Gerbera: ... brauche einen Rat


Hallo,

ich habe seit 3 Monaten eine Gerbera und mir ist nun aufgefallen,
dass an den Blättern weiße Linien sind und wenn ich genau hinsehe,
ist am Ende dieser Linie (im Blatt) ein ganz kleiner Wurm. So sieht dieses komische Tier jedenfalls aus.
Wie bekomme ich den weg, ohne das Blatt zu beschädigen?

Wer weiß Rat und kann mir helfen?

viele grüße,
silbermondxxx


Was deine Pflanze hat, sind vermutlich Minierfliegen.

Abhilfe: wenn nur wenige Blätter befallen sind, diese abknipsen und vernichten (verbrennen oder wenigstens mit kochendem Wasser übergießen- nicht einfach so in den Müll oder Kompost werfen)

Ist der Befall stärker, musst du dir was aus dem Gartenfachmarkt holen. "für gegen" Blattläuse und ähnliches Getier kenne ich Lizetan Stäbchen die man in die Erde steckt- frag mal ob das auch gegen Minierfliege hilft.


Hi
Ich habe immer NEHM zuhause. Das ist ein Öl und das gebe ich in das Wasser, die Blätter werden dadurch ungeniessbar für jeglichen Krabbelkram doch für uns nicht schädlich. Ich brauche es vor allem für meine Lilien da sitzen rote Käfer drauf die Larven legen und die fressen die Blume auf...
Du bekommst das auch im Baumarkt bei den Pflanzenschutz
Lieben Gruss
Sille


Hallo,

vielen Dank.

Ja, so wie es aussieht sind es Minierfliegen.
Ich frage mich bloss, wo die herkommen. :wacko:

Werde die jetzt erst mal alle vernichten.


Zitat (silbermondxxx @ 02.08.2007 13:36:28)
Ja, so wie es aussieht sind es Minierfliegen.
Ich frage mich bloss, wo die herkommen. :wacko:

... durch's Fenster? Fliegen können fliegen. Oder du hast dir die Dinger schon aus dem Gartencenter mitgebracht- das wäre allerdings die weniger wahrscheinliche Variante, denn die Läden schauen aus reinem Eigennutz schon sehr drauf, dass keine "Untermieter" auf ihren Pflanzen wohnen.

Minierfliegen hatte ich auch einmal.

Nun habe ich selbst ein anderes Problem und vielleicht kann mir jemand weiter helfen. Bei meiner Gerbera ist es im Moment so:

Die Blüten werden an den Spiten braun
und sie hat weiße leichte Flocken wie Schnee.
Erst dachte ich, es kommt von der Heizung (Nachtspeicher) , durch die staubige Luft. Mittlerweile muss es eine andere Ursache haben. Eventuell steht sie doch zu warm? Aber ich gieße sie doch regemäßig.... ?


Zitat (Valentine @ 02.08.2007 09:56:48)
Was deine Pflanze hat, sind vermutlich Minierfliegen.

Abhilfe: wenn nur wenige Blätter befallen sind, diese abknipsen und vernichten (verbrennen oder wenigstens mit kochendem Wasser übergießen- nicht einfach so in den Müll oder Kompost werfen)

Ist der Befall stärker, musst du dir was aus dem Gartenfachmarkt holen. "für gegen" Blattläuse und ähnliches Getier kenne ich Lizetan Stäbchen die man in die Erde steckt- frag mal ob das auch gegen Minierfliege hilft.

Valentine hat Recht. Alle alten Blätter abziehen (nach oben weg, Pflanze dabei mit der anderen Hand abstützen).
Gerbera ist sehr anfällig für Minierfliegen bzw. auch Nematoden. Oft bringen sie diese bereits aus ihrer Anzuchtgärtnerei mit ins Verkaufsgeschäft. <_< Ist der Befall da schon zu stark, kann man kaum was dagegen tun. :(

Beides lebt im Pflanzgrund/Erdboden und schädigt die Pflanze dort/ via Wurzeln. Dagegen hilft ausschließlich Erddesinfektion / Umsetzen in desinfizierte Erde, wenn die Pflanze nicht schon zu stark befallen ist. :(

Die Erde kannst Du selbst desinfizieren: bissel mehr als Topfmenge für den geplanten neuen an handelsüblicher Kakteenerde auf ein Backblech geben (Backpapier drunterlegen) und ab in den bei 220°C mindestens 20 Minuten.
Danach abkühlen lassen, bis das Blech mit der Erde bestenfalls leicht lauwarm ist.
Die von aller alten Erde völlig befreite und abgespülte Pflanze in die neue Erde setzen, nur sehr wenig angießen und nicht wärmer als 16°-18°C stellen, Luftfeuchte nur mehr 70-75%. Wenn sie neue Blätter treibt: eisenbetont düngen (Algoflash Eisendünger).
Nie normale Blumenerde verwenden, lieber Kakteenerde nehmen.

Es braucht viel Geduld, aber damit schafft man es mitunter, daß die "Kapmargarite" dann neue Blüten bringt. :) Es sieht dann aus, als ob ein riesiger Löwenzahn neu austreibt. :blumen:

Tante Edit sagt: Gerbera ist zudem anfällig für Rote Spinne und Blattläuse (beidem wird man mit Lizetan-Spray gut Herr) und für Weiße Fliegen (dagegen:Gelbtafeln: kriegt man wie Lizetan oder Celaflor im Pflanzenmarkt).

Ich hab mal irgendwann vor vielen Jahren meine Lehrabschlußarbeit über die Gerbera-Kultur als Schnittblume im Produktionsgartenbau geschrieben und 2 Jahre lang ein Gerbera-Haus in dem Betrieb in Betreuung gehabt. Die Gerbera ist recht empfindlich und zieht Schädlinge fast wie ein Magnet an (zumindest die damaligen Hybriden). Sie ist anspruchsvoll gegen verwendeten Pflanzgrund und verträgt Umstellungen (zu hell, zu warm, zu luftfeucht) nicht.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 07.01.2008 02:20:48

:blumen: Vielen Dank für deinen guten Rat.
Werde meine Gerbera viel Zuwendung geben und sie pflegen.



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