Gymnasium?Oder lieber doch nicht: Schulwechsel steht bevor, jetzt Stress??

Neues Thema Umfrage

Mumsel - so wie du das jetzt schreibst ist es ja o.k.

Unsere Tochter kam von sich aus auf uns zu und wollte in die Vorgezogene Französisch - Klasse auf dem Gym, obwohl die meisten ihrer Freundinnen in die Paralell-Klasse gehen.
Sie hat aber auch kein Problem neue Freundschaften zu knüpfen. Sie Will ja Pilotin werden. ;)
Du hast recht, man muss alle Chancen nutzen, aber die Kinder nicht überfordern.

Ich weis das Handwerksbetriebe angehalten sind, nur Azubis mit Mittlere Reife zu nehmen. Mit Abi würden die aber keine einstellen, da überqualifiziert.


ist dann hier vielleicht anders. meine mutter arbeitet in einer firma, die sich um arbeitslose und sogenannte hoffnungslose fälle kümmert. da sind auch abiturienten dabei, die dann ausbildungsplätze als koch, dachdecker usw vermittelt bekommen. geht also. in dem betrieb von meinem dachdecker kumpel sind noch mehrere mit abi. die wollten einfach was handwerkliches und nichts geistiges machen


Obwohl meine beiden Jungs von den Lehrern die Empfehlung Gymnasium erhielten, haben sich beide nach der Besichtigung mehrerer Schulen für eine Gesamtschule entschieden. Wir haben es bis heute nicht bereut. Die Entscheidung über den tatsächlichen Abschluss fällt erst in der 10. Klasse. Wer dann mehr handwerklich orientiert ist geht ab. Wer weitermachen will (und die entsprechenden Voraussetzungen hat) geht weiter bis zum Abi.
Die Tutoren begleiten die Schüler von der 5 ten Klasse bis zum Abi. Die Klassengemeinschaft bleibt zusammen. Meinen Söhnen macht der Unterricht wirklich Spass, weil nicht gleich alles auf Leistungdruck und Abitur ausgerichtet ist.
Mein Großer hat noch ein Jahr bis zum Abi. Der kleinere noch drei. Ich kenne genügend Kinder die vom Gymnasium runter mußten, sich an neue Klassenkameraden, neue Lehrer und neue Unterrichtsmethoden gewöhnen mussten und sich damit sehr schwer taten. Das kann auf der Gesamtschule nicht passieren.


Bearbeitet von medusa59 am 09.05.2007 21:55:19

gut, wenn man FH auch als Studium ansieht, ok...und wenn man FOS Abitur mit dem allg. Abitur vergleichen möchte...auch ok...

aber studieren sie mal BWL an der FH...sie werden niemals mit einem Diplomkaufmann von der Uni mithalten können...

FHler sind billigere Arbeitskräfte...

im technischen Bereich mag es anders aussehen, da kann man auch mit nem FH Abschluss Geld verdienen, das stimmt schon. Trotzdem werden auch dort Uni-Absolventen bevorzugt...

Also ist doch dem Abitur der Vorzug vor der FOS zu geben...allein schon wegen der größeren Auswahlmöglichkeit. Auch mit Abitur kann man an die FH, wenn man denn unbedingt meint...

Was mich allerdings etwas erstaunt, ist die Ansicht mit dem "Durchdringen des Stoffs"...überlege grad, was ich von meiner Schulausbildung im Studium noch brauchen kann...

das sind die Germanistikkenntnisse und die Fähigkeit logisch zu denken. Ob ich jetzt aber die Mendelschen Gesetze oder auch den 30Jährigen Krieg durchstiegen hab, fragt mich ausser vielleicht später mal meine Enkel, keiner mehr...

und so ist es mit dem Meisten was man in der Schule lernt. Man brauchts nicht mehr. Ausserdem ist ein Studium eh nicht mit der Schulzeit zu vergleichen. Sehe es bei mir, Leistungskurs Wirtschaft und Recht, das was man im Recht in 2 Jahren gelernt hat, hat genau 2 Wochen geholfen, danach fängt man mehr oder weniger bei 0 an.

Also ist es nicht wirklich nötig, den Stoff durchdrungen zu haben. Ausserdem behaupte ich jetzt einmal, ohne den Stoff durchdrungen zu haben, bekommt man auch keine 3...

Zudem ist es eigentlich eher normal, dass einem gewisse Bereiche leichter fallen, als andere. Man kann sein Studium eben dann nach den Fähigkeiten wählen.
Wenn diese dann eben nicht im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich liegen, wird man sich wohl nicht für ein solches Studium entscheiden, wenns in den Sprachen hapert, wird man auch keine studieren. Was allerdings auch nicht immer stimmen muss.

Ganz ehrlich, das, was man bis zum Abitur lernt, ist im Gegensatz zum Studium ein schlechter Witz und kaum aussagekräftig. Oder anders: den Lernaufwand fürs Abitur benötigt man für fast jede Scheinprüfung...

Ich selbst habe kein gutes Abitur, hatte aber auch nie wirklich etwas dafür getan. Das ist im Studium anders, und entsprechend sind die Leistungen nun auch besser, weil es mich eben nun interessiert, was ich jetzt lerne...
also sagt selbst das nichts aus.

Hätte man mich nicht aufs Gymnasium geschickt, wer weiß, wie es dann gekommen wäre?!

Ich bin der Meinung Kinder aufs Gymnasium, wenn sie die Noten dazu haben, bzw. das selbst möchten. Zwingen kann man natürlich keinen.
Aber nicht, weil es das Kind überfordern könnte...das sieht man dann früh genug, und kann immer noch handeln.

Bearbeitet von Heinrich Lohse am 09.05.2007 22:10:52


Ja, wir haben auch Azubis mit Abi - weil die Anforderungen auch entsprechend sind.
Aber ich kenne auch die andere Ansicht. Die Firma befürchtet, dass die Leute nach der Lehre zum studieren anfangen. Sie wollen halt, dass sie (am Besten in der Firma) nach der Lehre weiterarbeiten. Wenn sie keinen Nachwuchs bräuchten, würden sie ja nicht ausbilden.

Kommt wohl auch immer auf die Tätigkeit an. Wer eine Abiturientin als Fleischereifachgehifin ausbildet, muss sich nicht wundern, wenn sie sich nach der Lehre nach etwas anderem umschaut - das wissen die Ausbilder ja auch und lassen es deshalb.


Unsere Tochter besucht die 11.Klasse des Gymnasiums. Bis zur 10.Klasse ging es ohne Probleme, obwohl sie sich nicht besonders anstrengen musste. Aber in diesem Schuljahr hatte sie Durchhänger, zum Zwischenzeugnis kam der "blaue Brief".
Inzwischen hat sie sich zwar wieder gefangen, aber ich bin im Zweifel, ob der Weg zum Abitur der richtige ist. Ihr Berufswunsch schon seit längerer Zeit-Pferdewirt oder Tierpfleger. Dazu würde Mittlere Reife reichen. Studieren kommt für sie nicht in Frage, so ihre Meinung.
Abi will sie aber trotzdem machen. Ich kann sie nicht umstimmen, denn auch ich habe Abitur und hätte es bei meinem Beruf nicht gebraucht.


Das klingt jetzt vielleicht mies, aber mich wuerde es einfach mal interessieren, wie denn das Verhaltnis Ausbildung der Eltern zu Schulform der Kinder steht. Bei Mumsel und mir war es klar, dass die Kinder es zumindest mal auf dem Gymnasium versuchen (wir habens ueberlebt *g* was Mumsel), aber wenn ich das richtig gelesen habe, haben unsere Eltern allesamt Abitur gemacht (O-Ton meiner Eltern" "Lieber n mieses Abi als ein Realschulabschluss" - und ich kenne einige Leute, deren Abi irgendwo jenseits der 3,0 lag und die einen Ausbildungsplatz, eine guten Beruf oder die Zulassung fuer ein Studienfach haben, das sie interessiert und in dem sie gut sind. Was nicht heissen soll, dass ich auf Leute herabblicke, die ohne Abi rumlaufen)

Sind Eltern dem Gymnasium gegenueber "misstrauischer," wenn sie selbst auf der Real- oder Hauptschule waren?

Ist nicht boese oder abschaetzig gemeint! Ich frage aus Interesse.



Edit: Wenn man schon Abi hat, sollte man "Gymnasium" buchstabieren koennen....mannnmannnmann...)

Bearbeitet von jupi am 09.05.2007 22:14:18


hmm...

Ist es nicht immer so, was man nicht kennt bzw. selbst nicht erlebt hat, dem steht man eher skeptisch gegenüber?!

Meine Eltern waren selbst nicht auf dem Gymnasium, meine Mutter hat das schon immer mit einer gewissen Distanz und auch einem gewissen Respekt angesehen. Ebenso meine Großeltern...

ich würde sagen, es besteht also schon ein Unterschied, ob Eltern selbst auf dem Gymnasium waren, oder eben nicht.

Eins ist aber klar, die berufliche Karriere z.B. meines Vaters könnte ich ohne Abitur nicht mehr machen heutzutage...


Was bitte ist eine Gesamtschule?


Zitat (käthekukulores @ 09.05.2007 21:24:12)
:) Hallo Hilla,
auf die Frage, ob meine Tochter eine Empfehlung für das Gymnasium bekommt, kann ich nur sagen, daß es so scheint, endgültig ist das erst Mitte Juni bei uns hier.
Grüße von
Käthe

Danke, Käthe :blumen:

Zitat (jupi @ 09.05.2007 22:12:54)

Sind Eltern dem Gymnasium gegenueber "misstrauischer," wenn sie selbst auf der Real- oder Hauptschule waren?

Ist nicht boese oder abschaetzig gemeint! Ich frage aus Interesse.



Edit: Wenn man schon Abi hat, sollte man "Gymnasium" buchstabieren koennen....mannnmannnmann...)

Bei meinen Eltern war das auf jeden Fall so: Beide Hauptschule, da sollte doch (gerade für ein Mädchen) die Realschule reichen.
Ich habe mir die FOS und die FH erkämpft.

Da hängt aber vieles mit dran:
- die Eltern wissen, dass sie ihrem Kind bald nicht mehr helfen können - und haben eben Angst, dass es so ganz ohne Unterstützung ins Hintertreffen kommt.
- der Bildungsweg ist lang. Abi, Studium: Da zahlt man für das Kind gut bis es 25 ist. Und wenn das Geld eben knapper ist (und mehrere Kinder da sind) dann hoffen die Eltern doch auch, dass der Nachwuchs irgendwann auch auf eigenen Beinen steht.
- Auch für Nachhilfe stehen nicht beliebig Mittel zur Verfügung
- die Eltern wissen, dass man auch ohne Abi durchaus glücklich werden kann. Eben der erwähnte Dachdecker (vielleicht Dachdeckermeister) weiß, was er kann und ist (mit recht) Stolz auf seine Arbeit. Da ist Realschule / Lehre eine echte Alternative, nicht etwas, was man nur macht, wenn man das Gym nicht schafft.
- Anderseits werden Akademiker ihr Kind eher nur mit Bedauern auf die Realschule schicken, eben nur dann, wenn das Kind trotz größter Anstrengung einfach am Gym nicht mitkommt. Während Nichtakademiker oft ganz ohne Hintergedanken zufrieden sind, wenn ihr Kind einen guten Realschulabschluss macht.
- und vielleicht fehlt auch der Zugang zum Wissen. Also einfach der Gedanke, dass es - unabhängig von Zeugnissen - eine gute Sache ist, Latein zu können, weil es den Horizont erweitert. Da gibt es dann schon den Gedanken, dass das Kind sinnlos Zeit verschwendet hat, wenn es Abi macht und danach einen Handwerksberuf lernt. Diese Sicht ist Akademiker eher fremd - da ist Wissen ein Wert an sich, nicht das Abi eine Währung mit der man sich Zugang zu bestimmten Berufen erkauft.
- Und: Wenn man das Gym nicht schafft, kann man auch tief fallen. Spätestens ab der 9. Klasse ist der Übertritt auf die Realschule kaum mehr möglich, die Fächer sind zu unterschiedlich. Dann bleibt nur noch die Hauptschule. Und dieses Risiko einzugehen fällt Eltern schwer, wenn sie den Weg nicht selbst gegangen sind und die Entscheidung eben nicht glasklar ist.

Edit -Ein Nachtrag noch: Meine Eltern hatten auch wirklich Angst davor, dass sie finanziell nicht mithalten können. Sie es bei Klassenfahrten, sei es bei Kleidung oder Hobbys. Sie scheuten eben den Vergleich mit den Lehrerkindern.

Bearbeitet von Charly_70 am 09.05.2007 23:03:35

finde es sooooo schade, dass eine gute bildung oft eben auch einen guten finanziellen backround erfordert. siehe studiengebühren...

eine gesamtschule ist im prinzip alles vereint.

gesamtschule

eigentlich ganz gut, aber wenn die klassenmischung nicht stimmt, dann passiert es eben schnell, dass ein guter schüler runtergezogen oder ein schlechter mit hochgezogen wird.


Zitat (Mumsel @ 10.05.2007 09:22:41)
eigentlich ganz gut, aber wenn die klassenmischung nicht stimmt, dann passiert es eben schnell, dass ein guter schüler runtergezogen oder ein schlechter mit hochgezogen wird.

Genau diese Erfahrung habe ich mit der Regionalschule (Haupt,/Realschule)gemacht. Mein Sohn war Klassenbester, brauchte sich nicht anzustrengen, über 90% Hauptschüler. Habe meinen Sohn nach der 6. in eienr Realschule angemeldet und siehe da, die ersten Lücken waren schon da, obwohl der Schulleiter der regionalschule beteuert hat, das da keine Unterschiede wären. Da mein Sohn nach der 10. aufs techn. Gymnasium gehen will, war dieser Schritt nötig, sonst wäre er ganz schön auf die Nase gefallen. Vieles hört sich gut an und nach genauerem Betrachten dann doch nicht so gut ist.

Zitat (Heinrich Lohse @ 09.05.2007 17:49:30)
Ich hab das allgemeine humanistische Abitur in Bayern abgelegt. Ist landläufig als die härteste schulische Ausbildung in Deutschland bekannt, und muss ganz ehrlich sagen, ein Bein musste ich mir dafür nicht ausreissen.

Wenn sie möchten, dass aus ihrer Kindern noch irgendwas wird, sollten sie, auch im Zuge der Globalisierung und des steigenden Wettbewerbs überhaupt nicht überlegen. Ein Kind gehört aufs Gymnasium, falls ein solcher Abschluss möglich ist.

Und wenn ein Kind dafür zu blöd ist, reicht es immer noch es runter zu nehmen. Ich danke meinen Eltern, dass sie sich nicht die Frage gestellt haben, ob dann vielleicht meine Jugend vorbei sein könnte...dies war sie komischerweise nicht einmal mit Aufnahme meines Studiums, und selbst jetzt, kurz vor dem 1. juristischen Staatsexamen seh ich eigentlich auch keinen Grund mich über zu wenig Freizeit zu beschweren...

Aber Hallo.. ich würde nie sagen dass ein Kind dafür zu blöd ist, wasn das für ne Ausdrucksweise :blink: :blink: Die Fähigkeiten und Talente sind doch verschieden verteilt.

Naja und es gibt ja auch genügend Fachidioten, die gehen dann aufs Gymnasium und studieren und können nicht mal einen Nagel richtig in die Wand hauen :ph34r: d.h. sie versagen im praktischen Leben total... :pfeifen:

Ich selbst hatte wohl ne Gymnasium-Empfehlung, meine Eltern sprachen jedoch mit mir drüber und meinten, ich solle erstmal die Realschule machen, dranhängen könnt ich die (damals noch) 3 Jahre immer noch.
Als ich meine 10 Schuljahre hinter mir hatte, war ich froh, endlich nicht mehr in die Schule gehen zu müssen und hab direkt ne Ausbildung angefangen. Letztendlich ist aus mir doch was passables geworden (find ich), jedoch, wäre ich direkt auf einem Gymnasium gewesen, hätte ich dieses vielleicht genauso bis zum Ende durchgezogen und Abi gehabt.

Als bei meinem Sohn die Empfehlungen anstanden, habe ich eigentlich nur mit einer Realschul-Empfehlung gerechnet, da ich mit Gymnasium so meine Bedenken hatte (er ist nicht dumm, aber dachte, dass die Anforderungen doch gewaltig sein müßten). Überrascht war ich, als die Lehrer einstimmig meinten, er solle aufs Gymnasium gehen.
Nun, ich habe dies mit ihm besprochen, ihm klarzumachen versucht, wie wichtig es ist, dass er weiterlernt und nichts schleifen läßt und dass die Empfehlung keine Garantie fürs Abi ist und er wollte immer noch aufs Gymnasium.

Zwischenzeitlich mußte er sogar in den Herbstferien wegen eines Umzuges nicht nur das Gymnasium sondern auch noch das Bundesland wechseln. Nun ist das 5. Schuljahr fast vorbei und der Notenschnitt ist ganz ok.
Wenn er nicht einen Einbruch bekommt (Pupertät, Lehrer oder sonstiges) möchte ich schon, dass er Abi macht, damit ihm - gerade in der heutigen Zeit - möglichst viele Möglichkeiten offen stehen, ob er nun studieren will oder nicht. Selbst für die Ausbildung werden fast überall nur noch Gymnasiasten genommen.
Wenn er es nicht packen sollte, dann geht die Welt auch nicht unter. Ich erinner mich an meine Kindheit, in der die, die vom Gymnasium in die Realschule runterkamen dann dort die Besten waren.

Egal wie es wird, er ist mein Sohn und ich werde ihn in jedem Fall weiter unterstützen. :wub: Ob man die richtige Entscheidung getroffen hat, weiß man eh erst im Nachhinein.


Wir wohnen in BaWü. Unser Sohn besucht die 6. Klasse des Gymnasiums (G8), unsere große Tochter die 11. Klasse eines beruflichen Gymnasiums, die 2te macht gerade mittlere Reife an der Realschule und möchte wenn's klappt ebenfalls auf ein berufliches Gymnasium. Das Gymnasium bzw. die Realschule kann bei uns nur mit entsprechender Empfehlung besucht werden.

Ich hatte bei unserem Sohn auch erhebliche Bedenken ihn aufs Gymnasium zu schicken, weil es bei uns jetzt nur noch G8 gibt und bereits in der 5. Klasse mit der 2. Fremdsprache (Französisch oder Latein) begonnen wurde, in der Grundschule wurde nur sehr wenig Englisch gelernt. Bis jetzt bin ich froh, dass wir ihn seinem Wunsch entsprechend aufs Gymi geschickt haben. Natürlich ist das Lerntempo hoch und auch die Belastung mit Hausaufgaben usw. ist nicht gering, man muss als Eltern schon ein Auge drauf haben, dass er nicht plötzlich in einem Fach ins Hintertreffen gerät, aufholen ist schwer. Bis jetzt läuft's aber sehr gut, auch seinen Hobbies geht er noch nach. Ich habe eher Angst, dass bei Eintritt der Pubertät Probleme auftauchen, denn die Belastung mit Unterrichtsstunden steigt von Jahr zu Jahr von jetzt 32 Stunden pro Woche und 1 - 2 mal Nachmittagsunterricht auf bis zu 37 oder 38 Wochenstunden, d.h. häufig Mittagsunterricht. Wenn dann noch andere Interessen hinzukommen und der Lerneifer nachlässt könnte es schwer werden.

Bedenken sollte man auch, wie die Versorgung in der Schule mit Mittagessen, Ruheräumen, Arbeitsräumen usw. ist und wie lange der Anfahrtsweg ist. Bei uns ist die Versorgung sehr schlecht und auch der Schulweg ist sehr lang, mein Sohn verlässt morgens um 6.30 Uhr das Haus und kommt an einem langen Tag erst um 18.15 wieder heim. Dann noch zu lernen ist nicht mehr drin.

Natürlich kann man zumindest in BaWü nach der mittleren Reife ein berufliches Gymnasium besuchen und Abi machen. Ich habe aber gerade bei unseren Töchtern die Erfahrung gemacht, dass man hierfür schon einen sehr guten Abschluss braucht. Der lt. Verordnung geforderte Notendurchschnitt von 3,0 in den Hauptfächern reicht bei weitem nicht aus (außer vielleicht bei manchen Wirtschaftsgymnasien) um dort aufgenommen zu werden, da die Nachfrage, auch wegen fehlender Lehrstellen, viel zu hoch ist. Schafft man aber die Aufnahme kann man dort die allgemeine Hochschulreife erreichen.

Ich denke, Voraussetzung dafür, ein Kind auf's Gymnasium zu schicken sind neben den guten Noten auch der Wille und die Lernbereitschaft des Kindes selbst, das können letztlich nur die Eltern einschätzen.


Dann gebe ich jetzt auch mal meinen Senf dazu :D

Unsere Älteste (jetzt 7. Klasse) hat damals die Empfehlung für die Realschule bekommen. Hier im Ort haben wir 2 Realschulen - eine städtische und eine erzbischöfliche mit sehr gutem Ruf. Die Diskussion, ob sie evtl. doch aufs Gymnasium gehen soll, stellte sich erst gar nicht, da hier kein Gymnasium aufnimmt, wenn die Empfehlung für diese Schulform nicht auf dem Zeugnis steht. Da kannst du als Eltern machen, was du willst.
Die erzbischöfliche Realschule nahm unsere Tochter nicht, da ihr der Notendurchschnitt nicht gut genug war (diese Schule kann sich aussuchen, welche Kinder sie nimmt und welche nicht). Also blieb uns zunächst nur die städtische Realschule.

Unsere Jüngste besucht seit dem letzten Sommer die 5. Klasse der erzbischöflichen Realschule, obwohl sie die Empfehlung fürs Gymnasium hatte und das trotz LRS. Unsere Tochter ist ein sehr verspieltes, verträumtes Kind. Wir haben lange überlegt, was wir tun und sehr intensiv mit ihr darüber gesprochen. Es war ihr eigener Wunsch, nicht aufs Gymnasium, sondern auf die erzbischöfliche Realschule zu gehen, wo man sie dann mit Kußhand genommen hat und auf der sie sich sehr wohl fühlt.

Im Verlaufe des Schuljahres hat unsere Älteste nun auch - aus Mobbinggründen - auf die erzbischöfliche Realschule gewechselt. Jetzt war es kein Problem mehr, da sie ein Geschwisterkind ist.
Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir sahen, welche Lücken sich im Lehrstoff zwischen der einen und der anderen Realschule auftaten.

Ich denke, man sollte nicht nur auf die Empfehlung der Grundschule schauen, sondern bei der Entscheidung über den Schulzweig auch sein Kind und seine Eigenheiten, Eigenschaften im Auge haben. Wichtig ist aber auch, was das Kind selbst gern möchte.

Liebe Grüße
Mucki


Also wenn ich das hier so lese, dann bekomme ich den Eindruck dass der Großteil der Kinder hier auf das Gymnasium geht. Wenn es ihnen dabei gut geht finde ich es ja in Ordnung, aber wenn sie nur den Eltern zuliebe dorthin gehen dann ist es doch sehr bedenklich. Ich kenne einige Kinder die sich wirklich nur den Eltern zuliebe durch die Schule quälen oder gequält haben, das finde ich furchtbar und da wundert es mich nicht wenn diese Kids irgendwann abschalten.

Sicher wäre es mir lieber wenn meine Tochter aufs Gym gehen könnte und man muss das als Mutter erstmal verdauen wenn sich abzeichnet dass das eigene Kind eben nicht nach einem selber schlägt. Man neigt dazu sich etwas vorzumachen, übersieht aber dass es so gar nicht im Interesse des Kindes ist. Und sicher ist es eine Art Prestigesache wenn andere erzählen dass ihr Kind Abi machen wird (die Gesellschaft sieht leider immer noch auf Nicht-Gymnasiasten herunter) und man selber das eben vom eigenen Kind nicht behaupten kann. Aber so ging es mir eben nur am Anfang der Schulzeit. Inzwischen habe ich erkannt dass die Begabung meiner Tochter eindeutig woanders liegt, sie ist sehr kreativ und handwerklich begabt und künstlerisch. Vielleicht findet sie später ihre Nische für die Ausbildung auch mit einem guten RS Abschluss und dafür bekommt sie von mir jede Unterstützung.

Ich war von Anfang an meine Mitschülern ziemlich voraus (um es mal so zu sagen) aber meine Eltern haben es nicht gefördert, sondern mir das Schulleben so schwer wie möglich gemacht. Ich durfte nicht aufs Gymnasium (und das hatte nichts mit Geld zu tun, sondern mein Stiefvater meinte ich sei eh zu blöd und Mädchen machen Ausbildung etc.. das reicht) und habe mir die RS schwer erkämpft. Mit etwas Rückhalt von meinen Eltern hätte ich die sehr gut abschließen können, aber ich habe völlig versagt, einfach irgendwann nicht mehr mitgemacht.

Meine Ausbildung habe ich Jahre später extern gemacht (und ziemlich gut sogar) und genau diesen Werdegang will ich meiner Tochter ersparen, das wünsche ich eigentlich keinem Kind. Darum sollten sich Eltern die Begabung ihrer Kinder wirklich zu Herzen nehmen und nicht überschätzen, denn manches kann man nicht wieder gut machen.


Mal eine andere - aber doch passende - Frage an dieser Stelle:

Gibt es für Gymnasien eigentlich wirklich so etwas wie eine Art "Sprengelbindung"?

Mehrfach kamen schon Kommentare derart, daß man ja gerne auf das-und-das Gymi gehen wollen würde, dieses aber die "nahegelegenen" Kids vorzieht, und darum keine Plätze mehr frei hat.

Wie ist das dann, wenn man sicher ist, einen ganz bestimmten Zweig zu brauchen, der aber nicht im "Einzugsgebiet" liegt? Kriegt man dann u.U. keinen Platz dort?

:huh:


Antina - das Problem ist, wie schon öfter geschrieben. Sehr viele wollen aufs Gymnasium. Hauptschulen werden bald schliesen (Schülermangel) und der Trend geht zum Gymnasium.

Jedes Gymnasium kann nur eine bestimmte Anzahl Schüler aufnehmen (platzbedingt).
Schulen mit bestem Ruf haben dann zu viele Anmeldungen und müssen Schüler ablehnen. Dabei scheint es dann auch logisch, dass man erst einmal die Schüler im näheren Umfeld aufnimmt. Manchmal werden auch Geschwisterkinder bevorzugt.

Eins, sollte den Eltern klar sein, wenn Sie sich über die Empfehlung wegsetzen - Sie haben die Verantwortung dafür zu tragen. Und nach ein paar Jahren erledigt sich das meist von selbst - mit einem gezwungenen Schulwechsel.

Bearbeitet von Sparfuchs am 10.05.2007 10:48:36


Tach auch!
Unser Sohn wechselt im Sommer zur Realschule. Gymnasium wäre auch möglich gewesen, aber er wollt nicht. Lieber bilinguale Realschule.

Bei uns gibt es leider keine Gesamtschule als Ideallösung. Die nächste ist 30 km entfernt. Sollte man dann doch das Glück haben und dort angenommen worden sein, stell sich die Frage des Hinkommmens. Busverbindungen in diese Richtung sind sehr schlecht und das müsste dann auch noch privat gezahlt werden.
Da ist dann auch noch eine Kostenfrage.

Das Gymnasuim und die Hauptschule bei uns haben ne Ecke über 1000 Schüler, die Realschule die Hälfte - soviel zum Thema die Hauptschulen müssen schliessen!

Irgendwie habe ich so das Gefühl, man sollte seine Kinder auf biegen und brechen zum Gymnasium schicken - sonst verbaut man die Zukunft der Kinder! So verstehe ich zumindest die vorangegangen Beiträge (teilweise).

Ich bin bestimmt kein Abi-Gegner, aber warum soll man ein Kind quälen? Wir können uns wahrscheinlich alle noch zu gut an unsere Schulzeit erinnern, die war ja wohl in den meisten Fällen auch nicht sehr beliebt. Ich hoffe das unsere Kinder so lange wie möglich mit Freude zur Schule gehen und darum lassen wir sie mit entscheiden. Wir haben genau gesagt, wie die Vor- und Nachteile auf den einzelnen Schulen sein könnten und dann mit unserem Sohn entschlossen.
Er steht zu 100 % hinter seiner Entscheidung. Viele seiner Klassenkameraden sagen einfach nur: Mama hat mich da angemeldet. Das klingt dann sehr vielversprechend und motiviert!?

Ausserdemm denke ich, nicht jeder muss sein Abi machen und dann BWL studieren. Jeder sollte das Beste aus seinen Möglichkeiten machen - auch wenn es "nur" die Hauptschule ist!

Ich durfte damals nicht zur Realschule weil meine Lehrerin mich nicht mochte. Ich war ihr zu Frech. Und das nur,weil ich auch damals schon meine Meinung gesagt habe, egal wer vor mir steht.

Auf der Hauptschule ging es mir eigentlich auch ganz gut. Ich musste eigentlich nie lernen und habe ohne Probleme meine "mittlere Reife" gemacht. Auch so gehts!

Leistungdruck ist was ganz bescheuertes!!!

einen schönen Tag noch!

bime


Um noch mal auf die Ausgangsfrage zurueckzukommen (Gymnasium= mehr Husaufgabenaufwand, Hausaufgabenaufwand allgemein) - vielleicht hilft das? Habs nicht genau durchgelesen, sorry.



http://www.schwellenpaedagogik.de/2007/05/...g-der-freizeit/


Nachdem in unserem Umfeld inzwischen einige der Kids - pardon - Jugendlichen *lach* die "Freude" haben, an G8 teilnehmen zu dürfen, wollte ich doch noch nachfragen, wie es in eurem Bekanntenkreis so läuft.
Die Suchfunktion brachte mich auf diesen Thread und ich hoffe, ich bin hier gut aufgehoben. Es hies ja, man sollte sich an "ähnliche" Themen anhängen.
Mir geht es eher um die Einschätzung von G8 an sich:

Aktuell kriege ich immer wieder von Bekannten berichtet, wie krass der Unterschied zu "früher" doch wäre.
Insbesondere hervorragende Nachmittagszusatzangebote (wegen derer die Eltern das Gymnasium u.a. ausgewählt hatten) sind nicht mehr - wie in den Vorjahren - völlig überrannt, sondern fallen - mangels Beteidigung (!) - weg!

Die Kids haben einfach keine Zeit mehr für sowas.
2/3 der Klasse nimmt mehrmals wöchentlich teure Nachhilfe in mehreren Fächern!
Auch vom verbleibenden Drittel bestätigen viele Eltern, daß sie nur deshalb ohne Nachhilfe auskämen, weil beide Eltern die unterschiedlichen Kernbereiche erfolgreich studiert haben, und selber helfen können.

Zudem wurden diverse sinnvolle, aber eben "Neben-"fächer, einfach drastisch gekürzt und zusammengelegt?

Der Gesamtnotenschnitt purzelt häufig in den Keller.
Hinzu kommt, daß die Kids anscheinend nichts mehr an Gesamtzusammenhängen an sich wissen, sondern nur noch stundenweise auswendig lernen für die Abfrage und weg?

Und - wie mir jetzt von einer Mutter, bei denen die Entscheidung für ihr Kind ansteht (4. Klasse) gesagt wurde - es wird anscheinend schon Ende der 3ten Klasse Druck seitens zumindest dieses Lehrers gemacht?

Ist das jetzt alles allgemein so krass, wie sichs für mich, als noch Unbeteidigte, anhört?!

Oder ist G8 bundeslandabhängig deutlich unterschiedlich?
Wie sind eure Erfahrungen?


ERstmal eine Frage, was ist G8?

Ansonsten sind die Anforderungen wirklich hoch. Ich vertrete aber die Meinung wenn das Kind die Empfehlung bekommt und auch sonst gut lernt, sollte ein Wechsel zum Gym. ruhig vollzogen werden. Erst dort wird sich zeigen ob der Schüler das Pensum schafft. Auch der Wechsel zur Realschule ist ein großer Schritt. Auch dort wird plötzlich viel Neues auf das Kind zukommen.
Es ist auch immer möglich wieder vom Gym zurück zur Realschule zu wechseln. Das ist in der heutigen Zeit längst kein Makel mehr. Es besteht ja auch die Möglichkeit ein Schuljahr zu wiederholen. Da wird dann auch nicht mit dem Finger auf das Kind gezeigt.
Sicher ist das von Schule zu Schule verschieden.
Nur ist es Tatsache dass das Gym ein höheres Niveau hat und auch so von der Gesellschaft einen höheren Stellenwert bekommen hat. Leider...


G8 ist nichts anderes als das Abi nach Klasse 12 anstatt 13 (bei uns in RLP zZ. 12,5).

Meiner Meinung nach soll hier wieder einmal gespart werden. Der gleiche Stoff in kürzerer Zeit, wie soll das gehen. Es entsteht mehr Nachmittagsunterricht und wer schon mal bis ca. 17.10Uhr Unterricht hatte, weis was das für ein Stress ist. Zumal die Schulen auch nicht auf heiße Sommer eingestellt sind. Auch andere Freizeitaktivitäten sind nur noch sehr begrenzt möglich. Ich würde meine Kinder da nicht freiwillig anmelden- obwohl ich denke irgendwann komplett umgestellt wird, genauso wie man die Hauptschule mit der Realschule verschmilzt. Wenn schon der gleiche Stoff in kürzerer Zeit(1 Jahr) durchgekaut werden muss, sollte man vielleicht überlegen, den Samstag als Schultag wieder einzuführen - aber da werden sich sehr viele dagegen sträuben.


Achso. Bei uns nannte es sich KS07.
Hatte ich grade bei meinen Kindern. Der Ältere musste 13 Jahre gehen. Ab Klasse 11(bei ihm 12) kamen dann die Schüler dazu, die nur 12 Jahre gehen mussten. Also Doppeljahrgang. Alle auf einmal auf die Studien und Ausbildungsplätze gestürzt. Er macht erst einmal Zivi. Der Jüngere muss nur noch 12 Jahre gehen. Hatte aber mehr Stunden in der Woche als der Ältere.
Dabei hätte es bei meinen lieber Umgekehrt sein können.......


Ich werde meine Tochter in der kommenden Woche für das Gymnasium anmelden.Sie hat die uneingeschränkte Empfehlung und es ist auch ihr Wunsch.Auch bei uns ist das Abitur auf 12 Jahre verkürzt.Toll ist das in meinen Augen nicht.Die Kinder haben schon gleich zu Beginn minimum 7 Stunden Schule/Tag + Hausaufgaben.Teilweise kommt die 8.Stunde hinzu, dann gibt es allerdings auch ein Mittagessen.Letzteres wird dieses Jahr Premiere haben....Ich glaube nicht, dass meine Tochter weiß, wieviel Stress, verbunden mit wenig Freizeit auf sie zukommt.Klar ist es schön, früh mit allem durch zu sein, trotzdem halte ich die andere Variante für besser.Da sie auch vorzeitig eingeschult wurde,wird sie bei einem glatten Schuldurchgang mit 17 Jahren das Abitur haben.Doch ein großes Stück Kindheit, wie ich es noch erleben durfte, wird sie vermutlich nicht erfahren.Mit Fahrtzeit, wird sie vor 16 Uhr nicht daheim sein und dann muss sie noch Hausaufgaben machen :( :(


Das ist es doch, der Stress wird größer, übrigens auch für die Lehrer.

Besser wäre es, die Stoffpläne zu durchforsten und dann auf das Notwendigste zu kürzen. Vieles wird doch nur für die nächste Arbeit gelernt- nach 2 Wochen wissen die Kinder oft gar nicht mehr was das war.

Das Abitur ist ja auch ein Reifezeugnis - Reife zu beschleunigen, bringt selten mehr Qualität.


Eben darum habe ich meinen Sohn nach langer Überlegung und mit seinem Einverständnis auf der Realschule angemeldet. Eigentlich denke ich sowieso, dass die Kinder mit 10 Jahren bei der Entscheidung gar nicht so recht mitreden können,da sie ja eigentlich gar nicht wissen was da alles auf sie zukommt. Gymnasium schön und gut, aber die ganzen früheren Klassenkameraden meines Sohnes ( 8. Klasse )haben vier mal Nachmittags Unterrricht, dann noch Hausaufgaben, lernen für Arbeiten und fast alle noch Nachhilfe in einigen Fächern.
Mein Sohn hat nur einmal Nachmittags Unterricht, sonst immer 13.15 Uhr Schule aus.Nach dem Mittagessen kann er dann gemütlich seine Hausaufgaben machen und hat dann immer noch genug Zeit für seinen Sport oder andere Aktivitäten.Besser ein guter Realschüler(er kann ja nach der 10. Klasse noch weiter zur Schule gehen )als am Gymnasium nur Stress haben,kein Freizeit mehr und sündhaft teure Nachhilfe bezahlen.


Zitat
Besser wäre es, die Stoffpläne zu durchforsten und dann auf das Notwendigste zu kürzen.

Dafür wäre ich auch. Manches wird wirklich vom "Urschleim" an gelehrt. Manche Dinge sind auch schon überholt und trotzdem muss es gelernt werden. Außerdem lehren die Lehrer unterschiedlichen Stoff, obwohl man meint es gebe Lehrpläne. Unter den Schülern können sie sich nicht mal kursübergreifend austauschen. Was der eine in Englisch grad hat, muss der andere aus dem anderen Kurs nicht auch zur gleichen Zeit haben. Mal wird das Lehrbuch in der Mitte begonnen, mal am Anfang und mal irgendwo mittendrin. Sachen die unsre Jüngster jetzt hat, von dem hat der Ältere noch nichts gehört, obwohl er schon seinAbi hat. Mit sehr gutem Durchschnitt.
Ein Freund studiert Chemie, und ihm fehlen jetzt grundlegende Sachen, die er eigentlich von der Schule mitbringen müsste. Jetzt muss er den Stoff nachholen.
Irgendwie haut das ganze Schulsystem nicht hin.

Ach Du grüne Neune - das klingt beunruhigend. Und die Entscheidung kommt noch auf uns zu... :ph34r:


Also Defizite gibt es im gesamten Schulsystem. Die Kleinstaaterei tut ihr übriges. Es leigt viel im Argen. Trotzdem würde ich meine Jungs jeder Zeit wieder auf das Gym gehen lassen. Es ist trotz Allem die bessere Schulbildung, wenn das Potential da ist es zu schaffen.
Heutzutage ist ein schlechtes Abi immernoch besser als ein guter Realschulabschluss.
Leider muss ich da sagen. Richtig finde ich es nicht.

Bearbeitet von helena am 31.01.2008 08:50:12


Das Problem ist doch, daß Kinder in der 4. Klasse meist gar nicht abschätzen können, was das Gymnasium bringt, und was es (an Schweiß und Nerven) kostet. Ich hab die Vorteile auch erst spät verstanden.
Ich selbst würde - wenn ich es meinem Kind einigermaßen zutraue - sie immer aufs Gymnasium schicken. Nur damit sie später noch alle Wege ins Berufsleben offen haben.


Hallo,

unser Sohn ist jetzt in der 7. Klasse am Gymn. in BaWü, hier gibt es seit 4 Jahren nur noch G8. Wie ich bereits oben geschrieben habe, ist die Belastung schon enorm. Bisher schafft es aber gut, das Halbjahreszeugnis, das er gestern bekommen hat ist absolut o.k., Nachhilfe ist bis jetzt nicht erforderlich. Unser Sohn treibt sehr viel Sport und hat mehrmals in der Woche Training und am Wochenende öfters Wettkämpfe, Zeit zum Spielen oder Treffen mit Freunden bleibt daher kaum noch.

Ich muss jedoch auch sagen, dass von den Kindern sehr viel gefordert wird. Ein gewisser Ehrgeiz muss vorhanden sein, ohne Lernen geht es nicht, auch die Eltern sollten sich laufend über den Stand des Kindes informieren und wenn notwendig helfend eingreifen.

Außerdem sollte endlich dafür gesorgt werden, dass die äußeren Bedingungen zum Lernen stimmen. In BaWü wurde das G8 überstürzt eingeführt. Die hohe Zahl der Stunden führt dazu, dass die Kinder mit mehrmals Mittagsschule in der Woche faktisch Ganztagsschule haben. Die Einrichtungen hierzu sind jedoch zumindest bei uns, wie auch noch an vielen anderen Schulen nicht vorhanden. Es gibt weder eine Mensa noch Aufenthalts- oder Arbeitsräume, von Hausaufgabenbetreuung oder Förderkursen ganz zu schweigen. Die auswärtigen Kinder können über Mittag nicht nach Hause und müssen selbst sehen wie sich sich verpflegen (Pizza, Burger, Pommes ....) und wo sie sich in der Mittagspause aufhalten.

Ich bin außerdem der Meinung, dass das Schulsystem endlich vereinheitlicht gehört. Die Abschlüsse in den einzelnen Bundesländern müssen vergleichbar sein. Auch sollte es möglich sein ohne größere Probleme umzuziehen. Dies wird jedoch oft zum Problem. In BaWü gibt es die sog. Kontingentstundentafel, d.h. es wird nur festgelegt, wie viele Stunden insgesamt in einem Fach von Klasse 5 -10 unterrichtet werden, wie diese Stunden über die Jahre verteilt werden legt die Schule fest. Dies führt z.B. dazu, dass an unserer Schule bereits in der 5. Klasse mit der 2. Femdsprache begonnen wird, in allen umliegenden Städten wird damit erst in der 6. Klasse begonnen.

Extrem wirds bei einem Umzug über Ländergrenzen. Ende der 6. Klasse kam ein Mädchen aus Rheinland Pfalz zu unserem Sohn in die Klasse. Sie hatte seither G9 und noch nicht mit einer 2. Sprache begonnen. Es war absolut unmöglich den Stoff aufzuholen, auch in anderen Fächern wie z.B. Mathe waren unsere schon sehr viel weiter. Das Mädchen wurde nach kurzer Zeit in die 5. Klasse zurückversetzt und hatte selbst dort einiges aufzuholen.

Es wird höchste Zeit, dass das Bildungswesen in Deutschland grundlegend reformiert wird, aber dazu müssen noch einige Politiker über ihren Schatten springen. Es muss endlich begriffen werden, dass es sich hierbei um eine Investition in unser aller Zukunft handelt und dass dafür auch die entsprechenden Mittel bereitgestellt werden müssen.

Liebe Grüße

lisa28


lisa28 - stimme dir in allen Punkten voll und ganz zu. Dazu kommt das es zu wenig Lehrer gibt und zu viele Stunden ausfallen. Die Statistiken die manchmal veröffentlicht werden sind geschönt. Nur wer tieferen Einblick hat, sieht das Desaster, ich /selbst im SEB) habe unseren Landeselternbeirat gefragt, ob man nicht mit der gesamten Elternschaft an die Öffentlichkeit gehen sollte. Die Antwort, die Probleme gibt es seit 30 Jahren und es ist schwierig etwas dagegen zu tun. G8 mit dem derzeitigen Lehrplänen ist für mich totaler Unsinn. Die Verantwortlichen sollten einmal eine Woche so lernen müssen, wie die Kinder. Für andere Dinge ist genug Geld da- für Bildung nicht, obwohl man weis wie groß die Defizite sind. Vielleicht sollte man eine Webseite einrichten und Bundesweit Unterschriften sammeln. Denn nur die Masse kann etwas bewegen.


Wenn ich an die ganzen Änderungen während der Schulzeit meiner Kinder denke....
Erst wurde das 13. Schuljahr eingeführt, die nächste Landesregierung hat das wieder zurückgenommen. Die Schüler mussten sich an die neue Rechtschreibreform gewöhnen, nachdem sie mit der alten schreiben gelernt hatten. Schließlich auch mit der Abänderung klarkommen. Wenn ich nur an das Benotungssystem denke, oder jetzt in der Oberstufe, das Punktesystem. Eine Arbeit zählt 30%, die andere wieder 50% für die Gesamtnote. Das eine Fach zählt soviel das andere wieder ist doppelt gewichtet. Wer sieht da noch durch.
Das ganze hatte sich 2x geändert. Jedesmal wenn ich dahinter gestiegen bin. bei 2 Kindern in unterschiedlichen Klassenstufen hatte ich auch genügend Elternversammlungen besucht.
Meine Kinder sind übrigens mit der 7. Klasse auf das Gym. gegangen. Klasse 5 und 6 waren die Förderstufe. Danach wurde eingeführt mit der 5. Klasse eine Entscheidung für oder gegen eine oder eine andere Schullaufbahn zu treffen.
Ich hatte außerdem noch das "Glück" das zwischen den Einschulungen eine Gebietreform lag. So ging jedes Kind in eine andere Schule, einer anderen Stadt. Sie sind jeden Früh in verschieden Busse, die in entgegengesetzte Richtungen fuhren, gestiegen. Erst mit dem Gym. haben sie die gleiche Schule besucht.

Bearbeitet von helena am 31.01.2008 14:20:15


Zitat (Sparfuchs @ 31.01.2008 11:43:57)
G8 mit dem derzeitigen Lehrplänen ist für mich totaler Unsinn. Die Verantwortlichen sollten einmal eine Woche so lernen müssen, wie die Kinder. Für andere Dinge ist genug Geld da- für Bildung nicht, obwohl man weis wie groß die Defizite sind. Vielleicht sollte man eine Webseite einrichten und Bundesweit Unterschriften sammeln. Denn nur die Masse kann etwas bewegen.

:daumenhoch:
Ja , sollte man . Nur wer tuts ? Damit wird sicher gewartet , bis die ersten G8tler nach Abschluss der Schule oder dem Studium ihre Nerven derart ruiniert haben und reihenweise in Behandlung sind ! Das wird wohl leider eine der Folgen dieses Unsinns sein , fürcht ich ! :angry:
Das KANN auf Dauer nur krank machen !!!

Zitat (helena @ 31.01.2008 08:49:28)
Also Defizite gibt es im gesamten Schulsystem. Die Kleinstaaterei tut ihr übriges. Es leigt viel im Argen. Trotzdem würde ich meine Jungs jeder Zeit wieder auf das Gym gehen lassen. Es ist trotz Allem die bessere Schulbildung, wenn das Potential da ist es zu schaffen.
Heutzutage ist ein schlechtes Abi immernoch besser als ein guter Realschulabschluss.
Leider muss ich da sagen. Richtig finde ich es nicht.

Genau die gleiche Erfahrung wie Du habe ich auch gemacht. Was das Kultusministerium tlw. verzapft, macht sich auch auf gymnasialer Schiene in seltsamen Auswüchsen bemerkbar.
Was uns Eltern auffällt, bemerken die Kinder spätestens ab der 8./9. Kl. selber, stellen Fragen und schütteln die Köpfe (was wir denn schon länger tun).
Die Kleinstaaterei merkt man schon im Grundschulalter... selbst von Dorf zu Stadt oder stadtintern und schulverschieden variieren Lehrpläne durchaus und auch das benötigte Unterrichtsmaterial: vollkommen ohne wirklich erkennbaren Sinn. :unsure:

Trotzdem würde auch ich mein Kind bei entsprechender Beurteilung (4. Klasse ist absolut zu früh dafür: 6. klasse war besser für den Wechsel und für die Kinder) immer wieder ans Gym schicken, wenn es denn zusätzlich zur Lehrerbeurteilung sicher ist, "mehr machen zu wollen" und sich bessere Chancen für später sichern will.
Es gibt sie, diese Kinder, die sich rechtzeitig "erwachsene Gedanken machen".

Mal sehen , vllt. wird das "G8" doch noch schneller reformiert als wir alle dachten :pfeifen:
Zumindest bekommt , hab ich heut Morgen in meiner Tageszeitung gelesen , unser guter H.Rau mal bissle Feuer unter den Hintern . :grinsen:


Zitat (Vogulisli @ 08.02.2008 09:16:04)
Mal sehen , vllt. wird das "G8" doch noch schneller reformiert als wir alle dachten :pfeifen:
Zumindest bekommt , hab ich heut Morgen in meiner Tageszeitung gelesen , unser guter H.Rau mal bissle Feuer unter den Hintern . :grinsen:

Ja hier wird genau das behandelt, was viele Eltern und ich auch sagen. Wieso kommen die Politiker nur immer so spät darauf? Abwarten, was auch wirklich durchgesetzt wird.

Zitat (Sparfuchs @ 08.02.2008 09:23:11)
Wieso kommen die Politiker nur immer so spät darauf? Abwarten, was auch wirklich durchgesetzt wird.

Liegt vllt. am Tunnelblick , den viel zu viele von denen haben, die auf so einen Mist überhaupt erst kommen ! Manchmal würd ein bissle gesunder Menschenverstand auch schon helfen .....oh nein, sich darüber aufregen bringt ja leider nix ... <_<
Jetzt hoffen wir vllt. einfach mal ,dass die Vernunft doch noch siegt :rolleyes:

Ich stimme Lisa voll zu

Mein Sohnemann ist jetzt auch 6 Klasse Gym hat eine 5 Tage Woche hiervon 4 x 11 Stunden Tag und einmal, am Freitag ist er nur "7" Stunden unterwegs .

Er will selber in der Schule bleiben, mir wäre es lieber er würde ( da wir an der bayrischen Grenze wohnen) auf eine bayrische Realschule gehen. Warum??

Meine Große(22) hat Realschule gemacht, dann Erzieherin gelernt, jetzt macht sie das Abi nach und will Pädagogik studieren --> sie hat eine zugesagte Arbeitsstelle nach ihrem Studium in einer Einrichtung die ihr sehr viel Spass macht.

Der nächste war ein Sensibelchen er hat auch Realschule gemacht, baut jetzt auf mit technischem Gym und will danach Ing. studieren. Er ist mit voller Freude dabei.

Und sie hatten beide den riesen Vorteil ........... sie sagen sie hatten eine super tolle Kindheit, mit allen Drum und Dran ... Bildung kann man nachholen die Kindheit nicht. Müssen wir wirklich so extrem den Leistungsdruck unterstützen??? Das ganze G 8 gerade in BW ist nicht durchgedacht da nur die Zeit verkürzt ist aber nicht der Stoff mal durchforstet wurde.
Was ist den wenn nun die G 9 und G 8 Abi Leute in einem Jahr kommen??? Wie lange müssen den heute schon Leute auf einen Studienplatz warten??? Da kommt es zum Gau ......... doppelte Personenanzahl auf Unis und Arbeitsplätze .........

Es kommt auf die Kinder an ......... einer schafft es, der andere nicht gleich .... oder er wird Handwerker ..... was wären wir ohne sie????

Warum sind den viele mit Abi in einem "normalen" Ausbildungsberuf??? Weil sie zu "blöd" waren ein Studium zu absolvieren??

Ich behaupte ......... NEIN ........ durch das sinkende Niveau in den Hauptschule versuchen alle ihre Kinder in höhere Schulen zu bugsieren ....... dadurch sinkt auch dort der allg. Bildungsstand. Achja .......... was ist überhaupt mit der Allgemeinbildung los???

Seht eure Kinder als Individuen an ......... traut euch und euren Kinder zu das entsprechend zu entscheiden ..... jedes Kind ist anders ....... da sollten wir auch froh sein sonst grüßt irgendwann die " schöne neue Welt"

Edit: Hab auch einen der "nur" die Hauptschule hat, er lernt Heilerzieher ...... auch die braucht unsere Gesellschaft und zwar nicht nur die mit Abi oder so sondern die, die es mit Herz und Seele machen, ich würde mich im Alter oder im Pflegefall lieber von so jemanden pflegen lassen wie von jemand mit "hoher" Bildung ohne Herz

Bearbeitet von grizzabella am 08.02.2008 10:15:29


Zitat (Vogulisli @ 08.02.2008 09:29:43)
Liegt vllt. am Tunnelblick , den viel zu viele von denen haben, die auf so einen Mist überhaupt erst kommen ! Manchmal würd ein bissle gesunder Menschenverstand auch schon helfen .....oh nein, sich darüber aufregen bringt ja leider nix ... <_<
Jetzt hoffen wir vllt. einfach mal ,dass die Vernunft doch noch siegt :rolleyes:

Vielleicht sollten diese Damen und Herren einmal jemanden Fragen der sich damit auskennt. Die Lehrer, die jeden Tag den Misst, den die Politik verzapft ausbaden dürfen.
Es gibt zu wenig Lehrer, weil dieser Beruf in der Öffentlichkeit oft schlecht gemacht wurde. Die Hauptschule hat man nicht in den Griff bekommen, also schafft man diese ab und führt Sie zu Realschule+ (Rheinland-Pfalz) zusammen. Die Probleme sind damit verschoben aber nicht gelöst. Es fallen zu viele Stunden aus, weil wir in diesem Land nicht bereit sind mehr in Bildung zu investieren, lieber verschenken wir Gelder ins Ausland oder schicken Soldaten nach Afghanistan. Also schafft man Ganztagsschulen, noch mehr Stunden am Tag, die kein Erwachsener bewältigen könnte. Abgesehen davon , das im Sommer Nachmittagsunterricht oft gar nicht möglich ist, da veraltete Schulgebäude es nicht zulassen.

Was bin ich froh, dass meine Eltern mich auf ein Gymnasium geschickt haben und nicht so denken wie viele hier. Ich war auf dem Gymnasium sicher keine Musterschülerin, das Endzeugnis war von Jahr zu Jahr so unterschiedlich. Von grottenschlecht über "guter Durchschnitt" bis Einserzeugnis war alles dabei. Es war verdammt hart. Ich hatte zum teil eine 45Stundenwoche, reine Unterrichtszeit, da kam dann noch Hausaufgaben, Klausurvorbereitungen und Referate dazu. Ich hatte manchmal Stundenpläne, da hat man sich nur an den Kopf gefasst. Zig Freistunden, die so blöd lagen, dass man sie null nutzen konnte.

Jetzt studiere ich. Und wär ich auf einer Realschule gewesen, hätte dann eine Ausbildung gemacht, Abi nachgemacht und jetzt dieses Studium - ich hätte es längst geschmissen. Ich bin der Meinung, nirgends sonst hätte ich so lernen, mit Stress und Zeitmangel umzugehen, Situationen zu meistern, die mich gnadenlos überfordern, Arbeit einzuteilen, wenn klar ist, dass die Arbeit niemals in der vorgegebenen Zeit zu schaffen ist und - jetzt am Semesterende - 9 Klausuren zu schreiben, davon jeweils 3 am gleichen Tag.


Gymnasium ist hart und wahrscheinlich kommt auch einiges zu kurz in der Jugend, aber es bereitet aufs Leben vor, gibt einem ein breite Allgemeinwissen, die Fächervielfalt zeigt einem genau, wo die Interessen und Stärken liegen. Ich hatte die Chance, 4 Fremdsprachen zu lernen. Ich hatte die Chance, festzustellen, dass ich nicht nur in Mathe brutalstens schlecht bin (und zwar so, dass ich fast das Abi damit nicht gepackt hätte), sondern auch Chemie, Bio und Physik hasse und trotzdem hab ich jetzt n bissl Ahnung von Elementen, Spannung, Anatomie und Zellbau. Weil man mich eben gezwungen hat, das alles ne recht lange Zeit zu lernen.

Ich treff in der Uni viele, die Realschule-ausbildung-Fachabi gemacht haben. Sie kommen schlichtweg nicht klar mit den Maßstäben, die eine ganz normale Uni setzt (nichtmal ne sog. Eliteuni). Ihnen fehlt das nötige Allgemeinwissen, das in der Uni vorrausgesetzt wird und sie kommen mit dem Arbeitspensum nicht klar.

Danke, Mama und Papa, dass ihr mir diese Chance gegeben habt und mich nicht auf ne Realschule geschickt habt, nur dass noch 3 Jahre länger "spielen" kann.



(oh, vergessen zu sagen: ich sprech hier natürlich nur von den Kindern, die das Potenzial für Gym hätten, aber auf die Real geschickt werden, weil das Gym ja ach so stressig ist! Dass es auch Kinder gibt die auf Real/Haupt besser aufgehoben sind, ist schon klar. Aber das sind auch nicht die, die später mal studieren wollen/sollen.)

Bearbeitet von werschaf am 08.02.2008 11:07:04


Werschaf , du hattest doch kein G8 ,oder ?
Darüber regen wir uns hier auf . Und das weil wir Eltern von Kindern sind , die darunter leiden ! Und zwar physisch und vor allen Dingen psychisch .
Als Eltern manchmal schlimm , sich das anzugucken zu müssen . :heul:


ich hab mal nachgerechnet, ich hatte nicht weniger stunden als die jetzt mit G8.. Liegt vielleicht an BaWü... da wars schon immer etwas anspruchsvoller.


Liegt wohl kaum am Bundesland .
Irgendwann müssen die Schüler in den anderen Bundesländern das eine Jahr auch aufholen , oder nicht ?


nein, dass das bayerische und das bawü-abi am anspruchsvollsten sind ist glaub ich allgemein bekannt. Die haben ja auch bei Pisa immer am besten abgeschnitten. Und haben seit Jahren Zentralabi.


Aber , das spielt doch hier kein Klavier !
Fakt ist doch , dass den Schülern und Lehrern das eine Jahr hinten und vorne fehlt !
Hier wurde ja nicht angezweifelt , dass ein Kind wenn die Vorraussetzungen fürs Gymnasium gegeben sind nicht auch hin sollen .
Schön für dich , dass das bei dir so toll geklappt hat . Herzlichen Glückwunsch,es sei dir wirklich , ehrlich von Herzen gegönnt :blumen:
Nur ist es leider Tatsache , dass dieser "G8-Mist" unsere Kinder überfordert und somit auf Dauer unglücklich und kaputt macht !


Ich find G8 auch nicht gut, aber es sollte kein Grund sein, ein Kind, dass das Potenzial hat, nicht aufs Gym zu schicken. Es ist jetzt nunmal so und klar, in der Umgewöhnungsphase ist es hart, weil auch die Lehrer noch nich so genau wissen, wos lang geht. Aber das wird dann schon und wenn man die Kinder unterstützt geht das schon, da bin ich mir sicher.


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