Herzkatheteruntersuchung... wer hat Ahnung???


Bei meiner Mutter ( 70 Jahre alt) lsoll kurzfristig eine Herzkatheteruntersuchung gemacht
werden. Ich habe keine Ahnung von Herzkrankheiten bzw. –problemen.

Angeblich soll das ja nicht ganz ungefährlich sein.

Kann mir einer von euch dazu etwas sagen?

Ach so, sie hat wohl Herzrythmusstörungen gehabt am Wochenende
und Herzflimmern, deshalb liegt sie jetzt im Krankenhaus.

Bearbeitet von anitram.sunny am 24.10.2006 09:59:20


Da ich kein Arzt bin kann ich das nicht beurteilen

Hier ist es näher erklärt:
http://www.netdoktor.de/ratschlaege/unters...erzkatheter.htm


Ich selber hatte letztes Jahr diese Untersuchung.

Zuvor musste ich Medikamente einnehmen, damit das Blut nicht all zu dick ist.

Man liegt bei vollem Bewusstsein auf dem OP-Tisch; die Arme hinter dem Kopf verschrenkt, damit der Brustkorb gedehnt ist. Das rechte Bein ist seitlich ein wenig angewinkelt. Die rechte Leiste wird betäubt, dann wird ein winzig kleiner Schnitt an der Hauptschlagader gemacht und ein langer sehr dünner "Schlauch" wird bis zum Herzen eingeführt. Im Verlauf dieser Untersuchung wird ein Kontrastmittel gespritzt und es wird einem warm ums Herz. Auf dem Monitor kann man diese Untersuchung selber mitverfolgen.

Nach diesem Eingriff darf man 24 Stunden nicht aufstehen und man muss darauf achten, dass das rechte Bein gestreckt bleibt.

Die Untersuchung ist im Grunde harmlos.


Bei mir wurden letztes Jahr überzählige Muskelzellen, die zeitweilig Tachykardien auslösten (Puls zwischen 150 und 180) auch mit einem Herzkatheter
verödet.

Ich empfand dabei nur das lange stilliegen als unangenehm, außerdem habe mich mich mit dem Arzt gezofft, weil er meinte es wäre ihm zu mühsam den Katheter wie es üblich ist in der Leistengegend einzuführen und einen Subclavia-Katheter anlegen wollte. :ph34r:

Anschließend musste ich 4 Stunden im Bett bleiben, mit Sandsäcken in der Leiste, danach war alles OK und ich durfte wie gewohnt rumlaufen.

Bei der Einverständniserklärung musste ich aber alles unterschreiben, was so passieren könnte. Exitus eingeschlossen :(

tante ju


Ein Sandsäckchen hatte ich nicht, sondern nur kurz eine Art Druckverband darauf.
Exitus kann auch bei anderen Eingriffen eintreten. Wie sagte man mir: "Besser ist, wenn ich auf dem OP-Tisch einen Herzinfarkt bekomme, als woanders, denn hier hat man sofort alle Mittel etc. zur Hand usw."

Mal davon abgesehen, bei mir hatte man nichts festgestellt - alles normal.


Zitat (tante ju @ 24.10.2006 10:55:16)
Bei der Einverständniserklärung musste ich aber alles unterschreiben, was so passieren könnte. Exitus eingeschlossen :(

tante ju

Das ist fast bei allen Eingriffen so, sonst gäbe es wahnsinnig viele Gerichtsurteile.

Es ist mir schon klar, dass sie sich in der Klinik absichern müssen. Ich fand es nur nicht passend, dass mir erzählt wurde: "Es liegt ein Zettel auf ihrem Nachttisch, den müssen Sie unterschreiben." und das ohne jegliche Erklärung. Meiner Bettnachbarin konnte ich dann erst mal die ganzen Fachausdrücke übersetzen und das wäre eigentlich die Aufgabe eines Arztes oder einer Ärztin. :o

Bei Überlastung des ärztlichen Personals könnte ja auch eine Krankenschwester/Pfleger oder Medizinstudent/in in fortgeschrittenem Semester diese Aufgabe übernehmen, wäre immer noch besser als niemand. :)

tante ju


Jedes Krankenbett hat eine Klingel und wenn man sie betätigt, kommt Personal, was ich dann mit Fragen bombadiert hätte.


Zitat (tante ju @ 24.10.2006 13:03:40)
Bei Überlastung des ärztlichen Personals könnte ja auch eine Krankenschwester/Pfleger oder Medizinstudent/in in fortgeschrittenem Semester diese Aufgabe übernehmen, wäre immer noch besser als niemand. :)

tante ju

Nein, ich würde auf alle Fälle den Arzt ranzitieren...Er hat eine Aufklärungs- und Sorgfaltspflicht...Er muß dich persönlich aufklären, das kann nicht auf andere (Schwestern, Pfleger etc) abgewälzt werden....Klar, wenn du die fragst, geben die dir meistens auch sehr kompetente Auskünfte, aber das Aufklärungsgespräch muß der Arzt machen...

Mellly, richtig, wenn es nur mal überhaupt ein Aufklärungsgespräch gegeben hätte. :(

Nun wohne ich ja weit genug von dieser Uniklinik entfernt, so dass ich diese hoffentlich nie wieder von innen sehe. :) :)

tante ju


Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 10:24:34)
Die Untersuchung ist im Grunde harmlos.

Nein, ist sie nicht. Es gibt einen guten grund warum der zu unterschreibende Zettel 4 DIn-A-4 Seiten lang ist.

Mein Vater hat sich nach dem lesen geweigert, das machen zu lassen, weil die Gefahr, dass er dadurch einen Infarkt bekommen hätte, viel zu gross war. Es kommt darauf an, wie krank jemand ist und was die Optionen nach der Untersuchung sind.
Hat jemand dichte Stellen, kann man mit einem Katheder bedingt diese Stellen weiten und damit den Gesamtzustand verbessern.

Geht es aber nur darum, reinzuschauen und danch keine Therapie zu haben, ist es witzlos.

Wie gesagt, es hängt vom Zustand des patienten ab und von den zukünftgigen Optionen, die ein Befund hinterher nach sich ziehen würde.

Grüße
Murphy

Zitat (murphy @ 24.10.2006 13:25:12)
Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 10:24:34)
Die Untersuchung ist im Grunde harmlos.

Nein, ist sie nicht. Es gibt einen guten grund warum der zu unterschreibende Zettel 4 DIn-A-4 Seiten lang ist.

Mein Vater hat sich nach dem lesen geweigert, das machen zu lassen, weil die Gefahr, dass er dadurch einen Infarkt bekommen hätte, viel zu gross war. Es kommt darauf an, wie krank jemand ist und was die Optionen nach der Untersuchung sind.
Hat jemand dichte Stellen, kann man mit einem Katheder bedingt diese Stellen weiten und damit den Gesamtzustand verbessern.

Geht es aber nur darum, reinzuschauen und danch keine Therapie zu haben, ist es witzlos.

Wie gesagt, es hängt vom Zustand des patienten ab und von den zukünftgigen Optionen, die ein Befund hinterher nach sich ziehen würde.

Grüße
Murphy

Mit harmlos meinte ich, dass es nicht schmerzhaft ist usw.

Auch das ist nicht korrekt, sorry.

Denn die Berührung der Sonde mit dem Muskel kann ein Zucken auslösen (was bei manchen leider zu den entsprechenden Kollapsen führt).


Tja, dann war die Untersuchung wohl bei mir anders, als bei Dir.


Es geht um das generelle Risiko. Du bist sicherlich jünger als 70, oder ? Jemand in jüngeren Jahren steckt so etwas eventuell anders weg als ältere Menschen.


Sieht man doch, dass ich jünger als 70 bin ;)
Ich habe auch nicht behauptet, dass bei dieser Untersuchung kein Risiko besteht.


Ich schaue die Bilder nicht an weil sie nicht echt sein müssen ;)

Sorry anitram, für's verhunzen.

Bearbeitet von murphy am 24.10.2006 13:41:26


Mein Bild ist echt, bin nämlich Steinbock :D
Ich bin nur 6 Monate älter als Du, wenn Deine Angabe richtig ist :D


Zitat (tante ju @ 24.10.2006 13:03:40)
Es ist mir schon klar, dass sie sich in der Klinik absichern müssen. Ich fand es nur nicht passend, dass mir erzählt wurde: "Es liegt ein Zettel auf ihrem Nachttisch, den müssen Sie unterschreiben." und das ohne jegliche Erklärung. Meiner Bettnachbarin konnte ich dann erst mal die ganzen Fachausdrücke übersetzen und das wäre eigentlich die Aufgabe eines Arztes oder einer Ärztin. :o

Bei Überlastung des ärztlichen Personals könnte ja auch eine Krankenschwester/Pfleger oder Medizinstudent/in in fortgeschrittenem Semester diese Aufgabe übernehmen, wäre immer noch besser als niemand. :)

tante ju

sie müssen dich sogar darüber aufklären. Meist bestätigst du mit deiner Unterschrift auch, daß du aufgeklärt worden bist.

Ich war über alles schon von dem einweisenden Arzt aufgeklärt, es war ja soweit klar, dass es bei mir ein relativ harmloser Eingriff sein würde. Mich haben nur die in unbestímmten Abständen (Tage bis Wochen) immer wieder auftretenden Tachykardien (mal 5 Minuten mal über 24 Std.) gestört. Nach über 24 Stunden ging ich ja auch immer brav zum Kardiologen und ließ mir Gilurthymal spritzen und dann war gut.

Es war mir nur peinlich, wenn ich endlich beim Arzt ankam und der Kram hörte von alleine auf. :o

Nur hätte mir vielleicht ein Arzt schon früher (ich ärgerte mich damit über 15 Jahre herum) diesen Eingriff empfehlen können, anstatt mir ständig Tabletten zu verschreiben, die alle nichts brachten! :(

tante ju


Vielen Dank für eure Hinweise, sie hat sich jetzt darauf festgelegt,
dass sie es morgen machen lässt. Wahrscheinlcih kann sie dann
am Donnertag wieder raus aus dem Krankenhaus, wenn alles gut
geht.


Wenn ich das Wort Herkatheter sehe könnt ich heulen da kommen mir wieder diese schreckliche Erinnerungen hoch. Simon hatte damals mit 4 Monaten einen Herkatheter reinbekommen.


Deise Katheter untersuchung ist kein spatziergang.Ich hatte sie das erste mal nach einem Herzinfarktvor 4 Jahren .Danach noch 3 mal wobei mir beim letzten mal (Juli 06) ein Stant gesetzt wurde.


Also meine Mutter hat die Untersuchung gut überstanden, und sie haben
auch nichts gefunden, keine Verengung oder so etwas.... war wohl auch nicht
so schlimm für sie , wie sie befürchtet hatte.

:) :) :)

Bearbeitet von anitram.sunny am 25.10.2006 16:32:10


Ich habe dieses Jahr im Juli einen Katheter bekommen.

Alles absolut harmlos.

Die Punktionsstelle wurde nach der Untersuchung verklebt und ich musste ca. 4-6 Stunden ruhig im Bett liegen. Anschließend ging es nach Hause.

Beste Grüße



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