Unter uns leben viele Menschen....


Unter uns leben viele Menschen ...

* die keine freie Verfügung über Ausgang und Umgang mit anderen haben

* die keine Verfügung über Art und Menge des Essens bzw. die Essenszeiten haben

* denen die Schlafenszeiten vorgegeben sind

* denen die Kleidung vorgeschrieben ist - sowohl danach, was jahreszeitgemäß als auch was schön ist

* die nicht über Geld verfügen dürfen, höchstens über kleinste Mengen - die sie u.U. auch noch genauestens abrechnen müssen

* denen vorgeschrieben ist, welche Informationen sie woher aufnehmen dürfen

* die keinen ausreichenden Schutz vor körperlichen und seelischen Mißhandlungen haben

* denen auch die Gefühle vorgeschrieben sind

* denen sogar vorgeschrieben ist, was sie wann auf dem Klo zu tun haben...


... so geht es vielen Kindern, wie sie sich dabei fühlen ... ?


(unbekannt)


(zum Verständnis: es geht um : es geht um eine andere Sichtweise der Eltern-Kind-Beziehung:

Gleichbereichtigung, im Sinne der Menschenrechte, zwischen den Generationen.

Der Wunsch, dass sie als gleichberechtige Partner gesehen werden. Ihre Menschen bzw. Grundrechte geachtet werden. Das auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird, ihre Gefühle respektiert werden, ihre Sicht der Welt nicht ins Lächerliche gezogen wird. (!)



Ich geh`jetzt mal meine Jungs in den Arm nehmen.


YO

Bearbeitet von yolanda am 09.09.2007 00:08:47


Was will uns der Autor damit sagen?

Klingt erst (beabsichtigt!) nach Gefangenen, dann sind es aber doch die lieben Kleinen, denen es viel besser ginge, könnten sie essen, trinken, schlafen, tragen, treffen...was, so, wann wie... sie wollten!

Genau! Kinder brauchen Antiautorität!

Futtern und trinken, um nicht zu sagen saufen, schlafen, Umgang haben, im internet surfen .....was, wann, wo mit wem. (Da fällt mir auf, in der Epistel fehlt eigentlich, daß ihnen auch die guten Ziggis zugeteilt werden) Armes Völkchen, die kleinen Menschlein! Taschengelderhöhung, ach was, Kreditkarte und Markenklamotten für alle!

Ich höhne hier keineswegs über zu stringent gehaltene, geschweige denn mißhandelte Kinder, aber was soll das denn heissen?

Bei Deinen von Dir jetzt geknuddelten Jungs, achtest Du nicht darauf, mit wem sie sich umgeben? Daß sie sich (natürlich mit Zwischendurchsünden und ohne Brokkolizwangsernährung, aber hauptsächlich) gut ernähren? Daß sie mit Geld umzugehen lernen, genug schlafen, eine gewisse Disziplin haben? Denkst Du, so ein "Menschenjunges"(Reinhard Mey) braucht keine Regeln? Was soll das für ein Erwachsener werden?

Verstehe Deinen Beitrag nicht so recht.

Nix für ungut


:o :o :schockiert: :schockiert: :verwirrt:

Verstehe ich auch nicht so ganz, was der Autor uns sagen möchte....


Zitat (yolanda @ 08.09.2007 20:57:06)
Unter uns leben viele Menschen ...

    * die keine freie Verfügung über Ausgang und Umgang mit anderen haben

Geht den meisten Menschen so. Ich kann auch nicht an jeden ran, zu dem ich gerne mal hin will, Spitzensportler dürfen oft keine (anderen) extremsportarten betreiben.

Zitat
    * die keine Verfügung über Art und Menge des Essens bzw. die Essenszeiten haben

Wenn ich mir so anguck, wie sich manche Kids am liebsten ernähren würden, ist das auch das Beste.

Zitat
    * denen die Schlafenszeiten vorgegeben sind

Seit wann kann man den Schlaf herbeizwingen? :unsure:

Zitat
    * denen die Kleidung vorgeschrieben ist - sowohl danach, was jahreszeitgemäß als auch was schön ist

Ist aber auch ne Sauerei, dass manche Kids echt nicht im Winter in der Badehose rumlaufen dürfen und die Eltern drauf achten, dass die Kids passend gekleidet sind. Bin mir sowas von sicher, dass die Eltern von Punks zu allen Zeiten derbe begeistert waren vom Look.

Zitat
    * die nicht über Geld verfügen dürfen, höchstens über kleinste Mengen - die sie u.U. auch noch genauestens abrechnen müssen

Ich kenn nicht alle Eltern der Welt, aber meine haben nicht verlangt, dass ich darüber Buch führ.

Zitat
    * denen vorgeschrieben ist, welche Informationen sie woher aufnehmen dürfen

Wenns so wär, würden Kids nix von Gewalt mitkriegen, Pornos im Internet und und und. Gibt immer nen jungen Erwachsenen, der einen mit allem versorgen kann und vor allem lassen Eltern oft genug ihre eigenen Infoträger für Kids zugänglich.

Zitat
    * die keinen ausreichenden Schutz vor körperlichen und seelischen Mißhandlungen haben

Hab wohl verpasst, dass neuerdings keine Erwachsenen mehr entführt, vergewaltigt, gefoltert und ermordet werden.

Zitat
    * denen auch die Gefühle vorgeschrieben sind

:blink: :blink: :blink:

Zitat
    * denen sogar vorgeschrieben ist, was sie wann auf dem Klo zu tun haben...

Wenn nix kommt, kommt nix. Aber stimmt schon, ist cooler wenn Kids nicht lernen müssen, stubenrein zu werden, dann hat man wenigstens Grund, sich jede Woche ne neue Wohnungseinrichtung anzuschaffen.

Vielleicht bin ich zu blöde dafür, den Text zu schnallen und was da jetzt zum Nachdenken anregen soll.

Bearbeitet von Kalle mit der Kelle am 08.09.2007 22:45:14

@pathfinder,

mir geht es wie dir verstehe es nicht so ganz (IMG:http://www.comicguide.net/images/smilies/doof.gif)

@Kalle mit der Kelle,

Respekt das du dich damit noch auseinander gesetzt hast

lg Nachi


Yolanda
was willst du damit sagen, es sind schon etliche User die deine "Nachricht" nicht ganz begreifen. :blink:
Wobei die Interpretation von Kalle mit der Kelle, find ich ganz gut! :pfeifen:
Froschli


So wie ich das verstanden habe -geht es da um Jugendliche in der JVA ???


Sorry-falls ich da völlig daneben liege.


Sorry,


....es geht um eine andere Sichtweise der Eltern-Kind-Beziehung.

Gleichbereichtigung, im Sinne der Menschenrechte, zwischen den Generationen.

Der Wunsch, dass sie als gleichberechtige Partner gesehen werden. Ihre Menschen bzw. Grundrechte geachtet werden. Das auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird, ihre Gefühle respektiert werden, ihre Sicht der Welt nicht ins Lächerliche gezogen wird. (!)

(O-Text)

Nicht Antiautorität sondern Liebe, Zeit, Geduld, Einfühlungsvermögen - Vertrauen in die Kinder.


(Warum ich dieses Text reingestellt habe? Mir wurde heute erzählt, dass ein Kind aus dem alten KIGA meines Sohnes mit Polizeieinsatz und Rettungswagen aus dem Elternhaus geholt wurde. )

YO


und hättest du das dazu geschrieben wären keine fragen offen geblieben

Bestimmt. War mit meinen Gedanken einfach einen Schritt weiter.

YO


- werde es oben einfügen.

Bearbeitet von yolanda am 09.09.2007 00:07:13


... und ich verstehe es trotzdem nicht....

Von mir stammte der erste Eintrag , bevor Du Deinen Beitrag editiertest.
Schön, wenn es Deine Buben bei Dir / Euch guthaben, aber "erzogen" werden sie schon auch, ja?

Von diesen Verwahrlosungs- oder Mißhandlungsfällen hört man ja immer wieder, und kein Nachbar/Bekannter/ KIGAmitmutter hat je von etwas mitbekommen...

Weiß leider immer noch nichts damit anzufangen, willst Du Dich jetzt um das Kind bemühen als Pflegemutter? Oder einfach nur aufregen (->Wutthread)? Oder was bewirken?


Ich kann mich dem ersten Beitrag von Lucky ohne Strike nur anschliessen.

Die fehlende Erfahrung von Kindern müssen die Eltern ausgleichen und das endet normalerweise mit Regeln. Aber diese Regeln haben nicht den Zweck der Gängelung, sondern sollen die Kinder schützen vor dem, was sie falsch machen würden, weil sie es einfach nicht besser wissen.

Das würde ich nicht mit Gefängnis vergleichen, sorry.

Murphy


PS: noch ein krasses Beispiel:

Dein Kind will nicht an der Hand auf dem Gehweg gehen. Du lässt es frei entscheiden und rennt auf die Strasse....den Rest kannst Du Dir selbst denken.

Bearbeitet von murphy am 09.09.2007 07:41:06


Der Text liest sich wie ausm Hobbygedichteforum.

Das was der Text sagt ist ohne Zusammenhang.

Das die Polizei aus einem Haushalt Kinder abholt ist schlimm und eine Sache, aber wer sagt denn das Antiautorität und Liebe nicht zu vereinen sind? Deshalb "taugt" der Text nix.


Zitat (yolanda @ 08.09.2007 20:57:06)

... so geht es vielen Kindern, wie sie sich dabei fühlen ... ?



Schnall ich jetzt auch nicht ganz und Kalle hats schon super begründet. Dazu kommt: Das meiste trifft nicht nur auf Kinder sondern auch auf - wie es am Anfang steht - viele Menschen zu.

Wenn der Text nicht auf Menschen bezogen wäre, hätte ich gedacht es geht um meinen Hamster. :pfeifen:

Happy Hippo


Dazu nur ein Satz: Kinder ohne Grenzen werden grenzenlos!


Zitat
Dazu nur ein Satz: Kinder ohne Grenzen werden grenzenlos!


:daumenhoch:


Happy Hippo

Da zitiere ich auch mal etwas, denn es ist nicht gesagt das es besser ist wenn man den Kids alles durchgehen lässt.

Zitat
* die keine freie Verfügung über Ausgang und Umgang mit anderen haben


Nicht immer das Schlechteste, den viele Kids kennen keine Grenzen und würden bis spät in die Nacht auf Tour sein. Wenn man sich dann noch überlegt, in welche Clique sie geraten könnten, die ja grad achso interessant fürs Kind ist ist es schon besser über die Ausgangszeiten zu Verfügen.

Zitat
* die keine Verfügung über Art und Menge des Essens bzw. die Essenszeiten haben

Wenn das innerhalb der Familie ist und sie haben Hunger, dürfte es kein Problem sein einfach mal zwischendurch an den Kühlschrank zu gehen. Was die Zeiten angeht, find ich es einfach schöner wenn man gemeinsam am Tisch sitzt als Familie.

Zitat
* denen die Schlafenszeiten vorgegeben sind

Würde man das nicht machen, säße ein 9jähriger nachts um 2h immer noch vorm Fernseh. Würde es bei mir nicht geben :nene:

Zitat
* denen die Kleidung vorgeschrieben ist - sowohl danach, was jahreszeitgemäß als auch was schön ist


Kleidung die schön ist ... da bestimmen ja auch die Kids mit, denn die gehen meist mit zum Einkauf wegen der Anprobe. Jahreszeitgemäß find ich absolut in Ordnung, mein Kind würde auch nicht im Winter mit Hotpants und Bauchfrei rumlaufen.

Zitat
* die nicht über Geld verfügen dürfen, höchstens über kleinste Mengen - die sie u.U. auch noch genauestens abrechnen müssen


Was brauch denn das Kind große Mengen an Geld? Es reicht wirklich sein Taschengeld, alles andere besorgen doch Mutter oder Vater, da braucht es sich nicht drum zu kümmern. Abrechnen? Musste ich früher auch nicht. Ok, wenns schnell weg war wollten die Eltern schon wissen wieso und wofür, aber dann hatte ich pech. Weg war weg und ich musste warten bis es wieder neues Taschengeld gab. Was auch richtig ist.

Zitat
* denen vorgeschrieben ist, welche Informationen sie woher aufnehmen dürfen

Mein Kind dürfte auch nicht einfach irgendwelche Seiten im Internet anklicken oder Filme ansehen, die für sein Alter nicht geschaffen sind.

Zitat
* die keinen ausreichenden Schutz vor körperlichen und seelischen Mißhandlungen haben


Wenn es eine Familie mit gesundem Menschenverstand ist, dann schon.

Zitat
* denen sogar vorgeschrieben ist, was sie wann auf dem Klo zu tun haben...


Wie geht das? Wenn ich muss dann muss ich doch, oder?

Zitat
* denen auch die Gefühle vorgeschrieben sind


Gefühle kann man schlecht vorschreiben. Man hat sie, oder nicht.



Klar ist das schlimm, das die Polizei das Kind den Eltern wegnehmen musste.

Aber gewisse Regeln und Grenzen sind eben einzuhalten, egal ob es die Kinder oder die Eltern sind. Aber das hat nichts damit zu tun ob Antiautoritär oder Autoritär nun besser ist. Kommt auf die einzelnen Personen selbst an ;)

Bearbeitet von Rheingaunerin am 09.09.2007 10:23:46

Ich glaube man sollte nicht jede einzelne Zeile wörtlich nehmen und ins Gegenteil verkehren
("Schlafenszeiten vorgegeben" - Mein kind darf ganz alleine entscheiden, wann es zu Bett geht "kleine Mengen an Geld" - Mein Kind hat ab heute ein Vermögen zur Verfügung etc.)

Schätze, der Text will einfach dazu anregen, sich ein kleines bißchen mehr in die Kinderseele hineinzuversetzen. Nicht eine antiautoritäre Erziehung ist meiner Meinung nach das Ziel dieses Textes, sondern eine Erziehung mit Liebe und Verständnis für die kleinen Nöte der Kinder, die in deren Augen vielleicht riesengroß sind...


Liebe Grüße, Puschteblume

Bearbeitet von Puschteblume am 09.09.2007 11:32:18


Ich kann mit dem Text trotzdem nix anfangen. Kann man auch auf alte Menschen beziehen, die nicht mehr alles alleine richtig entscheiden können, weil die vielleicht krank oder gebrechlich sind.
Alten Leuten muss man auch öfter sagen die sollen trinken, sich ne Jacke anziehen und nicht soviel Geld mitnehmen, weil die leichtes Opfer für Räuber sind und und und.
Hab da noch derbe Glück und meine Oma ist mit ihren weit über 80 noch total fit, aber die hat n paar Freundinnen im Altenheim, und da muss einfach für die viel entschieden werden, weil dies alleine nicht mehr packen und trotzig und unvernünftig sein können.

Bearbeitet von Kalle mit der Kelle am 09.09.2007 12:19:41


Naja. Die Zitate an sich sind halt irgendwie komisch. Kommt vielleicht eher drauf an, was die Zeilen im allerersten Moment auslösen und nicht wirklich auf den Sinn vom Text????

Grüßle, Puschteblume


Antiautoritär hat NICHTS, rein gar NICHTS damit zutun das die Kinder keine Grenzen und Regeln zu befolgen haben. Wann kapieren das einige?

Das was viele unter Antiautoritär meinen nennt sich anders, nämlich "Kinder ohne Erziehung".

Die Schwierigkeit ist eben KONSEQUENT zu den Kindern zu sein und das fängt schon damit an das ich nicht 2 mal sage, "hör auf mit Spinat zu werfen", sondern dem Kind einfach ohne viel Worte dann den Teller wegnehme, wenn es nicht folgt, und das Essen hat sich dann eben erledigt. DAS ist Konsequez!


Ja schon. Aber Anti-Autoritär bedeutet doch, dass die Kinder sich vollständig alleine erziehen (dachte ich bisher zumindest).

Das was du meinst ist doch der (konsequente) "demokratische Erziehungsstil", oder?

Anti-Autoritär wird doch eher dem "laisse fairen Erziehungsstil" zugeordnet, oder? So hab ich das auf jeden Fall mal gelernt...

Gruß, Puschteblume

Bearbeitet von Puschteblume am 09.09.2007 12:54:46


Zitat (VincentVega @ 09.09.2007 12:25:17)
Das was viele unter Antiautoritär meinen nennt sich anders, nämlich "Kinder ohne Erziehung".


Genau das ist das Vorurteil ,dass bei vielen im Kopf klebt wie Kaugummi ! :(
Leider !

Zitat (Puschteblume @ 09.09.2007 12:52:54)
Ja schon. Aber Anti-Autoritär bedeutet doch, dass die Kinder sich vollständig alleine erziehen (dachte ich bisher zumindest).

Das was du meinst ist doch der (konsequente) "demokratische Erziehungsstil", oder?

Anti-Autoritär wird doch eher dem "laisse fairen Erziehungsstil" zugeordnet, oder? So hab ich das auf jeden Fall mal gelernt...

Gruß, Puschteblume

Das meinen wohl die meisten Leute, ist aber eben falsch. Es heisst nämlich antiautoritäer ERZIEHEN. d.h. die Kinder sollen durchaus erzogen werden, aber eben ohne Gewalt und gleichberechtigt.

Also ich denke, das Kinder Regeln und Grenzen brauchen.
Das heißt ja icht, das sie keine eigene Meinung haben dürfen!!!

Aber man kann einen gesunden Umgang damit finden, ihnen zu zeigen, wie es in der Gesellschaft läuft...und danach gehts heute und früher auch nunmal!!!
Schließlich hat man auch Verantwortung für die lieben Kleinen

Ich denke ein gesunder Mittelweg ist ok.
Regeln, Grenzen und Mitspracherecht - je nach dem Alter und der Entwicklung des Kindes

LG KRiNGELCHEN


Zitat (tabida @ 09.09.2007 13:25:36)
Zitat (Puschteblume @ 09.09.2007 12:52:54)
Ja schon. Aber Anti-Autoritär bedeutet doch, dass die Kinder sich vollständig alleine erziehen (dachte ich bisher zumindest).

Das was du meinst ist doch der (konsequente) "demokratische Erziehungsstil", oder?

Anti-Autoritär wird doch eher dem "laisse fairen Erziehungsstil" zugeordnet, oder? So hab ich das auf jeden Fall mal gelernt...

Gruß, Puschteblume

Das meinen wohl die meisten Leute, ist aber eben falsch. Es heisst nämlich antiautoritäer ERZIEHEN. d.h. die Kinder sollen durchaus erzogen werden, aber eben ohne Gewalt und gleichberechtigt.

Genau! Es handelt sich bei antiautoritärer Erziehung primär um eine möglichst ZWANGFREIE Form der Erziehung. Antiautorität heißt nicht "ohne Grenzen", sondern erlaubt/ ermöglicht den Kindern lediglich Mitbestimmung auf den Gebieten, die sie anhand ihres Bildungs- und Entwicklungsstand auch schon begreifen können.
Beim laissez-faire Stil gibt es keine zielgerichteten Erziehungsmaßnahmen.

:blumen:

Zitat (Tapirnase @ 09.09.2007 13:43:11)
Zitat (tabida @ 09.09.2007 13:25:36)
Zitat (Puschteblume @ 09.09.2007 12:52:54)
Ja schon. Aber Anti-Autoritär bedeutet doch, dass die Kinder sich vollständig alleine erziehen (dachte ich bisher zumindest).

Das was du meinst ist doch der (konsequente) "demokratische Erziehungsstil", oder?

Anti-Autoritär wird doch eher dem "laisse fairen Erziehungsstil" zugeordnet, oder? So hab ich das auf jeden Fall mal gelernt...

Gruß, Puschteblume

Das meinen wohl die meisten Leute, ist aber eben falsch. Es heisst nämlich antiautoritäer ERZIEHEN. d.h. die Kinder sollen durchaus erzogen werden, aber eben ohne Gewalt und gleichberechtigt.

Genau! Es handelt sich bei antiautoritärer Erziehung primär um eine möglichst ZWANGFREIE Form der Erziehung. Antiautorität heißt nicht "ohne Grenzen", sondern erlaubt/ ermöglicht den Kindern lediglich Mitbestimmung auf den Gebieten, die sie anhand ihres Bildungs- und Entwicklungsstand auch schon begreifen können.
Beim laissez-faire Stil gibt es keine zielgerichteten Erziehungsmaßnahmen.

:blumen:

:daumenhoch: Dankeschön

Ernsthaft, wir haben das im Studium anders gelernt.

Aber im Prinzip ist es ja völlig egal, wie man nun den jeweiligen Erziehungsstil benennt oder was man darunter versteht.

Was ich bisher unter Antiautoritärem Erziehungsstil (= keine Erziehung) verstand
fand ich nicht gut und findet ihr wahrscheinlich auch nicht gut.

Was ihr unter antiautoritärer Erziehung versteht (=gewaltfreie, akzeptierende, konsequente, liebevolle, verständnisvolle etc. Erziehung)
finde ich super, wird von der Fachwelt empfohlen und findet ihr wahrscheinlich auch gut.

Darauf kommt es doch an und nicht auf den Namen, oder?

(Die Klärung des Namens ist halt wichtig, damit alle wissen wovon eigentlich die Rede ist und damit keine Missverständnisse aufkommen und diese Aufgabe haben wir gerade wunderbar gelöst, meint ihr nicht?!)

Viele Grüße, Puschteblume :blumenstrauss:


Ach so. Noch eine Frage zum abschließenden Verständnis: Ihr ordnet in dem Fall die antiautoritäre Erziehung dem "demokratischen" Erziehungsstil zu, oder?

Bearbeitet von Puschteblume am 09.09.2007 13:58:34


Zitat (Puschteblume @ 09.09.2007 13:56:10)
Ach so. Noch eine Frage zum abschließenden Verständnis: Ihr ordnet in dem Fall die antiautoritäre Erziehung dem "demokratischen" Erziehungsstil zu, oder?

Ja ,ich würde sagen .


Also ich habs auch nicht so verstanden ,dass du aburteilen wolltest. :blumen:

Leider ist es halt echt so ,dass es in unserer Gesellschaft schnell mal heisst :
Antiautoritäre Erziehung =" Ungezogene Kinder "
Und dieses Vorurteil ist bitter für alle diejenigen ,die jeden Tag sehen ,dass es auch klappt ,ohne Gewalt oder ähnliches .

Zitat (Puschteblume @ 09.09.2007 13:56:10)


(Die Klärung des Namens ist halt wichtig, damit alle wissen wovon eigentlich die Rede ist und damit keine Missverständnisse aufkommen und diese Aufgabe haben wir gerade wunderbar gelöst, meint ihr nicht?!)


Da hast Du ganz recht. Mir ist auch klar was Umgangssprachlich gemeint ist und das find ich sehr schade.
Direkt schockierend find ich aber, dass man im Studium offenbar sich lernt, was die wirklichen Begründer der Antiautoritärer Erziehung meinten, sondern offenbar das lernt, was der Mensch auf der Strasse meint. - Da frag ich mich dann, für was studiert wird.

Zitat (Puschteblume @ 09.09.2007 13:56:10)
Ernsthaft, wir haben das im Studium anders gelernt.

Aber im Prinzip ist es ja völlig egal, wie man nun den jeweiligen Erziehungsstil benennt oder was man darunter versteht.

Was ich bisher unter Antiautoritärem Erziehungsstil (= keine Erziehung) verstand
fand ich nicht gut und findet ihr wahrscheinlich auch nicht gut.

Was ihr unter antiautoritärer Erziehung versteht (=gewaltfreie, akzeptierende, konsequente, liebevolle, verständnisvolle etc. Erziehung)
finde ich super, wird von der Fachwelt empfohlen und findet ihr wahrscheinlich auch gut.

Darauf kommt es doch an und nicht auf den Namen, oder?

(Die Klärung des Namens ist halt wichtig, damit alle wissen wovon eigentlich die Rede ist und damit keine Missverständnisse aufkommen und diese Aufgabe haben wir gerade wunderbar gelöst, meint ihr nicht?!)

Viele Grüße, Puschteblume    :blumenstrauss:


Ach so. Noch eine Frage zum abschließenden Verständnis: Ihr ordnet in dem Fall die antiautoritäre Erziehung dem "demokratischen" Erziehungsstil zu, oder?

Das hat du schön geschrieben, Puschteblume! Sehr treffend! :blumenstrauss:

Zu deiner Frage:

Zuordnen finde ich persönlich eher schwierig. Ich sehe da mehr so eine Steigerung von extrem streng bis extrem locker. Da gibt's m.E. halt mehrere Stufen.

Edit: Vertippselt!

Bearbeitet von Tapirnase am 09.09.2007 14:17:08


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