OSTEOPATHIE


Da ich seit Monaten starke Rückenschmerzen habe möchte ich einen Osteopathen aufsuchen.

War jemand von Euch schon bei einem und wie sind Eure Erfahrungen?

Liebe Grüße

Flodo2002


Ich war schon bei einen und bin begeistert, nach einigen Behandlungen schmerzfrei


Ich kann es Dir auch uneingeschränkt empfehlen. Langjährige Leiden, Rücken und Kopfschmerzen, bin ich dort weitestgehend losgeworden. Wenns mal wieder arg ist, geh ich 1 oder 2 Stunden hin, und gut ists.

Du solltest nur auf folgendes achten. Das gilt aber erstmal nur für Deutschland, ich weiß nicht, wie es in Österreich ist.
Osteopathen ist per se kein geprüfter Beruf, daß heißt, theoretisch kann jeder, der irgendwo einen Kursus "Wie werde ich in 10 Stunden Osteopath" belegt hat, ein Schild an seine Haustür nageln, und "behandeln". Seriöse Adressen (also Leute, die eine 5jährige Ausbildung bei zertifizierten Schulen gemacht haben) bekommst Du über die "Deutsche Gesellschaft für Osteopathie" In Wiesbaden. Erkundige Dich sicherheitshalber, wie es in Österreich ist. :blumen:

Gute Besserung und viel Erfolg. :blumenstrauss:

Bearbeitet von Bücherwurm am 23.11.2006 01:42:13


Zitat (Bücherwurm @ 23.11.2006 01:01:00)
in Österreich

vielleicht wirst Du hier fündig

Bearbeitet von Apsyrtides am 23.11.2006 01:49:53

Zahlt so eine Behandlung die Krankenkasse ?


Zitat (janice @ 23.11.2006 01:49:02)
Zahlt so eine Behandlung die Krankenkasse ?

Nicht die gesetzlichen :(

Vielen Dank für Eure Antworten, sie bestärken mich in meinem Entschluss :D .

Ich habe mir schon Adressen rausgesucht und auch eine Liste der in Wien praktizierenden angefordert. Werde weiter berichten.

Liebe Grüße

Flodo2002


Ich hatte vor einigen Jahren massive Probleme (Bandscheibe). Bin zur Osteopathin gekrochen, die hat mich erst mal ca. 15 Minuten lang nur angeschaut von allen Seiten und hat mir quasi das Kalb von der Kuh gefragt- meine komplette Lebensgeschichte von Geburt an, Unfälle, gröbere Verletzungen...

Dann bin ich irgendwie auf den Tisch gekrochen, sie hat 'ne gute Dreiviertelstunde "nix" gemacht- halt eine Hand hier, eine Hand da, ich hab gedacht da passiert nichts, sie hat nur winzigste Bewegungen mit den Fingern gemacht! Dann sagt sie zu mir ich könne wieder absteigen- und ich hätte mal eben Lambada tanzen können, die Frau hat mit "nichtstun" so viel erreicht! Es war wie Zauberei! Ich kann es nur wärmstens empfehlen- man sollte allerdings vorher bei der Kasse nachfragen ob die das übernehmen, es ist nicht ganz billig.


Hallo!

Ostepathie ist schon eine super Sache :D, aber bedenkt bitte, dass sie die Probleme meist nur zeitweise beheben kann :huh: ! Ähnlich der Massage oder einer Spritze.
Sie ist eine "passive" Anwendung und sollten die Ursachen der Probleme in z. Bsp. muskulären Disbalancen oder konstant falscher oder unergonomischer Körperhaltung liegen, wird das Problem aber nicht die Ursache behandelt! Siehe die Bandscheibenproblematik, hier wäre sicherlich eine Kombination mit rehabilitativem Krafttraining eine langfristige Lösung... :bodybuilder:


Ich wusste bis vor kurzem gar nicht, was das ist. Dann kamen die Schwindelanfälle. Wurde von Arzt zu Arzt geschickt, um andere potenzielle Ursachen ausschließen zu können, und dann bin ich auf die Pritsche zu dem Mann mit den goldenen Händen gelangt. Nicht nur, dass er mir in der ersten Sitzung den Schwindel genommen hat, in der nächsten stellte ich fest, dass man im Rücken gar keine Schmerzen haben MUSS. Ich kann mich nicht erinnern, je so schmerzfrei gewesen zu sein. Pro Behandlung habe ich 12 Euro bezahlt, da die Kassen das nicht übernehmen, und ich würde es wieder tun. Tipps rund um Störfelder in der Umgebung, die richtige Haltung und Entspannung gab es gratis mit dazu, und massieren lass ich mich von ihm immer noch.

Empfehlenswert, ich sehe es vor allem als großartige Alternative zum Onkel Fleischer, dem Orthopäden, der alles mit Gewalt rausknackt, was nicht richtig sitzt.

Bearbeitet von Minikeks am 24.11.2006 22:49:49


Zitat (isnogut @ 23.11.2006 15:35:05)
Siehe die Bandscheibenproblematik, hier wäre sicherlich eine Kombination mit rehabilitativem Krafttraining eine langfristige Lösung...  :bodybuilder:

Ich hab danach angefangen mit Marma Yoga, seit dem hab ich keine Rücken- und auch keine Migräneprobleme mehr. Um die Knochen und Muskeln erst mal wieder ordentlich zu "sortieren", war die Osteopathie aber genau das Richtige für mich.

Ach ja, und nicht zu vergessen: die Meinungen bezüglich Krafttraining nach Bandscheibenproblemen gehen auseinander. Eine Bekannte hatte schon einige Bandscheibenvorfälle, letztens musste sie sogar operiert werden. Der Chirurg hat dringend davon abgeraten, die krankengymnastischen Übungen fortzuführen, dadurch könne die Muskulatur sogar "zu stark" werden und die Bandscheiben erst recht rausdrücken- so hat sie es mir zumindest weitergegeben, bzw. so hab ich es verstanden.

Bearbeitet von Valentine am 24.11.2006 22:56:42

Ich habe mich heute bei einer Osteopathin angemeldet, Termin 15.12. Sie ist eine Physiotherapeutin welche auch eine Ausbildung in Osteopathie hat.

Am Montag werde, auf ihren Rat hin, ich einen Termin beim Zahnarzt vereinbaren um auszuschließen, dass es da einen Entzündungsherd gibt. Ich habe zwar keine Probleme, war im Februar das letztemal dort aber sicher ist sicher.

Ich werde euch weiter berichten, bin auf Grund Eurer Berichte sehr zuversichtlich.

Liebe Grüße aus Wien

Flodo2002


Osteopathie kann ich auch empfehlen. Mein Mann geht öfters mal hin wenn es ganz schlimm ist mit seinem Rücken. Natürlich hilft es nicht für immer, wenn ein bleibender Schaden vorhanden ist. Der kann ja aus einem kaputten Wirbel auch keinen ganzen zaubern. Er lässt sich vom Arzt 6 Behandlungen verschreiben, die die KK übernimmt und bekommt dann dafür 3 osteopatische Behandlungen. So zahlt er nur die gesetzlichen Zuzahlungen. Leider sind die Wartezeiten hier auch sehr lang.

Bearbeitet von squirrel am 27.11.2006 15:14:50


wo ist ein guter in hamburg, bzw. westlichen hamburg ?
danke euch



flodo . super , vielen dank !!!


Zitat (squirrel @ 27.11.2006 15:14:13)
Er lässt sich vom Arzt 6 Behandlungen verschreiben, die die KK übernimmt und bekommt dann dafür 3 osteopatische Behandlungen. So zahlt er nur die gesetzlichen Zuzahlungen. Leider sind die Wartezeiten hier auch sehr lang.

Hi, Squirrel,
es ist verrückt, aber ich will es mal auf den Punkt bringen! Alles was diagnostisch und therapeutisch in der Medizin nachweislich erfolgreich und wirkungsvoll ist, muss die Gesetzliche Krankenkasse (GKV)bezahlen; ebenso vice versa: alles was nachweislich erfolglos oder wirkungslos ist, darf die GKV nicht bezahlen. Dazu gehört auch die Osteopathie! Sie ist wirkungslos, aber halt gutes Theater! :rolleyes: Wie so vieles in der Medizin. (By the way: die Sache, die dein Mann mit dem Physiotherapeuten strickt, erfüllt den Tatbestand des Betruges, übrigens! :pfeifen: )

Zitat (micheal @ 27.12.2006 14:18:28)
Alles was diagnostisch und therapeutisch in der Medizin nachweislich erfolgreich und wirkungsvoll ist, muss die Gesetzliche Krankenkasse (GKV)bezahlen; ebenso vice versa: alles was nachweislich erfolglos oder wirkungslos ist, darf die GKV nicht bezahlen.

Das möchte ich nicht so unwidersprochen stehen lassen.
Richtiger ist vielmehr, von den GK wird bezahlt, was sich in deren Leistungskatalog findet. Schon das kann von gesetzlicher Kasse zu einer anderen gesetzlichen Kasse unterschiedlich sein. Und schon kann man nicht mehr von wirkungsvoll oder wirkungslos sprechen.
Weiteres Beispiel: erwiesenermaßen wirken Massagen und Krankengymnastik erst nach der ca. 10. Behandlung. So wurde es auch früher verschrieben. Im Zuge der Sparmaßnahmen wurde die Anzahl der verordneten Behandlungen auf 6 reduziert. Merke: Berufsgenossenschaften verschreiben weiterhin auf einem Rezept 10 Behandlungen.

Weitere Frage: warum bezahlen private Krankenkassen Medikamente als auch Behandlungen jeglicher Form, die man nie von einer GK bekommen würde? Haben die privaten Krankenkassen Geld für wirkungslose Medikamente oder Behandlungen zu verschenken? Kann ich mir kaum vorstellen.

Im übrigen, und völlig nachgeordnet, haben mir schon mehrmals Medikamente, die die GK bezahlt hat, nicht geholfen, während Medikamente, die der Arzt auf Rezept nicht verschreiben durfte, die ich mir aber dennoch gekauft und selber bezahlt habe, geholfen haben.

Zitat (Bücherwurm @ 27.12.2006 15:41:22)
Zitat (micheal @ 27.12.2006 14:18:28)
Alles was diagnostisch und therapeutisch in der Medizin nachweislich erfolgreich und wirkungsvoll ist, muss die Gesetzliche Krankenkasse (GKV)bezahlen; ebenso vice versa: alles was nachweislich erfolglos oder wirkungslos ist, darf die GKV nicht  bezahlen.

Das möchte ich nicht so unwidersprochen stehen lassen.
Richtiger ist vielmehr, von den GK wird bezahlt, was sich in deren Leistungskatalog findet. Schon das kann von gesetzlicher Kasse zu einer anderen gesetzlichen Kasse unterschiedlich sein. Und schon kann man nicht mehr von wirkungsvoll oder wirkungslos sprechen.
Weiteres Beispiel: erwiesenermaßen wirken Massagen und Krankengymnastik erst nach der ca. 10. Behandlung. So wurde es auch früher verschrieben. Im Zuge der Sparmaßnahmen wurde die Anzahl der verordneten Behandlungen auf 6 reduziert. Merke: Berufsgenossenschaften verschreiben weiterhin auf einem Rezept 10 Behandlungen.

Weitere Frage: warum bezahlen private Krankenkassen Medikamente als auch Behandlungen jeglicher Form, die man nie von einer GK bekommen würde? Haben die privaten Krankenkassen Geld für wirkungslose Medikamente oder Behandlungen zu verschenken? Kann ich mir kaum vorstellen.

Im übrigen, und völlig nachgeordnet, haben mir schon mehrmals Medikamente, die die GK bezahlt hat, nicht geholfen, während Medikamente, die der Arzt auf Rezept nicht verschreiben durfte, die ich mir aber dennoch gekauft und selber bezahlt habe, geholfen haben.

Hi, Bücherwurm,
da hast du ein interessantes Kapitel aufgeschlagen:
1. Wie kommt etwas in den Leistungskatalog einer Gesetzlichen Krankenkasse (GKV), also aller AOK,IKK,BKK, LKK, Knappschaften, EKK; AEK ?
Antwort: Durch Rechtsverordnung!
Frage: Wer stellt diese auf?
Antwort: Der BUB-Ausschuss!
Frage: Wat is'n dat?
Antwort: "Bundeseinheitliches Gremium für neue diagnostische und therapeutische Behandlungsrichtlinien". Eine Kommission besetzt von vier (Bundes-)Kassenärzten, vier (Bundes-)Krankenkassendelegierten und einem (eherenamtlichen) Juristen [meistens ein (Bundes-)Richter im Ruhestand].
Frage: Was tun die?
Antwort: Die entscheiden, was die GKV( also alle!) für welche Leistungen zahlen müssen und für welche nicht zahlen dürfen!
1.Beispiel: Ist Heilung durch Handauflegen nachweisbar?
z.B. durch wissenschaftliche Arbeiten (kontrollierte Studien) belegt oder durch Anwendungsbeobachtungen in ausreichender Zahl oder nur mündliche Mitteilungen ohne Reproduzierungsmöglichkeiten?
Antworten: alle mit NEIN beantwortet (Stand 30.11.2006)
Diese Rechtsverordnung lautet und wird so im "Deutschen Ärzteblatt" verkündet: "Handauflegen ist keine kassenmedizinische Leistung und wird von keiner GKV vergütet". (Wird sie trotzdem vergütet, haftet - so lautet das Gesetz im SGB V - der Geschäftsführer der jeweiligen Krankenkasse mit seinem Privatvermögen!)
2. Beispiel: Ist eine Krankengymnastik überwiegend erst nach 10 Behandlungen wirksam?
Antwort des BUB-Ausschuss: ja
So ergeht die Rechtsverordnung: "Nach 6 KG's können die gemäß dem veröffentlichten Katalog noch zwei Mal wiederholt werden, also insgesamt 18 KG's. Danach Pausieren für 3 Monate." (Die Berufsgenossenschaft gehört nicht zu den GKV und ist nicht den BUB-Richtlinien und SGB V unterworfen.)
3. Beispiel: Die Privatkassen zahlen deswegen für Anthroposophische Medizin, weil sie relativ preiswert ist und etliche Kunden anlockt, weil sich das rumspricht. Sie sind den gesetzlichen Auflagen der BUB-Richtlinien nicht unterworfen!
Frage: Zahlt die Privatkasse eine "Polytrauma"-Behandlung mit intensivmedizinischer Langzeitbetreuung nach Drachenflugabsturz bei Trunkenheit?
Antwort: nein, wegen grobfahrlässiger Herbeiführung eines Unfalls!
GKV-Antwort: ja, steht im Leistungskatalog!
4. Beispiel: Zahlt die GKV auch teure Medikamente?
Antwort: Ja. Die GKV muss alle Medikamente bezahlen, die auf einem rosa Kassenrezept (Muster 16) ärztlich verordnete worden sind (mit Datum, Stempel, Unterschrift). (Verordnendem Vertragsarzt werden später die Hammelbeine lang gemacht, er zahlt das Teure zurück = Regress!)

Zitat (micheal @ 27.12.2006 14:18:28)
Zitat (squirrel @ 27.11.2006 15:14:13)
Er lässt sich vom Arzt 6 Behandlungen verschreiben, die die KK übernimmt und bekommt dann dafür 3 osteopatische Behandlungen. So zahlt er nur die gesetzlichen Zuzahlungen. Leider sind die Wartezeiten hier auch sehr lang.

Hi, Squirrel,
es ist verrückt, aber ich will es mal auf den Punkt bringen! Alles was diagnostisch und therapeutisch in der Medizin nachweislich erfolgreich und wirkungsvoll ist, muss die Gesetzliche Krankenkasse (GKV)bezahlen; ebenso vice versa: alles was nachweislich erfolglos oder wirkungslos ist, darf die GKV nicht bezahlen. Dazu gehört auch die Osteopathie! Sie ist wirkungslos, aber halt gutes Theater! :rolleyes: Wie so vieles in der Medizin. (By the way: die Sache, die dein Mann mit dem Physiotherapeuten strickt, erfüllt den Tatbestand des Betruges, übrigens! :pfeifen: )

Hi michael, hab leider erst heute deinen Beitrag gelesen. Ich finde es ganz schön anmaßend was du über die Osteopathie schreibst.
Und wieso Betrug? Der KK entsteht doch kein Schaden. Denen kann es doch egal sein ob der Therapeut 6 x eine halbe Stunde massiert, ohne Erfolg oder 3 x eine Stunde mit Erfolg. Du schreibst ja selbst, dass 6 Massagen zu wenig sind und er ein Recht auf 18 hat. Das wäre dann sicher viel teurer für die KK. Wer heilt hat Recht.

Zitat (Flodo2002 @ 06.12.2006 23:50:23)
habe gegoogelt:

http://homepage.hamburg.de/osteopathen/

http://www.osteopathie-hh.de/

LG flodo2002

Danke Flodo, sehr interessant, sollte man unbedingt lesen.
Wie geht es dir? Warst du beim Osteopathen?


Kostenloser Newsletter