Ohne Internet? Wenn es keinen Zugang mehr gäbe?


Es gibt ein Problem und wir wissen von nix:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,384560,00.html

Aber was wäre denn, wenn eine einzige Macht das Internet kontrollierte?


Eine Macht kontrolliert sowieso - die Amiländer.


Ja, das soll sich ja nun mit diesem Gipfel ändern.


Das ist doch ein ziemlich alter Hut, dass wenn Du z. B. in einer Mail (wahrscheinlich auch hier im Thread) Worte wie Anschlag, töten, Sprengstoff und auch bestimmte Codeworte benutzt, dass diese Mails herausgefiltert und durchforstet werden. Und der Nick hilft da gar nichts, weil Du Dich ja mit Deiner richtigen Mail anmelden musst. Und die zurück zu verfolgen ist ja nun Kinderkram.

Das hast Du auch beim Telefon in Deutschland. Es gibt bestimmte Codeworte die für die oben genannten Begriffe genutzt werden, und sobald die benutzt werden, schaltet sich ein Band ein und der Anruf wird zurück verfolgt.

Es ist nicht so, dass nur bestimmte Personen abgehört werden. Vielmehr funktioniert hier ein engmaschiges Netz von Software.

Und heute knackt es dummerweise im Telefon nicht mehr - dank digitaler Kommunikation.


Meine Frage geht dahin, sollen wir uns von einer Macht überwachen und bespitzeln lassen oder sollte das nicht sinnvollerweise ein Zusammenschluss der Länder werden. Eine Art Welt-Internet-Rat?!


Auf keinen Fall darf es ein nationaler Rat sein, sondern ein internationaler, aber nicht nach dem Vorbild des Militärs, z.B. auch sog. Schwellen- und "Dritte-Welt"-Länder.

Free the Internet!


Ja! Allerdings ist das größte Problem nicht gelöst und wird es vorerst nicht. Das auch die Menschen in den Ländern zugriff bekommen, in denen das Internet massiv blokiert wird.

Wobei ich mir die Frage stelle, ob dies eventuell in jedem Land der Fall ist? Gibt es auch in Deutschland und den anderen westlichen Ländern eine Zensur?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir keine haben.


Natürlich haben wir in Toitschland eine Zensur.


Auszug aus einem Artikel der Tagesschau (Podcast) (www.tagesschau.de)
(16.11.2005, 14:51 Uhr)

Im Tauziehen zwischen den USA und anderen Ländergruppen um eine neue "Weltordnung" für das Internet hat UN-Generalsekretär Kofi Annan weitere Verhandlungen gefordert. Gegenwärtig sei die Verwaltung des weltweiten Netzes durch die amerikanische Stiftung ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) sinnvoll, sagte er in Tunis zum Auftakt des zweiten Weltgipfels der Uno zur Informationsgesellschaft. Die Vereinten Nationen seien nicht "die geeignete Institution für eine derartige Internet-Regierung".

Die Delegierten aus rund 100 Staaten hatten zu Beginn des Kongresses einem Kompromissvorschlag zugestimmt, die Verantwortung über das Adressen-System des Webs in den Händen der USA zu belassen. Damit wird ICANN weiterhin für das Namen-Management zuständig sein. Es soll ein internationales Forum eingesetzt werden, das Bedenken anmelden kann, jedoch keine bindenden Befugnisse haben soll.

Noch ist nicht klar, ob mit dem erzielten Kompromiss die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Delegierten der EU und der USA ausgeräumt sind. Die EU hatte sich vor dem Gipfel für einen Rückzug der US-Regierung aus ICANN ausgesprochen. ICANN selbst wird von der Europäischen Union in vollem Umfang akzeptiert.


Man lasse sich "... Es soll ein internationales Forum eingesetzt werden, das Bedenken anmelden kann, jedoch keine bindenden Befugnisse haben soll..." im Munde zergehen.
In mir verspüre ich ein Gefühl, das sich zu Ärger entwickeln könnte. :labern:



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