Japanische Weinbeeren, wer kennt sie?


Hallo, liebe Frag Muttis,
ich habe zwei Pflanzen "Japanische Weinbeeren" geschenkt bekommen.
Weder meine Pflanzenbücher noch Tante Google können mir Auskunft geben darüber
a. ob ich sie in große Kübel setzen kann (sie treiben, ähnlich Himbeeren, kräftig Ausläufer, das möchte ich nicht, deswegen will ich sie nicht direkt in meinen Garten setzen),
b. was ich mit den Früchten alles machen kann.
Ich setze auf Euer vielfältiges Wissen bzw. Erfahrung!
Vielen Dank für Eure Tipps im Voraus!
krillemaus

Bearbeitet von krillemaus am 24.03.2015 16:39:14


Ich kannte die auch nicht, aber habe sie bei Wikipedia gefunden.
Für Marmelade und Gelee sicher sehr gut geeignet.

http://www.google.de/url?q=http://de.wikip...4AsenkxPbh7LysQ

Es gibt doch aus Plastik Sperren für Bambus, damit der sich nicht ausbreitet. Die müssten doch auch solche 'Ausläufer' einhalten können.


Hallo, Amante,
danke für die Antwort! Der Wikipedia-Beitrag war mir schon bekannt, geht aber auf meine Fragen nicht ausreichend ein.
Die Plastiksperren für Bambus haben sich bei meinen Himbeeren schon nicht bewährt, mit der Folge, dass ich überall in meinem Garten Himbeeraustriebe habe. Die Himbeeren scheinen unter den Sperren hinwegzutreiben. Wenn sie wenigstens ordentliche Früchte tragen würden, hätte ich kein Problem damit, aber die Früchte sind klein und wenig aromatisch.
Das möchte ich mit den Weinbeeren nicht auch erleben.
Mein Garten ist nicht sehr groß, sofern sich Weinbeeren nicht im Kübel halten, verschenke ich sie lieber weiter, als dass ich mir den Garten von etwas zuwuchern lasse, was nicht schmeckt und außerdem extrem stachelig ist.
Abendliche Grüsse
krillemaus


Hallo Krillemaus, ich würde den Spender fragen. :)


Ich würde es ausprobieren. Einen Strauch würde ich weiter verschenken, den anderen in einen großen Kübel pflanzen und schau'n, was passiert. Vielleicht reagiert er ähnlich wie Bonsaipflanzen, deren Wurzeln ja auch durch Beschneidung angepasst werden. Du beschneidest zwar nicht, aber gibst ihm keine Möglichkeit der Wurzelverbreitung.


Hallo, Viertelvorsieben, hallo, Drachima, danke für die Tipps!
Der Spender der Pflanzen hat noch weniger Ahnung als ich. Er hat die Pflanzen in der Me..o gesehen und sich gedacht, dass ich mich über eine Gartenrarität freuen würde.
Da er vom Prinzip her mitgedacht hat (die meisten obstliefernden Pflanzen benötigen Bestäuber!), möchte ich auch nicht eine Pflanze verschenken und nur eine behalten.
Ich setze die Pflanzen jetzt erst mal in große Kübel, eingehen werden sie nicht dadurch. Ob sie fruchten, wird sich im Laufe des Jahres erweisen. Wenn´s damit nichts wird, kann ich sie ja immer noch am Ende des Jahres weitergeben an jemanden, der einen großen Garten zum Auspflanzen hat!
Einen schönen Tag wünsche ich allen!
krillemaus


Hallo krillemaus, egal, was im Laufe des Jahres daraus geworden ist - ich würde mich freuen, wenn du über das Ergebnis berichtest :)


Hallo, Drachima,
werde ich, versprochen! Hab´s mir im Kalender für Anfang Oktober notiert, damit ich es nicht vergesse!
Grüße krillemaus


Oh ja, das würde ich auch gerne wissen. Wäre ja vielleicht etwas für den Garten meiner Kleinen. Vielleicht hast Du dann ja auch ein paar Fotos.

Ich würde allerdings nicht gleich die zweite Pflanze abgeben, es sei denn, Du weißt, ob die Pflanze selbstfertil ist.


Ja, dann werde ich am besten hier als Fortsetzung des Themas Bericht erstatten!
Immerhin habe ich schon herausgefunden, dass Japanische Weinbeeren selbstfruchtend sind, also nicht unbedingt eine zweite Pflanze als Pollenspender benötigen. Oft ist es aber so, dass die Anzahl der Früchte größer ist, wenn eine zweite Pflanze vorhanden ist. Ich behalte deswegen erst einmal beide Pflanzen.
Angeblich soll auch noch besserer Fruchtertrag zu erwarten sein, wenn man unter die Jap. Weinbeeren Maiglöckchen pflanzt. Daran traue ich mich allerdings nicht, da ich im Garten Bärlauch habe. Wenn sich die Maiglöckchen aussäen und zwischen den Bärlauchpflanzen sprießen, komme ich u.U. nicht mehr dazu, zu berichten. :unsure:

Bearbeitet von krillemaus am 25.03.2015 14:26:21


Zitat (krillemaus @ 25.03.2015 14:25:37)
...
Angeblich soll auch noch besserer Fruchtertrag zu erwarten sein, wenn man unter die Jap. Weinbeeren Maiglöckchen pflanzt. Daran traue ich mich allerdings nicht, da ich im Garten Bärlauch habe. Wenn sich die Maiglöckchen aussäen und zwischen den Bärlauchpflanzen sprießen, komme ich u.U. nicht mehr dazu, zu berichten. :unsure:

Ok, nein das würde ich mich auch nicht trauen. Eh daß es zu Vergiftungen kommt, würde ich auch lieber auf Maiglöckchen verzichten.

Außerdem bestehen wir ja auch auf den Bericht! Ausreden werden nicht angenommen. :P

Zitat (krillemaus @ 25.03.2015 14:25:37)
Wenn sich die Maiglöckchen aussäen und zwischen den Bärlauchpflanzen sprießen,...

Dann kannst Du die Bärlauchernte vergessen. :(

Bearbeitet von viertelvorsieben am 25.03.2015 14:37:42

:P Bärlauch riecht nur knofig, Maiglöckchen klingeln :P Und die Blüten sind ja auch ganz anders. Aber im Ernst, wenn du da unsicher bist, würde ich das auch nicht machen.
:offtopic: Ich habe noch nie gehört, dass mal jemand aus Versehen ein Maiglöckchen-Pesto gemacht hat.


Zitat (Drachima @ 25.03.2015 14:39:30)
:P Bärlauch riecht nur knofig, Maiglöckchen klingeln :P Und die Blüten sind ja auch ganz anders. Aber im Ernst, wenn du da unsicher bist, würde ich das auch nicht machen.
:offtopic: Ich habe noch nie gehört, dass mal jemand aus Versehen ein Maiglöckchen-Pesto gemacht hat.

Es gibt jährlich Warnungen zum Thema Bärlauch-Maiglöckchen und deren Verwechslungen. Und jährlich gibt es Vergiftungen, weil die Leute den Unterschied nicht kennen!

Weiß ich doch @Shaila. Ich hab ja auch die entsprechenden Smilies gesetzt. Wer sich mit der Natur nicht 100%ig auskennt, sollte die Finger davon lassen.


Zitat (Drachima @ 25.03.2015 14:42:33)
Weiß ich doch @Shaila. Ich hab ja auch die entsprechenden Smilies gesetzt. Wer sich mit der Natur nicht 100%ig auskennt, sollte die Finger davon lassen.

:wallbash: Sag das doch gleich!

Aber ich habe auch noch nie ein Maiglöckchen-Pesto gemacht, das gebe ich zu. :P

Zitat (Shaila @ 25.03.2015 14:47:20)

Aber ich habe auch noch nie ein Maiglöckchen-Pesto gemacht, das gebe ich zu.  :P

Und das freut mich ja sehr - :blumen:

und ich bin mir sicher, hier bei FM noch viele. ;) ;) ;)

nun wenn die nicht helfen, nimm doch einfach einen großen Mauertuppenbehälter den aber eingraben :wub:
und auch einige Löcher unten rein bohren. :wub:

Bearbeitet von gitti2810 am 25.03.2015 20:24:04


Ich habe diese leckere Beerensorte neu entdeckt: Als Hecke. Meine Großeltern hatten so einen Strauch, und seit meiner Kindheit hatte ich die nie mehr gesehen; kannte auch den Namen nicht, den mir dann der Gartenbesitzer nannte. - Nein, davon an der Straßenseite was ernten? das mochte er nicht. Schade!
Aber im nächsten Jahr stand auf dem schmalen Streifen (ca. 20 cm) zwischen Mauer und den Platten der Autostellfläche bei meinem Gartengrundstück so ein Strauch! Bestimmt von Vögeln da als Samen abgelassen....
Das ist jetzt vier oder fünf Jahre her, und ich ernte jedes Jahr immer händevoll! Letztes Jahr nach einer Abwesenheit ca, 1 Kilo auf einmal. Da habe ich Marmelade draus gemacht, von der ich nur noch ein Glas habe, Ich freue mich schon auf dieses Jahr, Der Geschmack erinnert an Himeere, gemischt mit Stachelbeere oder so. Man kann sie sehr gut auch z.B, in Joghurt reintun; eine meiner dortigen Nachbarinnen machte das gerne; ich lade immer die NAchbarn ein, ja davon zu ernten, denn wo nun vier Sträucher neben einander stehen, wird es doch sehr reichlich. Wenn ich keine weiteren mehr will: einfach dafür sorgen, dass sie nicht wurzeln können...
Die Beeren werden rötlich-orange und lösen sich wie Himbeeren, also bleibt ein weißer Stift stehen. Und wie Himbeeren und andere Beeren wachsen sie zweijährig: Also müssen die diesjährig tragenden Zweige abgeschnitten werden. - Und ja nicht die frischen, diesjährigen!
"Ausläufer" gibt es ja in verschiedenen Arten. Bei der japanischen Himbeere bilden sich dort, wo die Zweige den Boden berühren, Wurzeln, Das ist die Art Ausläufer die ich da kennengelernt habe. Diese fiesen unterirdischen Bodenausläufer wie bei Bambus oder Maiglöckchen gibt es - bei mir jedenfalls - nicht, denn dann hätten sie längs an der Plattenreihe des Stellplatzes vorbei rauskommen müssen. Aber die Zweige die in dieser Erdspalte wurzeln bilden, habe ich gelassen - und schon ein paar Ausläufer verschenkt,
Hier ein Foto vom letzten Jahr:
http://www11.pic-upload.de/26.03.15/ph6apdxgzxbg.jpg

Ich hoffe, hiermit weiterhelfen zu können!

Bearbeitet von dahlie am 26.03.2015 09:03:50


dahlie wie bekomme ich jetzt solch eine pflanze? :sabber: :wub: :wub: :wub:


Hier z.B.:
http://www.baumschule-horstmann.de/shop/ex...CFQsEwwody68Ayg

Pötschke hat "zur Zeit nicht lieferbar",

Edit: Die Früchte fühlen sich leicht klebrig an; das soll Schädlinge fernhalten - uns aber nicht. ;)

Bearbeitet von dahlie am 26.03.2015 11:10:41


Hallo, und guten Abend!
Inzwischen habe ich meine japanischen Weinbeeren in große Kübel gepflanzt, sie beginnen Blätter auszutreiben.
Da ich merkwürdigerweise seit meinem letzten Beitrag keine Benachrichtigung über neue Kommentare mehr bekommen habe, war ich heute recht überrascht, dass sich doch noch einige Frag´ Muttis gemeldet hatten zum Thema Jap. Weinbeeren.
Ich habe zwischenzeitlich auch weiter recherchiert und bei Baldur-garten. de unter "Japanischer Säulenhimbeere" (= Jap.Weinbeere) Informationen gefunden, u.a. auch, dass man die Pflanzen in Kübel setzen kann.

Wer sie jetzt noch haben möchte, kann dort bestellen, eine Pflanze kostet knapp 15.-Euro.

Danke nochmals allen für die Informationen!
Im Sommer des nächsten Jahres werde ich berichten, wie sich der Fruchtansatz entwickelt hat, eher geht nicht, da erst die zweijährigen Ruten tragen.
Frohe Ostern an alle!
LG
krillemaus


Bei horstmann - s. meinen link - kosten sie grade nur die Hälfte, nämlich € 7,90 das Stück; ab 5 Exemplare je € 7,50


Ich hatte versprochen, mich noch einmal wegen der japanischen Weinbeeren zu melden.
Das ist früher möglich, als gedacht, der erste Erfolg hat sich bereits eingestellt.
Ich hatte die beiden Sträucher in Kübel gepflanzt, sie sind auch gut gewachsen und haben geblüht.
Eine der beiden Pflanzen ist allerdings Anfang Juni aus unerfindlichen Gründen eingegangen, die andere hat Früchte ausgebildet, so dass ich heute 8 schöne, dunkelrote Weinbeeren ernten konnte. Ein paar grüne hängen noch, aber nicht so viele, dass ich davon auch nur ein Glas Marmelade kochen könnte. Also habe ich die ersten reifen Früchte roh verspeist. So ganz überzeugt mich der Geschmack nicht, an Himbeergeschmack ist nicht zu denken, eher an einen etwas faden Weißwein.
Zum nächsten Jahr spendiere ich der Pflanze etwas mehr organischen und mineralischen Dünger, mal sehen, ob das den Geschmack der Früchte aufpeppt.
Fazit: Weinbeeren lassen sich im Kübel kultivieren, sie tragen auch Früchte, geschmacklich reichen sie an Himbeeren nicht heran.


Was sagt uns das? Wer Himbeeren essen will, sollte Himbeeren anbauen. ;)


Dann bist du vielleicht etwas irritiert durch die Form, Krillemaus: Wie bei Himbeeren bleibt ein kleiner weißer Stift stehen, wenn man pflückt. Ich schrie das ja schon. Und der Geschmack: auch dieses Jahr schmecken die vollreifen, dunkelorangenen Früchte wie eine Mischung aus Himbeere und Stachelbeere. Erntet man sie etwas zu früh, überwiegt der Stachelbeergeschmack.
Und: Mein Strauch steht in der vollen Sonne, in ungedüngter/ungepflegter Erde, also auf eher Sandboden.
Da werden nur die diesjährigen, früchtetragenden Ranken abgeschnitten, die neuen werden ja erst nächstes Jahr tragen.
Beim Nachbarn ist auch einer der verschenkten Ausläufertriebe eingegangen, ber der hatte vor einem Monat wieder unten neue Triebe angesetzt. Abwarten also. :blumen:


Zitat (viertelvorsieben @ 03.08.2015 11:51:23)
Was sagt uns das? Wer Himbeeren essen will, sollte Himbeeren anbauen. ;)

Das ist richtig! Aber erstens habe ich die Pflanzen geschenkt bekommen und zweitens laufen die in Gartenkatalogen unter Japanische Himbeeren. Kann man bei dem Namen nicht ein kleines bisschen Himbeergeschmack erwarten?

@ Dahlie: die Weinbeeren waren reif, sie lösten sich ganz leicht von der Pflanze und, wie bei Himbeeren, es blieb ein weißer Zapfen am Strauch stehen. Allerdings stand der Kübel teils im Schatten, vielleicht ist das der Grund, weswegen die Beeren eher fad schmeckten.
Und nach Stachelbeeren schmeckten sie auch nicht.
Aber "Danke" für den Tipp mit dem Rückschnitt!

Zitat (krillemaus @ 03.08.2015 14:37:55)
Das ist richtig! Aber erstens habe ich die Pflanzen geschenkt bekommen und zweitens laufen die in Gartenkatalogen unter Japanische Himbeeren. Kann man bei dem Namen nicht ein kleines bisschen Himbeergeschmack erwarten?

Wenn das so ist - ja. Aber vielleicht haben die Japaner auch einen anderen Geschmack. :unsure:

Den Japanern würde ich nicht unbedingt trauen hehe vielleicht ist deine Pflanzeja mutiert oder sowas in der Art :D


Zitat (krillemaus @ 03.08.2015 14:37:55)
Aber "Danke" für den Tipp mit dem Rückschnitt!

:D
Tja, das ist bei allen solchen Beerensorten so. Dieser Nachbar beklagte sich letztes Jahr: Nun habe er seit einigen Jahren Brombeeren im Garten, auch "zugeflogen", aber erst in diesem Jahr blühte eine Ranke, die anderen noch nie. Er schnitt die immer im Herbst alle ab... (Und hatte wohl eine übersehen.)

Das muss man tatsächlich "wissen": sie sind zweijährig, die in diesem Jahr wachsenden Ranken werden nächstes Jahr tragen - wenn man sie dran lässt. ;)

Bearbeitet von dahlie am 04.08.2015 11:38:39


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