Danke, gibt es das Wort noch: Dankbarkeit


Will doch mal von Euch hören, ob es bei Euch noch das Wort" Danke " gibt.
Ich glaube, bei mir im Umfeld fast gar nicht mehr. Es ist alles so selbstverständlich geworden :huh: Die gebügelte Wäsche, die aufgeräumte Garage, das geputzte Haus!! Wenn Die Tochter und Schwiegersohn am Wochenende in ihr Haus kommen, ist fast alles fertig. Manchmal ein leise gemurmeltes Wort Danke, oder auch gar nicht. Ich meine immer mich für alles bedanken zu müssen, oder liege ich da falsch?


Zitat (Aschenbrödel @ 28.04.2007 11:03:39)

Ich glaube, bei mir im Umfeld fast gar nicht mehr. Es ist alles so selbstverständlich geworden :huh: Die gebügelte Wäsche, die aufgeräumte Garage, das geputzte Haus!! Wenn Die Tochter und Schwiegersohn am Wochenende in ihr Haus kommen, ist fast alles fertig.

Hi Aschenbrödel ...

Vielleicht solltest du öfter mal alles stehen und liegen lassen ... ...

Könnte mir vorstellen das deine Arbeit dann nicht als selbstverständlich gesehen wird ...

Übrigens dein Nick passt gut zum Thema ... ... ;) :P

Bitte und Danke sind tolle Worte und werden von mir dementsprechend oft eingesetzt.
Auch schon wegen meines Berufes.

:blumen:


Zitat (Aschenbrödel @ 28.04.2007 11:03:39)
Will doch mal von Euch hören, ob es bei Euch noch das Wort" Danke " gibt.
Ich glaube, bei mir im Umfeld fast gar nicht mehr. Es ist alles so selbstverständlich geworden :huh: Die gebügelte Wäsche, die aufgeräumte Garage, das geputzte Haus!! Wenn Die Tochter und Schwiegersohn am Wochenende in ihr Haus kommen, ist fast alles fertig. Manchmal ein leise gemurmeltes Wort Danke, oder auch gar nicht. Ich meine immer mich für alles bedanken zu müssen, oder liege ich da falsch?

...es gibt Situationen, da ist das "nicht gesprochene" Wort oft viel mehr, als wenn sich einer "tausendmal" bedankt... ... ...

...mit wissendem Gruß...

...grisu...

Ich persönlich bedanke mich gerne und lieber einmal zuviel als zuwenig. Das versuche ich meinen Kindern auch beizubringen, immer klappt es aber leider nicht von selbst. Manchmal muss man sie daran erinnern. Bitte und Danke finde ich sehr wichtig, genauso wie Grüß Gott zu sagen. Unsere 80 jährige Nachbarin freut sich immer und hat mich auch schon oft angesprochen das unser Großer immer so schön grüßen würde. Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit, ist es glaube ich heutzutage aber leider nicht mehr. Unangenehm fällt mir auch immer im Supermarkt auf, das viele Verkäuferinnen kein Bitte und Danke mehr kennen. Das finde ich nicht gut, so viel Zeit muss sein. Dafür könnten sie sich den Spruch: einen schönen Tag noch, sparen. Der ist doch nur einstudiert und nicht ehrlich gemeint. Mußte mich zu meinen Call-Center-Zeiten auch daran halten.
Der alte Spruch: mit Höflichkeit kommt man leichter durchs Leben, finde ich immer noch aktuell und gut.


Zitat (Zartbitter @ 28.04.2007 15:14:13)

Der alte Spruch: mit Höflichkeit kommt man leichter durchs Leben, finde ich immer noch aktuell und gut.

Das ist dann doch aber eine recht eigennützige Höflichkeit :o , oder ???

Was ist denn daran eigennützig ?. Ich finde es allemal besser seinen Mitmenschen einigermaßen nett und freundlich zu begegnen, als mit einem miesepetrigen Gesicht rum zu rennen. Natürlich bin auch ich nicht immer gleich gutgelaunt und wenn ich jemanden 10 mal grüße und er nicht, dann laß ich´s auch bleiben. Auch im Beruf kann Aufmerksmankeit den anderen gegenüber doch nicht schaden. Das hat aber nichts mit Schleimerei zu tun, ich nenne das Diplomatie.


Ich bedanke mich für alles was für mich getan wird weil ich mich freu wenn jemand von selbst den Geschirrspüler ausräumt oder die Wäsche aufhängt wenn ich noch nicht zu Haus bin. :)
Leider kommt das GANZ selten vor, die Arbeit die ich zu Haus mach ist für den Rest meiner Family selbstverständlich .
Danke fehl am Platz :angry:
Bitte und Danke gehört für mich zu einer vernümpftigen Erziehung dazu.


Zitat (Zartbitter @ 28.04.2007 15:14:13)
Unangenehm fällt mir auch immer im Supermarkt auf, das viele Verkäuferinnen kein Bitte und Danke mehr kennen. Das finde ich nicht gut, so viel Zeit muss sein.

da würde es mich mal interessieren, in welchem zusammenhang die
verkäuferinnen danke aussprechen sollten, deiner meinung nach :huh:
hast du mal ein beispiel?

das wort danke gehört irgendwie zum erlernten wortschatz. als kleines kind wurde es einem eingetrichtert und wir haben es an unsere kinder weitergegeben.
danke kann man natürlich auch in vielen gesten ausdrücken ohne es auszusprechen.
also ich persönlich mag es nicht wenn allzuviel bedankt wird. für eine leistung die ich gerne verrichte, verlange ich kein danke, ist mir irgendwie schon zu peinlich ^_^
DANKE...dass ihr das gelesen habt :lol: :lol:

Ein ehrliches DANKE, egal wie ausgedrückt, ist mehr wert als tausendmal
so dahin gesagt.
Ich mag es nicht, wenn das DANKE inflationär benutzt wird, nur
weil es so erwartet wird.


Zitat (Aschenbrödel @ 28.04.2007 11:03:39)
Will doch mal von Euch hören, ob es bei Euch noch das Wort" Danke " gibt.
Ich glaube, bei mir im Umfeld fast gar nicht mehr. Es ist alles so selbstverständlich geworden :huh: Die gebügelte Wäsche, die aufgeräumte Garage, das geputzte Haus!! Wenn Die Tochter und Schwiegersohn am Wochenende in ihr Haus kommen, ist fast alles fertig. Manchmal ein leise gemurmeltes Wort Danke, oder auch gar nicht. Ich meine immer mich für alles bedanken zu müssen, oder liege ich da falsch?

Woher sollen Tochter und Schwiegersohn denn wissen, wieviel Arbeit Du für Sie erledigst?
Lass beide die Arbeit selbst erledigen, dann wird es ihnen aufgehen.

Bei der Tochter wundert mich das schon, denn die hast Du doch erzogen, oder?

:hmm: Hallöchen! Ich denke, es wird nicht "danke" gesagt, wenn nicht "danke" gemeint ist. Wenn das Gegenüber es als selbstverständlich erachtet, daß etwas für ihn getan wird, braucht er sich wohl nicht zu bedanken. Da muss man dann wohl klarmachen, daß es nicht selbständlich ist, etwas für diese Personen zu tun. Dankeverweigerer, von denen man meint, das sie es auch so meinen, müssen ordentlich auf den Pott gesetzt werden, d.h. nichts mehr für sie tun!!!!!


Zitat (Aschenbrödel @ 28.04.2007 11:03:39)
Will doch mal von Euch hören, ob es bei Euch noch das Wort" Danke " gibt.
Ich glaube, bei mir im Umfeld fast gar nicht mehr. Es ist alles so selbstverständlich geworden :huh: Die gebügelte Wäsche, die aufgeräumte Garage, das geputzte Haus!! Wenn Die Tochter und Schwiegersohn am Wochenende in ihr Haus kommen, ist fast alles fertig. Manchmal ein leise gemurmeltes Wort Danke, oder auch gar nicht. Ich meine immer mich für alles bedanken zu müssen, oder liege ich da falsch?

...und jetzt der böse GRISU nochmal...

...ist es denn eigentlich auch so gewünscht???

ICH MACHE MEINEN KRAM IN MEINEN VIER WÄNDEN AM LIEBSTEN SELBST...

Vielleicht kommt da kein geradliniges "Danke", weil DU einfach ZU viel machst???

Sorry, aber, ich als Sohn habe mich auch mal vor meiner Mutter "retten" müssen... ... ...

Mit ernsthaft, aber NICHT verletztend gemeintem Gruß von hier an DICH...

Grisu... :blumen: :blumen: :blumen:

Danke ,ein kleines Wort,aber mit viel Bedeutung für mich.erst letzte Nacht habe ich es mehrfach gehört im Nachtdienst im Krankenhaus.Die ,welche es sagten ,sind schwer krank und gestern aufgeklärt worden,mit so einer Situation fertig zu werden ist für die Patienten sehr schlimm,ihre Ängste ,die sie mir erzählen,ich versuche ,trotz knapper Zeit mit ihnen zureden,zu trösten,einfach da zusein für sie,die Belastung ist immens für mich und erst für die Patienten.aber das Wort " Danke"daß sie mir zugehört oder geholfen haben ,gibt mir auch sehr viel,in anderen Dingen des Lebens ,erwarte ich ,kaum Dank,ist aber nicht wichtig für mich.,weil es wie oben geschrieben,wichtigeres gibt.ich selber ,kann aber auch noch sehr gut ,Danke, sagen!


Für mich ist das Wort "Danke" ein Problemwort.

Ich hasse Erwartungshaltungen ,weil ich mir das Recht herrausnehme,so zu reagieren ,wie ich empfinde.Das gibt im Alltag mit älteren Personen oft Streß.
Wer mich kennt weiß,dass ich sehr wenig für selbstverständlich halte-aber Dankbarkeit bewertet die Situation falsch.
Ich erkenne an,wenn mir Arbeit abgenommen wird,aber danken tue ich nicht.

Aus diesem Grund weigere ich mich auch "Muttertag" zu feiern.Ich habe meine
Kinder sehr bewußt bekommen,wohl wissenend,dass ich meine Bedürfnisse mal hintenanstellen muss-die nächsten Jahre/Jahrzehnte.
Und das sollen sie mir danken?
Es war meine Entscheidung,mein Weg,den ich gehen wollte-ich habe nichts vermisst,als sie auf die Welt kamen.Und dass ich ihnen soviel Liebe mit auf den Weg gegeben habe-das halte ich für selbstverständlich und die logische Konsequenz aus meiner Entscheidung.

Wenn eins meiner inzwischen großen Kinder mein Tun nicht anerkennt(gefühlsmäßig),dann stelle ich für einen kurzen Zeitraum,das Tun mal ein.
Auf diese Art ändert sich die Haltung sofort-Hotel Mama ist nämlich sehr bequem.


mit dank erwartenden müttern habe ich auch ein problem, denn ein kind ist nicht verpflichtet seiner mutter zu danken. wenn die erziehung einigermaßen glückt, dann kommt so viel zurück, daß man sich als mutter zufrieden zurücklehnen kann.

was mich besonders nervt, daß immer nur den müttern gedankt werden soll. dann steht es doch den vätern genau so zu.

ansonsten bin ich schon für bitte und danke.


Die Mutter meines Exfreundes war in dieser Sache auch sehr eigen.

Ich halte mich eigentlich für einen höflichen Menschen und in Situationen, wo es angemessen ist, sage ich wie selbstverständlich "bitte" und "danke" Aber ich sehe auch nicht ein, daß ich mich für jeden Pups bedanken soll.

Naja, ich war also regelmäßig am Wochenende bei den Eltern meines Exfreundes und habe dort brav jeden Sonntag in der Küche geholfen, Tisch gedeckt etc. Ich habe am Tisch auch stets bitte und danke gesagt, wenn man mal die Sosse oder eine Schüssel haben wollte.

Jedenfalls bin ich es von Zuhause ehrlich nicht gewohnt, daß man explizit noch mal beim Verabschieden an der Tür sich bedankt. Kannte ich wirklich nicht obwohl ich wie gesagt, dennoch zur Höflichkeit erzogen worden bin.

Jedenfalls war die Mutter tödlichst beleidigt, weil ich es anfangs eben nicht gesagt habe. Ihr wäre es also sozusagen egal gewesen, wenn ich mich die ganzen Tage eher mundfaul gegeben hätte (ohne bitte und danke), hauptsache an der Tür erfolgt ein "Danke für alles.."

Sie hielt mich daraufhin anfangs für eine unhöfliche Person, trotz daß ich stets die ganze Zeit über freundlich war und auch geholfen habe.

Ich habe das echt nicht nachvollziehen können, zumal mein Freund mir nahelegte, daß ich in Zukunft nicht mehr mitkönnte, wenn ich mich nicht beim Verabschieden brav für alles bedanken würde.

Ganz ehrlich, seit dem hatte ich echt nen Problem wenns ans Verabschieden ging. Ich habe mich so unwohl gefühlt, wenn ich den Satz sagen mußte. Das war jedesmal so ne Überwindung diesen Satz sagen zu müssen.

Naja, vorsichtshalber behalte ich das gleich bei den Eltern meines Freundes bei. Es fällt mir mittlerweile auch leichter.


Ich finde, dass es dazugehört, dass man sich an der Tür bedankt, wenn man eingeladen war.

Ich würde mich nicht wohl fühlen, wenn ich mich nicht bedanken könnte.
Bzw. würde ich mich das nächste mal nicht willkommen fühlen.

:blumen:


Zitat (Mellly @ 29.04.2007 00:16:10)


Ich habe das echt nicht nachvollziehen können,


Das kann ich auch nicht nachvollziehen.
Wenn man sich während der Anwesenheit schon ständig bedankt, dann muss das beim Verabschieden sicher nicht sein

Ich hab mal in einem grösseren Bürogebäude die Wände gestrichen,
und viele der Mitarbeiter in den Büros haben sich für meine Arbeit bedankt.
Hab mich darüber gefreut. Aber das war doch mein Job.

:mellow:


Wer nicht höflich danke sagen kann, der kann auch nicht höflich bitten!

:rolleyes:


Zitat (Betsy @ 29.04.2007 00:33:08)
Ich finde, dass es dazugehört, dass man sich an der Tür bedankt, wenn man eingeladen war.

Ich würde mich nicht wohl fühlen, wenn ich mich nicht bedanken könnte.
Bzw. würde ich mich das nächste mal nicht willkommen fühlen.

:blumen:

Naja, ich war es halt von zu Hause nicht gewohnt. Unsere Familientreffen oder auch wenn Bekannte zu uns kamen, liefen auch im Gegensatz zu der Familie meines Exfreundes viel lockerer und herzlicher ab...Ich habe mich bei seiner Familie, wenn dort Gäste eingeladen waren nie richtig wohl gefühlt, war alles irgendwie viel zu steif und auf "Anstand" bedacht. Gut liegt vielleicht auch daran, daß ich nicht aus "dieser höheren Gesellschaftsschicht" komme. Aber ich kannte es vorher eben nicht von Zuhause, daß mit 3 verschiedenen Bestecken gegessen wird. :ph34r: Aber dafür war mein Zuhause stets irgendwie lockerer und auch irgendwie herzlicher...Obwohl die Mutter meines Ex auch ne gute Gastgeberin war aber eben irgendwie mehr so, wie in "ihren Kreisen" üblich.

Tja, trotz aller Höflichkeit habe ich mich dort nie so ganz wohl gefühlt, immer irgendwie fehl am Platz.

Und wenn ich mich schon noch mal expliziert an der Tür "für alles bedanken" muß, dann hätte sie sich doch auch noch mal an der tür expliziet "für meine Hilfe bedanken" müssen, oder? Oder warum wird meine Hilfe dann für selbstverständlich vorausgesetzt? Aber nein; auf mein "danke für alles" erfolgte nur ein "keine Ursache" oder "passt schon" oder " schon gut"...Ich meine Hallo? Man besteht also nur aus reiner Etikette auf dieses Danke an der Tür. Daß man eben aber die ganze Zeit über höflich ist, spielt keine Rolle?..

Naja, man muß wohl schon "in die höhere Gesellschaft" reingeboren werden, damit man sich dort richtig herzlich aufgenommen fühlt....

Bei meinem jetzigen Freund und bei seinen Eltern auf dem Land fühle ich mich da echt viel wohler. Ich finde es tausendmal besser, wenn in der Küche der Hund rumspringt, als wenn ich nach dem Aufstehen die Sofakissen wieder "richten" muß.

Also nicht falsch verstehen, ich bin echt auch zu Höflichkeit erzogen worden, aber mir gehts echt nicht über die Lippen und ich fühle mich sauunwohl dabei, wenn ich merke, daß bei meinem Gegenüber eine selbstverständliche Erwartungshaltung mir gegenüber aufgebaut wird. "Du MUSST das sagen, sonst bist du bei mir unten durch"

Deswegen habe ich als Kind schon lieber keine Geschenke angenommen, wenn ich gemerkt habe, der Gegenüber erwartet bei mir ein "Danke". Freiwillig aus eigenen Stücken bedanke ich mich gerne, aber wenn mir eben dieser Zwang entgegen weht, dann sträubt sich in mir echt alles!!!!!!!

Hach Tante Edith will noch soviel sagen:

Ich finde außerdem; Höflichkeit ist doch mehr als "Bitte" und "Danke" Ich finde ehrlich gesagt Menschen, die sich nur auf diese Worte beschränken, auch nicht gerade weit hergeholt.

Höflichkeit bedeutet doch auch, daß ich alten Menschen im Bus meinen Platz anbiete, daß ich der Verkäuferin einen schönen Tag wünsche, daß ich freundlich lächle, wenn ich von jemanden etwas möchte. Das ganze geht doch auch wortlos. Ansonsten wird doch das "bitte" und "danke" auch irgendwann wertlos. Mir ist es viel wichtiger daß ich die Freundlichkeit bei meinem gegenüber auch aus dem inneren spüre. Wie schnell ist doch mal ein "bitte" und "danke" dahingegrummelt, obwohl man es gar nicht so meint.

Also Menschen, die sich nur an diese beiden Worte hängen, verstehe ich nicht ganz.

Bearbeitet von Mellly am 29.04.2007 11:20:40

Zitat (Mellly @ 29.04.2007 11:15:33)
Zitat (Betsy @ 29.04.2007 00:33:08)
Ich finde, dass es dazugehört, dass man sich an der Tür bedankt, wenn man eingeladen war.

Ich würde mich nicht wohl fühlen, wenn ich mich nicht bedanken könnte.
Bzw. würde ich mich das nächste mal nicht willkommen fühlen.

:blumen:

Naja, ich war es halt von zu Hause nicht gewohnt. Unsere Familientreffen oder auch wenn Bekannte zu uns kamen, liefen auch im Gegensatz zu der Familie meines Exfreundes viel lockerer und herzlicher ab...Ich habe mich bei seiner Familie, wenn dort Gäste eingeladen waren nie richtig wohl gefühlt, war alles irgendwie viel zu steif und auf "Anstand" bedacht. Gut liegt vielleicht auch daran, daß ich nicht aus "dieser höheren Gesellschaftsschicht" komme. Aber ich kannte es vorher eben nicht von Zuhause, daß mit 3 verschiedenen Bestecken gegessen wird. :ph34r: Aber dafür war mein Zuhause stets irgendwie lockerer und auch irgendwie herzlicher...Obwohl die Mutter meines Ex auch ne gute Gastgeberin war aber eben irgendwie mehr so, wie in "ihren Kreisen" üblich.

Tja, trotz aller Höflichkeit habe ich mich dort nie so ganz wohl gefühlt, immer irgendwie fehl am Platz.

Und wenn ich mich schon noch mal expliziert an der Tür "für alles bedanken" muß, dann hätte sie sich doch auch noch mal an der tür expliziet "für meine Hilfe bedanken" müssen, oder? Oder warum wird meine Hilfe dann für selbstverständlich vorausgesetzt? Aber nein; auf mein "danke für alles" erfolgte nur ein "keine Ursache" oder "passt schon" oder " schon gut"...Ich meine Hallo? Man besteht also nur aus reiner Etikette auf dieses Danke an der Tür. Daß man eben aber die ganze Zeit über höflich ist, spielt keine Rolle?..

Naja, man muß wohl schon "in die höhere Gesellschaft" reingeboren werden, damit man sich dort richtig herzlich aufgenommen fühlt....

Bei meinem jetzigen Freund und bei seinen Eltern auf dem Land fühle ich mich da echt viel wohler. Ich finde es tausendmal besser, wenn in der Küche der Hund rumspringt, als wenn ich nach dem Aufstehen die Sofakissen wieder "richten" muß.

Also nicht falsch verstehen, ich bin echt auch zu Höflichkeit erzogen worden, aber mir gehts echt nicht über die Lippen und ich fühle mich sauunwohl dabei, wenn ich merke, daß bei meinem Gegenüber eine selbstverständliche Erwartungshaltung mir gegenüber aufgebaut wird. "Du MUSST das sagen, sonst bist du bei mir unten durch"

Deswegen habe ich als Kind schon lieber keine Geschenke angenommen, wenn ich gemerkt habe, der Gegenüber erwartet bei mir ein "Danke". Freiwillig aus eigenen Stücken bedanke ich mich gerne, aber wenn mir eben dieser Zwang entgegen weht, dann sträubt sich in mir echt alles!!!!!!!

Hach Tante Edith will noch soviel sagen:

Ich finde außerdem; Höflichkeit ist doch mehr als "Bitte" und "Danke" Ich finde ehrlich gesagt Menschen, die sich nur auf diese Worte beschränken, auch nicht gerade weit hergeholt.

Höflichkeit bedeutet doch auch, daß ich alten Menschen im Bus meinen Platz anbiete, daß ich der Verkäuferin einen schönen Tag wünsche, daß ich freundlich lächle, wenn ich von jemanden etwas möchte. Das ganze geht doch auch wortlos. Ansonsten wird doch das "bitte" und "danke" auch irgendwann wertlos. Mir ist es viel wichtiger daß ich die Freundlichkeit bei meinem gegenüber auch aus dem inneren spüre. Wie schnell ist doch mal ein "bitte" und "danke" dahingegrummelt, obwohl man es gar nicht so meint.

Also Menschen, die sich nur an diese beiden Worte hängen, verstehe ich nicht ganz.

Melly,

du sprichst mir aus der Seele!Ich könnte deinen Beitrag Wort für Wort unterschreiben!

hallo melly,
stell dir vor du hättest dich damals bedankt, du hättest vielleicht noch länger nicht gemerkt was dieser typ für ein a.....l..... war.
kann ja wohl nicht wahr sein, daß du deswegen wegbleiben solltest. :nene: :nene: da war nicht nur die mutter ein kotzbrocken. :kotz:


Zitat (rossi @ 29.04.2007 23:06:08)
hallo melly,
stell dir vor du hättest dich damals bedankt, du hättest vielleicht noch länger nicht gemerkt was dieser typ für ein a.....l..... war.
kann ja wohl nicht wahr sein, daß du deswegen wegbleiben solltest. :nene: :nene: da war nicht nur die mutter ein kotzbrocken. :kotz:

Also ganz so hart würde ich jetzt nicht sein :blumen: ...

Ansich haben mich ja auch die Eltern sehr nett aufgenommen, so ist es ja nun auch wieder nicht. Wenn man halt schön artig die Etikette bewahrte, dann liefs auch prima mit denen. Also die Mutter war auch wirklich immer nett zu mir (nachdem ich mich immer brav bedankt habe und sonntags immer mit in der Küche stand :hihi:)..

Aber wie gesagt, dieses steife, oberflächliche, etikettenhafte war ich halt nicht gewohnt und konnte mich auch nie dran gewöhnen. Auch die traditionelle Sichtweise der Familie war mir echt fremd. Der Mann bringt das Geld nach Hause und die Frau ist sozusagen sein schmückendes Beiwerk, die das Haus in Ordnung hält und kocht und ihm "so wunderbare" Söhne geschenkt hat. :pfeifen:

Da darf man dann natürlich auch seiner Frau mal den Mund verbieten :pfeifen:

Danke an der Tür zu sagen, hat doch nichts mit "Etikette" zu tun.

Ich finde, dass es dazugehört.
Vielleicht bin ich es auch nur so gewohnt :ph34r:

Aber wie du schon sagtest, finde ich es auch unhöflich, dass sich niemand bei dir bedankt hat. Und Ja, das Gesamtpaket zählt!!

War neulich, bei meiner Lieblingstante zum Essen eingeladen :wub: und als ich mich an der Tür bedankte, für den tollen Nachmittagund das gute Essen, meinte sie: ,,Nichts zu danken, ich habe zu danken! Ich rufe dich in einem Monat an, um das zu wiederholen."

Sooo süß :wub:


Zitat (Betsy @ 29.04.2007 23:21:58)
Danke an der Tür zu sagen, hat doch nichts mit "Etikette" zu tun.

Ich finde, dass es dazugehört.
Vielleicht bin ich es auch nur so gewohnt :ph34r:

Aber wie du schon sagtest, finde ich es auch unhöflich, dass sich niemand bei dir bedankt hat. Und Ja, das Gesamtpaket zählt!!

War neulich, bei meiner Lieblingstante zum Essen eingeladen :wub: und als ich mich an der Tür bedankte, für den tollen Nachmittagund das gute Essen, meinte sie: ,,Nichts zu danken, ich habe zu danken! Ich rufe dich in einem Monat an, um das zu wiederholen."

Sooo süß :wub:

Also wenns nen wirklich schöner Tag oder Abend war, dann sage ich meist, war wirklich schön, das müssen wir echt mal wieder machen aber explizit Danke sage ich glaube wenn dann eher unbewußt.

Aber wenn mir eben so eine Erwartungshaltung entgegen gebracht wird, dann sträubt sich eben irgendwie alles in mir.

Und jeden Sonntagnachmittag sich nochmal explizit für alles bedanken, obwohl man ja schon eigentlich quasi zur Familie gehörte und auch wie selbstverständlich in der Küche oder sonst wo geholfen hat, ich weiß nicht, das verliert doch dann jede ernstgemeinte Ehrlichkeit. Das wird doch dann einfach nur noch dahingelaberte Routine. Das ist irgendwie so gar nicht mein Fall. Was ja nicht heißen soll, daß ich mich wie selbstverständlich dort jedes Wochenende einquartieren wollte. So wars ja auch nicht. Aber ich denke, ich habe meine Höflichkeit die ganze Zeit über latent ausgestrahlt und dann komme ich mir doch etwas verklappst vor, wenn nur das "Danke" an der Tür für "ehrenwert" erachtet wird.

Ist sicherlich auch wirklich für jeden ne Gradwanderung. Aber wer mich kennt, der weiß, daß ich nen höflicher, hilfsbereiter Mensch (meistens :D ) bin. Aber auf der anderen Seite reagiere ich empfindlich auf Erwartungshaltungen die mir entgegengebracht werden. Liegt aber bei uns in der Familie, meine Cousine ist mir da ganz ähnlich :D Die hat als Kind auch kein Danke rausbekommen, nicht aus Unhöflichkeit, sondern einfach aus Schüchternheit.

Mit Etikette meinte ich auch eher das Gesamtpaket der Familie :D ...

Zitat (Betsy @ 29.04.2007 23:21:58)
Aber wie du schon sagtest, finde ich es auch unhöflich, dass sich niemand bei dir bedankt hat. Und Ja, das Gesamtpaket zählt!!


Naja, sie hat es halt auch immer in der entsprechenden Situation gemacht, wie ich eben auch. Nur ich mußte es an der Tür nochmal wiederholfen und sie nicht? :wacko:

Hier bei mir zwei Straßen weiter wohnt eine Türkin in meinem Alter bei
ihrem Sohn.Ich kenne sie schon viele Jahre.Es ist eine sehr liebe Frau.Oft kommt sie mit ihren Enkeln bei mir vorbei und wir unterhalten
uns.Sie spricht nicht so gut deutsch aber das macht nix wir verstehn uns.Jedes mal wenn sie dann weitergeht sagt sie zu mir danke für bisschen sprechen.Das finde ich irgendwie rührend.


Ich denke zwei Worte werden in unsere heutigen Zeit zu wenig gesagt: "Danke" und "Bitte"

Ich finde es normal diese zwei Wörter zu sagen, denn sie tun niemandem weh sie zu sagen.

Ich sag nicht, das ich für jeden Furz diese Wörter sage aber es hat schon was mit Höflichkeit zu tun, besonders weil es einem so beigebracht wurde früher.


HILLA FOR PREZ !!!!
:applaus:
und danke,
cutie!!!

Danke an der Tür bei einer Einladung - OK.
Aber irgendwann wird es doch mal zur Selbstverständlichkeit bei seinen Schwiegereltern ein- und auszugehen wie in Melllys Fall, oder?

Ich bin gerne freundlich und höflich.
Insbesondere, seit ich selber als Dienstleister arbeite.
In der Regel bekommt man auch mehr, wenn man dem anderen durch Höflichkeit Respekt zollt.

Das funktioniert überall: Bei der Essensausgabe in der Mensa/Kantine, bei der Infogewinnung am Schalter, besserer Service im Restaurant usw.

Der Kunde ist König, aber dann sollte er sich auch wie ein König benehmen können.


Ein Bitte!, und ein Danke! tut nicht weh, im Gegenteil, das ist ganz einfach "Kinderstube".

Es ist für mich selbstverständlich, einer alten Dame den heruntergefallenen Groschen aufzuheben, jemandem eine Tür offenzuhalten, oder einem älteren Menschen, in welcher Art und Weise auch immer, zu helfen.

Ich habe es nicht anders gelernt, und bin damit immer gut gefahren.

Michel/Gnom

Bearbeitet von StelzenGnom am 30.04.2007 05:12:28


Die Menschen werden halt immer verwöhnter. Besonders bei Dienstleistungen! Mein Mann arbeitet im Nebenjob als Fahrer für eine Apotheke. Das ist ein ganz spezieller Service, mit dem die Apotheke hier als erste vor ein paar Jahren getartet hat.

Mein Mann sagte früher gab es auch mal ein paar Cent Trinkgeld oder mal ein herzliches "Dankeschön". Wird beides immer weniger. Die Leute finden es sooo selbstverständlich abends um 20 Uhr noch ihr Medikament (manchmal ist es sogar nur Zahnpasta oder eine Packung Taschentücher!) bis an die Haustür geliefert zu bekommen...! Es gibt sogar welche die mosern, wieso mein Mann noch "so spät (20.15 o. ä.) klingelt.

Aber ich denke Kinder wissen erst was die Mutter im Haushalt so alles geleistet hat, wenn sie einen eigenen zu versorgen haben. ;) Ging mir eigentlich auch so. Die Dankbarkeit kommt bestimmt noch. ;)


Zitat (Jaxon @ 30.04.2007 03:36:57)
Danke an der Tür bei einer Einladung - OK.
Aber irgendwann wird es doch mal zur Selbstverständlichkeit bei seinen Schwiegereltern ein- und auszugehen wie in Melllys Fall, oder?

Ich bin gerne freundlich und höflich.
Insbesondere, seit ich selber als Dienstleister arbeite.
In der Regel bekommt man auch mehr, wenn man dem anderen durch Höflichkeit Respekt zollt.

Das funktioniert überall: Bei der Essensausgabe in der Mensa/Kantine, bei der Infogewinnung am Schalter, besserer Service im Restaurant usw.

Der Kunde ist König, aber dann sollte er sich auch wie ein König benehmen können.

100% meine Gedanken und Gefühle...Als wenn du in meinen Kopf geschaut hättest :D :blumen:

Als ich als Kassiererin angefangen habe, habe ich auch mitbekommen, daß sich meine Höflichkeit und Freundlichkeit echt bezahlt macht. Ich habe am Anfang einiges Chaos angerichtet und habe mich dann natürlich auch jedesmal für die Verzögerung beim Kunden entschuldigt, mit den Worten, daß ich noch nicht lange hier arbeite...

Ich bekam wirklich anstandslos Verständnis zurück.

Also mit echter Freundlichkeit kommt man wirklich sehr viel weiter im Leben. Aber wenn man nur auf die Worte "danke" und "bitte" wegen der Worte ansich Wert legt, dann verliert das doch irgendwann seine Ehrlichkeit. Warum wird mehr auf ein dahingebrummtes "danke" wert gelegt, als auf eine herzliche, freundliche Ausstrahlung, die auch mal ohne das "Wort" auskommt?

Ich finds eben gerade nicht gut, das "danke" und "bitte" normal ist und einfach dazugehört. Weil dann hat es doch wirklich keinen Sinn mehr.

vor ein paar tagen im linienbus. der fahrer sagte die haltestellen an und, nach jeder zweiten sagte er: "ich wünsche ihnen einen schönen tag". habe ihm natürlich auch einen gewünscht. nur schade, daß das die wenigsten fahrgäste überhaupt mit bekommen haben.


Zitat (Cutiepie @ 30.04.2007 01:16:15)
HILLA FOR PREZ !!!!
:applaus:
und danke,
cutie!!!

cutiepe,
ich habe eine gute Adresse für Dich, da wird Dir geholfen.
Schicke ich Dir per PN.
Ich finde diesen Thread hier - ehrlich gesagt - zum Verhunzen zu schade.

Zitat (Mellly @ 29.04.2007 11:15:33)
Gut liegt vielleicht auch daran, daß ich nicht aus "dieser höheren Gesellschaftsschicht" komme. Aber ich kannte es vorher eben nicht von Zuhause, daß mit 3 verschiedenen Bestecken gegessen wird.

Hatten die denn keine Haushaltshilfe?
Ist doch eigentlich bei den "höheren" selbstverständlich.

Zum Thema: Für mich gehören "danke" und "bitte" zum Leben. Habe das auch an meine Tochter weitergegeben (wenn vieles andere auch nicht gefruchtet hat :heul:, höflich ist sie immer. Jedenfalls bei anderen...)
Bin viele Jahre (auch nach der Scheidung) noch unter der Woche jeden Mittag zum Essen bei meinen Schwiegereltern gewesen und habe mich jeden Tag dafür bedankt.
Ich habe das zu so sehr zu schätzen gewußt, mich nicht ums Essen kümmern zu müssen, als das ich ein "danke" auch nur einmal vergessen hätte.
Nun, da meine Schiegermutter leider tot ist, denke ich mit noch größerer Dankbarkeit an diese Zeiten zurück. In erster Linie allerdings, weil ich dadurch noch Zeit mit ihr verbringen konnte.

Ich finde mit einem "danke" bricht sich keiner was ab, viel zu viel wird heute als selbstverständlich hingenommen.

"Ich möchte bitte auch was zu diesem Thema beitragen.
Danke, dass ich dies schreiben durfte."
:pfeifen:

Nein, sooo übertrieben muß es nun wirklich nicht zugehen. Aber die Wörtchen bitte und danke kann man wohldosiert und vernünftig im Alltag durchaus sinnvoll verwenden und es gehört für mich zum guten Anstand, davon Gebrauch zu machen.


Für mich sind diese zwei kleinen Wörter ganz normal! :augenzwinkern:


Zitat (Tamora @ 30.04.2007 11:26:50)
Zitat (Mellly @ 29.04.2007 11:15:33)
Gut liegt vielleicht auch daran, daß ich nicht aus "dieser höheren Gesellschaftsschicht" komme. Aber ich kannte es vorher eben nicht von Zuhause, daß mit 3 verschiedenen Bestecken gegessen wird.

Hatten die denn keine Haushaltshilfe?
Ist doch eigentlich bei den "höheren" selbstverständlich.

Selbstverständlich hatten die auch ne Haushaltshilfe :D die hat aber nicht gekocht, nur geputzt.


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