Stenografie als Zusatz lernen... ist das heute überhaupt noch relevant???


Hallo zusammen...

ich mache derzeit ein Fernstudium zur geprüften Sekretärin mit Stenografie. (Steno habe ich als "kostenlosen" Zusatz gewählt)...

Leider fällt mir diese Kurzschrift total schwer und ich hänge da total fest, was mich vom wesentlichen Kurs ablenkt. :wallbash:

Nun überlege ich, die Stenografie aufzugeben und nur den Kurs zur Sekretärin zu machen.

Was denkt ihr darüber? Heutzutage ist das doch sowieso nicht mehr allzu gefragt?

Würde mich über ein paar Meinungen freuen...

Vielen Dank im Voraus,

Knusperflocke


Auch ich hab - vor etlichen Jahren allerdings - im Rahmen einer Umschulung zur Stenokontoristin/geprüfte Sekretärin die Stenografie gelernt. Bei dieser Umschulung war Steno jedoch noch Pflichtfach. Ich hatte das Glück, daß mir das Lernen der Stenografie nicht so schwer gefallen ist, zumal - wie der damalige Lehrer hierfür mir sagte - daß mein Schreibstil, geneigt nach rechts, gut geeignet ist, um in den Schreibstil der Stenografie hineinzkommen. Außerdem konnte ich mir die Kürzel auch sehr gut merken, so daß die Steno-Prüfung auch entsprechend gut ausgefallen ist. Als ich die Schule beendet hatte und in die Ausübung meines neuen Berufs einstieg, war ich in der Firma die einzige Mitarbeiterin, die Stenografie beherrschte!! Das hat mir allerdings insoweit "Glück" gebracht, als daß ich Sekretärin eines Abteilungsleiters wurde, der überhaupt nicht gern auf Band diktierte und froh war, endlich eine Sekretärin gefunden zu haben, die Steno beherrschte. Dieser Abteilungsleiter war ein Super-Chef und ich hab gern täglich ein bis zwei Stunden Diktate von ihm schriftlich entgegengenommen.

Allerdings bin ich heute der Ansicht, daß Stenografie wohl eher ein sehr "exotisches" Können ist, was sicher nur noch gaaaanz wenig bis gar nicht mehr gefragt ist. Zudem kommt noch dazu, daß man Steno ganz schnell wieder verlernt, wenn man es nicht nutzen kann. Es wird bei einer Vorstellung im Zeugnis zwar zur Kenntnis genommen, aber ich denke, das war es dann auch. Du wirst es vermutlich beruflich nicht mehr notwenigerweise brauchen.


Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort... das hat mir wirklich weitergeholfen... natürlich ist es schön, wenn man etwas beherrscht, was nur noch wenige können.

Gerade aus diesem Grund hatte ich mich für die Stenografie entschlossen. Aber das es so heftig ist, hätte ich nicht gedacht. Anfangs lief es super, aber aus familiären Gründen konnte ich anderthalb Monate nicht weiterlernen, und als ich es dann wieder zur Hand nahm, hatte ich bereits einiges vergessen. Sowas macht mich wahnsinnig.

Ich werde es abwählen... ich danke Dir herzlich...

liebste Grüße


Konzentriere dich in erster Linie auf den Hauptkurs.
Steno würde ich aber nicht ganz aufgeben, es wird ja nichts ausmachen wenn du das etwas langsamer machst.
Nimm dir täglich nur etwa 15 - 20 min Zeit um Steno zu üben oder dich mit dem einen oder anderen neuen Kürzel auseinander zu setzen. Vllt. findest du auch jemandem, der gelegentlich mit dir üben oder dir was zeigen kann.

Allzuoft ist es heute nicht mehr gefragt, da hast du schon recht, aber ab und an wird es auch heute noch gebraucht (und auch verlangt) und oft ist es auch einfach nur sehr hilfreich, sich in Steno ein paar Notizen zu machen (erstens kann's nicht jeder lesen, zweitens geht's schneller)

marasu


Ich krieg die Tür nicht zu.....

hätte nie gedacht, dass heutzutage noch Steno gefragt ist.

Das hatte ich mal vor mehr als 40 Jahre gelernt, als zu der Zeit im Bundestag noch alles in Kurzschrift dokumentiert wurde.

Um Steno zu lernen brauchst, wie auch bei einem anderen Lernstoff, absolute Ruhe und Konzentration. Das geht nicht von heute auf morgen. Mit der Zeit wird das immer leichter, und vielleicht findest daran Gefallen, weil das heute kaum noch jemand beherrscht. Dass man Steno jedoch noch heutzutage braucht, halte ich für antiquiert.

Heutzutage würde ich das nur aus Spass lernen.

Steno alleine ist ja noch harmlos. Ich habe noch die alte Sütterlinschrift gelernt, und bin wohl ziemlich alleine, um das zu lesen.

Maschineschreiben haben wir in der Handelsschule noch im Takt mit Marschmusik gelernt. Und wenn sich die Lehrerin zur Tafel wandte, stampften wir im Takt auf den Boden und fingen an zu singen.

Also nicht ao schnell aufgeben.Die Buchstaben sind schnell auswendig gelernt. Und Du musst hinterher halt lesen können, was Du stenografiert hast. Dabei ist die einfache Stenografie im Vergleich zu der stark noch weiter verkürzten Eilschrift noch harmlos.

Labens


Ich musste für meine Sekretärinnen Prüfung vor der IHK noch Steno lernen. Und ich habe es gehasst. Im Nachhinein bin ich aber dankbar, dass ich es noch kann. Denn wie oft kommt es vor, dass der Chef im Vorbeigehen mal was zuruft, was er noch erledigt haben möchte. Dann isses superpraktisch, wenn man sich das schnell notieren kann, damit es nicht untergeht.

Bei welchem Modul hängst Du denn fest? In der Verkehrsschrift, der Eil- oder der Redeschrift? Wenn schon die Verkehrsschrift nicht richtig sitzt, hast Du später bei der Eilschrift und der Redeschrift ein echtes Problem, weil eines auf das andere aufbaut. Aber je höher Du in die Materie einsteigst, desto einfacher wird es. In der Verkehrsschrift ist beispielsweise das Zeichen für "Geschäft" der Anstrich für das "ge" von der Unterlinie ausgehend, dann die Hochstellung (ohne Verstärkung) des Zeichens für "sch" und der Auftrich für das "t". In der Redeschrift ist das ein leicht schräg gestellter Strich, der von der Unterlinie bis zur Oberlinie verläuft. So kommst Du dann auch spielend an die 150 Silben die Minute dran, die Du für die Prüfung brauchst.

Wenn Du nach Cassette übst, kann ich Dir noch einen kleinen Trick mitgeben, der mir immer sehr geholfen hat: Kaufe Dir einen Stenoblock ohne Mittellinie. Ziehe vier senkrechte Linien, so dass Du fünf gleich große Spalten bekommst. Schreibe so eng wie möglich, das spart Zeit. Bei so schmalen Spalten kann die Schreibhand einfach runtergleiten, das spart ebenfalls Zeit. Ich habe es immer so hinbekommen, dass eine Spalte genau eine Minute Diktat war. So musste ich nie blättern, was ebenfalls Zeit spart. Wenn Du nicht mitkommst, schreibe nicht nach, lasse einfach eine Lücke. Nach dem Diktat darfst Du dann nochmals nachfragen, wo Du "etwas nicht verstanden" hast. Die anderen Schreiber dürfen das ebenfalls. Da hast Du nochmals die Gelegenheit, Deine eigenen Lücken aufzufüllen. Ansonsten heißt es bei der Übertragung in Langschrift: kombinieren oder raten. Oft ergibt sich die Lücke aus dem Kontext.

Grüßle und viel Erfolg,

Egeria

Tante Edit fällt noch ein: Später im Studium habe ich in etlichen Vorlesungen mit-stenografiert und das dann später in den Computer reingetippt. Somit hatte ich quasi schon die halbe Lernarbeit erledigt.

Bearbeitet von Egeria am 02.09.2013 13:15:08


Ich mußte es früher mal lernen, hatte aber nie Spaß dran. Mittlerweile habe ich viel vergessen - leider, denn heute würde ich es gerne wieder können. Schon aus dem Grunde, weil es sonst kaum noch jemand lesen kann. :P


Ja, bei mir ist es genau so! Ein klein wenig kann ich noch, aber teilweise nur mit überlegen und auch - im Verhältnis zu früher - nur langsam! :heul:

Bei meiner Prüfung waren damals 80 Silben pro Minute Pflicht, die hab ich mit Bravour geschafft und später - nachdem ich ja beruflich gut im Training war - hat mich mal eine Kollegin gestoppt und wir haben ausgezählt, daß ich bis zu 200 Silben schrieb!!

Wenigstens haben sich - dank "Frag Mutti" und dem übrigen Internet - die Maschinenschreibe-Fertigkeiten nicht verflüchtigt :lol:


Zitat (Murmeltier @ 02.09.2013 14:24:39)
Wenigstens haben sich - dank "Frag Mutti" und dem übrigen Internet - die Maschinenschreibe-Fertigkeiten nicht verflüchtigt :lol:

Jep. Bin auch jeden Tag im Training. :wub:

Ich hatte es mal in der Wirtschaftsschule - war damals Pflichtfach in Verbindung mit Maschineschreiben und EDV.

Allerdings hatte ich den Hang, meine eigene Kurzschrift zu entwickeln, was sich bei einem Steno-Diktat, das wir einige Tage später in Maschinenschreiben in Reinschrift bringen sollten, als fatal erwies: meine Reinschrift (ein Geschäftsbrief) ergab von hinten bis vorne absolut keinen Sinn :lol: Gebraucht hab ich Steno dann GSD nie, weil meine Berufswahl eine völlig andere Richtung hatte.


Einige Kürzel, z.B. für das Wort "nicht", der Senkrechtstrich, verwende ich heute noch im täglichen Gebrauch.
Beim Fernsehen habe ich einen Buchkalender liegen. Dort trage ich schnell mal ein, was als Info im TV kommt (z.B., dass ich unbedingt einen Filter für den Laserdrucker kaufen muß). Damit niemand anderes mein wirres Zeug liest, verwende ich ab und an etwas Steno, aber vieles habe ich leider schon vergessen.


ja, das geht mir auch so... Hab ich im Berufsleben aber tatsächlich auch nie mehr gebraucht und so sind die Kenntnisse leider immer mehr verschwunden.


ich habs vor vielen Jahren auch mal gelernt, aber dann eigentlich nie anwenden müssen im Job, so dass sich meine Steno-Kenntnisse relativ schnell vollkommen in Luft aufgelöst haben ^_^ glaube aber auch, dass Steno heutzutage kaum mehr verlangt wird... Sinn macht es natürlich, wenn man regelmäßig (Wort-)Protokolle o. ä. führen muss.
Würde mich auch - erstmal - nur auf den Hauptkurs konzentrieren und wünsch Dir viel Glück dafür :blumen:


Zitat (Murmeltier @ 02.09.2013 14:24:39)
Bei meiner Prüfung waren damals 80 Silben pro Minute Pflicht, die hab ich mit Bravour geschafft und später - nachdem ich ja beruflich gut im Training war - hat mich mal eine Kollegin gestoppt und wir haben ausgezählt, daß ich bis zu 200 Silben schrieb!!


Ich hab bei der Abschluss-Prüfung 180 Silben geschrieben...., aber trotzdem nur befriedigend bekommen.

Da konnte ich richtig stolz sein, weil das meine beste Note in der Höheren Handelsschule war....... :P

Hallo, Labens,

kann es sein, daß Du da etwas verwechselst??

Beim Maschineschreiben waren mindestens 180 Anschläge Pflicht, für Steno galten andere Regeln. In der HöHa (zur damaligen Zeit in NRW) mußten, soweit ich weiß, 100 Silben pro Minute geschafft werden sowie wie die wortgetreue Übersetzung in Klarschrift oder aber, wie bei meinem Umschulungslehrgang, 80 Silben pro Minute plus Übersetzung.

Bei allem, was darunter lag - egal ob bei Maschineschreiben oder Steno -, war man durchgefallen!

Ach ja, hatte ich noch vergessen: Wenn Du trotz 180 Anschlägen als Note "nur" eine Drei bekommen hast, so lag das vermutlich daran, daß auch die Tippfehler beim abgeschriebenen Text bewertet wurden. Als gemachte Anschläge wurden sie zwar gezählt, aber trotzdem wurden diese Tippfehler nochmal "abwertend" im Endergebnis hinzugezogen!

Bearbeitet von Murmeltier am 02.09.2013 16:35:13


Das war jetzt aber alles schön zu lesen.

Ich habe auch noch das gute alte Steno gelernt. Gebraucht habe ich das tatsächlich noch, als ich Sekretärin war. In der Automobilen hat keiner Zeit, was aufs Band zu quatschen und den Gang ins Schreibbüro zu machen.

Bei mir ist es leider auch so, ich kanns noch im Kopf, aber nicht mehr auf Papier. Also ich müsste es wieder üben um wieder rein zu kommen und schneller zu werden.

Eigentlich ein guter Grund, mal noch oben zu gehen und mir mein "Stenobuch" noch mal durch zu lesen.


Hallo Knusperflocke (übrigens, schöner Name!),

ich habe Steno auch im Rahmen meiner Berufsausbildung gelernt (Industriekaufmann - ja damals im Osten nannte man das noch so und ich gebe es auch als Berufsbezeichnung so an). Ist aber seeeehr lange her.

Bei dem Beruf war es kein Pflichtfach und man musste auch nicht so viel Silben schaffen, wie die Sekretärinnen.
Mir ist es aber sehr leicht gefallen und ich hatte Spaß daran. Als Übung habe ich damals immer Schlagertexte mitgeschrieben.
Das ist mir beim Berufseinstieg und im späteren Berufsleben sehr zu Gute gekommen, denn ich habe es täglich nutzen können und war unter den Sachbearbeiterinnen ein "Exot", denn kaum jemand konnte das schreiben, geschweige denn lesen.
Meistens musste ich dann noch zusätzlich zum Direktor zum Diktat, weil seine Sekretärin nur vorgeschriebene Texte abtippen konnte.

Jetzt bin ich auch aus der Übung, denn man muss ständig damit umgehen, damit man es nicht vergisst.
Wenn dir das sowieso nicht so liegt, dann verschwende deine Zeit nicht damit und konzentriere dich auf das Wesentliche deines Fernstudiums. Ich stelle mir so ein Fernstudium ohnehin sehr schwierig vor.

Alles Gute für dich und dein weiteres Studium wünscht dir Dora


Ich habe es auch noch in meiner Ausbildung gelernt (Oh mann, 30 Jahre her). Man. brauchr es nicht unbedingt in der heutigen Zeit. Ich glaube, es macht aber Eindruck im Job, wenn der Chef mitbekommt, dassman es kann. Ich habe von aelteren Chefs jedenfalls schon kugelrunde Augen geerntet "Sie koennen ja Steno". Vielleicht erhoeht es ja die Chancen fuer die Karriere. Leider kann ich heute nicht mehr in der Geschwindigkeit mitschreiben wie frueher. Aber um etwas schnell aufzuschreiben, wenn der Chef etwas zuruft, dafuer ist es toll.


Mir geht's wie Hannah.
Es ist interessant, wieviele noch Steno gelernt haben hier bei den Muttis. *g*


Steno braucht man nicht mehr. Man kriegt das Diktiergerät und schreibt so direkt in den PC. Ich kenne es nur noch so.
"Früher" habe ich das auch mal lernen müssen. Für den Hausgebrauch taugen die Kenntnisse noch. Aber sonst...beinahe alles weg!


Ich habs gelernt und könnte es auch noch, wenn auch holprig. Allerdings würde ich heute niemandem mehr raten, es zu lernen, es wird meiner Erfahrung nach einfach nicht mehr gebraucht. Ich arbeite schon über 30 Jahre in der freien Wirtschaft und kann mich zumindest in den letzten 10 Jahren an niemanden erinnern, der Stenografie benutzt hätte. In den eher internationalen Unternehmen, in denen ich in den letzten 10 Jahren war, wurde nicht stenografiert und nicht diktiert. Bis hin zum Vorstandsvorsitzenden von Firmen mit mehreren tausend Mitarbeitern werden mails von allen selbst geschrieben und beantwortet, die Assistentin bearbeitet die Dinge selbständig. Das Tempo wäre viel zu schnell, um Texte erst noch zu diktieren. Technische Errungenschaften wie Rechtschreibprüfung und Synonymwörterbuch (in mehreren Sprachen) helfen dabei natürlich.

Das mag in einer Behörde oder einem kleineren inhabergeführten Unternehmen natürlich ganz anders ein. Trotzdem, ich würde es meiner Nichte z.B. nicht raten, der Aufwand rechtfertigt meiner Meinung nach nicht den zu erwartenden Nutzen oder Mehrverdienst. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.


Wegen Steno habe ich einen Fortbildungskurs abgebrochen. Es wurden 160 Silben pro Minute gefordert. Allein diese Anforderung hat mich beim Testen so zittrig gemacht, dass ich den Scheiß-Bleistift hingeschmissen habe.

Im Grunde war ich gar nicht so schlecht. Aber ich kann nicht meine motorischen Fähigkeiten unter Prüfungsdruck einsetzen. Und das ist gemein.
Steno ist aber eine schöne Zeichensprache auf Papier. Ich habe eine schreckliche Handschrift. Aber als ich Steno lernte, habe ich gesehen, wie ich schön schreiben kann, so ähnlich wie Hieroglyphenschrift. Schwung und Ästhetik kam auf einmal aus meiner Feder (Bleistift).

Jetzt hätte ich wirklich mal Lust, einen Erneuerungskurs zu besuchen.


Zitat (Ghwenn @ 08.09.2013 08:16:31)
Wegen Steno habe ich einen Fortbildungskurs abgebrochen. Es wurden 160 Silben pro Minute gefordert. Allein diese Anforderung hat mich beim Testen so zittrig gemacht, dass ich den Scheiß-Bleistift hingeschmissen habe.


Wurde diese hohe Silbenzahl von Anfängern gefordert??? :o :o

Das erschreckt mich jetzt aber doch sehr!! Anfänger bzw. Neueinsteiger machen die Stenografie-Prüfung mit 80 bzw. maximal 120 Silben pro Minute!! So ist die vorgeschriebene Norm der IHK!
Bei weiterbildenden Kursen - gesprüfte Sekretärin, Stenokontoristin - werden 150 Silben pro Minute verlangt!

Bearbeitet von Murmeltier am 08.09.2013 11:19:50

Hi Murmeltier,

es war halt ein "Perfekten-Kurs". Ich stand schon im Beruf; es war eine Weiterbildung. Sämtliche Fächer habe ich eigentlich gut absolvieren können. Aber der Leistungsdruck, 160 Silben zu schaffen :mellow:

Ich war so zittrig, meine Stenokrakelschrift war unleserlich, ich hatte Aussetzer und konnte meine Niederschrift nicht mehr übersetzen. Kurzum, ich bin dadurch durchgefallen. Und meine beste Freundin auch. Und ich hatte dazu noch ein schlechtes Gewissen, weil sie auch diese Fortbildung machte, weil ich sie anfing.

Weißt Du was lustig ist? Ein sehr männlicher Kollege und sagen wir mal kleiner Macho ( ;) ) ist Mitglied im Stenographenverein. Ja solche Vereine gibt es auch.

Liebe Grüße Ghwenn :blumen:

Edit: Die IHK bot mir eine nochmalige Chance an. Zweitprüfung. Mich hat der Stenodruck so angek..., dass ich ohne irgendein Zertifikat die neunmonatige Fortbildungssache in die Rundablage tat. Wie meine beste Freundin auch. (Tut mir leid, Du Liebe, dass ich Dich da mit reingerissen habe :trösten: )

Bearbeitet von Ghwenn am 08.09.2013 12:23:33


Wirkliche Anfänger fangen mit 60 Silben pro Minute an. Jedenfalls war das zu meiner Zeit so.

P.S.
Ich werde gleich mal nach meinem alten Übungsbuch suchen. Durch das Thema hier habe ich direkt Lust bekommen, meine Kenntnisse aufzufrischen. :D


Zitat
Stenographenverein


Kenne ich von früher. Die gibt es immer noch?

Zitat (Ghwenn @ 08.09.2013 12:14:47)
Ich war so zittrig, meine Stenokrakelschrift war unleserlich, ich hatte Aussetzer und konnte meine Niederschrift nicht mehr übersetzen.

Meine Tischnachbarin hatte das auch.
Sie hat mir sehr leid getan weil sie dadurch noch nervöser wurde.

Meine dumme Angewohnheit war, dass ich mein Stenogramm leise vor mir hergebrabbelt habe.

Ja Eifelgold, dazu macht man sich gegenseitig noch verrückt. :lol:

Aber im Maschinenschreiben habe ich die 350 erreicht! Aber was nutzte das. Die IHK hat mir wegen Steno-Durchfall halt kein Zeugnis erteilt. :(


War das denn eine Ausbildung zur "Stenotypistin"?


Ausgebildet war ich schon als "Stenosekretärin" in einer Verwaltung. Es war eine Motivation, besser zu werden.
Ich saß in den 80-gern tatsächlich noch mit Stenoblock vor meinen Vorgesetzen.
Das kommt einem heute bizarr vor. Mein jetziger Cheffe ist im Tastaturschreiben fast so gut wie ich und würde niemals einen Mitarbeiter mit Bleistift und Block zu sich rufen.

Aber wie gesagt, die Stenografie an sich finde ich schön - diese Schrift lässt meine eigene grauenhafte sich in's bessere verwandeln.

Grüßle Ghwenn :blumen:


Zitat (Ghwenn @ 08.09.2013 13:17:09)

Das kommt einem heute bizarr vor.

Das ist wirklich bizaar.

Ich habe gerade versucht, mein Posting vor ab in Steno auf men Block zu schreiben.

Drei Mal wurde ausgebessert.
Antwort habe ich mit dem geschwungen nd geschrieben, ich wusste erst nicht wie ich "Ant" schreiben soll...
Müssen habe ich ausgeschrieben, das Kürzel ist mir erst eingefallen, als ich mich drauf konzentrierte.

Wahnsinn gell?


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