Die Frau vom C. Point Charlie... Wer hat es verfolgt?


Wer hat gestern und heute die Sendung mit Veronika Ferres unter dem obrigen Titel gesehen, und das darauffolgende Orginal?

Ich finde, das der Regiseur sehr gute Arbeit geleistet hat, aber es sehr abwandeld darstellte, was im Interviv der Orginal Familie zu sehen war...


Ich hab´s nicht geschaut. Hab nur die Vorschau gesehen. Da ich am Samstag sowieso nicht da war, hat sich Film für mich erledigt. Ich hasse es 2. Teile zu schauen, wenn man den 1. nicht gesehen hat.

Vom Schicksal der "echten" habe ich gelesen. Wenn es wirklich so war finde ich das beeindruckend. Da sieht man mal, was 1 Mensch im Stande ist zu bewegen...


Meine Arbeitkollegin hatte zur DDR-Zeiten einen Ausreiseantrag gestellt. Ich bin mir sicher sie hat mir nicht alles erzählt, aber vielles was sie erzählt hat, war schrecklich.
Sie hat zwei Jahren nur auf Kisten gelebt, weil sie nie wusste wann sie (Ihr Mann und ihre Kinder)gehen darf, zwischendurch unglaubliche Verhöre und permanente Angst ihre Kinder zu verlieren.
Sie wusste, daß sie nie mehr ihre Familie sehen würde, das hat sie alles für die Freiheit in kauf genommen.
Sie hatte bei ihren Erzählungen auch ziemlich mit sich gekämpft.

Ich selbst habe wenige Kilometer vom "Zaun" gewohnt. Bei uns hörte einfach Westdeutschland auf. Dahinter ist nichts gewesen. Das war so.
Aber wir haben mit einer Angst vor den Russen gelebt. Wehe wir Kinder sind beim Spielen zu den weiß-blauen Pflog gelaufen (Grenzlinie) dann hat einen satz heiße Ohren gegeben.
Wir Kinder haben gespielt, gegenüber auf der anderen Zaunseite kamen die Ostsoldaten, hielten ihre Gewehre auf anschlag. Wir haben dann unter den Augen der Amis gespielt, die ebenfalls kaugummikauend mit Gewehranschlag dastanden.

Wurde bei uns ein Feld bearbeitet, mußte man den Bundesgrenzschutz anrufen, Polizei und die Amis kamen dazu, auf der anderen Seite fuhren die Ossi ihr ganzes Hab und Gut auf.

Das war meine Kindheit auf der Westseite.

Ich bin überzeug, der Film ist in keinster weise übertrieben.

Von meinem Vater gibt es eine Akte, warum keine Ahnung, er ist Wessi und hat nichts gemacht. (inklusive Fotos)

Mich hat der Film sehr bewegt, ich bewundere diese Frau. Sie hat unglaubliches gewagt und "gewonnen"!

Bearbeitet von AnCathara am 02.10.2007 09:46:31


Ich habe den 2-teiler auch gesehen. Am Sonntag noch nachdem Film bei Anne Will die "echte" Mutter mit ihren Töchtern.
Wenn ich ehrlich bin dachte ich das in der DDR "nur" bespitzelt wurde und es keine Bananen gab, mehr "wusste" ich bis zu dem Zeitpunkt nicht.Ich war damals auch noch zu jung um das zu hinterfragen.

Ich war und bin immer noch erschüttert über diese Geschichte , und das war ja kein Einzelfall.

Was ich dann gar nicht wusste , ist , das West-Deutschland von alledem gewusst hat und nur für den "innerdeutschen" Frieden nix gesagt hat. Und das auch noch in den 80igern, dachte da war man schon "weiter".
Kaum vorzustellen das man neben einem Land wohnte in dem es so zuging - in der damaligen , doch schon (angeblich)modernen Welt.

Hätte der Westen ,geschlossen, da nicht früher etwas unternehmen können??


Ich hab den Film auch geschaut, hatte seit letzter Woche die Teile in der Bild verfolgt.

Dieser Film war super Klasse gemacht. Vielleicht regt er auch die Menschen wieder zum Nachdenken an, die sich die Mauer wieder wünschen. Anscheinend ist bei denen das Schlimme, was damals passierte komplett ausgelöscht.

Ich hatte letztes Jahr meine Staasiakte beantragt, alle lachten mich aus und meinten :"Existiert doch keine, warst doch erst 14 als die Mauer fiel!"

Pustekuchen, meine Akte legten die an, als ich 12 Jahre alt war!

Soviel zum Thema Honecker und Konsorten!


Zitat (Blondie @ 02.10.2007 10:14:51)



Pustekuchen, meine Akte legten die an, als ich 12 Jahre alt war!

Boah ist ja der Hammer!
Mensch da ist man doch noch ein Kind!
Da wird man schon sooooo bespitzelt und was man dann in dem Alter gesagt hatte, wurde später gegen einen verwendet!
Unglaublich!

Zitat (AnCathara @ 02.10.2007 10:18:32)
Zitat (Blondie @ 02.10.2007 10:14:51)



Pustekuchen, meine Akte legten die an, als ich 12 Jahre alt war!

Boah ist ja der Hammer!
Mensch da ist man doch noch ein Kind!
Da wird man schon sooooo bespitzelt und was man dann in dem Alter gesagt hatte, wurde später gegen einen verwendet!
Unglaublich!

Nein da fangen die ersten politischen Gespräche in der Schule an, wie linientreu man ist und ob man für eine spätere Karriere nutzbar ist.

Den Film habe ich nicht gesehen, ich mag die Ferres nicht.

Als ich in die 1.Klasse kam, waren zu meiner Einschulung auch meine beiden Onkel aus Hamburg zu Besuch. Wie es damals halt so war, war das beste was sie mitbrachten Schokolade.

Ich nehme an meinem 1. Schultag einen Riegel Mars mit in die Schule, der wurde mir sofort von der Lehrerin weggenommen und meine Eltern zum Direx zitiert.

Füller von Pelikan wurde ebenfalls einkassiert, eigentlich alles was von drüben kam.

Das ist nur ein Beispiel, ich könnte noch mehr bringen, aber dann bin ich gleich wieder auf 180.


Den Film konnte ich nicht sehn, leider, aber mehrere Interwiews mit der Family und einiges an Drumherum.

Ich glaub schon, daß das alles so war und in vielen andern Fällen ähnlich. Nur ein Beispiel, ne Kleinigkeit, eine Frau durfte nach langem Hinundher ausreisenn zu
ihrem westdeutschen Verlobten. Aus dem Grund durfte ihr Bruder nicht mehr studieren...
Die Gallus-Mädchen haben gesagt, sie hätten bisher alles verdrängt, wollten jetzt erst ihre Stasi-Akte sehn, vielleicht geht es vielen Anderen genauso...

Tatsache ist aber, daß viele von den alten Stasi-Leuten noch leben und heute
fröhlich rumlaufen und tun, als ob nie was gewesen wär.

Fällt mir immer noch n bißchen schwer, das zu verstehn....


Ich habe bisher nur die Sendung danach gesehen, in der die Familie von ihren Erlebnissen berichtet hat. Der Film ist aufgenommen.

Mich hat das Verhalten der DDR und seiner "Organe" kein bisschen erstaunt.

Ich bin direkt an der Grenze im Westen groß geworden und hatte Verwandschaft in der DDR. Zu ihnen haben wir immer Kontakt gehalten, als kleines Kind bin ich mit meiner Oma zu Besuch "rüber" gefahren. W. Ulbricht wurde leise in der Familie nur der Spitzbart genannt und mir eingebläut, dass ich das Wort ja nicht auf der Straße sage. Später war ein angeheirateter Verwandter bei der Bahnpolizei! und damit war für diesen Teil der Familie Westkontakt verboten. So habe ich einiges mitbekommen, was dort sehr merkwürdig lief und dazu noch die Detonationen an der Grenze, da wusste man nie, ob ein Reh auf das Minenfeld gelaufen war oder ein misslungener Fluchtversuch stattgefunden hatte.

Mich hat die Frau sehr beeindruckt. So gradlinig, egal was für Konsequenzen drohten. Sie hat ihre Überzeugungen gelebt und nun kann sie darüber ohne Hass berichten. Wer von uns hätte diese menschliche Größe?

Ich bin gespannt, wie dieses Schicksal im Film umgesetzt wird und froh, dass ich es in dieser Reihenfolge erleben werde.


Zitat (Sunday @ 02.10.2007 10:49:52)
Tatsache ist aber, daß viele von den alten Stasi-Leuten noch leben und heute
fröhlich rumlaufen und tun, als ob nie was gewesen wär.

Soviel dazu

EX-Stasi sponsert Einheitsfeier

Zitat (AnCathara @ 02.10.2007 10:53:05)


EX-Stasi sponsert Einheitsfeier

kann den Link nicht öffnen!

Ex-Stasi sponsert Einheitsfeier

2.Versuch



Bei mir läßt sich der Link öffnene :hmm: hmmm
ist ne Nachricht aus AOL-Nachrichten

Bearbeitet von AnCathara am 02.10.2007 11:04:36

Zitat (Don Promillo @ 02.10.2007 00:35:49)
Ich hab´s nicht geschaut. Hab nur die Vorschau gesehen. Da ich am Samstag sowieso nicht da war, hat sich Film für mich erledigt. Ich hasse es 2. Teile zu schauen, wenn man den 1. nicht gesehen hat.

Vom Schicksal der "echten" habe ich gelesen. Wenn es wirklich so war finde ich das beeindruckend. Da sieht man mal, was 1 Mensch im Stande ist zu bewegen...

hättest alles am freitag auf ARTE alles an einem stück sehen können
habe ich auch nicht verstanden .das erste programm macht so en wirbel drum
und auf arte kommt es vorher.

Zitat (AnCathara @ 02.10.2007 11:03:51)
Ex-Stasi sponsert Einheitsfeier

2.Versuch



Bei mir läßt sich der Link öffnene :hmm: hmmm
ist ne Nachricht aus AOL-Nachrichten

Funzt jetzt

@ anChatara, ich habe nie geschrieben, das der Film übertrieben war, woher hast du das denn, im gegenteil....

""du schriebst
Das war meine Kindheit auf der Westseite.

Ich bin überzeug, der Film ist in keinster weise übertrieben.

Von meinem Vater gibt es eine Akte, warum keine Ahnung, er ist Wessi und hat nichts gemacht. (inklusive Fotos)

Mich hat der Film sehr bewegt, ich bewundere diese Frau. Sie hat unglaubliches gewagt und "gewonnen"!

Bearbeitet von AnCathara am 02.10.2007 09:46:31

Ich schrieb,das er sehr abgewandelt, vom Orginal war!
Und ich finde es als allerhöchste Leistung, der Schauspielerin V. Ferres, so eine Rolle, so eindringlich und unglaublich sich in das damalige Geschehen reinversetzt, zu spielen!
Ich war nach diesen 2 Teilen richtig geschafft, es ging mir sehr, sehr nah!


@ eva :malpieksen:
ich hab dich nicht kritisiert, sonder mein Empfinden zu diesen Film geschrieben.
Es ist korrekt du hast nirgends geschreiben, daß der Film übertrieben sei. Es war meine Feststellung und Überzeugung das es nicht übertrieben ist!

Es war meine Kindheit auf Westseite, ich bin mittlerweile Erwachsen und habe selbst Kinder!
Und war schon komisch mit den Wissen der Waffen aufm Weg oder Acker zu spielen.
Es war auch komisch als im Ort eine Wohnung ausgehoben worden war, die von jemanden (vermutlich der Stasi) angemietet war. Dort befanden sich Perücken, farbige Kontaktlinsen, Kleidung und diverse technische Geräte, Notizen über Personen usw.
Nach der Wende hat man unweit von uns eine Schleuse gefunden, bei der Personen unbemerkt wechseln konnte (gut versteckelt).

Ich schrieb,das er sehr abgewandelt, vom Orginal war!
Und ich finde es als allerhöchste Leistung, der Schauspielerin V. Ferres, so eine Rolle, so eindringlich und unglaublich sich in das damalige Geschehen reinversetzt, zu spielen!
Ich war nach diesen 2 Teilen richtig geschafft, es ging mir sehr, sehr nah!

Mir ging es genauso!

Ich habe nicht in der DDR gelebt, bin aber auf einer anderen Art und Weise in Berührung gekommen, die für ein Kind schon komisch war.


:blumen:


Ich glaube jedes Flucht-Schicksal kann man als Westdeutscher gar nicht nachvollziehen, solche Ängste...und die Kinder wurden einem wirklich sofort
weggenommen.

Mein Freund ist mit 13 Jahren (DDR) im Wald mit einem Freund unterwegs gewesen und war nah am Sperrgebiet. Unwissend
in dem Alter gingen sie durch ein "Loch" im Wald.
Das "LOCH" war ein Grenzübergang im Wald, der just in diesem Moment vom
Wachpersonal verlassen war.
Ich mein ich kenn es nur von Erzählungen her, aber er hatt heut noch Tränen in den Augen wenn er erzählt was dann passiert war...
Sie kamen, warfen die Jungs auf einen Pritschenwagen und verhörten Sie viele Stundenlang. und und... ich glaube alles kann er nicht erzählen, das sitzt tief.
Ende vom Lied, die Stasi war bis zur Wende an der ganzen Familie dran,
hab die Akten gelesen. Das ist echt Hammerhart ! :huh:


Ich kenne jemand, der am Heiligabend, in Pantoffeln unterm Baum saß, es Klingelte gegen 16 Uhr, der Mann war weg, in Haussocken, ohne Jacke, mit der Aussage zu seiner Familie,es stehe unten jemand an der Türe, er käme gleich wieder hoch!

Nach 3 Tagen kam es frisch rasiert, gut riechend, aber mit den gleichen Klamotten, Hausschlappen etc. wieder, auf Fragen der Familie, keine Antwort.
Bis die Wende kam, dann wars klar!!

Da könnte ich noch viel erzählen, selbst zu nem neuen Drehbuch könnte ich den Regiseur verhelfen.... :angry: :angry: :kotz:


Zitat (eva1 @ 02.10.2007 13:39:42)
Ich kenne jemand, der am Heiligabend, in Pantoffeln unterm Baum saß, es Klingelte gegen 16 Uhr, der Mann war weg, in Haussocken, ohne Jacke, mit der Aussage zu seiner Familie,es stehe unten jemand an der Türe, er käme gleich wieder hoch!

Nach 3 Tagen kam es frisch rasiert, gut riechend, aber mit den gleichen Klamotten, Hausschlappen etc. wieder, auf Fragen der Familie, keine Antwort.
Bis die Wende kam, dann wars klar!!

Da könnte ich noch viel erzählen, selbst zu nem neuen Drehbuch könnte ich den Regiseur verhelfen.... :angry: :angry: :kotz:

klingt nach spontanen Wellness Urlaub.

Schon ok An Cathra



Eselmama


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@ eva
ich hab dich nicht kritisiert, sonder mein Empfinden zu diesen Film geschrieben.
Es ist korrekt du hast nirgends geschreiben, daß der Film übertrieben sei. Es war meine Feststellung und Überzeugung das es nicht übertrieben ist!

:blumen:


Zitat (eva1 @ 02.10.2007 13:39:42)
Ich kenne jemand, der am Heiligabend, in Pantoffeln unterm Baum saß, es Klingelte gegen 16 Uhr, der Mann war weg, in Haussocken, ohne Jacke, mit der Aussage zu seiner Familie,es stehe unten jemand an der Türe, er käme gleich wieder hoch!

Nach 3 Tagen kam es frisch rasiert, gut riechend, aber mit den gleichen Klamotten, Hausschlappen etc. wieder, auf Fragen der Familie, keine Antwort.
Bis die Wende kam, dann wars klar!!

So einen ähnlichen Fall kenne ich auch, da war der Familienvater plötzlich für 4 Tage verschwunden und keiner wusste was los war.

Das Mädchen ging bei mir in die Klasse und hat nur geweint, dann erzählte sie mir dass ihr Vater verschwunden ist und der Betrieb keine Auskunft geben durfte.

Mein Vater , der ebenfalls mit dem Mann zusammen gearbeitet hat, erzählte meiner Mutter, dass 3 Männer geschniegelt und gebügelt kamen und ihn mitgenommen hätten.

Als der Mann nach 4 Tagen wieder kam, sprach er mit niemanden mehr, auch nicht mit Frau und Kindern. Er war ein gebrochener Mann, innerhalb von ein paar Tagen um Jahre gealtert.

Dann ist er mit seiner Familie verschwunden und keiner hat jemals etwas von ihnen gehört!

Der, von dem ich erzählte, war ein Oberstasi, unweit, ca. 20 min. Autofahrt, im einem Wald, gab es einen Unterirdischen Tunnel, wo sie binnen ner halben Std. im westlichen Teil, waren, und selbstverständlich hat da "unten" auch ne andere Garderobe gewartet! usw. usf....

Auch ist eine Familie, wie hier auch schon geschrieben, bei Nacht und Nebel aus seiner Wohnuhg, in einem 6er Wohnhaus, (also man kann alles hören, ist ja kein Hochhaus), mit der kompletten Wohneinrichtung weg gewesen! Normalerweise müsste man ja das abmontieren der Möbel, bzw. das hin u. her im Treppenhaus mitbekommen, dem war aber nicht so, am anderen Morgen alles weg, noch nicht mal die Vorhänge waren dran! Die Stasi hat den BND sicherlich in den Sack gesteckt, nachdem was da abging....


Dieser Film ist echt sehenswert.
Er gibt Anlass zum Nachdenken.
Wichtig für mich war auch, die original Personen zu sehen und hören.
Die Stasiakten sollten ruhig noch ein paar Jahrzehnte geöffnet bleiben.
Viele Leute brauchen einfach die Zeit um sie sich anzuschauen.
Ich werde meine nicht beantragen, da ich viel zu sehr Angst habe, Leute, die mir sehr lieb sind dort namentlich zu finden.
Was hätte ich davon, wenn ich es wüste?
Diese Zeit ist gelebt und jetzt lebe ich im heute und für morgen.

Hab die Filme nicht gesehen, kenn aber den Hintergrund, Hut ab vor der Frau. :daumenhoch:

Und genau darum könnte ich sowas von kotzen, wenn ich diese bekloppten Shows in der Glotze gesehen hab, wo alles total verharmlost worden ist und irgendwelche Promis erzählen wie lange man auf die Karre gewartet hat, dass es keine Bananen gab, dass die Miete so billig war und und und.
Kein Wort davon dass den Leuten die Kids weggenommen worden sind, wenn die was gegen den Staat gesagt haben oder zumindest damit gedroht wurde, dass Familienmitglieder leiden mussten, wenn jemand was angestellt hat, dass Leute erschossen worden sind, weil die fliehen wollten.
Ist eine Sache wenn man bestimmte Dinge vermisst oder irgendwelche Einrichtungen cool gefunden hat, da sag ich nix gegen, aber das wertet keine Regierung auf, die ihre "aufsässigen" Bürger tötet, mehr oder weniger heimlich von anderen überwachen lässt (und mit den gewonnen Infos auch was anfängt) und Leute bestraft für Taten von anderen und so getan wird, als wären das bloß "unangenehme Nebenerscheinungen und ungeliebte Pflicht des Staates für die Sicherheit aller" gewesen.
Ich würd gerne wissen wieviele Kids aus ihren Familien gerissen worden sind und zu "linientreuen" Pflegeeltern gegeben bzw. in Heime gesteckt worden sind, weil die Eltern so "gefährliche" Wörter wie Freiheit, Meinungsfreiheit in den Mund genommen haben und sich gegen die Diktatur aufgeleht haben. :labern: :labern: :labern: Und noch mehr kotzt es mich an, wenn behauptet wird "alles Propaganda vom Westen, stimmt so alles gar nicht, für alles gabs nen guten Grund". :kotz:


Ich fand diesen Film besonders wertvoll, da einige Engstirnige Leute mit vorurteilen Menschen aus dem Ostteil Deutschlands, hoffentlich wachgerüttelt wurden, und nicht immer die Menschen, als Mitglieder 2. Klasse sehen! Ich habe Hochachtung, vor den Menschen, die gekämpft, bespitzelt, und thyrannisiert worden, und dies durchhielten!!! :gestatten:


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 02.10.2007 15:04:38)

Und genau darum könnte ich sowas von kotzen, wenn ich diese bekloppten Shows in der Glotze gesehen hab, wo alles total verharmlost worden ist und irgendwelche Promis erzählen wie lange man auf die Karre gewartet hat, dass es keine Bananen gab, dass die Miete so billig war und und und.
Kein Wort davon dass den Leuten die Kids weggenommen worden sind, wenn die was gegen den Staat gesagt haben oder zumindest damit gedroht wurde, dass Familienmitglieder leiden mussten, wenn jemand was angestellt hat, dass Leute erschossen worden sind, weil die fliehen wollten.
Ist eine Sache wenn man bestimmte Dinge vermisst oder irgendwelche Einrichtungen cool gefunden hat, da sag ich nix gegen, aber das wertet keine Regierung auf, die ihre "aufsässigen" Bürger tötet, mehr oder weniger heimlich von anderen überwachen lässt (und mit den gewonnen Infos auch was anfängt) und Leute bestraft für Taten von anderen und so getan wird, als wären das bloß "unangenehme Nebenerscheinungen und ungeliebte Pflicht des Staates für die Sicherheit aller" gewesen.
Ich würd gerne wissen wieviele Kids aus ihren Familien gerissen worden sind und zu "linientreuen" Pflegeeltern gegeben bzw. in Heime gesteckt worden sind, weil die Eltern so "gefährliche" Wörter wie Freiheit, Meinungsfreiheit in den Mund genommen haben und sich gegen die Diktatur aufgeleht haben. :labern: :labern: :labern: Und noch mehr kotzt es mich an, wenn behauptet wird "alles Propaganda vom Westen, stimmt so alles gar nicht, für alles gabs nen guten Grund". :kotz:

Das ist das Problem, von den wirklichen Dingen , die da passiert sind , wissen nur sehr wenige!

Meine Eltern haben sich über so mancherlei Dinge nur unterhalten, wenn ich im Bett lag und sie dachten ich schlafe.

Manches Mal hab' ich gelauscht und konnte damals vieles nicht verstehen.

Erst als ich 14 / 15 war konnte ich so manche Gespräche verstehen!

Jetzt weiß ich auch, warum meine Eltern immer soviel Angst um mich hatten und mir eintrichterten, meine Meinung nur zu Hause zu äußern.

Ich glaube wäre die Mauer damals nicht gefallen, mich hätten die früher oder später auch einkassiert.

Zitat (Blondie @ 02.10.2007 15:55:33)
Zitat (Kalle mit der Kelle @ 02.10.2007 15:04:38)

Und genau darum könnte ich sowas von kotzen, wenn ich diese bekloppten Shows in der Glotze gesehen hab, wo alles total verharmlost worden ist und irgendwelche Promis erzählen wie lange man auf die Karre gewartet hat, dass es keine Bananen gab, dass die Miete so billig war und und und.
Kein Wort davon dass den Leuten die Kids weggenommen worden sind, wenn die was gegen den Staat gesagt haben oder zumindest damit gedroht wurde, dass Familienmitglieder leiden mussten, wenn jemand was angestellt hat, dass Leute erschossen worden sind, weil die fliehen wollten.
Ist eine Sache wenn man bestimmte Dinge vermisst oder irgendwelche Einrichtungen cool gefunden hat, da sag ich nix gegen, aber das wertet keine Regierung auf, die ihre "aufsässigen" Bürger tötet, mehr oder weniger heimlich von anderen überwachen lässt (und mit den gewonnen Infos auch was anfängt) und Leute bestraft für Taten von anderen und so getan wird, als wären das bloß "unangenehme Nebenerscheinungen und ungeliebte Pflicht des Staates für die Sicherheit aller" gewesen.
Ich würd gerne wissen wieviele Kids aus ihren Familien gerissen worden sind und zu "linientreuen" Pflegeeltern gegeben bzw. in Heime gesteckt worden sind, weil die Eltern so "gefährliche" Wörter wie Freiheit, Meinungsfreiheit in den Mund genommen haben und sich gegen die Diktatur aufgeleht haben.  :labern:  :labern:  :labern: Und noch mehr kotzt es mich an, wenn behauptet wird "alles Propaganda vom Westen, stimmt so alles gar nicht, für alles gabs nen guten Grund".  :kotz:

Das ist das Problem, von den wirklichen Dingen , die da passiert sind , wissen nur sehr wenige!

Meine Eltern haben sich über so mancherlei Dinge nur unterhalten, wenn ich im Bett lag und sie dachten ich schlafe.

Manches Mal hab' ich gelauscht und konnte damals vieles nicht verstehen.

Erst als ich 14 / 15 war konnte ich so manche Gespräche verstehen!

Jetzt weiß ich auch, warum meine Eltern immer soviel Angst um mich hatten und mir eintrichterten, meine Meinung nur zu Hause zu äußern.

Ich glaube wäre die Mauer damals nicht gefallen, mich hätten die früher oder später auch einkassiert.

So schlimm wie in dem Film dargestellt wars aber auch nicht generell.
Meine Tante ist offiziell ausgereist, mit Antrag auf Familienzusammenführung. Mein Onkel war zwei Jahre vorher geflüchtet. Der Antrag hat ein halbes Jahr gedauert, es gab einen Besuch von zwei Stasileuten, aber war wohl nicht weiter schlimm, war mehr so ein Überredungsversuch zu bleiben, sogar mein Onkel hätte wieder einreisen können. Das meine Cousine nicht mit dürfte, war nie ein Thema, ihre Ausreise als Kind wurde mit bewilligt.
Tatsächlich gabs solche Aktionen aber das war wohl auch sehr selten, diverse Behörden haben die Akten ausgewertet und wenn es noch mehr Eltern gäbe die ihre Kinder so verloren haben, wundert mich warum die sich nicht gemeldet haben. Ich will die Stasi keinesfalls verharmlosen, aber die Westmärchen sind dann doch zu erfunden. Der BND ist mit mit Demokratiegegnern auch nicht händchenhaltend umgegangen, denken wir an RAF Genossen oder an die Linken.

Die Geschichten von der Eva halte ich für das typische "habe ich gehört aber nicht gesehen" Gelabber. Der BND muss ja mehr als dumm gewesen sein, wenn es Tunnel gab durch die die Stasi marschierte um den Westen zu buchstäblich zu unterwandern. Vielleicht sollte man sich mal die Bücher von Markus Wolf zu Gemüte führen.

Zitat (alter Falter @ 02.10.2007 16:21:03)
Der BND ist mit mit Demokratiegegnern auch nicht händchenhaltend umgegangen, denken wir an RAF Genossen oder an die Linken.


Sorry, die RAF war ein Haufen von heimtückischen Mördern. Das ist nicht in die Runde geworfen, sondern fundiert erworbenes Geschichtswissen. Als ich noch kein Hintergrundwissen diesbezüglich hatte, habe ich so manches mal einen Witz gerissen. Seitdem ich die Geschichte der RAF halbwegs kenne, ist mir jeder Scherz vergangen.

Zitat (alter Falter @ 02.10.2007 16:21:03)

So schlimm wie in dem Film dargestellt wars aber auch nicht generell.
Meine Tante ist offiziell ausgereist, mit Antrag auf Familienzusammenführung. Mein Onkel war zwei Jahre vorher geflüchtet. Der Antrag hat ein halbes Jahr gedauert, es gab einen Besuch von zwei Stasileuten, aber war wohl nicht weiter schlimm, war mehr so ein Überredungsversuch zu bleiben, sogar mein Onkel hätte wieder einreisen können. Das meine Cousine nicht mit dürfte, war nie ein Thema, ihre Ausreise als Kind wurde mit bewilligt.
Tatsächlich gabs solche Aktionen aber das war wohl auch sehr selten, diverse Behörden haben die Akten ausgewertet und wenn es noch mehr Eltern gäbe die ihre Kinder so verloren haben, wundert mich warum die sich nicht gemeldet haben. Ich will die Stasi keinesfalls verharmlosen, aber die Westmärchen sind dann doch zu erfunden. Der BND ist mit mit Demokratiegegnern auch nicht händchenhaltend umgegangen, denken wir an RAF Genossen oder an die Linken.

Die Geschichten von der Eva halte ich für das typische "habe ich gehört aber nicht gesehen" Gelabber. Der BND muss ja mehr als dumm gewesen sein, wenn es Tunnel gab durch die die Stasi marschierte um den Westen zu buchstäblich zu unterwandern. Vielleicht sollte man sich mal die Bücher von Markus Wolf zu Gemüte führen.

Wär ich mir nicht so sicher.

Ab heute gibt's in der Bild eine Serie, wo Betroffene ihr Schicksal schildern!

Einzelfälle waren es garantiert nicht nur.

Die meisten hatten nur Angst zu reden!

Zitat (Aquatouch @ 02.10.2007 16:28:46)
Zitat (alter Falter @ 02.10.2007 16:21:03)
Der BND ist mit mit Demokratiegegnern auch nicht händchenhaltend umgegangen, denken wir an RAF Genossen oder an die Linken.


Sorry, die RAF war ein Haufen von heimtückischen Mördern. Das ist nicht in die Runde geworfen, sondern fundiert erworbenes Geschichtswissen. Als ich noch kein Hintergrundwissen diesbezüglich hatte, habe ich so manches mal einen Witz gerissen. Seitdem ich die Geschichte der RAF halbwegs kenne, ist mir jeder Scherz vergangen.

Die RAF galt genauso als Gegner der BRD wie die DDR ihre Gegner hatte, das waren nunmal Regimegegner. Hier geht es auch nur um den Umgang mit diesen, nicht was sie getan haben.
Genauso wurde aber auch mit Migliedern der KPD umgegangen nachdem diese verboten wurde, ebenso Mitglieder anderer linker Gruppierungen, denken wir da mal in Richtung 68 und Stichwort Hausbesetzerszene in Berlin und Hamburg.

Zitat (Blondie @ 02.10.2007 16:30:20)
Zitat (alter Falter @ 02.10.2007 16:21:03)

So schlimm wie in dem Film dargestellt wars aber auch nicht generell.
Meine Tante ist offiziell ausgereist, mit Antrag auf Familienzusammenführung. Mein Onkel war zwei Jahre vorher geflüchtet. Der Antrag hat ein halbes Jahr gedauert, es gab einen Besuch von zwei Stasileuten, aber war wohl nicht weiter schlimm, war mehr so ein Überredungsversuch zu bleiben, sogar mein Onkel hätte wieder einreisen können. Das meine Cousine nicht mit dürfte, war nie ein Thema, ihre Ausreise als Kind wurde mit bewilligt.
Tatsächlich gabs solche Aktionen aber das war wohl auch sehr selten, diverse Behörden haben die Akten ausgewertet und wenn es noch mehr Eltern gäbe die ihre Kinder so verloren haben, wundert mich warum die sich nicht gemeldet haben. Ich will die Stasi keinesfalls verharmlosen, aber die Westmärchen sind dann doch zu erfunden. Der BND ist mit mit Demokratiegegnern auch nicht händchenhaltend umgegangen, denken wir an RAF Genossen oder an die Linken.

Die Geschichten von der Eva halte ich für das typische "habe ich gehört aber nicht gesehen" Gelabber. Der BND muss ja mehr als dumm gewesen sein, wenn es Tunnel gab durch die die Stasi marschierte um den Westen zu buchstäblich zu unterwandern. Vielleicht sollte man sich mal die Bücher von Markus Wolf zu Gemüte führen.

Wär ich mir nicht so sicher.

Ab heute gibt's in der Bild eine Serie, wo Betroffene ihr Schicksal schildern!

Einzelfälle waren es garantiert nicht nur.

Die meisten hatten nur Angst zu reden!

Die Mauer ist vor 18 Jahren gefallen und so lange hatten die Leute Angst oder hat Bild so lange für seine Recherchen gebraucht? Abgesehen davon, BILD. Inhaltsmässig genauso echt wie die Brüste vom Seite Eins Girl.

Bearbeitet von alter Falter am 02.10.2007 16:39:12

Deine Aussage:---Die Geschichten von der Eva halte ich für das typische "habe ich gehört aber nicht gesehen" Gelabber. Der BND muss ja mehr als dumm gewesen sein, wenn es Tunnel gab durch die die Stasi marschierte um den Westen zu buchstäblich zu unterwandern. Vielleicht sollte man sich mal die Bücher von Markus Wolf zu Gemüte führen. ----Soll ich dir, alter Falter dafür ins Gesicht springen???!!!
Ich werde DIR nicht sagen, woher ich dies weiß, aber es sind Tatsachen, und keine Ammenmärchen, also halte dich mit solchen Aussagen zurück, die DU nicht weißt, aber ein anderer. Punkt.!


Falls es dir entgangen sein sollte, der BND hat unter Umständen auch mit der Stasi zusammengearbeitet! :stop:


Hallo AnCathara


ich bin die Gayiatomama und heute über diese Seite gestolpert auf der Suche nach einer Info.
Und als ich so suchte hab ich in Bezug dessen Dein Bericht zu dem Film mit der Ferres gelesen.
Nicht nur ich, auch meine Schwester sind schon seit ner Weile an unseren Akten interessiert und Du hast geschrieben das von Deinem Vater auch eine existiert.

Meine Frage wär erstmal ob Dein Vater diese angefordert hatte und wenn ja würde uns interessieren an wen wir uns wenden müßten um unsere zu erhalten.
Also wo hat sich Deine Vater hingewandt um seine Akte zu bekommen.

Es würde mich freuen wenn Du mir unter folgender Emailadresse antworten würdest. s.wohner972@gmx.de

Für Deine antwort danke ich Dich jetzt schon recht herzlich und verbleibe mit freundlichen Grüßen :rolleyes:


Sicher hat es diese schlimmen Sachen bei uns gegeben. Auch Sachen die ich mir garnicht vorstellen will.
Der Cousin meines Schwagers hatte auch einen Ausreiseantrag gestellt, er saß auf gepackten Koffern. Die Familie hat auch viel gelitten. Es stimmt auch das wir keine Westsachen in der Schule haben durften.
Was den Film betrifft, ich habe leider nur den Rest gesehen. Er war sehr bewegend. Es gab auch einmal eine Doku , manche Sachen nachgespielt, über einen DDR-Fußballspieler. Leider weiß ich seinen Namen nicht mehr. Er ist nach einem Spiel im Ausland in den Westen abgehauen. Seine Familie hat auch die Hölle durchgemacht. Der Fußballspieler ist unter misteriösen Umständen ums Leben gekommen(Autounfall) Das war auch die Stasi.
Aber im normalen Leben hat sich erst die Partei ins Privatleben eingemischt. Jeder zweite war ja in der SED(ich nie) Kluge Leute wußten aber wie sie Großen Konfrontationen aus dem Weg gehen konnten , oder sich durchmogeln ohne Aufzufallen.
Wir wohnen im Harzvorland- Nähe Brocken. Aus der LPG wurde eines Nachts(unbemerkt, was bis heute keiner versteht)ein K700 (sehr große Landmaschine) geklaut. Damit sind die Diebe erfolgreich nach dem Westen abgehauen-Respeckt-zumal der K700 sehr laut ist. Da sieht man die Leute waren erfinderisch.
Ich muß aber auch betonen es sind schlimme Einzelschicksale. Nicht jeder von uns hat was Schlimmes erlebt. Gemeckert hab ich auch über viele Sachen, aber ich wär nie auf die Idee gekommen meine Heimat zu verlassen. So schlecht ging es mir nicht.


Zitat (eva1 @ 02.10.2007 14:42:03)
Der, von dem ich erzählte, war ein Oberstasi, unweit, ca. 20 min. Autofahrt, im einem Wald, gab es einen Unterirdischen Tunnel, wo sie binnen ner halben Std. im westlichen Teil, waren, und selbstverständlich hat da "unten" auch ne andere Garderobe gewartet! usw. usf....

Auch ist eine Familie, wie hier auch schon geschrieben, bei Nacht und Nebel aus seiner Wohnuhg, in einem 6er Wohnhaus, (also man kann alles hören, ist ja kein Hochhaus), mit der kompletten Wohneinrichtung weg gewesen! Normalerweise müsste man ja das abmontieren der Möbel, bzw. das hin u. her im Treppenhaus mitbekommen, dem war aber nicht so, am anderen Morgen alles weg, noch nicht mal die Vorhänge waren dran! Die Stasi hat den BND sicherlich in den Sack gesteckt, nachdem was da abging....

:blink: :blink: :blink:
Die Stasi hat wann den BND in den Sack gesteckt und warum? Und was hat das mit der verschwundenen Familie und den Möbeln zu tun?

Und der Tunnel, in dem man innerhalb einer halben Stunde von Ost nach West kam, wo ist der heute?

Und wieso kam der eine, frisch geduscht und rasiert, zu seiner Familie zurück?
Der Alte Falter hat recht, das hört sich wirklich nach spontanem Wellnessurlaub an.

Eine etwas ratlose

Heiabutzi

Zitat (alter Falter @ 02.10.2007 16:34:25)
Zitat (Aquatouch @ 02.10.2007 16:28:46)
Zitat (alter Falter @ 02.10.2007 16:21:03)
Der BND ist mit mit Demokratiegegnern auch nicht händchenhaltend umgegangen, denken wir an RAF Genossen oder an die Linken.


Sorry, die RAF war ein Haufen von heimtückischen Mördern. Das ist nicht in die Runde geworfen, sondern fundiert erworbenes Geschichtswissen. Als ich noch kein Hintergrundwissen diesbezüglich hatte, habe ich so manches mal einen Witz gerissen. Seitdem ich die Geschichte der RAF halbwegs kenne, ist mir jeder Scherz vergangen.

Die RAF galt genauso als Gegner der BRD wie die DDR ihre Gegner hatte, das waren nunmal Regimegegner. Hier geht es auch nur um den Umgang mit diesen, nicht was sie getan haben.
Genauso wurde aber auch mit Migliedern der KPD umgegangen nachdem diese verboten wurde, ebenso Mitglieder anderer linker Gruppierungen, denken wir da mal in Richtung 68 und Stichwort Hausbesetzerszene in Berlin und Hamburg.

Alter Vater...Mitglieder der RAF auch noch "Genossen" nennen... :rolleyes:
Du redest über den Umgang der Bundesrepublik mit der RAF,deren Mitglieder entführt und gemordet haben,dann über die KPD,die man nicht grade als Freund der Demokratie bezeichnen konnte und dann über zum grössten Teil gewaltbereite Hausbesetzer,die grossen Spass daran hatten,Pflastersteine auf Polizisten zu werfen......und vergleichst das mit Regimegegnern und bespitzelten Personen in der DDR,die nicht viel wollten...mehr Bürgerrechte und mehr Freiheit...und vielleicht die Ausreise.
Wenn ich das so richtig verstanden habe...sonst verbesser mich bitte...hinkt das gewaltig.Denn ich finde das schon einen gewaltigen Unterschied,was die jeweiligen Menschen tun....und wie der Staat dann reagiert.

Zitat (franziska @ 02.10.2007 11:04:14)
Zitat (Don Promillo @ 02.10.2007 00:35:49)
Ich hab´s nicht geschaut. Hab nur die Vorschau gesehen. Da ich am Samstag sowieso nicht da war, hat sich Film für mich erledigt. Ich hasse es 2. Teile zu schauen, wenn man den 1. nicht gesehen hat.

Vom Schicksal der "echten" habe ich gelesen. Wenn es wirklich so war finde ich das beeindruckend. Da sieht man mal, was 1 Mensch im Stande ist zu bewegen...

hättest alles am freitag auf ARTE alles an einem stück sehen können
habe ich auch nicht verstanden .das erste programm macht so en wirbel drum
und auf arte kommt es vorher.

Ausserdem hat Arte am Sonntag um 14 Uhr beide Teile und die Doku an einem Stück wiederholt.

Ich habe mir nur die Doku und danach die Kritik in der Presse angeschaut.
Nach der positiven Kritik werde ich mir in Ruhe die beiden Teile vom PC über meinen Beamer anschauen, da ich ihn hier aufgenommen habe.

Das ist dann Kinofeeling in Dolby Surround. :D

Labens

Zitat (Undie @ 08.10.2007 05:17:07)
Zitat (alter Falter @ 02.10.2007 16:34:25)
Zitat (Aquatouch @ 02.10.2007 16:28:46)
Zitat (alter Falter @ 02.10.2007 16:21:03)
Der BND ist mit mit Demokratiegegnern auch nicht händchenhaltend umgegangen, denken wir an RAF Genossen oder an die Linken.


Sorry, die RAF war ein Haufen von heimtückischen Mördern. Das ist nicht in die Runde geworfen, sondern fundiert erworbenes Geschichtswissen. Als ich noch kein Hintergrundwissen diesbezüglich hatte, habe ich so manches mal einen Witz gerissen. Seitdem ich die Geschichte der RAF halbwegs kenne, ist mir jeder Scherz vergangen.

Die RAF galt genauso als Gegner der BRD wie die DDR ihre Gegner hatte, das waren nunmal Regimegegner. Hier geht es auch nur um den Umgang mit diesen, nicht was sie getan haben.
Genauso wurde aber auch mit Migliedern der KPD umgegangen nachdem diese verboten wurde, ebenso Mitglieder anderer linker Gruppierungen, denken wir da mal in Richtung 68 und Stichwort Hausbesetzerszene in Berlin und Hamburg.

Alter Vater...Mitglieder der RAF auch noch "Genossen" nennen... :rolleyes:
Du redest über den Umgang der Bundesrepublik mit der RAF,deren Mitglieder entführt und gemordet haben,dann über die KPD,die man nicht grade als Freund der Demokratie bezeichnen konnte und dann über zum grössten Teil gewaltbereite Hausbesetzer,die grossen Spass daran hatten,Pflastersteine auf Polizisten zu werfen......und vergleichst das mit Regimegegnern und bespitzelten Personen in der DDR,die nicht viel wollten...mehr Bürgerrechte und mehr Freiheit...und vielleicht die Ausreise.
Wenn ich das so richtig verstanden habe...sonst verbesser mich bitte...hinkt das gewaltig.Denn ich finde das schon einen gewaltigen Unterschied,was die jeweiligen Menschen tun....und wie der Staat dann reagiert.

Undie ich gebe dir vollkommen recht, es sind sehr unterschiedliche Gruppen mit unterschiedlichen Zielen. Aber sie waren Gegner der Regierung und mit Gegnern der Regierung geht man nun mal so um. Aktuelle Beispiele Myanmar (Burma). Kopenhagen und Bern. Alles unterschiedliche Ziele, alle die selbe Antwort. GEWALT.
Was ich damit sagen will, das Regime der DDR hat nichts anderes gemacht als andere Regierungen, die sich demokratisch schimpfen. Sie haben Gegner bekämpft.

Bearbeitet von alter Falter am 08.10.2007 09:53:13

Zitat (AnCathara @ 02.10.2007 09:43:21)


Ich selbst habe wenige Kilometer vom "Zaun" gewohnt. Bei uns hörte einfach Westdeutschland auf. Dahinter ist nichts gewesen. Das war so.Das war meine Kindheit auf der Westseite.

Ich bin überzeug, der Film ist in keinster weise übertrieben.

Ein Jahr vor dem Mauerfall war ich mit einer Freundin drüben bei Brieffreunden meiner Freundin. Vorher hatte ich niemals Bezüge zur DDR gehabt, war nie drüben gewesen, kannte auch keinen, der drüben Verwandte hatte. Die Berichte im Fernsehen fand ich damals immer tendenziell gefärbt. So schlimm wird es ja wohl auch nicht sein, dachte ich.

Au Mann, allein als ich durch die Grenzanlagen fuhr, bekam ich schon ein beklemmendes Gefühl.
Die Leute, die wir besuchen wollten, wohnten nördlich von Berlin, aber noch Großraum Berlin. Auf der Fahrt dahin fragte ich meine Freundin, was wir machen sollten, wenn wir nun doch nicht erwartet würden. Es konnte ja immer was schief gehen. "Dann fahren wir halt nach Westberlin, gehen ins Hotel und machen uns einen schönen Abend." war ihre Antwort. Wie ein Schlag ist mir da bewußt geworden, dass die DDRler nicht mal eben nach Westberlin konnten.

Wir waren drei Tage drüben. Die Leute, die wir besuchten, waren nett und sympathisch, aber ich fand es trotzdem fast unerträglich. Auf der Rückfahrt auf dem Weg zur Grenze bin ich immer schneller gefahren, obwohl meine Freundin immer geschrieen hat: "Fahr 100. Die lauern überall!" Aber ich konnte machen, was ich wollte, das Auto fuhr "allein" fast immer 120. Ich wollte nur noch raus, so unerträglich fand ich die Enge und den Druck. Um mir zu helfen, damit fertig zu werden, habe ich eine CD von Lucio Dalla gehört und sie so laut dröhnen lassen, dass die halbe DDR mithören konnte.

Das erste, was ich nach der Grenze gesehen hatte, war die amerikanische Flagge. Ich wäre beinah ausgestiegen und hätte sie geküsst.

Was war denn da so unerträglich ? :blink:


Wir haben im Urlaub uns beide Teile des Filmes gemeinsam mit den anderen Urlaubern angeschaut. Es waren Urlauber aus der ehemaligen DDR und aus der BRD da. Wir waren alle ergriffen von dem Film und es kullerte auch manche Träne.

Nochlange haben wir dann zusammengesessen und uns darüber unterhalten. Die "Wessis" konnten nicht so ganz verstehen, dass sowas abgegangen ist und auch die "Ossis" wussten nicht dass es so schlimm war. Man hatte zwar einiges gehört, aber drüber reden konnte keiner und naja, geglaubt haben es die wenigsten.

Meine damals beste Freundin aus dem Kindergarten ( und wohnte im Nachbarhaus) war über Nacht mit ihrem Bruder verschwunden. Die Eltern 2 Tage später. Sie haben mit niemanden mehr geredet, waren über Nacht zu gebrochenen Menschen geworden.
Eine Tante von meiner Freundin hat mir dann nach vielen Jahren mal erzählt, dass die Kinder abgeholt wurden und die Eltern dann in einer Nacht- und Nebelaktion die DDR verlassen mussten. Sie wissen bis heute nicht, was aus den Kindern geworden ist. Trotz Roten Kreuzsuchdienst...............! Ich denke, sie leben unter neuem Namen irgendwo und können sich an ihre Kindheit nicht mehr erinnern. Sie war damals gerade 5 und der kleine Bruder war 1 1/2!

Ich war damals auch erst 6 Jahre, aber ich konnte nie verstehen, wie Menschen so einfach ohne sich zu verabschieden wegziehen können. Das wurde uns damals bei Nachfragen gesagt. Sie wären einfach in eine andere Stadt gezogen, hätten aber keine Anschrift hinterlassen.

Als ich dann älter war wurde mir so manches klarer.

Sorry, ich mag die Worte "Wessi" und "Ossi" nicht, aber wie soll man es sonst manchmal ausdrücken.

Ich wünsche mir eigentlich nur eins: Dass die Mauer in den Köpfen vieler Menschen endlich mal verschwindet.


Zitat (Prinzen-Mutti @ 10.10.2007 16:28:48)
Was war denn da so unerträglich ? :blink:

Das Gefühl der Enge. Ich hatte den Eindruck, mich nicht frei bewegen zu können. Regeln nicht wenigstens hinterfragen zu können.
Wir waren noch einen Tag bei anderen Bekannten in Meißen gewesen. Wir haben sie dann Abends in diesen Auerbachkeller in Leipzig eingeladen (wo wohl schon Goethe war). Naiv, wie ich bin, wollte ich gleich in das Lokal rein - es war halb leer - um mir einen Platz zu suchen. Der Wachhund vorne am Eingang schmiß mir die Tür fast gegen den Schädel und zischte: "Hier wird gewartet." Normalerweise hätte ich dem was anderes gesagt, aber da hab ich halt meinen Mund gehalten. Dann bekamen wir einen Platz, den ich eigentlich nicht wollte - zig andere Plätze waren frei.
Dann wollte ich mir das Fass angucken. Unsere DDR Bekannten sind vor Entsetzen fast unter den Tisch gekrochen, als ich sagte: ich guck mir jetzt das Fass an.
offensichtlich durfte man keinen Schritt ohne Erlaubnis machen. Ich hab´s dann gemacht - und gedacht: "schnauz mich einer an und ich entfache den 3. Weltkrieg" - so "einen Hals" hatte ich. Das hat aber keiner getan. :P

nein, ich fand es einfach eng. Die Tatsache, dass man Regeln nicht einfach mal mit "Wieso?" in Frage stellen durfte, hat mich immer mehr bedrückt. Ich war froh, da wieder weg zu sein.

Bearbeitet von Schroedi am 11.10.2007 14:00:09

Ja gut , ich kann das verstehen. Aber wir als gelernte DDR-Bürger sind damit groß geworden und haben das oft nicht so schlimm empfunden.
Da ich ein eher schüchterner Typ bin , mußte ich nach der Wende die neue" Freiheit"erst lernen ,vor allem Selbstbewustsein und sich nicht alles gefallen lassen.
Mein Mann ist auch so ein Typ der schon immer seine Meinung laut öffentlich verkündet.(er hat bestimmt auch eine Stasiakte)Da wär ich manchmal lieber im Boden versunken. Recht hat er aber, man muß nicht alles hinnehmen wie es ist.


Zitat (Schroedi @ 11.10.2007 13:58:19)
Zitat (Prinzen-Mutti @ 10.10.2007 16:28:48)
Was war denn da so unerträglich ? :blink:

Das Gefühl der Enge. Ich hatte den Eindruck, mich nicht frei bewegen zu können. Regeln nicht wenigstens hinterfragen zu können.
Wir waren noch einen Tag bei anderen Bekannten in Meißen gewesen. Wir haben sie dann Abends in diesen Auerbachkeller in Leipzig eingeladen (wo wohl schon Goethe war). Naiv, wie ich bin, wollte ich gleich in das Lokal rein - es war halb leer - um mir einen Platz zu suchen. Der Wachhund vorne am Eingang schmiß mir die Tür fast gegen den Schädel und zischte: "Hier wird gewartet." Normalerweise hätte ich dem was anderes gesagt, aber da hab ich halt meinen Mund gehalten. Dann bekamen wir einen Platz, den ich eigentlich nicht wollte - zig andere Plätze waren frei.
Dann wollte ich mir das Fass angucken. Unsere DDR Bekannten sind vor Entsetzen fast unter den Tisch gekrochen, als ich sagte: ich guck mir jetzt das Fass an.
offensichtlich durfte man keinen Schritt ohne Erlaubnis machen. Ich hab´s dann gemacht - und gedacht: "schnauz mich einer an und ich entfache den 3. Weltkrieg" - so "einen Hals" hatte ich. Das hat aber keiner getan. :P

nein, ich fand es einfach eng. Die Tatsache, dass man Regeln nicht einfach mal mit "Wieso?" in Frage stellen durfte, hat mich immer mehr bedrückt. Ich war froh, da wieder weg zu sein.

Das Gefühl kenn ich auch! Wir hatten (haben quasi) Verwandte in der DDR, die wir ab und zu mal besucht haben. Ich war noch ein Kind (das erste Mal, glaube ich, ca. 6 oder 7), aber ich erinner mich, dass ich gemerkt habe, dass es was ganz anderes ist in die DDR zu fahren als z. B. nach Spanien.

Alles in der DDR schien mir uralt. Die Häuser (ich mochte bis vor Kurzem absolut keine verputzen Häuser, da mich das immer an DDR erinnert hat), die Klamotten der Leute, die Straßen... Und so ENG und alles musste HEIMLICH geschehen.

Wenn wir z. B. meine Tante besucht haben, mussten wir immer ganz, ganz schnell mit unserem Auto in deren Garage fahren, weil keiner sehen durfte, dass die "West-Besuch" bekamen, weil meine Cousine noch studieren wollte. Sowas halt!

Die Jalousien mussten runter, wenn die "West-Fernsehen" gucken wollten und bis man im Restaurant bedient wurde, war man grau und alt und WENN mal ein Keller kam, war der super unfreundlich. Immer kam ich mir - obwohl ich ein Kind war - vor wie ein "Staatsfeind/Verbrecher". Ich fühlte mich die ganze Zeit irgendwie "schuldig". Man wurde auch komisch angesehen, da man ja "West-Kleidung" anhatte etc.

Also mir ist ein Rätsel, wie ehem. DDR-Bürger sagen können, die wollen die Mauer zurück. Ok, Kommunismus hat sicher auch Gutes ;) , aber dieses permanente Bewacht-Werden?!? Das geht ja GAR NICHT!

Mein Vater ist aus der DDR geflüchtet. Auf allen Vieren! :huh: Bis zu seinem Tod hat er davon noch erzählt und er hat noch 20 Jahre (!) nach seiner Flucht nachts davon geträumt. Also mit so Sprüchen wie "Ach, was war es in der DDR doch schön", braucht man mir nicht zu kommen.

Klar, Gutes gibt es überall, aber man muss ja mal real hinter die Kullissen gucken!

Bearbeitet von Krötilla am 11.10.2007 20:18:43

Das stimmt ja alles was du sagst, Krötilla.
Und die Leute die die Mauer wiederhaben wollen, denken auch nicht daran das Schlechte zurück zu holen. Sie vermissen ganz andere Sachen. Die Gemeinschaft mit den Nachbarn. Es war ein freundlicheres Miteinander. Heute haben wir die Ellenbogengesellschaft. Die große Arbeitslosigkeit, eine ungewisse Zukunft, kein Geld ,Neid, hohe Gewaltbereitschaft, Drogen, Kids um die sich keiner kümmert. Ich könnte noch viel mehr aufzählen. Das hatten wir in dem Ausmaß wie heute nicht.
Jetzt kann man alles kaufen , überall hinreisen und sagen was man will. Ich bin auch froh das alles so gekommen ist. Aber finanziell ging es uns damals besser. Meine Söhne haben von der DDR nicht mehr viel mitgekriegt , na gut der Große schon, Aber Probleme mit Ost und West kennen sie nicht. Der Jüngste war in Solingen ( Blockunterricht) . Das war sein erster Kontakt mit allen Gruppen( Ossis, Wessis, Türken, Russen usw.) und er hatte keine Probleme.
Irgendwann hat sich das alles erledigt.


Zitat (Krötilla @ 11.10.2007 20:17:10)

Alles in der DDR schien mir uralt. Die Häuser (ich mochte bis vor Kurzem absolut keine verputzen Häuser, da mich das immer an DDR erinnert hat), die Klamotten der Leute, die Straßen... Und so ENG und alles musste HEIMLICH geschehen.

Das fand ich nicht so schlimm. Ehrlich gesagt, konnte ich an den Klamotten auch nichts erkennen. Die Leute, die wir besucht hatten, sagten zwar, "sie" könnten das sofort erkennen, aber ich nicht. Na ja, ich trag ja selbst keine Markenklamotten.

Interessant aber war ein Besuch bei einem alten Herrn bei Zehdenick (wird das so geschrieben?). Seiner Familie hatte wohl "früher" mal die ganze GEgend gehört. Wie er das geschafft hatte, weiß ich nicht, aber er besaß noch eine kleine Pferdezucht (Vollblutaraber). Ich habe selbst eine Vollblutaraberstute, so fand ich den Besuch gleich sehr interessant. Der Herr hatte zwei Stuten und einen (sehr guten) Hengst (der sogar ins Wohnzimmer durfte :P ).

dieser Mann, so um die 70, gehörte einer vergangenen Reitergeneration an, die bei uns im Westen schon ausgestorben war. Er hatte Fotos, wie er auf seinem Hengst ausritt.Schick!! Reitjackett, Krawatte, Lederhandschuhe, geputzte Stiefel. So was sah man im Westen nur noch auf dem Turnier.
Ich konnte mir richtig vorstellen, wie er in seiner Jugend über die Felder seines Vaters ritt und die Angestellten ihn grüßten.

Den fand ich klasse. Auch seine Manieren - war bei uns schon weitgehend verschwunden. Wirklich ein "Herrenreiter" der allerbesten Sorte.
Wenn man mich dagegen auf dem Pferd sah: olle Jeans, Pulli, dicke Schuhe...

Doch, an den alten Herrn erinnere ich mich gern zurück. Er war nur traurig, dass er seinen sehr guten Hengst (aus der Zucht des Rostocker Zoo) nicht mal in den Westen auf eine internationale Arabershow bringen konnte.
Na ja, anderthalb Jahre später war die DDR Geschichte. Ich hoffe, dass er seinen Hengst dann doch noch hat zeigen können.

hab auch den film gesehen und von freunden schon vieles über die ddr gehört.
ich weiß nur soviel, wäre ich ddr-bürgerin gewesen, ich glaube mich hätten die entweder abgeschoben, oder eingesperrt und nimmer rausgelassen. kann doch so oft meine vorlaute klappe nicht halten.


Zitat (Prinzen-Mutti @ 12.10.2007 06:58:18)
Das stimmt ja alles was du sagst, Krötilla.
Und die Leute die die Mauer wiederhaben wollen, denken auch nicht daran das Schlechte zurück zu holen. Sie vermissen ganz andere Sachen. Die Gemeinschaft mit den Nachbarn. Es war ein freundlicheres Miteinander.

Heute haben wir die Ellenbogengesellschaft. Die große Arbeitslosigkeit, eine ungewisse Zukunft, kein Geld ,Neid, hohe Gewaltbereitschaft, Drogen, Kids um die sich keiner kümmert. Ich könnte noch viel mehr aufzählen. Das hatten wir in dem Ausmaß wie heute nicht.

Freundlich? Seit wann ist es "freundlich" sich gegenseitig an die Stasi zu verraten? :blink:

Sorry, ist jetzt etwas überspitzt dargestellt. -_- Ich versteh Dich ("Euch") ja in gewisser Weise!! Ein kleiner "Kommunist" steckt auch in mir. :ph34r: ;)

Eines möchte ich zufügen: Auch hier gab es früher nicht so viel Kriminalität und Ellenbogen!! :schlaumeier: So wie es heute ist, war es früher auch hier nicht. Das ist leider einfach der Lauf der Zeit. Es lebe die Globalisierung. <_<


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