Stierkampf: wer hat schon mal einen gesehen

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Ich hab mir mal einen Stierkampf, besser gesagt einige, in Madrid angeschaut und war begeistert.

Hat noch jemand damit Erfahrung gesammelt bei seinen Reisen?

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sorry, aber wie kann man da begeistert sein :huh: da bin ich
mit dir absolut nicht einig :labern:

das ist ein einziges martyrium für das tier...stress pur. sollte abgeschaffen werden.

wie auch das treiben durch die strassen. da habe ich mal kein
erbarmen mit denen, die von den stieren selbst aufgespiesst werden.


Hallo markaha, falls es ein zweites Leben gibt, dann willst Du sicher als Stier geboren werden? ;)

Bearbeitet von Rumburak am 18.07.2009 20:28:29


Also hier in Portugal gibts in jeder Stadt Stierkämpfe, nicht ganz so brutal wie die spanischen Kämpfe, aber ich bin strikter Gegner, das tue ich mir nicht an.

Grüsse Anabela


Persönlich mag ich solche Stierkämpfe nicht (erinnert mich bißchen an die Gladiatorenkämpfe), aber sie gehören schon ewig zur spanischen (und auch mexikanischen) Kultur und haben eine lange Tradition. Ebenso wie anderswo Hahnenkämpfe, Schneckenrennen und wasweißich.
Entweder man freundet sich mit der Kultur des Gastgeberlandes an, oder man läßt es.
Andere Länder, andere Sitten!

Zitat
da habe ich mal kein
erbarmen mit denen, die von den stieren selbst aufgespiesst werden.


Ich auch nicht, die tun das schließlich freiwillig und wissen, DASS sowas passieren kann.

So sehe ich das auch Anabela. Das muß nicht sein.

Bearbeitet von Rumburak am 18.07.2009 20:34:33


im alten rom gehörte es zu den sitten, frauen von tieren vergewaltigen zu lassen.

in vielen afrikanischen ländern werden kleine mädchen beschnitten. und leiden ihr leben lang darunter. er hört dort zur tradition.

ist all dies deswegen zu akzeptieren? weil es tradition ist?

oder ist es zu verurteilen, da es auch menschen betrifft?

niemals ist leid zu akzeptieren. weder für menschen noch für tiere. wenn es nur dem vergnügen dient.

ich habe ich leider arg gefreut, als vor kurzem bei der hetzjagd durch pamplona ein mensch starb.

und würde mich gewiss genauso freuen, wenn es wieder geschähe.


Ist mir schon klar, dass ich da viel Widerspruch ernte.

Aber mit den vier Frauen, mit denen ich beim Stierkampf war, war keine angeekelt. Klar stirbt der Stier - immer, jedenfalls in Madrid. Aber er hatte vorher ein besseres Leben als so manches Huhn.


wie erbärmlich ist es, wenn ein mensch sich am leid erfreuen kann. ob es leid eines menschen oder eines tieres ist.

Bearbeitet von seidenloeckchen am 18.07.2009 20:40:59


Leid ist nicht zu akzeptieren und dennoch gibt es vielfältiges Leid in der Welt, wobei es eine Frage der Definition ist, was unter Leid zu verstehen ist.

Ich finde schon, dass es einen Unterschied macht, ob ein Tier oder ein Mensch von einer Tötung betroffen ist.

Es mag für dich, Seidenlöckchen, erbärmlich sein. Hat aber nichts zu tun mit der Beschneidung von Frauen oder der Vergewaltigung von Frauen durch Tiere. Das auf eine Stufe zu stellen find ich nicht ok.

Die Freude beim Stierkampf ist nicht der Tod des Stieres, sondern das Ritual, das, wenn gut gemacht mit Applaus belohnt wird, wenn schlecht gemacht mit Buhrufen gezollt wird.

Wer hat denn schon einen gesehen?


Ich persönlich sehe mir diese Kämpfe nicht an, bin aber auch kein Gegner. Die Stierkämpfe gehören zur Tradition dazu. Positiv finde ich, dass das Fleich wenigstens danach verkauft wird und nicht weggeworfen. So hatte es doch noch einen Nutzen.
Natürlich ist die Art und Weise, wie das Tier stirbt nicht schön, aber meine Güte, was ist denn hier mit den Tiertransporten oder den Kaninchenfarmen, wo das Fleich zur "netteren" Alternative angeboten wird.
Es gibt ja auch Stiere, die gewonnen haben und diese werden mind. genauso verehrt wie die Stierkämpfer.


Also, ich schreibe hier nach langer Zeit mal wieder - und aus dem Grund, dass ich schon fast nicht mehr an mir halten kann.

Was ist das denn hier für ein abartiger Beitrag?

Sich am Leid einer unschuldigen und unterlegenen Kreatur zu ergötzen.

Das konnte ich noch nie und werde ich auch nicht mit irgendeiner Kultur entschuldigen.

Sind da die Urinstinkte besonders stark ausgeprägt.

Diese Stierkämpfe kommen bei mir gleich nach Gaffen bei einem Unfall oder "spring doch"- Rufen, wenn ein Selbstmörder auf dem Hochhaus steht.

Muss jetzt aufhören, da ich nicht mehr für die Einhaltung der Forums- Regeln garantieren kann.


@Der_Westfale,

ich sage genau wie du hierzu lieber auch nichts....

Dieser Spruch soll für meine Gedanken stehen....
Quäle NIE ein Tier zum Scherz,
denn es fühlt wie du den Schmerz.


Bearbeitet von Nachi am 18.07.2009 21:55:21


bitte dieses ist doch nun wirklich nicht haltbar.
ich finde auch sehr gut das es mal einen erwischt hatte bei der hatz.
wenn sie es wollen sollen sie sich doch umbringen lassen.

doch eins mus ich noch sagen und beitragen, der stierkampf ist eine sache der götterverehrung gewesen, jetzt nur noch geld sache.
wer lesen möchte hier bitte und hier auch


Ich bin auch strikt gegen den Stierkampf !


Er ist nur Tierquälerei , und das geht gar nicht !!! :wallbash: :wallbash: :wallbash: :wallbash: Wenn ich daran denke,werde ich wütend.Kultur hin oder her.Wirklich schlimm! :wallbash: :wallbash:

VLG

Pompe

Bearbeitet von Pompe am 18.07.2009 22:40:51


Zitat (sunny_sunday @ 18.07.2009 21:30:29)
aber meine Güte, was ist denn hier mit den Tiertransporten oder den Kaninchenfarmen, wo das Fleich zur "netteren" Alternative angeboten wird.

tratition hin oder her, man kann sie auch mal brechen.

in diesem thread geht es aber nun mal um den stierkampf und der stösst vielen sauer auf, besonders der satz " ich war begeistert"

wenn ein thread über die armen kaninchen, nerze und all die anderen, wehrlosen geschundenen tiere eröffnet wird, werden auch hier die stimmen laut, da kannst du sicher sein.

Ich hoffe, ihr könnt mich noch leiden, obwohl ich mich als Stierkampf Fan geoutet habe.

Ich frag nochmal: wer hat schon einmal einen gesehen und was hat er dabei empfunden.

Na schön, das Argument der Tierquälerei: Der Stier ist auf unter den besten Umständen, die man sich denken kann, aufgewachsen..... und stirbt dann in der Arena.
Ich kann mir viele andere Tiertodesfälle vorstellen, die schlimmer sind.

Schon komisch, dass in Deutschland kein Mensch Stierkampf sehen will, aber er in Spanien Kult ist.


Zitat (markaha @ 18.07.2009 20:39:27)
Ist mir schon klar, dass ich da viel Widerspruch ernte.

Aber mit den vier Frauen, mit denen ich beim Stierkampf war, war keine angeekelt. Klar stirbt der Stier - immer, jedenfalls in Madrid. Aber er hatte vorher ein besseres Leben als so manches Huhn.

Was ist denn das für eine Argumentation?

Weil irgendwelche Frauen nicht angeekelt waren ist es in Ordnung?

Ich kann seidenlöckchen nur zustimmen.
Ich hab den Stier beglückwünscht.

Und sage mir keiner, weil es "nur" um Tiere geht, könne man es mit anderen traditionellen Misshandlungen nicht vergleichen.
Wer Tieren bewußt Leid zufügt, hat keinen Respekt vor dem Leben.

Ich glaub, ich muss kotzen.

Ich war mal vor vielen Jahren in Portugal bei einem Stierkampf. Warum ich da überhaupt hingegangen bin, weiß ich nimmer - kann sein, daß ich es mir nicht so brutal vorgestellt hatte :ph34r: .

Wenn auch, wie Anabela schon schrieb, die Tiere in Portugal nicht getötet werden, so fand ich es ganz schrecklich. Das Blut; der völlig verängstigte Stier - aggressiv zwar, aber das offensichtlich aus reiner Panik; diese ganze blutrünstige, aufgeheizte, aggressive Stimmung in der Arena, einfach nur grauenvoll. Kurz bevor ich mich übergeben mußte, und um einer Ohnmacht zu entgehen, bin ich aus der Arena geflüchtet. Etwa 15 Minuten nach Beginn der Veranstaltung. Und nienieniemals mehr werde ich mir sowas antun.


Zitat (sunny_sunday @ 18.07.2009 21:30:29)
Positiv finde ich, dass das Fleich wenigstens danach verkauft wird und nicht weggeworfen.


Das Fleisch muß ja voll von Stresshormonen sein. Wer soll das essen?

I sog nur Kosmetik:Oder wird sich deshalb nicht mehr geschminkt :pfeifen:


Das ist sehr grausam. Wenn man das gesehn hat, kann man nur noch sagen, das der Mensch ein reißendes Tier ist.


:labern: Ich habe in Spanien die Einheimischen gefragt, ob ich mir
einen solchen Kampf ansehen soll. Man hat mir abgeraten.Das sagt
alles.
Mehr möchte ich zu diesem Thema gar nicht sagen.
risiko

Bearbeitet von risiko am 19.07.2009 02:08:48


Zitat (wurst @ 19.07.2009 01:41:14)
I sog nur Kosmetik:Oder wird sich deshalb nicht mehr geschminkt :pfeifen:

jo wurst...ist sehr grausam, alles ist grausam da die tiere sich nicht wehren können, die sind den menschen völlig ausgeliefert...
aber das ist ja wieder ein anderes thema.....eröffne doch eins :o


hoffentlich kommt mal die zeit, da alle tiere den aufstand proben gegenüber diesen fiesen menschen...da gabs doch mal einen trickfilm darüber...das wäre was.

Zitat (markaha @ 19.07.2009 00:20:10)


Schon komisch, dass in Deutschland kein Mensch Stierkampf sehen will, aber er in Spanien Kult ist.

Das kann ich so nicht bestätigen. Habe selber eine gewisse Zeit in Spanien gelebt und die Leute, die ich kannte, fanden das auch nicht gut und man hat mir gesagt, dass heutzutage (die jüngere Generation) auch kein Freund von Stierkämpfen ist. Ich hoffe, dass es irgendwann ganz abgeschafft wird. Habe mal einen Stierkampf im Fernsehen gesehen, aber nicht lang, denn lang konnte ich mir das nicht ansehen. Schrecklich.
Die reinste Tierquälerei. Und wenn die Stiere das beste Leben der Welt gehabt haben, ist es kein Grund, sie derart brutal zu quälen.
Sch**** auf Tradition, wir sind nicht mehr im Mittelalter. Wir sind im 21. Jahrhundert angekommen, das sollten auch mal die Spanier begreifen, auch wenn die in vielen Dingen langsamer sind als der Rest der Welt.

Es gibt mit Sicherheit andere "Sportarten" die man betreiben kann, bei denen kein Lebewesen zu schaden kommt (zumindest nicht in dem Ausmaß).
Geh mal ins Fußballstadion in Spanien, da hast du auch gute Stimmung und es ist ein einmaliges Erlebnis. -_-

es ist unbedeutend, wie es dem stier vor dieser entsetzlichen tortur ergeht.

ihn zu quälen und zu töten dient grausamen und herzlosen menschen als vergnügen, um ihn leiden zu sehen.

sein fleisch wird anschließend verspeist. dies ist richtig. doch gehen die menschen deswegen in eine arena? um sich ein tier anzuschauen, das bald geschlachtet wird?

sie wollen blut sehen. den stier leiden sehen. sein toter körper ist nur eine abfallverwertung. die sie nicht interessiert.

es wäre ihnen auch gleich, würde der stier vorher ein schlechtes leben gehabt haben. sie wollen nur einem prahlhans zusehen, der behauptet, gegen einen stier zu kämpfen. und dessen blut sehen.

es gibt arg viele spanier, die es schrecklich finden. und es verurteilen. die furchtbar wütend werden, wenn gesagt wird, es sei eine ehre für den stier, dort zu kämpfen. welch ein unsinn.

das alles für menschen, die kein herz haben. wenn ein mensch freude an diesen dingen hat, sagt das recht viel über ihn aus.

denn wer tiere leiden sehen mag, schreckt auch nicht vor dem leid und den schmerzen eines menschen zurück. denn beide lebewesen bluten. leiden und schreien. winden sich in verzweiflung und panik.

wäre es ein gerechter kampf, würde man den matador allein kämpfen lassen. er würde nicht die hilfe anderer brauchen, die den stier erschöpfen und zusätzlich quälen. wie feige es ist! wie kindisch und peinlich!

man darf niemanden quälen, um freude daran zu empfinden. niemals. oder auch nur dabei zusehen, wie es ein anderer tut. sei es mensch oder tier.


Ich fasse es wirklich nicht, was hier teilweise gesagt wird.

Ein Unrecht rechtferigt das andere?
Mal abgesehen davon, dass es durchaus möglich ist Fleisch zu kaufen, dessen Ursprung man nachvollziehen und kontrollieren kann.
Und auch bei Kosmetik hat längst ein Umdenken eingesetzt.

So lange es aber Menschen gibt, die sich an Tierquälerei begeistern und es als Sport bezeichnen, wird sich nie wirklich etwas ändern.

Und dann auch noch die Aufforderung, sich mit etwas anzufreunden, weil es halt Tradition ist und somit zur Kultur eines Landes gehört.
Prima - hören wir doch auch sofort auf uns über Zwangsheirat und Ehrenmorde aufzuregen.
Es ist doch Tradition.


nun kommt gewiss das argument, dabei gehe es doch um menschen. deswegen sei es nicht in ordnung.

ich habe von schrecklichen tierquälereien erfahren. die vor allem hühner und junge hunde betreffen.

es soll vor allem in den ländlichen gegenden in der türkei stattfinden. doch gewiss auch in anderen ländern. ich bringe es kaum fertig, darüber zu schreiben.

dort nehmen sich ältere jungen und junge männer hühner und sehr junge hunde, noch welpen. sie "üben" den geschlechtsverkehr an ihnen. oder wollen nur befriedigung erfahren. :heul:

dabei zerreißen sie die tiere, die dabei stark bluten. und beinahe immer sterben.

es sei schon immer so gewesen. es seien nur tiere. auch hier geht es nur um den spaß der menschen.

tanzbären gibt es seit jahrhunderten. sie werden furchtbar gequält. herzlose menschen empfinden freude beim anblick dieser geschundenen kreaturen, die aus angst vor schlägen alles tun, was ihr peiniger von ihnen verlangt.

ohne diesen ring in der nase, an der sie arg empfindlich sind, würden sie ihren peiniger zerfleischen.

doch ich nehme an, für viele menschen ist auch dieses los der tiere nicht schlimm. da es in vielen ländern tradition ist. und zur kultur gehört. :angry:

Bearbeitet von seidenloeckchen am 19.07.2009 12:48:34


Allein schon diese Arroganz, ein Menschenleben über das Leben eines Tieres zu stellen finde ich einfach nur abartig...

Tiere fühlen, bluten, empfinden Schmerzen, genauso wie der Mensch auch, nur der Mensch kann es sich aussuchen, ob er dabei mitmachen will oder nicht, der Tier hat keine Wahl


Zitat (Puuh @ 19.07.2009 13:14:11)
Allein schon diese Arroganz, ein Menschenleben über das Leben eines Tieres zu stellen finde ich einfach nur abartig...

Tiere fühlen, bluten, empfinden Schmerzen, genauso wie der Mensch auch, nur der Mensch kann es sich aussuchen, ob er dabei mitmachen will oder nicht, der Tier hat keine Wahl

da schließe ich mich 100%ig an. Ich bin wirklich froh, dass es immer noch viele Menschen gibt, die so denken wie du. Leider nicht alle.

Ich habe hier nicht alles gelesen, frage mich wo ist da der Tierschutzverein.
Wenn es auch tradition ist , kann aber sowas nicht im 21.jahrhundert
abgeschafft werden ? Ich kann mir sowas barbarisches im TV nicht ansehen.
Mir tut da die Seele weh und Tiere haben auch eine Seele.
Ich bin für Tiere und unterstütze auch den Tierschutz


Nein, ich habe noch keinen Stierkampf live angesehen und werde es auch nicht, da ich ein Land, dass in der Öffentlichkeit mit Begeisterung (S)Tiere quält, nicht bereise.
Im übrigen esse ich auch keine Tiere, die lebendig gekocht werden.
Für mich braucht kein Hummer sterben.


Zitat (Eifelgold @ 19.07.2009 15:48:56)
Nein, ich habe noch keinen Stierkampf live angesehen und werde es auch nicht, da ich ein Land, dass in der Öffentlichkeit mit Begeisterung (S)Tiere quält, nicht bereise.

Das find ich wiederum etwas hart, was können denn die meisten Spanier dazu, dass es in ihrem Land diese Tradition gibt? Viele heißen sie ja nichtmal gut, es gibt auch immer wieder Proteste dagegen. So verallgemeinern kann man das nicht, dass ALLE das gut finden und Spanien hat weitaus mehr zu bieten als Stierkampf. Außerdem gibts die auch nicht in ganz Spanien, bestimmte Regionen haben damit gar nix am Hut.

Das mag ja sein!
Vielleicht kommt es dir oder den anderen hart vor.

Aber es ist eben meine Antwort auf diese Art von Tierquälerei. Ich bereise solche Länder nicht. Punkt.
Wen treffe ich denn damit? Dich persönlich doch bestimmt nicht, oder?
Wenn du es in solchen Ländern toll findest, nichts wie hin. Das akzeptiere ich.

ICH akzeptiere aber diese Form von Tierquälerei nicht. Daher bereise ich solche Länder nicht. Es ist mein persönlicher Entscheid. Vielleicht entgeht mir was, vielleicht auch nicht. Meinen Urlaub kann ich machen wo ich möchte. Und wenn mir was nicht passt, dann mache ich das auch nicht. Was ist daran verkehrt?
Nur, weil ich meine Meinung zum Tierschutz habe? Du verhälst dich doch sicherlich ähnlich. Ist es nicht so? Was dir nicht passt, machst du nicht. Finde ich ok. Jedem seins, und mir meins.

Lieber schrubbe ich zwei Tage das Deck vom Rainbow Worrior als solche Länder zu bereisen.
Da bekomme ich zumindest das Gefühl, was gutes getan zu haben. Hast du das gute Gefühl auch, wenn du in der Arena bist und einen Stierkampf anguckst?

Nichts für ungut, aber jedem seins


Ok, das akzeptiere ich natürlich. Wenn das wirklich der Grund ist, was ich dir abkaufe, find ich das auch ok, vorhin klang das nicht so überzeugend. ;)

Ich seh das auch absolut genauso bezüglich Tierquälerei (ich bin übrigens auch Vegetarier, also wenn es jemanden gibt, der tierlieb ist, dann bin ich auf jeden Fall vorne dabei ;) ), nur habe ich eine engere Beziehung zu dem Land (2mal dort für langere Zeit gelebt) und deswegen ist ein Aspekt, der mich an dem Land stört, kein Grund das Land ganz zu meiden. Das mögen andere anders sehen. Es gibt auch Leute, die Deutschland meiden, weil wir die Nazis waren. Nun gut, das muss jeder selbst wissen.
Wollte auch nur mein geliebtes Spanien verteidigen, das weitaus mehr ist, als ein Land der Tierquälerei, wie das vielleicht rüberkommt, denn die meisten Spanier, zumindest die, die ich kenne, sind genauso tierlieb wie andere auch. Schwarze Schafe gibts überall, wahrscheinlich kann man unter ethischen Aspekten nirgends mehr hinfahren, weil in jedem Land irgendetwas Unrechtes geschieht. Doch was können einzelne dafür?
Aber wie gesagt, natürlich akzeptiere ich deine Einstellung.

Bearbeitet von Mariposa22 am 19.07.2009 19:14:00


Mariposa,
ich habe in keinem meiner Post ein Land namentlich betitelt.
Ich meinte die Länder nun global. Ich bringe nicht meine sauer verdiente Kohle in solche Länder. Kultur hin, Tradition her.
Es ist dein Land, ok, du hast da gelebt, Freunde gefunden, dich orientiert. Ich glaube dir sogar, wenn du sagst, dass es unter deines Gleichen diesbezüglich
(k)eine Zustimmigkeit gibt. Das ist eine Mindermenge.
Genau wie ich eine Mindermenge bin. Solange die Königin und I.M. dort hingehen ist es öffentlich und wird toleriert. Und sei es nur für den Tourismus. Das kann es M.E. nicht sein. Jedes Tier hat ein Recht auf ein gutes Leben.
Möchtest du so sterben? Sicherlich nicht.
Darum bereise ich solche Länder nicht, esse keinen Hummer. Mag ja lecker sein. Ich persönlich KANN es nciht beurteilen, weil ich eben keine Tiere esse, die lebendig gekocht werden. Auch dass ist für mich eine Form der Tierquälerei.

Und zum Vegetarier sein: Ich betrachte mich selbst als Halbvegetarierin. Soll heißen, ich esse Fleisch, aber noch lange nicht alles. Es kann Wochen dauern, bis ich mal wieder ein Stück Fleisch in den Mund nehme. Ich bin mehr der Gemüse und Käsetyp. mal esse ich Fleisch, mal nicht. Heute gab es Hähnchen. Mehr wie ein kleines Stück Brust habe ich nicht genommen. Dafür aber unmengen an Gemüse und Salat. Das ist mein Essen. Ich brauche nicht bei jeder Mahlzeit eine Fleischzutat.
Egal wie man das nun liest oder interpretiert: das ist MEIN persönlicher Entscheid


Zitat (markaha @ 18.07.2009 20:17:56)
Ich hab mir mal einen Stierkampf, besser gesagt einige, in Madrid angeschaut und war begeistert.

Zitat (Der_Westfale @ 18.07.2009 21:33:52)
Was ist das denn hier für ein abartiger Beitrag?
Sich am Leid einer unschuldigen und unterlegenen Kreatur zu ergötzen.

Zitat (bonny @ 18.07.2009 23:20:58)
in diesem thread geht es aber nun mal um den stierkampf und der stösst vielen sauer auf, besonders der satz " ich war begeistert"

Zitat (seidenloeckchen @ 19.07.2009 12:32:32)
es ist unbedeutend, wie es dem stier vor dieser entsetzlichen tortur ergeht. ihn zu quälen und zu töten dient grausamen und herzlosen menschen als vergnügen, um ihn leiden zu sehen.


Ich denke, die Aussagen, Menschen gingen hauptsächlich deshalb zu einem Stierkampf, um sich am Leiden der Tiere zu ergötzen, stimmt so sicher nicht.

Schon gar nicht würde ich das markaha unterstellen, von dem ich schon viele Beiträge hier gelesen habe und wehre mich entschieden dagegen, seinen Beitrag als 'abartig' zu bezeichnen. Keiner fühlte sich bemüßigt, ihn danach zu fragen, was ihn denn so begeistert hat. Bestimmt nicht das Leiden der Stiere!

Eine meiner Meinung nach gute Adresse, um sich etwas genauer mit dem Thema Stierkampf zu beschäftigen:

http://www.tina-sommer.de/board/viewtopic.php?f=10&t=3211

Gruß,
chris

wie wäre es, einen stierkampf durchzuführen, bei dem das tier nicht verletzt wird? keine lanzen und pfeile in seinem körper ertragen muss?

bei dem er nicht durch einen stich in sein erschöpftes herz stirbt? und am ende lebend und gesund aus der arena entlassen wird?

dem stier wird so viel von seiner kraft genommen. er wird vor dem kampf in dunkelheit gefangen gehalten. mir wurde gesagt, oftmals müssten sie auch hungern. um aggressiver zu sein.

auch werden ihm recht oft die hörner abgestumpft. oder gar gekürzt. damit der feige torero sich nicht so arg ängstigen muss.

es gibt keine ehre bei einem stierkampf. nur feigheit, dummheit und blutdurst.

auch die pferde, die dort mitmachen müssen, leiden. werden sie durch die hörner des stiers verletzt, werden sie oftmals nicht ausreichend medizinisch versorgt. bei zu argen verletzungen werden sie danach geschlachtet.

und wie schrecklich ist es, wenn behauptet wird, die zuschauer wollen, dass der stier einen würdigen, schnellen tod stirbt. sie buhen den matador aus, wenn er sein blutiges handwerk nicht versteht. und den stier schnell durch einen gezielten stich ins herz tötet.

doch welchen nutzen bringt es dem tier? es hat bereits vorher gelitten. der matador darf weiterhin töten.

und er tötet nicht nur einen stier in einem kampf. matadore üben das töten vorher an hunderten von stieren. ein tier muss sein leben lassen, damit ein prahlhans später die gunst des publikums erhält. das blut sehen will.

wer es wegen eines rituals in kauf nimmt, ein tier leiden zu lassen, hat kein herz. man kann sich wunderbar auf andere weisen vergnügen. auch mit tieren.

es ist schöner, sie zu beobachten, zu studieren und zu streicheln, als sie blut erbrechend und aus vielen wunden bluten zu sehen. etwas, das dieses hervorbringt, kann niemals richtig sein.

quäle nie ein tier zum scherz, denn es fühlt wie du den schmerz.

ich frage mich, gibt es hier befürworter für tanzbären? wer kann sich an den tapsigen schritten dieser wundervollen tiere erfreuen? obwohl er weiß, wie arg die tiere leiden? es ist das gleiche.

meine schwiegereltern arbeiten schon arg lange im tierschutz. und haben furchtbares erlebt. und gesehen. wer es fertig bringe, ein tier zu quälen und daran freude empfindet, scheue auch nicht vor menschen zurück.


Zitat (bonny @ 19.07.2009 11:07:12)
jo wurst...ist sehr grausam, alles ist grausam da die tiere sich nicht wehren können, die sind den menschen völlig ausgeliefert...
aber das ist ja wieder ein anderes thema.....eröffne doch eins :o


Nööö,das ist alles das gleiche und müßte im 21. Jahrhundert nicht mehr sein,ob Stierkampf,Tierversuche,oder Schächten wobei die Tiere von den Islammisten vorher Betäubt werden warum von anderen nicht??? :angry:
Aber es gibt Tierversuchsfreie Kosmetik,Aber da stimmt wohl der Name nicht :unsure:
Und wie ist das mit Rodeo da werden die Tiere auch nicht gestreichelt :pfeifen:
Von Nutztierzucht,Fischerei usw. ganz zu schweigen.
Auserdem gibt es Stierkampf nicht nur in Spanien sondern auch in Portugal,Frankreich und Süd und Mittelamerika :P

Ja, so ein Tier zu sehen das geschächtet, ist kein angenehmer Anblick. Ich hab es einmal gesehen - in der tiefsten Türkei, wo sonst kein Tourist ist, auf dem Weg von Bursa nach Antalia. Der Bürgermeister lud uns ein, sein Gast zu sein und dann fuhren wir in den Betrieb. Ein Rind - unbetäubt - ausbluten zu sehen am frühen Morgen, nee keine schöner Anblick.

Aber zurück zum Stierkampf. Es wurde von Recht und Unrecht gesprochen, davon dass es nicht zulässig sei, ein Menschenleben über ein Tierleben zu stellen.

Ich sag es einmal ein einem einfachen Beispiel: Jedes Ei, das ihr esst, ist Mord. Einer Kuh die Milch wegzunehmen - warum produziert sie Milch, doch um ein Kalb auf zuziehen und wir nehmen der Kuh die Milch weg, greifen in die Natur ein. Melken sie ab, so dass sie weiter produziert.

Wo fängt Unrecht an und was ist Gerechtigkeit? Schönes Thema.

Beim Stierkampf ist es eben nicht die Lust am Leiden, sondern es ist eine Art Leidenschaft. Zu sehen, wie ein tapferer Stier auf einen tapferen Torero trifft - das kommt nicht oft vor. Da musst du schon einige sehen.

Die Stiere würden nebenbei gesagt immer gewinnen, wenn sie je einen Menschen auf zwei Beinen gesehen hätten. Sie haben vor dem Kampf immer nur Menschen auf Pferden gesehen. Nein, sie hungern nicht, sie werden auf den besten Weiden aufgezogen. Ja, die Hörner werden gestutzt. Und die Pferde werden gesichert.

Ich les zur Zeit mal wieder von Hemingway: Tod am Nachmittag.


Zitat
Ich sag es einmal ein einem einfachen Beispiel: Jedes Ei, das ihr esst, ist Mord.


Sorry, aber einen größeren Unsinn habe ich selten gelesen....

Ein Ei (bestehend aus Eigelb und Eiweiß) blutet nicht, hat keine Angst, brüllt nicht vor Schmerz usw. usf.

Interessant, welche Abstrusitäten zur Rechtfertigung von unsäglicher Quälerei herhalten müssen :wallbash:

Zitat (markaha @ 19.07.2009 21:40:10)
Ich sag es einmal ein einem einfachen Beispiel: Jedes Ei, das ihr esst, ist Mord. Einer Kuh die Milch wegzunehmen - warum produziert sie Milch, doch um ein Kalb auf zuziehen und wir nehmen der Kuh die Milch weg, greifen in die Natur ein. Melken sie ab, so dass sie weiter produziert.


markaha entschuldige, aber nach dieser Aussage wundert mich nichts mehr von dem, was du hier von dir gibst

Zitat (markaha @ 18.07.2009 20:39:27)
Aber er hatte vorher ein besseres Leben als so manches Huhn.

...bevor er grausam zu Tode gequält wird. Ich kann nur sagen mir wird schlecht, wenn ich so etwas lesen muss und dann noch so alberne Vergleiche wie das Ei oder die Milch. Mir fällt dazu nix mehr ein. :wallbash:

sorry, aber ich hab auch ein rotes tuch vor augen, wenn ich so
die sporadischen, jährlichen "einmischer" in einen thread lese, die immer noch denken, auf die schulmeisterische art uns bekehren zu müssen.

da werd ich auch zum stier.


Zitat (bonny @ 20.07.2009 13:22:26)
sorry, aber ich hab auch ein rotes tuch vor augen, wenn ich so
die sporadischen, jährlichen "einmischer" in einen thread lese, die immer noch denken, auf die schulmeisterische art uns bekehren zu müssen.

da werd ich auch zum stier.

Hallo Bonny, war ich gemeint?? :huh:

Sicherlich ist die Art der Nutztierhaltung heutzutage alles andere als Tierfreundlich und warum auch der Konsum von Eiern und Milch theoretisch (!) nicht mit einer tierfreundlichen Lebenseinstellung zu vereinbaren ist, wird auf vielen Veganer-seiten erklärt (z.B. hier: http://www.vegan.at/warumvegan_start.html). (Nur am Rande: Ich selbst bin kein Veganer, kaufe aber zumindest Milchprodukte, Eier und Fleisch nur beim Biobauern und bin der Meinung, dass kein Mensch öfter als einmal pro Woche Fleisch essen sollte.)
Dennoch gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen Konsum von Gütern, die durch Nutztieren erlangt werden und der Ernährung des Menschen dienen und der Tierquälerei zu rein unterhalterischen Zwecken. Dass die Berufung auf Traditionen hier völlig deplatziert und sinnfrei ist, zeigt zum Beispiel die Beschneidung von Frauen usw, die hier ja schon erschöpfend erklärt wurden.
Wenn ich lese, was hier Leute schreiben, wird mir ganz anders. Was sind das für Menschen, die sich an sowas ergötzen können? Was für ein verzerrtes Bild von Leben und Tod muss man haben, um soetwas als "Unterhaltung" anzusehen? So einem Menschen möchte ich nicht nachts begegnen, wer weiß, ob er nicht auch Spaß daran hat, einen anderen Menschen leiden zu sehn!?


Zitat (bonny @ 20.07.2009 13:22:26)


da werd ich auch zum stier.

Kuh :augenzwinkern: :grinsen: :engel:

Zitat (Apsyrtides)
Ein Ei (bestehend aus Eigelb und Eiweiß) blutet nicht, hat keine Angst, brüllt nicht vor Schmerz usw. usf.


Ei gekocht oder gebraten =Tod :huh:

Ei im Nest oder Brutapparat = piepst :wub:

Zitat (wurst @ 20.07.2009 13:32:54)

Ei gekocht oder gebraten =Tod :huh:

Ei im Nest oder Brutapparat = piepst :wub:

Also die Eier, die ich kaufe, fangen nicht an zu piepsen, wenn ich sie brüte. Irgendwas scheinst du falsch zu machen.

Zitat (werschaf @ 20.07.2009 13:38:31)
Also die Eier, die ich kaufe, fangen nicht an zu piepsen, wenn ich sie brüte. Irgendwas scheinst du falsch zu machen.

:schlaumeier: Während der Ausbrütung müssen die Eier gedreht werden. :rolleyes:

Zitat (usch @ 20.07.2009 13:32:49)
Hallo Bonny, war ich gemeint?? :huh:

Gemeint ist immer die, die fragt... :P B)

Gesperrt Neues Thema Umfrage


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