Leuchtstoffröhre zerbrochen: Brauche dringend Hilfe


Vorhin ist mir eine Leuchtstoffröhre zerbrochen, also sie fiel die treppe hinunter.
Da ist doch Quecksilberdampf drinnen. :o
Ich hab jetzt mal zuerst das ganze treppenhaus durchgelüftet. Geht das wichter raus oder ist jetzt alles konterminiert?
Was mache ich jetzt mit den Scherben? Sind die noch giftig? Brauche ich einen Mundschutz dafür? Kann ich die Scherben einfach absaugen und danach dann wischen? Oder entstehen in Verbindung mit Wasser irgendwelche giftigen Gase?


Hallo,
feg´den Mist einfach zusammen, die restlichen Scherben mit ´nem Staubsauger entfernen - und gut iss....
Eine "Leuchstofflampe" ist keine Quecksilberdampf-Niederdruck-Niederspannungs-Gasentladungslampe!
(es gibt noch andere Arten, habe aber keine Lust die hier alle zu erörtern)
den "Staub", den du siehst, ist lediglich der "Leuchtstoff".
Ich habe schon tausende dieser Dinger gewechselt (in manchen Betrieben Vorschrift der BG) und dabei sind auch ´ne Menge kaputt gegangen.
- ich lebe immer noch - (so´n bisschen) :blumen:


Es ist richtig, daß diese Röhren Quecksilber enthalten. Die Menge, mit der du es bei einer zerbrochenen Rohre zu tun hast, ist jedoch gering. Die Belastung dürfte sich, für den der die Scherben wegraumt oder jemanden, der danach durchs Treppenhaus keucht, in der Großenordnung von einer beim Zahnarzt verpaßten Amalgamfüllung bewegen.
Lüften und Scherben zusammenkehren reicht. Mit Wasser reagiert Quecksilber nicht, du kannst bedenkenlos, auch mit scharfen Putzmittel die Treppe wischen. Das Quecksilber dürfte eh fast vollständig gasförmig, also in der Lüft, vorliegen.


in "Leuchtstofflampen" ist KEIN Qeucksilber !!!
nur das "Leuchtstoff-pulver" ist angereichert.....ähnlich Phosphor !
...die Menge ist so verschwindend gering, das niemanden etwas passiert !

also KEINE Sorgen machen..... :blumen:


Danke euch für die Tipps. Ich habs jetzt ganz genauso gemacht. :blumen:


Zitat (Moorhahn @ 23.01.2008 15:59:56)
in "Leuchtstofflampen" ist KEIN Qeucksilber !!!

Leuchtstoffröhren für Beleuchtungszwecke funktioneren im Prinzip folgendermaßen:
Eine beheizte Glühkathode erzeugt freie Elektronen, diese werden in einem elektrischen Feld beschleunigt, ionisieren durch Zusammenprall die in der Röhre vorhandenen gasförmigen Quecksilberatome. Durch Termübergänge in der Elektronenhülle der erzeugten Quecksilberionen oder Rekombination von freien Elektronen mit Quecksilberionen entsteht Strahlung vorwiegend im UV. Diese UV-Strahlung regt die auf der Innenseite der Glasröhre aufgeschlämmte Chromophorschicht durch induzierte Elektronenübergänge zum Leuchten im sichtbaren Spektralbereich an.

Ohne Quecksilber würde das nicht funktionieren!
Trotzdem braucht niemand in Panik geraten, dem eine solche Röhre im Wohnbereich zu Bruch ging. Die freigesetzte Menge an Quecksilber ist gering.

Du brauchst keine Angst haben, die Menge Quecksilber ist wirklich gering vor allem in den heutigen Röhren. Früher in den dickeren Röhren war noch mehr Quecksilber drinn.
Mann sammelt die Röhren nur deshalb ein, weil eben Millionen Röhren doch einiges an Quecksilber enthalten, ebenso die Energiesparlampen, die Zusätzlich noch elektronische Bauteile enthalten, die ebenfalls nicht so gut für die Umwelt sind.

Für Leuchtstofflampen gibt es in der EU einen Grenzwert von max. 5mg je Lampe.

Lüften reicht aus.

Weitere Infos hier


Hier noch ne kurze Info zu den Energiesparlampen bezüglich Quecksilber:

KLICH MICH