Slow Food! Wer hat noch Zeit zum Kochen?


Alles muß schnell gehen,mal richtig schön gemütlich 3-4 Stunden kochen (ein Glas Wein)
die Lebensmittel richtig wahrnehmen! :D

Das ist Slow Food!
;)
Nix Fertigprotukte,alles frisch am besten vom selben Tag noch besser selbst geerntet :D

Heute bereite ich für Morgen einen Bäckaoffa vor:Rezept! :sabber:

Edit. Nur für den Raben:Klick!!! roflroflrofl

Bearbeitet von wurst am 02.06.2007 12:16:46


Das hört sich total lecker an. Ich würde aber kein Lammfleisch nehmen, weil ich das nicht mag.
Ich werde es ausprobieren.


@wurst

Ich schätze Deine Rezepte, ich frag mich nur bei welchem Rezept man 3-4 Stunden ununterbrochen in der Küche steht. Fällt mir nix ein. Oder sitzt Du vor dem Backofen und "schaust Fern" ;)

Bearbeitet von VincentVega am 02.06.2007 12:28:41


Zitat (VincentVega @ 02.06.2007 12:28:22)
@wurst

Ich schätze Deine Rezepte, ich frag mich nur bei welchem Rezept man 3-4 Stunden ununterbrochen in der Küche steht. Fällt mir nix ein. Oder sitzt Du vor dem Backofen und "schaust Fern" ;)

Na,da fangen wir doch bei der Suppe(selbst gekochte Brühe) an,dann Braten/Gemüse(nicht aus der Dose)Klöße(aus handgeriebenen Kartoffeln) vieleicht noch ein Salat, da war doch noch was ach ja ;) ein Dessert darf nicht fehlen!!! :P

Edit: nur nicht hetzen Slow Food :D

Bearbeitet von wurst am 02.06.2007 12:45:15

Das hört sich echt gut an, und für die Zubereitung -Fleisch und Gemüse schneiden-
wird man schon seine Zeit brauchen.

Jetzt verrat ich euch aber mal das große Geheimnis, warum man immer sagt,
daß Männer besser kochen als Frauen:
Frauen kochen - meistens- weil sie es "müssen", sie gehn zur Arbeit, putzen, waschen, versorgen die Kinder und dann "muß" auch noch was auf den Tisch.
Das soll dann möglichst schnell gehn.
Männer kochen -meistens- nur wenn sie Spaß dran haben, am WE, im Urlaub, in aller Seelenruhe.... und nennen es dann Slow Food...

Paßt sicher nicht immer und auf Alle, ist aber viel Wahres dran.


Aso, Du rechnest die Kochzeit mit. Ich mach da immer was anderes. Frische Klöse gehen sehr flott. Gemüse auch. Aber ich weis was Du meinst. Nenne es halt frisch kochen. :)

Bearbeitet von VincentVega am 02.06.2007 12:46:55


Genauso ist es! Wir haben mal eine Zeit lang, als alle Kinder noch zuhause waren, einen Kochtag im Monat eingelegt, an dem wir alle zusammen in der Küche waren und gekocht haben. Da hat das "festliche" Essen noch besser geschmeckt. Heute gibt es in der Woche schnelle Küche und am Wochenende wird etwas aufwändiger gekocht. Wenn Gäste kommen, nehme ich mir natürlich noch mehr Zeit für die Vorbereitung.


Bei uns gibt es gar keine Fertigprodukte. Ich mache alles selber und es macht mir unheimlich Spaß so zu kochen.
Wurst hat schon recht, 3-4 Stunden sind in der Küche nicht viel an Zeit.
Leider habe ich keinen Garten, aber wir haben einen super schönen Markt und auch tolle Gemüsehändler in der Stadt.
Auch wenn jetzt manche denken typisch Hausfrau, die hat Zeit, ich bin auch berufstätig, ich bereite viel vor und das hat bisher super geklappt.
Nudeln mache ich auf Vorrat, die kann man trocknen und in Leinensäckchen packen.
Unter der Woche essen wir viel vegetarisch, Fisch gibt es nur gedünstet, das kocht sich alles so nebenbei und die großen Aktionen mit allem Schnick und Schnack mache ich Samstag und Sonntag.
Wir haben oft Besuch und der ist immer ganz begeistert von meinem Essen,viele kennen es gar nicht, das Spätzle ,Maultaschen und Co selber gemacht werden.


Vielen Dank erst mal an Wurst für das leckere Rezept und dann für den speziellen "Raaaaben-Link".

Slow Food, wie man es neudeutsch nennt, hat für mich kaum noch was mit Hobby zu tun. Es ist eine Lebenseinstellung. Ich versuche, mit allen Sinnen zu genießen. Das fängt schon beim Einkauf an. Nicht hetzen. Ich kaufe an freien Tagen ein, nehme mir Zeit dazu. Suche die Produkte sorgsam aus, die ich essen möchte. Zuhause kommt dann die Vorfreude auf die Zubereitung. Alles anschauen, was "Mutter Natur" an Gaben für mich hat (natürlich auch für Gäste, die ich bekochen will). Planen, was hat wann auf dem Herd zu stehen, damit alles zeitnah fertig wird. Gemüse, Fleisch, Suppen, Soßen sorgfältig zubereiten und würzen - Desserts mache ich selten. Und sich dann nach getaner Arbeit auf ein leckeres Menü freuen - das ist eben mehr als "essen". Es ist wohl auch wahr, ich muss nicht tagtäglich eine hungrige Familie sattmachen, kann mir daher auch die Zeit nehmen.

Fast Food und Fertiggerichte kommen bei mir nur sehr selten in den Magen. Manchmal abends, wenn ich erst um neun Uhr fix und fertig von der Arbeit komme, gibts mal ne fertige Pizza oder ein Schnitzel vom Ketchuptempel. McDoof jedenfalls würde restlos pleite gehen, gäbe es nur solche Konsumenten wie mich.

Und wenns wirklich schnell gehen soll, ein Stück "Ahle Wurscht" und ein Stück Brot habe ich immer da. Die saure Gurke spare ich mir dann, es sei denn, ich hätte mal wieder Senfgurken selbst eingelegt - aber das ist ja auch schon wieder "Slow Food"......



Gruß

Abraxas


Ich mag diese Fertigtütchen auch nicht. Vor allem, weil da meistens Glutamat drin ist dieses Teufelszeug. Es macht auch viel mehr Spaß alles selbst zu kochen und vor allem weiß man, was in dem Gericht drin ist. Bei den Tütchen will ich gar nicht wissen, was sie da alles reingemischt haben :kotz:

Liebe Grüße,

Sonita


Zitat (VincentVega @ 02.06.2007 12:28:22)
@wurst

Ich schätze Deine Rezepte, ich frag mich nur bei welchem Rezept man 3-4 Stunden ununterbrochen in der Küche steht. Fällt mir nix ein. Oder sitzt Du vor dem Backofen und "schaust Fern" ;)

bei persischen rezepten... weil man da viel auf einmal machen muss. reis (dauert ewig; viel aufwand), soßen (müssen dazu unbedingt sein), das gulasch (viel schnippelei und getue) und natürlich die beilagen wie zwiebeln, petersilie, radieschen usw.

Ich koche jeden Tag selbst, denn Fertigprodukte gibt es bei uns äußerst selten. Dann muss wirklich mal keine Zeit sein. Am WE kann ich dann auch mal 3 Std. und länger in der Küche stehen, denn dann gibts es meist etwas, was doch zeitaufwendiger ist. Gemüse und Salat putzen Kartoffeln für die Klöße vorbereiten, einen tollen Braten zubereiten, Nachtisch und zwischendurch auch noch Brot und Kuchen backen, das braucht seine Zeit. Aber ich mache das auch gern und für mich ist kochen und backen gleichzeitig auch Entspannung.

In der Woche gibt es meist was schnelles, da greife ich dann auch mal auf die Tiefkühltruhe zurück, da ich gerade Braten, Gulasch... meist in größeren Portionen zubreite und dann nur noch auftauen brauche. Aber Beilagen gibts dann frisch dazu. Das hilft mir schon, denn ich bin voll berufstätig und selten vor 18:00 Uhr zu Hause. Aber mein Mann kann auch gut kochen.


Ich benutze nie Tütenprodukte, weil sie mir/uns einfach nicht schmecken.
Letztens wünschte sich mein Sohn chili-con-carne. Da das Essen sehr schnell zubereitet war habe ich noch frisches Fladenbrot dazu gebacken - irgendwie liebe ich die Herausforderung beim Kochen :D


Naja, ein bisschen mehr als langsam kochen und auch langsam genießen, ist Slow Food schon. Immerhin setzt sich die Bewegung auch allgemein für eine bessere Esskultur und die Bewahrung traditioneller Lebensmittel (z. B. den berühmten Lardo di Colonnata) ein.

Aber ich sehe das wie Abraxas. Essen besteht aus LEBENSmitteln und ich will meinen Körper mit dem besten versorgen, was mir zu Gebote steht. Darum lieber etwas weniger, aber dafür gut als massenhaft billiges, aber wertloses Zeug.
Das heißt nicht, dass ich nicht auch öfter mal was "Ungesundes" esse. Wenn der Körper mir signalisiert "Das brauche ich jetzt", dann kann es auch schon mal ein Big M** oder eine Portion Pommes sein oder eine halbe Tafel Schoggi.


Habe auch schon oft überlegt, der Slow-Food-Bewegung beizutreten. Die organisieren ja auch interessante Veranstaltungen. Aber bei meinen vielen Interessen und Aktivitäten schwierig.

Bäckaoffa ist doch ein traditionelles elsässisches Gericht. Das braucht deshalb so lange, weil man das früher nach dem Backen im noch warmen Ofen gegart hat. In der Art sind ja verschiedene Gerichte entstanden.

Die Slow-Food-Seite bietet übrigens auch tolle Tipps und Rezepte.
Eine andere tolle Seite, die ich gern nutze, ist die der CMA. Neben einer riesigen Rezeptdatenbank bietet sie viele wertvolle Tipps, z. B. einen Saisonkalender. Nach dem macht Einkaufen richtig Spaß.

Bearbeitet von Rheinfee am 03.06.2007 17:43:43


Im Grunde ist es sehr einfach mit dem Kochen. Timing! das muss stimmen. Das verdanke ich meiner Zeit als ich sehr viel fine dining gekocht hatte. Wenn man dann zu zweit ein 3 Gänge Menü für 120 Gäste FRISCH zaubern muss, lernt man zwangsläufig struktuiertes arbeiten. Ich arbeite nach der Mise en place Methode. D.h. Risottoreis wird vorgegart. Gemüse ist dann schon geschnitten ... etc. Dadurch geht es schnell und ist auch frisch.

Bearbeitet von VincentVega am 04.06.2007 10:15:16


Ich glaube, "Slow Food" fängt in erster Linie mit der Auswahl der Zutaten an. Die Technik der Zubereitung kann eigentlich jede versierte Hausfrau. Wenn man nur von der reinen Kochtechnik ausgeht, sind die Grundlagen immer dieselben. Ein Schmorbraten wird - bis auf wenige Ausnahmen - immer auf die gleiche Art zubereitet. Er wird in wenig Fett (oder ganz ohne) angebraten, um "Röstaroma" zu bilden, mit Flüssigkeit abgelöscht und "schmort" dann, bis er "durch" ist. Das macht im Allgemeinen wenig Arbeit. Außerdem macht die Arbeit Spass, wenn man selbst den nötigen "Geschmackssinn" entwickelt hat und weiß, WIE man seine Zutaten und Gewürze einsetzen kann, um aus jedem profanen Mittagstisch ein wertvolles, geschmacklich hochwertiges Essen bereiten kann. Fantasie gehört dazu. WAS könnte in WELCHER Form geschmacklich zusammenpassen? Kann man Fischfilet mit Pfefferminze zubereiten? Natürlich kann man...... ich denke, mit dem nötigen Geschmacksempfinden wird das sogar sehr lecker. Und da beginnt "Slow Food". Die passenden, hochwertigen Zutaten. Mit allen Sinnen einkaufen. Sich im Kopf auf das Geschmackserlebnis vorbereiten. Überlegen, WAS man alles dazu braucht, EIGENE Kreationen so zu bereiten, dass selbst ausgefallene Kompositionen JEDEM Gast (auch den eigenen Kindern) schmecken. Die Sinne wecken. Merken, dass "Essen" nicht nur der Nahrungsaufnahme dient, sondern ein Glücksgefühl auslöst. So entwickelt sich ein ganz anderes Verständnis unserer Nahrungsmittel und auch der Nahrungsaufnahme. So wird aus ESSEN Slow Food.

Gruß

Abraxas


Hm.

Ich koch fast alles und fast immer "frisch", nix mit TK-Gemüse oder sowas, ab und an mal n Fixprodukt aber ansonsten siehe oben - aber 3 Stunden oder mehr am Stück inner Küch gestande hab ich noch nie, auch nich bei den sogenannten Sonntagsessen. Wundert mich nun irgendwie, selbst wenn ich 1000-Sünden-Salat mach und dabei jede Menge "händisch" zu schnibbeln ist, dauert es maximal ne Stunde.

Wurst - bistu nu langsam oder ich zu schnell? ;)


ich mag kein Tütenzeugs...

Aber: das meiste ist auch schnell zubereitet.

Spaghetti mit Tomatensauce, Zwiebeln, Speck:

Ok. man kann Tomatenmark, Tomaten aus der Dose/Tüte verwenden, aber ich schneid meine Tomaten in max 5 min selbst...
Ok, nehmen wir einen Dosenfan her- Tomatensauce aus Dose - Speck laß ich großzügigerweise weg. Was ist so ein Aufwand paar Tomaten zu schölen, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze ? bissl verkochen lassen geht während das Nudelwasser brodelt. M.E. nihct der Mehraufwand...

Was lang dauert: Semmelknödel slbstgemacht - Ruhezeit des Teigs + Vorbereitung - in der Zeit ist der Fertigknödel sicher fertig (noch nie einen Fertigknödel gemacht hab).

Braten, Knödel, Vor- und Nachspeise, dasdauert - aber ich hab was mitgeschicktem Timing gemacht was bis aufs Fleisch nur unwesentlich länger dauerte als Dosenfutterund was auch immerns gut schmeckt.

Wasich als extrem lang emfinde ist die Putzzeit nach was selbstgemachtem . da wollen zigTöpfe (abschrecken des Gemüses), Siebe (Nudelsiebe), etc (Reiben, Quirle) gespültwerden die man nur schlecht in der Spülmaschiene unterbringen kann...

Ich hab schon so oft länger mitputzen verbracht als mit dem eigentlichem kochen - die Tüten/Dosenvariante ist kürzer bei Zubereitung (wenn auch nicht viel) aber immerns Zeitgünditiger beim hinterher saubermachen. Dafür kann die Dosen/Türenvariante beim Geschmack sich hinten anstellen...

Mein Fazit: Zubereitungszeit bei Selbstgemachtem ist nicht so viel höher, dafür schmeckts leckerer. dafür punktet die dosenmahlzeit bei dem hinterherputzen.
Ich serviere lieber gescheites Essen ohne Tüten, Dosenfraß - dafür wird der Mitesser zum aufräumen mitverdonnert ;)


Ich mache auch alles frisch. Ich liebe es zu kochen. Und je mehr Gäste da sind, um so besser!!!

Ich muß das TK-Gemüse mal verteidigen. Es dauert von der Ernte bis zum Einfrieren nur wenige Stunden. Geh ich in einen Gemüseladen oder auf den Markt, weiß ich nicht, wie "alt" das Gemüse schon ist. Denn es verliert Stunde um Stunde Vitamine, die bei der TK-Ware bis zum Endverbrauch erhalten bleiben.

Ich liebe auch die herausvorderung, neue Rezepte auszuprobieren. Beim Zubereiten fallen mir sogar schon neue Variationen ein, die man bei Tüten- oder Dosenwaren nicht hat!!!!

Ich bleibe bei Selbstgemachten und abschmecken mit frischen Kräutern, die man auch auf der Fensterbank ziehen kann!!! :wub:


Da muß ich wollmaus Recht geben. :blumen:

Tiefkühlgemüse ist hervorragend. Es ist Schockgefroren! Die Garzeit verringert sich und die Vitamine bleiben länger und besser erhalten. :pfeifen: :pfeifen: :sabber:


Bei mir kommen kaum Fertiggerichte auf den Tisch. rofl

Bearbeitet von Kati am 06.06.2007 15:41:06


@ Malakai:

TK-Gemüse verwende ich sogar sehr gern. Kein Abfall - kein Putzen - und die Vitamine sind sicher besser erhalten als in "frischem", was manchmal drei Tage im Kühlhaus liegt, wo es nicht besser wird. TK-Gemüse kann sogar den "Slow-Food-Richtlinien" entsprechen, wenn man es nicht gerade "Iglo"-gewürzt mit dem "Blubb" kauft, sondern als Bioware und im ursprünglichen Zustand.

Fix-Produkte dagegen gehören gar nicht in die Slow-Food-Küche.


Gruß

Abraxas



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