Jugend an die Macht?


In einer ostbayerischen Gemeinde wurde ein 23-jähriger zum Bürgermeister gewählt. Wie steht Ihr dazu, würdet Ihr so einen jungen Menschen zum Gemeindeoberhaupt wählen?


es kommt meiner Meinung nach nicht aufs Alter an, sondern auf die Reife.
Ich kenne 23 Jährige, die sagen, was interessieren mich die Kinder, ich habe keine.
und gleichzeitig, was interessieren mich die Alten, so alt bin ich noch nicht.

Aber wenn ein 23 Jähriger, genauso für die Kinder aufkommt, wie für die Alten, als auch für seine Generation, warum nicht?
Mir ist es glaub ich lieber ich werde von 23 Jährigen regiert, als von 60 jährigen, die seit 40 jahren nicht mehr auf der Strasse waren und keine Ahnung haben was da draussen passiert.

sieht man doch an dem ganzen Sch.. den die teilweise fabrizieren, dass sie keine Ahnung haben.


Wenn mit ein 23Jähriger überzeugt, würd ich das auf jeden Fall tun.

Ich wähle keine über 65 mehr. Ich find, wenn die in diesem Alter nicht merken, dass sie Jüngeren Platz machen sollten, dann sind sie für mich gerade deshalb keine überzeugenden PolitikerInnen mehr.


auf jeden Fall. Wenn ein jugendlicher in der Politik ist, zeigt das ja, dass er intressiert ist. Und damit ist er für mich genauso kompetent wie jeder andere auch.


Mir käme es schon auf die Vorgeschichte desjenigen an, zb wie lange ist er in der Öffentlichkeit tätig, welche Partei gehört er an, wo konnte derjenige schon Erfahrungen sammeln usw. Reines Interesse würde mir persönlich nicht genügen.Ansonsten, junges Gemüse bringt immer frischen Wind ...... :blumen:


ich hab ja auch nich gesagt, dass mir das ausreichen würde, hab nur gesagt, dass er damit ich weniger kompetent ist wie andere kandidaten. natürlich ist das wichtigste seine politische einstellung.


ja, na klar, rein mit der jugend.

warum eigendlich nicht.
ich würde ihn auch wählen wenn er ein geläuterter junger mann währe.
so hatt er auch besseren durchblick, in punkto jugend.

hä, bei den alten werden ihn schon mama und papa bescheidgeben wenn er falsch liegt. :pfeifen:

ja, warum nicht!


Zitat (silent @ 20.03.2008 14:26:58)
In einer ostbayerischen Gemeinde wurde ein 23-jähriger zum Bürgermeister gewählt. Wie steht Ihr dazu, würdet Ihr so einen jungen Menschen zum Gemeindeoberhaupt wählen?

Das kommt immer auf den Menschen an, wie einige schon sagten.
Ohne die richtige Vorgeschichte von dem zu kennen, würde ich sagen, das der mir zu jung wäre.

Ein junger Mensch hat vielleicht noch nicht die Erfahrung - aber dafür öfter den Mut zu Veränderungen.


Mir währe so ein junger Theoretiker einfach zu grün, da Politiker für das was sie
verzapfen, sowieso nicht zur Verantwortung gezogen werden,
möchte ich dann doch lieber einen Lebenserfahreren vorziehen.

Gruß

Sebring.


Jugend an die Macht. Ich bin immer für junge Menschen und vertraue ihnen. Niemand hätte ihn gewählt wenn er irgend so ein "Dahergelaufener" wäre.

Respekt vor jungen Menschen, die sich was zutrauen.


Ich schmeiße mal, wenns recht ist, ein paar Informationen rein (es stand bei uns ausführlich in der Zeitung, weil diese eher ungewöhnliche Wahl im Nachbarlandkreis stattgefunden hat).

Also: der "alte" Bürgermeister hat die Gemeinde in den letzten Jahren finanziell ziemlich runtergewirtschaftet, es müssen jede Menge Schulden da sein. Dadurch hat er sich das Vertrauen seiner Gemeinde völlig verspielt.
Es gab nur 2 Kandidaten: den "alten" Bürgermeister und den jungen Mann.

Es wurden einige der Wähler interviewt, der Konsens war "wir hätten jeden gewählt, nur um den alten nicht mehr ertragen zu müssen".

Ich bin selber gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Hier im tiefschwarzen, katholischen Niederbayern einen evangelischen SPD-Mann zu wählen, ist ja schon fast revolutionär. ;)


Zitat (Undomiel @ 21.03.2008 16:01:44)


Es wurden einige der Wähler interviewt, der Konsens war "wir hätten jeden gewählt, nur um den alten nicht mehr ertragen zu müssen".


Nun ja, immerhin kam es zur Stichwahl!

Bei Licht betrachtet hatte man wohl, grob gesagt, die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich glaube, ich hätte die Wahl in diesem Fall boykottiert. Einen derart jungen Mann, dem jede Lebenserfahrung fehlt, hätte ich jedenfalls nicht gewählt. Wir werden sehen, ob und wie lange er durchhält und was er "z`reisst".

Zitat (silent @ 21.03.2008 17:03:18)
Nun ja, immerhin kam es zur Stichwahl!

Bei Licht betrachtet hatte man wohl, grob gesagt,  die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich glaube, ich hätte die Wahl in diesem Fall boykottiert. Einen derart  jungen Mann, dem jede Lebenserfahrung fehlt, hätte ich jedenfalls nicht gewählt. Wir werden sehen, ob und wie lange er durchhält und was er "z`reisst".

*lach*

Wohl wahr!

Laut Interview hat er sehr viel vor, er will die Schulden abbauen und "jede Menge frischen Wind reinbringen".
Schaun mer mal.

Ein sogenannter " Alter ", der nicht mehr den Überblick hät in der Politik,
wäre mir nichts. Ich will es nicht am Alter festmachen , aber mit 23 jahren
fehlt doch dem jungen Mann eine Menge Lebenserfahrung . Aber vielleicht
geht er mit herzblut in seinem Beruf für seine Stadt oder Gemeinde auf
Soll er ene Chance erhalten. Aber für die ganz grosse Politik wäre er mir
doch zu jung


Also ich glaube hinter dem Kerl stehen auch noch ganz viele "Alte", die im Hintergrund die Fäden ziehen. Er wird mit seiner Unerfahrenheit ja nun keine ganze Gemeinde auf den Kopf stellen können.

Ich kenne ihn zwar nicht und auch sein Wahlprogramm nicht aber prinzipiell finde ich es gut, daß auch so junge Kanditaten eine Chance haben.

Alleine Kompetenz am Alter festmachen zu wollen, halte ich für höchst unprofessionell...Naja, und mit 23 hat er auch schon sowas wie Erfahrungen machen können...

Gerade im jungen Alter ist man auch noch nicht so eingestaubt und festgefahren und hat vielleicht nen guten Blick für unkonventionelle aber wirksame Mittel...

Die Bürger sollten ihm ne Chance geben...Wenn er sie nicht nutzt, zeigt sich das wohl bei den nächsten Wahlen wieder..


Ich möchte gern mal ne Lanze brechen. Und zwar für den Jungen.

Ich habe auch einige Jahre Parteiarbeit hinter mir. Sowohl an der "Basis", als auch auf meinen verschiedenen "Pöstchen".

Ich hatte viel mit "Alten" zu tun, aber auch - und verstärkt - mit "Jungen".

Wenn die "Jungen", auch mit 23 Jahren, verantwortungsvoll handeln, dann können junge Menschen sehr viel mehr bewirken als "Alte", die zwar die Lebenserfahrung und das Wissen haben, aber doch in ihrem eingefahrenen Trott handeln.

Ein verantwortungvoller, junger Mensch wird aus der Lebenserfahrung profitieren, seinen Ungestüm durch den Rat der Alten zu zügeln wissen und sicher noch nicht die Verderbtheit der Alten haben. Vielleicht hat der "Junge" auch noch mehr Gewissen.

Und das sind ganz wichtige Kriterien in der Politik.

Also, ran an die Politik, ihr "Jungen"!

Gruß

Abraxas



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