Vogelfütterung


Hallo allerseits. Wir haben seit einiger Zeit ein Vogwlhäuschen am Balkon hängen und ich fütter ganzjährig. De Nachbarin unter uns hat Dträucher und die sind voller Vogelkot. Muss ich jetzt dad Füttern einstellen, oder was kann ich tun? Die Vögelchen zu beobachten ist schön, möcht ungern drauf verzichten.


Hilfreichste Antwort

Wie wäre es, wenn Du das Vogelhäuschen da anbringst, wo die Hinterlassenschaften der Tiere nicht den Nachbarn auf den Kopf fallen können? Ich füttere auch das ganze Jahr und habe die Futterstelle so angebracht, daß daß der Kot der Vögel (nur) auf meinen eigenen Balkon fällt.


Hallo und willkommen!

Nun, diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten! Einerseits ist es sicher schön, daß Dir die Vögelchen so am Herzen liegen, andererseits soll man die Vögel überhaupt nicht ganzjährig füttern, denn sie finden in der Natur immer genug Nahrung, sogar im Winter! Lediglich, wenn sich eine geschlossene Schneedecke gebildet hat, finden die kleinen Vögel, die im Winter hier in unseren Gefilden bleiben, nur schwerlich bis gar kein Futter. Erst dann - und nur dann - sollte man zufüttern!

Was Die Nachbarin unter Dir anbelangt, so kann diese meiner bescheidenen Meinung nach grundsätzlich nichts daran ändern, daß ihr umherfliegende und auf dem Balkon über ihr landende Vögel auf die Sträucher ka.......! Aber ich vermute mal, daß sie schon etwas dazu sagen kann, wenn diese Verschmutzung durch das ständige Zufüttern der Vögel schon Ausmaße annimmt, die sie nicht hinnehmen muß! Wenn Du einer solchen Auseinandersetzung aus dem Wege gehen willst, so empfehle ich Dir um des lieben Hausfriedens Willen, die ganzjährige Fütterung der Vögel einzustellen!

Wenn Du gern Vögel beobachten möchtest, mußt Du dann eben des öfteren mal einen Spaziergang in den Wald unternehmen!


@Vogerlfan: Willkommen bei FM!
Es gibt ganz sicher irgendwelche Vorschriften bzgl. Vogelfütterung in Mietwohnungen auf dem Balkon.- Dürfte ähnlich sein, wie mit den Blumenkästen: der darunter wohnende Mieter darf nicht dadurch belästigt werden.- Ärger kannst du auf jeden Fall mit den "Untermietern" dadurch bekommen, wenn die Verkotung der Sträucher eindeutig auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass ihr die Vögel oben füttert.- Hast du mal bei Tante Gockel gefragt, ob es da Vorschriften gibt?


Hallo ihr Lieben. Danke für die prompte Antwort. Hm, ich fürrchte auch, es liegt an unsrer Fütterung. Schaade. Kann aber meine Nachbarin natürlich verstehen.


Du solltest dir mal wirklich Gedanken machen über das, was @Murmeltier geschrieben hat: die Singvögel finden im Grunde ganzjährig genug Futter in der Natur.- Ganz sicher jetzt um diese Jahreszeit.- Je nachdem, was ihr füttert, ist es sogar gefährlich für die Jungen, denn die können an Hartfutter ersticken, wenn sie damit gefüttert werden.
Die Singvögel haben auch die Aufgabe, das Ungeziefer in der Natur zu dezimieren.- Also: laßt das Füttern lieber sein.


Gefragt hab ich bisher nur Euch, aber die Antworten klingen logisch. Vogelhäuserl hab ich grad geleert.


Zitat (Vogerlfan @ 16.05.2015 14:54:54)
Gefragt hab ich bisher nur Euch, aber die Antworten klingen logisch. Vogelhäuserl hab ich grad geleert.

Pssst: wenn wir schreiben "frag mal Tante Gockel", so ist die allseits bekannte und beliebte Riesen-Suchmaschine goo.... damit gemeint ;)

Wie wäre es, wenn Du das Vogelhäuschen da anbringst, wo die Hinterlassenschaften der Tiere nicht den Nachbarn auf den Kopf fallen können? Ich füttere auch das ganze Jahr und habe die Futterstelle so angebracht, daß daß der Kot der Vögel (nur) auf meinen eigenen Balkon fällt.


Zitat (IsiLangmut @ 16.05.2015 14:54:49)
Je nachdem, was ihr füttert, ist es sogar gefährlich für die Jungen, denn die können an Hartfutter ersticken, wenn sie damit gefüttert werden.

Die Altvögel füttern ihre Jungen artgerecht und nicht mit harten Körnern. Hab schon so oft bei mir auf dem Balkon beobachtet, daß sie das Futter vorkauen und ihre Jungen dann mit dem Brei füttern. So dumm sind die Piepmätze nicht. ;)

Bearbeitet von viertelvorsieben am 16.05.2015 15:19:46

Hallo viertelvorsieben. Danke für Deine tolle Antwort. Genau das hab ich grad auch gemacht. Das Haus hängt jetzt in der Mitte vom Balkon, hab nur noch einen kleinen Meisenkolben hängen. Werd das Geschehen nun mal beobachten. LG, Vogerlfan


So hast Du es zuerst mal gut gemacht, da kann die Nachbarin zumindest nix sagen!

Aber das mit dem ganzjährigen Füttern solltest Du Dir wirklich nochmal durch den Kopf gehen lassen! :freunde:


Es ist wirklich toll, die Vögelchen zu beobachten. Hab mir die Sträucher nochmal genauer angeschaut. Das sieht sehr nach Taubenkot aus und der kann nicht von uns sein. Wir verjagen die Tauben immer.


Mach ich auch. Werd wie gesagt das ganze jetzt mal beobachten. Danke Dir, hast mir echt sehr weiter geholfen


@ murmeltier: Sielmann Dialoge
Naturschutz mit neuen Perspektiven
Vogelfütterung rund ums Jahr
Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen


Vogelfütterung rund ums Jahr
Vögel füttern – auch im Sommer, rund ums Jahr!

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, man solle am Winterende die Vogelfütterung einstellen, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass das ganzjährige Ausbringen von Vogelfutter einen ergänzenden Beitrag zum Erhalt unserer Vogelvielfalt leisten kann. In unserer durch intensive Landwirtschaft geprägten und durch viele „Saubermann-Aktionen“ ausgeräumten Landschaft finden die Vögel auch im Sommerhalbjahr zunehmend weniger Nahrung. Wildkräuter werden auf fast allen Feldfluren intensiv mit Herbiziden bekämpft, Wiesenpflanzen bilden aufgrund frühzeitiger und häufiger Mahd nur noch selten Samen aus. Hinzu kommt, dass Insekten durch Pestizid-Einsatz im Bestand zurückgehen.

Ebenso sind Hausgärten im städtischen Bereich häufig artenarm und wenig ökologisch gestaltet, so dass Vögel hier oftmals vergeblich nach Nahrung suchen. Selbst im Ziergarten wird gerne mit viel Gifteinsatz eine ökologisch nahezu tote Umwelt geschaffen.

Damit können viele Vogelarten, die im Sommerhalbjahr dem Stress der Jungenaufzucht ausgesetzt sind, in Not geraten. Jahrzehntelange Untersuchungen in England, aber auch in Deutschland, haben gezeigt, dass mit einer Ganzjahresfütterung an Futterstellen vielen Vogelarten wesentlich geholfen werden kann.

Quelle: Heinz Sielmann Stiftung

Bearbeitet von Perle1147 am 16.05.2015 16:27:43


Naja, wenn Du es denn sagst!!!

In unserem Garten gibt es jedenfalls kein Gift!

Aber davon mal abgesehen, darf ich Dich mal fragen, ob Du möglicherweise auch Kroeten über die Strasse trägst?


hier in der Großstadt ist das nicht nötig :P


Seltsam, seit ein paar Jahren kommen kaum noch Vögel im Winter zu meinem Futterhäuschen. Ich gehe davon aus, dass auch die Nachbarn füttern, vielleicht leckeres als meine Sonnenblumenkerne bzw. entspr. Mischfutter.
Aber ab Anfang Februar komme ich nicht nach, das Containerhäuschen zu füllen. Nach 2 höchstens 3 Tagen ist es leer., Nachdem ich mich durch etliche Bücher und Artikel bwz. Vogelfütterung gelesen habe, füttere ich nun etwa bis Mai. Denn zur Brutzeit verbrauchen die kleinen Fiederlinge unheimlich viel Kalorien, welche allein durch Insektennahrung nicht aufgefüllt werden kann. Ich kann es auch sehen, wie man - Vogel - hektisch rein und raus fliegt und Nahrung für die Jungen bringt. Sie nehemn zu dieser Zeit sehr gern mein Futter an. Die Körnchen werden ja gleich verputzt und nicht in den Nistkasten getragen. Da sehe ich schon mal Insekten oder Ähnliches im Schnäbelchen.

Aber mein Containerhäuschen hängt an meinem Kirschbaum und "Abfälle" fallen unten auf den Rasen.
Nach der Brutzeit wird nicht mehr gefüttert. Aber ich habe auch einen Vertrag mit den Fiederlingen: für jedes Körnchen Futter mindestens 50 Blattläuse erledigen...


Zitat (ursula @ 16.05.2015 17:11:04)
Die Körnchen werden ja gleich verputzt und nicht in den Nistkasten getragen. Da sehe ich schon mal Insekten oder Ähnliches im Schnäbelchen.


So isses.
Die Altvögel decken ihren Nahrungsbedarf mit Körnerfutter, die Jungen brauchen zum Wachsen Proteine (Insekten).

Ich habe auf meinem Balkon,direkt vor dem Wohnzimmerfenster ein Vogelhaüschen und daran hängen Meisenknödel. Zur zeit fliegen hier mindestens 10 Meisen jeden Tag zu den Knödeln und futtern sich satt -oder sie füttern ihre Jungen damit. Links und rechts neben meinem Balkon hängen Nistkästen und die sind auch bezogen,mein angebotener Kasten leider nicht.
Ich glaube schon,das es ihnen eine Hilfe ist,wenn sie ein Futterangebot bekommen,sie werden bestimmt nicht auf Mücken und ähnliches verzichten.
Ich werde das ganze Jahr über füttern und ich erfreue mich auch immer an Herr und Frau Meise mit Familie.
Auf meinem Balkon brütet nach wie vor eine Amsel in meiner Yuccapalme,und auch das finde ich klasse.
Der Kot von den Meisen kann nicht zum Nachbarbalkon fallen und ich bin froh,das ich das Haüschen vor das Fenster gehängt habe.


Vogerlfan, Du könntest ja statt eines ganzjährigen Futterhäuschens auch im Frühjahr/Sommer einen Nistkasten hinhängen.

Übrigens könnte, rein theoretisch, statt dem üblichen Körnerfutter ja auch Insektenfutter, z.B. für Beos angeboten werden. Gibt es im Zoofachhandel zu kaufen. Und wer dann noch mag, dort stehen auch oft lebende Mehlwürmer für Reptilien. Für die Aufzucht von Jungvögeln sicherlich sehr gut geeignet.

Wegen dem ganzjährigen Füttern kann ja mal beim zuständigen Tierschutz nachgefragt werden. Dabei sollte man dann halt bedenken, warum Ihr im Sommer füttert? Zum Nutzen der Vögel oder ausschließlich zum eigenen Vergnügen, egal ob es den Tieren nützt oder eher weniger.


Hallo,
das ist doch wirklich überhaupt keine hilfreiche Antwort. Wir füttern auch das ganze Jahr über und haben beobachtet daß ab März viele Vögel zum futtern kommen, ab November werden es immer weniger die sich Futter holen, warum kann ich auch nicht sagen. Naturschützer befürworten doch auch die Ganzjahresfütterung unserer Vögel. Es wird doch immer mehr gebaut und zubetoniert, da wird doch zwangsläufig die Nahrungssuche immer schwerer für die Vögel. Wenn die Nachbarin sich über den Vogelkot beschwert sollte man versuchen bei Kaffee und Kuchen einen Kompromis zu finden, ein anderer Platz für das Futterhäuschen oder ein Brett unter dem Vogelhäuschen könnte eine Lösung sein. Bitte die Ganzjahresfütterung beibehalten!


Ich werde es auf jeden Fall weiterhin anbieten -ja für die Tiere,aber auch weil ich mich daran erfreue.
Die Tiere entscheiden doch selbst,ob sie dieses Angebot annehmen wollen.


"Und wer dann noch mag, dort stehen auch oft lebende Mehlwürmer für Reptilien"
Die sind leider nur für wenige Vogelarten geeignet - Amseln z. B.
Man kann sich aber durchaus dadurch ein Mehlkäfer-Population heranzüchten. Ich würde die nicht lebendig in die Natur bringen und schon gar nicht in Hausnähe. :pfeifen:

Die Vögel wissen meist selbst am besten, was für sie gut ist. Z. B. fallen im Spätsommer oder Herbst die Amseln regelrecht über Äpfel her, die Druckstellen haben und daher von uns im Garten ausgelegt werden. Den ganzen Winter über finden die überhaupt keine Beachtung, obwohl reichlich Amseln hier wohnen.
Bei uns füttern die Vögelchen genau das, was die Jungvögel brauchen. Aber die Elterntiere fallen dankbar zwischen den Fütterungsaktionen über unsere Restmeisenknödel und Nussstangen her, was allerdings immer sofort an Ort und Stelle verspeist wird. Da brauchen sich die Alttiere zumindest für das eigene Futter nicht zu sehr anstrengen. Die Brut ist schon anstrengend genug. :sabber:


Das ist nicht mehr richtig. Auch ich füttere die Vögel ganzjährig. Und bei uns sind sie auch ab April aktiver als in den Wintermonaten
Liebe Grüße

Bearbeitet von lilabeth am 18.05.2015 17:57:50


Doch, das kenne ich auch so, scheint eine neue Erkenntnis im Vogelschutz zu sein.
Bei uns hat sich das Vogelfüttern gerade gänzlich zerschlagen - wir haben gerade eine ausgewachsene Rattenplage... :o


und bei mir sind die ersten beiden Amslküken im Nest,noch total nackig -ich habe mich so doll gefreut.


Für mich hat sich das Füttern jetzt leider erledigt. Die Vogerl haben meiner Nachbarin die Terasse voll gekackt, habs selbst gesehen. Schade!!!!! Bin traurig


Kannst Du es nicht so verändern,das der Kot zu Dir auf den Balkon fällt?


Hab ich, das meiste fällt auch hier auf den Balkon, aber halt leider auch runter. Schaut echt net schön aus, sie kann sich nicht mehr raus setzen. Im Winter darf ich wieder.


Kannst Du es nicht so wie ich,vor Dein Fenster hängen


Müssen jetzt halt in der Natur suchen. War so schön, sie zu beobachten.


Keine Chance, sie kacken gnadenlos unten auf die Terasse, warum auch immer. Hilft nix.


Das verstehe ich nicht so ganz,aber okay.


Zitat (Vogerlfan @ 18.05.2015 21:36:15)
Hab ich, das meiste fällt auch hier auf den Balkon, aber halt leider auch runter. Schaut echt net schön aus, sie kann sich nicht mehr raus setzen. Im Winter darf ich wieder.

Das ist aber schade. Klar, daß das Futter auch teilweise runter fällt. Ich mach' das bei mir immer täglich weg. Ist zwar ein bißchen Arbeit, aber dafür kann ich die Tiere jeden Tag aus der Nähe beobachten. Das ist es mir wert.

Bearbeitet von viertelvorsieben am 18.05.2015 21:51:45

Zitat (viertelvorsieben @ 18.05.2015 21:49:30)
Klar, daß das Futter auch teilweise runter fällt.

Wenn das Futter aber schon durch den Vogel gelaufen ist, mag das Ergebnis dem Unternachbarn nicht mehr so schmecken.

Zitat (Jeannie @ 18.05.2015 22:15:20)
Wenn das Futter aber schon durch den Vogel gelaufen ist, mag das Ergebnis dem Unternachbarn nicht mehr so schmecken.

Deshalb hängt mein Vogelhäuschen ja auch dort, wo die Hinterlassenschaft den Nachbarn nicht auf den Kopf fallen kann. :P

Wir füttern auch ganzjährig und haben seitdem wesentlich mehr Vögel im Garten. Was die von uns gefütterten nicht an Insekten etc. fressen, steht ja dann für andere zur Verfügung: größeres Nahrungsangebot also = größere Überlebenschancen für mehr Vögel. Und die brauchen alle Hilfe, die sie bekommen können:*** Link wurde entfernt ***

Lässt sich denn unter dem Futterhäuschen kein Blech o. Ä. befestigen, das den Balkon der Nachbarin schützen könnte?


Leider nein und auch das würd sie nicht "erziehen". Nicht wie zum Bwpsiel Katzen mit ihrer Toilette.


Wir kennen Deinen Fütterplatz nicht,aber ich bin froh,das ich mein Häuschen vor dem Fenster gehängt habe und täglich Familie Meise beobachten kann. Sie schieten mir meine Yuccas voll (stehen auf dem Balkon),sie werden abgespült und gut ist.
Ich habe eine brütende Amsel audf dem Balkon,mittlere Weile sind 3 von 4 Eier ausgebrütet und ich erfreue mich an diesen kleinen Nackedeis -sie haben aber auch schon Flaumfedern.


@Vogerlfan,
Ich finde den Kompromiss sehr gut, den ihr gefunden habt! :daumenhoch:
Man muss nicht auf Teufel komm raus auf sein "Recht" pochen, wenn der Nachbar relativ stark darunter leidet. Und er hat ja nicht ganz Unrecht. Nur damit du Spaß hast bei der Vogelbeobachtung, muss er immer seine Terrassenmöbel reinigen, ehe er sich mal ein halbes Stündchen raus setzen kann. Würde mir auch stinken! -_-
Es ist ein Irrglaube, dass Vögel sich alle ans Futterhaus setzen und dann wie ein Wellensittich ein Korn nach dem anderen knacken und gleich essen. Wir können das bei uns immer sehr gut beobachten, weil wir jeden Winter einen regelrechten Futtertisch "bauen" und mein Mann stundenlang Vögel fotografiert. Die wenigsten futtern an Ort und Stelle. Bei den Meisen z. B. wird ein Korn oder eine Nuss heraus gearbeitet und dann wird in den nächstbesten Strauch geflogen, wo das Teil geknackt, zerlegt und verspeist wird.
Kernbeißer und Eichelhäher werfen sich die Nussbrocken einfach in den Rachen und futtern vor Ort. Aber die kleineren, die vorsichtig sein müssen, fliegen eigentlich alle weg vom Futterplatz zum essen. Und vermutlich trifft es dann irgendeine sichere Sitzstelle, die über der nachbarlichen Terrasse liegt und schon ist Ärger angesagt.

Ich schüttele auch oft genug den Kopf, wenn unter unserer Überdachung auf der Terrasse die dortigen Sitzmöbel und bekackt sind, weil sich die schlauen Piepmätze in unangenehmen Nächten dort niederlassen und nächtigen. <_<
Aber wir sind auch große Natur- und vor allem Vogelliebhaber und ich finde es irgendwie schon witzig, dass die Viecher das zu merken scheinen. Inzwischen grasen viele Meisen unsere überdachte Terrasse schon nach Spinnen und anderen Krabblern ab, während wir da stehen oder sitzen und uns unterhalten. Bei unserer Tannenmeise liegt die Fluchtdistanz unter 50 cm - wenn wir nur daran vorbei gehen, ohne uns um sie zu kümmern, können wir auf Armlänge daran vorbei gehen und sie beobachtet uns dabei nur ganz genau. :D


Zitat (CracklinRosie @ 21.05.2015 10:03:18)
Es ist ein Irrglaube, dass Vögel sich alle ans Futterhaus setzen und dann wie ein Wellensittich ein Korn nach dem anderen knacken und gleich essen.

Alle nicht, aber Gimpel futtern bei mir immer direkt am Vogelhaus. Ich beobachte das jeden Tag. :)

bei uns ebenfalls, ebenso wie die Kohl- und Blaumeisen und die Spatzen - sitzen alle gemeinsam in einer großen Futterschale bzw. hängen an den Meisenknödeln und lassen es sich schmecken :D


Bei mir gibt es mittlere Weile 4 Amselküken,sie entwickeln sich prächtig. Es ist toll zu zuschauen,wie sie groß werden.


Ich schiebe das jetzt mal nach oben:

Wir überlegen, für die Vögel einen Ganzjahres- Futterplatz einzurichten. Laut Fachleuten gibt es in Deutschland zu wenig Insekten und die Vögel finden auch im Sommer nicht mehr genug Futter.
Aber wir fragen uns, ob die Jungvögel dann nicht auch diese bequeme Fütterung lernen anstatt dem Insektenfangen und Würmerfressen.
Und was soll man im Sommer füttern? Etwa das Winterfutter oder gibt es mittlerweile spezielles Sommerfutter.


Bei mir bekommen die Piepmätze ganzjährig Sonnenblumenkerne - geschält.

Zitat
Aber wir fragen uns, ob die Jungvögel dann nicht auch diese bequeme Fütterung lernen anstatt dem Insektenfangen und Würmerfressen.


Nein, die Jungvögel bekommen artgerechtetes Futter, wie bereits im Thread geschrieben wurde.

Das mit der Ganzjahresfütterung habe ich auch schon gehört. Beobachtet habe ich, dass die Vögel nur dann an das Futter gehen, wenn sie es wirklich brauchen. Ob das allgemein so stimmt, weiß ich nicht.
Ich lege im Winter immer mal halbe Äpfel für die Amseln raus und hänge Meisenknödel auf. Manchmal gehen sie rege dran. Ich habe es aber auch schon mal wieder wegräumen müssen, weil sich kein Vogel dafür interessiert hat.

Es kam auch schon vor, dass die Meisen die Futterstellen den ganzen Winter lang verschmäht haben und erst dann, als im Frühjahr Junge kamen, darüber hergefallen sind. Angeblich liegt das daran, dass sie wegen der frühen warmen Temperaturen schon früh brüten, die Natur mit dem Nahrungsangebot aber noch nicht weit genug ist. Für sich selbst finden sie vielleicht in warmen Wintern auch noch ohne zusätzliche Fütterung genug.

Bearbeitet von Schelmin am 08.11.2017 21:04:16


Als bekannt wurde, dass es wenig Insekten gibt, habe ich Knödel-mit-Insekten gekauft und aufgehängt. Gibs in gut sortierten Gartengeschäften.
Meisenknödel hänge ich fast ganzjährig auf - auch zu meinem Vergnügen. ;) (Hänge sie so auf, dass ich sie von drinnen sehen kann.)
Wie Schelmin schon schrieb, kommen die Vögel wahrscheinlich dann her, wenn es woanders nicht genung gibt. Und "faul" werden sie bestimmt nicht.
Außer Meisen kommen auch Spatzen dorthin und sogar Eichelhäher nehmen gerne was davon mit.
https://www2.pic-upload.de/img/34259703/201...chelhher004.jpg
[URL=https://www2.pic-upload.de/img/34259676
Er war wirklich dran:
https://www2.pic-upload.de/img/34259723/201...chelhher003.jpg

(BIlder durchs Fenster aufgenommen, daher die Spiegelung)

Bearbeitet von dahlie am 08.11.2017 22:07:41


@SissyJo
Es gibt tatsächlich spezielles Sommerfutter. Das herkömmliche Winterfutter ist i. d. R. sehr fettlastig, da im Winter vor allem die Speckschicht warm hält. Im Sommer hingegen ist mehr Eiweiß vonnöten, da die Tiere viel Power brauchen, um die Brut durchzufüttern. Wir haben beobachtet, dass die Elterntiere weiterhin fleißig Raupen und anderes Getier für die Fütterung sammeln, dann aber dankbar zwischendurch an den Futterplatz gehen und sich dort das Wämpchen vollschlagen, weil das doch extrem kräftezehrend ist, so eine Vogelbrut.
Wir bieten dann auch zwischendurch getrocknete Mehlwürmer an und bekommen von einem befreundeten Imker Waben mit überzähligen Larven (fragt mich nicht, warum die entnommen werden - bin kein Imker :verwirrt: ). Da kloppen sich die Vogeleltern förmlich drum, denn da haben sie mit 6 Larven die nächste halbe Stunde erstmal Ruhe im Nistkasten :lecker:

Leider ist es ja inzwischen so, dass die Insekten immer weniger werden. Da haben die Eltern sicher doppelte Arbeit, um ihren Nachwuchs groß zu bekommen. Und selbst müssen sie ja auch noch futtern, um bei Kräften zu bleiben. Insofern ist Sommerfütterung tatsächlich inzwischen angebracht.
Es gibt natürlich auch Faulpelze unter dem Federvieh, die tatsächlich das Zeug auch verfüttern. Das konnten wir mal bei einer Amsel beobachten, deren schon flügger Nachwuchs sie offenbar nervte und die wohl endlich mal chillen wollte. Sie ist zum Futterplatz, hat sich eine Erdnuss (!) geholt und sie ruckzuck im Jungvogel versenkt. Ich dachte, ich guck nicht richtig :o
...und der kleine Kerl guckte auch so verdutzt aus der Wäsche, als wüsste er nicht recht, wie er den Brocken runter bekommen soll. Rutscht doch deutlich schlechter als ein Regenwurm :pfeifen:

@dahlie
Eichelhäher futtern (fast) alles, was rein passt. Vor allem Erdnüsse mampfen die regelrecht wie aus einem Magazin. Da wird nicht mal zerkleinert. Wenn man die Meisenknödel nicht entsprechend aufhängt (schließlich sind es ja Meisenknödel), dann kann es auch gut vorkommen, dass die sich mit dem kompletten Knödel auf den Weg machen. :angry:
Bei uns war auch in härteren Wintern ein Buntspecht am Knödel. Für den habe ich dann extra die Monsterknödel von 1 Pfd. gekauft und aufgehängt.
Erst anpirschen und dann ran an den Knödel. ^_^


Schön!
Und danke für die ausführliche Stellungnahme und Fotos.
Bei mir hat der Buntspecht sich bisher vor allem für die Erdnussbutter interessiert:
https://www2.pic-upload.de/img/34261545/201...n-specht001.jpg


Ich vermute auch, dass an den Meisenknödeln das Fett für den Specht interessant war. Mit Körnern kann der nicht viel tun.



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