Putzfrau dekadent: Putzen


Wir haben seit einigen Jahren eine Putfrau, sie kommt einmal die Woche für 2-3 Stunden und bügelt bei sich zu Hause unsere Wäsche. Oft sehe ich kritische Blicke wenn ich das erzähle, findet Ihr das dekadent und übertrieben?


Ich denke mal, Ihr werdet einen triftigen Grund haben, eine Putzfrau zu beschäftigen, die auch Eure Wäsche bügelt. Was soll daran dekadent und/oder übertrieben sein? Es geht niemanden etwas an, welche Gründe Ihr habt und die Meinung anderer Leute hierzu braucht Euch nicht zu interessieren. Schließlich wird die Frau von Euch für Ihre Arbeit bezahlt und ich gehe mal davon aus, daß sie auch von Euch angemeldet und somit versichert ist, falls mal was passiert bei der Arbeit.

Also kümmert Euch nicht darum, was andere über Euch und Eure Putzhilfe denken oder sagen, es ist einzig und allein Eure Sache. Vielleicht sind die anderen ja auch nur ein wenig neidisch, weil sie ihren Haushalt und die Wäsche selbst herrichten müssen?


Übertrieben (und angeberisch) fände ich es eher, wenn Du es jedem unter die Nase reiben reibst.

Eine Putzfrau zu beschäftigen kann mehrere Gründe haben, keine Zeit es selbst zu machen, körperliche Gründe, Kinder und der Wunsch,mehr Zeit mit ihnen zu verbringen, Faulheit etc. pp. Ich finde da nichts verwerfliches dran, jeder so wie er mag. Nur wenn jemand damit 'prahlt', sich eine Putzhilfe zu leisten, dann geht mir das gehörig gegen den Strich.


Recht hast Du, Binefant. Ich hätte das in meinem Posting noch dazu schreiben sollen. Damit rumprahlen, daß man sich eine Putzfrau leistet, das ist dekadent und zeugt nicht gerade von guten Benehmen und ebensolcher Erziehung.


Ich finde das völlig in Ordnung. Hätte ich etwas mehr verfügbare Kohle, wäre das die erste Investition, die ich tätigen würde.
Hatte eine Zeit lang eine Putzfrau für meine Dienstwohnungen und fand das ganz wunderbar.

Mit zwei Personen, die beide vollzeit arbeiten gehen, bleibt nicht viel Zeit für den ungeliebten Haushalt. Warum nicht jemanden dafür bezahlen?


Was ist daran verwerflich, sich bei Haushaltsdingen gegen Entgelt helfen zu lassen?!

Wenn meine Waschmaschine defekt ist, rufe ich doch auch den Kundendienst, weil ich es nicht selbst reparieren kann. Der Servicetechniker macht das schließlich auch nicht kostenlos und hoffentlich nicht umsonst.

Grüßle,

Egeria


In unserem Haushalt läuft das ganz genauso ab! Sofern man nicht damit prahlt oder angibt, finde ich es auf keinen Fall verwerflich und eure Putzfrau ist sicherlich froh über das zusätzliche Einkommen!! :)


Ich hatte zuerst gelesen: Putzfrau dement, und da ratterte sofort das Kopfkino los. ^_^

In der Sache schließe ich mich meinen Vorposterinnen an.


Ich wollte, ich könnte mir ne nette Perle leisten.
Sie braucht auch gar nicht viel machen. Nur das Areal pflegen und ab und an mal die Fenster putzen. Das würde mir schon helfen.

Ich bin nach der Arbeit und Garten, sowie die daraus entstehende Ernte oft zu kaputt, um mich noch mit Putzen zu beschäftigen.


Zitat (Rurnins @ 28.11.2016 07:31:55)
... Oft sehe ich kritische Blicke wenn ich das erzähle, findet Ihr das dekadent und übertrieben? ...

... die kritischen Blicke rühren meiner Ansicht nach wohl eher vom "Neid der Besitzlosen".

Ich denke mir, ich kann mit meiner Kohle machen, was ich will. Ich kann entweder einmal weniger schick essen gehen und dafür eine Haushaltsperle beschäftigen. Kommt preismäßig ungefähr aufs Gleiche raus. Das schick-Essen-gehen ist ein Vergnügen. Die Entlastung im Haushalt ebenfalls. Beides ist eine Dienstleistung, die ich mir kaufe. Wenn die Perle dann noch eine besonders nette Person ist, isses sogar noch angenehmer.

Grüßle,

Egeria

Wir haben auch eine Putzfrau, die ungefähr alle 3 Wochen mal vorbeikommt und das komplette Haus auf Vordermann bringt. Ich finde wenn man nicht allzu viel Zeit hat, ist an einer Putzfrau überhaupt nichts verwerfliches oder dekadentes.

Und wenn man sich eine leisten kann, und selber nicht gerne putzt, kann man das doch auch gerne machen. Ich sehe da wie gesagt überhaupt nichts Übertriebenes oder Schlimmes drin.


Ich denke, wenn die Frau ordentlich entlohnt und menschlich behandelt wird, ist daran absolut nichts Anrüchiges.

Ich hatte selber, als ich noch berufstätig war, jahrelang eine nette Studentin, die mir einmal im Monat meine Wohnung ordentlich durchgeputzt hat.

Leider hatte sie irgendwann mal ihr Studium fertig und seitdem bin ich immer mal wieder am Ausschauen nach einer vertrauenswürdigen Person, die so alle 1 bis 2 Monate mal für ca. 3 Std. zu mir kommt und mir die Arbeiten abnimmt, die ich so gar nicht selber machen mag. Wohnungsböden feucht durchwischen, Fenster putzen und Türen und Türstöcke säubern.

Den Rest erledige ich schon selber, hab ja jetzt genug Zeit dafür. Mag es halt nicht so sehr gerne selber machen. B)

Da so jemand gar nicht leicht zu finden ist, muss Tilla selber in den sauren Apfel beißen beim Putzen, was Tilla so gar nicht gefällt. :heul:


Zitat (Tilla @ 02.12.2016 15:33:07)
... seitdem bin ich immer mal wieder am Ausschauen nach einer vertrauenswürdigen Person, die so alle 1 bis 2 Monate mal für ca. 3 Std. zu mir kommt und mir die Arbeiten abnimmt, die ich so gar nicht selber machen mag. Wohnungsböden feucht durchwischen, Fenster putzen und Türen und Türstöcke säubern.

Ich habe auch ewig lange gesucht - man möchte ja schon wissen, wen man in die Wohnung lässt.

Es gibt einfach manche Arbeiten, die ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst erledigen kann.
Auf Empfehlung hin habe ich jetzt jemanden gefunden. Und zufällig stellte sich noch heraus, dass es sich dabei um eine frühere Klassenkameradin meines Sohnes handelt, die er als absolut vertrauenswürdig bezeichnet.
So'n bisschen Glück ab und zu kann man gebrauchen. ;)

Dekadent? Nein. Wenn die Modalitäten stimmen, ist es für beide Seiten eine win/win-Situation.
Dekadent fände ich es nur, wenn ich damit angeben würde, dass ich mir eine Putzhilfe "leisten" kann.

Bearbeitet von Jeannie am 02.12.2016 20:03:28

Hallo!
Was soll daran denn dekandent sein? Also hier bei uns im Ort haben die meisten Leute eine Putzfrau ! Viele haben beruflich so viel um die Ohren oder putzen schlicht und ergreifend nicht gerne, aber da ist es doch besser sich eine Putzfrau zu holen, die evtl. auch die Wäsche macht egal wo sie sie bügelt, als die Wohnung versiffen zu lassen!


meine Mami ist seit letztem Jahr im Ruhestand und verdient was nebenher, indem sie bei Leuten im Nachbarort die Wäsche bügelt ... sie bekommt dafür € 15,00 pro Stunde und das ganz ohne Stress


mein Neid ist grenzenlos :rolleyes:


Dekadent finde ich eine Haushaltshilfe als Putzfrau , oder schlimmer als putze ,zu betiteln.


...sicherlich ist das Neid der Besitzlosen - ich würde das Thema auch eher vermeiden. Ich wäre froh ich hätte noch eine Perle. Als unsere Familie dereinst mal in einer finanziellen Notlage war, bin ich gegen Geld bei meiner Freundin putzen gewesen. Sie hat als vollberufstätige die Haushaltshilfe genossen und ich einen Einpersonenhaushalt der organisiert war PLUS das Zubrot.
Alles SEHR gut!


Wieso? Ein Koch kocht, eine Malerin malt, eine Putzfrau putzt. Die Tätigkeit ist nichts ehrenrühriges, also kann man den Begriff dafür ruhig nutzen finde ich.
An Haushaltshilfe ist auch nichts falsches.


@Cambria, nein da ist nichts ehrenrühriges dran, so meinte ich das auch nicht.


Zitat
Jeannie: Ich hatte zuerst gelesen: Putzfrau dement, und da ratterte sofort das Kopfkino los.


Ich dachte zuerst die Putzfrau wäre dekadent :bigboss:

Bearbeitet von Helmburg am 04.12.2016 13:10:49

Nein, das ist eine völlig normales Beschäftigungsverhältnis. Du benötigst die Hilfe im Haushalt und das ist ihr ganz normaler Job. Wer da irgendwelche Vorurteile aufbringt hat selbst genug Probleme.


Zitat (Rurnins @ 28.11.2016 07:31:55)
Wir haben seit einigen Jahren eine Putfrau, sie kommt einmal die Woche für 2-3 Stunden und bügelt bei sich zu Hause unsere Wäsche. Oft sehe ich kritische Blicke wenn ich das erzähle, findet Ihr das dekadent und übertrieben?

Also, unsere Haushaltshilfe scheint zu genießen uns eine Freude damit machen zu können wenn die Wohnung nach Ihrem Einsatz sauber ist. Allerdings haben wir schon bemerkt, daß andere Familien sie auch anders behandeln, denn am Anfang fragte sie noch ob sie Pause machen dürfe. Aber hallo? Sie ist zu gegenseitigem Nutzen bei uns beschäftigt und nicht etwa unsere Leibeigene. Dieses Nachfragen haben wir ihr abgewöhnt. Sie macht jetzt Pausen genau so wie sie die benötigt und die sind in der bezahlten Zeit natürlich inklusive.

Wenn ich mir dann denke, daß wir das selber machen müßten (haben wir ja auch lange) wobei wir diese Arbeiten nicht mögen und auch nie so routiniert sind wie sie, dann denke ich es ist nichts verwerfliches dran.

Sieh es mal so: wieviel ist dir deine Freizeit pro Stunde wert? Nicht alle Arbeiten die für einen Erwachsenen anfallen lassen sich auslagern, aber dieser Themenbereich läßt sich leicht auslagern. Ist doch toll, wenn ich mich dann gegen einen Obolus dieser Tätigkeiten entledigen kann. Zumal Tätigkeiten die mich und meine Frau zu zweit mehr Zeit kosten würden als einen Profi; und die uns (sichtlich) weniger Spaß machen würden.

Dekadent kann es dem Wortsinn nach schon nicht sein. Es sei denn man hat ein verschwurbeltes Weltbild in dem das regelmäßige Instandhalten des Wohnbereichs als Zeichen von Verfall gelten kann. Einfach mal kritisch zurück gucken. Oder eben das Argument mit der Freizeit bringen. Das zieht erstaunlich oft.

Zitat (Brokkr @ 14.12.2016 11:09:23)
....... ein verschwurbeltes Weltbild in dem das regelmäßige Instandhalten des Wohnbereichs als Zeichen von Verfall gelten kann.

Das Gegenteil kann auch ein Zeichen sein. Ich meine kein Instandhalten des Wohnbereiches als Zeichen von Verfall und Geiz[B].
Ich hatte es schon einmal im Forum geschrieben, dass ich im Krankenhaus eine ältere Dame als Nachbarin hatte, die sehr reich war.
Als ich wieder nach Hause dürfte, sagte ich zu ihr:"Sie können bestimmt auch bald in ihr Haus zurück."
Sie meinte nur:"Wenn sie wüßten, wie es bei mir zu Hause aussieht."

Der Tipp eine Perle zu beschäftigen und meine Hilfe dabei, mich umzuhören, fanden kein Echo.