Sprachkenntnisse: Wann sagt man "fließend" wann "gut"...?


Hi,

ich bin gerade mal wieder dabei eine Bewerbung zu schreiben, aber diesmal stolper ich über eine Sache und zwar die Sprachkenntnisse. Es ist so, dass gutes Englisch wichtig ist und eine 2. Fremdsprache erwünscht ist.

Nun gut, aber was ist "GUT"?? :hmm: Ich habe natürlich ca. 7 Jahre in der Schule Englisch gehabt und es auch dann und wann mal im Job gebraucht. Und meine Schwester lebt in den USA und mir ihr und ihren Freundinnen rede ich z. T. halt auch Englisch. Es ist nicht perfekt, aber ich verstehe fast alles und reden kann ich auch. Ab und zu fehlt mir natürlich mal ein Wort oder so, aber ich schätze, dass ich einfach eingerostet bin. Früher war mein Englisch gut, würde ich sagen. :unsure:

Und die 2. Fremdsprache ist Holländisch. Ich kann eigentlich so gut wie alles verstehen. Schreiben geht so (nicht so toll) und reden geht wohl. Meine Aussprache ist - lt. Holländern - ziemlich gut, aber einige Vokabeln fehlen mir halt, weil mir die tägliche Übung fehlt. Gelernt habe ich es 2 Jahre in der Schule, aber das ist schon lange her.

Also was würdet Ihr in die Bewerbung schreiben? Ich will die Stelle, aber will natürlich auch nicht Sachen über mich schreiben, die unwahr sind. :hmm: Kann ich schreiben "Englisch sehr gut, Niederländisch gut"? Oder ist das zuviel des Guten?

Wer kennt sich mit "Bewerbungssprache" aus? :unsure:

Gruss
Krötilla


Die Sprachkenntnisse (soweit ich weiß) werden mit im Lebenslauf mit aufgeführt.
Man schreibt dann auch nicht "gut" sondern "sehr gut". Oder du schreibst die Jahre hin, die du die jeweilige Sprache gelernt hast. Da zählt dann der Unterricht aus der Schule, der Berufsschule etc mit dazu.

Ich kann inzwischen auf 15 Jahre zurückblicken. In einer Bewerbung muss man schon in einem ordentlichen Stil protzen!!! Sonst wird man nicht genommen. Und glaube mir: wenns nicht gerade das Britische Ausland betrifft, dann sind die woanders auch nicht perfekt in der Sprache ;)

Ich habe das in meinem Lebenslauf übrigens so geschrieben:

Fremdsprachen:

Englisch (15 Jahre, sehr gut) in Wort und Schrift
Wirtschaftsenglisch (5 Jahre, sehr gut) in Wort und Schrift
Spanisch (2 Jahre, Grundkenntnisse) in Wort und Schrift
Französisch (8 Jahre, Grundkenntnisse) in Wort und Schrift


Kommt drauf an, was der AG will. Wenn der bloß jemanden will, der die Leute am Telefon versteht und denen sagen kann, was die wissen wollen, also n normaler Geschäftsfluss nicht verhindert wird durch die Sprache (ne normale Sprache vor allem, nicht son Rumgestammel), dann freuen die sich über n "sehr gut".
Aber wenn du Pech hast, erwarten die von dir, dass du mal eben aus dem Handgelenk nen englischen (oder was sonst gefragt wird) Geschäftsbrief übersetzt und auch noch in nem anständigen Geschäftsenglisch antwortest, ohne dabei nen Nervenzusammenbruch zu kriegen.


Ich habe in meine Bewerbung vor einem Jahr wie folgt geschrieben:
Englisch - Wort und Schrift
Französch - Wort und Schrift
Italienisch - Kentnisse
Russisch - Kentnisse

Alles weitere wird dann sowieso im Berwerbungsgespräch genannt.

Die Betsy :blumen:


Sowas krieg ich auch ab und an auf den Tisch, und da stellt sich ne Frage: Wie groß sind die Kenntnisse? Sowas ist leider nicht aussagekräftig, ich hab auch Jiddisch-Kenntnisse, aber in der Kommunikation bringen einzelne Wörter nix, auch nicht wenn man n paar Wörter Italienisch kann, die kann fast jeder, glaub ich, und sich dann rausstellt, das reicht grade mal um ne Menüliste in ner Pizzeria ohne Übersetzung lesen zu können.
Zu nem Bewerbungsgespräch kommts dann eben nicht immer, wenn die Infos unvollständig sind und der Rest nicht gut genug klingt, um den Bewerber einzuladen.


Ich bin Fremdsprachenkorrespondentin. Das übersetzen von Geschäftskorrespondenz ist auch mit normalen Englischkenntnissen kein Ding. Da brauchst du keinen Nervenzusamenbruch zu kriegen :augenzwinkern: Das ist harmlos. In JEDEM Betrieb gibt es (sollte es zumindest) ein ordentliches Englischwörterbuch geben. Ansonsten habe ich auch immer im Internet bei www.leo.org nachgeschaut.

Mach dir keine Sorgen. Nobody is perfect! Das wissen selbst die Leute in den Firmen. Außerdem muss man sich überall erstmal einarbeiten. Das schaffst du schon! :daumenhoch:


Da hast du schon recht, Kalle!
Aber erwähnen sollte es man. Ich kann kein Russisch und Italienisch kann ich nur verstehen und nicht sprechen.
Aber ich habe die Sprachkurse an der Volkshochschule gemacht.

Es ist auf jeden Fall eine Referenz. Und es spielen auch Faktoren wie Computerkentnisse und Zeugnisse von vorigen Arbeigebern eine Rolle.

Ich bin Rezeptionistin und hier ist es Gang und Gebe, dass der vorige oder die vorigen Arbeitgeber angerufen wird/werden.

Entscheidend ist aber wie man sich präsentiert.


Süße sag das doch gleich dass du dann auch noch ne Referenz hast. Das ist dann gleich ne ganz andere Kiste und n Beweis (außer du kriegst so nen Zettel auch, wenn du 3 x da warst und davon die Hälfte verpennt hast), dass du dich da mit beschäftigt hast.
Ulisha, ich würd dir normal recht geben, aber leider glauben ne Menge Leute, normale Kenntnisse heißt, man sucht ne Stunde nach den richtigen Worten, um nen einfachen Sachverhalt in ner anderen Sprache zu schreiben oder jeder braucht 10 min, um dem Kunden zu sagen, er soll Bahn 7 vom Bahnhof aus nehmen und an der Haltestelle Zum stotternden Esel aussteigen. Das kriegen ne Menge hin, aber sowas hilft nem Betrieb nicht wirklich weiter. Und Geschäftsenglisch ist sowieso ne andere Kiste, da sind die Grußformeln und Anreden ja schon ne Wissenschaft für sich. Jemand, der da keinen Dunst hat, ist damit 1. derbe überfordert und 2. schadet der dem Unternehmen vielleicht auch noch. Ich sprech dabei bloß vom aktuellen Stand der Bewerber, nicht wies nach ner Einarbeitung aussieht, aber auch nach ner gründlichen Einarbeitung kann man aus nem Käfer keinen Porsche machen.


Naja, selbst an der VHS gibt es Lehrgänge für Geschäftsenglisch. So fett sehen die das nicht. Ich war in einem Unternehmen Geschäftsführungssekretärin und die Chefs konnten keinen Fatz fremdländisch (weder Englisch, noch Französisch, noch sonstwas). Das wurde dann das reinste Teamwork in den Verhandlungen. Ich hatte keine Ahnung von den technischen Sachen, die wurden mir auf deutsch erklärt und ich hab dafür den ganzen Kram in Englisch übersetzt. Geschäftspartner sind keine steifen Pinguine. Die verstehen auch dass man als Deutscher keine astreines Englisch ausspuckt. Ich habe inzwischen 15 Jahre Englisch hinter mir. Selbst ich bin nicht perfekt. Aber ich habe gelernt, dass man mit einem netten Lächeln auch Schwächen überspielen kann und die Leute sehr nett sein können.


Cool wenn sowas auch so laufen kann, aber meine Erfahrungen aktiv und passiv sehen da zum Teil leider anders aus. Dass oft nicht mal die Firmeneigner richtig was auf der haben ist kein Wunder, brauchen die auch nicht, wenn man die Kohle hat, dafür Leute einzustellen die mehr Duns davon haben. :grinsen: :grinsen: :grinsen:


^_^ Danke für die Antworten, aber wat denn nu?! :blink:

Also was schreib ich denn jetzt? Gut, sehr gut, Kenntnisse?! "Kenntnisse" find ich auch etwas dürftig.... "Sehr gut" fänd ich persönlich, bescheiden wie ich bin :wub: , etwas protzig. Aber nur "gut" etwas lau.

Was soll ich schreiben?! :unsure:

Gruss
kröti

Bearbeitet von Krötilla am 02.03.2007 10:24:04


Warum schreibst du das in deiner Bewerbung denn nicht in etwa so, wie du es uns erklärt hast?
Mit dem Zusatz:
Ein evtl. Vorstellungsgespräch könnten wir gern in Englisch/Holländisch führen.

Ist vielleicht ein bissi frech, aber Frechheit siegt (manchmal) ;)


Ich denke, der Unterschied liegt darin, ob Englisch/usw. mündlich oder schriftlich verlangt wird. Mündlich kann man sich schon mal durchmogeln, schriftlich sicher nicht so einfach. Viel Erfolg !


Zitat (obelix @ 02.03.2007 10:48:03)
Warum schreibst du das in deiner Bewerbung denn nicht in etwa so, wie du es uns erklärt hast?
Mit dem Zusatz:
Ein evtl. Vorstellungsgespräch könnten wir gern in Englisch/Holländisch führen.

Hm, Obelix, weil das zu lang ist.
Ich wollte das mit den Sprachkenntnissen mit in den Lebenslauf schreiben und der ist tabellarisch. Darum sollte das halt kurz gehalten werden, etwa so:

Englisch (Wort und Schrift) gut bis sehr gut
Niederländisch (Wort und Schrift) gut

Zitat (Krötilla @ 02.03.2007 10:59:32)



Englisch (Wort und Schrift) gut bis sehr gut
Niederländisch (Wort und Schrift) gut

Na dann schreib das doch so in den tabellarischen Lebenslauf.
Im eigentlichen Bewerbungsschreiben könntest du doch evtl. den Spruch

"Ein evtl. Vorstellungsgespräch könnten wir gern in Englisch/Niederländisch führen"
mit einbauen?



Ich bin heilfroh, dass ich (fast) noch nie Bewerbungen schreiben musste.
Bei meinen bisherigen Arbeitgebern bin ich (fast) immer selbst angetreten und hab mich persönlich beworben.

Aber die Zeiten ändern sich.....

Ich wünsche dir ein "Gutes Händchen" bei deiner Bewerbung

Tante Edit hat mein Posting um das Wörtchen "fast" erweitert :rolleyes:

Bearbeitet von obelix am 02.03.2007 11:28:08

Hey, du schreibst eine Bewerbung!! Da musst du schon etwas protzen!!
Meinst du die Leute am Broilerstand werden ihre Ware los, wenn sie sagen: Hmm naja, schmeckt mittelmäßig, aber man kann sie halt essen (der Hunger treibts rein, der Ekel runter und der Geiz behälts drinne...).

Bei ner Bewerbung musst du richtig auf die Kacke hauen!!! Du machst da Werbung für dich, dass dich jemand nimmt! Sicher, ich kann deine Selbstzweifel verstehen, es wird IMMER Leute geben, die es besser können als man selbst. Aber denk dran: Es wird auch IMMER Leute geben, die es schlechter können!!! Und von daher verkauf dich so gut es nur geht! Außerdem weißt du ja selbst, dass "gut" ein Kaugummiwort ist und in alle Richtungen interpretiert werden kann. Auch zu "sehr gut" gibt es noch eine Steigerung. Also schreib "sehr gut" rein (denn wenn man "gut bis sehr gut" in die Bewerbung schreibt, dann zeigt das Selbstzweifel und man wird gar nicht erst genommen!). :trösten:

Und wenn du genommen wirst, dann gibt es ÜBERALL eine Probezeit wo nicht nur der Arbeitgeber sagen kann, ob du ihm anstehst oder nicht, sondern auch du kannst sagen, ob es dir dort passt oder nicht!

Denk dran: CHAKAAAAAA - DU SCHAFFST DAS :daumenhoch:


protzen *lol* Wie bist du denn drauf?

IM TV läuft da gerade so eine Werbung. BEi einem Vorstellungsgespräch fragt man einen Bewerber ob er englisch kann. Er antwortet mit Ja. Dann fragt man ihm auf englisch ob er auch Firmengeheimnisse verkaufen würde. Er stottert und sagt YES.

Soviel zum

Zitat
CHAKAAAAAA - DU SCHAFFST DAS


Bearbeitet von Nobody am 02.03.2007 13:37:50

Zitat (Nobody @ 02.03.2007 13:29:43)
protzen *lol* Wie bist du denn drauf?

IM TV läuft da gerade so eine Werbung. BEi einem Vorstellungsgespräch fragt man einen Bewerber ob er englisch kann. Er antwortet mit Ja. Dann fragt man ihm auf englisch ob er auch Firmengeheimnisse verkaufen würde. Er stottert und sagt YES.

Soviel zum
Zitat
CHAKAAAAAA - DU SCHAFFST DAS

Es gibt Leute, die haben von manchen Sachen nur gelesen und behaupten sie hätten ne Ahnung davon!

In der Werbung wurde der Mann übrigens auf Englisch gefragt, ob er Firmengeheimnisse verkaufen würde.

Außerdem: entweder man will den Job, tut etwas dafür und verkauft sich auch ordentlich, oder man will den Job nicht, sitzt nur aufm faulen Arsch, heult rum und kriegt eben keinen Job. Sorry, das hört sich bestimmt hart an. Aber so ist das heute nunmal!

Ich bin gegen protzen.

So wie es beschrieben wurde tendiere ich zu:

Sprachkenntnisse: Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
Holländisch: Grundkenntnisse vorhanden


Zitat (Ulisha @ 02.03.2007 14:01:42)
Zitat (Nobody @ 02.03.2007 13:29:43)
protzen *lol* Wie bist du denn drauf?

IM TV läuft da gerade so eine Werbung. BEi einem Vorstellungsgespräch fragt man einen Bewerber ob er englisch kann. Er antwortet mit Ja. Dann fragt man ihm auf englisch ob er auch Firmengeheimnisse verkaufen würde. Er stottert und sagt YES.

Soviel zum
Zitat
CHAKAAAAAA - DU SCHAFFST DAS

Es gibt Leute, die haben von manchen Sachen nur gelesen und behaupten sie hätten ne Ahnung davon!

In der Werbung wurde der Mann übrigens auf Englisch gefragt, ob er Firmengeheimnisse verkaufen würde.

Außerdem: entweder man will den Job, tut etwas dafür und verkauft sich auch ordentlich, oder man will den Job nicht, sitzt nur aufm faulen Arsch, heult rum und kriegt eben keinen Job. Sorry, das hört sich bestimmt hart an. Aber so ist das heute nunmal!

Ich kann Dir glaubhaft versichern dass bei uns Leute rausfliegen, wenn sie protzen und das hinterher nicht liefern. Wir hatten hier einen Manager der weiss der Geier was alles konnte. Es dauerte keine 4 Monate, da konnte er gehen, weil er bei weitem nciht so toll war, wie er sagte.

Immer protzen kann halt nach hinten losgehen.

Bearbeitet von murphy am 02.03.2007 14:14:52

Zitat (murphy @ 02.03.2007 14:14:25)
Zitat (Ulisha @ 02.03.2007 14:01:42)
Außerdem: entweder man will den Job, tut etwas dafür und verkauft sich auch ordentlich, oder man will den Job nicht, sitzt nur aufm faulen Arsch, heult rum und kriegt eben keinen Job. Sorry, das hört sich bestimmt hart an. Aber so ist das heute nunmal!


Ich kann Dir glaubhaft versichern dass bei uns Leute rausfliegen, wenn sie protzen und das hinterher nicht liefern.

Immer protzen kann halt nach hinten losgehen.

^_^ Ich muss echt schmunzeln. :hihi:

Also erstmal an alle: Danke für die Tipps!! :blumen:

Aaaaber: Weiter bin ich immer noch nicht!! :pfeifen: Denn genau darum ging es mir: Protzen oder ehrlich sein?! Was ich gesucht habe, war eine Aussage von Euch, ob es sowas wie "Richtlinien" gibt (grobe zumindest), wann man was sagen kann. Im Katalog der VHS z. B. gibt es einen Index, um zu erkennen, wie groß die Kenntnisse einer Sprache sind. Sowas in der Art habe ich gesucht. B)

Ich glaube, ich schreibe das einfach so, wie ich es von Anfang an vorhatte... Englisch gut bis sehr gut. Holländisch: Gut. Irgendwie so... :hmm: Ist zwar vielleicht nicht perfekt formuliert, aber gibt genau das wieder, was ich selber von mir denke. Es ist wahr und nicht zu tief gepokert (finde ich).

LG
Kröti

Die Begriffe "gut", "sehr gut" etc. sind umgangssprachlich; sie werden zwar häufig genutzt - auch in Stellenanzeigen oder in Betrieben, weil viele eben keine professionell ausgebildeten Personaler haben - sind aber personaltechnisch nicht korrekt.

Die höchste Stufe ist "verhandlungssicher" - d. h., dass du die Sprache schriftlich und mündlich in etwa so gut beherrscht wie deine Muttersprache.
Weitere mögliche Bezeichnungen: "ausbaufähig", "Schulkenntnisse" und "Basiskenntnisse".

Wobei die Begriffe je nach Firma (internationales oder international tätiges Unternehmen, Großkonzern, Mini-Firma, Branche) total unterschiedlich gefüllt sind.

Nach den Stellenbeschreibungen kann man sich auch nicht unbedingt richten. Die meisten sind heute doch sehr floskelhaft und mit den immer gleichen Ansprüchen formuliert, was dann oft zu völlig falschen Bewerbungen oder Vorstellungen seitens der Bewerber führt. Dabei würde sich Ehrlichkeit auf beiden Seiten auf lange Sicht auszahlen, so findet die Firma wirklich den Bewerber, der ihre Ansprüche erfüllt und der mögliche neue MA ist nicht nach einiger Zeit unzufrieden, da über- bzw. unterfordert.

Da man aber auch immer die Formulierungen aus der Stellenanzeige aufgreifen sollte:
Schreib bei Englischkenntnisse einfach "gut"
Bei Niederländisch: Ausbaufähig (da das nur gewünscht ist, ist es keine Bedingung)

Solltest du zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, versuche unbedingt abzuklären, wie der Gebrauch der Fremdsprachen im Alltag konkret aussieht.
Es gehört heute einfach zum guten Ton, gute Englischkenntnisse in der Stellenanzeige abzufragen, selbst wenn du sie im Unternehmen höchstens mal alle 3 Monate am Telefon oder bei Fachbegriffen, in Präsentationen etc. brauchst.
Merke: Wirklich gute und tagtäglich angewandte Englischkenntnisse brauchst du in der Regel wirklich nur in internationalen/international tätigen Firmen oder in bestimmten Branchen (TK, Medien etc.)

Mach dich nicht verrückt. Die geschilderte Situation, dass selbst die Manager oder qualifizierteren Fachkräfte allenfalls über rudimentäre Fremdsprachenkenntnisse verfügen, ist gar nicht so selten. Und was als "gut" eingestuft wird, hängt oft auch von den eigenen Kenntnissen ab.

Bearbeitet von Rheinfee am 03.03.2007 00:08:06


Zitat (Rheinfee @ 03.03.2007 00:05:43)
Weitere mögliche Bezeichnungen: "ausbaufähig", "Schulkenntnisse" und "Basiskenntnisse".

Da man aber auch immer die Formulierungen aus der Stellenanzeige aufgreifen sollte:
Schreib bei Englischkenntnisse einfach "gut"
Bei Niederländisch: Ausbaufähig (da das nur gewünscht ist, ist es keine Bedingung)

Solltest du zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, versuche unbedingt abzuklären, wie der Gebrauch der Fremdsprachen im Alltag konkret aussieht.

:applaus:
Danke schön für diese Auskunft!! :applaus:

Und weisst Du was? Genau so (!) hatte ich das ursprünglich dort stehen!! Englisch "gut", Niederländisch "ausbaufähig". ^_^ ABER: 1. Es ist eine holländische Firma und 2. ist sie tatsächlich international aktiv!!

Darum fing ich an zu zweifeln, ob "gut" und "ausbaufähig" nicht etwas zu tief gepokert seien und ich mir dadurch die Chance nehme ein Vorstellungsgespräch zu kriegen. Denn um zu fragen, wie sehr ich die Sprachen wirklich benötige, muss ich ja erstmal soweit kommen, überhaupt zum Vorstellungsgesprach eingeladen zu werden! :D

LG :blumen:
Kröti

Krötilla, ich habe mal vor einigen Jahren bei einer niederländischen Firma, auch international tätig, Schwangerschaftsvertretung gemacht, da kam niederländisch so gut wie nicht vor.
Die Niederländer haben entweder Englisch oder Deutsch gesprochen. :)

Mach dir da jetzt nicht zu viel Gedanken!

Viel Glück!

tante ju


Protzen oder nicht? Kommt drauf an, was dir lieber ist: Protzen und dadurch den Job kriegen und vielleicht auch noch nicht mal nen Test mitmachen müssen, wos rauskommen würd, dass du derbe übertrieben hast und irgendwann vielleicht den Job verlieren, wenn deine angeblichen Kenntnisse abgefragt und zum Einsatz kommen sollen und du dabei versagst, oder doch lieber ehrlich sein, lieber n bisschen tiefer stapeln und bei ner Einstellung hinterher alle positiv überraschen, dass du mehr auf der Pfanne hast, als die nach deinen Unterlagen erwartet haben.
Klaro kanns auch sein, dass du den Job gar nicht erst kriegst, aber dann musste dir auch keine Gedanken machen darüber, dass du vielleicht wieder fliegst oder aus diesem Grund gemobbt oder rausgeekelt wirst, weil die dich nicht gebrauchen können. Jede Jeck is anders, mir wär das zweite lieber, wo nicht ständig n Schwert über meiner Birne baumelt.


Interessantes Thema, Danke!

Ich schreibe seit 7 Jahren in einem internationalen Forum.
In diesem Thema denke ich auf Englisch.

Als Nachtportier habe ich regelmässig mit Ausländern zu tun, in der Regel wird dann auch Englisch gesprochen.
UND, ich würde sogar sagen, dass ich ja auch mit denen über Preise usw. "verhandele".
---

Hmm, ich habe mich bisher immer nur als "gut" eingestuft, aber wenn "ausbaufähig" die nächste Stufe ist, bin ich näher an "Verhandlungssicher" B)
Außerdem, ausbaufähig ist doch alles!

Ich höre auch einige Vorlesungen auf Englisch, habe letztens sogar meine erste Klausur auf Englisch geschrieben.
Da das ausschließlich Wirtschaftsthemen (Revenue-, Supply-Chain-Management, Logistics etc.) sind, wann fängt "Wirtschaftsenglisch" an?

Ich käme nicht auf die Idee, bei mir Wirtschaftsenglisch-Kenntnisse anzugeben, oder sollte ich das tun?

Ich weiß, das es bei wirklich seriösen Jobs sogar um Nachweise geht, also mündliche/schriftliche Tests, ähnlich einem Englisch-TÜV - z.B. der TOEFL
(LINK)
Die sind nicht ganz billig und erfordern einigen Lernaufwand, machen sich aber sehr gut in der Bewerbung!

Bearbeitet von Jaxon am 04.03.2007 01:02:18


Upppppppps,

hier bin ich falsch... Die Tommies verstehen mich zwar, aber lächeln immer ganz milde...

Sorry...

mit kleinlautem Gruß von hier an da...

Grisu1900...


Nochmal zur Ausgangsfrage:

"fließend" ist einfach nur die schöne Umschreibung für eine etwas sehr feuchte Aussprache ;) *SCNR*

Gute Nacht

Daniel


Oi! Oi!

Y'all wudnt adam and eve, i even can speak chitty chitty bang bang! B)

Kann da jemand mithalten? :P ;)


Vendetta, you live around Saint-Mary-le-Bow? It's been quite some time I had to practice some Cockney (reading class G.B. Shaw, Pygmalion).

@Jaxon: So gehts mir auch oft. 6 Jahre in einem Ami-Unternehmen mit Firmensprache Englisch (Leuts aus aller Herren Länder) haben ihre Spuren hinterlassen. Manchmal fällt mir eher der englische Begriff als der deutsche ein und ich muss dann wirklich nachdenken, was das auf Deutsch heißt.
Das mit dem Englisch-Forum habe ich auch schon oft überlegt. Aber mir fehlt ehrlich gesagt mehr der mündliche Austausch, die richtige Aussprache lernt man ja übers Schreiben leider nicht. Gucke schon manchmal aus lauter Verzweiflung CNN.


Zitat (Rheinfee @ 04.03.2007 12:06:50)
Manchmal fällt mir eher der englische Begriff als der deutsche ein und ich muss dann wirklich nachdenken, was das auf Deutsch heißt.

So ähnlich isses meinen Eltern gegangen als die wieder nach Deutschland zurückgekehrt bzw. ausgewandert sind. Bei manchen Begriffen haben die sich echt an die Birne gefasst, weils in der deutschen Sprache oft derbe kompliziert gemacht wird und jeder Kack 1000 verschiedene Bezeichnungen hat. rofl rofl rofl

Zitat (Rheinfee @ 04.03.2007 12:06:50)
Vendetta, you live around Saint-Mary-le-Bow? It's been quite some time I had to practice some Cockney (reading class G.B. Shaw, Pygmalion).


Ahhh lovely, me china.

Nah, dont live round Saint Mary-le-Bow. Am a rainbow trout so am livin ere. Also i wasnt born within the sound of Bow bells. But id prefer the west anyway.

Great you talkin the chitty chitty too. Good Cadbury!

Av to watch the Champions League now. Chelsea vs Porto. We kickin their april 2nite. Come on you blues.

Hallo alle zusammen,

ich habe folgende Frage:

wenn ich z.B. bei Vorstellungsgesprächen oder sonstigen jobrelevanten Gesprächen (z.B. wegen Versetzung) nach meinen Sprachkenntnissen gefragt werde (z.B. englisch), habe ich dort immer mit "gut" geantwortet.

Nur ist mir jetzt zu Ohren gekommen, dass "gut" bedeutet, dass Kenntnisse bis ca. 13. Klasse bedeuten soll.
Also, ein Personaler soll unter "guten Kenntnissen" etwas anderes als ich verstehen.

Also suche ich jetzt irgendwie ein Schema, aus dem hervorgeht, welche Kenntnisse hinter welcher Stufe stecken sollten (Beispiel: siehe oben).

Also, wenn ich "gut" sage, bedeutet dass den Kenntnisstand
bei "fließend" habe ich den Kenntnisstand

Und "Muttersprache" ist klar bzw. einen bestimmten Zeitraum im Land gelebt.

Bei Onkel Google habe ich wohl bislang die falschen Suchbegriffe eingegeben.

Danke und Gruß

Highlander


Zitat (Highlander @ 15.04.2010 13:31:13)


Bei Onkel Google habe ich wohl bislang die falschen Suchbegriffe eingegeben.


kann sein ;)


Bezeichnung: "Ausbaufähig / Grundkenntnisse"
Definition: Hier handelt es sich um Schulkenntnisse, die ausreichen, um sich zum Beispiel im Urlaub zurechtzufinden oder ein kurzes Telefonat zu führen.

Bezeichnung: "Gute Englisch-Kenntnisse" oder "konversationsfähig"
Definition: Unterhaltungen und Telefonate sind problemlos möglich.

Bezeichnung: "Sehr gute oder fließende Englisch-Kenntnisse"
Definition: Die Teilnahme an fachbezogenen Unterhaltungen und Diskussionen ist problemlos möglich.

Bezeichung: "Verhandlungs- und vertragssicher in Wort und Schrift"
Definition: Diese Definition der Sprachkenntnisse erreicht annähernd das Niveau eines Muttersprachlers.

Quelle

danke wurst, sieht gut aus

Gruß

Highlander


Ich würde mal sagen, dass du gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift besitzt. Wären deine Englisch sehr gut, könntest du dich im Normalfall problemlos mit Engländern über komplexe Themen dich unterhalten können und bist ein sicherer Verhandlungspartner. Ich habe bis zur 13.Klasse Englisch gehabt und das Fach als Leistungskurs belegt. Während meines Studiums habe ich Kurse auf Englisch besucht und war 3 Monate in Australien und habe mich während eines KPMG Auditoriums mit CEOs von verschiedenen Unternehmen mich unterhalten, ohne dass sie mich schief anguckten. Solche Englischkenntnisse würde ich als sehr gut einstufen. Übrigens: * unerwünschten Werbelink entfernt. Bitte an die Nutzungsbedingungen (Forumregeln) halten, die bei der Anmeldung akzeptiert wurden. * erhaltet Ihr Tipps, wie man seine Englischkenntnisse nochmal aufmotzt.

Bearbeitet von Wecker am 04.02.2011 16:16:26


:lol: NellyFurtado hat das bestimmt nicht gesehen, dass die letzte Antwort schon von April 2010 ist.

Aber ich muss mich trotzdem mal bedanken!! Der Threat kommt ursprünglich von mir und ist aus dem Jahr 2007. Wie witzig! B) Konnte mich daran gar nicht mehr dran erinnern.

Heute könnte ich mir die Antwort selber geben. Ich arbeite inzwischen selber seit langem in der Personalabteilung und bei Englischkenntnissen "gut" zu schreiben ist einfach recht schwammig. "Fließend" oder "verhandlungssicher" wäre aussagekräftiger. Wenn man "gut" schreibt, würde es für mich bedeuten "so la la".

Wenn Englisch in der Stellenanzeige gefordert wird, sollte man es genauer beschreiben (z. B. "7 Jahre Schulenglisch" o. ä.).

:D
Kröti


ich wurde letzte Woche aufgrund des Hinweises in meinem Lebenslauf auf "sehr gute Grundkenntnisse in Französisch" zu einem Vorstellungsgespräch geladen, in dessen Verlauf sich herausstellte, dass die jemanden suchen, der die französischsprechenden Kunden in ihrer Muttersprache betreut ... davon war in der Stellenanzeige allerdings nicht die Rede, sonst hätte ich mich gar nicht beworben ... dumm gelaufen

ich hatte bei der vhs den Einstufungstest für Französisch gemacht (der kostet nix, nur so als Hinweis) und dort kam genau das oben erwähnte heraus ... tja

ich überlege nun, ob ich meinen Lebenslauf das "sehr" wegnehme, um weiteren Missverständnissen vorzubeugen ... :hmm:


Agnetha, wieso? Ist doch das Problem der Firma, wenn die zu usselig sind, ihre Stellenanzeigen sauber zu formulieren.


Wenn das Thema schon mal ausgegraben wurde, muss ich auch mal meinen Senf dazu geben.
Die Storry ist wahr, nicht aus der Luft gegriffen.

Vor ein paar Jahren arbeitete ich in einer Baufirma im Büro ( Ausland ), dort wurden ein"gut deutschsprachiger" Poliere ( Bauleiter) für Arbeiten in Deutschland gesucht. Die Stelle war so ausgeschrieben, das die Personen auch fachlich, in Wort und Schrift sich verständigen kann.
Was soll ich sagen, es war ein Andrang, wie auf dem Wochenmarkt. Der Chef suchte sich in einem Gespräch, die Personen, die er für die Stelle geeignet fand aus und bat sie doch mal ins Nachbarzimmer zur Kollegin zu gehen.
Dort saß ich und hatte die Aufgabe mal die Deutschkentnisse der Bewerber unter die Lupe zu nehmen.
Das war ganz einfach, denn 95 % der Bewerber konnten ausser " Guten Tag, Name und wo geboren " nix vorweisen, vom fachlichen ganz zu schweigen.
Es gab sehr wüste Beschimpfungen beim rausgehen, eben so, wie das auf dem Bau üblich ist....
" Wer konnte das schon ahnen, sitzt doch dort ne Tussi die richtig Deutsch kann"
Ich nur: Ja Leute, Pech gehabt...der nächste bitte...
So kann es auch gehen, liebe Leute..
Was ist die Moral von der Geschichte: Lieber erst mal bissel bescheidener sein, als gleich so dick auftragen...
Übrigens finde ich es sowie so komisch, wenn jemand über einen anderen sagt: X, Y kann die Sprache gut, und selber beherrscht er die besagte Sprache gar nicht.


Was so alles passieren kann.

Ich habe mich 2003 in einer niederländischen aber in Deutschland ansässigen Firma beworben. In meinem Lebenslauf habe ich geschrieben, dass ich über "reaktivierbare Niederländischkenntnisse" verfüge.
Als ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, habe ich wie bekloppt mein Niederländischbuch vom VHS-Kurs gelesen. Zusätzlich noch das Kinderbuch Jipp und Jannecke von einer niederländischen Kinderbuchautorin.
Gut vorbereitet, und verdammt viel "reaktiviert" bin ich zum Vorstellungsgespräch.

Und wat war? Wir haben nur Deutsch gesprochen. Mein Niederländisch hat keinen Interessiert.
Heißt aber nicht, dass ich mich bei zukünftigen Vorstellungsgesprächen nicht mit dem gleichen Ehrgeiz vorbereiten würde.

Ich lese aus aktuellem Anlass wirklich einige Stellenangebote in der Zeitung. Wenn ich aber merke, dass ich über die erforderlichen Kenntnisse nicht verfüge, bewerbe ich mich erst gar nicht.


Zitat (Eifelgold @ 06.02.2011 13:05:15)
Zusätzlich noch das Kinderbuch Jipp und Jannecke von einer niederländischen Kinderbuchautorin.

Huhu,
die Welt ist klein. Die Autorin dieses Buches war, glaube ich, meine Niederländisch-Leherin in der Schule. Hieß die mit Nachnamen Arnens oder so? :unsure: Ich komm nicht mehr drauf. Die hatte irgendwie einen "komischen" Vornamen, oder? Ich komm echt nicht mehr drauf.

PS: Nee, hab gegoogelt; ich glaube, ich verwechsel das. Hätte drauf schwören können. Oder hat die Frau Arens inzwischen geheiratet...? Egal.

Bearbeitet von Krötilla am 06.02.2011 18:15:06

Mein Englisch ist ähnlich. Ich habe Englisch 10 Jahre in der Schule gehabt. Habe einmal widerholt. 1 Jahr in der Uni. Und ich schreibe Englisch sehr gut. Natürlich fallen mir auch nicht sofort alle Wörter ein. Aber Filme verstehe ich problemlos und auch wenn jemand mit mir redet, verstehe ich das.

Also mach dir keinen Kopf.

Wenn du sicher gehen willst, mach doch einen Toefl Test oder so, der belegt dass du ein bestimmtes Niveau an Englisch beherrschst.



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