Das Übel mit der eigenen Handschrift: was habe ich für eine Klaue


Ich bin es nicht mehr gewohnt, einen Bogen Briefpapier zu nehmen und was handschriftlich zu schreiben.

Ich bin gut im Tastaturschreiben. Aber heute musste ich einen Brief per Hand schreiben (Terminsache; Drucker nicht parat).

Das Ergebnis grauenvoll. Meine Handschrift ist das Letzte. Und dabei bin ich noch nicht mal eine von den Young-Kid's, die die Tastatur in die Wiege gelegt bekommen.

Jetzt muss ich übermorgen den Schrieb (wegen Terminlichem und Unterschriften) zur Krankenkasse schicken. Und der Brief sieht derartig blöd aus. Ich glaube, ich habe echt das Handschreiben verlernt. Die Gelenke haben nicht mehr die Fertigkeit.

Es würde mich interessieren, wie es bei Euch aussieht. Ich hatte auch in der Schule nie eine schöne Schrift. Aber heute hat mich das eigene Geschreibsel beim Anblick nach unten gerissen.

Viele Grüße, Pitz


Pitz, :trösten: !
Du, das geht mir jedesmal so, wenn ich meine Handschrift sehe!
Damit`s halbwegs human aussieht schreibe ich alle Texte immer mindestens 2-3 Mal vor. :ph34r:

:blumen:


Da bist du nicht allein.

Eigentlich geht meine Handschrift, aber dieses Jahr im Urlaub die Ansichtskarten, natürlich am letzten Abend, schlechte Beleuchtung, falsche Brille und Wackeltisch......... da war ich froh, dass die Karten alle angekommen sind. *schäm*


Trotz PC bin ich im Dienst immer wieder gezwungen auch per Hand in den Akten was zu vermerken.
das sah immer schrecklich aus - zumal im ÖD die billigsten, miesesten Minen zu Verfügung gestellt werden.
Aber neuerdings bekommen wir auf Wunsch auch Fineliner.
Mit diesen Dingern sieht das Schriftbild wesentlich gefälliger aus.
Automatisch schreibt man " mit leichterer Hand", finde ich.
Versuche es mal - ich kann es empfehlen.


Die Erfahrung mit verschiedenen Schreibgerät hab ich auch gemacht. Gute Stifte sind viel wert.
Aber auch mit dem besten Stift hab ich keine schöne Schrift. Ne Klaue ist es nicht, aber sehr unregelmäßig. Und ich muß mir Mühe geben, sonst wird es ne Doktorschrift die ich selbst kaum mehr entziffern kann.
Nach einer halben Seite wird es zu Qual und das hat nichts mit "Übung" zu tun, das war schon in der Schule so. Dazu kommt das ich an den Händen stark schwitze. Es leben die Drucker und der E-Mail Verkehr :pfeifen:


Ich hatte meine gesamte Schulzeit hindurch eine furchtbare Krakelschrift, es liegt also nicht immer an mangelnder Übung. ;) Mir hat es geholfen, Ein paar Buchstaben in meiner Schreibschrift durch Druckbuchstaben zu ersetzen.


In meinem Beruf war eine Normschrift üblich.
Schreibschrift erfordert bei mir einen Faserschreiber oder einen Füllfederhalter mit einer mittelbreiten, aber festen Feder.
Mit einer leichtlaufenden Kugel mißrät meine Schrift.
Der Beruf macht die Fingergelenke " steif " .
Versuch doch mal die verschiedenen Schreibgeräte.
Nur Mut. :jupi:


Mein Mann behauptet meine Handschrift sei kindlich, aber das macht nix. dafür kann sie wenigsten JEDER lesen. Ich muss auch dienstlich viel mit der Hand schreiben und das mache ich natürlich mit dem Kuli, aber am liebsten schreibe ich mit dem Füller. Sehr leserlich und kindlich. :pfeifen:


Meine eigene Schreibschrift mochte ich schon als Kind so wenig, dass ich bereits mit 14 (außer für die Unterschrift) komplett auf Druckschrift ausgewichen bin.
X und H bekomme ich heute auf Schreibschrift nur noch mit allergrößter Mühe hin.
Vielen ergebenen Dank an die Programmierer von Sans-Serif-Schriften! :lol:


Schleifen, Bögen, Schwünge sollen für alle Erstklässler abgeschafft werden click

Ich hab auch eine grauenvolle Schrift wenn der Text länger wird. Schreibe außer meinem Einkaufszettel
nur noch ganz selten etwas handschriftlich.


Ich hatte schon immer eine saumäßige Handschrift (umgezwungener Linkshänder) und seitdem ich den Pc habe und fast nichts mehr mit der hand schreibe,ist das sogar noch schlimmer geworden.
Aber ich mach mir nichts draus. Die Weihnachtskarten lass ich von meiner großen schreiben weil sie eine schöne Schrift habe und den anderen Schreibkram....naja,da müßen die Leute eben etwas besser hingucken wenn sie es nicht lesen können,oder mich fragen was das heißen soll :)


Hi Pitz :blumen:

Es geht mir ähnlich wie Dir. Ich schreibe nur selten was mit der Hand. Vielleicht einen Einkaufszettel oder mal eine Unterschrift, das war's dann auch schon.

Mit Kugelschreiber ist es eine totale Schmiererei.

Heute geht es einfach, mal eben eine E-Mail und fertig.

Ich bin auch total aus der Übung. ;)


Moin Pitz,

tröste Dich: Auf der Tastatur bin ich auch ungleich schneller als im Handschreiben. Ich überliste mich damit - wenn ich mal was handschriftlich schreibe - dass ich entweder meinen Pelikan-Kolben-Füllfederhalter mit mittelharter Feder oder einen profanen HB-Bleistift verwende. Dann klappt's auch mit der Leserlichkeit. Im Übrigen war meine Handschrift zu Schulzeiten grauenvoll ... ich bewunderte damals jeden Lehrer, der aus meinem Geschreibsel bei Klassenarbeiten schlau wurde. :D

Grüßle,

Ilwedritscheline


ich schreibe sehr viel per Hand ... vor allem auf der Arbeit, da mache ich mir während der Telefonate immer Notizen ... ich schreibe übrigens am liebsten mit Bleistift ausser beim Englischkurs, da benutze ich einen Füller

ich habe allerdings auch eine sehr schöne lesbare Handschrift :P


Vielen Dank für die Antworten und Tipps, Ihr Lieben, :)

(Schatzi, der Artikel ist sehr interessant).

Ich hatte ja auch auf Mitleid und Mitleidende gehofft. :D Den Brief habe ich nochmal geschrieben und mich an Druckbuchstaben gehalten. Sieht zwar auch doof aus - als hätte da jemand was fremdgesteuert geschrieben, aber zumindest ist es leserlich, und ich glaube, auch grammatisch richtig.

Ich hatte mir extra einen Schreiblock kaufen müssen und wie ein Schulkind mit Bleistift Begrenzungslinien gezogen und hinterher wegradiert.

Mich ärgert, dass ich in meiner Familie die dööfste Schrift habe. Ich habe mir für solche Fälle einen Füller (Lami) schenken lassen. Also damit sieht es wirklich besser aus. Aber zu selten benutzt, und gestern war wieder die Patrone leer. Wie kommt das eigentlich? Wo geht die Tinte hin?

Ein Trost ist ein bisschen, dass mein Chef (der Beste von Allen!) eine Handschrift hat, die nur absolut Eingeweihte oder Schamanen enträtseln können. Neue Auszubildende, die ein Blatt von ihm mit Arbeitsanweisungen bekommen (z. B.: "Seite 311 zweimal kopieren") wissen nicht, ob es eine Schrift ist, oder ein Schmierblatt mit so "Nebenher-Zeichnungen", das zufällig auf dem Schreibtisch gelandet ist.

Viele Grüße Pitz :blumen:


oh jaaa, meine Handschrift ist meist auch unter aller Kanone :ph34r: . früher in der Schule hatte ich einen(!) Füller, mit dem ich ganz schön schreiben konnte (auch meist so eine Mischung aus Schreib- und Druckschrift), leider ist der irgendwann kaputt gegangen. Heute kann ich auch am besten mit den Lamy-Füllern schreiben, die Feder muß aber etwas dicker sein, ansonsten mit Finelinern oder sehr dünnen Filzstiften. Diese Billigkulis verhunzen meine Schrift auch ziemlich :pfeifen: :P



Tante Edith flüstert mir grade, daß auch beim Tippen auf die richtige Schreibweise zu achten sei... :ph34r:

Bearbeitet von Binefant am 03.07.2011 13:38:57


Oh Mann -
meine Klaue kann ich nicht mal selber lesen.
In der Schule und auch später noch hatte ich eine ganz angenehme Handschrift. Hab ja auch noch Schönschrift gelernt.
Irgenwann wurde sie immer schlechter.
Liegt sicher auch daran, dass ich seit Jahrzehnten fast ausschließlich tippe.
Dazu kommt jetzt noch, dass die MS meine rechte Hand nicht immer das tun lässt, was sie soll.
Ich schreibe auch sehr groß, so dass ich viel Platz brauche, z.B. auf Geburtstagskarten, bei denen es dann manchmal schwierig wird.
Neulich habe ich einem meiner ehemaligen Chefs zum 70. gratuliert. Das habe ich auch erst sorgfältig vorgeschrieben und geguckt, ob es drauf passt, und dann habe ich es gaaanz langsam und sorgfältig auf die Karte geschrieben.
Ich hab nichts von ihm gehört - vielleicht liegt es daran, dass er nicht lesen konnte, von wem die Karte ist :lol:


Da kann ich genauso ein Liedchen von singen. Meine Handschrift war schon in der Schule grauenhaft. Wobei ich zugeben muss - die angeblich schönen Handschriften von andern Klassenkameradinnen konnte ich dafür schwer lesen. Die Schrift sah auf den ersten Blick ordentlich aus, aber da wusste ich nicht, ist das jetzt ein U oder ein N, so geschwungen war das, und meine beste Freundin schreibt ähnlich, da habe ich persönlich Schwierigkeiten die zu entziffern.

Ich finde es liegt daran, dass ich beim Schreiben mit der Hand nach einer Zeit sehr verkrampfe. Damals wie heute. Und seit ich am Computer schreibe, ist es wohl noch schlimmer geworden. Das merke ich bei den Einkaufszetteln, die ich gerne mal eben so hinschmiere.

Ich erinnere mich gerade: Ich musste mal einen handschriftlichen Lebenslauf für die Berufsschule machen. Oh Gott, ich hab mir bald alle Finger dabei gebrochen :heul: Und egal wie ich mich bemühte: Es war ein einziges Grauen!
Aber eigentlich wollte ich schon lange mal Schönschrift üben...so für mich....würde nicht schaden.... :pfeifen:


Bis vor 6 Jahren, als ich beruflich sehr viel mit der Hand
schreiben mußte, hatte ich im ganzen Betrieb die schönste
Handschrift. Ich hatte einen mitteldicken Kalligrafie Filzstift,
mit dem die Schrift wirklich wie gemalt aussah...
Heute kann ich manchmal meine eigene Schrift nicht mehr
lesen, weil ich nur noch auf die Tastatur einhämmere. Aber
dafür kann ich heute wieder mit 10 Fingern tippen... :P
Neulich mußte ich doch tatsächlich auf der Bank ein paar
Handschriftproben vor den Augen der Kassiererin leisten.
Mensch, war das peinlich. :wacko: :wub:


Oh, wie tut mir das gut, zu lesen, daß ich nicht alleine bin mit dem Problem, denn in meinem Umfeld sind fast nur Schönschreiber. Allerdings können da die wenigsten tippen. Ist mir aber doch lieber, daß ich nicht im Adlersuchsystem (dreimal kreisen einmal stoßen) auf dem PC schreibe. Mit meiner Hasndschrift war ich noch nie zufrieden und habe aus dem Grund schon früher, an Freunde, mit der Maschine geschrieben.


Es ist gewißlich wahr:
Tastatur und Maus lassen unsere handschriftlichen Fähigkeiten definitiv verkommen... beim einen mehr, beim anderen weniger. Es ist wohl auch mit ein Zeichen der Zeit. Ein gutes meiner Ansicht nach nicht wirklich.

Ich habe es mal so gelernt: Ein Handschriftbild ist Ausdruck der eigenen Persönlichkeit... jaja, pustet mal den Staub von dieser jahrhundertelang gelehrten These runter und niest mal kräftig - aber ich halte immer noch viel davon.
Für mich war und ist es immer wieder ein Faszinosum, daß höchstgebildete Leute wie Ärzte, Richter, Anwälte, Politiker zum Beispiel völlig unleserlich krakeln oder wie Schulanfänger im 1. Jahr die deutsche Schriftsprache per Hand ausführen.
Wenn die z.B. im Gehirn oder am Herzen so operieren, wie sie ein Rezept unterschreiben, dann gute Nacht, Marie.... Wie gut, daß wir dabei für gewöhnlich narkotisiert all dieser Gedanken enthoben sind :pfeifen: und schon fast natives Urvertrauen in die feinmotorischen Fähigkeiten unserer als Beispiel genannten Doktoren haben.

Leider muß ich auch an mir (längst nicht hochgebildet oder studiert, mir jedoch immer bissel was auf meine relativ gute, früher noch viel schönere Handschrift einbildend) einen Rückgang dieser Fähigkeit feststellen.
Klar bin ich auf der Tastatur inzwischen viel schneller, und nehme ich meinen alten Pelikanfüller und Briefpapier (oder einfachen Block :D ) zur Hand, muß ich mich erstmal in die Situation reinfinden und den Fingern scharfe Befehle erteilen, mich viel mehr als am Rechner konzentrieren und vor allem Lust und absolute Ruhe dazu haben.
Fast, wie wenn ich zeichnen wollte... :huh: Ein wenig Ähnlichkeit haben schreiben und Zeichnen ja auch miteinander.
Man will eine Art persönlich empfundene Ästhetik der Worte, der Sache oder des Gesamtschriftbildes, was man ausdrücken soll, rüberbringen.
Und man will ernst genommen werden, sich verstanden wissen.

Gut, das kann man inzwischen auch mittels x-tausender Schrift- und Formatierungsarten am Rechner und YEAH! das macht wirklich Spaß, aber Handschreiben ist härtere Arbeit für den Körper, man merkt den Unterschied, wenn man es erstmal tun muß:
Wir setzen uns an den Küchentisch und schreiben konzentriert per Hand 2 Seiten sauber und leserlich... danach tut einem alles weh, vom Rücken bis zu den Fingern, wir krallen uns am Füller oder Kuli fest und dürfen hinterher einen Krampf wegmassieren. :huh:
Das ist schlimm, finde ich.

Richtig schön schreibe ich heute immer erst wieder, wenn ich lange und viel handschreibe. Dann "komme ich wieder rein".
Telefonnotizen und Kreuzworträtsel würde meine einstige Deutschlehrerin als ein "unglaubliches Geschmier" bezeichnen und mir mit dem Lineal auf die Finger klopfen: "NOCHMAL!!" :ph34r:

Tante Edit fällt noch ein:
Ist die Handschrift eigentlich auch soetwas im Computer- und Internetzeitalter Aussterbendes wie Familienbrief, Urlaubskarte und Analogfoto oder Vinyl-LP? :unsure:

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 04.07.2011 03:26:31


Ooooh ja das kenne ich auch.
Ich hatte noch nie eine besonders huebsche Schrift in der Schule - ich KANN schoen schreiben, dann brauche ich aber viel zu lange, zumal ich eh schon langsam schreibe...
Mir ist das in der Zeit zwischen Abi und erster Klausur in der Uni passiert (Notizen nur sporadisch oder auf Laptop)... ich konnte kaum noch schreiben. Und jetzt passiert es mir auch gerade wieder... Sommerjob, wenn ich im Wintersemester wieder schreibe geht es wieder los, Hand tut nach 5 Minuten weh und es sieht krakelig aus wie bei nem Erstklaessler.

Ich schreibe auch nur noch so selten per Hand, eigentlich traurig.
Einkaufszettel, Notizen...
Aber viele Sachen gehen auf dem Computer meistens schneller, Hausarbeiten werden eh nur noch elektronisch versandt und Handschrift haelt auf - und kostet Papier.
So komisch das klingen mag aber weniger Papier benutzen = weniger Baeume abholzen, vielleicht hat unser mehr-Pc-schreib-Trend auch was Gutes :)


Vielleicht kommt demnächst bald das Ende der Schreibschrift. Ich würde es bedauern. :(


Zitat (Rumburak @ 04.07.2011 13:24:41)
Vielleicht kommt demnächst bald das Ende der Schreibschrift. Ich würde es bedauern.  :(

Ich auch,Rumburak. :o Ich weiß noch genau,wie ich schreiben gelernt habe:auf dickem,grauen Papier mit l`s und e`s .Meine Schrift ist an sich ganz gut,man kann sie jedenfalls gut lesen. :pfeifen:

Bearbeitet von Pompe am 04.07.2011 14:50:28

Ich fände es auch jammerschade, wenn man die Schreibschrift abschaffen würde. Damit geht doch auch ein Stück Persönlichkeit verloren. Die Schreibschrift ist etwas eigenes, einzigartig für jeden einzelnen, wie der Fingerabdruck. Egal, ob nun "gut oder schlecht" leserlich! Ich selbst schreibe eigentlich auch nur noch selten mit der Hand, aber hin und wieder muß es doch sein. Ansichtskarten aus dem Urlaub, der Einkaufszettel und in jedem Fall sauber und ordentlich die Gratulationskarten zu Geburts- und sonstigen Festtagen! Obwohl ich ein durch Umerziehung "verkappter" Linkshänder bin (schreiben mit rechts, alle anderen von-Hand-Tätigkeiten mit links), finden die meisten meine Schrift schön und gut leserlich. Während meiner Ausbildung mußte ich im Stenografie-Unterricht immer an die Tafel, der Lehrer meinte, meine Schriftzeichen wären nicht zu unterscheiden von denen aus dem Lehrbuch. Das hat mich immer mächtig stolz gemacht :rolleyes:

Ich werde jedenfalls meine Schreibschrift weiter pflegen und ganz sicher nicht aufgeben wollen.

Murmeltier

Bearbeitet von Murmeltier am 04.07.2011 15:03:36


Naja, ob die Schrift nur durch Schreibschrift individuell wird, wage ich ja zu bezweifeln.

Ich hab mir die Schreibschrift vor Jahren abgewöhnt (ursprünglich zu Gunsten der Leserlichkeit) und ich würde sagen, meine Hyroglyphen sind trotzdem ziemlich einzigartig. Einzigartig unlesbar.

Liegt leider in der Familie, absolut niemand hat bei uns ne schöne Schrift.

Vor einiger Zeit habe ich mich ein wenige mit Kalligraphie beschäftigt, in der Hoffnung, das würde auf emien Handschrift abfärben. Hat es leider nicht, dafür habe ich jetzt das Equipment, schöne Glückwunschkarten zu malen, schreiben kann man das nicht mehr nennen. Zwar nicht künstlerisch, dafür fehlt mir die Kreativität, aber immerhin lesbar.

Aber was schreibe ich schon mit der Hand? Glückwunsch- und Beileidskarten, Postkarten, Einkaufszettel, Notizen. Einerseits ist es natürlich erschreckend, andererseits sind meine Nachrichten am Computer wenigstens lesbar. :ph34r: :D


Zitat (Rumburak @ 04.07.2011 13:24:41)
Vielleicht kommt demnächst bald das Ende der Schreibschrift. Ich würde es bedauern.  :(

Ich auch!! Und Wie! :o:(

Vom leserlichen Zettel auf dem Küchentisch oder am Kühlschrank: "Sind spazieren, wir sehen uns später!" bis zu einer wichtigen, leserlichen Akten- oder Telefonnotiz (da müssen nicht Familienmitglieder, sondern Kollegen und Vorgesetzte lesen können, was gemeint ist) oder netten kurzen handschriftlichen Bitte an die Schichtablösung...
Nein, die Handschrift darf nicht aussterben!

Wer sich für Kunst interessiert, wird sich wohl auch schon in irgendwann Kalligraphie (auch in dieser entwickelt man eine eigene Art der Schreibweise) versucht haben, aber das ist sehr komplex und für den Mitteilungszettel im Büro nicht unbedingt nötig:
Daß die eigene Handschrift jedoch wenn nicht gerade schön, aber doch leserlich und klar auch im Computerzeitalter bleibt, schon. :yes:

In unserer Familie schreiben alle nach ihrem Verständnis sehr sauber und ohne Streichen oder "Killern" - letzteres kommt bei mir schon mal vor. ;)
Manches (z.B. meine Cousine) Geschriebene muß man für sich und andere heute ein wenig "übersetzen" und schön sieht es auch nicht aus, aber gleichmäßig und man kennt die Übergänge.
Bei meiner Tochter ist es schlimmer: Sie schreibt zwar gleichmäßig, aber zu eng und komplex. Sie will zu viele Gedanken auf einmal festhalten.

Mein Vater und meine Oma hatten das allerschönste Handschriftbild ever:
Wunderschönes Sütterlin, fast in Buchmalerei-Qualität, äußerst sauber, flüssig und gleichmäßig und leicht lesbar.
Das Eckige, Verschnörkelte einer persönlichen Handschrift liebe ich: Es ist verspielt wie Gotikbauweise an einem tollen Gebäude oder ein altes schmiedeeisernes, schönes Gitter, was solche Handschrift ausdrückt.
Ich habe ein Mittelding aus Sütterlin, klassisch-schullateinischer und russischer Schreibschrift, was aber leider auch sehr schmierig entarten kann. :huh:

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 05.07.2011 02:35:27

Also zum Thema Handschrift kann ich auch ein paar Episoden beitragen.
Die Familie Väterlicherseits ist mit einer wunderschönen (Druck-)Schrift gesegnet. Mein Papa und seine Brüder haben alle eine sehr ähnliche aber wunderbar leserliche Schrift.
Mein Bruder und ich kommen da eher nach Mutter: Sie und der restliche Teil der Familie haben eine eher katastrophale Schrift. Ist zwar Schreibschrift aber wirklich schwer lesbar. Bei meinem Bruder kommt hinzu, dass er auch sehr klein und eng schreibt. Mama hat ihm irgendwann mal einen Schönschreibfüller (die mit der breiten Feder) mitgebracht, aber da ihn dass nicht zu einer größeren Schrift bewegt hat konnte man alles noch schlechter lesen und die Lehrerin bat drum, den Füller bloß wegzuschließen... rofl Naja, nun könnte er durchaus (zumindest vom Schriftbild) auch Arzt oder so sein.

Und letzten Samstag in der Schule ist auch etwas passiert, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann: Lehrerin gibt BWL-Klausuren zurück, nur zu einem meint sie, die Schrift wäre sehr unleserlich, sie konnte also nichts bewerten, er möchte bitte die Klausur mal abtippen. :blink: Daraufhin durfte er sich vorne am Rechner platzieren und seine Klausur abtippen (der Typ ist Mitte 30, wir befinden uns in der Erwachsenenbildung, da hatte er meiner Meinung nach schwer Glück, er hätte auch einfach ne 6 wegen Unlesbarkeit kassieren können und gut). :wallbash:
Hat die halbe Klasse ehrlich gesagt total aufgeregt, mich natürlich auch. Nicht zuletzt, weil er sich völlig angepisst da hingesetzt hat so nach dem Motto "na toll, jetzt ich muss ich den scheiß noch abtippen." und das geht gar nicht. Der soll froh sein, dass die Lehrerin so kulant ist. So ist längst nicht jeder drauf... :labern:
Naja, so viel zur Handschrift.

Leserliche Grüße,
eure Dorie :blumen:


Meine Schrift sieht sehr schön aus, ich schreibe auch gerne (wenn Gelegenheit) mit dem (Kalligrafie)-Füller. Da man meine Schrift allerdings nicht gut entziffern kann, kontere ich dann öfter mit dem Spruch "ich kann schreiben, Du aber nicht lesen....


Oh Gott meine Handschrift....
Also ich bin schon einmal Linkshänder (zwar nicht umerzogen und auch keine Ausreden aber naja-.-) Da sieht meine Schrift aus, dass es ein echtes Grauen ist! Das geht schon damit los, dass ich selber kaum lesen kann, WAS ich da geschrieben habe-.-. Dazu bekomme ich nach 5 Minuten ein riesigen Krampf in der Hand, das ich am Liebsten den Stift in die Ecke feuern und lieber gar nichts machen würde^^
Schreibschrift war bei mir der Exodus, da konnte man das ganze dann noch weniger lesen :wallbash: , vor allem ist mir irgendwann aufgefallen, dass andere Bundesländer anscheinend andere Schreibschriften beigebracht bekommen...
Gott sei dank gibt es mittlerweile Tastaturen, denn bis ich auch nur zwei Wörter per Hand geschrieben habe, habe ich schon 5 Sätze auf die Tastatur gehämmert so nach dem Motto :pfeifen:

Bearbeitet von Fireloki am 28.07.2011 09:29:45


Obwohl ich ein Mann bin, habe ich nach wie vor eine schöne Schreibschrift. Ich hab sie mir im Laufe der Jahre nicht abgewöhnt. Ich schreibe zwar mehr mit dem PC als mit der Hand, aber wenn ich dann einmal dazu komme etwas per Hand zu schreiben, dann mache ich das immer sehr gewissenhaft und in Schreibschrift. Ich finde, dass das ganz elegant aussieht!
Zwischendurch hatte ich auch mal eine Zeit, in der ich zu einer Klaue geneigt habe,aber das habe ich korrigieren können!


Das Zauberwort heißt: Sich Zeit nehmen! Einmal hinsetzen und um der Schrift willen mal einen Text möglichst sorgfältig abschreiben. Übung macht den Meister, gerade für die, die Schreiben mit "Tastatur bedienen" gleichsetzen. Wir verbringen unsere Zeit so oft mit sinnfreien Dingen, warum sollten wir nicht auch einmal wieder das Schreiben üben. Denn es ist ein wichtiges Kulturgut und wird immer noch als Spiegel der Persönlichkeit gesehen.


Bei mir ist es gar nicht mal das Schriftbild, aber dass man den Text, wenn er einmal auf Papier ist, einfach nicht wieder editieren kann.... das macht mich jedesmal meschugge.... ein paar Rechtschreibfehler sind noch nicht mal das Ding... Satzstellung... hier und dort noch was einfüge können, das ist halt echt von Vorteil am PC. Handschriftlich muss man vorher ziemlich genau wissen, was man schreiben will... inhaltlich.


Ist schon wahr...Tastatur-Sucht :rolleyes: versaut die Handschrift. Ich ertappe mich schon mal dabei, wie ich den Cursor setzen will, um zu verbessern, was ich verdreht oder falsch geschrieben habe.
Und je mehr ich am Rechner hänge, umso mehr verkommt auch die Sprache. Im Urlaub könnte man das aber wieder üben, mal ganz ohne www. Leider ist es ja oft so, daß sich viele trotzdem keine Fusseln an´s Maul quatschen - bis auf so Standard-Ansagen wie: Strand oder Pool ? Restaurant oder Fast-Food ? oder: Nimm die Kamera mit!
Vielleicht sollte man da mal handgeschriebene Zettelchen austauschen, zwischendurch ne Liebeserklärung ? Dann könnte beides wieder besser werden. :pfeifen:
Gedanken am Freitag...


JAJA .
Die alten, aber guten Lehrer, waren gegen die Kugelschreiber. Die, die so leichtgängig schrieben, führten zur Schmierschrift.
Deshalb sollten wir nur mit dem ' Füller ' oder einem Bleistift schreiben.
In der Lehre wurden die technischen Zeichnungen entweder mit Zeichentinte [ Scriptol ] oder verschieden harten bzw. weichen Bleistiften ausgeführt .
Privat benuzte ich gerne einen Füller, trotz des manchmal blauen Mittelfingers.
Natürlich haben das auch viele Firmen erkannt und es wurde als Dienstschreibgerät der Faserschreiber standart.
Nachdem die ehemals deutschen Hersteller, die Fasertusche bzw. den kplt. Schreiber aus C.. holten,
verblaßte das Geschriebener sehr schnell, sobald es die Sonne gesehen hat.
Also wurde die Sauklaue akzeptiert, wenn es doch noch nach einem Jahr gelesen werden können sollte.
Alles was ich später noch lesen können muß, schreibe ich mit einem Bleistift oder einem Füller.
Wer nur noch selten und dazu noch mit Kugelschreiber schreibt, verlernt die Schönschrift.
Schreiben ist auch Übung.
:trösten:
Das auf der Tastatur geschriebene, ist nach dem POWER OFF, verloren.
:pfeifen:


@ Rumburak .
Es gibt tatsächlich schon Schulpolt. [xxx] :wallbash: , z. B. in HH die wollen eine Schreibdruckschrift einführen.
Die Kinder können dann Bücher nur noch bedingt und Handschrift nicht mehr lesen.
Wir haben noch die richtige deutsche Schrift schreiben und lesen gelernt,
damit wir Briefe von Großeltern lesen können.
Ältere Bücher in Fraktur, können doch heute schon viele Jugendliche nicht mehr lesen.
Aber das schöne ist : Am PC kann man andere Schriften schreiben.
Könnte hier ja mal sytterlin einfügen.
rofl rofl
[ xxx] meine Umgangs- Beleidigungs verhinderungs Zensur.
:pfeifen:


Leute, meine Handschrift sieht echt sau aus und Rechtschreibung auch im Eimer. Dennoch kann ich nix dazu.

Nach 6. Klasse ins Ausland umgetopft und ansonsten Deutsch nur durch TV und Telefon Chat mit Eltern aufrecht erhalten.

Bin in Deutschland gebohren, deutsche Familie, deutscher Pass und Staatsangehöhrigkeit. Dennoch, wenn ich Deutschtest und Integrationstest machen müßte wurde ich glatt durchsausen!

Auf PC tickern hat der Sache auch nicht weiter geholfen.

Ach was waren das für Zeiten wo man in der Schule noch für "Schönschreiben" gebimmst wurde!


Üben, üben und nicht verzagen. Wie beim Sport. Von nix kommt halt nix.
Ich schreibe zwar nicht extrem viel, aber schon ganz gerne mal, wenns auch nur ein paar Notizen oder hin und wieder Briefe sind. Meine Handschrift ist dadurch ganz akzeptabel.
Ich hab mich allerdings auch auch beruflichen Gründen mit Kalligrafie beschäftigt, ein Kulturgut, was viele nicht mehr schätzen, wenn sie es überhaupt je gehört haben.


Ich bin zwar kein Linkshänder aber ich hatte jahrelang Riesen-Problem
damit, dass ich immer so stark mit dem jeweiligen Schreibgerät auf
das Papier drücke.
Ich verkrampfe dann sehr oft bei längeren Briefen (die ich tatsächlich
noch als einer der wenigen meiner Bekannten schreibe).
Ich muss aber tatsächlich schon ca. nach einer halben DINA-4-Seite
meine Hand ausschütteln weil sie total verkrampft ist und es wird
danach tendenziell aber auch eher noch schlimmer als besser.
Ich habe mir dann auch schon mal wieder den guten alten Füllhalter
gekauft, also so einen richtigen klassischen (auf "alt" gemachten)
Füller.
Damit konnte ich dann zwar besser, ohne hartes Aufdrücken und
auch schneller Schreiben, aber durch die Tinte hatte ich immmer
wieder Problem mit dem Verschmieren und meine Hände waren
ständig voll damit und damit dann natürlich auch das entsprechende
Blatt.
Danach hat mir ein Arbeitskollege mal seinen durchaus seltsam
geformten Stift ausgeliehen. Sah fast so aus als hätte man den
unabsichtlich mal für längere Zeit unter eine heiße Lampe gehalten
und er wäre geschmolzen.
Ohne dass ich dafür hier Werbung machen will, aber der schreibt
ECHT gut dafür, dass es eigentlich ein ganz gewöhnlicher
Kugelschreiber ist. Gibts sogar auch für Linkshänder habe ich gesehen:
http://www.otto-office.com/de/Stabilo-Tint...ve-easy/49197/p
Dafür gibts auch relativ preisgünstige Nachfüllpatronen.
Oft kann man die auch in Büromärkten oder Copyshops direkt vor
Ort ausprobieren.
Kann ich echt empfehlen das mal zu machen und ein paar Zeilen
damit zu schreiben.


Dat Ding is nix neues und wird von fast jeder Lehrerin in der Grundschule empfohlen.
Kostet ein Schweinegeld und hält ein gutes (Schul)Jahr.
Über die teuren extrapassenden Patronen rede ich erst gar nicht.

Nimm dir nicht das Ergoteil von extrateurer erster Kajüte sondern nen Kuli und mach Schreibversuche, wenn gerade keiner hinschaut.


Ich schreibe derzeit bis zu 70 seiten per hand pro woche und meine schrift wird dadurch auch nicht signifikant besser. Außer ich schreibe langsam, was aber nicht immer geht.

Am angenehmsten finde ich mittlerweile inkys oder tintengelschreiber, weil die am wenigsten druck brauchen und auch bei schnellem schreiben gleichmäßige striche ziehen.


Meine Schrift ist auch ganz furchtbar. Kann mich nicht mehr erinnern, ob ich früher besser geschrieben habe.
Meistens ist es auch so, daß ich mich bemühe langsam zu schreiben, daß alles auch lesbar ist, meine Gedanken aber meistens schneller sind und ständig mache ich Fehler, da ich ein Wort vergesse zu schreiben.
Also schreibe ich schon seit langer Zeit auf meinem PC. Grußkarten, wenn ich mir Mühe gebe, kriege ich noch hin.

Bearbeitet von JUKA am 11.08.2012 22:23:49


Da kann ich mich einreihen in die Sauklaue-habenden :) Wenn bei uns auf Arbeit irgendwo ne unleserliche Notiz auftaucht, werde automatisch _ich_ gefragt, ob das mein Geschreibsel ist. Obwohl das gar nicht immer der Fall ist.

Sauklaue hatt ich schon immer... stimmt nicht ganz. Zwischendurch in der Schule hatte ich mal ne Phase mit wirklich sehr schöner Schrift. Bisschen klein vielleicht (um nicht zu sagen winzig *hüstel*), aber sehr schön anzusehen. Mit vielen Schnörkeln... lesen konnte man kaum was. Aber: sah sehr schön aus :)

Was mir schon vorm Einzug meines ersten PCs die Handschrift vollends verdorben hat, war der dauernde Gebrauch von Kugelschreibern. Is wirklich so - die sind Gift für die Handschrift. Füller sind besser (sabbern aber leider meistens), oder die schon genannten Gel- oder Inkschreiber. Die sind um etliches besser. Oder mit Bleistift schreiben, das hilft auch (etwas).

Der inzwischen fast ausschließliche Gebrauch der Tastatur hat natürlich noch ein Übriges beigetragen, meine Handschrift bzw. Ausdauer beim "Schönschreiben" (oder zumindest dem Versuch), zu ruinieren. Bei der Tastatur fliegen die Finger über die Tasten, das geht flott voran, ich kann so schnell schreiben, wie mir die Dinge einfallen, die ich schreiben will. Per Hand bin ich gedanklich immer schon zweidrei Sätze weiter, was das Chaos nicht besser macht. Und: ich mag es gerne, mit der Tastatur zu schreiben. Gerade weil es so schön schnell geht - und auch nach Tagen, Wochen, Monaten und Jahren zu entziffern ist :)

Also: Willkommen im Club!


Ich hab das für mich so gelöst: wirklich professionellen, teuren kalligraphischen Zeichensatz gekauft. Noch etwas selber dazuprogrammiert. Und nun brauche ich nur noch in meine Textverarbeitung \begin{loveletter} ... \end{loveletter} ins Tastaturgeschriebene einfügen, so daß das Handschriftschreiben mein Drucker übernimmt. :D

Bis jetzt hats immer ganz gut geklappt, daß meine solchen Briefe die Herzen und noch anderes mir freundlichgesinnt stimmten. rofl


Da ich Linkshänderin bin, habe ich eine Sauschrift- Ich wurde gezwungen, mit der rechten Hand zu schreiben. Irgendwie ging das dann im laufe der Jahre auch. Aber mit welchem Resultat. Ich mache sonst gar nichts mit rechts.


Zitat (risiko @ 13.08.2012 00:29:16)
Da ich Linkshänderin bin, habe ich eine Sauschrift- Ich wurde gezwungen, mit der rechten Hand zu schreiben. Irgendwie ging das dann im laufe der Jahre auch. Aber mit welchem Resultat. Ich mache sonst gar nichts mit rechts.

Ich schreibe auch mit links (heute ist übrigens Welt-Linkshänder-Tag) wurde zwar nicht umgepolt aber meine Schrift sieht dennoch schlimm aus - ich kann sie teilweise selbst nicht mehr entziffern.


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