Magens├Ąure in der Lunge?

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Hallöchen,

ich brauche eure Hilfe und Rat.

Vielleicht hat das jemand schon mal gehört, oder selbst schon Erfahrungen damit machen müssen.

Mein Mann hat schon seit Jahren Magenprobleme, Helicobacter Pylori mit mehren Behandlungen (kommt leider immer wieder) Zwölffingerdarmgeschwüre durch die Medikamente und viel zu viel Magensäure.
Er hat im November wieder einen Termin zur Magenspiegelung.

Seit einiger Zeit hat er jetzt nachts Probleme, er wacht mit Atemnot und Herzbeklemmungen auf, hat dann auch wieder Magenschmerzen. Heute Nacht war es so schlimm, dass er beinahe den Notarzt gerufen hat, weil er einen Herzinfarkt befürchtet hat. Er hatte auch eiskalte Hände und Füße und leichten Schüttelfrost.
Heute morgen ist er dann statt zur Arbeit zum Arzt, EKG und Lunge abhören hat nichts ergeben, Blutergebnisse kriegt er morgen.

Da es ein Vertretungsarzt war, hat mein Mann von den Magenproblemen berichtet.
Der Arzt meinte daraufhin, es könne sein, dass im Liegen von der Magensäure nicht nur in die Speiseröhre, sondern auch in die Lunge laufen kann und das dass diese Beschwerden hervorrufen kann.
Kann das möglich sein? Ich dachte immer, die Lunge sei so abgeschottet, dass keine Körperflüssigkeiten dort hingelangen können.

Was kann er jetzt tun? Kann ein Gastroenterologe bei der Magenspiegelung sehen, ob die Lunge auch was abkriegt? Sollte er einen Lungenfacharzt aufsuchen? Kann die Lunge durch die Magensäure Schaden nehmen?
Schließlich ist es ja eine Säure.

Wir machen uns Gedanken. Wenn die Magensäure der Auslöser für die nächtlichen Attacken ist, bin ich zwar schon mal beruhigt, dass es nichts vom Herz ist, aber trotzdem möchten wir natürlich, dass er das wieder los wird.

Hat das jemand schon mal gehört und könnte uns einen Rat geben?

Vielen Dank.

Grüße
Herbstzeitlos

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Zitat (Herbstzeitlos, 13.10.2010)
Der Arzt meinte daraufhin, es könne sein, dass im Liegen von der Magensäure nicht nur in die Speiseröhre, sondern auch in die Lunge laufen kann und das dass diese Beschwerden hervorrufen kann.
Kann das möglich sein? Ich dachte immer, die Lunge sei so abgeschottet, dass keine Körperflüssigkeiten dort hingelangen können.

Das kann schon mal passieren- man kann sich ja auch "verschlucken" und dann gerät *wasauchimmer* in die Atemwege. Grad wenn man flach liegt, können dann schon mal kleinste Spuren von Speichel oder "hochgekommener" Magensäure in die Luftröhre gelangen.

Hilft es, wenn er mit dem Kopf/Oberkörper leicht erhöht liegt? Ich würde mal probeweise das Kopfteil vom Federholzrahmen etwas anheben.
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Die Magensäure kann Hustenreiz hervorrufen, wenn etwas davon etwas in die Atemwege läuft. Manche Leute denken dann, sie hätten einfach einen Erkältungshusten und wissen mitunter nicht, daß es an der aufsteigenden Magensäure liegt. Dieser Hustenreiz kann besonders in der Nacht auftreten, wenn man flach liegt. Ebenso kann die Magensäure ein Brennen hinter dem Brustbein hervorrufen, wo man meint, es könnte ein Herzinfarkt sein. Ich spreche da aus eigener Erfahrung mit überschüssiger Magensäure und hatte auch schon mit dem Helicobacter pilori meine Bekanntschaft. Der Helicobacter selbst kann ebenfalls dazu beitragen, daß ständig zuviel Magensäure produziert wird..

Mein Tipp: Wenn möglich, das Kopfteil im Bett etwas höher stellen und wenn das nicht möglich ist, durch Kopfkissen ausgleichen. Und es wäre ratsam, daß Dein Mann täglich morgens einen Säureblocker einnimmt, damit nicht auch noch die Speiseröhre durch die Salzsäure aus dem Magen Schaden nimmt. Und es gibt Lebensmittel, die sogenannte "Säurelocker" sind wie Kaffee, Schokolade, Süßes allgemein, Tomaten, scharfes Essen etc. Eine Auflistung dieser Lebensmittel könnte man sicherlich auch aus dem Internet entnehmen..

Eine Magenspiegelung ist auf jeden Fall ratsam, um nochmal genauer nachzuschauen, was ist und er evtl. einen sogenannten Reflux hat, das ist ein Rücklauf der Magensäure in die Speiseröhre, weil eine Klappe, die dies verhindert nicht richtig schließt (weiß jetzt nicht genau, wie diese heißt...). Auch in diesem Falle wäre natürlich die Einnahme eines Säureblockers sinnvoll - wenn nötig auch lebenslang.. Das wird dann der Gastroenterologe schon sagen..

Meinen Helicobacter habe ich Gott sei Dank nach gleichzeitiger Einnahme von 2 verschiedenen Antibiotika und 1 Säureblocker los bekommen und hoffe auch, daß er nicht wieder kommt.. Da auch ich immer wieder mit überschüssiger Magensäure Probleme habe, nehme ich morgens übrigens auch einen Säureblocker ein..

Gute Besserung für Deinen Mann - das Problem läßt sich sicherlich unter fachärztlicher Aufsicht gut in den Griff kriegen.. ;)

Nachtrag: Ach ja, Übergewicht kann z. B. auch förderlich für aufsteigende Magensäure sein und falls dies zutrifft, ist es sinnvoll, etwas abzunehmen..
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Bearbeitet von schnuffelchen am 13.10.2010 11:59:15
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Vielen Dank für eure schnellen Antworten.

Kopfteil vom Bett hochstellen hat er schon versucht, hat nicht viel geholfen. Außerdem ist das auf Dauer bestimmt nicht gut für den Rücken, zumal er meistens auf dem Bauch schläft. Aber probieren kann er's ja nochmal.

Von dem Brennen hat er auch berichtet, es wird dann wohl wirklich die Magensäure sein und nicht das Herz.
Die "Säurelocker" unter den Lebensmitteln kennt und meidet er, auch wenn's schwerfällt :sabber:
Richtiges Sodbrennen hat er ja komischerweise selten bis gar nicht.
Übergewicht hat er eigentlich auch nicht, ein kleines Herrenbäuchlein (er wird 50) gestehe ich ihm zu, aber es ist wirklich nur ein kleines.
Ja, diese Triple-Kur gegen den Helicobacter hat er schon gemacht, schon dreimal, die Biester kommen leider jedesmal wieder. Da spielt wohl auch die Psyche eine große Rolle. Zuviel Grübeln über ungelegte Eier ist halt auch nicht gut für den Magen.

Jetzt nimmt er seit Jahren Magaldrat-Tabletten, eigentlich immer auf Bedarf, kam eigentlich bisher ganz gut damit rum, bis jetzt diese nächtlichen Probleme auftraten.
Mal sehen, ob jetzt die Magenspiegelung noch was Neues bringt, auf eine vierte Triple-Kur hat er eigentlich keine Lust, danach hatte er dann zweimal ein Zwölffingerdarmgeschwür :angry:

Grüße
Herbstzeitlos

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Zitat (schnuffelchen, 13.10.2010)
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besser ist wohl dieser hier, bei wicki
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Zitat (Herbstzeitlos, 13.10.2010)
Richtiges Sodbrennen hat er ja komischerweise selten bis gar nicht.
Jetzt nimmt er seit Jahren Magaldrat-Tabletten, eigentlich immer auf Bedarf, kam eigentlich bisher ganz gut damit rum, bis jetzt diese nächtlichen Probleme auftraten.

Es ist so, daß man auch oft nicht ein Sodbrennen verspürt, jedoch trotzdem eines hat und sich auf andere Weise äußert.

Wahrscheinlich genügen diese Madalgrat-Tabletten nicht, wenn man sie nur bei Bedarf einnimmt..
Bei Bedarf ist das "Kind ja schon in den Brunnen gefallen", also die Beschwerden sind schon da und sie werden dadurch nur zeitweise gelindert. Der Beweis sind da wohl die Beschwerden in der Nacht..

Besser erscheint es mir m. E., wenn im Vorfeld schon das Sodbrennen bzw. die Beschwerden durch einen Protonenpumpenhemmer, sprich Säureblocker, im Ansatz verhindert werden..
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Nachdem ich gerade vor ein paar Tagen beim Große ERSTE-HILFE- Lehrgang war: Magensäure oder Erbrochenes in der Lunge überleben von 100 Menschen mit Glück zwei, deshalb wird ja die Seitenlage geübt.
Atemnot und Herzbeklemmungen könnten ganz andere Ursachen haben. Ich denke da eher an das Herz.
Ich würde umgehend einen Kardiologen aufsuchen

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Ich vergass: Helicobacter Pylori wird durch eine Schmierinfektion ausgelöst.
Oft hat nicht nur ein Familienmitglied diesen Erreger sondern alle, vieleicht aber ohne Symptome.
Nun trinkt man in der Familie ja mal zusammen aus einem Glas. Schwups, schon ist der Erreger wieder da.
Wenn dann bitte alle untersuchen und behandeln lassen, dann ist er auch weg. Dann aber auch den Kindern sagen, dass sie nicht mit anderen Kindern aus einem Glas oder einer Flasche trinken sollen oder ähnliches.

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Zitat (Angelina, 13.10.2010)
Atemnot und Herzbeklemmungen könnten ganz andere Ursachen haben. Ich denke da eher an das Herz.
Ich würde umgehend einen Kardiologen aufsuchen

Das ist schon richtig! In obengenanntem Fall wurde ja schon diesbezüglich beim Arzt ein EKG gemacht..
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Das hat nicht unbedingt etwas zu sagen. Atemnot und Herzbeklemmungen gepaart mit Bauch- oder Magenschmerzen oder Rückenschmerzen sind eindeutige Anzeichen für einen drohenden Herzinfarkt.
Ich habe das mit dem Vater einer Freundin und mit meinem eigenem Dad erlebt, mitten in der Nacht und die waren beide kurz zuvor beim EKG.

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Zitat (Angelina, 13.10.2010)
Das hat nicht unbedingt etwas zu sagen. Atemnot und Herzbeklemmungen gepaart mit Bauch- oder Magenschmerzen oder Rückenschmerzen sind eindeutige Anzeichen für einen drohenden Herzinfarkt.
Ich habe das mit dem Vater einer Freundin und mit meinem eigenem Dad erlebt, mitten in der Nacht und die waren beide kurz zuvor beim EKG.

Das kann immer passieren - Garantie gibt es für nichts im Leben!

Wenn man auf die ganz sichere Schiene will, hilft nur, eine Herzkatheter-Untersuchung zu machen, ob da irgendwelche Adern zu sind..
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So, nun mal Hochdeutsch!!!

Atemnot ist schon mal was für die 'Rettung!!! Wenn dann noch Herzbeklemmung dazukommt, wäre das allein schon was für die Rettung!!!
Und auch starke Bauchschmerzen sind was für die Rettung!!! (Rettung= Notruf alamieren und auf das Rettungspersonal warten)
Alle drei Faktoren mitten in der Nacht ?? Was ist das?

Hier wird mit dem Leben eines Menschen gespielt.
Schon Atemnot reicht, um die Rettungsmannschaft zu alamieren. Der Mensch nimmt mit jeder Atemnot Schaden.
Dann kann immer noch nach der Ursache geschaut werden und dann wird es auch gemacht.
Herzbeklemmung oder Schmerzen im Bauchraum reichen auch um die Rettung zu alarmieren. Sogar jedes für sich!!!!
Da erübrigt sich jede Diskusion. Das ist lebensgefährlich

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Und nun mein "Hochdeutsch", um es mit Deinen Worten zu sagen..
Jedoch schreibe ich nicht mit mehreren Ausrufezeichen, weil das mit Schreien gleichzusetzen ist:

Wenn jemand Anzeichen für einen Herzinfarkt hat, sollte er sich natürlich in klinische Behandlung begeben.

Nun zum eigentlichen Thema in diesem Thread:
Die Person, um die es sich hier handelt, hatte nun mal darauf verzichtet, in der Nacht den Notarzt zu rufen trotz seiner Beschwerden und sich auf eigenen Wunsch erst am nächsten Tag erst zum Arzt begeben. Wieso wird dann laut Deiner Worte mit dem Leben eines Menschen gespielt? Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich.

Nochmal im Klartext: Es ist auf jeden Fall ratsam bei Beschwerden, die auf einen Herzinfarkt hindeuten könnten, sich sofort in klinische Behandlung zu begeben - keine Frage.

Und wenn man dann trotz vorheriger kardiologischer Untersuchung beim Arzt einen Herzinfarkt erleidet, ist es Schicksal - Garantie gibt es für nichts im Leben, wie schon vorhin von mir erwähnt.. Es gibt sogar Ärzte, die sich immer gewissenhaft durchchecken lassen, gesund leben und trotzdem plötzlich tot umfallen. So ist nunmal das Leben... So und nicht anders habe ich es gemeint..

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Ganz beruhigend, wie sich alle Gedanken machen, wenn es auch manchmal hoch her geht: Echte Sorge und Anteilnahme äußern sich auch so.
Bei Atemnot, gerade in der Nacht, denke ich an Astma - leide selber daran. Ohne feststellbare Allergie übrigens...
Kommt außer Gastroentorologe und Kardiologe noch ein auf Asthma spezialisierter Facharzt dazu. Im Ernst: Manche Ärzte denken nicht an so was.
Und gute Besserung Euch beiden...

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Zitat (Herbstzeitlos, 13.10.2010)
Ich dachte immer, die Lunge sei so abgeschottet, dass keine Körperflüssigkeiten dort hingelangen können.


Hallo Herbstzeitlose,
... bingo,... denn nur bei Bewusstlosen, wo der Luftröhren-Verschlussreflex außer Kraft gesetzt ist, kann Magensaft in die Lunge geraten, was leider wegen des dann eintretenden Lungenschocks tötlich ausgeht (deswegen Seitenlagerung bei Nichtmehransprechbaren ).
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