für nähanfänger: was kommt ins nähkörbchen?


liebe nähanfänger :blumen:

manche frau und auch viele männer verfallen dem nähfieber und wollen oft etwas nähen. für diese leute habe ich eine kleine auflistung gemacht. es sind dinge, die ihr beim nähen vielleicht immer wieder brauchen werdet. manches habt ihr schon, anderes noch nicht. ich werde etwas dazu schreiben. denn nicht jeder kennt sich damit aus.

die meisten dinge sind nicht teuer. einiges braucht ihr vielleicht auch nicht. das muss jeder selbst wissen, was ihm das nähen erleichtert und arbeit abnimmt. ich hoffe, es ist für nähanfänger eine kleine hilfe. :blumen:

nähkörbchen

es ist praktisch, eines mit griff zu haben. man hat alle dinge an einem platz und muss nicht in der ecke danach suchen. manchen genügt auch ein schuhkarton. es gibt sie in vielen ausführungen, und je größer sie sind, desto teurer sind sie.

zu große empfehle ich nicht. denn man muss sie auch bequem tragen können. und es soll nur das material beinhalten. nicht angefangene arbeiten. diese bewahrt man getrennt auf, damit man nicht zwischen zwei hemden und einer hose nach einer nadel suchen muss.

dazu könnte ich recht viel schreiben. jedoch geht es hier nur um das werkzeug und das grundmaterial.


lange stecknadeln mit dicken köpfchen

vergiss die stecknadeln mit den metallköpfchen. sie zerstechen dir die finger, und man sieht sie kaum auf dem stoff oder auf dem fußboden. ich verwende sie beinahe gar nicht mehr. nur noch, wenn ich weiß, dass ich über die nadeln bügeln werde. die plastikköpfchen dabei leider.


magnet

damit sammelst du rasch heruntergefallene nadeln auf. sogar die, die du nicht sofort siehst.

kleine schachteln aus holz, papier oder plastik
sie sind für deine stecknadeln. vielleicht magst du auch deine nähnadeln darin aufbewahren. in metallschachteln werden die spitzen stumpf.


handmaß

das ist ein 20 cm langes stück plastik mit zentimetereinteilung. so kannst du schnell und einfach kurze strecken abmessen und musst nicht mit dem langen zentimetermaß hantieren.


zentimetermaß

das ist unentbehrlich für das nähen. es ist niemals dort, wo man es benötigt. es ist keine verschwendung, mehr als eines zu haben. :hihi:

du solltest es nicht aufrollen wie eine schnecke. denn damit wird das band länger. und die maße stimmen nicht mehr, wenn du noch zusätzlich mit einem anderen zentimetermaß oder dem handmaß misst.


kopierrad

mit dem kopierrad fährst du über alle linien der teile eines schnittes deiner wahl auf einem schnittmusterbogen. dort befinden sich meistens mehrere schnittmuster übereinander in verschiedenen farben und größen.
unter dem bogen befindet sich ein bogen papier. du überträgst durch das kopierrad alle wichtigen linien und abnäher auf den schnitt.


schneiderkreide und kreidestifte in verschiedenen farben

man zeichnet damit die form des schnittteils auf den stoff. sie sollte immer recht gut geschliffen sein, damit die linien dünn sind. sonst wird der schntit zu ungenau und es kann probleme beim nähen geben.

am gebräuchlichsten ist die helle kreide. sie zerbricht leider leicht.für helle stoffe gibt es auch dunkle kreide. doch vorsicht! manchmal wäscht sie sich nicht aus. und man sieht auf dem stoff die rückstände.

für dünne helle stoffe nimmt man möglichst helle kreide. meistens ist es gelbe. deswegen muss man beim verarbeiten von solchen stoffen recht vorsichtig sein und vor dem ansetzen einer schere noch einmal überlegen. :hihi:


kreideschärfer

ich habe einen, da man damit die kreide schnell schärfen kann. je dünner die kreidelinien sind, desto besser. andere nehmen ein küchenmesser und schaben die kante damit wieder dünn. wie man es lieber mag.


fingerhut oder nähring

der fingerhut muss gut sitzen. du solltest ihn unbedingt aufsetzen, bevor du ihn kaufst. nimm nur einen aus edelstahl. unter plastik schwitzt du zu sehr. und er rutscht dir vom finger.

mit fingerhut kann ich nicht nähen. denn ich brauche gefühl in der fingerkuppe. ein nähring ist besser für mich. er ist wie ein fingerhut, hat jedoch keinen boden. so ist die fingerkuppe frei. und das nadelöhr zersticht nicht die kuppen.


spulen

einige sind beim kauf der nähmaschine dabei. das genügt den meisten nähern nicht, die in mehreren farben nähen. ich habe immer eine oder zwei volle spulen mit garn in schwarz und weiß. sie sind nicht teuer und eine einmalige anschaffung.


garn

wenn du nur rot nähst, brauchst du kein grünes garn. :hihi:

ich verwende viele weiße und schwarze stoffe. deswegen lohnt es sich für mich, große rollen allzweckgarn mit mehreren tausend metern länge in schwarz und weiß zu kaufen. baumwollgarn ist gut und für viele stoffe geeignet, jedoch kann es auch brüchig werden.

für dickere stoffe benötigt man nicht immer dickeres garn. man muss ein wenig probieren.


einfädler

manchmal sind nadelöhre zu klein und fäden zu dick. :hihi:
eine große hilfe, wenn es einmal gar nicht mit zugekniffenem auge gehen will.


stickschere

das sind kleine scheren, kaum größer als eine handfläche. du brauchst sie nicht unbedingt. doch zum abschneiden von kleinen fransen und fäden ist es angenehmer, nicht imemr die große schneiderschere in die hand zu nehmen


schneiderschere

sie ist beinahe das wichtigste bei der schneiderei. außer nadel, stoff und faden. du solltest sie nur im fachhandel kaufen und sie unbedingt vor dem kauf in die hand nehmen. nicht jede schere passt zu jeder hand. du wirst sehr viel mit ihr arbeiten, und eine unpassende schere wird dir das nähen verleiden.

schneiderscheren sind recht teuer. man bekommt sie neu nicht für wenige euro. allzweckscheren sind für vieles gut, jedoch nicht für die schneiderei.

doch sie sind ihr geld wert. wenn du gut auf sie achtest, ist sie eine einmalige anschaffung. hin und wieder musst du sie schleifen lassen, und die vernietung braucht ein tröpfchen öl. das kostet einige euro, manchmal fast so viel wie eine halbe schere. doch es ist unerlässlich, wenn man viel näht. und es sollte unbedingt im fachhandel geschehen.

achte immer gut auf die spitze. ich bewahre meine scheren in lederscheiden auf.

und nie nie niemals darfst du etwas anderes als stoff mit ihr schneiden. niemals papier. das macht sie stumpf. und danach kannst du sie neu schleifen lassen.


zuschneideschere

sie haben überdurchschnittlich lange schneiden und sind arg schwer. doch das müssen sie sein. damit kann man wunderbar zuschneiden. man braucht sie nicht unbedingt. ich hatte jahrelang keine. doch wenn sie gut geschliffen sind, ist selbst das schneiden mehrerer lagen und dicker stoffe kein großes problem mehr.

wie die schneiderschere sind auch zuschneidescheren recht teuer und brauchen die gleiche pflege.


papierschere

nur damit schneidest du papier. niemals mit der schneiderschere!


pflaster

wenn man sich arg sticht und hellen stoff verarbeitet, kann das ärgerlich werden. manchmal gehen die flecken niemals mehr heraus.


packpapier und dünner karton

eure schnitte müssen recht viel aushalten. sie werden durchlöchert, gefaltet und gebügelt. deswegen lohnt es sich, dafür ein stabiles papier zu verwenden. das bedeutet nicht, dass es teuer sein muss.

ich habe einmal zartes seidenpapier verwendet. niemals wieder. es hält nichts aus. zeitungspapier ist auch ungeeignet. es ist gewiss kostenlos, doch das hilft nichts. die druckerfarbe kann abfärben. das papier ist auch zu dünn. und beschriften kann man es auch nicht deutlich.

ich verwende am liebsten dickes packpapier in bögen, nicht in rollen. beim zuschneiden ist es schrecklich, und beim verarbeiten rollt man es immerzu wieder auseinander.

hast du viel platz, willst du viel nähen und hast du einen sehr großen, breiten tisch oder einen glatten fußboden in einem großen raum? wenn du dann die chance hast, eine große dicke papierrolle aus der industrie zu bekommen, solltest du dafür über leichen gehen. :hihi:

sie sind schrecklich unhandlich. jedoch ist es herrlich, die schnittbögen ohne grenze nach oben auf das papier legen und auskopieren zu können. und es gibt wenig papierabfall.

für arg kleine schnittteile fertige ich mir aus dünnem karton einen schnitt an. diesen muss ich nur auf den stoff legen, mit einer hand festhalten und einmal mit der kreide umrunden. so wird es genauer. und es geht schneller.

dabei füge ich schon die nahtzugabe hinzu und vermerke es am rand. besonders gern mache ich das für teile wie kragen, belege, manschetten und puppenbekleidung bei modellen, die ich immer wieder nähe.


nahttrenner

das ist ein dünnes, kleines messerchen mit plastikgriff und –hülle. nur die spitze ist scharf. sie ist wie ein rundes v gebogen. auch der bogen ist scharf. damit trennt man nähte auf und kann unter einen stich greifen, um einen anfang zu finden.


sicherheitsnadeln in verschiedenen stärken und größen und ein stopfpilz

frag nicht. irgendwann leisten sie dir gute dienste.


reihgarn

das ist ein dickes, minderwertiges garn, das sehr leicht reißt. das soll es auch. man verwendet es nur, um etwas grob vorzunähen, wenn man nicht über stecknadeln nähen kann oder mag. es ist sehr leicht zu entfernen. meistens ist es wollweiß.


nähnadeln in verschiedenen längen und stärken

nähnadeln sollten so dünn wie möglich sein. jedoch kommt man mit zu dünnen nicht gut durch dickes material.

deswegen ist es sinnvoll, sich ein sortiment an nähnadeln zuzulegen. lange und kurze, dicke und dünne. dünne braucht man häufiger.


spezialnadeln

ein sortiment spezialnadeln kostet nur wenige euro. der standard enthält jeweils eine nadel für säcke, teppiche, segeltuch , leder und einge gebogene für matratzen. sie sind ein wenig dicker und länger, das öhr ist recht lang. die spitzen sind zumeist dreieckig und ein wenig abgeflacht.


verschiedene maschinennadeln

es gibt sie für jersey, jeans, normale, sehr dünne und sehr dicke stoffe, auch für leder. wenn du nur baumwollstoffe, leinen und ähnlich dicke stoffe nähen willst, genügen 80-er nadeln. doch es schadet nicht, sich ein sortiment von allen zuzulegen.

jerseynadeln haben an der spitze ein winziges kügelchen. so franst es die maschen des stoffes beim durchstechen nicht aus, sondern schiebt die fasern zur seite. die naht wird schöner und haltbarer.

das war es für den augenblick. mehr habe ich selbst nicht. oder nur noch dinge, die ich niemals verwende und mir nicht hätte besorgen müssen. :blumen:

Bearbeitet von seidenloeckchen am 15.11.2010 16:05:21


Habe es gelöscht, denn es ging am Thema vorbei :pfeifen:

Nochmal Edith: Schön Zusammengestellt. Lob :blumen:

Bearbeitet von Pumukel77 am 15.11.2010 16:12:39


super :daumenhoch:
alles drin :wub:


Zitat (gitti2810 @ 15.11.2010 17:13:54)

alles drin :wub:

:nene: das Nadelkissen fehlt :grinsen: :hihi: :engel:

Bearbeitet von wurst am 15.11.2010 17:27:33

Bei uns gibt es noch eine kleine Dose mit verschiedenen Knöpfen im Nähkorb.
Hab ich von meiner Oma übernommen :)


Ich wollte vorhin auch Stopfgarn und Pilz eintragen, habe es aber gelöscht, hier geht es um einen reinen Nähkorb zum Schneidern eher nicht der Nähkorb von Oma zum Flicken und stopfen :D


Für die Stecknadeln finde ich diese Nadelkissen praktisch, die man sich um das Handgelenk schnallen kann.
Ich glaube, auf ein Handmaß kann man verzichten, wenn man ein geschmeidiges Maßband hat, welches man in die "Spule" zurückschnappen lassen kann. Ich liebe diese Teile, denn sie sind sehr gut zu handeln. Meine Kinder lieben sie auch. :rolleyes:


leider habe ich ein wichtiges wort bei den stecknadeln vergessen. es sollte heißen: die plastikköpfchen schmelzen dabei leider.

eine pinzette ist manchmal auch sehr nützlich. und ein bleistift mit notizpapier, wenn man schnell etwas ändern oder neu berechnen muss.

knöpfe habe ich nicht im nähkörbchen, da sie kein werkzeug zum nähen sind. ich habe noch einen weiteren korb, in dem ich alles andere habe. knöpfe, klettband, gummibänder, perlen, garn, das ich nicht so oft brauche, stickgarn, knopflochseide, reißverschlüsse und vieles mehr. das ist sozusagen der vorrat für halbfertige stücke. :hihi:

es gibt noch schrecklich viel material und zubehör. das passt jedoch nicht immer in das nähkörbchen. vieles benötigt man nur, wenn man bereits fortgeschritten ist. ohne meinen schneiderwinkel könnte ich keine schnitte erstellen. darin bin ich ohnehin nicht sehr gut. und ohne dieses werkzeug wäre ich verloren. :hihi:

jedoch braucht man ihn nicht, wenn man nur nach schnittmustern arbeitet.

das stricken würde gern besser beherrschen. ein körbchen habe ich bereits dafür. und viele strick- und häkelnadeln. jedoch kein talent. :hihi:


Wow, Seidenlöckchen :)

Da hast Du Dir aber ziemlich viel Mühe gemacht mit der Auflistung, was alles in den Nähkorb rein sollte. Mir fällt so auf Anhieb auch nichts mehr ein, was fehlen könnte. Na gut, bei mir sind noch zwei unterschiedlich breite Schrägbandformer im Nähschrank, weil ich erklärter Einroll-Fan bin. Speziell bei Sommerkleidern brauche ich die beiden Teile ständig. Doch das ist eine persönliche Vorliebe.

Grüßle,

Ilwe



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