brauche ein Gedicht! Sonnenuntergang


Hallo Muttis!
Kennt von jemand von euch ein kurzes Gedicht über den Sonnenuntergang?


Abendwolken

Wolken seh ich abendwärts
Ganz in reinste Glut getaucht,
Wolken ganz in Licht zerhaucht,
Die so schwül gedunkelt hatten.
Ja! mir sagt mein ahnend Herz:
Einst noch werden, ob auch spät,
Wann die Sonne niedergeht,
Mir verklärt der Seele Schatten.

Ludwig Uhland


Sonnenuntergang

Wo bist du ? trunken dämmert die Seele mir
Von aller deiner Wonne; denn eben ists,
Daß ich gelauscht, wie, goldner Töne
Voll, der entzückende Sonnenjüngling

Sein Abendlied auf himmlischer Leier spielt';
Es tönten rings die Wälder und Hügel nach.
Doch fern ist er zu frommen Vökern,
Die ihn noch ehren, hinweggegangen.

Dem Landgrafen von Homburg

Friedrich Hölderlin (1770-1843)


Sonnenuntergang


Es ist als ob die Sonne,
Die Erde sanft berührt.
Dass diese voller Wonne,
Die tiefe Wärme spürt.


Orange Farben gleiten,
Durch die dunkle Nacht.
Erreichen alle Weiten,
Umschlingen alles sacht.


Doch plötzlich scheint die Erde,
Die Sonne fortzuziehn.
Damit es dunkel werde.
Die Sonne kann nicht fliehn.


Bald liegt die Welt im Dunkeln,
Das Licht hat nicht gewonnen.
Doch dann erstrahlt ein Funkeln,
Als wollt es wiederkommen.

Nagut, etwas länger :pfeifen: , aber ich mag es


Sonnenuntergang


Es ist als ob die Sonne,
Die Erde sanft berührt.
Dass diese voller Wonne,
Die tiefe Wärme spürt.


Orange Farben gleiten,
Durch die dunkle Nacht.
Erreichen alle Weiten,
Umschlingen alles sacht.


Doch plötzlich scheint die Erde,
Die Sonne fortzuziehn.
Damit es dunkel werde.
Die Sonne kann nicht fliehn.


Bald liegt die Welt im Dunkeln,
Das Licht hat nicht gewonnen.
Doch dann erstrahlt ein Funkeln,
Als wollt es wiederkommen.

Quelle! ;)


Danke, ihr seit super! :blumenstrauss: Sind alle sehr schön, auch wenns etwas länger ist! Wenn euch noch was einfällt, würde ich mich freuen!


Zitat (wurst @ 11.11.2007 18:14:25)
Sonnenuntergang


Es ist als ob die Sonne,
Die Erde sanft berührt.
Dass diese voller Wonne,
Die tiefe Wärme spürt.


Orange Farben gleiten,
Durch die dunkle Nacht.
Erreichen alle Weiten,
Umschlingen alles sacht.


Doch plötzlich scheint die Erde,
Die Sonne fortzuziehn.
Damit es dunkel werde.
Die Sonne kann nicht fliehn.


Bald liegt die Welt im Dunkeln,
Das Licht hat nicht gewonnen.
Doch dann erstrahlt ein Funkeln,
Als wollt es wiederkommen.

Quelle! ;)

Jaja, ist mir auch gerade aufgefallen, dass die Quelle fehlt...

Muss schon sagen, bin schwer beeindruckt von soviel schönen Gedichten.


Die Wiese voll mit Schafen,
die Sonne geht gleich schlafen,
durch die Wiese fließt ein Bach,
ach. (H. Erhardt).

;)


:hihi:


Herbstahnen

Vollmond rot am Himmel steht.
Die Nacht ist warm und laut.
Ich spüre, wie der Sommer geht,
Der Nebel sich schon braut.

Noch klingt der Grillen Liebeslied,
Der Frösche Lockgesang.
Doch wird schon welk am See das Ried
Und Abenddämmrung lang.

Hell glänzt der Tag im Sonnenlicht.
Tau fällt am Morgen kalt.
Der Bauer bringt die Ernte ein.
Das Jahr wird langsam alt.

Ilona (Alina) Noack


Abenddämmerung

Am blassen Meeresstrande
Saß ich gedankenbekümmert und einsam.
Die Sonne neigte sich tiefer und warf
Glührote Streifen auf das Wasser,
Und die weißen, weiten Wellen,
Von der Flut gedrängt,
Schäumten und rauschten näher und näher -
Ein seltsam Geräusch, ein Flüstern und Pfeifen,
Ein Lachen und Murmeln, Seufzen und Sausen,
Dazwischen ein wiegenliedheimliches Singen -
Mir war, als hört ich verschollne Sagen,
Uralte, liebliche Märchen,
Die ich einst, als Knabe,
Von Nachbarskindern vernahm,
Wenn wir am Sommerabend,
Auf den Treppensteinen der Haustür,
Zum stillen Erzählen niederkauerten,
Mit kleinen, horchenden Herzen
Und neugierklugen Augen; -
Während die großen Mädchen,
Neben duftenden Blumentöpfen,
Gegenüber am Fenster saßen,
Rosengesichter,
Lächelnd und mondbeglänzt.

Heinrich Heine


Der Sonnenuntergang

Der Sonnenwagen nahet
Dem letzten Himmelsabhang,
An dessen Fuße plätschernd
Die Meereswellen tanzen.
Die Sonnenpferde strengen
Sich an, der nahen Kühlung
Sich freuend und der Ruhe.
Schon ist das Tagsgestirne
Dem Meer so nahe, daß es
Bereits sein Bild im Schooße
Der stillen Wellen siehet.
Es kommen stets einander
Die beiden Sonnen näher,
Zwei Königen vergleichbar
Mit ihrem Prachtgefolge,
Die froh, an ihrer Reiche
Gemeinschaftliche Gränze,
Wie Brüder sich einander
Entgegen gehn. Die Säume
Der glühendrothen Räder
Des müden Sonnenwagens
Berühren nun die Wellen,
Die zischend ihn umkreisen.
Seht! Eine Silberbrücke
Schwimmt auf dem Meer, und führet
Die Sonne zu dem Schiffe,
Worin, tiefeingeschlummert,
Sie auf des breiten Weltstroms
Entlegenem Gewoge
Zum Morgentor zurückfährt,
Um Sterblichen und Göttern
Den neuen Tag zu bringen.

Elisabeth Kulmann


so mehr habe ich jetzt aber nicht mehr...


noch eins...

Sonnenuntergang

Die letzten weißen Wolkenflotten fliehen.
Der Tag hat ausgekämpft
über dem Meer.
Wie eine rote Blutlache liegt es,
in der das Land wie Leichen schwimmt.
Vom Himmel tropft ein Eiter, Mond.
Es wacht kein Gott.
In Höhlen ausgestochner Sternenaugen
hockt dunkler Tod.
Und ist kein Licht.
Und alles Tier schreit wie am Jüngsten Tag.
Und Menschen brechen um
am Ufer.

Oskar Kanehl


Vielen Dank für Eure Mühe! Ihr habt mir sehr geholfen! :blumenstrauss:



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