Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt... Oder?


Ihr Lieben,

ich frage mal interessenhalber, wie das bei euch so ist.

Und heute geht es mal nicht um Zahnlückli! ;)

Mein Freund und ich diskutierten letztens darüber.

Ich bin der Meinung, wenn ich etwas koche, was der andere nicht mag, kann man schon mal für denjenigen etwas anderes dazu machen. Beispiel: Es gibt Kartoffeln, Spinat und Ei. Derjenige mag kein Spinat, also kann man dann doch schnell eine Dose Erbsen und Möhren aufmachen, und dem "Nicht-Spinat-Esser" servieren, oder? Oder ein Brot schmieren. so halt ich es bei Zahnlückli. Wenn ich etwas koche, was sie nicht mag, kann sie sich ein Brot schmieren. Bzw. Ich habe gestern etwas gekocht, was sie nicht mag. Also esse ich heute den Rest von gestern und sie eine Pizza. Kenne ich so...

Er ist der Meinung, es wird dann gegessen (eben, "dass was auf den Tisch kommt"). und wers nicht mag, isst entweder nur Kartoffeln und Ei oder gar nix. Extras gibt es nicht. Kennt er so....


Wie ist das bei euch? Wird "gegessen, was auf den Tisch kommt"? Oder macht ihr euren Kindern, Männern, Frauen, mal was anderes/extra?????

Ich bin der Meinung, dass niemand hungrig von Tisch aufstehen sollte...

Ich bin gespannt auf eure Meinungen.


LG Letti


Hallo Letrina,
ich halte es ebenso wie Du. Manchmal hat es zwar bei uns den Anschein eines Restaurantbesuches gehabt (als wir noch zu viert am Tisch saßen), zwischenzeitlich sind wir ja nur noch zu zweit. Da versuche ich dann, entsprechend zu planen. Ich esse beispielsweise gerne Spargel, mein Sohn nicht. So gibt es zu Spargel entweder Pfannkuchen (Omelett), was er gerne isst, mit Pilzen. Ich kann dann auch einen Pfannkuchen zum Spargel essen. Oder aber ich mache neue Kartoffeln dazu, er isst die Kartoffeln dann mit Kräuterquark.
Ich finde, man muss nicht unbedingt andere zwingen, das zu essen, was "nur" man selbst mag - essen ist ja nicht nur Sattwerden, sondern (bei uns) auch Zeit, die wir plaudernd miteinander verbringen und genießen wollen. ;)


Ich kenne es auch so wie Du.
Wenn meine Mama etwas gekocht hat was ich nicht mochte (beispielsweise Leber ...) dann hat sie für mich etwas anderes gemacht - und sei es "nur" ein Brot, oder Reste vom Vortag.


ich denke, man kann durchaus Kompromisse machen. Sowohl als Kochender, als auch als Bekochtwerdender.

Zum Beispiel finde ich es für mich als Vegetarierin völlig in Ordnung, auf eine Extrawurst zu verzichten, wenn eine rein vegetarische Variante zu umständlich wäre - bei Eintöpfen oder Aufläufen für größere Gruppen ist das ja oft der Fall. Dann begnüge ich mich mit den Beilagen oder mach mir n Schnittchen. Das ist zwar nicht schön, aber wenn schon jemand kocht, möchte ich nicht auch noch Extraarbeit verursachen, die über das Erträgliche hinaus geht.
Andererseits finde ich es vertretbar, wenn es zum Beispiel Schnitzel mit Gemüse und Kartoffeln gibt, mal eben vor den Schnitzeln nen Bratling in die zu kloppen, der nicht mehr Aufwand macht as ein Schnitzel.

Gruselig finde ich diese supermäkeligen Kinder, die wirklich nichts essen. Entsprechend oft machen die eltern aber auch einen Tanz ums Essen, dass es schon fast unaushaltbar ist.

In der Bekanntschaft meiner Eltern gibt es so ein Prachtexemplar... Restaurantbesuche sind der Horror.... "Die Felicitas-Amidala-Jocelyn hätte dann gerne ein mal die Pommes, aber ohne Kartoffeln, dafür ein bisschen Gemüse mit Sauce Hollondaise, aber nur wenn da Schnittluach drin ist, sonst mag sie es nicht. Wenn da Schnittlauch drin ist, hätte sie gerne Erdbeeren ohne Kerne mit exakt Raumtemperatur. Ja? Ginge das? Aber nur, wenns nicht zu viele Umstände macht". Naja, so in dem Stil halt....


Da ich schon so vom Kochen völlig überfordert bin, wäre es für mich ein Super-GAU, wenn ich noch für jemanden extra kochen müßte. Soll heißen: Bei mir wird tatsächlich nur das gegessen, was auf den Tisch kommt. Wenn jemand etwas davon nicht mag, läßt er/sie das halt weg! ;) Gefällt den Kindern etwas nicht, können sie sich später etwas Obst nehmen.


Kleine Extra´s sind drin. Bei 3 Kindern aber nur für Dinge die wirklich nicht gemocht werden. Das sind pro Kind ca. 2.
Das große Mäkeln unterstütze ich nicht.


Hi, Letti, :winkewinke:

Ich hab auch immer das gekocht, was meine Töchter gerne mochten.
Kenn ich so von meiner Mutter, hat sie auch so gemacht, und wir waren 3 Geschwister.

Nur bei meiner Oma, da musste wirklich das gegessen werden, was auf den Tisch kam. :)


@Cambria: Ja , klar, Kompromisse sollten schon gemacht werden. Es war schon mal so, dass er dann auch Fleisch gemacht hat und ich es nicht gegessen habe. (Ich bin keine Vegetarierin, es war mir einfach zu fett.)
Vielleicht kommt es auch einfach auf die jeweilige Situation an.

Die Kinder, die du angesprochen hast, kenne ich auch zur Genüge. Zahnlückli ist Gott sei Dank ein Kind, was gerne und FAST alles isst. Und wenn dann mal was neues dabei ist, möchte ich dass sie zumindest probiert. Sie isst bis heute kein Salat. Aber Rohkost. Also bekommt sie ihren Rohkostteller (sie sagt: "mein eigener Salat") und ich mache mir halt ein Dressing dazu.

:) Jetzt sind wir doch wieder beim Zahnlückli :rolleyes:

Edit: Es kommt aber auch selten vor, dass irgendjemand etwas nicht mag. Weiteres Beispiel. Wir alle mögen gern Milchreis. Nur die Tochter nicht. Ich würde dann z.B. Milchreis kochen und für sie dann eben Pizza oder ähnliches machen, nix aufwendiges natürlich. Mein Freund ist der Meinung: Entweder sie isst Milchreis oder nix... DAS ist mir zu extrem.

Gut, wenn ich in seiner Küche stehe (wir wohnen nicht zusammen, aber wir sind häufig da, dann koche auch mal ich), dann bin ich dort Chef... ;) Und ich koche verdammt gerne... :D

Bearbeitet von Letrina am 05.06.2011 18:59:17


Zitat (Pumukel77 @ 05.06.2011 18:48:11)
Kleine Extra´s sind drin. Bei 3 Kindern aber nur für Dinge die wirklich nicht gemocht werden. Das sind pro Kind ca. 2.
Das große Mäkeln unterstütze ich nicht.

Kurz und knapp und so seh ich das auch. Bei Kleinen wie bei Großen :D

Ich hatte es früher bei meinen Zwei so gehalten, das ich nie extra gekocht hatte. Die eine Tochter aß keinen Fisch, dann gab es nur Kartoffeln und Rotkohl für sie. Die andere Tochter hat z. Bsp. keine Leber gegessen, also bekam sie nur KaPü. Es gab diesbezüglich nie Probleme oder Streitereien, da im allgemeinen alles gegessen wurde....


Eins mal vorweg: Kochen ist für mich so das schlimmste,was es gibt. Ich mache es nicht gerne, kann es nicht gut und tue es nur, weils ein notwediges Übel ist :hihi:
ABER:

Ich esse z.B. keine Salzkartoffeln, aber deswegen muss die Familie doch nicht auf Kartoffeln verzichten.Ich "brate mir doch auch Extrawürste" also gestehe ich das der Familie auch zu. Die würden sich sehr bedanken, wenn nur solche Sachen auf den Tisch kommen, die ich gerne esse. So nach dem Motto:" Ich will das heute essen, also musst du das auch tun!"

In der Regel essen wir natürlich alles dasselbe, aber Ausnahmen kommen vor, und sind für mich auch in Ordnung. Isst die Familie Kartoffeln, gibts für mich eben stattdessen Reis. Hier isst jemand gern Leber oder Schwarzsauer und ich könnte mich schütteln, wenn ich nur dran denke. Aber trotzdem bereite ich es zu!

"Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!" kommt für mich definitv nicht infrage, was möglicherweise daran liegt, dass mein Vater das früher gern durchgezogen hat und ich das ein oder andere Mal mit vollgestopften Hamsterbacken zum Klo geflitzt bin!

Bearbeitet von jojomama am 05.06.2011 20:08:45


Essen was auf den Tisch kommt war nach meiner Ansicht früher einmal so. Sofern nicht an jedem Essen etwas auszusetzen ist, sollte man sich doch ein einfaches Ausweisessen ausdenken. Jeder hat doch etwas was er wirklich nicht mag. Wenn ich daran denke ich würde gezwungen werden Spinat zu essen, wirde mir schon bei dem Gedanken schlecht. Es sollte nur nicht so ausarten das jeden Tag mehrere Essen gekocht werden müssen. :pfeifen:


in meiner eigenen familie kenne ich diese probleme kaum. oder vielleicht auch nur noch nicht. meine tochter ist achtzehn monate alt und isst bisher alles, was wir auch essen. von manchen gerichten, die sehr stark gewürzt sind, erhält sie entweder eine abgeschwächte variante oder nur eine kleine portion, dazu etwas anderes. noch hat sie nichts abgelehnt. mein sohn wird noch voll gestillt.

wenn jemand einige dinge wirklich nicht essen mag, sollte das berücksichtigt werden. und es wird ein alternativgericht gekocht oder angeboten, es selbst zuzubereiten. meinem mann dürfte man weder innereien noch rohes schweinefleisch servieren. oder meeresfrüchte, kaviar, schnecken und frösche. milchreis mag er auch nicht. solche begründeten abneigungen würde ich immer akzeptieren.

doch wenn der kleine prinz am tisch sitzt und entscheidet, dass er heute keinen broccoli mag, er lieber salzkartoffeln als bratkartoffeln will und alles falsch ist, darf er gern seinen anteil an den gerichten verspeisen, gegen die er nichts hat. und bei hunger noch butterbrot oder obst essen.

bei buffets oder mahlzeiten mit mehreren menschen finde ich das sehr einfach. man kann die auswahl reichlicher gestalten und einige wünsche berücksichtigen.

jedoch jedem das zubereiten, was er will, würde ich nicht. so gern ich auch koche, ich bin kein restaurant, bei dem jeder seine wünsche erfüllt bekannt.

für vegetarier würde ich vielleicht eine angemessene fleischlose variante anbieten. oder dafür sorgen, dass der gast oder das familienmitglied vom restlichen angebot satt wird und es ihm schmeckt. vegetarier wollen ja nicht ihre mitmenschen ärgern, sondern nur ihre lebensweise akzeptiert sehen. so ginge es mir auch.

ich hatte einmal einen rohköstler zu gast. so wenig arbeit habe ich nie mehr gehabt. oder mit fruganern. :hihi:

meine kinder werden nichts essen müssen, wovor sie sich ekeln. doch ich möchte, dass sie vieles probieren. und nicht gleich sagen, man mag es nicht, wenn man es noch nicht gekostet hat. abneigung gegen eklig aussehende speisen würde ich gelten lassen, denn ich mag auch nicht alles kosten, was man mir vorsetzt. bei obst und gemüse gibt es jedoch wenig grund zur beanstandung.

einmal erlebte ich ein kind, das keinen roten apfel versuchen mochte. es kannte nur grüne äpfel. und natürlich hat die besorgte mutter ihm grüne äpfel besorgt, obwohl es noch reichlich reife bananen, birnen und rote äpfel gab. nicht mit mir.


jojomama: Was ist denn Schwarzsauer??


Schwarzsauer sind Schnuten und Pfoten in Blut gekocht, glaube ich gehört zu haben :pfeifen:


Letti, ich bin zwar nicht jojomama. Aber Schwarzsauer dürfte was sein mit erhitztem Blut (aus rot wird dann schwarz) und Essig oder Zitrone :( als Zutat.

Ich esse weder Schwarzsauer, Panhas, Rotwurst, Blutwurst, also nichts, in dem Blut ganz offensichtlich verarbeitet ist. So gerne ich sonst im Net suche, um Antworten für die Muttis zu finden: liebe Letti, nicht bei der Frage nach Schwarzsauer :huh: .


Zitat (Gabybambi @ 05.06.2011 20:44:28)
Letti, ich bin zwar nicht jojomama. Aber Schwarzsauer dürfte was sein mit erhitztem Blut (aus rot wird dann schwarz) und Essig oder Zitrone :( als Zutat.

Ich esse weder Schwarzsauer, Panhas, Rotwurst, Blutwurst, also nichts, in dem Blut ganz offensichtlich verarbeitet ist. So gerne ich sonst im Net suche, um Antworten für die Muttis zu finden: liebe Letti, nicht bei der Frage nach Schwarzsauer :huh: .

Das klingt nicht wirklch lecker :kotz:

@jojomama: "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!" kommt für mich definitv nicht infrage, was möglicherweise daran liegt, dass mein Vater das früher gern durchgezogen hat und ich das ein oder andere Mal mit vollgestopften Hamsterbacken zum Klo geflitzt bin!


So bin ich auch erzogen worden und habe zB. ganz fetten Speck, wo noch ein paar Borsten dran waren mit dem Sauerkraut essen MÜSSEN! :kotz:
Mein Vater war der Meinung: Man lebt nicht um zu essen, man ißt um zu leben :ph34r:
Nach "solchem" Essen w.o. blieb es doch nicht aus, dass wir nach dem Essen uns immer Ersatz gesucht haben, sprich Ungesundes, wie Süßigkeiten, oder auch mal Salzkartoffeln in die restliche Soße getunkt :sabber: gegessen haben, wovon dann mein älterer Bruder ich und zwei Pummelchen waren rofl Mein Bruder übrigens immer noch :pfeifen:

Kann sein, dass ich mich deshalb trotzdem zu einer (fast) Allesesserin entwickelt habe ..... Knuddelbärchen hat ja auch schon (richtig!) festgestellt, dass ich verfressen bin rofl

Aber .... ich finde es nicht schlimm, mir etwas anderes herzurichten, wenn mein Gögä zB. Spiegeleier möchte, oder auch weißer Pressack *igitt* mit Bratkartoffeln, dann gibt es für mich halt Rühreier/Omelett mit Bratkartoffeln, so à la Bauernfrühstück. Habe aber auch gelernt, etwas vor ein paar Jahren UNVORSTELLBARES zu essen, nämlich Spinat mit Spätzle. Ist gar nicht so übel :pfeifen: Probieren geht über studieren :) Auch habe ich mit den Jahren gelernt, Linsen mit Spätzle sogar gerne zu essen, eher im Winter halt nur.

Da wir keine Kinder haben, ist es für uns nicht wirklich ein Problem und haben wir eigentlich auch einen ähnlichen Geschmack. Auswärts auf Festle ißt er zwar gerne eine Rote Wurst - für mich NO GO -

Fazit: Extra was ganz anderes kochen, mußte ich nie, würde es aber - vielleicht doch aus Liebe :hmm:
schon mal machen.


Hallo Seidenlöckchen
Diese Einstellung find ich in Ordnung. Mal probieren und dann sagen, schmeckt nicht ist voll akzeptabel. Das war das was ich meine. Wenn es mal ein einzelnes Gericht ist was Kinder oder auch Erwachsene nicht mögen muß man denjenigen nicht wirklich zwingen. Wenn Kinder aber so "verwöhnt" sind das sie nur diesen bestimmten Apfel essen, wenn andere Dinge vorhanden sind, dann sind doch die Eltern schuld, das sie das zulassen und auch noch fördern. ^_^


Zitat (Letrina @ 05.06.2011 20:48:11)
Das klingt nicht wirklch lecker :kotz:

Ist es aber :rolleyes::sabber::gestatten:

Das Gefährliche ist halt wer zuviel nachgibt,zieht sich kleine Monster heran :unsure:

Wurst, allein schon der Gedanke an Schweineblut bringt mich zum würgen...


manche eltern machen es sich auch recht einfach. das sehe ich im augenblick häufig, wenn meine tochter mit gleichaltrigen zusammen ist. sie hat immer gern gegessen und war neugierg auf alles, was andere auf dem teller hatten. das ist sie immer noch.

einem kind gegenüber finde ich es geradezu verbrecherisch, ihm nicht immer wieder verschiedene dinge anzubieten, auch wenn das kind sie bereits einmal verschmäht hat. nun gut, man mag nicht immer alles essen. dennoch finde ich es falsch, beispielweise nektarinen für immer aus dem speiseplan des kindes zu verbannen, nur weil es den ersten versuch mit einem stück nektarine abgelehnt hat. man versucht es vielleicht in einigen tagen noch einmal.

oder gemüse wie kürbis oder tomaten. es mag vielleicht heute keine rohen tomaten, isst aber gern eine tomatensauce. ich habe wirklich keine lust, mir verwöhnte kleine tyrannen heranzuziehen, nur weil mein mann und ich beim ersten versuch aufgegeben haben. ausbaden muss ich es dann nämlich später, wenn es um die mahlzeiten geht.

im augenblick ist der lieblingskäse meiner tochter ein havarti mit chili. ich finde das recht scharf, jedoch isst sie ihre damit belegten butterbrote auf. manchmal isst sie auch erst den käse und dann das brot. :hihi:

unterwegs nehmen wir beinahe immer ein kleines butterbrot mit. von einer anderen mutter konnte ich auf einer parkbank vernehmen, dass das viel zu scharf für sie und nicht für ein kind in ihrem alter geeignet sei. ihr eigenes kind war ein wenig jünger als meine tochter und trank diät-zitronenlimonade, während sie ihm ein weißbrot mit dicken nutellabelag auspackte. in einer hand hielt es den rest eines pringles. ich verzichtete darauf, mit dieser frau eine diskussion über geeignete ernährung für kinder zu führen.

abneigungen respektiere ich gewiss, auch unterschiedliche ernährungsweisen, jedoch nicht launen von verwöhnten prinzessinnen und rosinenpicken.


Gemäkelt wird bei uns auch schoneinmal, aber ein großer Aufwand wird nicht getrieben. Es kommt vor, dass ich Reis und Nudeln koche oder ein Schnitzel unpaniert brate - aber das sind alles Kleinigkeiten.

Mein Großer mag keine Tomaten, also werden diese beim gemischten Salat extra gereicht.
Auch mag er, wie ich, lieber Fischfilet wie Fischstäbchen (die anderen andersherum), so gibt in diesem Fall einen "extra-Fisch".
Der Mittlere mag keine Pilze - also werden diese auf einem Pizzastück weggelassen oder in Soße rausgefischt.

Ich mag z.B. keine gefüllte Paprika mit Hackfleisch. So wird die Füllung an die Jungs (die mögen keine warme Paprika) verteilt, während ich die Paprika esse.... .

Bei "unbekannten" Gerichten gilt die Devise - dass es zumindest probiert werden sollte bzw. könnte - wem es nicht schmeckt der darf gerne auf Brot, Wurst und Käse (Schokocreme und Co. sind allerdings tabu, wir sind abends-warm-Esser) zurückgreifen.

Wer hungrig vom Tisch geht - i(s)t selber schuld.


YO


Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die meine Kleine nicht mag.
Sie findet zB die Konsistenz von Pilzen einfach nur ekelig. Wenn ich also ein Gericht mache, in das -für mich- unbedingt Pilze gehören, lasse ich die einfach groß genug damit meine Kleine sich die ohne großen Aufwand aussortieren kann.
Paprika mag sie weder roh noch gegart, aber die gibt es bei mir halt dann, wenn sie sowieso außerhäusig isst.
Dafür ißt sie für ihr Leben gerne Milchreis uä. Damit kann man mich jagen. Das gibt es meistens Freitags für sie, wenn sie früher Schulschluss hat und ich noch arbeiten muß.
Ich finde es ok, wenn man unterschiedliche Sachen bevorzugt. Es gibt immer Möglichkeiten, ohne großen Aufwand alle zufrieden zu stellen.
Und sei es nur durch ein Butterbrot und/oder Obst bzw Gemüse.

:blumen:


Bei uns musste auch keiner etwas essen, dass er absolut nicht mochte. Probieren war trotzdem angesagt, da ging es aber dann auch um Gemüsesorten etc. die nicht beliebt oder bekannt waren.
Innereien oder sowas durften wir testen wenn wir wollten, mussten aber nicht.
Es gab dann auch mal was extra, im Großen und Ganzen wurde aber schon gegessen was es gab. Mein Bruder versuchte natürlich auch mal sich von Gerichten wegzumodeln, die er nicht gerne aß. Aber zwischen "nicht gerne" und "nicht" sollte man schon unterscheiden.
Heute probiert mein Brüderlein alles und befindet vieles plötzlich sogar als sehr essbar ;)

Noch schlimmer finde ich es allerdings Erwachsene die nichts essen.
Eine Freundin von mir kocht für ihren Freund fast täglich extra, da er kein Gemüse mag, fast nur Fleisch mit Fertigsoße und sowas, während sie mehr von Gemüse lebt. Mir wäre das schlichtweg zu doof und aufwendig und ich würde ihn bitten sich selbst was zu machen, aber jedem das Seine :rolleyes:


Hallo

Ich Persönlich bin recht meglich aber wenn Besuch kommt oder Freunde dann frag ich vorher was sie nicht essen und dann mach ich eine andere Variante weil wir gerne scharf essen aber es ja nicht jeder mag.

Oder eine Freundin von mir hatte gesagt ich esse kein Fisch und keine Garnelen ich habe sie gefragt hast du es schon mal Probiert, Nein na dann versuche es doch mal und jetzt ist sie ein Fan von Garnelen. :D

Was ich von meiner Mama auch kenne sie hat dann wenn ich was nicht gegessen habe es einfach auf ein anderen Teller oder ich habe es mir raussortiert aber immer alles mal Probiert.


Naja, jeder hat halt Sachen, die er nicht essen mag. So halte ich es mit meinem Sohn und Menne auch, dass sie nicht essen müssen, was sie nicht mögen. Ich finde es ist nicht viel Aufwand, darauf Rücksicht zu nehmen.

Allerdings muss ich auch sagen, dass meine beiden Männer da recht unkompliziert sind. Mein Sohn hat von klein auf an (er wird jetzt 10) beim kochen mitgeholfen und kennt auch so Sachen wie Zucchini, Auberginen, Wirsing u.a. was erschreckenderweise viele seiner Freunde gar nicht kennen.
Dafür isst er niemals rohe Tomaten oder gekochte Paprika und aus dem fertigen tiefgefrorenen Buttergemüse (ja das nehm ich manchmal) pickt er sich die Möhren raus (witzigerweise istt er frisch gekochte Möhren ganz gerne). Pilze nur manchmal und auf gar keinen Fall warmes Obst.
Mir darf keine Erbsensuppe auf den Tisch kommen, geschweige denn so etwas Blutiges, wie ich es hier schon gelesen habe. Innereien, mit Ausnahme von Leber, esse ich dann auch lieber nicht.
Aber sonst gilt: Probieren geht über studieren!
Und jetzt: Guten Appetit (heute gibt es Leberkäs aus dem Ofen mit Gemüse-Reibekuchen)


Ich hätte meine Tochter nie gezwungen, etwas zu essen, was sie nicht mag. Ich esse ja schließlich auch nicht alles.
Aber: Ich habe sie immer "gezwungen" alles erst mal zu probieren.
Hat sie dann entscheiden, das sie das nicht mag (was sehr selten vorkam, da sie extrem verfressen war), war das für mich okay.
Zudem habe ich sie auch Dinge essen lassen, die ich zum :kotz: finde.
Sie sollte sich ihre eigene Meinung bilden und sich nicht von meinem Geschmack beeinflussen lassen.

Ich finde, ein wenig Rücksicht auf alle Esser kann man nehmen, sofern es sich im normalen Rahmen (z.B. eine weitere Sorte Gemüse) hält.
Dauermäkeler hätten bei mir allerdings keine Chance auf ihr Lieblingsessen.

Bearbeitet von Tamora am 06.06.2011 15:07:01


Früher, also bevor ich Kinder hatte, hab ich immer gesagt: "Probieren muss man!" Seit mein Sohn den Rotkohl über den Tisch :kotz: muss hier keiner mehr was probieren. Er isst nichts was ungekocht ist, also ganz ehrlich könnte er auch ohne Gemüse leben. Meine Tochter mag am liebsten nur Gemüse (außer Champignons) und Salat, dafür verzichtet sie oft auf Fleisch.
Gibt es hier z.B. Möhrenpratsch hat mein Sohn Diättag, gibt es Nudeln mit Jägersoße isst meine Tochter trockene Nudeln. Ich koche eigentlich nicht extra, aber z.B. Sauerkraut gibt es nur wenn die Kinder nicht da sind.

Ich finde Extrakochen schrecklich und halte es da ganz mit meiner Urgroßmutter. Sie sagte immer: "Iss was Du findest, oder was Du mitgebracht hast!" Verhungert ist mir noch keiner. ;)


In den Zeiten, in denen ich in Beziehungen war wars eigentlich immer klar, dass wir uns übers Essen abgestimmt haben. Es wurde also nichts gekocht, wozu der andere nicht seine Zustimmung gegeben hatte. Außerdem bin ich nicht sehr heikel, und ich verweigere fast nichts von dem, was es im Regelfall in Mitteleuropa zu essen gibt. Wenn man mir wirklich mal was vorsetzt, was mir nicht so gut schmeckt, dann esse ich eben weniger davon, was ja auch nicht schadet.

Ich kann mir aber vorstellen, dass es in größeren Familien schwierig ist, wenn jedes Familienmitglied seine eigenen Abneigungen hat, und man kaum alle unter einen Hut bringen kann.


ich habe meine Kinder und auch meinem Mann beigebracht es wird erstmal probiert, wenn es dann nicht schmeckt dannnnn darf er/sie sagen mir schmeckt es nicht.

er wurde ja schrecklich erzogen in puncto essen.
aber inzwischen (nach nun fast 25 Jahren) isst er fast alles was ich koche.
er fragt inzwischen sogar mal selber nach einem Eintopf :sabber:
wir lieben auch Grützwurst mit Kartoffeln :sabber:
auch schmecken ihn Tomaten, nicht mehr so sauer und nach Wasser.
nur grüne Gurke üüüüüüüüüüüüberhaupt nicht machbar.
aber dafür Tsatsiki :hihi: :pfeifen:

aber ich habe ihn auch schon mal gesehen wie er eine saure Gurke gegessen hatte, aber nur 1.

ansonsten ich mag auch einige Sachen nicht, warum müssen dann andere essen was ich mag??? :wub:


"es wird gegessen, was auf den Tisch kommt" hieß es bei mir als Kind auch.
Und ich bin heilfroh drum!

Nichts peinlicher als z.B. eingeladen zu sein, und dann dieses oder das nicht zu essen, rumzustochern, an den Rand zu schieben.
Oder umgekehrt Gäste zu haben, die nur auf einer Scheibe Brot rumkauen, am Fleisch jedes Fitzel Fett mikroskopisch genau abzuschnibbeln, etc.
Bei uns zu Hause war klar, dass von jedem bei einer Mahlzeit angebotenen Gericht wenigstens ein Anstandshappen auf den eigenen Teller kam, den restlichen Teller konnte man sich mit dem beliebteren Essen füllen. (Um beim Spinatbeispiel zu bleiben: kleines Löffelchen Spinat, dafür dann mehr KaPü.)
Jetzt kochte meine Mutter natürlich nicht absichtlich täglich Sachen, von denen sie wusste, dass es ungern gegessen wird. Andererseits sah sie sich als Mutter und Hausfrau, und nicht als Restaurantchefin.


Zitat (Mueze @ 06.06.2011 16:49:25)

Nichts peinlicher als z.B. eingeladen zu sein, und dann dieses oder das nicht zu essen, rumzustochern, an den Rand zu schieben.

Was ist denn daran peinlich? Peinlich wäre mir nur wenn meine Kinder so sehr vor dem Ekeln was sie essen müssen, glaub mir die können das, das sie über den Tisch :kotz: .

Wenn wir kochen, dann entweder für uns zwei, die Schwiegerfamilie oder Freunde und da wird halt vorher gefragt, was es denn geben soll. Bisher gab's da noch nie Probleme. Auf Allergien und Vegetarier wird natürlich geachtet, alles andere muss, finde ich, derjenige regeln, der das ganze unnötig problematisch macht.

Wir haben z. B. eine mäklige Esserin, die, egal was angeboten wird, immer was dabei findet wird, das sie nicht mag, wenn mal jemand anders kocht als sie selbst. Da wird dann das Gesicht gerümpft und die dünnsten Paprikastreifchen mit viel Aufwand aus der Suppe gefischt und betont wie wenig sie doch mal wieder essen kann. Und jemand, die isst fast gar kein Gemüse. Das einzige was sie isst, sind Kartoffeln. Da hört dann auch meine Nächstenliebe auf.

Mit meinen Kids werd ich es wohl so halten wie meine Mama. Die wusste genau, was wir wirklich nicht mögen und wo wir uns nur anstellten und hat dementsprechen gekocht. Ich musste nichts essen, was ich widerlich fand aber nur nach meinem persönlichen Wunschkonzert ging's halt auch nicht. Ich denke, man muss immer alles in Relation sehen. Z. B. weiß sie, dass mein Mann Spargel hasst. Und wenn's bei uns Spargelessen gibt, weil der Rest der Familie nun mal Spargel liebt, dann gibt es für ihn ein Schnitzel, weil man ja schlech von ihm verlangen kann von Schinken und Buttersauce satt zu werden. Ich denke, wie bei so vielen Dingen ist hier die goldene Mitte der richtige Weg.


Wir wurden auch so ernährt: Et wütt jejesse, wat om Desch kütt.

Wenn wir was nicht mochten, haben wir halt etwas weniger bekommen. Dies haben wir dann mit Kartoffeln sowas von klein gepanscht und mit Soße übergossen, bis es für uns genießbar war.
Für ne Extra-Wurst oder Extra-Ei war bei uns kein Geld über.

Ich esse heute noch keine dicke Bohnen, Schwarzwurzeln oder ganz schrecklich Buttermilchsuppe.

Bei meinen Kindern habe ich immer gesagt: wir probieren alles. Meckern können wir immer noch.
Es gibt nur zwei Dinge, die ich meinen Kindern nicht vorsetzen brauch. Der Große mochte nie gefüllte Paprika.
Wir anderen lieben dieses Gericht.
Ich habe dann für den Großen aus der restlichen Hackmasse kleine Bällchen geformt. Diese Bällchen in der Soße gar ziehen lassen. Heute nimmt er sich die Füllung und das Käppchen. Das Paprikamäntelchen muss ich dann essen oder der kleine Bruder

Mein Kurzer speit über den Tisch, wenn es Hühnerragout gibt. Wir anderen können uns da rein setzen.
Er nimmt sich dann halt Reis und nur die Soße. Bis zum Abendbrot wird er es überleben und das weiß er auch.

Lustig ist bei uns, wenn das eine Kind etwas nicht so gerne mag, dann pickt er es auf seine Gabel und schiebt es dem anderen rüber. Das hat sich irgendwann mal so ergeben. Ein Geben und ein Nehmen.

Was ich von meiner Mama übernommen habe ist: Wenn der Partner nicht da ist, schlemmen wir die Dinge, die er nicht mag.
Kommt selten vor, aber dann darf es auch mal ne Linsensuppe aus der Dose sein.

Auch ich muss sagen, für Extra-Wurst oder Extra-Ei fehlt auch bei uns das Geld.


Nachi und das magst du nicht?????? krass... rofl rofl rofl rofl rofl

schiebs rüber, Junge :sabber: :sabber:


@GEMINI-22, immer diese ähnlich klingenden Titel halt und das Gehirn das aus 3 Buchstaben ganze Sätze zaubert... :lol:


dies ist aus zweiter hand. doch ich glaube nicht, dass übertrieben wurde.

eine freundin berichtete von ihrer nachbarin. es wird bei gemeinsamen mahlzeiten nichts gekocht, was die kleine tochter nicht auch isst. das kind ist etwa vier jahre alt, vielleicht auch fünf.

das mädchen isst kaum gemüse, außer bananen kein obst. und weil sie wie angestochen schreit, wenn dinge auf dem tisch stehen, die sie nicht mag, begnügt man sich mit nudeln mit tomatensauce, kartoffeln mit spinat und rührei und hühnerfrikassee mit reis. vielleicht auch noch andere gerichte, aber dies hat sie bestätigt bekommen. salate essen sie höchstens, wenn das kind bereits im bett liegt.

außerdem erlaubt die kleine prinzessin auch würstchen im brötchen oder mit pommes, kartoffelsalat und belegte butterbrote.

der vater ist kinderarzt, die mutter soll psychologin sein. :blink:


Tja Seidenlöckchen.

Da sieht man es mal wieder: auch die wohlbetuchten und studierten Eltern sind oftmals machtlos. Vielleicht aber auch terminlich gebunden, dem Beruf zu Liebe stets im Stress, selbst fertig mit den Nerven, tuen alles, damit sie endlich das Geplärr des Kindes nicht mehr hören müssen.


Wir mussten als Kids alles Probieren und wenn wir was nicht mochten, was sehr selten vorkam, dann wurd halt weniger davon gegessen. Wenn es für uns garnicht ging, dann war unser Paps oft der "" ;)
Als Beispiel, wie sich der Geschmack ändern kann nehm ich mal den Spargel. Früher mochte ich ihn garnicht, später dann nur die Stangen ohne Spitze und heute mag ich ihn im Ganzen :D Wenn ich in der Spargelzeit bei meinen Eltern bin, muss es pro Aufenthalt mindestens einmal Spargel geben :D

Tante Edit sagt: Kapern muss ich nicht haben, und die werden auch tunlichst gemieden...

Bearbeitet von aerdna am 06.06.2011 21:53:21


Mein Großer mochte nie Rosenkohl. In der Suppe mal einen Köttel. Ja, das ging. Da war er kaum besser wie ich damals.
Irgendwann habe ich angefangn, ihm mal drei kleine Rosenköhler auf dem Teller zu geben. Heute sagt er oft.
Schmecken echt gut, die kleinen Scheißerchen.


Boah, also mit Rosenkohl kann mich vom Hof jagen. Ich musste früher immer 3 Köpfchen davon essen, da hat meine Mama mich "gezwungen". Esse die bis heute nicht.
Dann gibts noch son paar andere Dinge, die ich nicht essen kann: Champignons und Schnecken gehen gar nicht, die Konsistenz löst direkt einen Würgreflex aus, also meide ich das mit Rücksicht auf meine Umwelt... Denke Muscheln dürften in etwa genauso sein...

Bei uns wurde es auch lange so gehandhabt, dass gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Anfangs mussten mein Bruder und ich auch Leber essen. ich habe mir dann tonnenweise Kartoffelpü drüber gemacht und es so gut wie möglich neutralisiert. Später gabs dann für unsere Eltern Leber und für uns frische Bratwurst.
Ansonsten hat man halt auch gerne mal ne gute halbe Stunde hinter der weißen Bohnensuppe gesessen oder so... (is ja auch nich sooo lecker....). ;)

Verrückt: ich dachte auch immer, ich wäre arg mäkelig was das Essen betrifft, aber es gibt noch viel viel schlimmere Fälle wie ich mittlerweile weiß. Und mittlerweile esse ich auch Spargel mit Köpfen,früher hab ich die immer an die anderen verteilt... hihi


Leider werden, gerade Gemüse, einige Gerichte so merkwürdig gekocht, daß man fragen könnte :
Was hat der Koch/in gegen die Esser.
Meine Nichten mochten kein Gemüse. Als sie mal längere Zeit bei mir zu Gast waren galt das Prinziep :
Erstmal eine bißchen probieren, dann können sie entscheiden ob sie es mögen.
Erstaunlicherweise mochten sie fast alles. Es lag nur an der Zubereitung.
Natürlich gab es keine Meeresfrüchte mit Knoblauch in Olivenöl, aber leckeren frischen Fisch.
Vom Fischkutter in der Kühlbox mitgebracht. Ist heute nicht mehr möglich, nur selber angeln.
Systemkäse und Abfall gepreßt als Schinken auf Pizza, darf man keinem Kind anbieten.
Aber ich habe als Kind gerne gemopsten Sauerampfer, Löwenzahn [ Butter oder Pusteblume ] und auch Wegerich oder Huflattich gegessen. Ach so Sauerklee ist auch etwas Feines, aber ich muß es nicht mehr.
rofl :pfeifen: rofl
PS.: Bei Mc. Doof, Burger usw. werden die Geschmacksnerven kaputtgemacht.
Das hat Methode. Die verdienen am meisten mit XXL - 4xL Gaderobe. :wallbash:

Bearbeitet von alter-techniker am 07.06.2011 13:31:32


Ich muss gestehen ich war und bin beim essen sehr mäkelig.

Aber eine Extrawurst habe ich nie verlangt.
Klar hat mir meine Mum ab und an anstatt Leber dann ne Bratwurst gemacht oder im Chili Concarne die Kidneybohnen erst reingemacht wenn sie mir ne Portion ohne auf den Teller gepackt hat.
Aber wenn es etwas gab was ich nicht mochte dann habe ich es eben weggelassen.
Bei Nudeln mit Gulasch hab ich eben nur die Nudeln mit Sose gegessen.

Und so halte ich es auch heute noch. Wenn wir daheim ein neues Gericht ausprobieren dann kann es auch gern etwas sein mit Zeug das ich nicht mag. Dann lass ich es eben auf dem Teller liegen oder mein Freund bekommt es weil es ihm so toll schmeckt.

Habe mir jedoch angwöhnt seitdem ich Ihn kenne... Alles was ich als Kind nicht mochte einfach nochmal zu probieren ob es mir heute schmeckt... Bisher noch keine positiven Ergebnisse!

An Leber trau ich mich aber trotzdem nicht ran.

Da ich selber noch keine Mutter bin, weiß ich nicht wie ich das handhaben werde. Aber so wie ich uns kenne wird alles mal probiert. =)
Aber keiner gezwungen.

Zu sehr erinnere ich mich an die Drohungen wenn du das nochmal machst dann gibt es morgen nen Spargel nur für dich! (hat se aber nie gemacht. *kicher*)


Kenn es (von meiner Mutti) folgendermassen:
An sich wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Sollte es jedoch etwas geben, was irgendeinem Kind (meine Mutter arbeitet seit Jahren als Tagesmutter, da kommen einige Kinder zusammen) bei bestem
Willen nicht schmeckt, muss die entsprechende Sache nicht gegessen werden. Kam bisher jedoch selten vor, und meistens war das Essen vielfaeltig genug, um eine Sache weg zu lassen.
Extrawuerste gab es selten, da es zu viel Aufwand waere, allerdings war es kein Problem, sich selber noch etwas dazu zu machen.

Was es nie gab: Schmeckt nicht, weil ich das nicht kenn. Habe es so kennen gelernt und versuche es auch so weiter zu geben, neue Dinge werden immer erst probiert und dann verurteilt.


...zum Thema mal ein weiterer Schwank aus meinem Leben:


Wir hatten daheim ja nicht viel Geld.- Da gab's auch keine "Luküllchen", sondern das, was der Garten saisonbedingt hergab, oder was in den Steintrögen im Keller lagerte.

Und zur "Möhrensaison" gab's halt Möhrengemüse "untereinander", sprich Möhren mit Kartoffelbrei untereinander gemengt.- Ich habe es gehaßt!- Und nicht gegessen.- Bekam es jedoch zu "Erziehungszwecken" mindestens dann 3 Tage statt jeder anderen Mahlzeit auf den Teller.- Und habe es nicht gegessen.- Kann es auch Heute nicht essen.
Das dürfte man dann wohl mit Fug und Recht als "traumatisches Kindheitserlebnis" bezeichnen.

Ich würde Niemanden zwingen, das zu essen, was sie/er absolut nicht mag.- Klar, bei einem ständig mäkelnden Nichtesser, der Alles ablehnt, würde ich wohl auch militant.- Nur, blöd, wie ich ja in mancher Hinsicht bin (-nennt man auch "zuvorkommend"-), bemühe ich mich, selbst bei vielen Gästen möglichst Jedem/r gerecht zu werden.- Und wenn ich weiß, daß ein Kind kein Fleisch ißt, bekommt es halt 'was Anders.- Werde ich allerdings gefragt, ob die leckere Bratensoße auch aus Fleisch gewonnen ist, und das Kind möchte die gern essen, tut's aber nicht, weil bei MIR Fleisch dazu gehörte, die zu produzieren (bei der Mutter daheim war's dann die Firma Mxxxi), wird's eng... :wacko:

ICH esse jedoch nie niemals nimmer Nichts, woran ich sichtbar Fett erkenne.- Oder auch nur weiß, daß dickes Fett dran ist.- Ich seziere dann jedes Teil, oder verbringe die Mahlzeit bei Wasser und Brot.

Maaahlzeiiiit...Isi


Ich bin ein wenig flexibel beim Essenkochen. D.h., wenn das Gemuese nicht gegessen wird, dann mache ich schnell ein anderes Gemuese dazu. Auf keinen Fall mache ich es aber wie eine Bekannte von mir, die 5 verschiedene Essen auf den Tisch bringt und sich wundert, dass sie nichts anderes auf die Reihe kriegt. Es gibt halt Essen, dass schmeckt super lecker und anderes, das schmeckt nur einigermassen gut. Da muessen Kinder durch, finde ich. Aber meine Kinder muessen nichts essen, was ihnen ueberhaupt nicht schmeckt.


Meine Schwiegermutter versucht es auch gerne jedem Recht zu machen. Ist z.B. am Kirmeswochenende Rinderbraten geplant dann macht sie noch nen Schweinebraten dazu, nur weil ich mir nix aus Rinderbraten mache. Gibt es ein Gemüse, oder gar Salat, was mein Sohn nicht mag, bekommt er noch ne Dose Erbsen und Möhrchen dazu.
Gibt es bei meiner Mutter mal ein großes Essen, dann macht sie Kartoffeln dazu weil sie passen, Nudeln dazu weil mein Bruder nicht gerne Kartoffeln isst und dann noch nen großen Topf mit zu viel Reis weil Nudeln und Kartoffeln zu wenig sein könnten.
Egal ob bei Mutter oder Schwiegermutter, es ist völlig unnötig!

...und dann noch was zum Thema, das mag ich NICHT: Ich hasse Sauerbraten!!! :kotz: Ich kann nicht mal riechen wenn das "Zeugs" zubereitet wird. Hab immer gedacht es wäre eine Kindheitserinnerung, meine Mutter isst den auch nicht, aber ich finde ihn immer noch bäääää. Echt nett von Schwiegermutter das sie den ab und an auch für meinen Mann und die Kinder macht. :bussi:


ich kenne eine Menge Leute (Erwachsene, in meinem Alter oder älter), die dieses oder jenes nicht essen oder bei anderen auf dem Teller liegen sehen mögen/können, weil sie es als Kind essen MUSSTEN

ich hab meine Mutter gefragt und sie meinte, ich hätte als Kind eigentlich alles gern gegessen ... da hat die aber Glück gehabt :)


Ich hatte eine Chefin, welche 2mal Sauerbraten die Woche gekocht hat.
Anfangs habe ich es gerne gegessen, da sie ihn auch sehr gut zubereitet
hat. Aber so nach 4 Wochen konnte ich keinen Sauerbraten mehr essen.
Bis heute habe ich noch nie Sauerbraten zubereitet, das gibt es in unserer Küche nicht.!!!!



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