Die Jugend von heute: Fünf Thesen zur Jugend


Interessanter Artikel über unsere Wahrnehmung der Jugend und wie sie angeblich immer schlimmer, frecher, krimineller und respektsloser wird - obwohl teilweise das Gegenteil der Fall ist.

http://jungle-world.com/artikel/2010/51/42323.html


Zitat
Das Image der Jugend ist nie besonders gut. Sie gilt als respektlos, konsum- und markenverliebt; sie raucht und trinkt zu viel und engagiert sich zu wenig. Statt gute Bücher zu lesen, verstümmelt sie die deutsche Sprache in Chatrooms und mit SMS-Botschaften. Statt reale Beziehungen zu knüpfen, sitzt sie autistisch vor dem PC und sammelt virtuelle »Freunde« in Sozialen Netzwerken. In der Realität allerdings haben wir es derzeit mit der bravsten Jugend seit Jahrzehnten zu tun


Aber was zählen schon Statistiken wenn Tante Helga erst letzte Woche wieder doof von irgendsoeinem Rotzbengel in der Bahn angepöbelt wurde? :pfeifen:

Also ich finde nicht das die Jugend frechen gewurden ist.
Es werden vielleicht andere Ausdrücke benutzt als früher??
Die dann falsch verstanden werden??

Meine Ältesten sind14 und 15 .
Sie sind sehr beliebt bei den Äleren Leuten der Umgebung.

Es liegt sicher auch daran das wir auf dem Land leben und sie wissen wenn man mal im richtigen Moment
"die Schnautze halten "sollte


Ich finde schon das die Jugend im allgemeinen frecher geworden ist. Vor allem kennen sie ihre Rechte,aber nicht ihre Pflichten.
Sie lassen sich nichts sagen und selbst wenn ein Erwachsener mit der Polizei droht oder den Jugendlichen sagt das man mit ihren Eltern sprechen wird,zeigen sie einem den "Stinkefinger".
Es gibt natürlich auch Ausnahmen...ich denke gerade Jugendliche die auf dem Dorf großgeworden sind,sind nicht so extrem,aber es gibt schon Gebiete in die ich garantiert nicht gehen würde.
Hier gibt es eine Siedlung in der es schon vorprogramiert ist was aus den Kindern und Jugendlichen wird.
Und das ist sehr traurig.


Dasselbe wurde nur aber leider über jede einzelne Generation Jugendlichen seit Jahrhunderten gesagt. Das heißt also entweder, dass wir uns irgendwann nur noch mit Knüppeln gegen die bösen Jugendlichen wehren müssen, oder dass vor ein paar hundert Jahren alle Jugendlichen reine Engel waren. Ich denke, der Artikel hat in der Hinsicht recht, dass diese Wahrnehmung eher mit der Glorifizierung unserer eigenen Jugend zu tun hat als mit immer schlimmeren Jugendlichen.


"Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."

Sagte Cicero. Gaanz früher mal. :lol: scheint sich ja nicht so viel zu ändern.

Es gibt immer so'ne und solche, und die Schlimmen fallen erstens mehr auf als die Braven - und werden uns natürlich auch über die Medien schön vorgeführt.


Naja, mich überzeugt der gute Mann nicht, v.a. hinsichtlich Kriminalität ist meine subjektive Wahrnehmung eine andere. Und oftmals täuscht das Bauchgefühl eben nicht.
Folgende Studie bestätigt auch die zunehmende Gewaltbereitschaft Jugendlicher Jugendkriminalität Studie. Beachte hier v.a. Schaubilder 11 sowie 21 bis 24.

Auch hinsichtlich des Alkoholkonsums von Jugendlichen kann ich keine Besserung der Situation erkennen. Vgl. Alkoholvergiftungen Jugendliche. Die schweren Fälle des Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen nehmen also zu.

Der ganze Artikel ist für mich ein einziges Geschleime, ohne auch nur irgendeinen anderen Blickwinkel zu betrachten. Aber jemanden, der die Antifa als "klassische linke Gruppe" verharmlost, kann ich sowieso nicht ernst nehmen.

Bearbeitet von ohne_name am 03.01.2011 12:27:28


Und jetzt wo die Bundeswehr ganz wegfällt wird es noch schlimmer :lol: dort hat man versucht wenigstens einigen Zucht und Ortnung beizubringen :P

Hier ist eine inderesante Seite die,die Jugend aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.


Ich meine, dass man der Jugend eine Chance geben sollte.
Ich war auch mal jung u. sicherlich auch nicht immer vorbildlich gewesen.

Als Erwachsener habe ich doch die Möglichkeit mit meiner Autorität soviel zum Ausdruck zu geben,
dass ich mir Respekt verschaffen kann.
Ein richtiges Wort oder auch ein Zuhören verhilft dann oft bei Verständigungsproblemen.
Manchmal muß es auch mal ein Machtwort sein.

Konsequenz oder ein wenig Humor können manchmal auch weiter helfen.
Ich bin bislang immer recht gut damit zurecht gekommen.


Zitat (Ribbit @ 03.01.2011 12:16:09)
"Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."

Sagte Cicero. Gaanz früher mal. :lol: scheint sich ja nicht so viel zu ändern.

Es gibt immer so'ne und solche, und die Schlimmen fallen erstens mehr auf als die Braven - und werden uns natürlich auch über die Medien schön vorgeführt.

Da haste wohl voll und ganz recht. Denn wer will schon brave Menschen in den Medien. Da müssens skandale sein. Am besten einer schlimmer als der andere. Ich glaube es hat sich einiges geändert. Die jugend ist nicht schlimmer geworden nur die intensität mit der sich die Jugend Aufmerksamkeit verschafft. Soll heißen heute spricht man nicht über Probleme sondern haut drauf.

Auf wundersame Weise erscheint mir das fast logisch was sich hier entwickelt hat. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los das gerade die Medien eine rießen teil dieser entwicklung zu verschulden haben. Sex, Gewalt, Drogen. Den ganzen Tag, wenn man will, kriegt man im tv die birne damit zugeballert. Ist doch kein wunder wenn die Kinder von Heute nichts mehr anderes in der Birne haben.


greetz

Och Mensch ,so würde ich das jetzt auch nicht sehen wollen ,klar gibt es
Jugendliche die sehr gewalttätig und brutal sind aber es gibt viel
mehr nette Jugendliche ,die viele Werte von ihren Eltern vermittelt
bekamen und sich ihre Ziele setzen und verwirklichen.

Übrigens auch zu meiner Zeit hat die ältere Generation von ungehorsamen
Jugendlichen gesprochen,da bekam ich damals auch den Spruch zu hören.

Knollekater :blumen:


Wenn sie der Jugend eine Perspektive geben würden,das sie was sind und Sie nicht nur dem Geldbeutel des Vatis zu ordnen so wären sie anders. Das fängt in der Schule an und hört mit der Bahre auf.
Nur hat man leider nur die eine Jugend.


Zitat (ohne_name @ 03.01.2011 12:26:49)
Aber jemanden, der die Antifa als "klassische linke Gruppe" verharmlost, kann ich sowieso nicht ernst nehmen.

Die Antifa ist eine klassische linksorientierte Gruppe. :blumen:

Aber nun zum Thema:
Dieses Gesülze, daß die Jugend immer schlimmer wird, gab es schon in den Fünfzigern, als die Rock` n Roll-Phase erblühte.
Fakt ist: Jugend rebelliert immer gegen Alter und es wäre schlimm, wenn das nicht so wäre!!!
Was den Alkohol- und Drogenkonsum betrifft: Das gab es auch immer schon und auch zeitweise in extremeren Ausmaßen. Nur gibt es heute tausend verschiedene mediale Wege, die darüber berichten

Zum Thema "politisches Engagement":
Wenn ein Jugendlicher sich nicht engagiert, wird das negativ gewertet, weil er damit angeblich Desinteresse an seiner Umwelt zeigt. Ist er allerdings in irgendwelchen politischen Projekten eingebunden, gilt er andererseits als unbequem oder aufmüpfig. Er kann sich also bemühen, wie er will; er wird niemals in das Schema latent frustrierter Erwachsener passen!

Vielleicht sollten wir Erwachsenen mal lernen, unsere Welt durch die Augen eines Heranwachsenden zu betrachten, anstatt unsere eigene Unfähigkeit, uns weiterzuentwickeln (und den Frust darüber!!!) auf die angeblich "böse Jugend" abzuladen.
Zitat
Dasselbe wurde nur aber leider über jede einzelne Generation Jugendlichen seit Jahrhunderten gesagt. Das heißt also entweder, dass wir uns irgendwann nur noch mit Knüppeln gegen die bösen Jugendlichen wehren müssen, oder dass vor ein paar hundert Jahren alle Jugendlichen reine Engel waren. Ich denke, der Artikel hat in der Hinsicht recht, dass diese Wahrnehmung eher mit der Glorifizierung unserer eigenen Jugend zu tun hat als mit immer schlimmeren Jugendlichen.

@ witch
Genau so sehe ich das auch! :blumen:

Bearbeitet von Heiabutzi am 03.01.2011 22:40:23

Jaja, die schlimme Jugend heutzutage... :unsure:


Hier mal ein paar Zitate:

Quelle: www.grundschulmarkt.de
"Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos.
Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern.
Das Ende der Welt ist nahe."
(Keilschrifttext aus Ur um 2000 v. Chr.)

"Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes,
wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt.
Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen."
(Aristoteles)

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.
Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor
älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll.
Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten.
Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die
Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sokrates (470 - 399 v. Chr.)

» ...die Schüler achten Lehrer und Erzieher gering. Überhaupt, die Jüngeren stellen sich den Älteren gleich und treten gegen sie
auf, in Wort und Tat.«
Platon (427 - 347v.Chr.) »Der Staat«

580 n.Chr. schreibt Gregor von TOURS, »...daß man die Flammen der jugendlichen Leidenschaft nur mit Hilfe der
klösterlichen Aufsicht und einer strengen Disziplin besiegen könne.«

1250 vertritt Vincent von BEAUVAIS die Auffassung,
»...wenn der Knabe ... ins Jünglingsalter tritt, so hat er auch dann, weil sich dieses Alter ebenso leicht dem Bösen
zuneigt, den Zügel der Zucht nötig...«

»Die Welt macht schlimme Zeiten durch.
Die jungen Leute von heute denken an nichts anderes als an sich selbst.
Sie haben keine Ehrfurcht vor ihren Eltern oder dem Alter. Sie sind ungeduldig
und unbeherrscht. Sie reden so, als wüssten sie alles, und was wir für weise halten, empfinden sie als Torheit.
Und was die Mädchen betrifft, sie sind unbescheiden und unweiblich in ihrer Ausdrucksweise, ihrem Benehmen
und ihrer Kleidung.« Mönch Peter, 1274

»Das Sittenverderben unserer heutigen Jugend ist so groß, dass ich
unmöglich länger bei derselben aushalten kann. Ja, oft geschieht es, dass die nicht in Schranken
gehaltene oder nicht gebührend ausgetriebene Zuchtlosigkeit eines einzigen Jünglings von ungesunder Triebkraft
und verdorbenen Auswüchsen auch die übrigen noch frischen und gesunden Pflanzen ansteckt.« (18. Jahrhundert)

1852 heisst es in einem Regierungsbericht: »Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß bei der Schuljugend die
früher kundgegebene Anständigkeit und das sittliche Benehmen ... mehr und mehr verschwinde.«

Quelle: www.grundschulmarkt.de

Bearbeitet von madreselva am 03.01.2011 23:58:47


:lol: :lol: :lol:
Ein paar Vokabeln davon in den heutigen Jargon umgeschrieben, und die Texte könnten in der "Bild" stehen... :)


Zitat (wurst @ 03.01.2011 13:15:22)
Und jetzt wo die Bundeswehr ganz wegfällt wird es noch schlimmer :lol: dort hat man versucht wenigstens einigen Zucht und Ortnung beizubringen :P

Hier ist eine inderesante Seite die,die Jugend aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

und jene Jungen, welche bis zur Bundeswehr noch nicht geraucht
und noch nicht gesoffen haben, die haben es dort gelernt!!

Bearbeitet von risiko am 04.01.2011 01:41:03

Zitat (ohne_name @ 03.01.2011 12:26:49)
jemanden, der die Antifa als "klassische linke Gruppe" verharmlost, kann ich sowieso nicht ernst nehmen.

Ich lese es noch etwas anders... und da steht das Wort verharmlost im Mittelpunkt. ;)
Die Antifa ist längst genauso militant wie ihre Erzfeinde... von daher nimmt sich also keine der beiden Gruppen was, bin ich sicher.
Ich denke aber, kein Mensch und braucht Straßenschlachten, in denen es nicht primär um gesellschaftspolitische Ziele geht, sondern lediglich um das Recht des Stärkeren, oder? Von daher ist wohl diesbezüglich keiner harmloser oder menschenfreundlicher als der andere. ;)

Gewalt - egal wer gegen wen- sollte niemals verharmlost werden.

Zitat (risiko @ 04.01.2011 01:28:34)
und jene Jungen, welche bis zur Bundeswehr noch nicht geraucht
und noch nicht gesoffen haben, die haben es dort gelernt!!

Das mochte früher mal gelten-viele Jahre lang. Nicht nur in der Bundeswehr, sondern auch einst in der Volksarmee und ich weiß, ich lehne mich da nicht zu weit aus dem Fenster. Alle Armeen und Soldaten dieser Welt... aber lassen wir das. :)

Ich finde es gut, daß nicht mehr Jungens gegen ihren Willen, sondern nur noch Freiwillige "gezogen" werden sollen. Warum? Wer sich freiwillig meldet, dürfte motivierter sein, wer nicht in den Kommiß will, wird in Ruhe gelassen. So kann man elitieren - und sparen.

ich selber habe mal zu einer alten Dame gesagt: und wie wahren sie? :wub:

ich ging mit meiner Freundin in der Stadt spazieren.
meine Wenigkeit übte so, mit den Pumps zu laufen, denn die Jugendweihe war nicht mehr weit.
das hatte wohl die beiden hinterher gehenden älteren Damen, irgendwie geärgert.
und der allseits bekannte Satz kam.

" nenee die Jugend heut zu Tage". :o
ich weiß nicht wieso ich so schlagfertig war, aber sie lächelte dann ganz verschwommen.......... :wub:

ich fand es dann sehr süß, oder recht niedlich. :pfeifen: :wub:

Bearbeitet von gitti2810 am 04.01.2011 10:54:57


Ich weiß nicht, wo ihr die Verharmlosung von Gewalt in diesem Artikel rauslest.

Zitat
Auch klassische linke Gruppen wie Antifas und jugendliche Anti-Akw-Aktivisten organisieren sich heute im Internet.


Ich lese da weder "...um den rechten Schweinen mal ordentlich was auf die Mütze zu geben" oder "Antifas, die sich ausnahmslos alle zu friedlichen Teekränzchen treffen" sondern ein wertfreies Statement. Es gibt im übrigen nicht "die Antifa". Das ist ein Sammelbegriff für antifaschistische Organisationen, unter die beispielsweise auch "Mut gegen Rechts" fällt, die sich für "friedliche und kreative Initiativen gegen Rassismus " einsetzt.

Ich bestreite hier auch überhaupt nicht, dass es in Antifa-Kreisen leider viel Gewalt gibt. Das finde ich unter anderem deswegen furchtbar, weil das in gewissen Kreisen als umunstürzbares Beispiel verwendet wird, dass ALLE Linken ja viel schlimmer!111! als die Rechten sind und diese wiederum damit verharmlost werden, weil sie sich ja nur gegen die bösen roten, molotovcoktailschmeißenden Paliträger wehren müssen. Aber deswegen kann man "Antifa" trotzdem nicht mit "gewaltverherrlichend" gleichstellen.

Bearbeitet von witch_abroad am 04.01.2011 12:15:23

"Jugend" ist ja ein relativer Begriff; kommt drauf an, wie alt man selbst ist!- Mit zunehmenden Jahresringen am Bauch stelle ich für mich fest, daß mir teils der Drah schon zu jetzt 35 jährigen fehlt.- Denn die sind ganz anders drauf, als ich in dem Alter war.
Die Jugend von Heute ist sicherlich in vieler Hinsicht nicht anders, als sie zu allen anderen Zeiten war.- Nur hat die Jugend von Heute ein anderes Selbstverständnis, mit dem sie Forderungen stellt, nicht weiß, daß man dafür auch Leistungen erbringen muß.- Das begann an sich schon, als ICH so ca. 10 Jahre alt war: da MUßTEN die Frauen mitarbeiten, damit die Familie sich mehr Luxus erlauben konnten.- Die Kinder kamen heim, und es war keine Mutter als Ansprechpartner da.- UND kein warmes Essen auf dem Tisch.
Das hat sich ja nun im Laufe der Jahre noch mehr ausgeweitet; Kinder selbst großziehen, ist ja teils wohl absolut nicht mehr möglich.- Einem Schulkind ein Schulbrot mitzugeben, ist wohl überwiegend Utopia, und nicht nur, weil kein Geld da ist!- Aus unbetreuten Kindern werden vielfach haltlose Jugendliche!
Die ihre Bedürfnisse befriedigt bekommen über Sachleistungen, nicht über Zuneigung und ZEIT!

Die Familie ist die Keimzelle des Staates.- Dort werden auch die Wurzeln gelegt für eine kindgemäße Kindheit und eine Jugend, die nicht durch Fremdvorbilder angelietet werden müßte.- WENN denn Jemand da ist, der selbst Vorbild IST!

Unlängst nahm ich an einem Symposion teil, dort kamen Vertreter/innen verschiedenster Altersgruppe zu Wort.- Es wurde gefordert, daß die LEHRER, oder DER STAAT doch Bitte dafür sorgen solle, daß den Jugendlichen wieder mehr Benehmen beigebracht würde.- Etwa: in der Strassenbahn aufstehen, und für alte/behinderte Menschen einen Platz freimachen.- - Ich konnte dazu nur sagen, daß DAS NICHT Aufgabe Dritter ist, sondern erstmal von den Eltern vorgelebt werden muss...

Das Thema ist endlos auszuschmücken.- Auch in puncto Umgang mit Alkohol, oder Drogen schlechthin!- Solange man in JEDEM TV-Beitrag, egal zu welcher Uhrzeit sieht, daß fast JEDE/R zur Flasche greift, oder sich ein Gläschen oder mehr reinkippt, solange Vater Staat an jeder Zigarette und jedem Glas Alkohol gut verdient, wird da kein Einhalt geboten.- Und Alkohol ist absolut die "legitime Droge" des Alltags.- Da hilft evtl. nur mal, mit Jugendlichen (UND Erwachsenen) eine Station mit Alkoholikern mit "Korsakoff", dem Endstadium des Alkoholismus, aufzusuchen...(Ihr erinnert noch Harald Juhnke..nur ein Beispiel davon, wie man seine Birne leersaufen kann!).

Und wer denn da sei ohne Fehl, der werfe den ersten Stein....steht schon in der Bibel!

Lieben Gruß...Isi, zwar kinderlos, aber Mensch unter Menschen


Zitat (IsiLangmut @ 04.01.2011 15:03:46)
Die Familie ist die Keimzelle des Staates.- Dort werden auch die Wurzeln gelegt für eine kindgemäße Kindheit und eine Jugend, die nicht durch Fremdvorbilder angelietet werden müßte.- WENN denn Jemand da ist, der selbst Vorbild IST!

Unlängst nahm ich an einem Symposion teil, dort kamen Vertreter/innen verschiedenster Altersgruppe zu Wort.- Es wurde gefordert, daß die LEHRER, oder DER STAAT doch Bitte dafür sorgen solle, daß den Jugendlichen wieder mehr Benehmen beigebracht würde.- Etwa: in der Strassenbahn aufstehen, und für alte/behinderte Menschen einen Platz freimachen.- - Ich konnte dazu nur sagen, daß DAS NICHT Aufgabe Dritter ist, sondern erstmal von den Eltern vorgelebt werden muss...

so etwas können nur bodenlos dumme oder faule menschen fordern. ein kind lernt so viel, bevor es in die schule kommt. oder sollte es lernen. gewiss ist es manchmal recht anstrengend, kindern etwas beizubringen. sauberkeit und benehmen lernen sich nicht nur von allein.

ein kind kann sich recht vieles abschauen. aber nicht alles.

im bus habe ich es schon oft erlebt, dass niemand alten menschen einen platz anbietet. kinder blieben sitzen, auch junge erwachsene. neben den kindern die eltern, die sich nicht regten. und wo trägt nun der staat die schuld?

ich glaube, junge leute sind immer ein wenig schwierig. sie müssen so viel lernen, es wird viel von ihnen erwartet. alte leute sagen schnell, die jugend sei unhöflich. das schon, wenn sie nur ihre meinung vertreten. und sich nicht alles bieten lassen.

wenn von den eltern schlechtes benehmen kommt, sollen sie sich nicht wundern, wenn die kinder es ihnen gleichtun.

Zitat (witch_abroad @ 04.01.2011 12:11:47)

Ich lese da weder "...um den rechten Schweinen mal ordentlich was auf die Mütze zu geben" oder "Antifas, die sich ausnahmslos alle zu friedlichen Teekränzchen treffen" sondern ein wertfreies Statement. Es gibt im übrigen nicht "die Antifa". Das ist ein Sammelbegriff für antifaschistische Organisationen, unter die beispielsweise auch "Mut gegen Rechts" fällt, die sich für "friedliche und kreative Initiativen gegen Rassismus " einsetzt.

Ich bestreite hier auch überhaupt nicht, dass es in Antifa-Kreisen leider viel Gewalt gibt. Das finde ich unter anderem deswegen furchtbar, weil das in gewissen Kreisen als umunstürzbares Beispiel verwendet wird, dass ALLE Linken ja viel schlimmer!111! als die Rechten sind und diese wiederum damit verharmlost werden, weil sie sich ja nur gegen die bösen roten, molotovcoktailschmeißenden Paliträger wehren müssen. Aber deswegen kann man "Antifa" trotzdem nicht mit "gewaltverherrlichend" gleichstellen.

Naja, mMn kann man nicht so tun, als ob die Antifa ein normaler "Verein", wie der örtliche Tennisclub oder Schachverein ist. Und der Satz im Artikel impliziert mMn genau das.
Aber du hast schon recht, eine Handvoll von denen ist eventuell ganz in Ordnung ;-)
Ich verbinde mit der Antifa grölende, pöbelnde schwarzgekleidete Assis. Positives ist mir noch nicht zu Ohren gekommen.

Zitat (ohne_name @ 05.01.2011 13:37:33)

Ich verbinde mit der Antifa grölende, pöbelnde schwarzgekleidete Assis. Positives ist mir noch nicht zu Ohren gekommen.

Dann warst du scheinbar noch nie auf einer Gegendemo zu einem Naziaufmarsch.

Zitat (werschaf @ 05.01.2011 13:57:27)
Dann warst du scheinbar noch nie auf einer Gegendemo zu einem Naziaufmarsch.

Stimmt.
Deswegen habe ich mir gerade die Antifa-homepage reingezogen. Die stellen sich auch selber genauso dar, wie von mir beschrieben. Alles im gewaltverherrlichenden Stil.
"Solidarität mit [Brandstifter] Antifa Thomas".
Im Video: "Kampf den Nazis. Kampf dem Staat".
Da ist nichts mit "Bunt. Friede, Freude, Eierkuchen". Sondern "Klassenkampf und Böller". Naja, die haben eben in der Kindheit nicht genug draußen im Wald gespielt und müssen das jetzt nachholen. :lol:
Auch göttlich: "In der radikalen Linken Berlins gibt es seit Anfang der 1990er Jahre die schöne Tradition in der Sylvesternacht mit einer Demonstration vor den Knast in Moabit zu ziehen, um den dort Gefangenen zu zeigen das sie nicht vergessen sind und um eine grundsätzliche Kritik an Knast, Klassenjustiz und Kapitalismus auf die Strasse zu tragen." Genau, lasst Verbrecher einfach frei rumlaufen. Und "radikal" wird als "schöne Tradition" angesehen.
Tut mir leid, was soll ich da positiven rauslesen?
Aber das ganze geht etwas OT, von daher war das mein letzter post zu diesem Thema.

Das Thema "Die Jugend von heute" hat einen Bart so lang wie die Geschichte der Menschen. Schon immer hieß es "früher war alles besser". :lol:

Alkohol stand ihnen schon immer zur Verfügung, ich kann mich gut erinnern wie wir die Pullen vor den Eltern in einem alten Hocker versteckt haben :hihi:, damals haben wir zusammen geschmissen um uns ein oder zwei Flaschen irgendwas zu kaufen. Heute kann sich die Jugend von heute beim sog. Flatratesaufen für nen Zehner volllaufen lassen und das alles mithilfe von Erwachsenen, die es ihnen verkaufen und auch keinen Halt vor "unter 18 jährigen" machen.
Genauso siehts mit Zigaretten aus, oder etwa nicht?

Die Jugend von heute ist frech und respektlos?? Sieht man es von der anderen Seite, sagen sie einfach nur ihre Meinung und versuchen, sie zu vertreten. Wenn ich da die Schule/Lehrer vor Augen habe, stellen sich mir die Nackenhaare hoch. Ich erziehe meine Kinder zur Selbstständigkeit, gebe ihnen Selbstvertrauen und was machen die Lehrer? Bestrafen meine Kinder dafür, dass sie eine eigene Meinung haben, wenn diese nicht gerade mit der der Lehrer übereinstimmt. Setzen meine Kinder sich für Mitschüler ein, weil sie Unrecht sehen, dann werden sie bestraft und gemaßregelt, weil sie sich nicht einmischen sollen, die Sache sie nichts angeht.
Solange Kinder/Jugendliche mit dem Strom schwimmen, zu allem ja und Amen sagen und so sind, wie andere sie haben wollen, solange ist alles "gut". Hat man ein "unbequemes" Kind, das eine eigene Meinung vertritt, sich nicht alles gefallen lässt und auch mal rebelliert ist es auffällig und schlecht erzogen :wallbash:

Ich heiße nicht alles gut, aber genau wie bei Erwachsenen gibts solche und solche.

Alle Jugendlichen über einen Kamm zu scheren ist ja so einfach!!!!! :pfeifen:


Zitat (jojomama @ 05.01.2011 17:06:04)


Ich heiße nicht alles gut, aber genau wie bei Erwachsenen gibts solche und solche.

Alle Jugendlichen über einen Kamm zu scheren ist ja so einfach!!!!! :pfeifen:

Genau so ist es und so wird sich das von Generation zu Generation
weiter leben und der Spruch wird IMMER der selbige bleiben

"diese Jugend heute"

seit doch ehrlich ,den selben Spruch sagten doch auch
Eure Eltern und es werden auch Eure Kinder sagen .

Wir leben in einer Zeit wo alles in Frage gestellt wird.
Früher gab es den Tatbestand : Mundraub. Im normalen Fall, erwischt -> Bax alles ist vergessen.
Damit hatte man seine Grenze ausgetestet.
Heute , Mundraub ist erlaubt. Also die Grenze Ladendiebstahl, unter 14 defakto erlaubt.
Heimlich eine in der Schule geraucht, erwischt > nachsitzen, nur im Wiederholungsfall wurden die Eltern benachrichtigt.
Heute trauen sich einige Lehrer nicht mehr die Eltern anzusprechen. Da gibt es Bedrohungen durch die Schüler. Von den Eltern heißt es : Machen Sie Ihren Job, wenn sie das nicht können suchen sie sich einen anderen.
Bitte nicht veralgemeinern.
Jede Generation Jugendlicher testet die Grenzen aus. Die Vorbilder sind heute doch : Viel Geld für wenig Leistung, Fußball- und Popstars. Der einfache Handwerker zählt nichts, bei dem Lohn für die viele Arbeit.
Bei Justiz und Politik zählt nur Geld mit dem die Macht erkauft wird.
Bei der Polizei haben ja auch schon einige erkannt : Auf der anderen Seite lebt es sich besser. Alles das erkennen doch die Jugendlichen.
Fazit muß es sein die Kinder in unser Leben einzubinden. Der Jugend die Grenzen erklähren und ihnen ein bißchen Freiheit zu lassen.
Das erfreuliche ist doch : Viele Jugendliche sind ein Grund an deren Zukunft glauben zu können.
Leider ist die Toleranz gegenüber Gewalt und Raub einfach zu groß.


Zitat (alter-techniker @ 05.01.2011 17:32:52)
Also die Grenze Ladendiebstahl, unter 14 defakto erlaubt.

Das wäre mir jetzt neu, daß Ladendiebstahl für Kinder unter 14 erlaubt ist. :huh: :huh: :huh:

Zitat
Leider ist die Toleranz gegenüber Gewalt und Raub einfach zu groß.

Das sehe ich anders. Woher hast Du diese Information? Eher das Gegenteil ist der Fall: Heute wird wegen jeder Lappalie zur Polizei oder zum Anwalt gerannt. Die Anzeigenbereitschaft ist heute viel höher.

Was Gewalt und Raub betrifft: Wir hatten im letzten Jahrhundert Phasen in unserer Geschichte, da wurden Gewalt und Raub von der Regierung angeordnet. (und damit meine ich nicht nur die Nazis!)

Die heutige Jugend ist genauso gut oder schlecht wie die Jugend anderer Generationen. Wenn man auf sie zugeht und zuhört, was sie zu sagen haben und sich mit ihr interessiert auseinandersetzt, wird man keine Probleme mit ihr haben.

Zitat
Mit zunehmenden Jahresringen am Bauch stelle ich für mich fest, daß mir teils der Drah schon zu jetzt 35 jährigen fehlt.- Denn die sind ganz anders drauf, als ich in dem Alter war.

Bei mir ist es genau andersherum: Ich finde eher den Draht zu den jüngeren Menschen, da ich deren Themen wesentlich interessanter finde, als die Themen Gleichaltriger. :)

Zitat (IsiLangmut @ 04.01.2011 15:03:46)
Unlängst nahm ich an einem Symposion teil, dort kamen Vertreter/innen verschiedenster Altersgruppe zu Wort.- Es wurde gefordert, daß die LEHRER, oder DER STAAT doch Bitte dafür sorgen solle, daß den Jugendlichen wieder mehr Benehmen beigebracht würde.

Was können Lehrer und Staat dafür, wenn viele ELTERN egal welcher Couleur aus welchen Gründen auch immer nicht mehr in der Lage sind ihren Kindern erziehungsmäßig gutes Rüstzeug für späteres Bestehen im Leben beizubringen? Die Lehrer (und somit der Staat, später der Arbeitgeber) bekommen nur die Produkte ihrer Elternhäuser überantwortet - ob ganz oben oder weit unten angesiedelt. Die Produkte sind nun mal da, aber wie sie zu Hause rechtzeitig geformt werden, das ist alles.
Ich denke, es ist nicht Aufgabe eines Lehrers oder der Kindergärtnerin, den "Blagen" ein gutes Grundbenehmen beizubringen - sowas sollte im Elternhaus geschehen.
Seltsam - noch immer gibt es doch Kinder und Jugendliche, die die Grundregeln guten und rücksichtsvollen Benehmens egal wo und wie anscheinend federleicht beherrschen... wie geht sowas nur? ;)

Zitat
Eher das Gegenteil ist der Fall: Heute wird wegen jeder Lappalie zur Polizei oder zum Anwalt gerannt.


Seh ich auch so. Früher in den"guten alten Zeite"n gabs schon mal einen Schlag mit dem Rohrstock, wenn man die Hausaufgaben nicht dabei hatte. Das hat keiner angezweifelt oder angeprangert.

Heute würde so ein Lehrer - zu Recht - von den Eltern verklagt. EDIT: Ungeschickte Wortwahl meinerseits, sowas ist für mich keine Lappalie, ich wollte nur unterstreichen dass ich eben nicht finde, dass die Toleranz für Gewalt gesunken ist sondern auch denke, sie ist eher gestiegen.

Bearbeitet von witch_abroad am 07.01.2011 13:41:39

Zitat (Heiabutzi @ 06.01.2011 02:50:20)
Bei mir ist es genau andersherum: Ich finde eher den Draht zu den jüngeren Menschen, da ich deren Themen wesentlich interessanter finde, als die Themen Gleichaltriger. :)

Wirklich ?! :lol:

@wurst: DAS Thema wird wieder hochaktuell in Kürze, wenn Karneval in die "heisse Phase" geht!!!
Ein Albtraum für alle Leute, die damit zu tun haben.- Denn die Altersgrenze der Kinder, die sich öffentlich die Kante geben, geht immer mehr nach unten.- Und mit "Humor" oder "Spaß" hat die Sauferei bis der Arzt kommt, NICHTS zu tun!

Wohl DEM Erwachsenen, der DANN einen Draht zu Jugendlichen hat, um Ihnen glaubwürdig zu vermitteln, daß Alkohol KEIN gemeinsames Thema ist!

Mir treibt das Thema "Alkoholmißbrauch" zudem zu jeder Jahreszeit den Draht aus der Mütze!!!- Und ich habe in der Beziehung zu NIEMANDEM einen Draht, gleich welchen Alters.

Liebe Grüße...Isi


Ich denke, nicht nur die Jugendlichen haben sich verändert, sondern die komplette Gesellschaft!
Die jungen Leute lernen von uns!!!Früher gab es noch Familien,klar es wurde auch viel unterm Teppich gekehrt und schlechte Ehen ausgehalten.Heute gibt es viele Alleinerziehende die Job und Erziehung unter einem Hut bringen müssen, da leidet natürlich das Familienleben.Trennungen laufen fast nie friedlich ab und die Kinder sind die Leidtragenden.Was ich damit sagen möchte, früher hatten die Kinder mehr Familienhalt und der Tagesablauf lief geregelter ab.Wir brauchten auch noch keine Terminkalender :pfeifen: ,uns blieb auch noch die Zeit zum spielen.Heute gibt es Muttis, die ihre Kinder derart mit Dingen unter Druck setzen,da kann man sich nur noch die Flasche geben.Natürlich haben wir unsere Erfahrungen mit Alkohol auch gemacht, aber wir haben uns nicht gleich ins Koma geschossen.Wenn es aber normal ist, dass Papi oder Mami auf Feten, Schützenfesten sich die Kante geben und ihre Kids im Maxi Cosy mit in Kneipen nehmen,dann ist der Grundstein doch dafür gelegt, dass Kinder Alkohol nicht mehr als Genußmittel ansehen, sondern denken es gehöre zum täglichen Bedarf,denn die Eltern leben es doch vor.Für mich war Alkohol früher etwas besonderes.Meinen Vater habe ich nur einmal etwas angetrunken erlebt und das fand ich schon komisch.Was ich vermisse ,ist der gesunde Umgang mit Alkohol und mehr Aufklärung.
Ich gebe die Hoffnung nicht auf,denn es gibt viele Jugendliche die vernünftig sind und die Kurve auch nach bitteren Erfahrungen noch bekommen.
Die jungen Leute lernen von uns,also müssen wir Vorbilder sein. :blumen:


Alles ist anders geworden
Was mich an der Jugend von heute stört, ist die brutalität sowie die
Schlägereien. Aber irgend einen Grund dafür muss es ja geben. Aber
welchen? Da weiss ich nicht weiter.


mein Neffe ist 16 und im grossen und ganzen ist er so, wie ich mit 16 war (also vor ... ähm ... 21 Jahren)



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