Bodenständig - naturnah: Bewusst essen und genießen.....


Mal so in den Raum gestellt:

Seit 1989 gibt es in ganz Europa eine "Bewegung" - Slow Food.

Wie haltet ihr es damit?

Naturnah angebaute Lebensmittel, auf traditionelle Art zubereitet, Verzicht auf viele oder alle künstlichen Stoffe in der Nahrung. Genießen, was man isst.

Die Lebensmittelindustrie will uns weißmachen, dass man viele Speisen aus Zeit - oder anderen Gründen nicht mehr selbst machen kann. Dafür servieren uns Maggi, Knorr und Co. immer mehr chemisch "aufgewertete" Fertigprodukte. Und das zu Preisen, bei denen ich billiger auf jedem Wochenmarkt kaufen kann.

Fertiggerichte mögen zwar sinnvoll sein, wenn man abends geschafft von der Arbeit kommt, nicht auch noch "stundenlang" in der Küche stehen möchte, oder einfach keinen Sinn für guten Geschmack hat (das soll es auch geben).

Ich verurteile auch niemanden, der aus nachvollziehbaren Gründen Convenience - oder Fertigprodukte verwendet. Nur mir sind sie oft zuwider.

Ich möchte das Ursprüngliche, die Natur meiner Speisen schmecken und genießen können. So fühle ich mich selbst als ein Teil der natürlichen Welt.

Für mich ist "Essen" und "Trinken" nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern Passion. Dabei muss ich nicht unbedingt die teuersten und "angesagtesten" Lebensmittel kaufen, sondern eher das, was bei uns wächst, möglichst unbehandelt und natürlich. Ob dabei die Preise höher sind, mag ich bezweifeln. Aug einem gut sortierten Wochenmarkt finde ich immer Lebensmittel, deren Preis gerechtfertigt und nicht unbedingt höher ist als im Supermarkt. Nur eben die Qualität stimmt.

Und der Zeitaufwand der Zubereitung ist oft nicht viel höher als bei Fertigprodukten.

Was denkt ihr darüber?

Gruß

Abraxas


Ich sehe das auch so. Puffer, Pfannkuchen, Pizza, Püree und Co, kann man doch selbst machen. Kommen bei mir niemals als Fertiggericht auf den Tisch. Wenn ich keine Zeit fürs Pizzabacken habe, lass ichs. Und Maggi, Knorr, Pfanni und Co. sind doch der Untergang der Esskultur. Letztens hatte ich noch Hackfleisch, dass unbedingt wegmusste. Habe ich gebraten, dann etwas Stärkemehl drüber und kalorienreduzierte Sahne dazu, gemischte Kräuter zum Schluss. Meine Kleine hat reingehauen. Maggi könnte nie solch einen Geschmack erreichen.
Ich verurteile auch niemanden, der solche Produkte verwendet, aber ob der unbedingt weiß, was er sich und seinen Kindern auf Dauer antut???
Ich habe vor ein paar Jahren im stern einen Bericht über dieses Maggizeugs und so gelesen und es war einfach schrecklich. Den Kindern fielen tatsächlich (zum Glück nur) die Milchzähne aus. Man verwendet auch sehr viel Ascorbinsäure und Co in solchen Gerichten, schreckliche Folgen für die Zähne und Knochen. Ich war so geschockt, als ich dies las und meide seitdem dieses Zeugs wie der Teufel das Weihwasser. Bei mir gibts nicht mal Soßenbinder.


Klick! ;) ;) ;)

Zitat (wurst @ 03.06.2008 22:27:58)
Klick! ;) ;) ;)

Hallo...

...bist DU sicher, dass er das meinte???

Alleine das "mit den einfachsten Nahrungsmitteln überleben" ist doch ein Urinstinkt des Menschen...; warum also immer das chemisch vorgesetzte und aufbereitete Fertigmenue???

Lacht nicht, aber "Haferflocken mit Milch", die "Quarkkartoffel" oder ein "Abendbrot" tun auch ihren Zweck... ... ... :pfeifen: -_- ;)

Grisu... ... ...

Ich find das gut,dass sich die Leute fuer das Nicht-Aussterben einer Esskultur einsetzen.
Es ist einfach leckerer,wenn man weiss was man da gerade isst.
Klar bei mir ist es nicht 100% frisch,ich mach auch mal ein Glas oder ne Dose auf,wenn es fix gehen muss oder ich mich nicht gutfuehle.

Naja ich sehe Fastfood als Seelentroester....wenn es mir so richtig mies geht,dann gibbet das volle Mc D Programm.
Ein klassisches Slow-Food Rezept,dass es bei mir hier im Sommer oft gibt ist gegrilltes Gemuese.Das wird mit grobem Salz bestreut,mit Olivenoel eingerieben und dann kommt noch einiges an Gruenzeugs aus dem Garten dran.Das wird dann bei gutem Wetter draussen auf Holzkohle gegrillt oder bei Regen auf dem Kontaktgrill.
Aber meine Auberginen sind nix geworden :heul: dieses Jahr muss ich beim Nachbarn betteln :pfeifen:

Ich bin echt jedesmal fasziniert!


Ich versuche frisch zu kochen, ich versuche gute qualitaet zu kaufen, aber manchmal scheitern diese versuche. Ab und an habe ich einfach keinen bock zu kochen... Aber essen ist was tolles, sinnliches und macht einfach spass :)
Mein trend geht im mom zu einfach, keine tausend gewuerze, sondern mal nur ein bisschen salz und pfeffer an den quarkdipp zum in oel und salz und pfeffer gewendetem ofengemuese. Aber es darf auch gern immer mal wieder ausgefallener und aufwendiger sein, soweit man fuer eine person aufwand betreibt.

Fixprodukte habe ich eigentlich garnicht, aber aus mir unerklaerlichen gruenden mag ich die salatsaucentuetchen zwischendurch mal gern, schmeckt irgendwie...

Nicht nur das essen, auch das kochen macht mir in den meisten faellen spass, ich koche ja nicht nach rezept, das kann ich nicht, von daher ist mein kochen ein wildes zusammenwerfen und dauerndes abschmecken und experimentieren *g* und meist erfolgsgekroent.


Ich hab früher auf nix gemerkt, einfach irgendwas gekauft, gekocht, gegessen...aber schmecken sollte es einfach.
Mittlerweile aber ess und koch ich wesentlich bewußter und es macht auch noch Spaß, auch wenn es manchmal etwas zeitaufwendiger ist.
Nur ein paar Beispiele: In unserer Gärtnerei haben wir viele verschiedene Kräuter, die ich natürlich auch ernte und verwende. z.B. mach ich mein Kräutersalz selbst, ich mache meine Tees selber ( Pfefferminze, Salbei, Thymian, Zitronenverbene ), ich mache Chutneys, Marmelade.....einfach aus der "Not" geboren, weils übrig war oder geschnitten werden mußte. Dabei hab ich gemerkt, wie irre gut das natürlich schmeckende Gemüse schmeckt, daß die Geschmacksnerven wieder funktionieren.
Ich nehme nie Fertigprodukte, mache meine Soßen immer aus püriertem Gemüse, Kräuter, Sahne.... Das wird irgendwann zur "Passion", man kann und will auch nicht mehr diese Glutamattüten benutzen, es widerstrebt mir mittlerweile einfach.
Ich krieg trotzdem graue Haare, Falten oder sontige Zipperlein, aber ich fühl mich einfach "natürlicher " , im Einklang mit Mutter Natur ( bloß das mit dem Feierabendbier und der Zigarette muß ich noch überdenken :blink: , oder vielleicht doch nich ? :pfeifen: )
Es kann jeder handhaben wie er will, aber ich finds klasse, wenn man "besser ißt "...


ich mag auch keine Chemie in meinem Essen.

Ich weis gerne, was drin ist.

Mich erschrecken diese ganzen Chemiestrotzenden Fertigprodukte.

manchmal eß ich sowas auch, aber irgendwie schmeckts alles gleich, bzw ist kein Vergleich zu selbstgekochtem. Auch vom Preis her kann ich nur lachen was da angeboten wird... Für das was da so ein Fertigfutter was nach Chemie schmeckt kann ich mit bissl mehr Aufwand für 2 Tage lecker essen.

Also so 1 mal pro Monat futter ich auch so Fertigfutter weil ich Hunger hab und keine Zeit hab richtig zu kochen.

Mein Fertigfutter pro Jahr:

2-4 Fischfilet a la Bordellaise
1-2 5 Min Terrinen
1-2 Ravioli
die restlichen Male ists Blubb den mein Mann liebt - ich mag keinen Fertigspinat aber er mag keinen frischen, deswegen mach ich ihm mal ab und zu die Freude.

Ich mag kein Fertigfutter, ich hab sowas früher öfters mal gegessen aber seitdem ich 1999 in mein eigenes Reichgezogen bin und 2000 mit meinem Mann zusammenzog (damals noch mein Freund) kommen so Fertigprodukte nur noch in den seltensten Fällen zum Einsatz.

Fertigfutter ist für mich auch Blaukraut/Sauerkraut aus der Dose/Tüte- ich schnibbel mir das selbst

Bearbeitet von Draku am 04.06.2008 05:01:30


Ich verzichte fast total auf hilfsmittel, like Maggi-und co.
...Nicht umsonst versuchen sie mit allen Mitteln Glutermatfrei, Fettfrei usw zu werben....

Ich habe in NRW die Gemüsekiste bekommen und wen ich partu nix wusste, damit anzu fangen... habe ich bei dem Bauern mal nachgefragt...

Auch die Hilfe von co 100 Kochbüchern haben sehr geholfen... ;)

Ich mag es am Herd zu stehen und zu brutzel, oder stundenlang zu schnibbeln....

...und doch gibt es einige Dinge die ich aus der Tiko kaufe.. wie Spinat oder auch mal Fischstäbchen....

Doch Tütenhelfer die gibt es nicht.... Da halte ich es wie die Kochprofis...Kein Glutermat in meiner Küche!!!!

Sille


Das meine ich auch. Es gibt doch schon genügend Fertigprodukte wie Gemüsekonserven, Fisch, Nudeln und die ganzen Süßigkeiten und Kekse. Deshalb ists für mich wichtig, was Frisches auf den Teller zu bringen.


Zitat (Sille @ 04.06.2008 07:00:11)

Auch die Hilfe von co 100 Kochbüchern haben sehr geholfen... ;)


:rolleyes: Habe ich auch und noch ein paar mehr B)

Ich liebe es auch zu kochen und zu backen.Am liebsten für viele Leute.
Aber auch ich nehme mir gerne Zeit dafür.
Frisches Gemüse oder Obst aus dem eigenen Garten,Fleisch von unserem
Biobauern,dass schmeckt doch auch ganz anders.
Kräuter sind ein wertvoller Salzersatz.Und riecht auch noch gut.
Ob aus dem Blumentopf oder dem Kräuterbeet ,egal.
Wir sollten auch unseren Kindern ein Vorbild sein und ihnen zeigen wie
man kocht und backt und einen Haushalt führt.Sonst werden noch
Büchsenöffner aus ihnen. :lol:


"zum glück" wird mir von fertigem zeug wie maggi&co schlecht! :D
kriege dann jedesmal sodbrennen u mein bauch bläht sich auf und den rest des tages geht es mir nicht gut....
ab u an gibt es mal n döschen oder n gläschen zum aufmachen- das geht noch, aber nix aus der tüte (so dieses trockene pulver, welches man dann verfeinert etc)- dasselbe gilt auch für diverse tütensuppen u soßenbinder...! pfui deibel :kotz:

BACK TO NATURE!!!!!

im sommer "schneiden" manche einheimischen sogar bestimmte muscheln von den felsen (im meer) u futtern die roh! uaaaaaaaaah- muss ich auch net haben! aber lieber so-wenn man es mag- als aus m tütsche!

lg sirena
:blumen:

Slow Food finde ich immer eine Super-Bezeichnung
Aber eigentlich sollte das doch normal sein oder? Ich koche dann eigentlich immer nur Slow Food! Klar gibt es auch mal MCD aber es wird immer weniger! Maximal noch alle 2 Monate!

Ich koche sehr viel selbst so ein frischer Sommersalat zur Zeit mit frischen Produketen vom Markt. Da weiß ich wo das her kommt! Und günstiger ist es für eine Person auch! Da kann ich auch kleine Portionen haben, die ich im Supermarkt nicht immer bekomme! Z.B. nur eine Zwiebel oder bloß 500gr Kartoffeln.
Wie ich angefangen habe allein zu wohnen, gab es bei mir glaub ich 95% der Zeit Nudeln! Aber mittlerweile ist es bunter geworden, ich experiementiere und es kommen eigentlich immer leckere Sachen dabei raus!
Durch mithilfe von so ein Paar Kochbüchern oder I-Net seiten wie Frag Mutti u.ä. kann man auch ganz viele Ideen holen.
Und auch wenn man wenig Zeit hat bleibt doch mittlerweile die Zeit sich eine gesundes Brot mit Käse Tomaten und so zwischendurch zu machen!

Ich werde jetzt in 4 Wochen umziehen und ich weiß noch nicht wo ich dann einkaufen kann! Hoffe ich finde dort auch einen schönen Markt mit leckeren Sachen!


Fertig-Futter gibt es selten. Frisch selbstgekocht ist besser. Man braucht sich doch bloss mal die Zutatenliste auf den Päckchen anzugucken.
Allerdings verwende ich gerne die kleinen Tetra-Packs mit passierten Tomaten oder geschnippeltes TK-Gemüse.



das einzige, was bei mir aus der Dose kommt, ist Katzenfutter ... ne Quatsch, das wäre übertrieben und gegen Konserven ist ja auch erstmal nix einzuwenden

aber das Fertigzeugs kommt mir auch nicht auf den Tisch (ist mir viel zu teuer und wer weiss, was da alles drin ist)

wenn ich keine Zeit und/oder Lust zum Kochen habe, mach ich mir ein Käsebrot (oder 2) und gut is

ich habe das Glück, direkt neben einem Hofladen zu wohnen, wo ich für wenig Geld frische regional angebaute Sachen kaufen kann
bis letztes Jahr gab es dort sogar ganz frische Milch direkt vom Tier (für 60 Cent pro Liter !) aber die Milchwirtschaft lohnte sich dann für den kleinen Betrieb nicht mehr und so wurden die Kühe eines Tages mal zum Abendessen eingeladen ...

wenn ich allerdings mal in meine Gefriertruhe schaue, entdecke ich dort ein Convenience-Produkt und zwar die leckeren knusprigen Fischstäbchen von dem Mann mit dem weissen Bart ... ohne die kann ich dann doch nicht leben


Zitat (Agnetha @ 05.06.2008 07:43:15)
wenn ich allerdings mal in meine Gefriertruhe schaue, entdecke ich dort ein Convenience-Produkt und zwar die leckeren knusprigen Fischstäbchen von dem Mann mit dem weissen Bart ... ohne die kann ich dann doch nicht leben

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Das finde ich doch völlig in Ordnung. Die gibts bei uns auch. Und Pommes genauso.

Hab ja fast vergessen, dass ich auch ab und an mal Konserven nutze.

Für ne Tomatensoße nehme ich fast immer Dosentomaten - oder Pizzatomatan. Die sind einfach vollreif geerntet, machen wenig Arbeit und sind qualitativ fast immer erste Sahne.

Oder dicke Bohnen. Wenn ich darauf Lust habe, gibts fast immer ein Glas. Zugegeben - ich habe die auch sehr selten mal frisch gesehen.

Beim Spinat greife ich NUR noch zu TK-Ware. Allerdings nur Ungewürzten. Ich habe den frischen ausprobiert - er bringt weder mehr Geschmack noch bessere Qualität.

Fischkonserven verwende ich auch mal, aber immer seltener. Vor allem schaue ich vor dem Kauf auf die Zutatenliste. Wenn da Guakernmehl oder Ähnliches als Bindemittel drin ist, lasse ich die Finger von. Da Zeug soll zwar geschmacksneutral sein, kommt mir auf der Zunge aber immer schleimig vor.

Um Tiefkühltruhen mache ich meist einen großen Bogen, obwohl das sicherlich Quatsch ist - zumindest beim Gemüse. Oder bei Geflügel. Nur: Es darf nichts fertig gewürzt sein. Ich mag weder den "Blubb" von Iglo, noch die "Sprühwürzung" diverser Geflügelfleischanbieter. Würzen kann ich besser. Und erreiche damit einen Geschmack, den ich auch anbieten kann. Zeit spare ich doch durch Fertigwürzung gar nicht.

Zum Kochen selber verwende ich nur sehr selten gekörnte Brühe. DER Glutamatgeschmack ist einfach durch nichts zu ersetzen. Und solange man das Zeug nicht regelmäßig verwendet, denke ich, ist auch dagegen nichts einzuwenden.

Aber ich versuche, durch Kräuter die Chemie zu ersetzen. Statt gekörnter Brühe kann man ja auch Liebstöckel nehmen. Das wirkt auch immer.

Ich bin aber auch neugierig. Viele von euch wissen, dass ich auch mal Käse, Wurst oder Butter selbst mache. Mein letzter "Coup" war selbstgemachtes Curryketchup. Einfach mal zum Grillen beim Chef zwei Gläser auf den Tisch gestellt. Die Kinder wollen nun kein fertiges Ketchup mehr haben. Kann ich was dafür?

Und dann bin ich immer auf der Suche nach regionalen, alten Rezepten und Zubereitungen. "Weight Watchers" würden mich wahrscheinlich für meine Erbsensuppe nach "Großmutters Art" an die Wand stellen wollen. Aber da habe ich auch meine eigene Meinung zu. Wer abnehmen will, muss doch nicht sinnlos Chemie in sich reinstopfen. Es geht doch auch mit Genuß: FdH. Man muss ja nicht einen Teller Suppe essen, der 2500 Kalorien hat. Die Hälfte macht auch satt. Und das ohne das Gefühl, nach dem Essen platzen zu müssen.

Nur bei den Garzeiten weiche ich "geringfügig" von Omas Rezept ab. Wenn da steht, der Kohl "müsse 1 1/4 Stunden schmoren", dann lasse ich eben großzügig n gutes Stündchen weg.

So kann eine Weißkrautsuppe, deren Zutaten wie Kohl, Suppengrün, Zwiebeln, Schweinsfüße - und Schwänzchen nebst dem obligatorischen Bauch ich auf dem Wochenmarkt gekauft habe, durchaus sogar noch gesund sein. Das Fleisch wird gekocht, das Fett abgeschöpft, die Knochen herausgepult und dann die pflanzlichen Zutaten nur kurz mitgeköchelt, dass sie noch "Biss" haben. Wetten, das schmeckt viel besser, als frei nach Omas Rezept stundenlang totgekocht?

Überhaupt: REGIONAL und SAISONAL sind doch die Stichworte bei bewusster Küche. Muss man denn im November Erdbeeren haben? Oder im Januar Spargel? Da kommt doch gar keine Vorfreude auf die Saison mehr auf. Auch wenn manche von euch jetzt den Kopf schütteln. Die Spargelsaison geht langsam ihrem Ende entgegen. Ich freue mich aber schon wieder auf frische Kohlsorten des kommenden Herbstes. Oder die frischen Pilze, die unsere Wälder und Wiesen hergeben. Was HIER wächst, um die Ecke, das ist für mich bei der Gestaltung meiner eigenen Küche ausschlaggebend. Und die Jahreszeit.

Wer sich ein ganz kleines Bisschen informiert, findet so viele regionale Lebensmittel, dass selbst bei Verzicht auf ALLE importierten Zutaten keinesfalls Langeweile oder gar einseitige Ernährung aufkommen würde.

Wir haben das große Glück, in der "gemäßigten Zone" zu leben. Hier wächst fast alles! Jahrtausendelang haben sich die Menschen in unseren Breiten von den Früchten unserer Erde ernährt, sicher meist nicht mal sehr ungesund. Klar, es gab viele Notzeiten und wer nicht rechtzeitig vorgesorgt hatte, ist verhungert. Das passiert heute nicht mehr.

Aber wer die Möglichkeiten hat und Kartoffeln einkellern kann, wer Weißkohl zu Sauerkraut verarbeiten kann oder es kaufen kann, würde auch trotz Verzicht auf Südfrüchte keine Mangelerkrankungen bekommen.

Zum Glück ist die Auswahl an Lebensmitteln heute so, dass niemand auf irgendetwas verzichten muss. Wir können das ganze Jahr über schlemmen, was das Zeug hält. Wir brauchen noch nicht mal großartig in Küche oder Kammer arbeiten, um uns gesund zu ernähren.

Doch leider bleibt dabei die alte, traditionelle Esskultur nicht nur unserer Heimat auf der Strecke. Alte, gute Rezepte verschwinden, neue, aus der Chemieküche der Lebensmittelindustrie kommen. Alte Gemüsesorten, alte Haustierrassen verschwinden, neue, für die Industrie leichter zu verarbeitende kommen dazu. Dadurch leidet der Geschmack, denn alles muss nun einem egalisierten Geschmack entsprechen - so, wie bei McDonalds und Burger King. Schön, die beiden genannten Ketten verarbeiten keine schlechte Qualität. Sagt man zumindest. Aber Qualität bei den Zutaten eines guten Essens kommt doch in erster Linie aus den völlig verschiedenen Geschmäckern verschiedener Regionen. Und der langsamen, bewussten Methode, diese zu erzeugen.

Achtung vor der Natur war früher für jeden Bauern das oberste Gebot. Heute ist es der hemmungslose Profit - siehe Theodor Müller aus Aretsried. Ihr kennt meine Meinung dazu.

Und auch deshalb ist es eines meiner schönsten Hobbies, aus wohlschmeckenden Gemüsen, aus Fleisch aus der Region, aus frischer Milch, aus Kräutern und edlen Gewürzen Speisen zu bereiten, die in allererster Linie MIR schmecken. Liest sich egoistisch, ist es aber nicht. Denn was MIR schmeckt, das schmeckt auch fast jedem Anderen, den ich zum Essen einlade.

Und darum ist "Slow Food" meine Devise, auch wenn ich mal Konserven verwende.....



Gruß

Abraxas


Ach Raabe, wie gerne würde ich mal bei dir zu Mittag essen. :sabber:
Das klingt immer so wunderbar, was du schreibst.

Bis auf die Erbsensuppe, ich hasse das Zeug. :D


Ja, Jinx, nachdem ich VOR dem Essen anfange zu denken, fühl ich mich wohler. Und es schmeckt einfach besser.

Übrigens, ich hab auch mal n Rezept über ne Erbsensuppe gepostet, die wohl jeder isst.......



Gruß

Abraxas


Tante Edit sagt, Vorsicht vor Einladungen zum Essen! Der Raaaabe mag junge Frauen.... :pfeifen:

Bearbeitet von Abraxas3344 am 05.06.2008 18:43:19


Frueher unter der Herrschaft meiner Mutter war das Essen fuer mich einfach nur Nahrungsaufnahme.
Doch seitdem ich mich und den Herrn im Haus bekochen muss,habe ich meine Denkweise geandert.
Ich finde es viel spannender durch den Garten zu schlendern und nach Lust und Laune zu ernten.
Bei Maggi und Co faellt halt meistens der spannenste Teil des Geniessens weg.
Als Koch/oechin komponiert man einen Leckerbissen mit der Hilfe von allen Sinnen!!
Man kann doch auch Pommes Rot Weiss selbermachen :sabber:
Kartoffeln einfach schaelen und in Pommes Form schneiden und mit etwas Staerke bestreuen.Dann in einem Topf Oel heisswerden lassen und die Pommes mit Hilfe eines Frittierkorbs goldbraun werden lassen.
Etwas Schmand mit Pfeffer und Salz wuerzen.Tomaten,Zwiebelchen und einen El Honig kurz anschwitzen und mit Basilikum und Oregano verfeinern.
Besser als Mayo und Ketchup :sabber:
(/joke modus an)
Hier in Griechenland werden Raaaben auf den Feldern an einem Pflock mit einer langen Leine angebunden um die Saaat zu verteidigen....
:pfeifen: Wenn deine Verwandten Raaben Freunde auch so leckere Rezepte kennen wie du,dann werd ich mir einen zulegen.
Kann er nicht kochen,wird er gegrillt!!
Das nenn ich Slow-Food rofl
(/joke modus aus)


Zitat (Abraxas3344 @ 05.06.2008 18:41:51)
Tante Edit sagt, Vorsicht vor Einladungen zum Essen! Der Raaaabe mag junge Frauen.... :pfeifen:

Und wie genau bereitest du die dann zu? Und schafft ein rabe eine ganze junge frau auf einmal? ;)



Wieder mal schoen geschrieben, rabe und mir grossengrosssen hunger gemacht *knurrrrrrrrr*

TK-gemuese kann ich uebringens sehr empfehlen, vorallem, wenn man eher nur kleine mengen braucht - wie son kleiner alleiniger stern. Bevor ich gammelndes gemuese habe oder 3 tage hintereinander die selbe gemuesekombination essen muss, nehm ich lieber TK. Es gibt sogar noch ungewuerzte sorte, den goettern sei dank, die muss man nur manchmal ein bisschen suchen.


Gruesslis vom Stern (die sich nach eben erfolgtem und erfolgreichem biosupermarktshopping hemmungslos den unbio fischstaebchen und pommes hingibt *g*)

@Abraxas

für mich gehört Saisonal kochen einfach zum Kochalltag.

Ich schau beim Kauf was Saison hat- nicht nur weils billiger ist. Ich weis, ich kann auch zu unüblicher Saison Spargel,Erdbeeren kaufen, aber ich FREU mich drauf wenn Saison ist und nutz das dann - da hab ich dann auch kein dringendes Bedürftnis nach Ware die es eigentlich zur momentanen Saison nicht geben würde.

finde daß Saisonware einfach beser schmeckt.


Nach Deinem Hinweis zu dicken Bohnen ist mir noch einfgefallen daß ich ROTE Bohnen - also diese Chilliebohnen als Dosenware kaufe - hab die noch NIE frisch angeboten gesehen. Erbsen kenn ich übrigends auch nur frisch vom Garten geerntet als "frisch" - sonst auch nur als TK oder Dosenware gesehen.


Je mehr man mit frischem Zeug postet, desto eher anomiert es andere, auch mal frisch zu kochen anstatt zu einem getrockneten Pulver, Fertiggericht zu greifen :)


@ Daraja:

Raaben werden grundsätzlich nicht verspeist, sie schmecken einfach ncht. Und: meine Vettern als Vogelscheuchen zu mißbrauchen, verstößt gegen das Tierschutzgesetz. Außerdem, wenn du SAAAAAAATkrähen auf deinem Feld halten willst - selbst schuld. Die freuen sich auf frische Körner rofl rofl rofl

@ Sterni:

Junge Damen werden bei mir auf einem Bett von Rosenblättern serviert. Garniert werden sie je mit einer Erdbeere, mit etwas Schlagsahne befestigt, auf diesen kleinen, niedlichen Erhöhungen oberhalb des Bauchnabels. Eine Scheibe Pfirsich auf denselben, etwas weiter unten viel Schlagsahne und die verschiedensten Früchte, ein paar Tropfen Sekt darüber - so wird das ein lecker Dessert.

Was dann zum "Nachtisch" draus wird, mag der Himmel wissen.........


So allerdings stell ich mir "Slow Food" auch vor..........


Gruß

Abraxas



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