huis clos: kann mir jemand erklären?


hallo leute, ich muss grad das buch huis clos auf französisch lesen, nur leider sind meine französischkentnisse mehr schlecht als recht. kann mir jemand kurz verraten wer wie gestorben ist und wer was angestellt hat um in der hölle zu landen?

lg aglaja


Hilfreichste Antwort

Vielleicht kannst Du damit ein bisschen was anfangen, viel ist es aber nicht.

Inhaltsangabe:

Im Drama „Bei geschlossenen Türen“ („Huis clos“), das 1944 von Sartre geschrieben und auch im selben Jahr uraufgeführt wurde, finden sich zwei Frauen, die reiche Estelle und die Postangestellte Ines, und der Journalist Garcin nach ihrem Tod in einem geschlossenen Raum, der Hölle, wieder. Garcin hat seine Frau misshandelt und in entscheidendem Situationen feige versagt. Die lesbische und zugleich hochintellektuelle Ines hat eine junge Frau ihrem Mann entfremdet, bis diese zutiefst verzweifelt sich selbst und Ines mit Gas vergiftet hat. Die sinnlich verführerische Estelle hat ihr Kind ermordet und ihren Geliebten in den Tod getrieben. Alle drei sind sich bewusst, dass sie sich in der Hölle befinden und machen sich auf das Schlimmste gefasst, aber die erwartete Folter und die körperlichen Qualen stellen sich nicht ein, nur eine leichte Hitze ist zu verspüren. Tastend versuchen sie voneinander den Grund für die Höllenfahrt zu erfahren, ohne jedoch ihre eigene Schuld zu offenbaren. Sehr bald entdecken sie, dass sie zu ihren eigenen Folterknechten bestimmt sind, indem sie sich gegenseitig die Lebenslügen entreißen. Ein kurzes Aufflackern von Solidarität erlischt unter der Angst und dem gegenseitigen Hass. Jeder ist verdammt dazu, die anderen beständig zu quälen und selbst von den anderen gequält zu werden. Die lesbische Ines verzehrt sich nach Estelle, die aber nichts von ihr wissen will und sich an Garcin heranmacht. Garcin wiederum lechzt nach der intellektuellen Anerkennung von Ines. So dürstet jeder nach der Hilfe eines der beiden anderen, aber sich diesem nähernd, verletzt er zugleich zutiefst den anderen. Sie können weder voneinander lassen, noch voreinander fliehen, nicht einmal töten können sie sich - sie sind bereits tot! Und so gilt auf ewig: "Die Hölle, das sind die anderen". Nacheinander proben alle den natürlich vergeblichen Ausbruch aus diesem Gefängnis, indem sie schreien oder an die Tür schlagen. Als dann plötzlich die Tür sich öffnet, erschrecken sie alle vor der vermeintlichen Falle der Freiheit und drängen sich wieder aneinander. Wenn Garcin am Ende die letzten Worte "also - weitermachen" sagt, hat sich ihre Lage nicht verändert. Sie werden ihre Notgemeinschaft ewig aufrechterhalten müssen, ohne wirklich voranzukommen.

Interpretation

„Die Hölle, das sind die anderen“. Damit möchte Sartre nicht sagen, dass unsere Beziehungen zu anderen immer vergiftet sind, dass es immer teuflische Beziehungen sind, sondern dass, wenn die Beziehungen zu anderen verquer, vertrackt sind, der andere nur die Hölle sein kann, da die anderen das Wichtigste in uns selbst für unsere eigene Kenntnis von uns selbst sind. Wenn wir über uns nachdenken, wenn wir versuchen, uns zu erkennen, benutzen wir Kenntnisse, die andere über uns schon haben. Wir beurteilen uns mit den Mitteln, die andere uns zu unserer Beurteilung gegeben haben. In allem was man über sich sagt, spielt immer das Urteil anderer hinein. Das bedeutet, wenn die Beziehungen von jemandem schlecht sind, begibt er sich in die totale Abhängigkeit von anderen. Und dann ist er tatsächlich in der Hölle. Das soll nach Sartre aber nicht heißen, dass man keine Beziehungen zu den anderen haben kann. Es kennzeichnet nur die entscheidende Bedeutung aller anderen für jeden Menschen. Die drei Personen des Stückes sind tot, wobei «tot» auch symbolisch zu verstehen ist. Viele Leute sind in einer Reihe von Gewohnheiten und Gebräuchen verkrustet und haben Urteile über sich, unter denen sie leiden, die sie aber nicht einmal zu verändern versuchen. Diese Leute sind wie tot, insofern sie den Rahmen ihrer Probleme, ihrer Ambitionen und ihrer Gewohnheiten nicht durchbrechen können und daher oft Opfer der Urteile bleiben, die man über sie gefällt hat. So lässt sich auch erklären, dass sie zum Beispiel feige oder bösartig sind.

Hier gefunden


Kauf es dir doch erst mal auf Deutsch:

Jean Paul Sartre
Bei geschlossenen Türen.

Ich habs in der Schule gelesen, aber sooo genau weiß ich das auch nicht mehr.
:D


geht ned... hab morgen ne prüfung darüber. und habs erst vor einer stunde erfahren.


:trösten:

Also, die ältere Frau ist wegen einer Abtreibung in der Hölle gelandet.
Glaube ich...

Muttis, erinnert euch!


ne, es war die jüngere.....
was hat eigentlich der mann verbrochen???


Vielleicht kannst Du damit ein bisschen was anfangen, viel ist es aber nicht.

Inhaltsangabe:

Im Drama „Bei geschlossenen Türen“ („Huis clos“), das 1944 von Sartre geschrieben und auch im selben Jahr uraufgeführt wurde, finden sich zwei Frauen, die reiche Estelle und die Postangestellte Ines, und der Journalist Garcin nach ihrem Tod in einem geschlossenen Raum, der Hölle, wieder. Garcin hat seine Frau misshandelt und in entscheidendem Situationen feige versagt. Die lesbische und zugleich hochintellektuelle Ines hat eine junge Frau ihrem Mann entfremdet, bis diese zutiefst verzweifelt sich selbst und Ines mit Gas vergiftet hat. Die sinnlich verführerische Estelle hat ihr Kind ermordet und ihren Geliebten in den Tod getrieben. Alle drei sind sich bewusst, dass sie sich in der Hölle befinden und machen sich auf das Schlimmste gefasst, aber die erwartete Folter und die körperlichen Qualen stellen sich nicht ein, nur eine leichte Hitze ist zu verspüren. Tastend versuchen sie voneinander den Grund für die Höllenfahrt zu erfahren, ohne jedoch ihre eigene Schuld zu offenbaren. Sehr bald entdecken sie, dass sie zu ihren eigenen Folterknechten bestimmt sind, indem sie sich gegenseitig die Lebenslügen entreißen. Ein kurzes Aufflackern von Solidarität erlischt unter der Angst und dem gegenseitigen Hass. Jeder ist verdammt dazu, die anderen beständig zu quälen und selbst von den anderen gequält zu werden. Die lesbische Ines verzehrt sich nach Estelle, die aber nichts von ihr wissen will und sich an Garcin heranmacht. Garcin wiederum lechzt nach der intellektuellen Anerkennung von Ines. So dürstet jeder nach der Hilfe eines der beiden anderen, aber sich diesem nähernd, verletzt er zugleich zutiefst den anderen. Sie können weder voneinander lassen, noch voreinander fliehen, nicht einmal töten können sie sich - sie sind bereits tot! Und so gilt auf ewig: "Die Hölle, das sind die anderen". Nacheinander proben alle den natürlich vergeblichen Ausbruch aus diesem Gefängnis, indem sie schreien oder an die Tür schlagen. Als dann plötzlich die Tür sich öffnet, erschrecken sie alle vor der vermeintlichen Falle der Freiheit und drängen sich wieder aneinander. Wenn Garcin am Ende die letzten Worte "also - weitermachen" sagt, hat sich ihre Lage nicht verändert. Sie werden ihre Notgemeinschaft ewig aufrechterhalten müssen, ohne wirklich voranzukommen.

Interpretation

„Die Hölle, das sind die anderen“. Damit möchte Sartre nicht sagen, dass unsere Beziehungen zu anderen immer vergiftet sind, dass es immer teuflische Beziehungen sind, sondern dass, wenn die Beziehungen zu anderen verquer, vertrackt sind, der andere nur die Hölle sein kann, da die anderen das Wichtigste in uns selbst für unsere eigene Kenntnis von uns selbst sind. Wenn wir über uns nachdenken, wenn wir versuchen, uns zu erkennen, benutzen wir Kenntnisse, die andere über uns schon haben. Wir beurteilen uns mit den Mitteln, die andere uns zu unserer Beurteilung gegeben haben. In allem was man über sich sagt, spielt immer das Urteil anderer hinein. Das bedeutet, wenn die Beziehungen von jemandem schlecht sind, begibt er sich in die totale Abhängigkeit von anderen. Und dann ist er tatsächlich in der Hölle. Das soll nach Sartre aber nicht heißen, dass man keine Beziehungen zu den anderen haben kann. Es kennzeichnet nur die entscheidende Bedeutung aller anderen für jeden Menschen. Die drei Personen des Stückes sind tot, wobei «tot» auch symbolisch zu verstehen ist. Viele Leute sind in einer Reihe von Gewohnheiten und Gebräuchen verkrustet und haben Urteile über sich, unter denen sie leiden, die sie aber nicht einmal zu verändern versuchen. Diese Leute sind wie tot, insofern sie den Rahmen ihrer Probleme, ihrer Ambitionen und ihrer Gewohnheiten nicht durchbrechen können und daher oft Opfer der Urteile bleiben, die man über sie gefällt hat. So lässt sich auch erklären, dass sie zum Beispiel feige oder bösartig sind.

Hier gefunden



und wie starb er?


Ich hab mal zwei Links gefunden die der (hoffentlich) weiterhelfen ...

Wikipedia

Hier ganz unten nachgucken

Sind auch mögliche Interpretationen des Stückes bei die beim lesen ja auch nie schaden können ;)

Ich hoffe geholfen zu haben und wünsch dir ganz viel glück für deine Prüfung


aglaja,
ich habe es gerade auch noch bei wiki francais versucht, aber die haben im Moment ein Serverproblem.

Probier es doch einfach später nochmal.
Einfach eingeben:

www.wikipedia.org,
dann francais anklicken.
Suchen nach:
Sartre/huis clos

Da hast du dann gleich die richtigen Vokabeln!
;)


vielleicht auch hilfreich

huis clos


Zitat (aglaja @ 10.04.2006 - 21:05:20)
und wie starb er?

Er wurde wegen Fahnenflucht erschossen.

Lieben Gruß
chris

Bearbeitet von chris am 10.04.2006 22:31:11

klasse! danke meine lieben! :blumen:


Kann dir leider nicht weiterhelfen, aber wünsche dir:


Zitat (aglaja @ 10.04.2006 - 20:54:05)
geht ned... hab morgen ne prüfung darüber. und habs erst vor einer stunde erfahren.

aglaja,

wie lief's? :unsure:

hab den ganzen tag mitgezittert!

Zitat (chris @ 11.04.2006 - 21:04:49)
hab den ganzen tag mitgezittert!

Und wehe, du hast dem Mädel irgendwas falsch erklärt.
Dann wirst du standrechtlich erschossen!
rofl

ich könnt den französischlehrer umbringen! er hat nix davon gebracht!!!! :labern:


Zitat (aglaja @ 12.04.2006 - 14:17:44)
ich könnt den französischlehrer umbringen! er hat nix davon gebracht!!!! :labern:

Dafür haben wir dann alle nochmal unsere Literaturkenntnisse aufgefrischt!
rofl rofl rofl

Zitat (Calendula @ 12.04.2006 - 14:27:37)
Zitat (aglaja @ 12.04.2006 - 14:17:44)
ich könnt den französischlehrer umbringen! er hat nix davon gebracht!!!! :labern:

Dafür haben wir dann alle nochmal unsere Literaturkenntnisse aufgefrischt!
rofl rofl rofl

@ aglaja
Ich hab anlässlich deiner Prüfung das ganze Stück nochmal durchgelesen - es war mir ein Vergnügen!

Komm' aber bitte nicht demnächst mit Fragen zu Dostojewskijs 'Die Brüder Karamasov'! :rolleyes:

Lieben Gruß
chris

ok, dann gehen wir weiter zum nächsten stück

schiller: die räuber

*duckundweg* :P


Zitat (aglaja @ 12.04.2006 - 14:43:13)
ok, dann gehen wir weiter zum nächsten stück

schiller: die räuber

*duckundweg* :P

Auf Fränzösisch???
:unsure:

:D

nönö, auf deutsch, aber dafür macbeth auf englisch! *schauder*


Zitat (aglaja @ 12.04.2006 - 15:15:17)
nönö, auf deutsch, aber dafür macbeth auf englisch! *schauder*

"When shall we three meet again..."

:trösten:

Zitat (Calendula @ 12.04.2006 - 15:16:42)
Zitat (aglaja @ 12.04.2006 - 15:15:17)
nönö, auf deutsch, aber dafür macbeth auf englisch! *schauder*

"When shall we three meet again..."

:trösten:

Hab noch 'nen wichtigen Termin! :mussweg:

Witch When the hurlyburly's done,
When the battle's lost and won.


Zitat (aglaja @ 12.04.2006 - 15:23:35)
Witch When the hurlyburly's done,
When the battle's lost and won.

Ich stürze mich dann mal ins hurlyburly....

*grinduckandrun*

Zitat (aglaja @ 12.04.2006 - 15:23:35)
Witch When the hurlyburly's done,
When the battle's lost and won.

Oh heilixblechle,

was isch denn a hurlyburly? :unsure: :unsure: :unsure:

Net, daß Cal sich in was neistürzt, wasr net gud dut! :(

Bearbeitet von chris am 12.04.2006 15:34:13

Zitat (chris @ 12.04.2006 - 15:31:14)
Zitat (aglaja @ 12.04.2006 - 15:23:35)
Witch When the hurlyburly's done,
When the battle's lost and won.

Oh heilixblechle,

was isch denn a hurlyburly? :unsure::unsure::unsure:

Guckscht du hier:

http://dict.leo.org/ende?lp=ende&p=/gQPU.&search=hurly-burly