Das Wunder von Berlin: möchte mal was anmerken


Hallo Ihr Lieben,
habe eben den ZDF-Film "Das Wunder von Berlin" gesehen... Vielleicht der ein oder andere von Euch auch....
Ich (Jahrgang 1963) bin immer wieder erschüttert, wenn es um Berlin,DDR etc. geht. Mag daran liegen, dass meine Eltern 1953 aus der "Ostzone" geflüchtet sind und "DDR" für uns zu Hause immer ein Thema war.
Beim Anschauen des Films kamen mir die Tränen... Einerseits, weil hier ziemlich treffend gezeigt wurde, wie es den Bürgern der DDR damals ging, andererseits auch, weil ich (noch heute) bedaure, damals nicht in Berlin gewesen zu sein. Ich selbst wollte sehr gerne, mein (damaliger) Göga hatte Dienst als Busfahrer, und alleine hab ich mich nicht getraut, nach Berlin zu fahren. Dennoch ist mir heute noch in den Ohren "Wer jetzt schläft, ist tot..."
Ich finde es wichtig, dass dieses Thema behandelt wird - genauso wie das Thema der Judenvernichtung nicht vernachlässigt werden sollte.
Wie geht es Euch?
Seid Ihr auch berührt?
Wie hat Euch der Film gefallen?

P.S. Ich kann mir schon vorstellen, dass einige jetzt sagen: diese Wiedervereinigung hat uns viel zu viel gekostet (hätte man kleiner halten können, wenn man das Staatsvermögen der DDR vereinnahmt hätte...), andere vielleicht der Ansicht sind, die Mauer muss wieder her etc. pp.
Fände es schön, Eure Meinung zu hören, bzw. zu lesen
s'Tranfunzele


Dieser Film war so was von langweilig. Hab am Schluss abgeschaltet. Schade um die Zeit. Da gibt es bei weitem bessere Dokumentationen.

Labens

PS: Kann man für den Wiederaufbau der Mauer eigentlich spenden und den Gysi wieder umtauschen? Vielleicht im Doppelpack mit dem Lafontaine....rofl

Bearbeitet von labens am 27.01.2008 22:41:18


Alles, was für mich zählt ist, dass Menschen nicht mehr getötet oder unter Druck gesetzt werden, bloß weil die frei sein wollen und ihre Meinung sagen wollen.
Mich interessierts nen Kack wenn gesagt wird "war nicht alles schlecht, da gabs aber das und das" und und und. Streitet keiner ab.
Aber das ist n Fliegenschiss gegen Mauertote und Zwangsadoptionen und ne Menge mehr. Menschenrechte haben für mich oberste Priorität. So beschissen ich viele aus der DDR find und die am liebsten auf ne einsame Insel verbannen würd, das rechtfertigt kein Einsperren und Mord.


Ich habe den Film nicht gesehen, stehe aber auf den Standpunkt, das man Menschen, grade wenn sie Teil eines Volkes sind, nicht für immer einsperren und von anderen Menschen trennen kann.
Ich hoffe, das das auch bald die Koreaner friedlich erleben.
Der Mensch hat seinesgleichen schon genug angetan....ob es Ureinwohner eines Kontinents sind oder Andersdenkende.
Bei allen Problemen und Problemchen bin ich froh, das das alles so gelaufen ist.
Es war auch ein Wunder, was da innerhalb von wenigen Monaten ablief.... ;)


Ich wart bloß drauf, dass hier einer schreibt dass in Wirklichkeit das alles nicht so schlimm war und nicht alles schlecht war, als ob das irgendwas zu sagen hätte.
Ich hab keinen Dunst wos nen Interpretationsspielraum bei Mauertoten und Kids, den Eltern entrissen, weil die unbequem waren, gibt.
Um mehr isses mir nie gegangen. Mir war die Politik der DDR sowas von latte, geb ich gerne zu, deren Planwirtschaft und und und. Was mir nicht latte war, waren die Menschen und deren Freiheit und Unversehrtheit, auch wenn die was gegen die Regierung gesagt haben, und dafür würd ich selber die Mauer wieder einreißen.


Zitat (labens @ 27.01.2008 22:37:40)


PS: Kann man für den Wiederaufbau der Mauer eigentlich spenden

Ich spende, wenn ich dafür Kalle Mauerspecht beim Mauerabriss sehen kann.... rofl rofl rofl

In n paar Tagen werd ich wieder Holz hacken wie blöde und meinem Vater beim Renovieren helfen, reicht dir das? rofl rofl rofl


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 27.01.2008 23:21:26)
In n paar Tagen werd ich wieder Holz hacken wie blöde und meinem Vater beim Renovieren helfen, reicht dir das? rofl rofl rofl

Natürlich nicht, denn da fehlt das revolutionäre Etwas :grinsen:

Ich hab lange Haare, trag n paar Liter Tinte unter der Haut und würd nie nen Job bei ner Blutbank kriegen, ist das alles zusammen nicht revolutionär genug? :grinsen: :lol: :lol: :lol:


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 27.01.2008 23:28:11)
Ich hab lange Haare, trag n paar Liter Tinte unter der Haut und würd nie nen Job bei ner Blutbank kriegen, ist das alles zusammen nicht revolutionär genug? :grinsen: :lol: :lol: :lol:

:o Da wären unsere Brüder und Schwestern ja so erschrocken, dass sie freiwillig DDR-Insassen geblieben wären.... :ph34r: rofl

Fand den Film mal sehr gut. Nicht übertrieben und nicht zu reißerisch.


Ich fand den Film auch sehr gut. Bin oft genug zu unseren "Verwandten" in die damalige DDR gefahren und versuche meinen Kids das immer zu erklären, wie mulmig es einem dabei war(leider habe ich dabei das Gefühle, es ist wie wenn man einem Blinden Farben erklären will). Ich will die Mauer und die Grenze ganz bestimmt nicht mehr haben und bin froh, daß sie weg ist.

LG Moni


Den Satz mit dem Wiederaufbau der Mauer finde ich unangebracht und daneben


Einiges kam ja rüber wie in etwa es aussah. Aber man kann ja in einen Film eh nicht alles reinpacken, was im einzelnen dort abgelaufen ist.
Mein Vater hat viele Jahre keinen Kontakt zu seiner Schwester gehabt, da er befürchtete, dass sie davon Nachteile haben könnte, weil er rübergemacht hat.
Erst als sie Rentnerin war konnte sie uns besuchen.
Allerdings war es Stress pur, denn sie brachte uns immer was mit, was sie nicht ausführen durfte. Sie hatte jedesmal Angst gefilzt zu werden.

Wie auch immer man dazu steht, ich finde auch, dass man sich doch bitte woanders belustigen sollte. :angry:

Es ist einiges geschehen, was nie hätte geschehen dürfen. Menschen einzupferchen und ihnen auch noch weismachen, dass es das einzig Wahre sei.
Das belauern der Menschen untereinander, wer gehört wohin, was darf ich sagen und vor allem wem.
Der Film war nicht schlecht, aber es gibt viele, die mir mehr gefallen haben.


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 27.01.2008 22:50:10)
So beschissen ich viele aus der DDR find und die am liebsten auf ne einsame Insel verbannen würd, das rechtfertigt kein Einsperren und Mord.

Ich hab ja nicht mehr dran geglaubt, aber hier sind wir tatsächlich mal einer Meinung.

Den Film fand ich gut,Ich hab die Zeit ja noch deutlich im Kopf, natürlich nur von BRD-Seite aus und fand da nichts reisserisch oder beschönigt oder sonstwas. Im Gegenteil, die vermeintliche Emotionsloasigkeit machte den Film in meinen Augen nur noch realistischer. Allerdings kamen mir immer wieder Sätze ehemaliger DDR-Bürger in den Sinn, die heute behaupten, die Demos, die Massenfluchten usw. wäre westliche Propaganda gewesen und hätten in Wirklichkeit nie stattgefunden, stattdesssen habe die BRD die DDR "kassiert". Sowas bringt mich dann aber wirklich auf die Palme.

Zum Schluß habe ich immer wieder Gänsehauut bekommen, so realistisch und nachvollziehbar war für mich der Film und ich erinnerte mich, wie ich meinen Kindern, damals neun und drei Jahre alt, die Geschehnisse zu erklären versuchte. Dadurch, dass nahezu rund um die Uhr das Radio lief, bekam ja auch die kleine schon mit, dass etwas anders war als sonst.

Bedauert habe ich, dass mein Vater, der ein Jahr zuvor gestorben war, das nicht mehr erlebt hat. Ich hätte mir auch Vieles erklären können, was ich erst Jahre später wirklich verstand.

Insgesamt gesehen, bin ich einfach nur dankbar, dass die sogenannte Wiedervereinigung ohne Blutvergießen stattfand, wer hätte das schon erwartet. Oder anders: wer hätte ernsthaft erwartet, dass sie überhaupt stattfand.

Ich hab den Film nicht gesehen.

Zur Wiedervereinigung aber:
Ich bin ja nun noch nicht so alt, hab also vieles gar nicht mitbekommen. kann also nur aus meiner heutigen sichtweise etwas dazu sagen.
Ich finde ja die Wiedervereinigung hat viel zu spät stattgefunden.
Ja ich weiss, früher war nicht möglich.
Aber dadurch haben sich die Menschen in beiden Teilen Deutschlands total anders entwickelt.

Deutschland ist nicht einig.

Ich möcht hier nicht mit Parolen argumentieren wie "baut die Mauer wieder auf" oder ähnlichem.

Aber mal ehrlich, wäre es nicht für "beide parteien" besser gewesen wenn die ehemalige DDR ein eigener, freier, selbstständiger Staat geworden wäre, statt sich in die BRD eingliedern zu müssen?

Gibt es aus eurer Sicht irgendwelche Vorteile von der Wiedervereinigung?
Ausgenommen sind hier natürlich die Lebenswidrigen Bedinungen wie Stasi, Grenze und co. dass das besser ist als vorher ist klar. aber wäre das nicht auch besser wenn die "DDR" ein freier Staat geworden wäre?



Ich muss zu meinem Text sagen, ich habe mich nicht sonderlich mit dem Thema befasst, Ich sehe nur die Vorurteile und auch die Verständigungsprobleme zwischen Ost und West, aus meiner Sicht.
Das die Wiedervereinigung wichtig war für die Freiheit der Menschen ist mir klar und soll damit auch auf keinen Fall verharmlost werden o.ä.

Ich hoffe ich werd nicht gesteinigt.


Zitat (Pouco @ 28.01.2008 04:12:32)


Aber mal ehrlich, wäre es nicht für "beide parteien" besser gewesen wenn die ehemalige DDR ein eigener, freier, selbstständiger Staat geworden wäre, statt sich in die BRD eingliedern zu müssen?. 

Ich besitze auch nicht gerade viel pollitisches Wissen, aber die DDR war ja ein eigener Staat, nur frei halt nicht. Sie war Mitglied des Warschauer Paktes und man muß nur an den Ungarnaufstand von 1953 denken oder an den Prager Frühling im Jahre 68, um zu wissen, was dann gesehen wäre. Man darf auch nicht vergessen, dass es von Anfang an in der DDR Widerstand gab. Das beste Beispiel ist hier der 17. Juni 1953, aber auch da ist man gescheitert. Hinzu kommt das geteilte Berlin weiterhin inmitten eines anderen Staates und damit eine stetige Kriegsgefahr?

Tja, und dann war da noch die Tatsache, dass die DDR finanziell völlig am Ende war. Für mich zumindest mit ein Grund für die plötzliche "Reisefreiheit".
Zitat (Pouco @ 28.01.2008 04:12:32)
Gibt es aus eurer Sicht irgendwelche Vorteile von der Wiedervereinigung?
Ausgenommen sind hier natürlich die Lebenswidrigen Bedinungen wie Stasi, Grenze und co. dass das besser ist als vorher ist klar.


Der Vorteil besteht für mich darin, dass das geteilte Deutschland ein gefährlicher Krisenherd in Europa war, der nun beseitigt ist.

Zitat (Pouco @ 28.01.2008 04:12:32)
Ich muss zu meinem Text sagen, ich habe mich nicht sonderlich mit dem Thema befasst, Ich sehe nur die Vorurteile und auch die Verständigungsprobleme zwischen Ost und West, aus meiner Sicht.
Das die Wiedervereinigung wichtig war für die Freiheit der Menschen ist mir klar und soll damit auch auf keinen Fall verharmlost werden o.ä.



40 Jahre Gehirnwäsche bleiben eben nicht ohne Folgen. Der Fehler liegt, meiner Meinung nach, auf dein einen Seite darin, dass man vor lauter Euphorie vergessen hat, dass die DDR wirtschaftlich am Boden lag und der Aufbau dort Unsummen verschlingen würde, die wir alle zu bezahlen haben und auf der anderen darin, dass den Leuten nicht bewusst war, dass einem auch diesseits der Grenze die gebratenen Tauben nicht in die Mund fliegen, sondern dass man dafür in der Regel hart arbeiten muß und auch, dass in der BRD eben nicht alles, wie in der DDR üblich, vom Staat geregelt wird, sondern auch Eigenverantwortung gefragt ist.

die Betonung meines Textes lag auf "frei"

ein bisschen Naiv gedacht vielleicht.

geteiltes Berlin, da hätte man sich sicher einig werden können, wenn die DDR ein eigener FREIER Staat geworden wäre.

Die Geschichte kenne ich, so ists ja nicht, ich weiss auch das es die DDR nicht gab weil sie jeder haben wollte.


Zitat
"40 Jahre Gehirnwäsche bleiben eben nicht ohne Folgen"


da kann ich dir nur zustimmen, da ist nichts mehr hinzuzufügen.

Hallo!

Den Film habe ich nicht gesehen. Aber ich habe trotzdem eine Meinung zum Thema DDR und Wiedervereinigung. Ich muss vorweg schieben: Mein Vater war gebürtiger Ossi (ist während des Mauerbaus geflüchtet) und seine Familie lebt bis heute in den neuen Bundesländern.

Ich fand es gut und richtig, dass die Mauer gefallen ist! Wo gibt es denn sowas, Menschen einzusperren?? :angry:

Möglicherweise wäre es besser gewesen, es wäre ein eigener Staat geblieben, aber ob das geklappt hätte...? :unsure: So verschuldet wie die DDR war...

Ich denke, die ehem. DDR-Bürger hatten sich halt vieles im "Goldenen Westen" anders und viiiel besser vorgestellt als es wirklich ist. Und waren dann stark enttäuscht, als sie die Realität gesehen haben! Nämlich, dass man hier richtig ARBEITEN muss(te) für sein Geld. Es GAB zwar "J.. Kaffee", aber ob man sich den LEISTEN konnte, stand auf einem anderen Blatt. Das wurde, glaube ich, von vielen vorher gar nicht gesehen.

Meine Oma (Mutter meines Vaters) erhielt z. B. jahrelang die sog. "Westpakete" von uns. Aber es war fast nie gut genug. Da musste es ein BH von "Zauberkreuz" sein und Kaffee von "J..." und Schokolade von "M...a". Dass meine Eltern selber keine Kohle hatten, sich die Markenartikel zu leisten, wurde nicht eingesehen.

Was ich aber echt ätzend finde: Dieses Wehgechrei!! Ich verstehe wirklich (!!) wie deprimierend es sein muss, in einer Gegend zu wohnen wo 25 % oder mehr arbeitslos sind. Wo kein Mensch viel Kohle hat... Sicher schlimm! :(

Aber ich find es trotzdem unmöglich noch große Loblieder auf die DDR zu singen! "Ach, wie war das früher alles toll..." Ja, super, jeder konnte ein Spitzel sein, sogar der eigene Mann, die eigene Schwester!! Was war daran bitte toll? :blink:

Ich kenne andere Storys. Von Leuten, die flüchten oder "legal ausreisen" wollten aus der DDR und denen man das Leben deshalb zur Hölle gemacht hat. Leute, die sich auf 40 Kilo runtergehungert haben und sich dann in einen Beifahrersitz eines PKW haben einnähen lassen, um zu flüchten. Leute, die ihr Leben riskiert haben (z. B. mein Vater), um aus dem Land zu kommen... Daran sollte man denken.

Sicher war nicht ALLES schlecht. Alles ist ja nie schlecht. Es gibt immer 2 Seiten. Dieses Gequatsche von wegen "Mauer wieder aufbauen" ist schwachsinnig! :angry: Es ist ok so, wie es gelaufen ist. Die Deutschen sollten alle zusammen stolz darauf sein, dass wir sowas gechafft haben - auch wirtschaftlich!

Jeder mosert nur über Deutschland. Aber welches Land musste sonst noch ein total infrastrukturgeschädigtes Land komplett aufbauen??

Ich finde super, dass wir jetzt EIN Deutschland sind! :blumen: Ich kenne viele Leute, die im Osten geboren sind und es gibt eigentlich keinen, den ich davon nicht mag. :rolleyes: Auch mit meiner Familie im Osten komm ich super klar.

Dieses ganze "Ossi-/Wessi"-Gequatsche sollte endlich aufhören, finde ich. :peace:

LG
Kröti


Ich persönlich mag es, wenn die "Geschichte" in eine Filmhandlung eingebettet wird (habe den Film gestern auch gesehen). So versteht man besser, wie alles drumherum war - hier der Alltag der Leute in der DDR. Ich war damals noch zu Klein, um es zu verstehen.


Hallo Zusammen...

Den Film habe ich nicht gesehen, aber kann mir vielleicht einer sagen, ob es zur Filmhandlung gehört hat, das die "Konferenz von Jalta" zur Folge hatte, das Josef Stalin sogenannte "Pufferstaaten" um die UdSSR haben wollte??? Die Aufteilung der Staaten und damit "Gründung eines russischen Sektors" beschlossen wurde???

Das in der "Konferenz von Potsdam" dann die Vertreibungen geregelt worden sind???

Das das Abkommen der Staatschefs von 1945 bei den Konferenzen auf 50 Jahre begrenzt gewesen sein soll??? Damit wäre der Fall der DDR nämlich nichts ungewöhnliches... ... ...

Bin mal gespannt, wann die Staatsarchive diesbezüglich geöffnet werden... würde mich interessieren was da damals "abgemacht" worden ist... ... ...

Grisu...


@Krötilla:
:applaus: :daumenhoch:


Zitat (Grisu1900 @ 28.01.2008 15:27:28)


Bin mal gespannt, wann die Staatsarchive diesbezüglich geöffnet werden... würde mich interessieren was da damals "abgemacht" worden ist... ... ...

Grisu...

in diesem leben nicht mehr grisu.......aber interessant waers schon.......

Zitat (shewolf @ 28.01.2008 15:58:55)
in diesem leben nicht mehr grisu.......aber interessant waers schon.......

... ... ... rofl rofl rofl ...vielleicht habe ich ja Glück und werde 100 Jahre alt... rofl rofl rofl ... dann kann ich mit dem Krückstock schwenkend noch brüllen:
"Seht Ihr, ich habe es doch immer gesagt..." ... ... ... rofl ...ist dann auch egal, was ich schon immer gesagt habe... ... ... rofl

ABER mal ernsthaft. Es gab damals irgendetwas wie so einen Vertrag. Demnach wäre die ganze DDR Zeit eine mit absehbarem Ende gesteuerte Zeit gewesen... Sollte es so gewesen sein, würde im Nachhinein etliches klarer zu verstehen sein... ... ...

Klingt absurd, ich weiß, aber manchmal ist das Naheliegendste das, was man nicht wa(h)rnimmt... ... ...

Grisu... ;)

labens Geschrieben am: 27.01.2008 22:37:40

Zitat
PS: Kann man für den Wiederaufbau der Mauer eigentlich spenden und den Gysi wieder umtauschen? Vielleicht im Doppelpack mit dem Lafontaine....

schämt euch alle.

mehr habe ich dazu nicht mehr zu sagen
ihr wisst nichts, aber auch gar nichts.
ich weiß nicht mal, ob ich noch bei pm bleibe ich bin extrem enttäuscht.

und labens du bist für mich einer, wenn er hier hätte wohnen müssen, der sein fähnchen richtig und immer in den wind gehängt hätte.
keine ahnung wie man beim pinkeln richtig trifft, aber so die klappe aufreißen.

Grisu1900 Erstellt am 28.01.2008 15:27:28
Zitat
Hallo Zusammen...


danke. dich habe ich richtig eingeschätzt.

achso, habe den film mir nicht angeschaut,weil ich wußte, es kann niemals wirklich so dargestellt werden, wie es tatsechlich war.
ich mußte heulen als ich diese sche.. gelesen habe, aber nicht aus schahm weil ich DDR bürger war sondern vor wut das ich glaubte wir sind alles deutsche

Bearbeitet von gitti2810 am 28.01.2008 16:34:13

Krötilla Geschrieben am: 28.01.2008 12:54:07

Zitat
Dieses ganze "Ossi-/Wessi"-Gequatsche sollte endlich aufhören, finde ich.

krötilla muß mich entschuldigen bei dir habe es nur vergessen

Zitat (gitti2810 @ 28.01.2008 16:32:00)
schämt euch alle.

gitti, ich wüsste nicht, weshalb ich mich schämen sollte.

Wir wissen nichts, aber du weißt alles? Mag sein, aber auch deswegen schäme ich mich nicht.

es ist einfach so das keiner von euch bemerkt wie ihr euch äusert

und niemand hatt bemerkt das ihr wessis unter euch seit

mann hätte es doch gleich schreiben können das ossis hier nicht erwünscht sind

ich habe nichts gegen die worte ossi, wessi.
eher im gegenteil.
denn auf jeder karte kann man es sehen.
gut, jetzt könnte mann sagen, es gibt auch nordis und südis. stimmt, kann man ja auch in den sprach gebrauch übernehmen.
aber alle ossis über einen kamm zuschehren, finde ich sowas von daneben.!

ich habe sehr viele freunde, die einen sind schwuhl, die anderen wessis, auch ossis natürlich,und seit 4 jahren auch eine wossi, eine die von euch übergelaufene, wenn mann es so sagen könnte.
sie ist sogar meine beste freundin

ich bin einfaach sauer, nur sauer. ich habe vieleicht einwenig über die strenge geschlagen, aber ich habe so sehr diese gemeinschaft gelobt bei meinen freunden. und dann sowas

also, all jene, die sich anständig verhalten haben, bitte ich um verzeihung.
es tut mir leid, euch gleich alle über diesen kamm geschohren zu haben.

alle andern gebe ich einen € , damit ihr euch einen holzhammer kaufen könnt, um euch die mauer aus dem kopf zu schlagen


Hallo @Gitti2810...

...bleib ruhig, keiner ist hier, der sich nicht der Tragweite des Mauerfalles bewußt ist...

Ich kann ja nur für mich sprechen, wenn ich anzweifele, das da alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Für mich sind da etliche Ungereimtheiten schon in der Geschichte und ich bin ein waschechter Wessi mit Kölschem Humor... ... ... ;)

So Sprüche, das die Mauer wieder errichtet werden solle, habe ich von beiden Seiten schon gehört und das ist eben die Meinung derjenigen... ... ...

Nicht aufregen, sondern einfach weiterargumentieren... ... ...

Grisu... ... ... :blumen: :blumen: :blumen:


Ich kann Gitti da schon verstehen.... :unsure: Es war in Teilen schon verletzend für Ostdeutsche....

Obwohl ich sagen muss, dass die Rufe nach der Mauer auch aus dem Osten kamen....!! -_-

Ich finde, wir sollten uns wirklich vertragen!!! Wir sind doch jetzt EIN DEUTSCHLAND! :wub:


So, jetzt mal ganz langsam zum Mitschreiben:


Ich habe weder die Worte "Ossi" noch "Wessi" gebraucht, weil ich sie nämlich nicht leiden kann, die Bezeichnungen, wohlgemerkt. Und ich habe auch mit keinem Wort gesagt, dass die Mauer wieder aufgebaut werden soll. Im Gegenteil, ich sagte, dass man dankbar sein sollte dass dieser gefährliche Krisenherd endlich der Vergangenheit angehört und dass es friedlich abgegangen ist, was nicht unbedingt zu erwarten war. Ebensowenig ist mir bewusst, dass ich über ehemalige Bewohner der Ex-DDR den Stab gebrochen hätte. Solltest du dich an der Gehirnwäsche gestoßen haben, die lässt sich ja wohl erstens nicht abstreiten und bedeutet zweitens auch keine Beleidung der Menschen, die sie über sich ergehen lassen mussten, es ist einfach nur eine Tatsache. Auch dass ehemallige Ostdeutsche hier nicht erwünscht sind, hab ich nirgendwo herausgelesen, also lass die Kirche mal im Dorf, ja?

Ich finde das schade, gerade Du hättest vermutlich viel zum Thema beizutragen. Wenn ich mich nicht irre, bist du in meinem Alter und hast damit die DDR noch bewusst erlebt. Aber deine Wutausbrüche sind leider absolut keine Diskussionsgrundlage.

Bearbeitet von silent am 28.01.2008 17:49:56


Zitat (Grisu1900 @ 28.01.2008 17:19:21)
Hallo @Gitti2810...

...bleib ruhig, keiner ist hier, der sich nicht der Tragweite des Mauerfalles bewußt ist...

Nicht aufregen, sondern einfach weiterargumentieren... ... ...

Grisu... ... ... :blumen: :blumen: :blumen:

ja ist ja auch wie du schreibst

aber diesen film werde ich mir ausleihen,

nur um zu schauen was da gezeigt wurde.

meine kinder sind auch in düsseldorf, nich haun grisu

ich hatte vor 10 jahren mich bei der KD anheuern lassen,
es war sehr schön.
köln und umgebung, durfte ich mir in einen halben jahr anschauen( neben der arbeit natürlich).
wenn mich nicht, mein mann dahmals gestoppt hätte, wäre ich bestimmt da geblieben.
nicht des kölsches wegen, ich trinke so gut wie nichts und bier garnicht,
aber es hatte mir einfach gefallen.
auch die menschen.

klar das es immer welche gibt, die dem alten nach hängen.
es gibt ja auch welche, die immer noch den alten kaiser wieder haben wollen.

aber eins ist sicher jeder hatte dahmals, in der DDR arbeit.
und wenn ich nach der wende gehört habe,
das der durchschnitts verdienst ca. 1200 DM gewesen sein sollen.......
naja
ich habe das mahl so in 3 monaten gehabt im 2 schicht system.
und das meiste habe ich in einen betonwerk verdient das waren ca 630 DM
und als kelner was ich bin, gab es nur 420 DM
also so prickelnd war es nicht aber wir konnten gut damit leben,
es gab zwar nicht immer alles, aber jeder hatte freunde und bekante.
wenn einer was gebraucht hatt, wuste es meist jeder und hatt sich auch umgeschaut.
weil der andere es auch für ihn tat. das war hallt so und wir haben es gans gut gemeistert finde ich.

mein vati war in der SED und er war einer der sich an die statuten gehalten hatt.
denn sie sollten immer besser sein als die die nicht in der partei wahren.
als ich 18 j. war wollte ich auch eintreten.
da kahm in der zeitung ein artikel, über ein mann, der mit 51 in die partei eintreten wollte.
mein vater war sehr bösegeworden, das es auch noch in der zeitung stand, seine worte darrauf wahren: wenn er dahmals nicht wuste wo er hingehört(nach dem krieg) , jetzt wo er einen betrieb übernehmen soll, da weiß er es?
das die ihn überhaubt noch nehmen, kann ich nicht verstehen.

was ich sagen will, es gab auch bei uns schmarotzer, die haben auch sehr viel damit zutun gehabt, das der sozialismus den bach runter ging.
denn dumm war er nicht es war einstmahls eine sehr gute idee.
nur was man daraus gemacht hatt war sche...

Hallo Gitti2810...

Wenn Du ihn dann gesehen hast, kannst vielleicht Du mir sagen, ob es irgendwie erwähnt wird, wie sich das Ganze damals zugetragen haben soll...

Wie schon erwähnt, für mich wäre es keinerlei Überraschung, wenn das alles sogenannter "politischer Wille" der sogenannten "Siegermächte" von 1945 gewesen wäre... ... ...

UND das wir die absolute Wahrheit nicht mehr erfahren werden, darüber haben wir weiter oben ja schon unsere Witze gemacht... ... ...

Mit Gruß von DEM DOM, mit Kölsch ;) ein Prost und einem Lachen auf den Lippen... ... ...

Grisu... ... ... ;) ;) ;)


Zitat (silent @ 28.01.2008 17:47:38)
So, jetzt mal ganz langsam zum Mitschreiben:

silent
für dich und die, die es auch noch angeht,
hatte ich meine enschuldigung formuliert

jetzt für dich gans allein
bitte verzeihe, das ich dich mit über diesen kamm geschoben habe

allerdings gehirnwäsche hatte ich nie

nein hatte ich nicht

ich mußte mich nur einmal entscheiden, verlangt von meinen vater.

willst jugendweihe machen oder kominon (oder so)
er hatte es mir freigestellt
und das fand ich toll von ihn.
ich hatte jugendweihe

liebe gitti2810, ich wuesste ehrlich gesagt nicht wieso ich mich schaemen sollte


Also, ich persönlich habe bislang nur von "Ossi`s" den Ruf nach einem erneuten Mauerbau vernommen (nicht hier bei FM, in meinem privaten Umfeld und auch beileibe nicht von jedem Ossi) und das alles ja vorher soo viel besser war.
Warum dürfen Ossis das sagen (obwohl ich mir persönlich nicht vorstellen kann, das es früher dort wirklich besser war, aber das ist nur meine Ansicht) aber wehe, ein Wessis wagt sich das?

Allerdings finde ich das ganze Ossi/Wessi Gedöns mittlerweile echt daneben. Wir sind eine Nation und das ist schön und in Ordnung.
Unverbesserliche Nörgler wirds immer geben, auf beiden Seiten.

Btw: Den Film habe ich leider nicht gesehen, wollte gerne, aber LG hat mich zur Mumie überredet.


Soweit ich weiss, sollte Deutschland bzw. das deutsche Reich, damals dargestellt in den Grenzen von 1937, nicht geteilt werden....das sah meines Wissens keine Konferenz vor. Nicht die von Teheran, Jalta oder Potsdam.
Sollte es da mal irgendwann etwas Neues zu hören geben, würde ich neugierig zuhören.
Die Gebiete der Bundesrepublik und der DDR waren Besatzungszonen, die übrigen Gebiete fielen von Deutschland weg.
Bitte korrigieren, falls ich falsch liege..... ;)

Zum Thema Ossi und Wessi...ich kann mit diesen Begriffen nichts anfangen.
Genauso wie alte Länder oder neue Länder. :rolleyes:
Man sollte mit diesem Wunder einfach dankbar umgehen. Es gab Zeiten im Jahr 1989, da dachte ich, das rummst gleich gewaltig.
Die Einheit ist im Oktober 18 Jahre her.
Diejenigen, die das erlebt und mitgemacht haben und in der Bundesrepublik oder DDR aufgewachsen sind, haben einen ganz anderen Bezug dazu als junge Menschen, die erst nach der Einheit geboren sind. Ist doch völlig normal....


Zitat (Tamora @ 28.01.2008 18:07:44)

Btw: Den Film habe ich leider nicht gesehen, wollte gerne, aber LG hat mich zur Mumie überredet.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/407506?inPopup=true

;)

Ich hab keinen Dunst was n Verdienst, obs im Osten oder im Westen war, mit Mord, Druck und Vertrauensmissbrauch zu tun hat.
Das isses, wonach ich das DDR-Regime beurteilt hab und nicht billige Mieten, Jobs für jeden und Krippen überall. Ich frag mich sowieso warum noch heute viele Eltern rückwirkend so blauäugig sind und denken, die Krippen gabs bloß, um die Mütter zu entlasten, als ob das der wichtigste Grund gewesen ist. :blink: :blink: :blink:


Hallo @Undie und andere (parallel) Interessierte...

In sehr kurzer Form und ohne Beschönigung ist das hier beschrieben:

Erklärung von Jalta in Wikipedia...

Die genauen Details sind mehr als umfangreich... Was mich, der den Film eben nicht gesehen hat, interessierte, ob er das ganze ebenfalls berücksichtigt oder ob er bei dem "eigentlichen Untergang der DDR" einsteigt... ... ...

War halt nur interessenthalber..., wie ich halt so bin... :pfeifen::pfeifen::pfeifen:

Grisu...


Zitat (Justme @ 28.01.2008 18:16:20)
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/407506?inPopup=true

;)

danke jetzt weiß ich endlich um was es nun ging

klar war das schon im großen und ganzen so,
aber davon haben doch nur die, die damit zutun hatten was gemerkt.
und am schluss die pressekonferens habe ich, in echt, am fernseher gesehen.

das war sogar, nicht mahl so gewollt,
sondern,

man hatte ihn einen zettel zugesteckt, wo das mit der öffnung der grenze drauf stand, aber es war eine empfehlung.
nicht wie er glaubte eine tatsache.
so kann man sagen das die öffnung der grenze ein unfall war.

und für alle die, die mauer wieder haben wollen.
bringt deutschland in eine unfallklinik,
bloß bleibt jetzt zu überlegen,
hier oder da?

tut mir leid, wieder eine frage, die keiner beantworten kann. :trösten:


in unseren videotek hatten sie den nicht mal :heul:

kommt alles wieder, die frage:,, ham se?´´ :pfeifen:

Zitat (Undie @ 28.01.2008 18:16:04)
Soweit ich weiss, sollte Deutschland bzw. das deutsche Reich, damals dargestellt in den Grenzen von 1937, nicht geteilt werden....das sah meines Wissens keine Konferenz vor. Nicht die von Teheran, Jalta oder Potsdam.

Erzähl mal, davon habe ich weder in der Schule, noch später gehört. Auch, dass die Abkommen lediglich eine Gültigkeitsdauer von 50 Jahren haben sollte, höre ich zum erstenmal. Wo kann man das nachlesen oder woher hast du diese These? Ich finde das hochinteressant und wüsste gerne mehr darüber.

Undie, Du sprichst mir aus dem Herzen. Auch ich komme aus der ehemaligen DDR und bin froh, dass die Mauer gefallen ist. Wer die DDR bewusst miterlebt hat wie ich in meinem fortgeschrittenen Alter und sich nicht nach den Wünschen des damaligen Regiems gerichtet hat, der hat den Mauerfall begrüßt. Bespitzlungen waren an der Tagesordnung. Teilweise konnte man weder der Verwandschaft noch den Arbeitskollegen trauen. Ich habe es am eigenen Leib erlebt, da ich mich geweigert hatte in die SED einzutreten. Mein Berufswunsch Kindergärtnerin konnte ich mir somit abschminken. Da war ich ohne das rote Buch nicht "würdig".
Ich hatte eine Brieffreundin in England, deren Briefe immer geöffnet waren, wenn sie bei mir ankamen. Kontrolle pur!

Wir leben nun seit 6 Jahren in Stuttgart und wir sind froh, dass wir diesen Schritt getan haben.

Was mich stört ist, dass viele im Osten denken, die sind jetzt im "goldenen Westen", da fliegen gebratene Tauben rum und die leben wie die Made im Speck.
Klar gehts mir oder uns hier besser als in der ehemaligen DDR. Ich habe hier (nach einigen Jabhren Arbeitslosigkeit) einen Job, der mir Spaß macht, habe liebe nette Kollegen (aus Ost und West), wir haben uns einen neuen Freundeskreis aufgebaut...! Unsere Kinder haben oder sind noch dabei eine Ausbildung machen können.

Aber dafür muss ich etwas tun. Mir wird nichts geschenkt.

Ich finde aber, nach sovielen Jahren müsste endlich mal die Mauer in den Köpfen vieler Menschen abgerissen werden. Wir sind alle Deutsche und die wenigsten der ehemaligen DDR-Bürger hat sich rausgesucht, auf dieser Seite Deutschlands geboren zu werden und zu leben.

@ Labens,

Deinen Satz vom Wiederaufbau der Mauer finde ich total daneben.


Ich bin auch ein Ossi.

Über einige Meinungen und Äußerungen von Wessis habe ich nur geschmunzelt, weil vieles in mir den Eindruck von nicht zu ende gedacht oder wenig Wissen über den Osten hinterließ. Aber das werde ich einem Wessi nie ankreiden oder übel nehmen, da er ja den Fall der Mauer und was davor war von einer anderen Seite erlebt hat als ich.

Zu einigen hier gefallenen Schlagwörtern möchte ich gern meine Meinung kund tun.
Die Wörter Ossi und Wessi bzw. Osten und Westen finde ich voll in Ordnung, da kann man einfach besser verstehen, warum von manch einem die Meinung so und nicht anders ist.
Das bei uns Gehirnwäsche betrieben wurde, kann ich so nicht bestätigen.
Ich bin hier geboren und mit dieser Politik in diesem Land so aufgewachsen.
Gehirnwäsche ist doch eigentlich wenn jemanden seine Einstellung bzw. Meinung geändert werden soll.
Was in den Gefängnissen passiert ist entzieht sich zum Glück meiner Kenntnis.
Ossis können nur Kaffee trinken... , ist auch absolut falsch. Denn warum werden Ossis in Westfirmen sehr gern eingestellt? Nur zum Kaffee trinken bestimmt nicht.
Die Mauer wieder aufbauen wäre ein Schritt zurück in der Geschichte unseres gemeinsamen Landes.
Über die Westpakete jammern, braucht in meinen Augen keiner. Entweder ist man dazu in der Lage und verschickt welche. Wenn man nicht in der Lage ist kann man es den Lieben im Osten doch irgendwie beibiegen und keine schicken.
Ich selber hatte im Westen keinen Anhang und deshalb auch keine bekommen und mir hat es auch nicht gefehlt. Ich konnte trotzdem froh und glücklich leben. Außerdem haben mir Freunde aus dem Westen erzählt, das man diese Pakete steuerlich mit anrechnen konnte.

Mein Mann war auch zum Fall der Mauer bei der Armee.
Wir waren damals schon verheiratet und unser Sohn war 4Jahre alt.
Mein Mann ist damals bei der Parade zum 40sten mitgefahren und sollte danach auf Urlaub kommen. Unser Sohn saß vorm Fernseher und freute sich über das , wo sein Papa drin saß, aber noch mehr darüber, das er danach Sonderurlaub bekommen sollte. Damit wurde es aber nichts, denn er mußte nach Leipzig und Dresden. Es herschte absolute Sperre, kein Brief kam bei den Soldaten an und auch nicht bei uns zu Hause. Wir wußten nicht wo er steckt. Erst als die Grenze offen war, wurde die Sperre gelöst. Nun erklärt so etwas mal einem 4jährigem Jungen, der glücklich in seiner Kinderwelt lebt und ganz sehnsüchtig auf seinen Papa wartet und nicht an Politik und Grenzen denkt.
Was für uns auch eine sehr interessante Zusammenstellung war, mein Mann stand in Leipzig auf der einen Seite und meine Verwandschaft waren bei den Demonstrierenden. Es wurde später oft die Frage gestellt: hättest Du geschossen oder geschlagen? Für meinen Mann stand das garnicht zur Debatte. Er hat sich in den äußersten Ring zurück gezogen und seine Waffe, Schlagstock und Schutzschild abgegeben. Daraus wurde ihm zum Glück nie ein Strick gedreht, da die Vorgesetzten ja nicht dumm waren und auch wußten: das Ende naht.

Zum Leben in der DDR:
Großartige Probleme hatten wir nicht, in der Partei waren wir auch nicht und erst recht nicht bei der Stasi. Wir wollten einfach nur glücklich sein und eine kleine Familie haben. Hat auch alles soweit funktioniert.
Nur eins klappte nicht, mein Mann wollte studieren und durfte nicht, weil er sich nicht für 3Jahre Armee verpflichtet hat. Dafür wurde er dann als "Dankeschön" viel später gezogen, wo wir verheiratet waren und unser Sohn schon da war.
Mein Mann hat den Kopf nicht hängenlassen und wollte dann seinen Meister machen. Da kam dann die Armee und Wende dazwischen. Doch er ist ziehlstrebig geblieben und hat in der neuen Zeit seinen Meister gemacht und jetzt seine Firma.
Wenn mal im Osten was nicht so gelaufen ist, wie man wollte, mußte man dran bleiben und nach Alternativen suchen. Das ist doch im Westen aber auch gang und gebe gewesen. Da berühmt berüchtigte "Vitamin-B" wurde von uns genauso genutzt wie von allen anderen Ossis auch. Damit konnte man sich das Leben angenehmer gestalten. Wir haben festgestellt, daß dieses "Vitamin-B" im gemeinsamen Land noch viel wichtiger ist als zu Ostzeiten.

Ich könnte hier noch so viele interessante Dinge erzählen, aber ich höre jetzt auf, denn wenn es noch länger wird, wird es auch langweilig.

Chucko, danke für diesen aufschlußreichen und überwiegend sehr objektiven Bericht.

Noch ein Wort zur Gehirnwäsche. Du hast schon recht, das sagt man normalerweise nur, wenn jemand "umgedreht" wird. Ich meine damit aber auch, dass es nur eine Gesinnung gab, die anerkannt war und als richtig galt und dass man diese Gesinnung schon Kleinkindern eintrichterte. Ich sehe das ähnlich wie es im Gesamtdeutschland der Nazizeit war.


Danke auch von mir an dich Chucko.

Ich finde diese Erinnerungen unheimlich wertvoll und es sehr traurig, das man in Schule meist nur schwarz weiß lesen kann.

Deine Erzählungen berühren das Herz und die Zeit war eben nun mal sicher eine sehr emotionale Zeit.

Danke dafür, das ich ein wenig an deinen Erinnerungen teilhaben durfte, obwohl ich da noch nicht lebte.

Das ist unsere Geschichte! :wub: Nicht was in Büchern steht...


Zitat (silent @ 29.01.2008 06:50:41)
Erzähl mal, davon habe ich weder in der Schule, noch später gehört. Auch, dass die Abkommen lediglich eine Gültigkeitsdauer von 50 Jahren haben sollte, höre ich zum erstenmal. Wo kann man das nachlesen oder woher hast du diese These? Ich finde das hochinteressant und wüsste gerne mehr darüber.

Ich kann da nur von meinen eigenen Wissensstand erzählen, so wie ich das gelernt habe und aus Büchern kenne.
Das deutsche Reich wurde bei den Konferenzen in den Grenzen von 1937 gezeigt, also quasi ohne Elsass-Lothringen, aber mit Danzig und dem Korridor.
Die Bundesrepublik entstand aus den Besatzungszonen der USA, England und Frankreich, die DDR aus der sowjetischen Besatzungszone.
Obwohl das Klima in Teheran schon merklich abkühlte, die UdSSR war unter Stalin ja eigentlich auch ein Feindbild aller Demokratien, sollte Deutschland nicht geteilt, sondern nur für alle Zeit „kampfunfähig“ gemacht werden.
In Jalta war Roosevelt schon sterbenskrank. Viele werfen den Amerikanern heute noch vor, Länder wie die baltischen Staaten verraten zu haben, denn obwohl Stalin mit Hitler zusammenarbeitete und selber ein grosser Diktator war, schob sich der Einflussbereich der UdSSR immer weiter nach Westen.
Nach der großen Berlin-Krise mit der Luftbrücke war man im Westen der Ansicht, dass zumindest ein Teil Deutschlands im freien Teil Europas bleiben sollte.
Die Bundesrepublik wurde meines Wissens früher gegründet als die DDR, die quasi eine Antwort darauf war.
In unserem Grundgesetz stand von Anfang an, das es für alle Deutsche gilt….auch für die „drüben.“
Das mit den 50 Jahren kam übrigens von Grisu. ;)

Zitat (Undie @ 29.01.2008 11:52:28)
Die Bundesrepublik entstand aus den Besatzungszonen der USA, England und Frankreich, die DDR aus der sowjetischen Besatzungszone.

Ja, so kenne ich das auch.


Zitat (Undie @ 29.01.2008 11:52:28)
Obwohl das Klima in Teheran schon merklich abkühlte, die UdSSR war unter Stalin ja eigentlich auch ein Feindbild aller Demokratien, sollte Deutschland nicht geteilt, sondern nur für alle Zeit „kampfunfähig“ gemacht werden.


Das habe ich anders in Erinnerung. Demnach war in Theheran auch durchaus bereits über eine Teiilung gesprochen worden, allerdings anders, als sie dann tatsächlich durchgeführt wurde. Aber wenn ich das so in Erinnerung habe, dann heisst das nicht, dass das tatsächlich so war. ich will mich da nicht darauf versteifen.

Zitat (Undie @ 29.01.2008 11:52:28)
Die Bundesrepublik wurde meines Wissens früher gegründet als die DDR, die quasi eine Antwort darauf war.


Ja. BRD im Mai, DDR im Oktober 49.

Zitat (Undie @ 29.01.2008 11:52:28)
In unserem Grundgesetz stand von Anfang an, das es für alle Deutsche gilt….auch für die „drüben.“


Da bin ich mir jetzt wiederum nicht sicher, wäre aber irgendwie logisch, denn die DDR existierte da ja noch nicht.

Zitat (Undie @ 29.01.2008 11:52:28)
Das mit den 50 Jahren kam übrigens von Grisu. ;) 


*räusper* Sorry, mein Gedächtnis........... :( Euch beide verwechsle ich aber immer wieder. :pfeifen:

Zitat (silent)
Das habe ich anders in Erinnerung. Demnach war in Theheran auch durchaus bereits über eine Teiilung gesprochen worden, allerdings anders, als sie dann tatsächlich durchgeführt wurde. Aber wenn ich das so in Erinnerung habe, dann heisst das nicht, dass das tatsächlich so war. ich will mich da nicht darauf versteifen.

Nööö, ich will mich auch nicht darauf versteifen. Kann sein, das ich das so wie du gelernt habe. Aber da ich gerne lese und auch mal Dokus zu dieser Zeit mir anschaue, bleiben da auch andere Meinungen und neuere Erkenntnisse hängen.
Ob das alles so stimmt....wer weiss. ;)

Zitat (silent)
*räusper* Sorry, mein Gedächtnis........... :(  Euch beide verwechsle ich aber immer wieder. :pfeifen:

:blink:
Frechheit....schau doch alleine schon mal auf die optischen Unterschiede. ;)

(IMG:http://www.mundopeke.com/web/vickyelvikingo/personajes/Halva.gif)


rofl

Herrlicher Vergleich



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