Beerdigung - Kleidung: Trauerkleidung


Hallo,

ich muss morgen auf ne Beerdigung und hatte gerade ne Diskussion mit meinem Brüderchen, ob man da ne 3/4 Hose in schwarz anziehen "darf"
Erklärung: ICH frage mich, ob ich bei vielleicht 30° in dieser Feierhalle mit langer Hose sitzen muss. :blink:

Noch Nebeninfos: Die Beerdigung findet aufm Dorf statt...da ist ja alles immer nen bisl heikel, aber bis jetzt habe ich mir noch nicht so den Kopf darüber zerbrochen, was sein darf und was lieber nicht.

Wäre euch für eure Antworten dankbar.
Morgen um 11:30 gehts von hier aus los.

LG KRiNGELCHEN :blumen:


Ich würde solch eine Hose keinesfalls tragen. Trage doch einen Rock oder ein Kleid, wenn es so heiß ist. Habe mal Göga gefragt, der fände diese Kleiderordnung echt heftig.

Edit: Habe grad mal nach Deinem Alter geschaut. Da findets vielleicht niemand so schlimm. Ist Familie mit dabei, frag doch mal in Deinem engsten Verwandtenkreis. Allerdings mal was anderes: Ich stelle mir die Witwe oder den Witwer mit Dreiviertelhosen bei der Beisetzung oder Beerdigung vor :o :o

Bearbeitet von Aquatouch am 26.06.2008 21:16:25


Würde ich auch nicht unbedingt anziehen.Zudem sind die Friedhofskapellen
eigentlich recht kühl.Wähle lieber eine lange Hose,bzw Rock oder Kleid.


Danke,

Rock und Kleid sind nict gerade meins. Hätte ich in schwarz auch nicht vorrätig. Werds dann wohl mit der langen Hose aushalten müssen.
Was ich nicht verstehe: Was hat meine Kleidung mit der Achtung und der Kleidung zu tun?!
Oder ist das einfach sowas althergebrachtes, das man (bzw. ich morgen) damit leben muss?

LG

Edit aquatpouch: gefragt hab ich ja schon. Brüderchen mit seinen 22 Jahren war entsetzt!
Im Winter (letztes Jahr) hatte ich mit der Hose ja auch keine Probleme, aber morgen :-(

Bearbeitet von Kringelchen am 26.06.2008 21:21:43


Hmmmm, also- eine Dreiviertelhose (wie lang ist das? Mitte Wade?) würde ich nicht tragen. Entweder lange Hose oder einen Rock (nicht zu kurz- höchstens eine Handbreit über'm Knie endend oder länger).

Farbe: keinesfalls "bunt", es sei denn es wird von der Trauerfamilie ausdrücklich so gewünscht (z. B. bei Kinderbeerdigungen). Ganz schwarz bei engsten Familienangehörigen, schwarze Hose, schwarze Jacke, schwarze Schuhe und Strümpfe bzw. Strumpfhosen und weiße Bluse sind OK. Wenn du nicht so eng oder gar nicht verwandt bist, geht auch dunkelblau (keine Jeans!) oder dunkles Grau. Makeup: dezent bis gar nicht.


Naja, ich bin so mehr oder weniger mit ihm verwandt.
Er war der 2. Mann von meiner Oma...sozusagen mein Stiefopa. Aber wir haben nur Onkel gesagt. Verwandt bin ich also eigentlich nicht mit ihm :huh:

LG


Je mehr ichs mir vorstelle, desto mehr nehme ich Abstand davon. Fände lang viel besser und angemessener und muss sagen, dass ich sogar eine schwarze Strumpfhose zum Kleid oder Rock tragen würde. Selbst kurzärmlig...

Mein Onkel kam zur Beisetzung meines Opas im mittelblauen Anorak mit weißen und roten Streifen. Ich fands entsetzlich und habs bis heute nicht vergessen.


Zitat (Valentine @ 26.06.2008 21:22:12)
Ganz schwarz bei engsten Familienangehörigen, schwarze Hose, schwarze Jacke,

Ich wollte nicht übertreiben und es lieber nicht schreiben. Aber eine Jacke oder eine jackenähnliche Bluse würde ich auf jeden Fall tragen.

Zitat (Aquatouch @ 26.06.2008 21:29:42)
Je mehr ichs mir vorstelle, desto mehr nehme ich Abstand davon. Fände lang viel besser und angemessener und muss sagen, dass ich sogar eine schwarze Strumpfhose zum Kleid oder Rock tragen würde. Selbst kurzärmlig...

Mein Onkel kam zur Beisetzung meines Opas im mittelblauen Anorak mit weißen und roten Streifen. Ich fands entsetzlich und habs bis heute nicht vergessen.

:huh: das ist ja echt geschmacklos!!!


Ich empfand - für mich persönlich - die 3/4 Hose bis zur Wade ok.
Werde dann aber aus Anstand doch ne lange Hose tragen :rolleyes:
Da gehörn ja dann auch geschlossene Schuhe zu :heul: ...denn Sandaletten zu langer Hose geht ja nunmal nicht unbedingt

Zitat (Aquatouch @ 26.06.2008 21:32:24)
Ich wollte nicht übertreiben und es lieber nicht schreiben. Aber eine Jacke oder eine jackenähnliche Bluse würde ich auf jeden Fall tragen.

ich hab ne kurzärmlige Bluse, aber die Oberarme sind bedeckt.
Wenn schon lange Hose dann spar ich mir die Jacke...
Sonst könnt ich morgen ja auch inne Saune gehn *sarkastischgemeint rofl *

Der zweite Mann der Oma- mit dem bist du zwar nicht verwandt, aber immerhin verschwägert. Ich würde aus Respekt der Oma und dem Rest der Verwandtschaft gegenüber für eine lange Hose (schwarz oder dunkelgrau) plädieren, dazu ein Oberteil in schwarz oder weiß, und schwarze Schuhe. Bei langer Hose kannst du dir die Strümpfe sparen, zum Rock gehören sie aber zumindest auf dem Friedhof unbedingt dazu, man kann ja anschließend in der Wirtschaft "Marscherleichterung" machen und die Strumpfhose im Waschraum ausziehen.


Blöde Frage: Wo soll es denn morgen 30 °C werden? Hier sind 20-22 °C und Regen angesagt, da würde ich ohne zu überlegen die lange Hose anziehen. Und geschlossene Schuhe. Und einen schwarzen Blazer, den man zur Not noch ausziehen kann, zumindest direkt nach dem Friedhof.


Zitat (Kringelchen @ 26.06.2008 21:35:02)
ich hab ne kurzärmlige Bluse, aber die Oberarme sind bedeckt.
Wenn schon lange Hose dann spar ich mir die Jacke...
Sonst könnt ich morgen ja auch inne Saune gehn *sarkastischgemeint rofl *

Kurzärmlig ist OK, nur Spaghettiträger fände ich unangemessen. (Für die Kapelle sollte man in solchen Fällen wenigstens ein Tuch über die Schultern legen...)

Zitat (Klementine @ 26.06.2008 21:38:48)
Blöde Frage: Wo soll es denn morgen 30 °C werden? Hier sind 20-22 °C und Regen angesagt, da würde ich ohne zu überlegen die lange Hose anziehen. Und geschlossene Schuhe. Und einen schwarzen Blazer, den man zur Not noch ausziehen kann, zumindest direkt nach dem Friedhof.

Also, wenn die Postleitzahl in Kringelchens Profil stimmt, dann ist dort morgen unterschiedlich bewölkt, etwas Regen bei 15 bis 21 °C angesagt. Kringelchen, pack dir 'nen Schirm ein...

Zitat (Kringelchen @ 26.06.2008 21:18:43)
Was ich nicht verstehe: Was hat meine Kleidung mit der Achtung und der Kleidung zu tun?!
Oder ist das einfach sowas althergebrachtes, das man (bzw. ich morgen) damit leben muss?

Ich würde mal vermuten, das ist tatsächlich sowas "Althergebrachtes", Sitte, Gepflogenheit.
Und natürlich hat Deine Kleidung im Grunde auch nix mit der Achtung zu tun, natürlich sind es Äußerlichkeiten. Und natürlich kannst Du im Grunde genommen so gehen, wie Du Lust hast. Ist halt nur die Frage, ob Du Dich dann wohl fühlst, oder ob es Dir dann dort die ganze Zeit unangenehm ist, wenn alle anderen anders gekleidet kommen.

Und da Du hier fragst, gehe ich mal davon aus, dass Du doch ziemlichen Wert auf die Gepflogenheiten legst und nicht unangenehm auffallen möchtest. ;)

als meine tante starb im august trug ich dunkelblau und sandaletten.
ich war auch sehr unschlüssig wegen den schuhen aber gott sei dank hatte meine cousine, die tochter der tante auch offene an.

hätte sogar barfuss gehen können weil niemand darauf geachtet hat und man viele verschiedene kleidungen sah. wen's stört, soll weggucken.

als meine ma starb hat sie sich gewünscht keine schwarze kleidung.
aber irgendwie getraute ich mich doch nicht, weil ja nur wir ihr wunsch wussten.

den gedanken, was wohl die andern denken bleibt in uns ewig verankert.


Ich persönlich hätte nichts gegen ne 3/4 Hose... solang sie stilvoll ist und die anderen Kleidungsstücke angemessen "bedeckt" sind...

Zur Beerdigung meines Opas habe ich damals komplett schwarz getragen, aber zB dunkelblau fände ich auch völlig okay. Oder ne weiße Bluse zum dunklen hosenanzug... Soweit ich mich erinnern kann, hat meine Tante auch was dunkelblaues getraten... aber i-wie wird das bei meinen Großelternn aufm Dorf auch nicht ganz so streng gesehen.
Hängt vielleicht auch etwas davon ab, ob das ne evangelische oder katholische Beerdigung ist.
Aber wenn das bei euch aufm Dorf alles etwas konservativer ist, dann mach lieber keine Experimente.


Ne 3/4-Hose geht übers Knie bis Mitte Wade, oder? Ist total ok, gibt schließlich genug Mädels, die nen Rock tragen, der bloß bis zum Knie geht.
Rein schwarz ist auch nicht mehr Vorschrift. Sollte angemessen sein, und was angemessen ist, wird von jedem unterschiedlich angesehen. Bei den einen muss da unbedingt n Hut mit Schleier getragen werden, alles in Schwarz, bei anderen reicht n gedecktes Outfit, außer der Verstorbene hat eigene Wünsche geäußert, machen viele, sowas wie kommt in fröhlichen Farben, hör ich immer öfter.

Meine Meinung: Die Hose ist ok, grade wenns ne schwarze ist, dazu n dunkles Oberteil oder vielleicht ne weiße Bluse mit was Dunklem drüber. Was an offenen Schuhen (es ist Sommer) verkehrt ist, muss mir mal einer sagen, kann aber sein ich steig nicht dahinter, weil ich so strenge Kleidervorschriften für ne Beerdigung für total bekloppt halt, jedenfalls für nen normalen Typen, der nicht grade Präsident war oder König und ne Menge Leute zugucken. Wenn einer zu meiner Beerdigung in Jeans und T-Shirt kommt, wärs ok für mich.


Kann mich Kalle nur anschließen. Ich hatte sogar zu der Beerdigung meines Onkels nen sehr schönes schwarzes Kleid (bis knapp übers Knie) mit Spaghettiträgern an. Bei meiner Oma hatte ich ne schwarze Hose an und einen schwarzen Pullover, der auf der Vorderseite auch ein rotes Muster hatte (kein grelles rot, aber schon kräftig...)

Ich denke, es kommt auch immer auf die trauernde Gesellschaft an. Wenn es die Familie ist, dann sollte man sich nicht wirklich verbiegen. Ich denke, wenn es dezent ist, dann ist es ok. Was bringt es, wenn man auf einer Beerdigung zwar ganz in schwarz ist, sich aber überhaupt nicht wohl fühlt, soweit man sich halt auf einer Beerdigung wohl fühlen kann...Aber ihr wisst sicher, wie ich das meine.

Man sollte sich auch immer fragen, was denn der Verstorbene gewollt hätte.


Vielleich hilft dir das.

Trauerkleidung.


Ich schliese mich Kalle und Melly an.

An der Hose ist absolut nichts auszusetzen und an den Schuhen ebenfalls nicht.

Zieh das an worin du dich wohl fühlst und wem dein Outfit nicht paßt der soll halt wegschauen.


Ich würde in einer Dreiviertel hose zur Beerdigung nicht gehen. Aber ich
habe auch was gegen tiefschwarze Kleidung bei einer Beerdigung, Es muß keinesfalls weiss oder bunt sein, etwas dezent gehalten wär schon angebracht.
Warum muß ich meine Trauer in Schwarz bekunden ? Ich finde es unmodern.
Es tut der Ehre des Verstorbenen keinen Abbruch , wenn ich nicht in Schwarz
zur beerdigung komme. Aber auf dem Dorf gelten da wohl andere Sitten., da gibt es ja auch Leute die nur aus Neugierde zur Beerdigung mit gehen .

Also zieh an , worin Du Dich zu diesem Anlass wohl fühlst


Wenn Dreiviertelthose und nicht zu langer Rock oder ein Kleid dann nie ohne Stümpfe oder Strumpfhose, die nicht schwarz sein müssen. So würde ich es machen. Allerdings habe ich genügend lange schwarze Hosen. Die Dreiviertelhosen sind alle freizeitmäßig aus, die mir gehören meine ich.


kommt mir gerade noch was in den sinn.

bei der beerdigung meines pa's, war im januar also kalt, trug meine nichte (40!) und die enkelin von ihm eine pinkfarbene jacke :heul:
ich habe mal schwer geschluckt und mich innerlich aufgeregt.

sie stach natürlich von allen heraus.


Zitat (bonny @ 27.06.2008 09:34:41)
kommt mir gerade noch was in den sinn.

bei der beerdigung meines pa's, war im januar also kalt, trug meine nichte (40!) und die enkelin von ihm eine pinkfarbene jacke :heul:
ich habe mal schwer geschluckt und mich innerlich aufgeregt.

sie stach natürlich von allen heraus.

:o Einfach nur schrecklich :heul:

Wie alt war denn die Enkelin? Wenn es noch ein Kind ist, ist es doch überhaupt kein Problem mit der Jackenfarbe.


Also, da ich in nem Dorf wohne, und das direkt am Friedhof, kann ich sagen, dass die meisten Leute "gedeckte" Farben tragen, schwarz und grau, d. blau oder braun, kombiniert mit weiß.
Die Kinder sind meist bunter angezogen und je näher die Leute mit dem Verstobenen verwandt oder bekannt sind, desto "gedeckter" sind sie gekleidet.
Der weitere Bekanntenkreis sieht das dann schon lockerer, wobei mir hier aber noch keine pinke Jacke aufgefallen ist.
Das ist meiner persönlichen Meinung nach auch etwas zu bunt, aber jeder so wie er will.
Ob nun die Hosen lang oder dreiviertellang sind oder ob Kleid oder Rock ist meiner Meinung nach auch nicht sooo wichtig, Hauptsache ist doch, man fühlt sich wohl in seiner Haut.


Zitat (Maeusi29 @ 27.06.2008 09:59:12)
Wie alt war denn die Enkelin? Wenn es noch ein Kind ist, ist es doch überhaupt kein Problem mit der Jackenfarbe.

Aber die erwachsene Frau war ähnlich gekleidet, farblich meine ich. :o

Zitat (Maeusi29 @ 27.06.2008 09:59:12)
Wie alt war denn die Enkelin? Wenn es noch ein Kind ist, ist es doch überhaupt kein Problem mit der Jackenfarbe.

Ich glaube, in diesem Fall waren Nicht und Enkelin eine Person, kann das sein?

Pink ist ja echt richtig übel!


Auf der Beerdigung meiner Cousine kam ihr sozusagen Onkel (Freund ihrer Tante) in Jeans und rotem Hemd an. Super, dachten wir uns. Nur weil nicht mit ihr verwandt, hätte er ja zumindest ein dunkles Hemd anziehen können. :(

Zitat (bonny @ 27.06.2008 09:34:41)
kommt mir gerade noch was in den sinn.

bei der beerdigung meines pa's, war im januar also kalt, trug meine nichte (40!) und die enkelin von ihm eine pinkfarbene jacke :heul:
ich habe mal schwer geschluckt und mich innerlich aufgeregt.

sie stach natürlich von allen heraus.

Autsch... pink ist natürlich schon heftig, genau wie eine rotes Hemd oder eine schreibunte Skijacke. Ich weiß allerdings ehrlich gesagt nicht was ich machen würde- wenn bei uns jemand mitten im Winter stürbe, so wäre ich mit einem schwarzen Anorak (zwar orange gefüttert, aber das sieht man nicht- allerdings hat das Teil einen hellen Webpelzrand an der Kapuze) und schwarzen Goretexstiefeln halbwegs angemessen versorgt, und mein Mann hätte auch einen sehr dunklen Wintermantel, aber für Junior würde ich nicht extra einen schwarzen Mantel oder Anorak kaufen, den würd ich in die dezentere der beiden Skijacken stecken. Dunkle Hose/Rock und gedecktes Oberteil findet zwar wahrscheinlich jeder irgendwo in den Tiefen seines Kleiderschranks, aber wer kauft sich schon für eine Beerdigung extra einen schwarzen Anorak...

Zitat (Maeusi29 @ 27.06.2008 09:59:12)
Wie alt war denn die Enkelin? Wenn es noch ein Kind ist, ist es doch überhaupt kein Problem mit der Jackenfarbe.

steht ja in klammern :lol:

Zitat
Ich glaube, in diesem Fall waren Nicht und Enkelin eine Person, kann das sein?

hast recht...meine nichte, pa's enkelin, eine person

Bearbeitet von bonny am 27.06.2008 11:17:58

Würde Trauer grundsätzlich nicht mehr an schwarzen Klamotten festmachen,
hatte vor ganz kurzer Zeit die Erfahrung machen müssen, das die in den
schwärzesten Anzügen u. Kostümen, auch die schwärzesten Seelen hatten. :angry:

Muß aber jeder mit sich selbst ausmachen,Trauer ist zu persöhnlich.

Gruß

Sebring.


Ich hab sowieso n Problem damit, dass es allgemeine Regeln für Trauer gibt, die angeblich befolgt werden müssen. Da hat meiner Meinung nach die Kleidung nicht viel mit zu tun. Auch Trauerzeiten find ich bekloppt, jeder trauert anders.
Heißt in Schwarz rumlaufen für n Jahr und in der Hütte hocken automatisch, dass ne Frau um ihren Kerl trauert? Würd ich nicht sagen, während ne Frau, die weiter ihre Blumenkleider trägt und nicht ewig rotgeheulte Augen hat, viel tiefer und stärker trauern kann.

Wenn ich nen Abgang mach, würd ich nicht wollen dass sich meine Angehörigen in irgendwas einschränken, was denen Spaß machen würde, auch wenns n Zirkusbesuch am Tag der Beerdigung ist. Dann bin ich tot, nicht die.
Wenn die bunte Klamotten tragen wollen, isses deren Sache. Ich kann anderen nicht an den Klamotten ansehen, wies innen in denen aussieht. Das sind bloß Äußerlichkeiten, die in Wirklichkeit nix bedeuten.

Schwarz ist ne Modefarbe. Wenns danach geht müsste ich seit über 15 Jahren dauernd in Trauer sein, weil ich fast bloß Schwarz trag.
Die Armbinde signalisiert Trauer nach außen, da will der Trauernde, dass man das sieht, wenn der sich nicht grade nem gesellschaftlichen Druck beugt. Und da find ichs auch ok, wenn Außenstehende dann mal vorsichtig anfragen, ob man die Trauer so auslegt, dass man in der Zeit keinen Vergnügungen nachgehen will und ob man im Umgang mit denen was berücksichtigen soll wie keine Einladungen aussprechen oder sowas.

Der einzige Grund, warum ich selber nicht in den Klamotten erscheinen würd die mir gefallen (auch wenns lila T-Shirts mit grünen Federn und rosa Perlen sind) ist die Rücksichtnahme auf die Angehörigen, wenn die derbe viel Wert auf Äußerlichkeiten legen und so konservativ sind, dass denen die Farbe total wichtig ist. Da kann man später ne Diskussion drüber führen, dass das totaler Käse ist mit den Farben, aber nicht wenn die grade sowieso neben sich stehen.
Aber auch bei denen würd ich nicht alles so machen, wie die wollen. Ich seh nicht ein warum im Sommer keine offenen Schuhe getragen werden sollen oder warum lange Ärmel und bedeckte Knie da Pflicht sein sollen.
Und im Winter hat auch nicht jeder nen dicken schwarzen Mantel im Schrank, da muss man sich nicht extra einen kaufen.


Zitat
Würde Trauer grundsätzlich nicht mehr an schwarzen Klamotten festmachen,
hatte vor ganz kurzer Zeit die Erfahrung machen müssen, das die in den
schwärzesten Anzügen u. Kostümen, auch die schwärzesten Seelen hatten.




och ja das kennen wir doch, diejenigen die in der kirche an
vorderster front sind, sind meistens die grossen klatschmäuler :lol:

Bearbeitet von bonny am 27.06.2008 13:07:06

Jetzt ist es zwar schon zu spät - aber so eine Hose würde ich auch nicht anziehen.

Für mich geht es nicht nur darum, bei einer Beerdigung meinen Respekt gegenüber dem Verstorbenen auszudrücken, sondern auch gegenüber den trauernden Hinterbliebenen. Und deshalb leiste ich mir da keinen Fauxpas. Das heißt, alles schwarz oder je nach Nähe zum Verstorbenen, gedeckte Farben (anthrazit, grau). Wenn es gut sitzende Kleidung ist, sieht das nicht übel aus. Und sowieso: Schultern bedeckt, Knie bedeckt, nackte Beine müssen auch nicht sein - also Strumpfhose.


Das mag jetzt vielleicht hart klingen, aber wenn sich die Hinterbliebenen über ne 3/4-Hose aufregen, dann kann die Trauer ja so groß nicht sein. Sorry, aber so is meine Meinung...

Ne 3/4-Hose is zu ner Beerdigung vollkommen in Ordnung. Egal ob mit geschlossenen Schuhen oder Sandaletten. Ich war schon auf Beerdigungen aufn Dorf und in der Stadt und ich kann nur sagen, dass es die Hinterbliebenen im Normalfall überhaupt nicht interessiert, ob jemand ne lange Hose, nen knielangen Rock oder ne 3/4-Hose an hat. Di ehaben ganz andere Sachen im Kopf, als sich über die Kleidung anderer leute aufzuregen. Diesen Part übernehmen meist die, die sonst nix Bessres zu tun haben und sich selbst in nen bessres Licht rücken wollen zB bei den Hinterbliebenen... Die Welt ist schlecht, ich weiß ;)


Hallo,

DANKE, für eure vielen Antworten.
Ich habe alles gut überstanden. Wir sind gerade zuhause rein. Um 14:00 war die Beerdigung. 13:50 waren wir da.
Ich hatte ne lange schwarze Hose an, nen Top und ne neue schwarze Bluse. War also ganz in schwarz. Dazu Kette, Ohrringe, Uhr und geschlossene Schuhe, weil ich Sandalen zu langer Hose nicht so toll finde. Hab mich in den Sachen wohl gefühlt!
Da es ja sehr windig war, wars mir auch nicht zu warm!
Aber jetzt im Nachhinein, denk ich, was anderes wär klamottenmäßig auch gegangen.
Vom bunten Kleid, bis zur schwarzen 3/4 Hose war alles dabei.
ABER: Ich hab mich in meiner Haut und mit meinen Klamotten gut gefühlt. Hatte die Haare schön und dezentes Make Up (nur die Augen).

Fürs nächste Mal (das hoffentlich nicht so bald ist) weiß ich also mehr oder weniger Bescheid, denn richtig oder falsch scheints nicht wirklich zu geben!

Soweit eine Beerdigung "schön" sein kann, war diese schön arrangiert.
Hinterher war ich noch baden, dann war ich mit Brüderchen einkaufen und dann nach Hause.

DANKE nochmal, für eure Hilfe
LG KRiNGELCHEN


freut mich, dass du alles überstanden hast! ist immer anstrengend sowas. aber ich bin da ehrlich gesagt altmodisch. pink, bunt, sommerkleidchen haben auf einer beerdigung nichts verloren. du warst eh perfekt gestylt. und man muss auch kinder nicht unbedingt neu einkleiden. aber als erwachsener mensch sollte man schon den hinterbliebenen soviel respekt zollen, nicht lustig und bunt wo aufzumarschieren. dass ich mit meiner kleidung für manchne, vielleicht ältere verwandte auch noch zusätzlich für aufregung sorge, ist ja wirklich nicht notwendig..


Ich war vor kurzem zur Beerdigung vom Vater meiner Freundin. Ich hatte eine normale dunkle Jeans mit einem dunklen Shirt an. Dunkle Kleidung ist meiner Meinung nach kein Zeichen von Trauer. Klar renn ich nicht im pinken Shirt zu Beerdigung. Schlicht und etwas dunkler gekleidet ist für mich selbstverständlich, muß aber icht unbedingt schwarz sein


Was ich ziemlich daneben fand (und sicher nicht nur ich), war auf der Beerdigung eines Bekannten. Der Mann war über 90 - also die Tochter kein Teenager mehr. Sie kam auf die Beerdigung, als wäre sie auf dem Weg zum Strassenst... . War sie nicht. Aber mit schwarzen Netzstrumpfhosen, Rock bis knapp zum Knie und eine Bluse mit einem ziemlichen Ausschnitt hat es so ausgesehen. Aber die Kleidung war immerhin schwarz.


Ich würde alles anziehen außer pink und rot und alle hellen grellen Farben, es ist eine Trauer und keine Hochzeit die länge und breite spielt keine rolle. :unsure:


Es ist aber schon vorbei und sie war sehr gut gekleidet. Dem Anlass entsprechend.



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