als meins anzusehen und mich drum zu kümmern wenn ich sowieso weiß ist nicht meins und ich bin mit der Mutter zusammen, hab ich auch schon. Aber ich will wissen ob ich für n Kind zahl und das liebe das nicht meins ist, aber die Mutter sagt das Gegenteil.
Ich würd jederzeit so nen Test heimlich machen lassen. In die andere Richtung denk ich auch. Wenn mir ne Frau früher ne Probe entnommen hätte und damit ne Sicherheit haben wollte von wem das Kind ist (ist noch nicht vorgekommen soweit ich weiß), isses ok für mich. Mit nem Kind hat man ne Verantwortung, ist latte wer die Mutter ist und dann stell ich mich auch der Verantwortung. Gibt bestimmt genug Kerle die derbe froh sind dass die nix zahlen müssen und keinen Bock auf Unterhalt oder Erziehung haben.

Son heimlicher Test ist ja bloß der Anfang. Damit hab ich den inoffiziellen Beweis in Händen, dass das Kind nicht von mir ist. Den genauen Weg danach kenn ich nicht, aber ich glaub n Anwalt dem man sagt ich hab Zweifel ob mein Kind von mir ist wird einem dann weiterhelfen, vielleicht auch n Jugendamt, und dann kann n offizieller Test gemacht werden. Ok ist derbe beschissen dass das alles nen Haufen Kohle kostet. Aber die kriegt man irgendwie zusammen.
N Gesetz in dem nem Mann das Recht eingeräumt wird sich Gewissheit zu verschaffen ob der der Erzeuger von den Kindern ist die der für deine eigenen hält unterstütz ich total.

Mein Kumpel hat sich schon öfter mal was anhören müssen, ob der nicht mal nen Test machen lassen will. Der ist son Typ wie ich, hat aber braune Augen, ich hab blaue, bin auch eng mit seinem Weibchen befreundet. Die Kids haben alle blaue Augen (die Mutter auch) und dunkle Haare, wie ich, und sowas kommt dann von Leuten, die uns nicht gut kennen und nicht wissen, dass sein Weibchen nie nen anderen Kerl an sich ranlassen würd als meinen Kumpel. Aber wenn der das nicht wüsste und nen Verdacht hätte, würde der sich auch mit dem Thema beschäftigen müssen.
In Kurzform, wenns auf legalem Weg nicht geht, sich Gewissheit zu verschaffen, dann stimmt was nicht und dann eben illegal.


Ich halte gar nichts von Tests, die nicht gerichtlich angeordnet wurden. Bei solch angeordneten Tests werden die eindeutigen Identitäten der Probanden festgestellt und somit ist kein Betrug möglich. Deshalb bin ich dafür, dass Tests, die ohne das Wissen der Mutter durchgeführt werden, auch weiterhin vor Gericht keine Gültigkeit haben. Wobei das eigentlich nichts mit dem Wissen oder Nicht-Wissen der Mutter zu tun hat, sondern vielmehr damit, dass zuviel Schindluder getrieben werden kann. Vielmehr müsste es vereinfacht werden, solche Tests unter Aufsicht durchführen zu lassen, und nicht erst dann, wenn der Richter oder die Richterin die Verdachtsmomente als genügend begründet ansehen.


Mir ging es nicht darum, dass irgendwelche Tests aus irgendeiner Garage aneraknnt werden, sondern dass ein Mann der einen test ebi einer offiziellen Stelle machen lassen kann, ohne die Erlaubnis der Mutter zu haben und das dieser Test dann auch Gültigkeit hat.

Ist doch klar dass diese Tests seriös sein müssen.

Bearbeitet von murphy am 21.11.2006 13:22:59


Du meinst Tests, bei denen er das Kind mit ins Labor bzw. zu einem Arzt schleppt, damit unter Aufsicht die Probe abgenommen werden kann?

Seriös sind auch Testergebnisse, bei denen die Identität vorher nicht korrekt aufgenommen, sondern eben lediglich die Proben getestet wurden.


Ich weiss ja nicht, wie das heute ist. Wenn ein Vater einen test machen lassen möchte, wie muss er vorgehen ?


T-Online schreibt dazu:

... Für eine Vaterschaftsanfechtung reicht nach deutschem Recht ein bloßer Zweifel des Vaters nicht. Vielmehr muss der Kläger "nicht ganz fern liegende" Anhaltspunkte darlegen, die auf einen anderen Erzeuger hindeuten. ...


Zitat (murphy @ 21.11.2006 13:30:20)
Ich weiss ja nicht, wie das heute ist. Wenn ein Vater einen test machen lassen möchte, wie muss er vorgehen ?

Man sucht sich ein Labor oder lässt sich von einem Arzt beraten, der einem dann eines nennt, von dort lässt man sich dann eine Testpackung schicken (normalerweise in Plastikröhrchen und Wattestäbchen für Speichelproben), entnimmt sich und dem Kind die Probe, packt die Stäbchen in die dazu vorgesehenen Röhrchen, versiegelt sie und schickt das ganze an das Labor. So ist es mir jedenfalls bekannt, habe noch keinen Vaterschaftstest machen lassen :)

Zitat (HSommerwind @ 21.11.2006 13:36:08)
T-Online schreibt dazu:

... Für eine Vaterschaftsanfechtung reicht nach deutschem Recht ein bloßer Zweifel des Vaters nicht. Vielmehr muss der Kläger "nicht ganz fern liegende" Anhaltspunkte darlegen, die auf einen anderen Erzeuger hindeuten. ...

Und eben das müsste meiner Meinung nach geändert werden. Antrag auf Vaterschaftsfeststellung stellen, machen lassen (eben unter Aufsicht und Identitätsfeststellung) und fertig. Die "privaten" Tests, von denen die Frau nichts mitkriegen soll, können ja weiterhin "im Verborgenen" gemacht werden. Nur wenn dann das Ergebnis negativ ist, man also nicht der Vater ist, bei diesem Test aber die Identitäten nicht zweifelsfrei festgestellt wurden, dann sollte so ein Test bitteschön auch vor Gericht keine Verwendung finden.

Das ist doch ein faierer Vorschlag: Ein Mann muss nicht erklären, warum er diesen Test will, sondern wenn er das will, wird so ein Test offiziell gemacht.


Genau so sehe ich das auch :yes:


So wie ich das verstanden habe, geht es doch um das Recht des Kindes an seinem Genmaterial. Dass der Vater dem Kind eine DNA Probe entnimmt und sie untersuchen lässt, ohne dass das Kind in der Lage ist, seine Einwilligung zu geben, ist von Gerichten als Grund für die Nichtanerkennung solcher heimlichen Tests genannt worden.

In der Sache halte ich es auch für richtig, dass bei Zweifeln gerichtlich die Vaterschaft festgestellt werden kann, aber es geht nicht heimlich über den Kopf des Kindes hinweg.


Zitat (Karen @ 21.11.2006 16:53:53)

In der Sache halte ich es auch für richtig, dass bei Zweifeln gerichtlich die Vaterschaft festgestellt werden kann, aber es geht nicht heimlich über den Kopf des Kindes hinweg.

..wie soll denn das ein Baby entscheiden..???

Zitat (orangebrummbaer @ 21.11.2006 17:12:59)
Zitat (Karen @ 21.11.2006 16:53:53)

In der Sache halte ich es auch für richtig, dass bei Zweifeln gerichtlich die Vaterschaft festgestellt werden kann, aber es geht nicht heimlich über den Kopf des Kindes hinweg.

..wie soll denn das ein Baby entscheiden..???

Das muss dann ein Gericht anordnen.
Klar, dass das Baby nicht mitentscheiden kann, deshalb finde ich auch heimliche Test nicht ok.

Zitat (Karen @ 21.11.2006 17:18:03)
Zitat (orangebrummbaer @ 21.11.2006 17:12:59)
Zitat (Karen @ 21.11.2006 16:53:53)

In der Sache halte ich es auch für richtig, dass bei Zweifeln gerichtlich die Vaterschaft festgestellt werden kann, aber es geht nicht heimlich über den Kopf des Kindes hinweg.

..wie soll denn das ein Baby entscheiden..???

Das muss dann ein Gericht anordnen.
Klar, dass das Baby nicht mitentscheiden kann, deshalb finde ich auch heimliche Test nicht ok.

Ich finde heimliche Tests ok, wenn die Mutter sich weigert einem offenem Test zuzustimmen.

Vielleicht habe ich was überlesen, aber wie sieht das mit dem Recht des Kindes aus??

Hat das auch kein Recht zu erfahren, ob der "Vater" auch der "Erzeuger" ist ???

Irgendwie stammt diese Gesetztgebung doch von DIE Gott......

Weiber!!! dürfen "fremdfliegen", dürfen's dem Mann und dem Kind verschweigen, und noch kassieren...
erfüllt andererseits wieder den Tatbestand der arglistigen Täuschung und des Betrugs...!??

Bin mal gespannt, wann die Frauen das Recht einklagen, um zu testen zu können, ob das Kind überhaupt von ihnen ist... :D :D


Also als allererstes finde ich es generell traurig, daß es überhaupt zu nem Vaterschaftstest kommen muß. Ich hab da wahrscheinlich noch ne naiv-romantische Vorstellung von Partnerschaft und Familie.

Aber ich finde, Männer sollten natürlich das Recht haben, zu wissen, ob es das eigene Kind ist...Aber das heimlich zu machen, find ich irgendwie auch nicht gut...

Ich finde, das sollte so oder so nen offiziellen Weg gehen.

Soll heißen; Der Mann hat Zweifel, ob es sein Kind ist, daraufhin muß er sich ans Jugendamt oder sonst irgendeine Stelle wenden (kann man ja evtl einrichten-ich weiß kostet Geld, war ja nur ne Idee) und die leiten dann alles mögliche ein. Also informieren die Mutter, daß sie einwilligen muß, ansonsten gibts ne richterliche Anordnung. Allerdings muß der Vater auch die Kosten tragen..

Dieses Beispiel (also über den Weg einer offiziellen Stelle) sollte natürlich nur dann wirksam werden, wenn die Mutter nicht einwilligen will.


Zitat (Gordon Shumway @ 21.11.2006 17:39:41)
Vielleicht habe ich was überlesen, aber wie sieht das mit dem Recht des Kindes aus??

Hat das auch kein Recht zu erfahren, ob der "Vater" auch der "Erzeuger" ist ???

Interessanter Aspekt, und ich denke, du hast Recht.
Aber ich finde immernoch, dass sich niemand ungefragt des Genmaterials anderer bedienen darf.
Also auch wenn die Klärung der Vaterschaft in aller Interesse ist, im Zweifelsfall muss dann entweder das Gericht entscheiden oder das Kind muss so alt sein, dass es den Sachverhalt versteht und ihm zustimmen kann. Oder auch nicht.

Zitat (Karen @ 21.11.2006 18:03:06)
Also auch wenn die Klärung der Vaterschaft in aller Interesse ist, im Zweifelsfall muss dann entweder das Gericht entscheiden oder das Kind muss so alt sein, dass es den Sachverhalt versteht und ihm zustimmen kann. Oder auch nicht.

Und in der Zwischenzeit darf der Vater, der vielleicht gar nicht der Vater ist, jede Menge Unterhalt löhnen? Wer zahlt ihm den denn zurück? Hier geht es nicht nur um vermeintlich intakte Familien, sondern auch um die Folgen eines One Night Stands zum Beispiel. Klar, er hätte verhüten müssen, SIE aber auch.

Ja, stimmt, die Problematik sehe ich auch, ich weiß aber auch keine Lösung.


Zunächst mal ist mir nicht ganz klar, weshalb die Einwilligung der Mutter reicht, um den Gentest durchzuführen, die Einwilligung des Vaters aber nicht.

Wenn der angebliche Vater wirklich der Vater ist, dann sollte er nicht mehr oder weniger Recht haben, über die Verwendung des Genmaterials zu bestimmen als die Mutter.

Mein Vorschlag wäre: Es ist sowohl Vater als auch Mutter erlaubt, in Deutschland (ohne Einwilligung oder Information des anderen Elternteils) einen Vaterschaftstest machen zu lassen, solange das Kind noch nicht vier Jahre alt ist. Dazu muss allerdings die Geburtsurkunde / Personalausweis etc. vorgelegt werden, so dass die Identität des Elternteils fest steht.

Ich möchte nicht, dass jeder einen Gentest / einen Vaterschaftstest machen kann (die böse Schwiegermutter soll da jedenfalls außen vor bleiben.)

Und - ich möchte dass die Vaterschaft geklärt wird, solange das Kind noch sehr klein ist.

Hat der Vater damit einen halboffiziellen Test, der negativ ist, so kann die Mutter ihn anerkennen oder noch einen offiziellen Test verlangen.

Ich denke auch, dass es den Vätern aus folgender Überlegung heraus vom Gesetzgeber so schwer wie möglich gemacht wird:

Die Frau möge einen möglichst zahlungswilligen und zahlungsfähigen Mann als Vater bennenen. Dieser soll dann für das Kind zahlen bis es groß ist und somit die Sozialkassen nicht belasten. Nicht fein - aber ich denke die Überlegung ist durchaus real.


bravo charly, genau darum geht es.

vater staat will das für die kinder aufgekommen wird.

ihm ist egal ob es der leibliche vater ist oder nicht, hauptsache er zahlt.

ich wäre dafür, das die väter die gleichen rechte bekommen wie die mütter!!!

vielleicht würden dann ein paar weiber erstmal überlegen, bevor sie mit irgendjemanden in die kiste springen.

wenn ich sowas sehe: ja wir möchten einen vaterschaftstest machen. quizfrage ist es typ A oder typ B ?? hoppla es ist typ C.

da ist doch wirklich der staat gefragt, aber hier versagt er, wie bei so manch anderer angelegenheit auch.

gute nacht sunny


Im Moment wird entschieden ob ein heimlicher Vaterschaftstest weiterhin 'illegal' ist oder als zulässig gilt. Was ist eure Meinung dazu? Immerhin wollen sich ja die betroffenen Väter nur Gewissheit verschaffen.


Da gibts schon ne ganze Menge Meinungen dazu ;) Habe die Threads verschmolzen.



Kostenloser Newsletter