Ohne Gallenblase, was darf man essen? Leben ohne Gallenblase


Hallo ihr Lieben,

meine Schwester hat eine schwere Gallenblasenentzündung, sie wäre beinahe draufgegangen. Die Gallenblase wird ihr demnächst entfernt, sobald die Entzündung raus ist.

Nun suche ich verzweifelt im Internet, was darf sie essen und was nicht? Ich schaufele mich durch tausende von Foren, die einfach nur rumschwafeln, der eine sagt, er futtert alles, die Toilette muss aber in der Nähe sein, der nächste sagt, ich rieche Fett, wird mir schon schlecht, wieder ein anderer sagt, ich kann alles essen, mir geht es gut.

Ich würde ihr so gern helfen, ich weiss aber nicht wie.

Reicht Diät-Kost? Könnte sie damit eventuell umgehen?

Hat jemand Erfahrung damit?

Ich wünschte ihr ein normales Leben, ich hoffe jedenfalls.

Liebe Grüße

Sly


In den Foren hast du die Antwort schon gefunden: Das muss deine Schwester selber rausfinden. Du kannst sie unterstützen, sobald sie weiß was und wie sie essen darf, aber sie ist die, die das rausfinden muss, eben weil da jeder Fall anders ist.


Eigentlich alles, was man nicht verträgst, wird man bald schon merken.
>>er futtert alles, die Toilette muss aber in der Nähe sein<< ist nicht ganz von der Hand zu weisen.
Das gilt jetzt allerdings für nach der Entfernung der Gallenblase. Bis es soweit ist, sollte sie fettarm essen und ohne Blähstöffchen (Bohnen, Kohl usw.) auskommen. Auch sollte sie eiskaltes meiden.

Alles in allem: Jeder reagiert anders, das ist in diesem Falle besonders deutlich.


Sly, ich habe nach Gallenblasenentzündung und Bauchspeicheldrüsenentzündung auch die Gallenblase raus genommen bekommen.
Ist keine große Umstellung, die erste Zeit über wird sie besonders bei fettigen Speisen das Problem haben, dass durch fehlenden Gallensaft die Speisen "nur so durchflutschen", sprich, es kann passieren, dass sie Durchfall bekommt.

Nach einiger Zeit stellt sich die Leber darauf ein und produziert zusätzliche Enzyme zum Verdauen der Nahrung, die Leber übernimmt die Funktion der Gallenblase mit.

Sie braucht keine spezielle Diät einzuhalten, sie wird schon selber merken, was sie nicht verträgt, und es dann dementsprechend beim nächsten Mal sein lassen.

Von den Ärzten her bekam ich nach der OP keine spezielle Diätempfehlung, nur den Rat, fettige Speisen in der Anfangszeit zu meiden. Alles Gute :blumen:


Danke dir Schnauf, ist ein Hinweis.

Sie hat momentan Angst vor allem, hat aber schon vor lauter Hunger Joghurt probiert, ist gut gegangen. Ihre Galle arbeitet also schon wieder.

Sie hat Angst, unendliche Angst, doch den Hunger hat sie trotzdem und ich möchte ihr zeigen, dass die doch einiges darf, nicht gerade ne fette Haxe, nicht gerade das dicke Sahneeis, sondern ihr Alternativen geben.

Bin schon am Überlegen, ob sie evtl. erst mal "Du Da...-Essen" futtert.

Muss dazu sagen, sie hat Übergewicht ohne Ende. Sie hat alles ins sich reingefuttert, was nur geht, 10 Kugeln Eis mit Sahne, danach noch zwei Sahnetortenschnitten, abends schönes Gulasch - natürlich mit Butter zubereitet. Sie hat die letzten 20 Jahre ihres Lebens einfach alles übertrieben. Ich denke ihr Übergewicht beläuft sich auf mind. 30 - 40 Kilo. Es war klar, dass irgendwann mal etwas passiert.

Nun muss ich ihr wohl den Weg weisen, denn sie denkt schon wieder übers Futtern nach.


Wie meine Vorredner schon geschrieben haben, es reagiert jeder anders. Nach der OP auf allzu fettiges verzichten und ansonsten gilt es, herauszufinden, was einem bekommt, und was nicht. Mir wurde die Gallenblase vor ca. 10 Jahren entfernt, ich habe keine Probleme, ausser einer sehr geregelten Verdauung. Soll heißen: Verstopfung ist für mich ein absolutes Fremdwort. Das ist deshalb so, weil der Gallensaft nach Entfernung der Gallenblase nicht mehr nur bei Bedarf ausgeschüttet wird, sondern quasi kontinuierlich durchfließt. Gallensaft wird in der Leber produziert und die Gallenblase dient als Reservoir. Ist das Reservoir weg... s.o. Deiner Schwester gute Besserung :blumen:

Edit: Eine Gallenblasenentzündung geht meist mit Gallensteinen einher. Diese blockieren den Ausgang zum Zwölffingerdarm und verursachen dadurch Koliken. Muß der Körper viel Fett verdauen, versucht die Gallenblase, vermehrt Galle auszuschütten. Dies wiederum bringt die Steine - so vorhanden - ins Rollen, was wiederum zur oben erwähnten Blockade führen kann. Ergo: Möglichst fettarm ernähren, bis das "Problem" behoben ist.

Bearbeitet von Rausg'schmeckte am 21.08.2007 21:57:57


Tach auch!

Mir wurde die Gallenblase samt der Steine dadrin vor drei Jahren entfernt.

Im Krankenhaus lag dann bei einer der ersten Mahlzeiten nach der OP ne Kiwi mit auf dem Teller. "Wenn die da liegt, darf ich die wohl essen" - dachte ich nd habs getan. Und kurze Zeit späer auch bitter bereut!

Nach einer Gallen-OP hat man eine Wunde am Magen - und die Kiwi hat Zitronensäure! Das sind zwei Sachen, die sich nicht gut vertragen!!! War nicht schön und hielt für ca eine Stunde an. Machen konnte man da auch nix - außer viel trinken und so die Säure verdünnen.
Zwei Wochen später gingen dann auch Kiwis und andere Zitrusfrüchte wieder - ganz ohne Schmerzen

Mir gehts supergut ohne Galle. Verändert hat sich bei meiner Ernährung eigentlich nichts. Aber die Sache mit der Verdauung kann ich bestätigen.

Die ersteZeit nach der OP wäre ich dann lieber vorsichtig mit allem was Säure hat und/oder gut bläht (Kohl und dergleichen). Ansonsten kann ich nur empfehlen, verschiedene Lebensmittel langsam auszuprobieren. Soll heißen, etwas essen und erstmal abwarten ob sich da was tut oder nicht.
Das scheint ja wirklich bei jedem sehr individuell zu sein.

Vor so einer OP muss man auch nicht wirklich angst haben - meistens sind die Schmerzen vorher viel schlimmer als alles danach...

Viel Glück und gute Besserung für deine Schwester!

bime


Hallo,

so unterschiedlich können Körper reagieren. Mit gerade mal 17 Jahren bekam ich auch die Gallenblase entfernt.Die Diagnose (Gallengries) war schon selten in dem Alter, zumal ich noch nie so richtig fettige Sachen mochte und sehr schlank war.Hatte aber immer diffuse Druckbeschwerden und somit wurde sie quasi prophylaktisch entfernt.
Hatte danach überhaupt keine Beschwerden,weder nach dem Genuß von auch fetthaltigerem Essen oder sonstigem.Ich bekam die ersten Tage nur Zwieback und Tee, hatte aber solch einen Hunger und aß "heimlich " Butterkekse.Auch diese sind mir trotz der Kürze nach der OP gut bekommen.
War damals eine gute Entscheidung und bis heute habe ich die Gallenblase auch noch nicht vermisst :D

Gute Besserung für deine Schwester!!

LG


Mein Mann und meine Tochter haben beide keine Gallenblase mehr. Die können alles essen. Ich würde sagen - wie auch schon vor gesagt wurde - man sollte probieren, was man essen kann oder nicht.


Ich hab auch schon länger keine Gallenblase mehr und ich kann nicht sagen, dass sich zu vorher was verändert hat. Ich kann immer noch alles essen.
Aber es gibt wohl Menschen die dann mit fettigen Sachen Probleme haben.


Ich danke euch für eure Antworten. Werden sie meiner Schwester alle ausdrucken und ihr zeigen. Gestern habe ich ihr alles aus diesen Gesundheitsforen ausgedruckt und sie war mächtig beeindruckt, hatte aber im Hinterstübchen, morgen gehe ich zur Hausärztin und die sagt mir alles, was ich essen darf und dann gehe ich einkaufen.

Pustekuchen! Die Ärztin kann nämlich nichts dazu sagen, weil sie keine Erfahrung oder Ahnung hat.

Erfahrungen haben nun mal eben Menschen, die das mitgemacht haben.

Heute hat sie Melone gefuttert und vertragen.

Heute abend will sie sich eine Erbscremsuppe machen. Der Hunger ist groß.

Die Ärztin sagte ihr heute, notfalls müssen sie sich von Zwieback, Tee und Wasser ernähren. Ja, wie ist denn die drauf! Meine Schwester ist Aussendiensterlin und ab Montag wieder 10 - 12 Stunden unterwegs. Dass geht ja nun gar nicht mit Zwiebäckchen und Wasser.

Und weil die Ärztin nicht weiterkam, muss meine Schwester morgen auch noch zum Gastroenterologen. Es könnte ja sein, dass auch ihr Magen angegriffen ist.

Vorstellen könnte ich es mir schon, geht doch der Gallensaft vermutlich auch in den Magen und kann sich dort richtig austoben.

Ohje, ich treibe sie zu einer schnellen OP an, habe aber die Angst, sobald es ihr besser geht, ist vorbei mit Gedanken an OP, dann wird weitergeschlemmt, bis zur nächsten Kolik.

Sie hat 8 Kilo abgenommen und ich habe sie gelobt, man sieht schon richtig was, bald können wir die Klamotten tauschen, da war sie wirklich einen Moment lang motiviert.

Vielleicht bekomme ich sie ja damit. Wäre schön, wenn aus dem Quadrat wieder eine schöne Form wird. Dann würde ich Luftsprünge machen und müsste nicht soviel Angst um sie haben, denn sie japst so schnell, sie hat Schweissausbrüche, sie ist wie ein kleiner Elefant im Porzellanladen.

Oh man, ich habe echt Angst um sie und hoffe, ich kann sie überreden.

Ich leide nicht weniger, ich habe nur keine Schmerzen.

Liebe Grüße an euch alle

Sly


Bin ganz fertig mit der Welt, meine Schwester liegt gerade auf dem OP-Tisch!

Gastroenterologe hat sie sofort ins Krankenhaus einweisen lassen, er hat die Befürchtung, das die Gallenblase platzen könnte.

Nun habe ich zwar nicht mehr das Problem, sie zur OP ermutigen zu müssen, jetzt habe ich einfach nur Angst.

Ich habe keine Ahnung wie lange so eine OP dauert, der Arzt hat zu ihr gesagt, er muss ja erst mal alles sehen, entweder nur 3 Tage oder bei schwerer OP dann 7-8 Tage.

Nun sitzen meine 2 Brüder und ich - jeder in ihren eigenen vier Wänden und lauern. So eine OP kann durchaus 80 Minuten dauern.

Ein wirklich blödes, blödes Gefühl.


Mach dir keine Sorgen, natürlich birgt JEDE OP ein gewisses Risiko, aber eine Gallenblasenentfernung ist doch Routine, ob entzündet oder nicht. Und was die Aufenthaltsdauer hinterher angeht, die ist ganz einfach zu erklären: Kann die Gallenblase endoskopisch entfernt werden, darf sie nach 3 Tagen raus. Ist dies aufgrund ihrer Körperstatur oder der Lage der Gallenblase oder sonstigem nicht möglich, ist die Operationswunde doch recht groß und dadurch verlängert sich die Heilung und somit auch der Aufenthalt im Krankenhaus.


Ich bin so glücklich,

sie hat mich schon angerufen, es war eine kleine OP!

Sie zieht Montag oder Dienstag bei mir ein!

Sie hatte Schmerzen, lallte auch ein wenig! Morgen gehe ich gleich zu ihr hin!

Mein Bruder labert gleich von Diät, ich habe es ihm verboten, habe eure Antworten ausgedruckt und basta!

Ein Mensch, der sich damit nicht auskennt, soll ruhig bleiben!

Aber ihre Stimme zu hören, da bin ich wieder, das war soooooooooooo toll.

Sie soll erst mal ein paar Tage bei mir bleiben, obwohl ich arbeiten gehe, aber mein Feli ist ja da und kann sie zumindest mit Tee versorgen (na ja und Microwelle bekommt er auch noch hin). Wir bekommen schon hin, was sie mag bzw. verträgt.

Ich könnte die ganze Welt umarmen, aber ich fange erst mal bei euch an...

Seid lieb umarmt

Sly, die gerade ein Grinsen auf dem Kopf hat, hätte ich keine Ohren, würde wohl mein Kopf abfallen rofl


:applaus: :applaus: :applaus:
Das ist doch Klasse !!!!
:blumenstrauss:


Zitat (Sly @ 24.08.2007 23:19:32)
Sly, die gerade ein Grinsen auf dem Kopf hat, hätte ich keine Ohren, würde wohl mein Kopf abfallen  rofl

Das sind gute Nachrichten...und ein schönes Grinsen. ;)
Ich freue mich für euch.

Huhu!!


Ich kann dir und natürlich auch deiner Schwester sehr gut nachfühlen.

Ich musste damals ganz plötzlich ins KKH, weil ich eine Gallenkolik hatte. (Wünsche ich keinem, das sage ich euch)

Ich hatte auch eine kleine OP. Das ist angenehmer und schonender, wie ein großer Bauchschnitt.

Die Schnitte werden noch eine Weile wehtun, aber das geht vorbei. (Ich durfte mir die Steine sogar mit nach Hause nehmen ;) )

Sie soll viel laufen in den ersten Tagen! Also ich musste das zumindestens. Wegen dem "Gas", was in den Bauchraum gepunpt wird, damit der Arzt besser arbeiten kann. Das "Gas" muss halt dann abgebaut werden und das geht am besten mit Bewegung.


Ich wünsch deiner Schwester alles gute und viele liebe Grüße!!

Und zu dem "Was darf sie essen" Zitat vom Arzt: Frau XY Sie dürfen alles essen. Aber übertreiben sie es am Anfang nicht mit fettigen Speisen, also Braten mit Rotkohl und Klösen ist erstmal tabu ;)
Und wenn sie etwas nicht vertragen sollten, werden sie das schon merken! :)

Man kann einfach nicht pauschal sagen, was man verträgt oder nicht verträgt.

LG

Kuschel (Leidensgenossin) :)

P.S. Ich war 19, als ich die Galle rausbekam...


Hallo Kuschelmaus und all die anderen Lieben,

meine Schwester war entsetzt, als sie gleich am Samstag morgen ein Brötchen bekam und Kaffee. Den Kaffee hat sie abgelehnt aus Angst. Und zum Mittag gab es schon Möhreneintopf! Sonntag wurde ihr gesagt, heute gibt es keinen Tee am Morgen, heute gibt es Kaffee und basta und zum Mittag gab es eine Putenschnitzelroulade. Sie hat alles gut vertragen.

Ihr ahnt gar nicht wie sie wieder aufblüht. Sie hat allerbeste Laune.

Aber sie darf erst am Donnerstag raus. Sie wurde doch zwei Stunden operiert und der Arzt sagte ihr, es hätte nicht viel gefehlt, und er hätte die große OP gemacht!

Sie soll alles probieren, sich natürlich von Kartoffelpuffern, Braten mit Rotkohl und Klößen (danke für den Tip), fetten Pizzen und Sahnetorten ( :o das wird am schwersten) fernhalten.

Und dann heisst es - probieren!

Jedenfalls ist sie so gut drauf, ich bin mächtig stolz auf sie.

Mein kleiner Zwerg ganz groß! (Wir haben nur einen unwesentlichen Größenunterschied von ca. 15 cm :lol: ).


eure Sly


Na dann ist ja alles wieder im grünen Bereich. Das freut mich für Deine Schwester und für Dich. :blumen:


Hallo, Sly, ich bin zwar ein bißchen spät dran mit meiner Nachricht, aber Du sagtest, Deine Schwester habe ziemliches Übergewicht. Vielleicht solltest Du ihr empfehlen, gerade jetzt, im Anschluß an die OP, eine längerfristige Diät zu machen. Du sagst ja, sie hätte bereits einige Kilos abgenommen. Das könnte doch ein Ansporn sein, hier gezielt weiterzumachen, zumal sie sich - auch wenn sie alles essen darf - durchaus noch vorsehen sollte mit fettigen und schwerer verdaulichen Speisen. Ich weiß, von was ich rede, auch mir wurde die Gallenblase entfernt, ist zwar schon 30 Jahre her, aber ich habe damals wie vorab beschrieben gehandelt und die Diät war erfolgreich und auch die Schonung des gesamten Verdauungsapparates hat sicher guten Erfolg gehabt. Ich kann seit Jahren wieder alles essen und habe keine Probleme mit der fehlenden Gallenblase. Als Diät wäre vielleicht DIÄKO zu empfehlen, so für mindesten 3 oder besser 6 Wochen. Wenn Du näheres wissen möchtest, schreib mir doch 'ne Mail.

Gruß vom Murmeltier



:daumenhoch:


Hallo!Also meine Mutter hat auch keine Gallenblase mehr und ihr wurde gesagt das sie nichts fetthaltiges essen soll.Ab und zu macht sie es trotzdem und ihr wird dann sehr schlecht.
Ich würde trotzdem mal den Arzt fragen was zu beachten ist. ;)


Hallo, Mamesa, das tut mir leid, daß Deine Mutti nach der Operation unter Beschwerden leidet, wenn sie was fettigeres ißt. Wahrscheinlich ist es so, daß jeder Mensch anders reagiert nach so einem Eingriff. In der heutigen Zeit ist diese OP ja nicht mehr so eine "große" Angelegenheit, ich meine mit Riesennarbe und langanhaltenden Wundschmerzen, aber das ändert nichts an der Tatsache daß, egal ob kleiner oder großer Schnitt oder gar "nur" Zertrümmerung der Steine von außen durch Ultraschallwellen, hier ein Teil aus dem menschlichen Körper entfernt wurde, welches dieser zwar nicht notwendigerweise braucht, aber immerhin einen Sinn und Zweck hatte. Darauf muß sich der Verdauungsapparat erst mal einstellen und das kann sicher schon eine Zeit dauern. Und bei manchen Menschen ist es eben so, daß diese Zeit halt länger anhält.
Wenn aber - wie bei der Schwester von Sly - auch Übergewicht vorhanden ist, sollte man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und durch eine Diät, die ja bekanntermaßen schon fettarm ist, zum einen ein paar Pfunde loszuwerden und gleichzeitig den Verdauungsapparat durch das leichte Essen noch eine Zeit schonen. Deine Mama sollte auf Geräuchertes und stark Gesalzenes (Kasseler u. a.) möglichst verzichten und auch scharf gebratenes (Reibekuchen, fette Bratkartoffeln) möglichst meiden. Wenn sie diese Dinge essen möchte, sollte sie das wirklich nur in ganz kleinen Mengen tun, so nur einen Reibekuchen oder eben nur einen einzigen Löffel Bratkartoffeln. So wird sie ihren Magen usw. wieder langsam an etwas fettere Speisen gewöhnen. (Das klingt gemein, ich weiß, ich eß diese Sachen auch sehr gern). Aber es wird Deiner Mutti helfen.

Beste Grüße vom Murmeltier

Bearbeitet von Murmeltier am 18.09.2007 16:32:50


Ich danke Dir Murmeltier.Ja bei meiner Mutter ist es tatsächlich sehr lange her.Hat auch eine große Narbe deswegen.
Nochmals vielen Dank für den Ratschlag :)


Hab mir wegen Zeitmangel jetzt nicht alles durchgelesen. Sorry dafür ^_^ .
Wie lange muss man eigenlich nach einer Gallenblasen-OP im Krankenhaus bleiben? Meine Nichte (17) wurde am Montag operiert und muss bis Freitag im Krankenhaus bleiben. Habe schon von Anderen gehört, dass das normalerweise nicht so lange dauert (höchstens 3 Tage) :hmm:
Ich geh sie jetzt gleich besuchen, vielleicht weiß sie ja inzwischen mehr.


Hallo meine galle ist jetzt fast schon 1 1/2 jahre raus...und kann immer noch nichts essen wo keine klo in der nähe ist..weiß schon gar nicht mehr was ich essen kann und das nervt...könnte mir da jemand vielleicht ein tip geben...
der erste verdacht der ärzte war das ich gegen einige lebensmittel alergisch reagiere..hab aber ein test gemacht und es war alles in ordnung..bin über jeden tip dankbar....lg Birte


Hallo Birte_Husum,

meine Galle ist seit 2001 draussen und ich konnte fast umgehend alles essen was ich wollte. Okay, man soll aufpassen nicht zuuu fett zu essen, aber ansonsten geht alles.

Vielleicht solltest Du doch mal Spezialisten aufsuchen, denn normal ist es nicht wenn man sich anschließend so einschränken muß beim Essen.

LG
Ixy


Huhu Birte_Husum!

Willkommen in Forum :blumen:


Na Daumen hoch, dass du das so lange ausgehalten hast.... Ich hätte schon nach einem Monat den Ärzten die Türen eingerannt. Es kann ja nicht sein, das du gar nichts essen kannst, ohne dich zu übergeben...


Lass dich mal komplett durchchecken. Wenn die nichts finden, geh am besten mal zu dem Arzt, der dich operiert hat und frag nach deinen kompletten Unterlagen und ob es bei der OP irgendwelche Komplikationen oder ungewöhnliche Dinge gab.

Vielleicht kann deine Leber auch nicht genug Gallensaft produzieren, sodass alles wieder hochkommt, weil es nicht verdaut werden kann?

Das ist auf jedenfall sehr ungewöhnlich. Ich habe auch die Galle draußen und konnte schon eine Woche danach alles Essen was ich wollte. Nur nicht mehr so viel wie vorher. Aber das hat sich auch nach einiger Zeit gelegt....


Kopf hoch :trösten: das wird schon! :blumen:


LG


Hallo Leute!!!!
Mir wurde am 22.01.2008 die Gallenblase rausgenommen und mir wurde gesagt ich dürfte nur fettarm und nicht zu stark gewürzte speisen essen!!!
War im Krankenhaus auf schonkost naja habe abends nach der OP Pilzsuppe Haferschleim und Joghurt bekommen!!!
Habe nebenbei Schokolade gefuttert und es ging gut bin jetzt seit gestern raus kann alles essen!!!

Gallencolicken sind echt sehr schlimm aber wenn man die mehrmals hatte ist man froh wenn es vorbei ist und nach der op ist es nur ein ziepen was man im Bauch hat durch die Gase ich habe 4 kleine Narben eine am Nabel unterhalb also keine angst wenn ihr ein piercing habt :D
eine am Magen da habe se die Galle herausgenommen und 2 unter den Rippen da waren nur die schläuche für das Gas aber mir geht es super habe nur Muskelkater im Bauch aber das ist nicht schlimm !!!!
Will hoffen das ich euch ein bissel die angst genommen habe also ich bin froh es war garnicht so schlimm vorher die schmerzen sind 10mal so schlimm!!!!!!!!

Lieben Gruß xdolphy85x :D :rolleyes: :D :rolleyes: :D :rolleyes: :D :rolleyes: :D

bitte versucht meinen trick.

der heißt majoran

sollte sowieso an fette sachen rann

ich habe auch galle op 2000 oder so drumrum

und konnte immer schon eisbein schön fettig nicht wiederstehen

bei mir klappt dieser tipp


Ich habe auch keine Gallenblase mehr (hatte zuvor schreckliche Koliken). Ich kann eigentlich alles essen, wenn es dennoch zu fettig war, trete ich sofort den Gang zum Klo an und es putzt mit total durch :pfeifen: Aber dann ist auch wieder gut.
Ich bin sehr froh, daß ich diese Schmerzen nicht mehr habe. :blumen:


... nach akuter Gallenentzündung und OP `98 - war ich glücklich und zufrieden,
wenn ich in ein Käsebrot beissen und es auch runterschlucken konnte.
Und wenn`s "drinnen blieb", dann einfach nur *froi*


Zum Frühstück Müsli, zwischendurch rohes Gemüse, mittags Eisbein mit Sauerkraut und Knödel,
nachmittags frischen Hefekuchen und abends Pizza, Pasta und Salat ......
... DAS ALLES GEHT NACH SO EINER OP NATÜRLICH NICHT !!!!

Aber, von allem etwas und dann auch noch in Maßen.... ein klasse Gefühl! :lol:

... und jetzt schau ich mal, was in BBBB los ist - Prost!


Hallo zusammen.

Schön das ich das hier gefunden habe, was hier so Thematisiert wird.

Ich habe ebenso wieder eine unsagbare Angst vor Gallensteine.

Vor vier Jahren wurde mir die GB entfernt, alles war wieder gut und nun gehts wieder von vorne los. Seit 1 1/2 Wochen habe ich in Regelmäßigen abständen Koliken. Anfänglich Nachts und nun auch Tagsüber. Die Angst begleitet mich, das es jaaa nicht bei der Arbeit passiert.
Ich suchte ende der Woche meinen HA auf und der guckte mich nur Ungläubig an und schickte mich erst mal zur Magenspieglung, die ich jetzt Anfang der Woche wahrnehme, damit erst einmal Magenprobleme ausgeschlossen werden können.

Ich kenne diese Schmerzen nur zu gut, hab ihm diese genau geschildert, aber er ließ es bei seiner Prognose. Schmerzmittel bekam ich auch keine, nur ein Krampflösendes Apothekenpflichtiges Medikament.

Angenommen es sind wieder Steine (damals hatte ich unmengen an Gries) wo ich alles drauf Wette das es wieder so ist, was passiert mit mir? Wie gehts weiter?
Ich hab ja doch ganz schön bammel, aber ich möchte nicht mehr diese Schmerzen erleiden.

Habe damals schon ganz schön lange gewartet und meine Leberwerte waren schön im Keller, so das der Gries sich bis in die Gallengänge geschoben haben.
Somit mußte vor dem eigentlichen Eingriff eine ERCT gemacht werden, damit die OP einige Tage später gemacht werden konnte.

Schlucke jetzt jeden abend eine Dolormin zur vorbeugung, aus Angst das die Schmerzen kommen.

Was meint ihr ....


liebe grüße an Euch
Angi

Bearbeitet von Angi0501 am 01.03.2008 22:54:47


Liebe Angi0501,

wechsle den Arzt, kann ich nur sagen, und zwar sofort!! Zu einem, der das Problem ERNST nimmt!! Ich Blödi hab vor meiner ersten OP auch viel zu lange nach ein paar Fehldiagnosen abgewartet (eine Kolik von vier Tagen, ich war nur noch ein apathisches, wimmerndes Häufchen Elend), bis es fast zu spät war - drohender Durchbruch - und ich gerade noch mal von der Schippe gesprungen bin. Mit so einer Geschichte ist wahrlich nicht zu spaßen. Mir wurde damals dann - als sich der operierende Arzt der Brisanz dann doch bewußt war - mit auf den Weg gegeben, dass es zwar sehr unwahrscheinlich, aber möglich wäre, dass sich zumindest Kristalle (ich hatte seinerzeit riesige Bollen) wieder bilden können.
Also lass ja nicht locker!!!!! Wer sowas mal mitgemacht hat, kennt die Anzeichen nur zu genau.

Und was das Essen angeht: mir wurde auch versichert, dass sich garnichts ändern wird...haha, jetzt, nach über 4 Jahren zerreisst es mich, wenn ich nur an eine Butterbrezel denke... Tierische Fette (Butter, Sahne etc.) auch in homöpathischen Dosen kann ich vergessen, wenn ich nicht sofort zum Örtchen rasen möchte. Wo ich doch Frittiertes so liebe. Ist schon eine Einschränkung, aber fast wie Bulimie in entgegengesetzer Richtung... Schlank mit Butter! :D Das es sowas gibt... Und wenn ich das alles hier so lese, bin ich ja kein Einzelfall...

Also such Dir einen gescheiten Arzt, bitte!!

LG
Cathrina


Hallo Zusammen!

Mir wurde endlich nach 2 1/2 Jahren die Gallenblase samt Steine entfernt. Die OP liegt schon eine Weile zurück (6.8.07). Die OP ist gut verlaufen, auch wenn ich dann einen Schwangerschaftsbauch hatte :D

Ich kann zeitweise immer noch nicht alles essen. Entweder erbreche ich es, so mindestens 1 mal in der Woche oder ich muss mind. 3 mal täglich aufs Klo. Das macht kein Spass! Jetzt zur Sommerzeit esse ich gerne frischen Salat, selbst zubereitet und egal ob mit oder ohne Dressing. Ich bekomme solche Bauchkrämpfe hinterher. Ein McChicken dagegen vertrage ich gut :lol: Alle Saucen vertrage ich nicht, denn ich muss dann während dem Essen schon aufs Klo (aber auch beim Frühstück mit Marmelade, Käse etc.), was natürlich total unangenehm und meiner Meinung nach auch unhöflich ist.
Ich wage deshalb immer noch keinen Restaurantbesuch!

Man sollte meinen, dass ich bei sowenig Kalorienzufuhr n Klappergestell sein müsste, aber es ist genau umgekehrt. Ich habe seit der OP 7 Kilo zugenommen.
Mein Arzt winkt ab, gewechselt habe ich auch, aber der neue nimmt mein Input-Output-Problem auch nicht ernst. Blutbild ok, Schilddrüse ok. Was könnte es denn noch sein?

Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen bitte??!?
Ganz liebe Grüße und Danke im Vorraus


Hm. Das klingt ja seltsam.

An deiner Stelle würde ich mal zwei Wochen oder so ein Tagebuch führen.
Genau aufschreiben, was du isst, bei was du wie schnell Beschwerden bekommst.

Vielleicht hast du ja zusätzlich noch eine Lebensmittelunverträglichkeit.

Und was du nicht verträgst, egal weshalb, musst du meiden. Und wenn es noch so lecker schmeckt.

(Ich weiß wovon ich spreche. Ich darf kein Marzipan mehr essen, wegen Mandelallergie. *heul*)


Oh Neeeeee :heul:
Na, dann werd ich mal versuchen brav Tagebuch zu führen (hab dazu kein Talent :lol: )

Danke für den Tipp, aber dass es nach der OP erst so krass zu Vorschein kommt... Mmmmh tja, dann bin ich mal gespannt!


Hallo alle zusammen,

meine Frau hat siche ebenfalls allerdings vorgestern operieren lassen.
Dabei haben die eine ganze Hand voll ca. 1cm großer Gallensetine entfernt und die ca. 6cm große Galle gleich mit.

Ich suche ebenfalls nach Tipps, was gegessen werden darf und was nicht.

Dass man selbst herausfinden muss, was die Person ohne Galle verträgt und was nicht ist klar.
Erleichternd habe ich gelesen, dass man aber solche Übelkeitsgeschichten verinfacht unterbinden kann, wenn man sich an Schonkost hält.

Ziemlich hilfreich finde ich ist eine Seite die ich gefunden habe die zwar eher in Richtung "Essen im Alter" und "Diät" geht, man aber daraus doch einiges ableiten kann.

Link: http://www.netzwissen.com/ernaehrung/diaet...t-schonkost.php
oder einfach mal nach den Suchwörtern "ernährung ohne galle" googlen.

Falls es hier auch erfahrene Personen gibt, die mit vielen dingen gute Erfahrungen gemacht hatten, würde ich mich freuen auch eure hilfreichen Tipps zu bekommen.

Liebe Grüße, Andy


Hi Angi0105,

zum Thema Magenspiegelung kann ich nur sagen, finde ich jetzt nicht unbedingt so schlecht, weil man nie wissen kann, ob nicht auch der Magen durch die Gallenprobleme darunter gelitten hat.
Ist aber sehr sehr unangenehm.

Das dein Arzt nicht auf dich eingeht, finde ich auch nicht in Ordnung :huh: , und deshalb würde ich auch sagen, lass dir einen netten Arzt empfehlen.

Zu deinen Koliken kann ich dir eher gegen Dlormin das Buskopan Plus empfehlen.
Das hat bei meiner Frau wunder gewirkt. ;)

Ist auch extrem verträglich!

Hoffe ich konnte dir eine wenig helfen.

Gruß Andy


Hi Angi0105,

hab gerade nochmal mit meiner Frau telefoniert, die aktuell auch gerade im Krankenhaus liegt.

Sie meinte, dass du mit dem Dolormin vorsichtig sein solltest.
Es mache recht schnell abhängig und greift die Magenschleihaut an. (Schon nach der zweiten einnahme...!)

Dadurch können sich die Schmerzen in der Magengegend verstärken.
Ein Arzt aus der Klinik meinte auch zu meiner Frau, dass die schmerzen im Magen auch gerne mit Gallenschmerzen verwechselt werden, da sie sehr identisch sind.
Heufig wird dann die Galle entfernt und der Magen ignoriert.
Also war die Anweisung auf Magenspiegelung doch berechtigt von deinem Arzt...

Was hat sich denn mitlerweile ergeben?

Gruß Andy


Ja hallo, ich nochmal :D

Ich habe gerade von meiner Arbeitskollegin erfahren, dass sie ebenfalls keine Gallenblase mehr hat!
Und was hat sie direkt am ersten WE nach der OP gemacht? Direkt ins Brauhaus gelaufen und voll das fettige Zeug gegessen (Bratkartoffeln mit Spiegeleiern und dazu ein großes Bier) :blink: Sachen gibts!

Was mein "tolles" Essverhalten angeht: Es ist tatsächlich so, dass ich zeitweise durch meinen "geliebten" Heuschnupfen eine Kreuzallergie gegen bestimmte Nahrungsmittel habe, aber auch nur dann, wenn ich "große" Mengen zu mir nehme. D.h. also nur noch eine Handvoll Erdbeeren und mehr nicht... Lag doch nicht daran, ob ich die Galle habe oder nicht, ist halt nur jetzt "explosivartig" herausgekommen *seufz*

An alle frischoperierten! Einfach alles ausprobieren, was man verträgt oder nicht. Mit Schmerzmitteln sollte man im allgemeiinen sehr vorsichtig sein. Das eine schadet eher den Magen, das andere wiederum eher die Leber...(ich nenn hier keine Produktnamen, sonst krieg ich hier noch Ärger*g*)


Hallo zusammen,

Grund für das berichten der eigenen Story:

Nachdem mir auch die Gallenblase aufgrund einer Entzündung und insgesamt 3 Steinen (Durchmesser von jeweils 11 - 13mm) entfernt wurde, möchte ich auch meine Geschichte mit euch teilen.

Warum möchte ich das?
In erster Linie um eine positive Erfahrung zu teilen und um anderen die Angst davor zu nehmen sich der Operation zu stellen.
Ich habe viele Berichte im Internet zu dem Thema gefunden und nur selten etwas Positives gelesen. Grund genug meine äußerst positive Erfahrung mit anderen zu teilen.


Mein Profil:

Jede Erfahrung ist individuell, man kann sicher nicht von meiner Person auf andere schließen. Um aber wenigstens einen Vergleichswert zu erhalten, schreibe ich kurz die wichtigsten Fakten zu meiner Person auf:

- Ende 20
- Männlich
- Erste OP; keinerlei Vorerkrankung
- Körpergewicht von 82KG bei 183cm Körpergröße
- Normaler BMI, normaler KFA
- Essverhalten: Grundsätzlich esse ich alles und am liebsten herzhaft (Pizza, Burger, Steak), Kalorienbedarf liegt bei circa 2400 p.T. um das Gewicht zu halten
- Ein gewöhnlicher Tag beinhaltet in etwa 180gr Protein, 100gr Fett und 200gr Kohlenhydrate

Vor der Operation:

Ich habe mich gründlich auf die Operation vorbereitet um auch andere Krankheiten auszuschließen. Dies war nicht nur für mich hilfreich sondern auch für die zuständigen Chirurgen die, diese OP bei mir durchgeführt haben.

Meine Stationen:

Gastroenterologie 1:
- Ultraschalluntersuchung
- hier wurden die drei Steine entdeckt
- Pankreas (Bauchspeicheldrüse) war nicht gut einzusehen

Gastroenterologie 2:
- Magenspiegelung
- Abklärung eines Magengeschwürs oder helicobacter Infektion

Radiologie:
- Anfertigung eines MRT des gesamten Abdomens
- Bauchspeicheldrüsen Erkrankung konnte ausgeschlossen werden

Hausarzt:
- Mehrfache Blutuntersuchungen
- Fettunverträglichkeit wurde überprüft
- Gallenwerte überprüft

Alle voruntersuchungen waren negativ und es deutete alles auf die Gallenblase hin. Es war also für mich entschieden, dass die Gallenblase raus muss.

Für die Operation habe ich mir ein Krankenhaus gesucht das mir sowohl durch meinen Hausarzt, als auch durch das Internet (AOK Krankenhausnavigator (!)) empfohlen wurde. Wichtig für die OP ist sicher, dass es sich für die behandelnden Chirurgen um einen Routineeingriff handelt. Da die OP in dem Krankenhaus meiner Wahl (das Israelitische Krankenhaus in Hamburg) im Schnitt zwei Mal pro Tag ausgeführt wird, wusste ich dass die Ärzte dort ihr Handwerk verstehen werden.

Der Chirurg beim Aufnahmetag bedankte sich für das MRT, denn hierdurch wusste das Team vor der Operation wie es in mir aussieht. Die Vorbereitung und der damit verbundene Ärztemarathon (Magenspiegelung, Ultraschall, MRT...) auf diesen Termin hat sich sehr gelohnt, denn so konnte es bei der OP keine Überraschungen mehr geben.

Mir persönlich hat es geholfen sich Operationsvideos zu dem Eingriff anzuschauen (Quelle: YouTube). Als ich wusste wie genau der Eingriff gemacht wird, wusste ich, dass es sich dabei um keinen komplizierten Eingriff handeln kann. Zudem half es mir die Chirurgen besser zu verstehen und die einzelnen Schritte des Eingriffs nachzuvollziehen.

Die Operation:

Die Operation lief bei mir Problemlos.
Insgesamt hat die Operation knapp eine Stunde Zeit in Anspruch genommen.
Es gab keine Komplikationen und die minimal Invasive Operationsmethode konnte wie geplant angewendet werden.

Insgesamt gab es vier Einschnitte. Der Größte davon mit 2,5cm Länge im Bauchnabel. Die anderen Einschnitte sind deutlich kleiner.

Nach der Operation habe ich keine Schmerzmittel mehr nehmen müssen, da ich überhaupt keine Beschwerden hatte. Außer einem leichten „Bauchmuskelkater“ und ziehen unterhalb des rechten Rippenbogens, ausgelöst durch das Kohlenstoffdioxid, habe ich nichts gespürt. Ich bin quasi schmerzfrei aufgewacht.

Zwei Stunden nach der OP bin ich bereits wieder im Krankenhaus auf eigenen Beinen unterwegs gewesen.
Insgesamt war ich in etwa 28 Stunden im Krankenhaus, bis ich wieder nach Hause konnte. Nun eine Woche nach der OP habe ich noch ein kleines Hämatom oberhalb des Bauchnabels. Die Narben werden vermutlich nach der kompletten Verheilung nicht sichtbar sein.


Das Essen nach der OP:
Für mich der wichtigste Part.
Ich muss mich nicht einschränken. Ich kann alles essen, was mir beliebt.

Am Tag der Operation gab es noch Schonkost.
- Weißbrot, Milchsuppe, Tee und auf eigenen Wunsch dazu: Kartoffelsuppe

Am Tag nach der Operation:

Frühstück (im Krankenhaus)
- Zwei Vollkornbrote, Butter, Wurst & Käse, Kaffee mit Milch

Abendessen (bereits Zuhause)
- Cheeseburger, Pommes etwas Mayo und ein halbes Bier

Zugegeben war dies vielleicht etwas früh, aber ich war sehr neugierig wie mein Körper auf Fett reagiert. Sowohl die Verdauung als auch die Verträglichkeit haben keine Probleme gemacht. Ich habe keinerlei Umstellung gemerkt.

Die nächsten Tage habe ich mehr Fett gegessen als es für mich üblich ist (gebackene Ente süß&sauer, Pizza, Spanferkel...)
Was ich sagen will: es macht keinerlei Unterschied ob mit oder ohne Gallenblase. Ich muss mich nicht einschränken. Im Gegenteil kann ich nun behaupten keine Angst mehr vor Koliken haben zu müssen.


Fazit:

Ich hätte schon eher meine Gallenblase entfernen lassen sollen. Eine Nacht mit Koliken ist schlimmer als die Operation und 24h Krankenhausaufenthalt.

Es hat mir geholfen sich auf den Tag der Operation bestmöglich vorzubereiten und mit einem sicheren Gefühl in ein Krankenhaus mit guten Ärzten gegangen zu sein. Eine vertrauensvolle Beratung durch den Hausarzt ist Gold wert.

Ich möchte noch hinzufügen, dass es sich bei meinem Bericht um einen individuellen Bericht handelt und sicher nicht einfach so auf andere Personen übertragbar ist. Sowohl die Chirurgen als auch mein Hausarzt sagt, dass es hätte besser wohl nicht laufen können.



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