Fahrradsattel für Schwergewicht: Sattel für ein Schwergewicht gesucht


Um von meinem 3-stelligen Gewicht runterzukommen, hab ich letztes Jahr nicht nur meine Ernährung massiv verändert sondern mir letzten Sommer auch ein Rad zugelegt (eins für Schwergewichte, verstärkter Rahmen, verstärkte Felgen usw).

Knapp 40 kilo weniger ist auch meine Konditionen gestiegen. Mittlerweile fahre ich knapp 100 km pro Woche (60km Arbeitsweg, 40 km Radtour am Wochenende). Am Samstag bin ich aber an meine Grenze gestoßen. Am Ende einer 60 Km Tour von Essen über Mühlheim, Duesburg, Ratingen, Düsseldorf nach Solingen, machte zwar noch meine Kondition mit, aber mir wurde klar: Bei Touren länger als 3,5 Stunden brauch ich entweder einen neuen Sattel oder einen neuen Hintern.

Neue Hintern scheint Amazon nicht zu führen, neue Sättel schon. Ausgeguckt hab ich mir einen B67 Brooks pre aged. Teuer, aber mit Job, ohne Auto, ohne Frau und Kinder kann ich mir sowas mal leisten.

Nun kommen mir aber Zweifel, ob Sattel meine leider immer noch knapp 150 kilo dauerhaft aushält. Wäre Schade so einen schönen Sattel durch sowas Banalen zu ruinieren. Auf der Hersteller Seite ist keine maximale Nutzlast verzeichnet.

Hat jemand damit Erfahrung?

Für Hilfe immer Dankbar
Platypus


Hast du schon mal über einen aufpumpbaren Fahrradsattel nachgedacht, ;) mach dich mal schlau.

Härtegrad individuell einstellbar mit handelsüblicher Fahrradpumpe,da gibt es keine Druckstellen mehr.


Hast du einen aufrichten Sitz beim Fahren? dann würde ich einen sogenannten Tourensattel suchen. Wenn es die Firma sein soll ein Brooks Flyer Classic B396(ähnliches Modell) das ist auch ein Kernledersattel der viel ab kann, wenn deine Schenkel am Sattel scheuern dann einen B66. Und sollte es um die Federung gehen dann ein Brooks B 135 oder B 33. ja und wenn es ein ganz unverwüstlicher sein soll dann den B68 Imperial den musst du aber sicher einfahren auf deinen Hintern.


Hi, schreib doch einmal den Hersteller per Mail an, bzw. frage telefonisch nach, die müssen das schon wissen. Wenn sie dir da sogar was schriftlich geben, kannste reklamieren, wenn er doch Schaden nimmt.

Wert legen solltest du auch auf eine gefederte Sattelstütze, die auf ein hohes Gewicht ausgelegt ist, bzw für ein höheres Gewicht eingestellt werden kann, die meisten machen da ja bei 120kg dicht. Weiß nicht, inwieweit da beim Fahrradkauf drauf geachtet wurde, die "serienmässigen" Dinger sind jedoch wie gesagt meist Schrott, ich hab damals auch mehr als 80 Euro für ne gute Federung investiert, die dann auch wirkt, und nicht dauerhaft komplett unten ist.

Bearbeitet von Bierle am 03.05.2010 11:52:27


vielleicht gibt es beim Fahradies (unteres Ende Frankenstrasse) auch die Möglichkeit, einmal diesen Sattel probezufahren, dir evtl. auch weiterhelfen oder die können vielleicht einen anderen empfehlen? Mir konnten sie sehr gut weiterhelfen.


Sättel mit einer aufgespannten Lederdecke neigen beim Naßwerden dazu, sich zu verziehen. Das würde deine Sitzprobleme noch zusätzlich verschärfen, wenn die Sitzfläche nicht mehr spiegelsymmetrisch ist.

Ich würde dir zu einem Damensattel mit Kunststoffschale und Gelpolsterung raten. Der hat eine größere Kontaktfläche, paßt wahrscheinlich auch von der Anatomie besser (auch bei normalgewichtigen Männern ist ein Damensattel manchmal die bessere Lösung -_- ). Wenns unbedingt ein Teil von Brooks werden soll, zieh die Modelle für Frauen in Betracht.

Bei Fahrradsätteln ist es wie mit Schuhen. Man muß anprobieren, ob und was am besten paßt. Such dir einen Fahrradladen, der den Service fürs Testen bietet. <_<

Kennst du Radhosen mit einem Ledereinsatz in der Sitzfläche? Das würde auch dabei helfen den Allerwertesten schonender zu behandeln, vor allem wenn noch zusätzlich mit Melkfett geschmiert wird. :D


Inzwischen habe ich im Netz weitergegraben und mich in die Materie weiter eingelesen. Die Gefahr des Nasswerdens ist mir bewußt, aber ich habe schon jetzt immer eine Plastiktüte für den Sattel immer dabei. Die Sache scheint fürchterlich kompliziert und gleichzeitig fürchterlich einfach zu sein. Schwer weil laut einigen Quellen nicht nur die Sitzposition eine Rolle spielt, sondern sogar die Fahrweise (niedrige oder hohe Trittfrequenz). Einfach, weil es vermutlich auf ein Ausprobieren hinausläuft. Ich hab noch mindestens 2 Wochen bis ich eine entgültige Entscheidung fällen will. Bis dahin werd ich noch mehr Informationen sammeln und innerlich verdauen.

Meine Dank für die Hilfe.


Hast du denn keinen Radladen in deiner Nähe, bei dem du verschiedene Sättel proberadeln kannst? Klar kann man mit Probesätteln keine 50km-Touren abreißen, aber aussagekräftiger als ein Erfahrungsbericht von jemandem, der vielleicht eine andere Physis, Trittfrequenz, Fahrgewohnheit hat, dürfte das allemal sein.



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