Beerdigung und Kind 12.j...

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Hallo zusammen,

Meine Tochter ist 12j. Lebt bei mir.. Der Papa von ihr hat regelmäßigen Kontakt sie geht alle 14tage Fr-So zum Papa...Seine Eltern wohnen mit im Haus..daher hatten auch sie viel Kontakt und Sie konnte sie auch ausser der Reihe nach Papa.
Nun ist der Opa unerwartet am Freitag gestorben."sie war seid Mittwoch bei Papa aber in der Zeit wo es passiert ist war sie beim Ferienspaß wo sie dann nach einem Anruf von Vater sofort abgeholt werden musste"Ich musste ihr leider dann die schlechte Nachricht überbringen.. für sie ist die Welt zusammen gebrochen :-( hat viel geweint..
Am Samstag kam mein Ex und hat sie wieder abgeholt weil auch das Beerdigungsinstitut kam die auch meiner Tochter erklären wollten was passiert ist und warum Opa gestorben ist "bei dem Gespräch wäre ich als Mutter gerne Anwesend gewesen"..sie dürfte mit Blumen Schleife usw aussuchen.... Nun steht ja die Beerdigung demnächst an..
Ich war mit mein Ex nie Verheiratet verstehen uns aber soweit gut..nun ist es so das er bzw seine Familie unsere Tochter an ihrer Seite haben möchten was ich verstehe aber ich als Mutter möchte in der schweren Situation bei meiner Tochter sein und bei der Beerdigung an ihrer Seite und ihr das Gefühl zu geben das ich für sie da bin und sie nicht alleine lassen dabei!Er ist nicht gerade begeistert weil er meint einer von uns würde reichen..also er alleine ich könnte ja trotzdem kommen :-/ muss dazu sagen das meine Tochter noch Baustellen hat.."ADHS, Emotional-Sozial und Wahrnehmungsstörungen.."
Ich möchte diesen Weg mit ihr gehen gerne mit dem Vater zusammen aber was mach ich wenn er sich weigert?
Es so machen wie er plant oder mich durchsetzen und bei meiner Tochter sein dann?? Hat jemand rat!?
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Zitat (JennyU @ 21.07.2019 17:22:20)
Ich möchte diesen Weg mit ihr gehen gerne mit dem Vater zusammen aber was mach ich wenn er sich weigert?

Verweigert er sich denn? Scheinbar habt ihr ein gutes Verhältnis,hast du schon mit ihm über deine Sorgen/Ängste/Anliegen gesprochen?
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mit 12 jahren bin ich allein durch die republik mit dem zug gefahren , zur beerdigung meiner oma.
mein vater hat dort auf mich gewartet.
meine mutter konnte nicht mit, weil meine geschwister noch kleiner waren und sie bei ihnen blieb.

will deine tochter denn, daß du sie begleitest ?

mit 12........... trotz baustellen - könnte sie das auch alleine schaffen.
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Als ich es eben am Telefon angesprochen da meinte er nur es würde reichen wenn er als Vater mit ihr gehen würden denn die Geschwister von ihm wären ja auch noch da..ansonsten müsste ich mit ihr alleine laufen weil sie nicht wissen würde an wem sie sich halten soll.. aber was für eine Tonart..es ist nicht er ich denke der eine Bruder mit Frau..
Ich persönlich finde es wichtig das er und ich als Eltern mit ihr zusammen den Weg gehen und nicht einer alleine..ich hätte ein schlechtes Gefühl wenn ich sie alleine mit ihm und Familie gehen lassen würde..wenn was ist ich bin immer da für sie und das weiß sie auch..es gibt ja gewisse Regeln bzw Reihenfolgen wie man auf Beerdigungen läuft... das muss ja eingehalten werden..wohnen auf dem land und da muss ja alles stimmen!
Es Ist ihre erste Beerdigung heißt Kapelle,Kirche und danach noch zum Kaffee und ob das nicht Mal alles zu viel dann ist.. ich könnte sie zwischen durch aus der Situation rausholen wenn es ihr nicht gut geht.. denn von der Familie hat Niemand wirklich Zeit sich ihr dann zuzuwenden da es dort sehr viele Leute kommen um an der Beerdigung usw Teil zu nehmen..

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Ich würde die Tochter fragen ......ADHS Kinder brauchen vor allem Sicherheit
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Meine Tochter möchte natürlich das ich mitgehe..
Ja richtig sie braucht sehr viel Sicherheit.. und das möchte ich ihr geben.. der Vater sieht es alles leider anderes..
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Zitat (JennyU @ 21.07.2019 18:46:36)
Meine Tochter möchte natürlich das ich mitgehe..
Ja richtig sie braucht sehr viel Sicherheit.. und das möchte ich ihr geben.. der Vater sieht es alles leider anderes..

indem Fall wär mir die Petitesse des Vaters und seiner Familie egal. Ich würde mit meiner Tochter zusammen zu der Beerdigung fahren.
Für mich würde immer das Kind an erster Stelle stehen und nicht die Verwandtschaft oder der Vater.
Es geht darum, dem Kind Sicherheit zu geben und das sollte der Vater auch wissen.

Bearbeitet von idun am 21.07.2019 19:15:26
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ich hatte ein halbes Jahr nach der freundschaftlichen Trennung meine Mutter zu beerdigen. Mein 16 jähriger Sohn, der nicht bei mir lebte, kam mit mir, das war überhaupt kein Problem. Ex hatte kein Interesse die letzte Ehre zu erweisen, stand aber mit auf der von mir in Auftrag gegebenen Kranzschleife.........

Allerdings wäre das auch eine sehr weite Anreise mit Übernachtung gewesen und da will man nicht die gesammte Exverwandschaft treffen

Bearbeitet von Donnemilen am 21.07.2019 19:37:41
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Zitat (JennyU @ 21.07.2019 18:46:36)
Meine Tochter möchte natürlich das ich mitgehe..
Ja richtig sie braucht sehr viel Sicherheit.. und das möchte ich ihr geben.. der Vater sieht es alles leider anderes..

Dann würde ich dem Wunsch auch nachkommen - egal was der Vater meint.
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Ich danke euch!!!
Meine Tochter ist mit auf der Schleife vom Vater.. Aber ich werde auch was in Auftrag geben und auf der Schleife meine Tochter mit drauf schreiben..das finde ich schöner so..

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Wichtig ist das Kind, ganz alleine das Kind. Und wenn ein 12jähriges Mädel den Schutz und die Sicherheit der Mutter braucht, hat das in meinen Augen absolute Priorität.
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Zitat (Drachima @ 21.07.2019 19:40:04)
Wichtig ist das Kind, ganz alleine das Kind. Und wenn ein 12jähriges Mädel den Schutz und die Sicherheit der Mutter braucht, hat das in meinen Augen absolute Priorität.

bin der gleichen Meinung :blumen:
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Deine Tochter kann doch ihrem Vater sagen, das sie dich dabei haben möchte.
2x den Namen auf verschiedenen Schleifen finde ich nicht gut. Dann lass sie beim Vater drauf stehen und du machst deine eigene, zur Not ganz ohne Schrift.
Und ADHS hat mein Sohn auch. Er war zur Beerdigung seines Opas 10. Kommt auf die Ausprägung an. Musst du einschätzen.
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Mein Ex war gerade kurz da noch ein paar Sachen für unsere Tochter holen.. er weicht auch in Abwesenheit unserer Tochter das Thema aus..
Ich hab gesagt ich möchte gerne das sie am Mittwoch nach Hause kommt weil er Donnerstag auch wieder was arbeiten muss.. seid Samstag ist sie bei ihm Tag für Tag mit der Sache konfrontiert..wird in allem was für die Beerdigung erledigt werden muss mit einbezogen..hier hin dahin das noch erledigen.. rund um die Uhr ist das Thema präsent auch wenn Mal Kurze spielpausen gemacht werden.. Dienstag ist die Beerdigung und ich finde das sie vorab etwas Ruhe bzw Kraft tanken muss und auch Mal an deren Sachen denken soll und nicht jeden Tag durch den Erledigungen daran erinnert zu werden...
Wird Dienstag noch schlimm genug für sie..
Vielleicht übertreibe ich damit aber ich kenne mein Kind am besten von allen..
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Gerade kurz zusammen telefoniert..
Meine Tochter soll mit ihm bei der Familie laufen.hab gefragt ob wir nicht zusammen laufen können unsere Tochter in der Mitte..ne das geht nicht Weil die Reihenfolge ja stimmen muss.. wir wären ja nicht mehr zusammen und er wüsste nicht was ich wollte.. sollte es mit den anderen klären und hat aufgelegt..
Es wird sich niemand von der Familie um sie richtig kümmern können.. hier Handschütteln da Handschütteln..da werden Sehr viele Leute sein..auf dem Dorf in einigen vereinen angebunden.. dann steht meine Tochter da neben und ist völlig aufgelöst und das ist schon schlimm für sie dann weil sie sowas nicht kennt.. Kapelle,Kirche,Kaffee wird für sie zu viel sein.. so kann ich mich um sie kümmern und sie merkt das ich für sie da bin!!
Sie fragte mich heute als sie kurz da waren ob ich auch mitgehe..hab mich mit der Antwort zurück gehalten weil er schon das Gesicht verzog..das zeigt mir das es ihr wichtig ist... für meine Tochter sicher auch ein komisches Gefühl wenn ich irgendwo zwischen fremden Leuten Laufe und nicht greifbar für sie bin...
Ich möchte nach wie vor an ihrer Seite sein.
Das mit der Trauerbegleitung usw haben die ja schon alles gemacht obwohl ich gerne an ihrer Seite gewesen wäre..
Schade daß es einige nicht interessiert das eine Mutter bei sowas auch wichtig ist..

Wie soll ich reagieren?nachgeben?
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Jenny, also wenn er das Gesicht verzieht, kannst Du Deiner Tochter nicht ehrlich antworten.
Das sagt eigentlich alles. Das wäre doch die Gelegenheit gewesen.
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Ganz ehrlich?

Ich würde drauf pfeifen, was dein Ex und seine Familie wollen, mir wäre meine Tochter wichtig und sonst nix ... geh mit deiner Tochter hin, geht zusammen, dort wo er dich "haben will", aber du Seite an Seite mit deiner Tochter. Ihm passt das nicht? Pech gehabt, er bekommt die Tochter nur mit dir. Denn offensichtlich will deine Tochter dich dabei haben und nur das würde für mich zählen.
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Hast du eigentlich das alleinige Sorge-/Aufenthaltsbestimmungsrecht?
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Binefant
So sehe ich das auch.. möchte nur nix falsches machen..

Jeannie
Ja,ich habe das alleinige Sorgerecht und Bestimmungsrecht..
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Zitat
Ja,ich habe das alleinige Sorgerecht und Bestimmungsrecht..


dann würde ich das kind nach hause holen... wenn es will.

so ne vorbereitung für ne beerdigung ist nix für eine 12 jährige... und das täglich ein no go !

oder, will sie da bleiben ?

und...........wieso darf deine tochter nicht entscheiden, wo und mit wem und ob überhaupt sie laufen mag .. oder ob sie dabei sein möchte oder nicht ?!??!
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Zitat (JennyU @ 22.07.2019 21:11:49)
Binefant
So sehe ich das auch.. möchte nur nix falsches machen..

Jeannie
Ja,ich habe das alleinige Sorgerecht und Bestimmungsrecht..

Alles, was deinem Kind guttut, kann nicht falsch sein! ;-)
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Mit dem alleinigen Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht bestimmst du, wo es langgeht.
An Vorderster Stelle sollte deine Tochter stehen. Und wenn sie neben dir gehen will, hat das Jeder zu akzeptieren.
Wenn er und seine Familie dich nicht bei der Familie haben will, nimm deine Tochter mit auf den dir zugewiesenen Platz und lass dich nicht irre machen. Er wird schon in der Kirche keinen Skandal produzieren und wenn ja, schadet er sich selber.

Kranz mit Schleife würde ich in dem Fall gar nicht machen. Einfach ein grosser Blumenstrauss mit Schleife und deinem Namen und dem Namen deiner Tochter.
Nach der Beisetzung würde ich mein Kind nehmen und nach hause fahren

Bearbeitet von idun am 22.07.2019 21:58:03
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Zitat
das geht nicht Weil die Reihenfolge ja stimmen muss


ähm................... das wäre mir egal..

wenn deine tochter mit dir gehen mag, dann soll sie es.

oder will der vater mit ihr angeben, daß sie gezwungernermaßen mit ihm läuft ?

will deine tochter denn danach noch zum kaffee und kuchen mitgehen ?

ich selbst hab ne große beerdigung erlebt.. wo über 100 leute mir die hand schüttelten...... ich kannte kaum jemand davon... ich fand das gaaanz fürchterlich und werde das nie wieder mitmachen !

für ein kind stelle ich mir das noch viel schlimmer vor.

von daher................ würde ich das weite suchen mit kind, bevor es am grab zum händeschütteln kommt.
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Zitat (JennyU @ 22.07.2019 21:11:49)
Jeannie
Ja,ich habe das alleinige Sorgerecht und Bestimmungsrecht..

Dann würde ich das auch nutzen und so vorgehen, wie z. B. idun das vorschlägt.

Deine Tochter braucht dich und ist mit der Situation in der Familie des Vaters derzeit überfordert.
Es dient ihrem Wohl, wenn du von deinen Rechten Gebrauch machst.
Ich wünsche dir, dass du im Sinne deiner Tochter die richtige Entscheidung treffen kannst. :blumen:
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ich finde es grundsätzlich gut wenn Kinder, egal welchen Alters, in die Beerdigung mit eingebunden sind. So lernen sie den Tod besser zu verarbeiten. Voraussetzung ist natürlich das sich das Kind nicht sträubt! Zu diesem Thema gibt es übrigens schon für kleine Kinder entsprechende Bücher ( Bilderbücher) mit Text. Ich habe mal so ein Buch verschenkt, statt Blumen für`s Grab bekam der kleine Junge es von mir. Er war erst 4 Jahre alt, hatte seinen Vater verloren ( Unfall) also plötzlich und unerwartet. Ich fand es schade das er nicht zur Beerdigung mitgenommen wurde. Man wollte ihn schonen aber das Gegenteil war der Fall. Der Junge hatte übrigens auch ein ADS( ADHS ohne H )

Bearbeitet von Donnemilen am 23.07.2019 07:53:16
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Mein Enkel war auch mit bei der Beerdigung des alten Generals. Er war damals 8 Jahre , gut vorbereitet und wollte bei Oma sitzen und in den Arm genommen werden und hat staunend zugehört, war sein Urgrossvater lt. Grabrede für ein genialer Mensch war. Er hatte für meine Vater , den alten General Wiesenblumen gepflückt und ins Grab geworfen. Für das Kind war das ein wichtiger Abschnitt in seinem Leben
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Zitat (Binefant @ 22.07.2019 21:33:48)
Alles, was deinem Kind guttut, kann nicht falsch sein! ;-)

Dem stimme ich 100%ig zu!!!!
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„Der alte General“ wie liebevoll , bittersüß?! und einfach wunderschön👍
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Update..

Meine Tochter ist seid heute Nachmittag Zuhause..
Sie war mega sauer und enttäuscht weil sie nach Hause musste.. "der Vater muss morgen arbeiten"
Als er weg war fing sie an.. die anderen haben gefragt ob sie mit möchte Opa "der aufgebahrt ist" nochmal zu sehen.. ich wollte ihr erklären wie ich drüber denke und dann fing sie an mich zu beschimpfen usw.. blöde Mama wegen dir darf ich nicht ist deine Schuld.. und das gleiche nochmal als sie anfing mit der Beerdigung zu laufen.. hab es ihr alles in Ruhe erklärt.. das sie besser Opa in Erinnerung halten soll wie sie ihn kennt und ich nicht möchte das sie hinterher nur daran denkt wie Opa im Sarg liegt... Dann meinte sie ja Mama stimmt ich möchte doch lieber nicht..
Dann haben wir uns über die Beerdigung gesprochen. Hab sie gefragt ob sie weiß was da auf sie zu kommt?
Ich erklärte ihr wie es abläuft und das der Sarg dann vor ihren Augen herunter gelassen wird und man da Blumen rein wirft.. da fing sie bitterlich an zu weinen.. dann wollte sie Lieber mit mir laufen weil sie Angst hat usw.. heißt nicht das die mit dem Papa nicht laufen darf nur die Tragweite ihr ihr nicht bekannt was dort wirklich vor ihren Augen passiert..
Mal sehen wie der Vater bzw die Familie über das nun denkt.. werde es die Tage mit dem Vater klären. Hoffe es gibt keinen zu großen Stress..

Ich denke da nur ans Kind!!!

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da ist deine tochter sicher von der gesamten verwandtschaft " geimpft " worden... daß sie alles mitzumachen hat usw.
und niemand hat mal dran gedacht, deiner tochter einzelheiten zu erklären... und überhaupt mal den gesamten ablauf...

puh

hast gut gemacht

da wird sicher mit der zeit noch einiges aus deiner tochter " rausbrechen "

paßt auf euch auf
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Zitat (JennyU @ 24.07.2019 18:17:45)
ich wollte ihr erklären wie ich drüber denke und dann fing sie an mich zu beschimpfen usw.. blöde Mama wegen dir darf ich nicht ist deine Schuld.. und das gleiche nochmal als sie anfing mit der Beerdigung zu laufen..

alleine dieser Reaktion deiner Tochter (der dies bestimmt von den Verwandten eingeimpft wurde) würde ich gar nicht fragen, was die davon denken, sondern einfach so handeln, wie es deine Tochter wünscht. Ohne jegliche Diskussion mit den Ex-Verwandten ...

Sollte sich deine Tochter am Tag der Beerdigung doch noch entscheiden, mit dem Vater laufen zu wollen, würde ich es ihr erlauben (allerdings nur, wenn ich das Gefühl hätte, dieses "wollen" kommt nicht von Vaters Seite).
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Der Tod gehört zum Leben und ich würde das Kind mit einbeziehen . Was ist schlimm daran den Opa im Sarg zu sehen? Kommt darauf an wie man das Kind darauf vorbereitet. Schon die Frage“ weißt du was auf dich zukommt“ macht Angst. Da du sie aber wohl gestellt hast kannst du nicht mehr zurück , das würde sie m. E. noch mehr durcheinander bringen. Ich finde das Kinder immer das eigene Verhalten reflektieren , also auch Ängste und Zuversicht ! In meiner Kinderzeit war es üblich die Toten zuhause aufzubahren , auf einem türblatt und mit einem Handtuch zur Fixierung des Kiefers. Die Szene gehört zu meiner letzten kindlichen Erinnerung an meinen Opa . Mein Vater machte das mit großer Zärtlichkeit. Er sagte mir das es Opa jetzt besser ginge und seine Seele im Himmel sei. Die 4 km vom Haus zum Friedhof ging das ganze Dorf mit - zu Fuß. Ich hatte als Kind ( 7 Jahre) das Gefühl das mein Opa von allen geliebt wurde. Das war Heiligabend , Anfang der 60iger Jahre. In der Nacht musste mein Vater in der Christmette das Ave Maria singen ..... auch noch viele Jahre lang.

Bearbeitet von Donnemilen am 24.07.2019 19:06:10
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Zitat (Donnemilen @ 24.07.2019 18:53:23)
In meiner Kinderzeit war es üblich die Toten zuhause aufzubahren , auf einem türblatt  und mit einem Handtuch zur Fixierung des Kiefers.

Hallo,

ich lese diesen Thread seit Beginn mit.
Ich finde es nicht gut, wenn ein Kind seinen Opa in diesem "Zustand" sieht.
Ich bin 63 Jahre alt und mein Vater ist vor 20 Jahren im Krankenhaus gestorben.
Ich sehe immer wieder noch dieses Bild vor mir, wie er im Krankenhausbett mit der Fixierung des Kiefers liegt.
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ich bin 50 + und habe mir noch nie einen toten angesehen ! und werde das freiwillig auch nicht tun !

meinen vater hab ich begleitet bis zum abend vor seinem tod. danach war seine frau bei ihm.

meine mutter begleite ich auch, sie ist sehr krank, aber - ich mag beide in erinnerung behalten, wie ich sie lebendig kenne. daher... mag ich keine toten sehen.
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Als ich mit 12 Jahren meinen ersten Toten im Leichenhaus der Gemeinde sah, hatte ich ein halbes Jahr keine schönen Gedanken.
Ich dachte immer an das Sterben.
Nach dieser Zeit musste ich noch einmal mit meiner Freundin zu einer solchen Aufbahrung - Blumen abgeben.
Das hat dann noch mal drei Monate gedauert, dass ich nicht mehr so oft daran gedacht habe.
Vielleicht konnte ich mich, dadurch ich etwas älter war besser ablenken.
Ich habe es nie jemanden erzählt - ist heute das erste mal.

Bearbeitet von Tessa_ am 24.07.2019 19:21:49

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Als meine Mutter starb war ich in Schweden und konnte erst zur Beerdigung in D sein - irgendwie fehlte mir der Abschied. Mein Vater starb vor 5 Jahren , 4 Stunden nach meinem Besuch- ich konnte mich verabschieden ....ihn eigenartigerweise jedoch nicht berühren. Ich habe heute noch diese letzte Begegnung auf dem Mobil - ausschließlich für mich .

Bearbeitet von Donnemilen am 24.07.2019 19:32:55
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Ich war fünf Jahre , als ich vor dem offenen Sarg meiner Mutter stand. Ich spüre manchmal noch heute den Schmerz, den ich herausgeschrien habe.
Eine Frau hat mich irgendwie aus der Trauerfeier weggezogen, aber ich war wohl so im Schock das ich den ganzen Friedhof zusammengeschrien habe.
Die Folgen, mir meine tote Mutter zu zeigen habe ich ein Leben lang gespürt.
Ich wurde zum Bettnässer, agressiv und habs meiner Oma nicht leicht gemacht.
Manchmal träume ich diese Situation noch heute. Ich würde kein Kind zur Beerdigung von Familienmitgliedern mitnehmen. 😥
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Ich habe ja schon geschrieben, das mein Krümelchen bei der Beerdigung seines Uropas dabei war. Den Toten haben wir ihm nicht gezeigt. Das muss nicht sein. Kinderseelen sind so empfindsam. Krümelchen denkt an den Uropa, wie er so in seinem Sessel sitzt, in streng anschaut (er ist 94 geworden) und dann sagt: Hol dir mal was da aus der Dose (Süssigkeiten) . Der alte General war bis zum letzten Moment klar im Kopf, man konnte wunderbar mit ihm streiten und diskutieren. Er hat immer am Weltgeschehen teilgenommen, wenn auch mit einer manchmal kruden Meinung. So sollte Krümelchen ihn in Erinnerung behalten und nicht als kalten leblosen Körper.
Kinder sollten keine Toten sehen. Das kommt früh genug.
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Als meine Mutter starb waren wir gerade im Urlaub. Mein Vater meinte, ich solle sie mir noch einmal ansehen, damit ich Abschied nehmen konnte. Ich war damals 40 Jahre alt und habe es nicht gut verkraftet. Meine Mutter lag stark geschminkt vor mir, das hat mich so geschockt, da sie sich zu Lebzeiten nie geschminkt hatte.
Von meinem Vater habe ich mich einige Tage vor seinem Tod verabschieden können, sehen wollte ich ihn dann nicht noch einmal.
Es ist selbst für einen Erwachsenen besser, die Toten so in Erinnerung zu behalten, wie sie gelebt haben, da würde ich ein Kind niemals mit zur Aufbahrung nehmen.
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Ich würde mir freiwillig keine Toten ansehen.

Bei meinen Großeltern war der Sarg beim Begräbnis zu. ( ist in Ö auch eher so üblich).

Meine Tochter ist auch 12 und so einen Anblick würde ich sie nie aussetzen.
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Zitat (Sammy @ 24.07.2019 22:00:45)
Ich würde mir freiwillig keine Toten ansehen.

Bei meinen Großeltern war der Sarg beim Begräbnis zu. ( ist in Ö auch eher so üblich).

In Deutschland ist der Sarg in der Kapelle auch zu. Nur man kann sich den Verstorbenen vorher ansehen.
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das ansehen haben ganz viele Jugendliche beim plötzlich verunfallten Sohn ( 22 Jahre) einer Freundin gemacht, in der Kapelle, einen Tag vor der Beisetzung und im Beisein der Freundin! Für alle war der plötzliche Tod so etwas fassbarer.


Gestern Abend war das Thema bei uns beiden- unsere Enkelin ist 11 Jahre und wir sind beide der Meinung das es im Todesfall wichtig für sie wäre Abschied zu nehmen. Interessant wäre zu wissen wie die Eltern darüber denken- am Montag sehen wir uns, werde das Thema mal anschneiden ;)

Bearbeitet von Donnemilen am 25.07.2019 09:35:59

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Der Opa ist letzte Woche Freitag verstorben..
Liegt glaub ich seid gestern oder vorgestern aufgebahrt..es sind Hohe Temperaturen man weiß nicht in wie weit es noch schön ist anzusehen..
Die Familie war gestern und spätestens heute müsste sie weil der Sarg denke ich dann geschlossen wird..
Wenn sollte man das Kind darauf vorbereiten und nicht einfach fragen "willst du mit und Opa nochmal sehen?" Ich sehe es das man das Kind vorbereiten muss und ich habe gestern noch lange mit ihr geredet weil immer mehr fragen kamen hab ihr erklärt das Opa im Sarg liegt und ob sie nicht lieber Opa in Erinnerung halten möchte wie sie ihn kannte..
Sowas ist unvorbereitet ein schock

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Wenn dein Gefühl dagegen spricht, dann solltest du entsprechend handeln und ihr den Anblick nicht zumuten.

Du kennst dein Kind viel besser als wir.
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Kein so junges Kind sollte einen alten wachsbleichen toten Mann sehen müssen.
Abschied kann man auch anders nehmen.
Zum Beispiel an den Tisch setzen, Bild vom Opa aufstellen, Kerzen anmachen und von ihm erzählen.
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Ich habe erst einmal einen Toten gesehen, meinen Schwiegervater. Er lag im geschlossenen Sarg, wo das Gesicht war, war eine Scheibe. Er sah aus als ob er nur schliefe. Ein friedlicher Anblick, auch keine Fixierung des Unterkiefers.
Das ist evtl. verschieden

Die Mutter kennt ihr Kind und sollte entscheiden und das auch auch durchsetzen.
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Das mit der Fixierung hat mit der Leichenstarre zu tun und wird später entfernt. Und wachsbleich ist nicht mehr da die Toten zurecht gemacht werden . Mein Vater sah sehr zufrieden , ja entspannt aus
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Ich befürchte, eure Ratschläge sind total umsonst.
Hab da so ein Gefühl. Sommerloch?
Vielleicht irre ich mich ja auch?
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Zitat (idun @ 25.07.2019 15:18:38)
Kein so junges Kind sollte einen alten wachsbleichen toten Mann sehen müssen.
Abschied kann man auch anders nehmen.
Zum Beispiel an den Tisch setzen, Bild vom Opa aufstellen, Kerzen anmachen und von ihm erzählen.

Sehe ich auch so.
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Habe ihr ein gewünschtes Foto ausgedruckt und in einem schönen
Wir reden wenn sie drüber reden möchte und auch so wie sie es mag..

Das ganze mit einbeziehen "Sarg aussuchen usw" hat ihr sehr zu schaffen gemacht..das merkt man vom reden her.. was sie so erzählt.. ich Frage nicht lass sie reden wenn sie anfängt und wenn sie fragt bekommt sie auch antworten..
Sie war die tage traurig weil sie Zuhause bleiben musste und nicht mehr mit ihrer Tante kuscheln kann weil sie traurig ist und auch Oma nicht trösten kann wenn sie weint..
Ich denke es war alles zu viel Verantwortung was zu erledigen war.. nun fängt sie an zu Trauern und weint wenn ihr danach ist! Sie fragt nicht nach Papa wie sonst immer..ich lass sie und hoffe das es ihr bald besser geht..

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